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Deutsche MsWMjWkd im Geist Adolf Hitlers geeint!

Die nationalsozialistische DHV.-Jugend steht.

Darmstadt, 7. Aug. Im Rahmen des allgemeinen Aus­baues der Jugend der Deutschen Arbeitsfront ist die DHV.- Jugend (Jugendabteilung des Deutschen Handlungsgehil- fen-Verbandes) nunmehr durchorganisiert. Sie umfasst im deutschen Staatsgebiet heute insgesamt 75 696 Lehrlings­mitglieder. In dieser Zahl sind u. a. enthalten: 59 000 ehemalige Mitglieder desBundes der Kaufmannsjugend im DHV., 11 000 ehemalige Mitglieder des Jugendbundes im DA., 2900 ehemalige Mitglieder des Jugendbundes im ZDA., auch 11 Mitglieder aus dem ehemaligen Reichsbund deutscher Angestellten-Berufsverbände sRDAs. Die DHV.- Jugend ist organisiert in nahezu 1400 örtlichen Gruppen, die wiederum in 84 Kreisen und 13 Bezirken zusammenge­schlossen sind. Die JugendzeitschriftBlätter für junge Kaufleute", die auch an die deutschen Kaufmannslehrlinge im nahen und fernen Ausland versandt wird, hat jetzt be­reits eine Auflage von 114 000. In über 1000 Gruppen stehen Uebungsfirmen als Mittel der beruflichen und charakterlichen Erziehung der Jungkaufleute zur Ver­fügung. Diese Uebungsfirmen können mit Recht als Schulüngsstätten für nationalsozialistisches Wirtschafts­denken angesprochen werden. Man kann von einer orga­nisatorischen Glanzleistung sprechen, wenn man berücksich­tigt, in welch kurzer Zeit die Zusammenführung aller Kauf- mannslehrlinge der bisherigen Verbände in die neue Or­ganisation erledigt werden konnte. Mit dieser organisa­torischen Leistung begnügt sich jedoch der neue, national­sozialistische DHV. nicht. Bereits in der Zeit vom 6.12. August findet im Musterlager eine Richtwoche für Jugend- führer des DHV. statt, an der sich neben rund 300 DHV.- Mendführern auch sämtliche Verbandsjugendleiter ' der Deutschen Arbeitsfront sowohl der Angestelltensäule, wie der Arbeitersäule beteiligen. Denn die wichtigste Aufgabe ist die Durchblutung jeder kleinsten Zelle der Organisation mit der Lebensidee des Nationalsozialismus.

Loyaler Wettbewerb im Zeitungswesen.

Erklärungen von Staatssekretär Feder und Ministerialrat Dr. Jahnke.

Der Verleger und Hanptschriftleiter desGöttinger Tageblatts" veröffentlicht einen Brief, den er im Anschluß an eine Besprechung von dem Staatssekretär Feder im Reichswirtfchaftsministerium von diesem erhalten hat. Der Brief hat folgenden Wortlaut:

Der Konkurrenzkampf der nationalsozialistischen Presse gegen die nicht parteiamtlichen Blätter in Ihrem Bezirk ist mir eingehend geschildert worden. Ich be­stätige die Ihnen gegenüber mündlich erfolgten Ausfüh­rungen, daß der Konkurrenzkampf nur mit loyalen Mitteln geführt werden darf. Es ist nach meiner Meinung unzulässig, daß im Konkurrenzkampf Zwangsmaßnahmen und wirtschaftliche oder sonstige Nachteile oder Benachteiligungen im Verhältnis zur Partei angedroht werden. Ich verweise auf die wieder­holten Erklärungen des Herrn Reichs- lan z l e r s und seines Vertreters und mache daraus auf­merksam, daß Zuwiderhandlungen gegen die wiederholt ansgesprocheuen Verbote, Beunruhigung in die Wirt­schaft hineinzutragen, gegebenenfalls von der Partei disziplinarisch mit den schärfsten Mitteln geahndet werden müßten."

Im Anschluß an die Unterrebung mit Staatssekretär Feder hatte noch eine Besprechung mit dem stellvertreten­den Reichspressechef, MinisterialratDr. Jahnke, stattgefunden, ans der dasGöttinger Tageblatt" fol­gendes mitteilt:

Die Regierung werde von jetzt an jeden Versuch, den Konkurrenzkampf mit machtpolitischen Mit­teln der Partei zugunsten der Parteizeitungen zu führen, aufs schärfste bekämpfen, da dies erstens nicht in Einklang zu bringen ist mit den Erklärungen, die die Regierung und insbesondere auch der Führer der deutschen Presse wiederholt gegeben hat, zweitens weil die Formen dieses Kampfes die Tendenz haben, statt durch Leistung durch machtpolitischen Druck die 'Konkurrenz zu beseitigen.

