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fulöaer Anzeiger

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Ansprüche. Verlag: Christian Seipel, Fulda. Reüaktlon und Gefchästssteve: Königstraße 42 Zernfprech-Bnfchluß Nr. 1989 für hiesige Auftraggeber berechnet. Bei Rech-

Druck: Friedrich Ehrenklau, Lauterbach i. H. Nachdruck der mit* versehenen Artikel nur mit Quellenangabe.ZulSaerfinzetger'geflatt«. nungsstellung Zahlung innerhalb 8 Tagen.

!r, 245 1933 Fulda, Donnerstag, 19. Oktober ________________________________________10. Jahrgang

gekenntnis zu Ehre und Frieden

M des Führers

zur Volksabstimmung.

Krönung des Versöhnungswerkes im Volk.

Die Reichspressestelle der NSDAP, teilt mit:

Die Führertagung der NSDAP, sand ihren Höhe- m't und Abschluß in einer richtunggebenden Rede, die ltI Führer am Abend vor den versammelten Reichsleitern, anleitern, höheren SA.- und SS.-Führern sowie den Sanpropagandalcitcrn im Plenarsaal des Preußischen «imdtags hielt. Rudolf Heß eröffnete die eindrucks­volle Tagung mit Begrüßungsworten. Dann nahm der Führer das Wort.

In feinen groß angelegten Ausführungen zur poli- Men Lage und über die Aufgaben, die sich für den Ationalsozialismus daraus ergeben, befaßte sich der Mer zunächst mit

der außenpolitischen Situation,

jie im engen Zusammenhang stehe mit der inneupoli- Wn Arbeit der nächsten Wochen. Das außenpolitische Singen um die Gleichberechtigung, in dessen entscheidendes Mium die deutsche Nation nunmehr eingetreten sei, sei untrennbar verbunden mit dem Kampf um den wirt- tzstlichen Wiederaufstieg,

dem Kampf um das Brot,

dm das deutsche Volk seit über acht Monaten zielbewußt Me. Die politische Befriedung der Welt sei die Vor- aussetzung zu jeder wirtschaftlichen Genesung.

Der große Irrtum der bisherigen nachnovemberlichen Störungen in Deutschland sei die Nichtbeachtung des tzMdsatzes gewesen: Ehe nicht die Gleichberechtigung Winden ist, ist jede Beteiligung an internationalen Kchmzen von vornherein zwecklos! Seine Vorgänger m iw Legierung seien gewissermaßen von jener

Genfer Krankheit"

Neu gewesen, die sie zu Pessimisten für die Nation und Optimisten für den Völkerbund werden ließ.

Er dagegen sage:Optimistisch bin ich aus mein Volk, »pessimistisch bin ich aus Genf und den Völkerbund." Melanit sei nie friedliebender gewesen als in dem Mnblick, da es der bisher so wenig erfreulichen Atmo- Mrc dieser Stadt den Rücken gekehrt habe. Das ganze mische Volk stche hinter der Negierung, wenn sie gegen- m demütigenden Zumutungen erkläre: Wir wollen den mieden, aber wir lassen uns nicht behandeln wie eine zweiten Ranges!

. .Mit derselben Entschlossenheit, mit der die national« Mlisüsche Bewegung in den letzten vierzehn Jahren ^cutschland für ihr Recht gekämpft habe, werde Deutsch- M ernst und unerbittlich auch außenpolitisch auf ^cm Recht bestehen und an seinem Anspruch auf Gleich- Mtigung festhalten. Die Ehre sei genau so wenig â leerer Wahn, wie es die Treue sei; man könne ohne e aus dieser Welt nicht leben.

Führerbesprechung in Berlin.

"i^'^UHanb wolle den Frieden und in >L s d e n Frieden, aber es sei entschlossen, in lei»,.® zu keiner Konferenz, in keinen Bund zu gehen, Inland ^"vention zu treten, gar nichts zu unterschreiben, ^enbhin "Echt als gleichberechtigt behandelt werde! diilsx es eine Grenze, unter die man nicht gehen linier >ei man nicht würdig, ein Volk zu führen.

