Einzelbild herunterladen
 

Aus Hessen-Nassau und Nachbargebieten

Merkblatt für den 9. Juni

11)72 Zar Peter der Große in Moskau geb. 1870: englische Dichter Charles Dickens auf Gadshill Place fester gest. 1918: Eroberung des Höhengeländes Westlich Noyon durch die Armee von Hutier.

Der Mensch gleich einer Blume ist, Die in der schönen zrichlingsfrist Des Morgens in der Blüte stehet, Des Zbends hinfällt und vergehet.

Wetterbericht.

Das über Nordeuropa liegende Hochdruckgebiet be- jerrscht durchaus unsere Witterung. Kleine Tiefdruck- ilijrungen, die sich über Südfrankreich bereits entwickelt werden unser Gebiet noch nicht beeinflussen. Vorhersage bis Donnerstag abend: Zeitweise wolkig, doch och überwiegend sonnig und trocken, bei nördlichen und Wichen Winden Temperaturen wenig geändert. Witte- Esaussichten für Freitag: Noch Fortdauer der freund­lichen Witterung.

* Fulda, den 8. Juni 1933.

Deutscher Rotkreuztag 1933.

Am Sonntag, dem 11. Juni, ist wiederum in fast allen Teilen des Reiches Rotkreuztag. Zehn Jahre hindurch ist er jetzt regelmäßig begangen worden, in jedem Jahre mit der gleichen allgemeinen Teilnahme aller Kreise der Ve- «ölkerung und mit ungemindertem Erfolge der mit ihm verbundenen Sammlung. Der ungeschmälerte Erfolg der Sammlung kann Wunder nehmen bei der in den letzten Zahlen ansteigenden großen Not aller Volksteile und den vielseitigen Ansprüchen an die Bevölkerung, zu helfen. Aber gerade die Nöte und Sorgen, von denen keiner von uns verschont geblieben ist, haben unser Volk in eine Eeinein- Haft der Hilfe zusammengeschlossen, deren Opferbereitschaft beispiellos ist.

Auch das Deutsche Rote Kreuz hat die äußersten An­strengungen gemacht, seinen ihm zufallenden Aufgaben gerecht zu werden. Es ist heute nicht mehr so wie früher, M ein ansehnliches Vermögen und reiche Stiftungen ihm sie Erhaltung seiner Anstalten und Einrichtungen leichter maßten. Das Vermögen ist durch die Inflation dahin und Ach die Zeit der reichen Stiftungen und Zuwendungen st lange vorüber. Aber die Anhänglichkeit seiner jetzt |,8 Millionen zählenden Miglieder und die Aufopferung einer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, seien es Sani- ätsmänner, Rotkreuzschwestern und die zur Mithilfe herbei - trömende Jugend, sind ihm geblieben. In ihnen gewann lit der steigenden Not ringsum die hohe Mission des Roten ireuzes gesteigertes Leben und um so eifrigere Betätigung. Benn das Deutsche Rote Kreuz einmal im Jahre zum Rot- leuztag und zu einer Sammlung für die Fortführung mes umfaßenden und jedem Deutschen geltenden Liebes- icrkes aufruft, so weiß es, daß Millionen« in Deutschlaird m Roten Kreuz Hilfe, Betreuung oder einen Rat erhalten Men, von denen ganz zu schweigen, die imWeltkriege den egen des Roten Kreuzes vielleicht ihr Leben rettend fuhren. Hunderttausende von ihnen werden ihm ihre esundheit, ihre Erholung, die Linderung ihrer wirtschaft­en Not und viele andere gute und glückliche Wendungen rs den Gefährnissen und Nöten ihres Lebens zu danken

Der Appell zum Rotkreuztag ist daher der Appell zum ) f e r d a n k für empfangene Hilfe, der vom Roten Kreuz nichts anderem als zu neuer Hilfe für alle Leidenden gewandelt wird.

Auch in Fulda wird der Deutsche Rotkreuztag durch esondere Veranstaltungen festlich! begangen werden. Wir nd überzeugt, daß der damit verbundene öffentliche Opfer- ank in verdientem Maße ausfallen wird. Wir jelber ehmen in der Ceschäftsstelle unserer Zeitung Spenden für ie Rotkreuzsammlung gern entgegen. Jeder Groschen Md Pfennig wird ohne Abzug den Rotkreuzvereinen zu- jesührt und kommt restlos den Einrichtungen des Deutschen Hoten Kreuzes zugute.

Der Tag des heiligen Medardus.