Es ist deshalb den Gauleitern und Gaupressewarten im Zusammenhang mit dem bekannten Erlaß des Reichs­arbeitsministers, der gleichfalls jede Zwangsan­drohung und jede Boykottmaßnahme ver­bietet, mitgeteilt worden, daß unzulässige Eingriffe und machtpolitische Druckmittel zu unterbleiben haben, da sie dem widersprechen, was der Führer kürzlich den deutschen âtungsverlegern in wirtschaftlicher Hinsicht ausdrücklich zusicherte.

Es wird daher erwartet, daß sich in Zukunft die Dienststellen der Partei in bezug auf Presseangelegen- beiten aller Eingriffe strikte enthalten, die im Widerspruch uehen zu den Anordnungen der Parteileitung und ins­besondere zu denen beè Führers."

Die Zungfaschisien in Saffet

Empfang beim Oberpräsidcnten Prinz Philipp von Hessen.

In Kassel wurden die italienischen Jung- i u schiften im Roten Palais vom Oberpräsidenten der Provinz Hessen - Nassai«, Prinz Philipp von Hessen, empfangen. Als der Oberpräsident mit seiner Gemahlin, der Prinzessin Mafalda, und der italienischen Königstochter, Prinzessin Maria, ein- Uaf, herrschte feierliche Stille im Saal. Zwei junge Faschisten überreichten der Prinzessin Mafalda einen präch- ttgen Blumenkorb, geschmückt mit den italienischen Farben. Nachdem die italienische Nationalhymne verklungen war, dankte Oberpräsideni Ph ilippvon Hessen in einer m italienischer Sprache gehaltenen Rede und begrüßte die Gäste aus das herzlichste. Er führte aus:

, Ich hoffe, ihr habt in diesen Tagen Gelegenheit ge- habt, mit den Jungen unseres Volkes und unserer Bewegung Kameradschaft und Freundschaft zu Mießen. Denn wenn die Jugend beider Völker über alle Konferenztische hinweg zueinander findet, ist die Freund- fW Italiens und Deutschlands für ferne Zukunft ge- Uchert. Möge diese Freundschaft Jahrhunderte währen und dazu führen, daß beide Völker den Platz erringen, der ihnen nach ihrer Geschichte, ihrer Größe, ihrer Lebenskraft und ihres Lebenswillens gebührt. Seine Rede klang aus in ein dreifaches Sieg-Heil auf Italien, den italienischen ionig und den Führer Mussolini.

^andesbauertlsührer Dr. Wagner gegen die Festlegung ^on Mindestpreisen für landwirtschaftliche Erzeugnisse.

» Frankfurt a. M., 7. Aug. Der Landes-Bauernführer

Wagner, welcher im Rhein-Main-Gebiet den ersten

Der DHB. weiht sein neues Heim.

Die Ortsgruppe Fulda des Deutschen Handlungsgehil- fen-Verbandes, der der nationalsozialistische Einheitsver­band der Kaufmannsgehilfen innerhalb der Deutschen Ar­beitsfront ist, hatte ihre Mitglieder und zahlreiche Gäste zu Sonntag vormittag in ihr neues Heim, Lindenstraße 20, eingeladen, um die Räume ihrer Bestimmung zu über- gebep. Nach einer musikalischen Einleitung und einem Vorspruch ergriff der Ortsgruppenführer Karl Weber das Wort zur Begrüßung der erschienenen Gäste und Ehrengäste, namentlich der Herren Syndikus Dr. Muth vom Arbeitgeberverband, Syndikus Dr. Weymar von der Handelskammer, Handelsschulleiter Dr. Frei, Arbeitsamts­direktor Pfaff und Bankdirektor Enders. Herr Weber schilderte darauf kurz die Entwicklung der Heimfrage inner­halb der Fuldaer Ortsgruppe des D.H.V. und betonte, daß das Wachsen des Verbandes immer größere Räume er­forderte, so daß vor kurzem das vielen Mitgliedern so ver­traute alte Heim in der Petersberger Straße verlassen werden mußte. Heute kann der Verband, der unter seinem alten Namen 400 000 Mitglieder zählte, bereits 650 000 Mitglieder verzeichnen; die Ortsgruppe Fulda zählt z. Zt. etwa 500 Mitglieder und erwartet weiteren Zuwachs. Die neuen Räume sollen der Geselligkeit, aber auch in erster Linie der Berufs- und Allgemeinbildungsarbeit, die in Lehrgängen, Arbeitsgemeinschaften und Fachgruppen geleistet werden soll, dienen.

