Lul-aer /lnzeiger ^EM Bei Lieferungsbehinderungen durch Tageblatt für Rhön und Vogelsberg te?sS£« usw? tostet die KleinzelleÄÄMk^ Ahnsperre usw. erwachsen dem Bezieher keine Zulöa- und Haunetal >§ulöaer Kreisblatt alle anderen 0.15 Mk. Die Reklâmezeile 'w ird Ansprüche. Verlag: Christian Seipel, Fulda. Redaktion und Geschäftsstelle: Königstraße 42 ❖ Zernsprech-flnsthluß Nr. 1989 Mr hiesige Auftraggeber berechnet Bei Rech- Druck: Friedrich Ehrenklau, Lauterbach i. H. Nachâruck der mit* versehenen Mikel nur mit ikhieUenangabe.ZulöaerMsetger'geflaM. nungsstellung Zahlung innerhalb 8 Tagen.
■ 258 — 1933
Fulda, Freitag, 3. November
10. Jahrgang
rei Jahre Arbeit für Tausende
560 Kilometer Reichsautobahnen freigegeben.
Erweiterung des Winterprogramms für den allgemeinen Straßenbau.
i Der Generalinspektor für das deutsche Straßenwesen, st-Jng. Todt, hat die Bauvorbereitung der Reichs- iobahn Köln — Düsseldorf-^Duisburg — Lttmunb freigegeben. Außer der bereits in Köln digesetzten Bauleitung wurde in E s s e n eine Bauleitung digesetzt. Mit dieser Maßnahme entsteht für das Jn- Miegebiet ein Arbeitsvorhaben von sechzig bis achtzig Mionen Mark, das Tausenden von Arbeitern für zwei |i drei Jahre Beschäftigung bringt und eine nach- Mge Belebung der dortigen Industrie deutet.
[ Damit sind insgesamt 5 6 0 Kilo meter Reichs- 11 ob al) ne il für den Bau freigegeben, und zwar bankfurt — Mannheim — Heidelberg 100 Jlometcr, M ü n ch e n — R e i ch e u h a l l 120 Kilometer, Berlin — Stettin 120 Kilometer, Elbing — K ö - kigsbcrg 100 Kilometer, Köln — Düsseldorf — luisbu r g — Dortmund 120 Kilometer.
I Der Einsatz einer weiteren Bauleitung in Altona für L Teilstrecke der Autobahn Bremen — Ham - Rig-Lü b e ck ist angeordnet.
I Auch für den allgemeinen Straßenbau und b Bau von Zubringer st ratze n ist das Winter-
WMM ita.
von 50 auf 80 Millionen Mark erweitert
Parole
...und außerdem noch Reichstagswahl?
k^Dic anfängliche Verwunderung in manchen Volks- b über die Ausschreibung neuer Reichstagswahlen P der Volksabstimmung zur Außenpolitik der Reichs- icrung ist im Verlauf der seit dem Austritt Deutsches aus dem Völkerbund im ganzen Reich betriebenen Rung allmählich der besseren Erkenntnis gewichen. N cs genügt nicht, in einer Entscheidungsstunde von so klagender Bedeutung die von der Reichsregierung süchtig erkannte (und durch die Zwischenzeit bereits âtigte) Politik nur einfach mitzumachen, mechanisch Wahlpflicht zu genügen und im übrigen den lieben reinen guten Mann sein zu lassen. Es kommt darauf jeder einzelne, gleichviel ob politisch interessiert weniger interessiert, die praktische Notwendig- " dieser Reichstagswahl neben der Volksabstimmung «idesmäßig vollkommen klar erfaßt und in sich auf- s^ie Frage lautet für die Praxis: hätte die Reichs- Ming nach erfolgter Volksabstinimung die Entschei- p "der die parlamentarische Billigung oder Miß- ihrer Politik dem bisherigen Reichstag sönnen? Die Frage enthält schon die Antwort W selbst. Der letzte Reichstag, der am 5. März gewählt noch die sozialdemokratische und die kom- t^ UcheFraktion: die letztere war zwar von vornherein L "standlich ausgeschaltet, auf alle Fälle hatte sie wenigstens aus dem Papier, noch eine Anzahl Man- Schon die bloße Tatsache der Eristenz dieser ' «Aktionen im letzten Reichstag entspricht in keiner I ^er heutigen innerpolitischcn Konstellation in I $5$ gleiche gilt aber auch von den Fraktio- 9wktiönchen, den Gruppen und Grüppchen, die rechten und linsen Flügel noch saßen, die 1,; "ersten von ihnen würden heute auch nicht ein leren Mandat mehr erobern können. Mit or^h, wenn wir schon — da wir ja immer noch Verfassung haben - die parlamentarische Mus ber Politik der Reichsrcgierung einem Parla- Welt überlassen, dann muß die Zusammen- MiM^^urlainentes selbstverständlich der tatsächlichen '^sammensetzung des deutschen Volkes, wie e» I ^râ.^^hrechen.