Es ist schon mehr als einmal darauf hingewiesen worden, daß die sogenannten Los- oder Lur- oder WoteD tage des Jahres, an die sich in bezug auf Wetterprophe- feiung der Volksglaube bindet, durchaus nicht 10 be­deutungsvoll und einflußreich zu sein brauchen, wie man das vielfach annimmt, obwohl dieBauernregeln , Die die Witterung einer kommenden Periode in den Kreis ihrer kernigen, kurzen, meist gereimten Betrachtungen liehen, oft auf sehr guter Beobachtung beruhen. Wie immer man jedoch darüber denken mag ganz außer acht lassen sollte man die Lostage, die zum Teil aus lehr alter Zeit stammen, nicht, und eine Erwähnung verdienen sie unter allen Umständen. So sei denn auch des -rage» des heiligen Medardus, kurzwegMedardi" genannt, Mit einigen Worten gedacht: es ist der 8. um, der erste der v i e l e n I u n i l 0 s t a g e. ,

~ Der heilige Bischof Medardus stiftete auf Schloß Salency in Frankreich, seiner Geburtsstätte, zur Zeit der Merowinger im fünften Jahrhundert das Rofenfest. Noch dritte führt man am Medardustage beim Ro,cnfeste ba» bravste Mädchen der Gemeinde Salency als Rosenkönigin Triumph auf das alte Schloß, wo es in der Medardus- gekrönt und mit einem Ehrenpreise bedacht wird.

ist ein schöner Brauch, was aber nicht hindert, daß "Medardi" im allgemeinen als kritischer und zu fürchtender Tag gilt. Medardus sagt das W e t t e r a u s 1 rchs Wochen voraus. Wie es werden wird, weiß ^an natürlich noch nicht, aber die Bauernregel meint, daß W Medardustag für die Feldarbeit günstig sei:Wer auf Dkdardi baut, dem wächst viel Flachs und Kraut!' )^acht u.den sechs Wochen, die auf Medardi folgen, das Wetter °ruen bösen Strich durch die Rechnung, so, könnte das y zutreffen mit dem Wachstum. Es ist eben ein "Penn" und einAber" bei allem, maë im Leben geschieht'

Neue Meister.

ifiA ^er hiesigen Meisterprüfungskommission bestanden in ^Güterprüfung die Elektrotechniker Konrad Backes 'üulda Karl Hergert in Fulda und Richard Kum- m Vachrain.

Verhütet Waldbrände!

Gerade in den Frühling fällt die Hauptzeit der Wald- brande. Das lange Wintergras und Moos ist welk und dürr, die Stürme haben trockenes Laub und dürre Äste dazu geschüttet und die jungen frischen grünen Gräser lind noch nicht soweit emporgeschossen, um dieses leicht entflammbare Gemisch unterdrücken zu können, absterbeu und verwesen zu lassen. Ein kleiner Funke, eine noch ginmnende Zigarette oder Zigarre, die ausgeklopfte heiße Pfeifenasche genügt, um diese dürre Schicht zu entzünden und einen Waldbrand zu entfachen. L a g e r st e l l e n, an denen JJ ekocht wird, sind vielfach die Brandherde, weil die Feuerstellen beim Verlassen nicht genügend aus- gemacht worden sind. Und dabei ist doch alles so einfach, wenn man nur den Willen dazu hat. Grünes Saub und frischer Sand ersticken sofort jegliches (dimmen. Aber leiber sind die wanderfrohen Menschen immer noch zu a ch t ko s ! Ihr Menschen, die ihr den Wald liebt, seid vorsichtig im Walde; was braucht ihr 31t rauchen? Die Luft ist doch so schön und rein, atmet den würzigen Duft in vollen Zügen und verpestet die Luft nicht mit Tabaksqualm. Und wenn ihr das Rauchen trotzdem nicht lassen könnt, so werft die Reste der Zigarette oder Zigarre nicht achtlos fort, sondern tretet sie aus und überzeugt euch, daß sie auch wirklich nicht mehr glimmt. Und wenn ihr euch lagert und abkocht, es schmeckt ja so schön nach ermüdendem Marsch das selbstgekochte Esten, seid vorsichtig beim Feueranmachen und noch vorsichtiger beim Ausmachen. Kein Stückchen Holz darf weiter glimmen. Vergeßt vor allem nicht, daß das A b k 0 ch e n i m W^a l d e selbst verboten ist und daß ihr für jeden Schaden haftbar gemacht werden könnt.