Nach einem weiteren Musikvortrag ergriff Ortsgruppen- Geschäftsführer Wolf das Wort zu einer längeren An­sprache über die Bedeutung dieser Weihestunde. Er er­innerte daran, wie die Berufsbewegung der Kaufmanns­gehilfen entstanden ist in dem Bewußtsein der schweren Mißstände innerhalb ihres Standes und in dem festen Willen, deren Beseitigung zu erzielen. Bis jetzt sei der Kampf nur ein Abwehrkampf gewesen, nicht zuletzt gegen den Marxismus, der gern auch den Stand der Kaufmanns­gehilfen überflutet hätte. Da der Marxismus nun end­gültig überwunden sei, so sei der Weg frei zur Volksge­meinschaft. Diese Gemeinschaft sei so zu verstehen, daß der Arbeitgeber einsehen müsse, daß er nicht mehr Alleinherr­scher im Reiche der Wirtschaft sein könne.

In der Deutschen Arbeitsfront werde heute die Ar­beitskameradschaft zwischen den Arbeitern der Stirn und der Faust verwirklicht. Der D.H.V. sei bereit, sein Bestes

deutschen Bauernstand gründete, wendet sich in einem morgen in der nationalsozialistischen Presse erscheinen­den Artikel gegen hier und dort in der Landwirtschaft auf- tauchende Wünsche auf Festlegung von Mindestpreisen für landwirtschaftliche Erzeugnisse. Diese Mindestpreise, welche ein Fallen der Getreidepreise verhindern sollen, entsprechen nach den Ausführungen des Landes-Vauernfllhrers dem Wirtschaftsdenken eines abgeschlossenen Zeitalters.Man mutz", so führt Dr. Wagner aus,mit den unnatürlichen Hilfen, die doch nie zum Ziele führen, unbedingt brechen. Die nationalsozialistische Agrarpolitik wird den ganzen Be­reich der bäuerlichen Erzeugung nach organischen Gesetzen einheitlich lenken, die dem gesamten Bauernstand die Ren­tabilität verschaffen. Das Denken, das nur auf die Fest­setzung von Mindestpreisen für Getreide gerichtet ist, steht im Gegensatz zu der umfassenden Neuordnung der bäuer­lichen Erzeugung, die allein nach dem Grundsatz der Be- diirfnisse und zugleich der Verwertungsmöglichkeit unserer Nationalwirtschaft aufgebäut sein mutz."

Der Bauernführer wendet sich in diesem Zusammenhang an seinen kürzlich erfolgten Aufruf und fordert zu dessen Befolgung auf. Dr. Wagner erklärt im Verlaufe seiner Ausführungen, datz der deutsche Bauer nicht unter dem Schutz von Mindestpreisen unter der Vormundschaft des Staates taglöhnern, sondern in Freiheit, Selbstverantwort- lichkeit und nach eigenem eisernen Willen unter dem Schutz des Nationalsozialismus an dem Aufbau und dem ewigen Bestand unseres dritten Reiches mitarbeiten soll.

Aus Hessen-Nassau und Aachbargebieten.

Merkblatt für den 9. August 1933.

1839: Der Augenarzt Karl Theodor Herzog in Bayern geb. (gest. 1909). 1896: Der Flugtechniker Otto Lilien­thal bei Rhinow gest. (geb. 1848). 1919: Der Natur­forscher Ernst Haeckel in Jena gest. (geb. 1834). 1929: Der Karikaturenzeichner /Heinrich Zille in Berlin gest, (geb. 1857).

Am Tiere zuerst übt sich das Kind in Barmherzigkeit oder Grausamkeit, und erwachsen wird es dann hilfsbereit oder unbarmherzig auch gegen feine Mitmenschen sein.

Friedrich Fröbel.

Wetterbericht.

Der hohe Druck über dem Festlande wird mehr und mehr abgebaut, so daß die kräftigen über Nordeuropa stehenden Störungen allmählich an Einfluß auf unsere Witterung gewinnen. Die dabei sich verstärkende West­strömung wird uns zunächst einige gewittrige Störungen, späterhin unbeständiges und kühleres Wetter mit verein­zelten Niederschlägen bringen. Vorhersage für Dienstag: Zunächst noch ziemlich aufgeheitert, warm und schwül. Späterhin vielfach Gewittertätigkeit mit allmählich ein­setzender Abkühlung. Westliche auffrischende Winde. AKtterungsaussichten für Mittwoch: Unbeständiges und im ganzen kühleres Wetter mit einzelnen meist schauer­artigen Niederschlägen.