Propaganda für diese Wahl sei getragen von Hiib toerh ' dewt diese Wahl sei moralisch einwandfrei seicht das Lebensrecht der Nation geführt. Mehr ^ialiftii^ ^ irgend jemand hänge gerade das national- Deutschland am Frieden, weil die national« ^dee dem völkischen Begriff einer blutsmäßig ^Nalb . ioatsführung nach innen zugewandt sei und imperialistische Eroberungspolitik nach außen

nicht kenne. Indem wir so jede Gewaltpolitik ablehnten, könnten und würden wir andererseits zur Wahrung unseres Rechtes ebenso entschlossen sein.

Die Wahlpropaganda der Parte»

müsse in diesem Rahmen gesehen und unter Zurückstellung alles Unwesentlichen auf diese ganz großen Fragen kon­zentriert lverden. Unser Volk werde in diesen Wochen im Zeichen eines tiefen und heiligen Ernstes stehen. Seine Begeisterung sei nicht auf irgendeiner oberflächlichen Hurra-Stimmung aufgebaut, sondern auf der tiefinnersten Erkenntnis vom Bewußtsein seines Rechtes. Diese seine Haltung ruhe auf dem Vertrauen zu seinen Führern, die mit größtem Verantwortungsbewußtsein an die vor ihnen liegenden Aufgaben herangehen.

Die Arbeit der Partei in den kommenden Wochen müsse von der Überzeugung getragen sein, daß die Tat­kraft sich nicht in kleinen Operationen dokumentiere, sondern nur

durch Konzentration auf die großen Fragen.

Die innere Freiheit und Geschlossenheit der Bewegung müsse mehr denn je in die Erscheinung treten.

Das große Werk der Versöhnung in unserem Volke, das der Nationalsozialismus begonnen habe, müsse nunmehr seine Krönung finden. Auch unseren früheren innenpolitischen Gegnern würden wir im Zeichen dieses Ringens der ganzen Nation entgegenkommen und ihnen die Hand reichen, wenn sie be­weisen, daß sie Bekenner der deutschen Ehre und Friedensliebe seien.

Jeder Nationalsozialist möge sich bei seinem ganzen Tun und Lassen der Verantwortung bewußt sein, die er vor der Nation trage. Im Bewußtsein dieser Verantwor­tung und unserer Pflichten müßten wir

von der größten Härte gegen uns selbst

sein. Wer etwa als Nationalsozialist gegen seine nationa­len Pflichten verstoße, müsse wissen, haß er noch weniger Schonung erwarten könne als andere Volksgenossen.

Die Partei habe ihr großes nationales Ziel und dem sei alles andere rücksichtslos unterzuordnen. Wir alle müßten dabei auch ein Beispiel von Einfachheit und Schlichtheit geben. Indem wir Nationalsozialisten blieben, was wir immer waren, erhielten wir uns nicht nur unsere Stärke, sondern auch das Vertrauen im Volke für alle Zukunft.

Der Führer streifte kurz auch

die wirtschaftlichen Fragen.

Handwerk im Dritten Reich

Der Reirhswirtsthastsminister über die neue Handwerkspolitik.

R e i ch s w i r t s ch a s t s »n i n i st e r Dr. Schmitt hielt auf der Tagung des Reich sstandes des deut­schen Handwerks in Berlin eine Rede, in der es heißt: Durch das Vertrauen des Führers an die Spitze des Reichswirtschastsministcriums und des preußischen Ministeriums für Wirtschaft und Arbeit berufen, denen in erster Linie die Wahrung und Förderung der deutschen Wirtschaft und besonders auch des deutschen Hand­werks obliegen, habe ich den Auftrag, Ihnen herz­lich e G r ü ß 'e d e s B o l k s k a n z l e r s zu überbringen. Trotz der Entbehrungen und Mühen in dieser Notzeit hat der Mittelstand und vor allem das Handwerk seine wirt- schaftliche Selbständigkeit und den Stolz daraus bewahrt. Ihm gilt die besondere Sorge des Führers und der Reichsregierung.