Überall trifft man jetzt in den Waldungen Warnungs­tafeln an, die auf die Gefahren eines Waldbrandes hin­weifen. Beachtet diese Schilder, dann wird viel Unglück und Schaden verhütet werden. Bemerkt ihr einen Wald­oder Wiesenbrand, so seid ihr als deutsche Staatsbürger nach bem Gesetz verpflichtet, behilflich z u s e i n. Der Wald ist ein wertvolles Kleinod des deutschen Volkes und soll einem jeden Dienen.

Vor dem Schnellrichter.

Eine nicht genehmigte kommunistische Maifeier unter freiem Himmel

beschäftigte am Mittwoch den Schnellrichter im Amtsgericht Fulda. Aus der Untersuchungshaft vorgeführt wurden der 39jährige erwerbslose Kaufmann Ludwig Schmitt, der 35= jährige arbeitslose Dachdecker Johannes Lange, der u. a. wegen Hochverrats mit 2 Jahren 3 Monaten Gefängnis vorbestraft ist, und der 34jährige erwerbslose Arbeiter Willi Ernst, sämtlich aus Fulda. Ferner wurden aus der Schutzhaft vorgeführt der 37jährige erwerbslose kaufmän­nische Angestellte Emil Hohmann, der erwerbslose 28jährige Schlosser Eduard Heil, der erwerbslose 26jährige Arbeiter Franz Heil, der 39jährige Nikolaus Götze und der 36jäh- rige Arbeiter J. Medler, sämtlich aus Fulda. Den erst­genannten drei Angeklagten wurde zur Last gelegt, am Sonntag, den 21. Mai, am Haimberg unter freiem Himmel eine nicht polizeilich genehmigte politische Versammlung ab- gehalten zu haben, wobei alle drei Angeklagten politische Reden hielten und außerdem Lange und Schmitt eine ver­botene Druckschrift, in der zum Hochverrat und zum Ge­brauch von Waffen aufgefordert wurde, verbreitet haben. Die anderen fünf Angeklagten hatten sich wegen der Teil­nahme an einer nicht genehmigten politischen Versammlung zu verantworten. Sämtliche Angeklagten bestritten, daß es sich um eine politische Versammlung gehandelt hat und stellten das Zusammentreffen als einen Zufall hin. Poli­tische Reden seien nicht gehalten worden. Die betreffende Druckschrift habe W. E. fortgeworfen und L. Sch. habe sie eingesteckt. Die Angeklagten wollen seit längerer Zeit keine Beiträge mehr an die KPD. bezahlt haben oder wollen schon lange aus der Partei ausgetreten« sein.

Ein Zeuge bekundete, daß ihm von Sch. gesagt worden sei, daß an jenem Sonntag gegen %9 Uhr vormittags am Haimberg eine Versammlung der KPD. stattfinden solle. Der Zeuge hat dann auch tatsächlich an jener Stelle Sonn­tags früh eine Gruppe von 1014 Personen, darunter Sch. und E., gesehen. Ein anderer Zeuge sagte aus, daß ihm von der KPD.-Versammlung von verschiedenen Seiten Kenntnis gegeben worden rei. während ein dritter Zeuge betonte, daß bereits am Freitag vor dem betreffenden Sonntag ein Einwohner aus Mittelrode in ^ulda von die­ser Versammlung gesprochen und erzählt habe, daß von Mund zu Mund eingeladen worden sei.

Die Landjägereibeamten, die auf diese Zusammenkunft aufmerksam gemacht wurden, zweifelten daran. Erst tags darauf stellte sich heraus, daß die Versammlung tat­sächlich abgehalten wurde, worauf die Fuldaer Kriminal­polizei die Angeklagten festnehmen ließ.

Das Urteil lautete gegen Lange, Schmitt und Ernst wegen Leitung einer nicht polizeilich genehmigten politischen Versammlung unter freiem Himmel auf je 2 Monate Gefängnis. Lange erhielt außerdem wegen Verbreitung einer aufhetzerischen Druckschrift 2 Wochen Gefängnis und Schmitt, weil er die betreffende Druck­schrift behielt, statt sie der Polizei abzuliefern, 1 Woche Ge­fängnis. Die erlittene Untersuchungshaft wird den Ver­urteilten voll angerechnet. Hohmann, Ed. Heil, Frz. Heil und Götze erhielten wegen Beteiligung an einer nicht genehmigten politischen Versammlung je 30 Mark Geldstrafe evl. für je 5 Mark 1 Tag Gefängnis. Medler wurde freigesprochen. Die Schutzhaft dieser fünf Angeklag­ten kann nicht angerechnet werden.

