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Der Sport an den Pfingsttagen

Doppelerfolg der Borussen.

Kombinierte Els Bielefeld Borussia 2 :5 (0 :4).

Borussia Rheine Borussia Fulda 1:3 (1 :1).

Die in der letzten Zeit erzielten Ergebnisse hatten das Ver­trauen zu unserer Fuldaer Meisterest in den Reihen selbst ihrer Anhänger schwinden lassen. Als letztes Spiel schwebte immer noch jenes vor, das so eindeutig für den Gegner der Borussen geendet hatte. (Mainz.) So ist es auch zu erklären, daß man durchweg die Aussichten des Meisters als nur gering für die Pfingstreise einschätzre, nicht besser jedenfalls, als man anläß­lich der Osterfahrt nach dem Westen erfahren hatte. Noch mehr war den weniger hoffnungsreichen wenn nicht gerade ten­denziösen Meinungen Vorschub geleistet, als man Büchner Pfingsten über in Fulda sah, Borussia also wie in Mainz mit nicht vollzähliger Elf antreten mußte. Es ist indessen anders gekommen, zu zwei klaren Erfolgen für Fulda. wie sie so ohne weiteres nicht vorausgesehen waren und deshalb umso freu­diger ausgenommen wurden, weil man sie allgemein als sichere Zeichen dafür wertet, daß die Mannschaftskrise, die man inner­halb der Borussia feststellen. konnte, nunmehr behoben ist.

Wir taten das schon in unserer Vorschau, in der wir die Aufstellung, wie sic tatsächlich war, bekanntgaben und sic als gegen die letzte Zeit verstärkt bezeichneten.

Borussia war durch folgende Spieler vertreten: Vonderau: Pletsch, Leiser: Strasser, Maintz, Roberg; Klippstein, Leugers, Peter, Cainmerl, Hetzberger.

Im e r st e n Spiel in B i e l e f c Id stellte sich den Borus­sen eine Mannschaft der Vereine Bielefeld 06,07 und Arminia entgegen, die an Spielstärke sehr beachtlich war. Aber bald schon zeigte es sich, daß die Borussen diesmal gewinnen woll- te n. Nur wenige Minuten waren vergangen, als Pletsch gut an Leugers gab, dessen voller Schutz zum ersten Tore führte. Feldvorherrschaft der Borussen kennzeichneten auch in der Folge das Bessersein der Borussen in jeder Beziehung, dem der zum Toremachen gut aufgelegte Leugers bis zur Pause noch weitere dreimal Ausdruck gab. Der Halbzeitstand von 4 :0, gleichbe­deutend mit einem sicheren Siege, spornte im Verein mit dem nicht mehr wie vorher zähen Widerstand der Bielefelder sowie der Hitze die Borussen in der Folge zu keinen Besonderheiten mehr an. So erklärt sich die bis dahin nur noch geringe Aus­beute an Treffern. Auch der fünfte Voruyenerfolg ist auf das Konto Leugers zu setzen, der neben C a in m e r l und Maintz der Beste der Fuldaer Spieler war.

Im z w e i t en Spiel gegen den Namensvetter aus R h e i n e i. W. war die den Borussen gestellte Aufgabe eine größere als tags zuvor. Der Sieg ist daher schwerer er­kämpf l worden als in Bielefeld und auch nach anfänglicher Führung der Borussen aus Rheine knapper ausgefallen als dort. K a in pf war nämlich am Pfingstmontag ein wesentliches Moment des Spieles, die früheren Vereinskollegen von Roberg und Leugers wollten sich nicht schlagen lassen. ' Als Vonderau im Anschluß an einen Eckball nicht richtig aus dem Tore star­tete, gelang ihnen sogar der Führungstreffer. Leugsrs aber glich noch vor dem Wechsel aus, um nachher auch den Füh­rungstreffer zu erzielen, trotz der schärfsten Bedeckung, die man dem Borussenhalblinken in Anbetracht seiner Schutzkraft ange­deihen ließ. Als Pletsch sodann von der Deckung für Peier den Mittelstürmerposten bezog, schoß er ein drittes Mal ein und stellte damit einen vollauf verdienten Borussensieg her.