■ uatinuAt r ^hte Reichstag war noch der Reichstag Revolution. Diese ist, wie der Führer MMk^etont h^t, beendet; sie ist abgelöst durch srhon eingeleitete nationale Evolution, die Wicht n9- Folglich kann man die parlamen- ■ an* »Ä^rlahmè zur Außenpolitik der Rcichsregre- l^NaÄ "'ehr einem Reichstag überlassen, Verhaus Wich,- """Wundenen Periode der national-deutschen M biese Wahl weiter den praktischen Sinn, Wiks - ^höchst unwürdigen Schauspiel des Wahl- U/Uch Art das Beispiel ruhiger, c i n - ■ b ^llcnskundgc h ü n g eines ganzen
wird das Ergebnis der Reichstagswahl W>echt.^dem der Volksabstimmung das Ausland BmW unwiderleglicher Form darüber be- ■ Mn ft ; ihm bisher ungewohnte Tatsache der lnhMt Deutschlands nun wohl oder übel
Keine neue Krastfahrzeugsteuer.
Die Äußerung eines örtlichen Beauftragten der „Reichsautobahnen", man plane, von allen Kraftwagen eine P a u s ch a l g c b ü h r für die Benutzung sämtlicher R e i ch s a u 1 o b a h n e n zu erheben, hat Beunruhigung in Kraftfahrerkreisen hervorgerufen. Der Reichsausschuß der Krastverkehrswirtschaft teilt daher mit, daß eine derartige Absicht nicht besteht. Die Frage der Erhebung von Kilometergebühren, die, solange das Netz der Reichsautobahnen noch keine größere Ausdehnung hat, in Frage kommen, sei noch nicht akut. Der Generalinspektor für das deutsche Straßenwesen habe das Bestreben, die Kilometergebühren in mäßigen Grenzen zu halten.
Der „Auiobries".
Zur Verhinderung von Äutodiebftählcn.
Alls Kreisen der Kraftverkehrswirtschaft wurde angeregt, Maßnahmen zu treffen, die Veruntreuungen und Diebstähle von Kraftfahrzeugen möglichst verhindern sollen. Die Zulassungspapiere sollen so ausgestaltet werden, daß sie in Form eines Autobriefes über die Eigentumsverhältnisse des Fahrzeuges jederzeit zuverlässige Auskunft geben. Der Autobrief wird auch statistischen Zwecken nutzbar gemacht werden können. Es kann damit gerechnet werden, daß der R e i ch s v er k e h r s m i n i st e r dem Wunsche durch entsprechende Umgestaltung des Zulassungsverfahrens Rechnung tragen wird. Eine Belastung oder Belästigung des Automobilisten tritt dadurch nicht ein.
a u ch d a n n hinnehmen muß, wenn diese Tatsache und die aus ihr sich ergebende Folgen den eigenen Wünschen gewisser Auslandsteile zuwiderläuft.