Fotografieren Sie?

Das modern eingerichtete Foto-Labor der Fa. Faulstich verbürgt saubere Arbeit. Wann kommen Sie ?

Druckfehlerberichtigung.

In der gestrigen Notiz über die Sprechstunden des Herrn Beigeordneten Ehser mutz es in der Ueberschrift heißen: in polizeilichen Angelegenheiten, statt in politischen Angelegenheiten.

Wem gehören die Fahrräder?

Kürzlich wurden in Fulda ein Herrenfahrrad Marke Mundus", ein Herrenfahrrad ohne Markenschild, mit sil­bergrauem Anstrich und ein Damenfahrrad MarkeBren­nabor" aufgefunden und sichergestellt. Die Eigentümer, welche bisher nicht ermittelt werden konnten, wollen sich bei der Kriminalpolizei melden.

fp tr Wan^elkonzerte.

Aus Anlaß des Rot-^reuztages gibt das Musikkorps der Freiw. Sanitätskolonne am Sonnabend, den 10. Juni, von 1819 Uhr ein Wandelkonzert auf der Schloßgarten- Terrasse. Musikfolge: 1)Ernst-August-Marsch" von Blankenburg. 2) Ouvertüre zur OperetteDer Vettelstu- dent" von Millöcker. 3)Münchener Kindl", Walzer von Komzack. 4) 1. Bataillon Karde-Armeemarsch Nr. 7. 5) Soldatenlieder-Potpourri v. Hannemann. 6)Deutsch­land empor Marsch von Rath.

Am Sonntag, den 11. Juni, gibt das Trompeter- Korps der Artillerie-Abteilung unter Leitung von Musik­meister Rohde anläßlich des Rot-Kreuz-Tages von 11.30 bis 12.30 Uhr im Schlotzgarten ein Wandelkonzert. Mu­sikfolge: 1)Durch Nacht zum Licht", Marsch von Laukien. 2) Festouvertüre von Lortzing. 3) Fantasie aus der Oper Carmen" von Bizet. 4)Herbstweisen", Walzer von Waldteufel. 5)Des Großen Kurfürsten Reitermarsch" von Graf Kuno v. Moltke. 6)Horrido", Marsch von Rohde.

Ausgehobene Straßensperrung.

Das Bezirksamt in Brückenau hat die im Oktober v. I. verfügte Sperrung der Bezirksstraßenstrecke Oberbach WildfleckenAmtsgrenze wieder aufgehoben, da die Ar­beiten beendet sind.

Zwangsversteigerung Faulstich, Fulda.

In diesem Zwangsversteigerungsverfahren wurde dem im Versteigerungstermin am 24. Mai mit 1600 Mark Höchstbietender gebliebenen Tierarzt Dr. Hans Lucas in Fulda am Mittwoch der Zuschlag versagt.

Postsendungen nach dem Ausland.

Die Bezirksstelle Fulda der Preußischen Jndustrie- und Handelskammer für das Rhein-Mainische Wirtschafts­gebiet Sitz Frankfurt a. M. bittet uns um Aufnahme fol­gender Mitteilung: Bei Auflieferung von Postsendungen irgendwelcher Art, die nach dem Auslande oder dem Saar­gebiet bestimmt sind, hat der Versender nach der Verord­nung vom 9. 5. 1933 den Postbeamten auf Verlangen zu erklären, ob sich in den Sendungen Zahlungsmittel, Wert­papiere, Gold oder Edelmetalle befinden. Die Nachschau dieser Sendungen erfolgt alsdann in postdienstlichen Räu­men durch Beamte der Reichszollverwaltung unter Mit­wirkung von Postbeamten. Das Oeffnen und Wiederver­schließen ist Aufgabe der an der Nachschau beteiligten Post­beamten. Eine Oeffnung von Wertsendungen auf dem Postamt kann vermieden werden, wenn solche Sendungen bei dem Zollamt unverschlossen zur Nachschau auf Vorhan­densein von Zahlungsmitteln usw. vorgeführt und nach erfolgter Nachschau in Gegenwart der Beamten postfertig unter Verwendung des Siegels der Zollstelle verschlossen werden. Die Anzeigen über beabsichtigte Verladung von Umzugsgut nach dem Auslande find beim Zollamt zu er­statten. "

Zusammenarbeit Stahlhelm SA.

Stahlhelmführer Mitteldeutschland beim Reichsstatthaltcr in Thüringen.

