M-aer /inniger s-ORM- Bei Lieferungsbehinderungen durch Tageblatt für Rhön und Vogelsberg SfSSi umtostet die Kleinzelle o!ħrr., Höhere ^"°â^ â §Ulött- UNÜ 6üUkk1tt! * $UlÖÖ€t ^tklSölüü alle SÄ15^^
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Ar. 259 — 1933
Fulda, Samstag, 4. November
10. Jahrgang
Zum 12. November
SieKeltivird es nun glauben müssen
C. Seit dem entscheidenden Schritt Deutschlands in Genf, der auch die Lauen, die Gleichgültigen, die „Un- politischen" zur Erkenntnis, bisher gemiedener Wirklichen zwang, hat es wohl niemanden unter uns gegeben, der nicht die deutsche Politik der vergangenen vierzehn Jahre rückschauend wieder und wieder überprüfte. Dabei drängt sich jedem die naheliegende Frage auf: wenn wir jjrhon die Rolle des Besiegten übernahmen, warum mußten mir es dann darüber hinaus noch den äußeren Feinden jo leicht machen, uns vollends in den Dreck zu treten? Warum mußten wir in einer Lage, in der jedes andere hoff zu einem einzigen Block gegenüber den fremden Unterdrückern geworden wäre, uns erst einmal jahrelang gegenseitig die Köpfe einschlagen, Parteien über Parteien gründen, alle möglichen gegeneinander lâiteiiden Verbände schaffen und unter allen U n= heiligten ausgerechne t dem in der ganzen Welt »verrufenen Marrismus mit -feinem unwissenden und iMftemden Amateur-Politikern und ihren Mitläufern hie Leitung des deutschen Schicksals überlassen?
Waren wir denn von allen guten Geistern verlassen? ISatten wir etwa kein Reich zu verlieren, das die Väter in Iben Sdjladiten von 64, 66 und 70-71 aufgebaut und das Itoir Frontkämpfer in vier opfervollen Jahren verteidigt Ihailen? Und ging es denn gar nicht anders, als daß wir IHieran Jahre lang keinen Schritt in unserem eigenen Muse taten, ohne gleichzeitig beschwichtigende Gesten nach und London zu machen und immer wieder alles zu Iwfdjreiben, was man von uns verlangte? W a s f ü r Mau groteskes Bild haben wir der Welt
Inch alle diese Jahre geboten, daß Men- unter uns waren, die uns den Weg in die Freiheit IM uns baten, uns beschworen, mit uns rangen — Ausland schrie vor Lachen über diese dummen iWw, die die Träger des nationalen Gedankens mit p 'Wzeiknsippel aüseinanderjagten, sie in die Gefäng- warfen und so durch die schwarz-toten Koalitionen F Geschäfte der interallièrten TribUtvögie besorgen mm!
Wir wollen uns hier nichts vormachen: wenn ein M die Welt v i e r z e h n Jahre lang an innere Zietracht, an Unterwürfigkeit, an Würdelosigkeit, an Niese Erfüllung auch der tollsten Forderungen gewöhnt R dann kann es nicht gut verlangen, daß die gleiche bie. die sehr einträgliche N n tz n i e ß u n g dieser mmverfungspolitik hatte, es nun demselben Volk von w aus morgen glauben soll, daß es endlich »zur Ver- W d. I). zum Nationalbewußtsein gekommen ist. Sic Ma ja auch den deutschen Friedensbekundungen nicht Waub, unb glauben ihnen auch heute noch nicht, im= ■Wef. bet von ihnen selbst als makellos anerkannten plpnlidjfeit des Führers.
I "nb. Hier setzt nun d e i n e p e r s ö n l i ch e A u s - ein, Deutscher: widerlege ihren Unglauben. Du einzig dastehende Möglichkeit am ,12". November! waren die Volksabstimmungen früherer Jahre gegen geschichtliche.Aufgabe, die Adolf Hitler jetzt jedem k >>',elnen v o n u n s stellt! Wirst du die Probe auf politische Einsicht, die entscheidende Probe auf dein I indisches Ehrgefühl bestehen?
Mers nationales Gelübde in Essen» ^Meiner großen Rede in Essen führte Reichskanzlei
u. a. folgendes aus:
hätten in dieser Zeit der Arbeit und des Auf- -x Welt weder angegriffen noch bc- LL Jber eines müßten wir für uns in Anspruch Mw wir unser deutsches Leben gestalten, das ist LJ 5 k Sache! Wir reden der anderen Welt nicht ein, l't tun soll, um alükklich au sein. Wir kümmern
Denke daran am 12
November!
uns nicht um ihre Verfassung, kümmern uns nicht um ihre inneren Reformen, aber die andere Welt soll uns noch unserem Willen selig werden lassen! (Stürmischer Beifall.)