Gut waren auch in diesem Treffen wieder die drei Genann­ten. Ferner gab Roberg in seiner Heimat eine gute Figur. Leiser ließ sich nicht schlecht an, wenn auch sein Abschlag früher erfolgen mutz.

300 Zuschauer gab es Bielefeld, knapp 2000 in Rheine, beides­mal war die Leitung einwandfrei.

Jungsliegertrefsen und Modellwettbewerb des Teutschen Luftsport-Verbandes zu Pfingsten 1933 auf der Wasserkuppe.

Die Jungflieger des Deutschen Luftsport-Verbandes (DLV) haben scheinbar für Pfingsten in jedem Jahr das für ihren Sport jeweils am besten geeignete Wetter in

Erbpacht genommen, denn auch in diesem Jahr war, wie nun schon seit 4 Jahren auf der Wasserkuppe wieder herr­lichster Sonnenschein und Wind in wechselnder Stärke von 26 m sec., am Pfingstmontag sogar fast völlige Wind­stille, die der Ausführung von Thermik-Segelflügen der

Modelle bestens diente.

Das Zungfliegertreffen durch eine mehrstündige Fulda eingeleitet.

Um 9 Uhr abend traf

wurde am Pfingstsonnabend Standmusik der SA.-Kapelle der Präsident des Deutschen

Luftsport-Verbandes, Hauptmann a. D. u. Pour le mörite- Flieger Loerzer, auf der Wässerkuppe ein und führte dann selbst den Fackelzug zum Fliegerdenkmal an. Hier in dem überaus stimmungsvollen Rahmen an der Abts- rodaer Kuppe mit dem weiten Blick in das Tal bis zum erleuchteten Fulda fand Loerzer angesichts des Mahnrufes

des

Fliegerdenkmals:

Wir toten Flieger blieben Sieger

Durch uns allein,

Volk fliege wieder

Und Du wirst Sieger durch Dich allein!"

kraftvolle, zu Herzen gehende Worte an die deutschen Jungflieger.

Aus Breslau, Berlin, dem Rheinland, Württemberg, ganz besonders aber aus der Provinz und dem Freistaat Sachsen, aus Baden waren die Jungflieger und Modell­bauer herbeigeeilt. Eine besondere Ehrung wurde aber den Saarländern zuteil, die nun schon seit Jahren in einer Stärke von 4050 Mann zu Pfingsten zur Wasserkuppe kommen.

Am Pfingstsonntag früh eröffnete Prof. Dr. Eeorgii, der Leiter der Abteilung Segelflug des Deutschen Luft­sport-Verbandes den Modellwettbewerb für Segelflug­modelle.

Ueber 300 der hochwertigsten Segelflugmodelle stellten sich dann einer Sonderkommission, die Prämien für die besten Bauausführungen festsetzte.

Wer dann die 5600 Jungflieger und Modellbauer, ihre Modelle schulternd zur Startstelle am Osthang wan­dern sah, wird dieses eindrucksvolle Bild einer unglaub­lichen Opferbereitschaft und eines eisernen Fleißes nicht vergessen.

Bis zum Abend folgte Start aus Start.

Hohe Anerkennung verdienen die Flugprllfer und der Meßtrupp, die beide weit über 2000 Starts zu registrieren hatten.

Auch am Pfingstsonntag besuchte der Präsident des DLV., Hauptmann Loerzer. seine Jungslieger und zollte ihnen 'Bewunderung und Anerkennung sür die geleistete hochwertige Arbeit. ' - .

Es ist allgemein festzustellen, daß die Qualität der veranstalten. Ausführung der Modelle außerordentlich zugenommen hat.M Noch erstaunlicher ist aber die Tatsache, daß trob der Not­zeit die Modellbauer sich nicht nur mit Nachbauten be- ! währter Typen auf der Wasserkuppe zusammensinden, son­dern vor allen Dingen auch eigene Wege beschreiten. Eine Unsumme im Laufe eines ernsten Arbeitsjahres zusam- ; mengetragener Erfahrungen wird zur Wasserkuppe mit­gebracht und wieder kameradschaftlich weitergegeben.