Die Pressestelle des thüringischen Staatsministeriums teilt mit: Der Herr Reichsstatthalter in Thüringen empfing am Dienstag, 30. Mai, den Landesführer des Stahlhelm Mitteldeutschland, Hauptmann a. D. Jüttner. Die Aus­sprache ergab eine völlige Uebereinstimmung der Meinun­gen über die Aufgaben des Stahlhelm, nämlich, daß dieser berufen ist, am Staatsaufbau nach besten Kräften mitzu­wirken. In diesem Zusammenhang unterstrich der Reichs­statthalter die Erklärung des Führers Adolf Hitler vom 29. April dieses Jahres, wonach der Bund der beiden Ver­bände für alle Zukunft ein unerschütterlicher sein muß, ein dauernder Garant für den Bestand der nationalen Revo­lution. Der Reichsstatthalter erwartet, daß dieses Wort des Führers von allen Angehörigen der beiden Verbände beachtet wird, daß sie sich kaiiieradschaftlich begegnen, daß sie in Uniform gegenseitig Grußpflicht üben und daß sie als gleichwertige Kräfte beim Staatsaufbau in der Verwaltung und Wirtschaft geachtet werden. Demgegenüber betonte der Landesführer Jüttner erneut die vorbehaltlose Unter­stellung der von ihm vertretenen Einheiten des Stahlhelm unter den Volkskanzler Adolf Hitler und versicherte, daß der Stahlhelm und Jungstahlhelm Thüringens aufrichtig und zuverlässig im Sinne' der Staatsführung wirken werden.

Gersfeld, 8. Juni. Der näch st e Sprechtag des Kreiswohlfahrtamts Fulda findet in Gersfeld: am Dienstag, den 13. Juni, vormittags von 9.3011 Uhr im Rathaus Gersfeld statt. Die nächsten Sprechtag der Kreisverwaltung Fulda finden statt: In Hil­de r s : am Donnerstag, den 8. Juni vormittags von 9.30 bis 11 Uhr im Gasthaus zum Engel. In Tann: am Donnerstag, den 8. Juni nachmittags von 1314.30 Uhr im Gasthaus zum Adler. In Hilders und Tann werden gleichzeitig auch die Bauberatungsstunden des staatlichen Hochbauamtes in Fulda abgehalten.

Frankfurt a. M., 7. Juni. (Eine gerissene Ta­schendiebin f e st g e n o m m e n.) Ein 19jähriges Mädchen aus der Umgegend von Frankfurt, dem es zu Hause nicht mehr gefiel, kam nach hier und lernte auf der Kaiserstratze einen über 60 Jahre alten Herrn kennen. Einer Einladung zum Besuch hiesiger Lokale leistete das Mädchen Folge. Nachdem man in etwas angeheiterter Stimmung war, verließ man die Lokale und machte es sich in den Anlagen bequem. Das Mädchen verstand es nun, dem Herrn die Brieftasche aus dem Rock und die Geldbörse aus der Hosentasche zu stehlen. Sie entschuldigte sich dann für einen Augenblick und verschwand, ohne wie­der zurückzukehren. Das Mädchen suchte mit der Beute, es waren etwa 400 M., Unterhaltung in einem Nachtlokal, wo es sogar die Herren freihielt. Da das Gebaren der Freigebigen ausfiel, wurde die Polizei benachrichtigt, die das Mädchen wegen Diebstahlsverdachts festnahm. Als dar Geschädigte am nächsten Morgen Anzeige bei der Kriminalpolizei erstattete, konnte ihm der größte Teil des Geldes wieder ausgehändigt werden. Die 'Festgenommene . hat bereits ähnliche Diebstähle ausgeführt.

Darmstadt, 7. Juni. (Auflösung der Arbeiter- Turn- und Sportvereine in Hessen.) Der Staatskommissar für das Polizeiwesen in Hessen erläßt folgende Verfügung: Sämtliche Turn- und Sportvereine, die dem Arbeiter-Turn- und Sportbund angehören, oder am 6. März 1933 angehört haben, werden hierdurch auf Grund des Paragraphen 1 der Verordnung des Reichspräsidenten zum Schutze von Volk und Staat vom 28. Februar 1933 im Gebiet des Volksstaats Hessen verboten und aufgelöst. Wer sich an einem der aufgelösten Vereine als Mitglied betei­ligt oder ihn auf andere Weise unterstützt oder ihn organi­satorisch zusammenhält, wird nach Paragraph 4 der ange­zogenen Verordnung bestraft. Das Vermögen der Vereine