In sarkastischer Weise glossierte der Führer unter der einmütigen Zustimmung der Massen die Demokratie, die man uns heute wieder als Jdealzustand anpreisen wolle, während die Welt doch 15 Jahre Zeit gehabt hatte, ihre Solidarität mit der deutschen Demokratie brüderlich zum Ausdruck zu bringen. In diesen 15 Jahren habe man
keine Solidarität der parlamentarischen Demokratie gekannt.
Heute, nachdem wir diese Demokratie 15 Jahre lang tennengelernt hätten, verzichteten wir gern auf ihr Lob, weil wir erkannt hätten, daß dieses Lob nur den Schwächlichen gelte.
Wir hätten den Wunsch zur Versöhnung mit allen, die guten Willens seien. Nur wenn jemand mit Gewalt, mit M ord und Brandstiftung, mit Landesverrat gegen Deutschland vorgehen wolle, würden wir ihn zur Verantwortung ziehen.
Was würden andere Völker sagen, wenn wir ihre Emigranten, die heute in Deutschland herumlausen, zum Maßstab für diese Nation nehmen würden?
linker Programm heißt, daß wir sorgen wollen, für unsere Volksgenossen, für Millionen, die keine Arbeit und nichts zu leben haben. Für die wollen wir sorgen, das i st unser Programm! (Starker Beifall.) Wir wollen unser Volk glücklich machen. Das ist unser Programm, das man allerdings nur lösen kann, wenn man sich zur
nationalen Ehre
bekennt. Und das wollen wir der ganzen Welt sagen: Wir hängen an dieser Ehre! Eines kann ich mir nicht vorfteöcm daß ich jemals etwas unternehme, von dem ich weiß, daß es gegen die Ehre der Nation geht und damit gegen meine Ehre. (Anhaltender Beifall.) Niemals w ü r d e i ch etwas unterzeichnen. von dem ich weiß, daß es niemals gehakten werden kann, weil ich entschlossen bin, das, was ich unterschrieben, auch zu halten. Es scheint mir notwendig, das das ganze deutsche Volk selbst nun vor der Welt feierlich bekennt, daß es die'e Prinzipien des Friedens, der Ebre und der G l e i ch b erechtigu ng als seine Prinzipien feststellt.
Es schien mir weiter notwendig, daß dabei auch ein Reichstag gewählt wird,
der sich mit seinen Kandidaten verpflichtet aus dieses Programm, das Programm, welches besagt: wir wollen den Frieden, wir wollen die Zusammenarbeit mit allen Völkern, wir wollen Ansföhnung, Verständigung. Wir fordern dann aber auch für uns das gleiche Recht. (Bravo!) • . '.
So trete ich jetzt wieder vor die Nation Hitz, nicht für mich, nicht für die «Regierung, denn wir können vier Jahrè regieren, auch nicht um uns zu stützen, denn ich fühle mich sehr stark, (starker Beifall) auch nicht um innere Schwierigkeiten zu überwinden.
Ich habe mich jahrelang bemüht, das deutsche Volk wieder mit Glauben zu erfüllen, seine Zuversicht wieder zu erwecken, das Vertrauen zu sich selbst zu begründen, und wenn ich heute in die Nation hineingehe, dann kommt mir der Glaube aus meinem Volke h e r a u s 'e u t g e g e n. Heute weiß ich, daß das deutsche Volk sich innerlich wiedergesunden hat, daß es zusammensteht im gemeinsamen Schicksalskampf und daß es den Weg geht und gehen wird, auf dem allein ihm Rettung werden kann.
Der Schlußsatz der Rede des Führers wurde übertönt von dem ungeheuren Beifallsjubel der Tausende und minutenlangen Heilrufen. Die gewaltige Versammlung erhob sich, reckte die Arme empor und sang aus begeistertem Herzen das Deutschland- und Horst-Wessel- Lied.
Von der hier abgebildeten riesigen Angriffsmaschine besitzt Frankreich ganze Geschwader. Jedes dieser Flugungeheuer hat eine Spannweite von 37 Metern, ist mit neun Maschinengewehren ausgerüstet und kann 2 5 0 0 Kilo Bo m b e n mitschleppen, also nicht weniger als 100 Bomben zu je 25 Kilo! Die ganze westliche Hälfte Deutschlands liegt im Bereich dieser furchtbaren Angriffsmaschinen. Uns aber, deren Grenzen nach allen Seiten den Flugheeren der Nachbarn offen« stehen, will man nicht einmal ein paar Aufklärungsflugzeuge zugestehen, Deutschland soll schutzlos, also ständiges Allsbeulungsohjckt bleiben!
Wie denkst du über deine Gleichberechtigung, Teutscher? Und wie wirst du abstimmen?
An die Wahlurne, deutsche Frau!
Paula S i d e r, die Referentin für Frauenfragen im Reichsministerium des Innern und stellvertretende Führerin des Deutschen Frauenwerkes, erläßt einen Ruf- ruf, in dem, es unter anderem heißt:
„Nic war ein Volk von ehrlicherem Friedenswillen beseelt, als das deutsche, nie hat eine Regierung sich ehrlicher um Arbeit und Brot gemüht, als diè nationalsozialistische, nie hat ein Staatsmann einen heroischeren Kampf für fein Land geführt, als Adolf Hitler.