_ Im Sinne des Gedankens friedlicher Revision wird diese Reichstagswahl vor aller Welt den Schlußstrich unter das unheilvolle Kapitel der Geschichte Europas ziehen, jenes Kapitel, das die Überschrift trägt: Versailles.
Denke daran am 12. November!
Wie England seine Jugend militärisch ausbildct.
Dieses Bild aus der Kadettenschule von Richmond County in England sagt mehr als viele Worte, wie es um den Abrüstungswillen der anderen bestellt ist: selbst elfjährige Schüler werben im Gewehrschießen ausgebildet!
Steuerbefreiung für Wohnungsneubauten
Das Reichsfinanzministerium teilt mit: Das Zweite Gesetz zur Verminderung der Arbeitslosigkeit vom 21. September 1933 schreibt bekanntlich eine Steuer» bcfrciung vor für Kleinwohnungen, die in der Zeit vom 1. April 1934 bis 31. März 1936 bezugs fertig werden, und für Eigenheime, die in der Zeit vom 1. April 1934 bis 31. März 1939 bezugsfertig werden.
Aus dem Inhalt einer jetzt erlassenen Durchführungsverordnung ist besonders hervorzuheben, daß der Steuer- pflichtige- in allen Fällen, in denen ein Eigenheim nach n em 1. Januar 1934 bezugsfertig wird, die An -
Wendung der neuen Steuerbefreiungsvorschriften auf dieses Haus verlangen kann. Die Steuerpflichtigen haben jetzt also kein Interesse mehr daran, den Bau eines Eigenheims zu verzögern, um auf diese Weise in den Genuß der neuen Befreiungsvorschriften zu gelangen.
DerAovembertag derdeuWen Ehre
Noch größere Zuhörermassen als selbst der Wahlkampf im Winter dieses Jahres führt das energische Bemühen Adolf Hitlers und seiner Mitarbeiter jetzt zu Riesenversammlungen zusammen, da der für Deutschland so bedeutungsvolle 12. November immer nüherrückt. Waren es damals fünfzig oder hunderttausend Menschen, die dem Führer zuhörten, so ist diese Zahl jetzt in der Regel schon weit überholt worden. Das war auch wieder in Weimar der Fall, wo Hitler vor weit mehr als hunderttausend Menschen sprach. Gerade weil er sich, so führte er aus, unzertrennlich fühle mit dem Volke, wolle er heute, in einer schicksalhaften Stunde wieder zum Volke gehen, denn dieses müsse an der Gestaltung unseres Schicksals lebendigsten Anteil nehmen. „Es handelt sich nicht nur um unsere Ehre, sondern darum, ob wir unseren Rang als gleichberechtigtes Volk in der Welt wieder einnehmen wollen, oder ob wir daraus verzichten und dann die Folgen auf uns zu nehmen bereit sind, die sich aus einm solchen Verzicht ergeben." Sehr scharf wandte sich der Kanzler gegen die Behauptung von der Schuld Deutschlands am Kriege, die unwahr ist und die wider bestes Wissen nur aus Furcht unterschrieben Worben sei. Das werde niemals wieder geschehen! Dann wandte sich der Kanzler den großen Aufgaben, dem gewaltigen Programm zu, das jetzt in der Durchführung begriffen sei. In diesen neun Monaten seit Januar habe sich das Wunder der Volkswerdung vollzogen in Deutschland: unbedingte Autorität der Regierung und blindes Vertrauen des Volkes seien hergestellt worden. Was von den Resten der früheren Parteien sich in der Dunkelheit noch erhalte, werde von der Jugend doch sehr bald ganz beseitigt werden. Denn die Zuversicht sei zurückgekehrt, die Gläubigkeit und das Selbstbewußtsein, — und schon damit sei Deutschland aus dem Wege zur Rettung. Nur soll uns die Welt in Ruhe lassen, uns nicht in unserer Arbeit stören und einsehen, daß wir ein Recht haben, nach unserer Fasson selig zu werden. Die deutsche Revolution sei so diszipliniert gewesen, wie es überhaupt nur denkbar sei, wenn man berücksichtige, was die früheren verbrecherischen Elemente am Volke verschuldet haben. Deutschland wolle den Frieden, aber auch seine Ehre und gleiches Recht; wenn man glaube, uns etwas diktieren zu können, dann ohne unsere Unterschrift! Nach einem Appell an das deutsche Volk, cin- zutreten für sich selbst in einer Stunde, in der des Volkes Schicksal selbst sich entscheidet, schloß der Kanzler mit dem prophetischen Wort, daß einst die Zeit kommen werde, da man neben dem Schicksalshaften Tag des November 1918 einen anderen schicksalshaften Tag setzen wird: den 12. Novem b e r 1 9 3 3, auf den Novembertag der deutschen Schande von damals einen zweiten N ovem- bertag der deutschen Ehre! Ein Orkan von Begeisterung und Beifall dankte dem Führer.