Der nationalsozialistische Staat will gerade den unab­hängigen, der eigenen Verantwortung bewußten und selbständig schaffenden Menschen wieder in den Mittelpunkt der Wirtschaft stellen. Gerade der Mittelstand und das Handwerk waren s ch w e r st e n Belastungen ausgesetzt.

Trotzdem lebt das Handwerk noch, cs lebt trotz Industrialisierung und Wirtschaftskrise. Noch zählt man fast 1,5 Millionen Handwerksbetriebe, in denen nahezu 2,5 Millionen Gesellen, Lehrlinge und sonstige Hilfskräfte beschäftigt werden.

Mit den Familienangehörigen, die gerade im Hand­werk vielfach in den Betrieben Mitarbeiten, kommt man aus etwa acht Millionen d c u t s ch e r Menschen, die aus Gedeih und Verderb mit der Handwerkswirtschaft verbunden sind. Das sind beinahe zwölf Prozent unserer gesamten Bevölkerung, d. h. fast ebensoviel Menschen, als die Bauernwirtschaft ernährt.

Auch heute noch ist jeder zweite Handwerker H a u s - besitzer, nennt also ein Stück deutschen Grundes und Bodens sein eigen. Das Gesicht der Mittel- und Kleinstadt, und ich selbst stamme aus einer kleinen Stadt, wird auch heute noch wesentlich durch den Hand­werker bestimmt. Wie die Verbundenheit mit der Scholle den Bauern zum festen Träger wahren nationalen Den­kens macht, so ist auch das Handwerk durch die Verbunden­heit mit der vielfach vererbten Werkstatt

ciu Grundstein des nationalen Staates.

Zer großzügige A r b e i t s b c s ch a s f u n g s p l a n d e r

Wenn die Nation heute das Gefühl habe, daß es wirt­schaftlich vorwärtsgehe, dann müßten wir alles tun, um diesen Antrieb zu verstärken. Mit dem Blick nur auf das Große und Entscheidende gerichtet, müsse alles Ungeklärte in den nächsten Wochen vor den wirklich großen, zur Ver­wirklichung reifen Arbeftsprojekten zurückgestellt werden.

Wenn wir diesen unseren Kampf aus dem Gefühl der höchsten Verantwortung heraus führen, dann bin ich sicher, daß wir ihn erfolgreich führen. Wer mutig sein Recht vertritt, wird am Ende auch Recht bekommen. Wenn wir alle unsere Pflicht bis zum äußersten erfüllen, dann wird unser Volk das erkennen und wird am 12. November uns sein Vertrauen aussprechen, weil es zu anständig ist,

dem das Vertrauen zu verweigern, der cs verdient.

i l auf den Führer, den

Mit einem S i e g - H Wahrer der deutschen Eh deutsame Führertagung.

ae, schloß Rudolf Heß di? be

Die ganze Aalion hinter dem Führer.

Weitere Erklärungen Dr. Goebbels zur Wahl.

Reichsminister Dr. Goebbels gav in einem Interview mit dem Berichterstatter des Berliner Scherl­verlages, Rolf Brandt, weitere Erklärungen zu der V o l k s a b st i m m u n g am 12. November und Deutsch­lands Friedensbekenntnis, wie es der Volkskanzler ver­kündete, ab. Dr. Goebbels sagte dabei:

Die Reichsregierung hm im Namen des deutschen Volkes der Welt den Frieden und die Beruhigung an­geboren. Der Kanzler hat eine große, bisher in Deutschland noch nicht erlebte Geste sogar Frank­reich gegenüber gemacht. Deutschland hat betont, es will den Frieden und lehnt die Gewalt als ein Mittel, öffentliche und europäische Fragen zu lösen, rundweg ab. Wir wollen einen Frieden der Gleichberechtigung und sind der Überzeugung, daß ein ehrbewußtes und starkes Deutschland eine bessere Garantie für den europäischen Frieden darstellt als ein geschwächtes Deutschland, an dem jeder Gegner sich schadlos halten kann.