* Fulda, den 8. August 1933.

Von der NSBO.-Kreisleitung

wird uns folgendes mitgeteilt: Die Geschäftsstelle befin­det sich Fulda, Hindenburgstraße 12, Telefon 2390. Sprech­stunden: Dienstag und Donnerstag von %5 bis %7 Uhr. Mittwoch und Sonnabend von 10 bis 12 Uhr. Außerhalb dieser Sprechstunden findet keine Abfertigung statt. Neuaufnahmen in die NSBO. können nicht mehr erfolgen, da bis auf Weiteres Sperre besteht. Gesuche und Anfra­gen in dieser Angelegenheit sind daher zwecklos und haben zu unterbleiben.

Von der Kreis- und Ortsgruppenleitung der NSDAP. Fulda

wird folgendes mitgeteilt: Die Geschäftsstelle befindet sich Hindenburgstraße 12. Sprechstunden: Mittwoch und Samstag jeder Woche von 1012 Uhr. Die angefetzten Sprechstunden sind unbedingt einzuhalten.

herzugcben, um diese Idee zur Tat werden zu lassen. Zwei Ziele sind jetzt dem Verbände gestellt: die Heranbildung seiner Mitglieder und seines Nachwuchses zur Höchstleistung im Berufe und die Erziehung feiner Mitglieder zu Na­tionalsozialisten.

In einem Rückblick auf die Nachkriegszeit betonte der Redner, daß sich die Rationalisierung verheerend ausge­wirkt habe, da man versäumte, für eine anderweitige Be­schäftigung der freigewordenen Arbeitskräfte zu sorgen. Ein Segen sei es, daß die Lohnkämpfe mit ihrem Handel um jede einzelne Mark und anderen unangenehmen Be­gleiterscheinungen der Vergangenheit angehören. Jetzt sei der Weg frei zur Wiedererweckung der Liebe zum Beruf und zur Arbeit bei allen Berufsangehörigen. Der D.H.V. verlangt von der Arbeitgeberseite die ehrliche Anerkenn- nung der Angestellten als Mitarbeiter. Er wird seinen Kampf weiterführen im Sinne des Reichskanzlers Adolf Hitler gegen jeden, der sich der gefunden Entwicklung entgegenstellt.

Die deutsche Zerrissenheit in Konfessionen, Ständen und Klassen, die das deutsche Volk jahrhundertelang zum Ge­spött der ganzen Welt machte, muß jetzt endgültig ver­schwinden. Der Volkskanzler Adolf Hitler, dessen Bild an bevorzugter Stelle das neue Heim ziert, soll dem Stand der Kaufmannsgehilfen ein steter Ansporn sein.

Herr Wolf dankte der Verbandsleitung, die der Orts­gruppe die Mittel gab zur Schaffung des neuen Heims und ihr eine berufsamtlich geleitete Geschäftsstelle einrichtete. Der Redner teilte mit, daß bereits in den nächsten Tagen Unterrichtskurse beginnen und Arbeitsgemeinschaften sowie Fachgruppen ihre Arbeit aufnehmen.' Das Ziel ist, das Heim für alle Mitglieder zu einem wirklichen Zuhause zu gestalten. Die Arbeit des Verbandes wird immer unter dem Leitwort stehen:Alles für Deutschland".

Die erste Strophe des gemeinsam gesungenen Deutsch­landliedes folgte der Rede.

Vertrauensmann Weber erläuterte noch kurz die Einteilung der neuen Räume und schloß mit einem drei­fachenSieg Heil" auf den Reichskanzler Adolf Hitler, worauf das Horst Wessel-Lied gesungen wurde. Ein Rundgang der Teilnehmer durch die Räume des neuen Ortsgruppen-Heims beschloß gegen 12 Uhr die Feier.

5000 Mark-Spende der Deutschen Drogistenschaft.

Der Führer der Deutschen Drogistenschaft hatte zur Sammlung für dieAdolf Hitler-Spende"Opfer der Ar­beit" aufgerufen. Unter Vorantritt des Deutschen Drogi- sten-Verbandes und namhafter Beteiligung der drogi- stischen Genossenschaften wurden 5000 Rm. gesammelt. Der Betrag muß für einen unter der Not der Zeit besonders stark leidenden Berufsstand als recht stattlich bezeichnet werden. Der Stellvertreter des Führer, Rudolf Heß, hat in einem Schreiben an den Vorsitzenden des Deutschen Dro­gistenverbandes den herzlichsten Dank ausgesprochen und die Weiterleitung der Summe an die zuständige Stelle des Propagandaministeriums angezeigt.