Da sind die alten Kämpen: Gentsch, Michalicka, Lipp­mann-Dresden, dann die Winklersche Schule-Berlin, die Frankfurter, die Fuldaer, die alle, manchmal nur dem Fachmann erkennbare Sonderheiten, brachten. Ein Ein­zelgänger aus Westfalen, Adenaw, Herford, ver­dient besondere Erwähnung. Dieser junge Gymnasiast hat sich in jahrelanger Arbeit besonders der Entwicklung und dem Bau von schwanzlosen Typen gewidmet. Sein elektro-magnetisch, durch Quecksilber-Kippschalter gesteuer­tes Modell von 3,20 m Spannweite fand nicht nur in

Modellbauerkreisen allgemeine Anerkennung. Berlin brachte ein durch einen elektrisch angetrioh, Kreisel kursstabil gemachtes Modell an ben Start T1 leider aber bald zu Bruch ging. Lahde erhielt mit für diese ausgezeichnete Konstruktion den Preis des Verbandes der Deutschen Luftfahrtindustrie.

Interessante Neuigkeiten brachte Gentsch-Dresden An beim Auftreffen eines Modells auf dem Boden gesiii^ ten Teile wie Flügel und Leitwerk sind durch große knöpfe am Rumpf befestigt. Eentsch's Modell hielt w' auch jeden Landestoß aus bezw.montierte" auf biete irisch einfache Art ab. '

Das Preisgericht, das am Pfingstmontag früh U111, dem Vorsitz von Prof. Dr. Eeorgii zusammentrat es nicht leicht.

Für gute S t r e ck e n l e i st u n g erhielt den Preis in Höhe von 75 RM. F. Winkler, Berl,' (3720 m), den zweiten von 50 RM. Kuhn, Fni? (3400 m), und den dritten in Höhe von 25 RM. UM;? Che m n i tz (252 m).

Für gute Dauerleistung erhielt den ersten Steines, Völklingen/ Saar (12 Min. 33 in Höhe von 125 RM., den zweiten von 100 RM H wald, Fulda (9 Min. 19 Sek.), den dritten von N Reichsmark Böhm, Poppenhausen (9 Minuten).

Der wertvolle Wanderpreis des Deutschen Luftspom Verbandes ging wie im Vorjahre wieder ins Saaraebici Neidlos nahmen die anderen Modellbauer von dies» Preisgerichtsentscheidung Kenntnis.

Lehrer Müller, Berlin-Johannisthal, mit 12 gen der Volksschule Johannisthal hcrbeigeeilt, konnte be sondere Erfolge einheimsen. Diese Jungen erhielten eine Sonder-Fleißprämie.

In seiner launigen Art gab Prof. Dr. Eeorgii von dem hervorragenden Ergebnis des Wettbewerbes am Psingstmontag Kenntnis. Er wies darauf hin, daß ieber von den etwa 500 Modellbauern es als selbstverständlich betrachten müsse, im nächsten Jahr zu Pfingsten wiedci aus die Wasierkuppe zu kommen und dann noch ein-n Kameraden, zur weiteren Werbung für den Modell lm mitzubringen. Sie, die Modellbauer Deutschlands, seien unser Nachwuchs, auf den wir mit Stolz und Hoffnung blickten. Der Deutsche Luftsport-Verband rufe jedes Ich seine Jungflieger und Modellbauer nach der WasserkuM um ihnen die Tradition der deutschen Segelflieger Hi an dieser geheiligten Stätte des Segelsluges zu vermittelt und sie zu weiterer Betätigung im Segelflug- und auch Motorflugsport anzuregen.

Die überaus günstige Wetterlage des Pfingstmontag gab dem Deutschen Lustsport-Verband Veranlassung, an diesem Tage noch ein besonderes Vergleichsfliegen für dir von Horst Winkler-Berlin entwickelte Hochstartmethode zu

Bei strahlendem Sonnenschein und völliger Windstille mürben Hunderte von Starts an einer langen Drachen- schnur durchgeführt.