Ich bin der Überzeugung, daß es in der Frage der Gleichberechtigung, der Frage des-Friedens und in der Frage der nationalen. Ehre des deutschen Volkes in Deutschland überhaupt nur eine einheitliche Meinung geben kann, und ich bin weiterhin der Über­zeugung, daß die ganze Nation sich mit verschwin­denden Ausnahmen in dieser Frage hinter die Re­gierung stellen wird. Ich glaube, daß der 12. November der Welt ein sichtbares Zeichen für die Tatsache sein wird, daß das Volk, die nationalsozialistische Bewegung und die Führung in Deutschland ein und dasselbe sind und ein und dasselbe wollen.

Reichsregierung kann jedoch nur Hilfs werk für eine Übergangszeit sein. Die wirtschaftliche Entfal­tung auf die Dauer kann nur

aus eigener Kraft

erreicht werden! Dies gilt für das Handwerk wie für die gesamte übrige Wirtschaft. Seinen Wiederaufbau und die Wiedererlangung seiner kulturellen und sozialen Be­deutung muß das Handwerk selbst erkämpfen. Die Neichs- regierung wird selbstverständlich alles tun, um den Erfolg des Kampfes zu sichern. Deswegen hat die Reichsregie­rung zunächst die vielfachen Hemmnisse beseitigt, die auf den

Grenzgebieten der Handwerkswirtschaft

lagen. Sie hat Sperren für die Nenerrichtung von E i n- z e l h a n d e l s g e s ch ä f t e n aller Art, so auch von Ein- Heitspreis-Filialgeschäftcn und Warenhäusern erlassen, die Auswüchse auf dem Gebiete des Zugabewesens durch das Gesetz über das Zugabewesen beseitigt. Dieses Gesetz wird eine Ergänzung durch eine gesetzliche Re­gelung des R a b a t t w e s e n s finden.

Die Ausgaben der Warenhäuser und Konsumvereine im Rahmen der Verteilungswirtschaft und ihre Anpassung an die Belange des gewerblichen Mittelstandes bedarf noch sorgfältiger Prüfung.

Zur Eindämmung der Regiebetriebe,

soweit sie nicht zur Versorgung der Bevölkerung oder aus Gründen des allgemeinen Verkehrs unentbehrlich sind, hat die Reichsregierung Vorschriften über regelmäßige Prüfungen der Wirtschaftsbetriebe der öffentlichen Hand erlassen.

Unmittelbar Arbeit und damit Brot sollen vor allem die 500 Millionen Mark bringen, die die Reichs- regierung außer den bereits früher bereitgestellten 200 Millionen Mark für die

Instandsetzung von Wohngebäuden

zur Verfügung gestellt hat. Da diese Gelder dazu dienen, bei Wohnungsinstaydsetzungen ein Fünftel der entstehen­den Kosten und bei Umbauten die Hälfte der Kosten zu decken und dadurch Gewährung von Zinsverbilligungs- scheinen die Aufbringung der übrigen Kosten erleichtert wird, so bedeutet dies, daß insgesamt mehrere Milliarden Mark für Arbeiten zur Verbesserung unseres Hausbesitzes ausgewandt werden sollen und können, die in erster Linie dem Bauhandwerk, d. h. dem Schlüsselgcwcrbc des Handwerks zuflietzen.

Trotz aller grundsätzlichen Bedenken hat die Reicks- regierung die Ende 1931 eingeleitete