Das wandernde falsche Zweimarkstück.

Unter der schweren Anklage, nachgemachtes Geld als echtes verbreitet zu haben, standen drei junge Burschen aus Fulda, der Bäckerlehrling Damian Koch, der Schreitler Wilh. Leister und der Handlungslehrling Otto Krahl, vor der Ferienstrafkammer in Hanau. Es waren Dumme­jungenstreiche, wie sie auch als solche von der Anklage un*b dem Gericht nach dem Ergebnis der Beweisaufnahme charakterisiert wurden, die sich in Fulda abgespielt hatten. Koch hatte bei einem Einkauf Wechselgeld vereinnahmt, von dem er ein Zweimarkstück zur Bezahlung gelieferter Arbeit bei einem Schuhmacher verwenden wollte. Dieses Zweimarkstück erkannte der Schuhmacher als Falschstück und gab es zurück. Dann ging das Falschstück an den Leister, später an Krahl über. Zum Schluß wurde das Falschstück doch als echtes angenommen, als Kaffee eingekauft wurde. Der Erlös wurde zum Kinobesuch benutzt. Das Gericht sprach den Angeklagten Koch frei und erkannte gegen die beiden anderen Angeklagten auf geringe Freiheitsstrafen mit Zubilligung der Strafaussetzung.

Zusammenschluß der Schlesier in Fulda Stadt und Land.

Man schreibt uns:

Im Einvernehmen mit dem Landesführer der Schle­sier für Süddeutschland, Herrn Schölzel -Darmstadt, hatten vor einiger Zeit in der Fuldaer Heimatpresse unsere Schlesier zu einem Zusammenschluß derSchlesier in Stadt und Land" aufgerufen. Der Aufruf war nicht unverhallt geblieben. Obwohl die Eründungsversammlung in eine ungünstige Zeit fiel, war doch eine erfreulich große Anzahl von Landsleuten erschienen. Eingeleitet wurde die Ver­sammlung durch das LiedMein Schlesierland", das von allen Anwesenden mit Begeisterung gesungen wurde. Dar­auf ergriff der Versammlungsleiter, Oberinspektor Schwer, das Wort. Er berügte zunächst die Erschiene­nen auf das herzlichste und gab seiner Freude darüber Aus­druck, daß besonders die Landsleute von Fulda-Land es sich nicht hatten nehmen lassen, der Eründungsversammlung beizuwohnen. Er faßte es als einen Beweis dafür auf, daß die Erschienenen den Sinn und Zweck des Abends rich­tig erkannt hätten, d. h. aus Liebe und Treue zu ihrem alten Heimatlaude Schlesien gekommen seien. In seinen weiteren Ausführungen erinnerte der Redner an die Leiden, die die Schlesier unmittelbar nach dem Krieg durch die Auswikungen des Schandvertrags von Versailles und selbst bis heute ertragen haben und noch ertragen müssen, weil sie für die deutsche Heimat kämpften. Und wenn, so führte der Redner weiter aus, selbst Nichtschlesier, so z. B. die bekannten Freikorps ihr Leben für die Erhaltung Schlsiens einsetzten, dann müssen wir, als geborene Schle­sier erst recht in vorderster Reihe für die Befreiung unserer Heimat und die Rückgewinnung der verlorenen Gebiete kämpfen. Besonders betonte er, daß die Verbundenheit mit der Heimat nur in der Pflege und Förderung des Hei- matgedaukens in einer Gemeinschaft zum Ausdruck gebracht werden kann. Das sei auch der tiefere Sinn des heutigen Zusammenschlusses. Zum Schluß richtete der Redner die Bitte an die Landsleute, geschlossen zur Heimat zu stehen und die Regierung tatkräftig in ihrem Kampfe um die Be­freiung der Heimat zu unterstützen. Darum sangen die Anwesenden das Deutschlandlied. Alle anwesenden Lands­leute (42) erklärten sich für den Zusammenschluß und ließen sich als Mitglieder aufnehmen. Nach dem Absingen des Horst-Wessel-Liedes und einemSieg-Heil!" auf den Reick)spräsidenten und den Volkskanzler endete der offi­zielle Teil. Bald darauf fetzte die schlesische Gemütlichkeit ein, und alle Landsleute trennten sich mit dem Wunsche, daß alle Schlesier in Fulda Stadt und Land sich bei der nächsten Versammlung einfinden.