In Breslau hielt am gleichen Tage Reichsminister und Ministerpräsident Göring eine scharfe Abrechnung mit den Parteien, die den'November 1918 herbeigeführt und genutzt haben, die dann die innere und äußere Entwicklung Deutschlands bestimmten und dafür jetzt zur Verantwortung gezogen wurden. Quer durch das deutsche Volk ging ein Riß und „ein Volk, das mitten auseinanderbricht in zwei Teile, das zerklüftet und zerspaltet geradezu feindselig gegeneinandersteht, — das Volk Wirb ansgelöscht unter den Völkern, da es ja niemals eine geballte Kraft einer andern entgegensetzen kann." Daran sei aber anch das Bürgertu m in. seinem Beruf-' und Standesdünkel gegenüber der Arbeiterschaft durchaus nicht schuldlos gewesen, weder vor dem Kriege noch nachher!
Bewußten Volksverrat aber verübte der Marxismus, und diese Schmach dauerte vierzehn Jahre, bis endlich ein neues Zeitalter für Deutschland wieder beginnen sonnte, ein neuer Abschnitt seiner Geschichte, über dem die Worte stehen: „Die Freiheit n n d die Ehre sind das Unterpfand des Dritten Reiches." Hitler hat mit dem Austritt aus dem Völkerbund den entscheidenden Schritt getan in dem Bewußtsein seiner furchtbaren Verantwortung, aber er hat es getan, weil ihm die Ehre seines Volkes höher stand als alles andere. Für uns gilt am 12. November die Parole: „Ein Volk, ein Wille, ein Führer!"
„Wir haben aus Klassen und Ständen ein Volk geformt, und was Deutschland an Waffen uiib Kanonen fehlt, muß cs durch sein Volkstum ersetzen; cs darf in Deutschland keine Partei, keine Klasse, keine Konfession mehr geben, ans die die Feinde jenseits den Grenzen sich berufen könnten", — in diesen Worten gipfelte die Rede, di: der Reichsminister Dr. Goebbels in einer Stuttgarter Massenversammlung hielt. Das wäre das Ziel der nationalsozialistischen Arbeit in den vierzehn Jahren Kampfes gewesen und dieses Ziel sei jetzt erreicht. Der Versuch der dritten Internationale, noch einmal die Macht in die Hand zu bekommen, ist schnell gescheitert. Aus der nationalsozialistischen Partei Würbe der Staat, und da getan wurde, wa§ menschenmöglich war, kann .Hitler und seine Partei mit reinem Gewissen vor das Volk hin- treten. Und die Ergebnisse dieser Arbeit werden dazu führen, daß „wir am 12. November der Welt die gefährlichste Waffe aus der Hand schlagen, nämlich die Behauptung, daß an diesem Tage zwischen dem deutschen Volk und der Regierung ein Gegensatz bestände. Wir sind die B a h n b r. e ch e r eines g s^cHi cHr e n Europ a'.