Eine tiefere Verwurzelung von Frau und Volkstum, eine größere verantwortlichere Anerkennung und Verpflichtung, wie die des nationalsozialistischen Staates zur Frau, kennt sonst kein Volk. Keine andere Weltanschauung baut den Begriff „Volk" und „Volksgemeinschaft", so auf der Familie auf, wie der Nationalsozialismus.
Nun soll die deutsche Frau beweisen, ob sie hineingewachsen ist in die große Ideenwelt ihres Staates. Deutsche Frauen! Wir stehen wieder an einem Wendepunkt unserer Geschichte. Es darf in diesem heroischen Kampfe der Regierung kein Mißverstehen, keine Gleichgültigkeit irgendeines Volksgenossen geben. Es darf auch keinen Frauengedanken geben, der gegenüber dem elementarsten Volksrecht auf Leben. Ehre, Arbeit und Freiheit für sich ein Einzelrecht beansprucht.
Die deutsche Frau als Hüterin von Jugend und Familie, als Mutter ihrer Kinder, als gleichwertige, gleichverpflichtete Volksgenossin, muß wissen, daß sie Verrat an ihrem Volke begeht, wenn sie in dieser Stunde sich nicht zu seiner Führung bekennt. Jede einzige enrer Stimmen ist wichtig!
Jede einzige deutsche Frau gehört am 12. No vcmber an die Wahlurne! Es geht um die deutsche Familie, die deutsche Arbeit, die deutsche Ehre!"
Konferenz der deutschen Kirchenführer.
Einheitliche Verfassungen für alle Landeskirche n.
Zum erstenmal seit der Tagung der. .Wittenberger Nativnalsynodc trat ist Bertin die Konferenz der Führer sämtlicher deutscher Landeskirchen unter dem Vorsitz des Reichsbischofs zusammen.
Der Reichsbischof eröffnete die Verhandlungen mit einer Ansprache, in der er einleitend die Stellung der Kirche zur Schicksalsstunde des Volkes berührte. Es gebe darum, ob im Leben der Völker die Wahrheit herrschen solle oder die Lüge. In diesem Kampf hätten die Führer der Kirche dje selbstverständliche Pflicht, dafür einzutreten, daß am 12: November
ein großes, einmütiges „Ja" zu dem Rus des Führers
gesprochen werde. Im Hinblick aus die kirchenpolitische öage erklärte der Neichsbischof, daß. eine Befriedung der Verhältnisse nur möglich sei, wenn die Pfarrer sich von jeder Kirchenp olitik fern hielten und sich ausschließlich ihren eigenen
Ausgaben der Predigt und Seelsorge widmeten. Am Schluß seiner Rede berührte der Reichsbischof die Frage der regionalen Neugliederung der deutschen Landeskirche. Die Lösung dieser Frage müsse in enger Zusammenarbeit mit der Staats- und Reichsreform gesucht werden.
Die Konferenz der Kirchenführer beschäftigte sich dann mit den
Richtlinien für die zukünftigen Verfassungen der Landeskirchen.
Nach der neuen Verfassung ist es eine der wesentlichsten Aufgaben der deutschen evangelischen Kirche, die Rcchts- einheit unter den Landeskirchen aus dem Gebiet der Verwaltung und der Rechtspflege zu fördern und einheitliche Richtlinien für deren Verfassung zu geben.
Meister, Meisterinnen und Gesellen!
Ein Aufruf des Reichsstnndcs des Deutschen Handwerks.
Der Reichs stand des Deutschen Handwerks veröffentlicht einen Aufruf, in dem er alle deutschen H andw e r k smeister, Meisterinnen und Gesellen sowie alle Familienangehörigen aufforderl, am 12. November zur Stelle $ir sein und alle Stimmen für die Politik der Reichsregierung abzugeben. Alle Angehörigen des deutschen Handwerks hätten sich ihrer Pflicht bewußt zu sein und durch ihre Wahlbeteiligung ein Bekenntnis zum Führer abzulegen.
Schließlich erwartet der Reichsstand des Deutschen Handwerks von sämtlichen Handwerksorganisationen und ihren. Führern, daß sie sich unaufgefordert und uneingeschränkt in den Dienst der Sache stellen und die politische Organisation der NSDAP, bei allen Wahl- arbeiten und bei der politischen Propaganda tatkräftig unterstützen
Darrs vor den niederrheinischcn Bauern.
Düsseldorf. Reichsbauernsührer und Reichsernäbrungs- mtniiicr Darre sprach zum erstenmal in Düsseldorf, um in sein ausgesprochenen Industriegebiet die Grundlagen nationalsozialistischer Bauernpolitik darzulegen.