Den Sieg trug Gentsch-Dresden davon. Sein Modell, in den thermischen Aufwinden kurvend, wurde von den Flugprüfern über K Stunde lang beobachtet, bis es schlich lich hinter einer Bergkuppe verschwand.

*

Bereichert durch das Neue und angeregt durch die En folge gehen die deutschen Jungflieger und Modellbauer wieder in ihre Heimat zurück. Mancher benutzt die herr­lichen Tage, um wandernd nach Nord, Süd, Ost oder West die Rhön zu durchstreifen, um wieder Erholung für bas Zuhause" zu finden.

verantwortlich für die Schriktleitung: Christian StiDtl

S Kundgebung

des nationalsozialistischen Lehrerbundes, Kreis Fulde am Samstaa. den 1O. Juni 1933. abends £ Uhr im amR»n Q+adte not

a

am Samstag, den 10. Juni 1933, abends 8 Uhr im großen StadtsaaL

Kartenvorverkauf bis Freilag abends 7 Uhr im Geschäftszimmer der Kreisleitung der N.5.D. A. P.

Hindenburgstraße / Ecke Lindenstraße. Abendkasse 7 Uhr.

Es spricht der Kreisobmann des N.S.-Lehrerbundes, Kreis Fulda, Studienrat Schweikart über:

Die Grundlagen, Rufgaben und Ziele der Erziehung im nationalsozialistischen deutschen Volksstaate.

Es wirken mit: Frau Else Bauer (Alt) Lieder von Brahms;

Am Flögel: Ober-Regisseur Lagen Mehler;

Das Schulorchester der Herm. Lietz-Schule auf Schloß Bieberstein

Symphonie v. Fr. d. Großen und Trio v Haydn.

Am Flügel: Frau Höckner, Schloß Bieberstein.

Für das Preisausschreiben ausschneiden! Krokodil-Vers 13.

Frische Farben: frohes Wohnen, selber streichen tut sich lohnen.

Pinsel, Lacke, alle Farben kann man hier sehr billig haben.

(i. Krokodil)

G. K. Steyer, Drogerie z. Krokodil, Karlstraße 31, neb. d. Krone.

Freitag, 9. Juni, Pflichtabend

20.15 Uhr im Evange- lsichen Gemeindehaus.

Jüngerer

Bote zu sofort gesucht. Näheres in d. Eeschst.

d. B1.

Die Kaufmanns-Gehilfen im nationalsozialistischen Staate mniiwnwiHiiiiiihhiidihiiiiinnwiWiTOiwmiinimmiiiiiiiiiiiiim^

Darüber spricht in einer großen öffentlichen Kundgebung am Donners­tag, den 8. Juni 1933, abends 8 Uhr. im großen Saale des Evangelischen Gemeindehauses der Geschäftsführer des D. H. V.

Pg. Rrno Zacher, Frankfurt am Main.

Alle Kaufmannsgehilfen sind eingeladen. Unkostenbeitrag R.-M. 0.20.

Es spricht außerdem Pg. Gernand, Kreisleiter der N. S. D. A.

Kronberger

Erdbeeren

' . Pfd. 20 und 30 4

Deutsche Kirschen

1 Pfd 30 und 40 4

Aprikosen Pfd. 48 4

Pfirsiche Pfd. 90 4

Tomaten Pfd. 45 4

Wirsing Pfd. 15 4

Schlangengurken

Ctck. von 27 4 an

Lberkvhlrabi 5 Stk 40 4

Kopssalat 5 Stk. 20 4

Erbsen Pfd. 28 4

Jungs Karotten

Rettiche 3 Stk. 25 4

Citronen 3 Stk. 10 4

Er.tr. gr. 2 Stk. 10 4 frisch gestochener

Spargel

1. Sorte 35 4

2. Sorte 25 4

3. Sorte 15 4

Solist. SroWel

Buttermarkt 4. Stein­weg 6. Tel. 2494.

Die SA.-Kapelle Fulda wirkt mit.

D. H. V., Ortsgruppe Fulda.

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