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Spferdank am Deutschen

Rotkreuztag 1933.

E i n Aufruf des R e i ch s p r ä f i d e nt e n und des Reichskanzlers.

Reichspräsident von Hindenburg, der Ehrenpräsident des Roten Kreuzes ist, sowie Reichskanzler Adolf Hitler erfassen zum Deutschen Rotkreuztag am 11. Juni 1933 folgenden Aufruf:

Das Deutsche Rote Kreuz ruft zum Opferdank am Deutschen Rotkreuztag 1933 aus.

Es ist ein Appell an alle, vornehmlich au die, welche in der Kriegs- und Nachkriegszeit dem Deutschen Roten Kreuz in irgendeiner Notlage des Lebens Rettung, Hilse und Rat verdanken und ihm dafür ein Opfer zu weiterer Hilfe an anderen schuldig sind.

Unser Volk in allen Schichten blutet noch heute aus den Wunden, die ihm der Krieg geschlagen hat. Körper­licher und seelischer Verfall waren die Folgen in der Nach­kriegszeit.

Millionen streckten ihre Hände um Hilfe nach dem Roten Kreuz aus. Kaum einer ist in unserem Volke, der diese Hilse nicht erfahren hätte.

Die Schwestern und Sanitâtsmünncr des Roten Kreuzes sind volkstümliche Erscheinungen des öffentlichen Lebens, zu denen jeder Vertrauen hat.

Über 1% Millionen deutsche Männer und Frauen haben sich zu gemeinsamem Wirken im Dienst des Roten Kreuzes zusammengeschlossen. Zu Zehntauscndcn ist die Jugend dabei. Alle setzen ihre Zeit und ihre Kräfte frei­willig, oft unter Gefahr des eigenen Lebens, für die Hilfe am Nächsten ein.

Deutschland erkennt und würdigt das Rote Kreuz als ein Vorbild der Opfcrwilligkcit, Pflichterfüllung und un­bedingten Zuverlässigkeit im Dienst am leidenden Volks­genossen.

Das Deutsche Rote Kreuz erfüllt damit im höchsten Sinne die Pflicht nationaler Volksverbundenheit.

Alle Deutschen werden deshalb diesem im Zeichen des Kreuzes aufgerichteten Licbeswcrke den schuldigen Opfer­dank durch eine Spende in die Sammlung am Rot­kreuztage bezeugen.

Die Sammlung dient zu weiterer Hilfe in der Krankenpflege, im Rettungsdienst und auf den vielen anderen Gebieten der Fürsorge.

Die Sammlung wird ehrenamtlich durchgeführt. Außer den Helfern und Helferinnen der Notkreuzvereine werden sich SA.- und SS-Männer sowie der Stahlhelm daran beteiligen.

Wir fordern die Bevölkerung auf, einmütig ihren Opferdank am Rotkreuztage darzubringen.

Wer zum Volke steht, hat Anspruch auf Dank, Anerkennung und Vertrauen durch d a s B o l k.

Berlin, Pfingsten 1933.

Ter Reichspräsident. Die Reichsregierunq.

gez.: von Hrndenburg,

Generalfeldmarschall. gcz.: Adolf Hitler.

Ehrenpräsident des Reichskanzler.

Deutschen Roten Kreuzes.

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Der Aufruf Hindenburgs und Hitlers zum Rotkreuztagè am Sonntag wird in allen Kreisen der Bevölkerung lebhaften Widerhall finden. Es ist ein glücklicher Gedanke, den Rotkreuztag in diesem Jahre unter das Motto des Opserdankes für das Deutsche Rote Kreuz zu stellen und damit an die vielen Millionen Deutscher zu appellieren, die in der Kriegs- und Nach­kriegszeit der Opferwilligkeit des Roten Kreuzes Rettung, Pflege und Hilfe verdanken. Es mögen hier nur seine Rettungswachen und llnfallmeldeftellen erwähnt sein, deren Zahl rund 30 000 beträgt und die im vergangenen Jahre 2,4millionenmal bei Unglücksfällen, Polksaufzügen, Katastrophen, Feuersbrünsten usw. in Anspruch ge­nommen worden sind. Wer sich bei der Opferdank-Samm­lung am Rotkreuztage der empfangenen Wohltaten durch das Rote Kreuz erinnert, hilft mit, diese Wohltaten unserem Volke weiterzuerhalten. Das Rote Kreuz dient allen. Wir begrüßen es, daß sich die SA., SS. und der Stahlhelm für die Opferdank-Sammlung zur Verfügung gestellt haben. Vor allem durch den Aufruf des Reichspräsidenten und des Reichskanzlers wird die Bedeutung klar, die das Deutschland der nationalen Er­hebung den Aufgaben des Roten Kreuzes beimißt.

Wir sind gern bereit, für die Opferdanksammlung zum Rotkreuztage Spenden in der Geschäftsstelle unserer Zeitung entgegenzunehmen.

Pfingstfreuden.

Von Professor Dr. Schirmer.

Pfingsten ist Einkehr des Frühlings. Pfingstfest ist Freudenfest; denn alles drängt zu neuem Leb*r. Sein Ur­sprung geht in jene Zeit, als der Stamm sich aufmachte, seine Herden in die Weite zu treiben, um neue Weideplätze zu er­obern und sich nun mit seinen Nachbarn am Malbaum traf, um zu beraten, zu rechten, zu handeln, zu feiern im gemein­samen Mahl und Gelage. Junges Leben überall!

Noch heute erinnert der Austrieb des Viehes am ersten Maitage an diese Sitte. Manch frommer Spruch begleitete die Herde, vom einfachen Tiersegen an derWegscheydt":Nu got in Guates Namen" bis zum frommen Gebet. Dann wurde das Rind mit der blühenden Rute kreuzweis über den Rücken gestrichen; es war geweiht und gefeit.

Noch heute ist der Stier der Träger pfingstlicher Sym­bolik. Der Pfingstochse, einst der auserwählte, makellose Führer der Herde, ist heute der bekränzte Maststier, von Ge­sellen der Innung zunftgemäß durch die Stadt geleitet, nicht nur der Jugend ein Jubel über die schulfreie Stunde, dein Meister eine Standsehre und beste Empfehlung des Fest­bratens zugleich. Er war ursprünglich mehr: das auserwahlte Opfer. Keine Speise ohne Opfer! Hertha fuhr so mit ihrem umkränzten Gespann der Rinder auf goldenem Wagen durchs Land. Stier und Treiber mutzten ihr in den schaurigdüsteren See am Königsstuhl folgen.

Uralte Gebräuche beweisen, daß das Frühlingsfest der Lebensnotwendigkeit des Volkes entstammt. Die Zeit des Austriebes ist die wichtigste des Jahres; wird sie verpaßt, ist Leben und Wohlstand der Sippe, des Stammes dahin, wird sie benutzt, ersprießt neue Hoffnung, neue Kraft, neues Leben dem einzelnen wie dem Volke.

Daher ist Fröhlichkeit und Zuversicht der Grundton der Pslugstzeit. Blumengewinde und Maienschmuck, die saftige Kraft fungtrerbender Natur sind ihr Schmuck. Es grünt und blüht ia an allen Enden.

Was Wunder, wenn der Jungmann heimlich seiner Er­wählten einen jungen Maibaum in leuchtendem Grün als Zeichen seiner Verehrung unter das Fenster pflanzt? Wenn der fürsorgliche Hausvater sein Vieh, aber auch seine junge Frau und das Heranwachsende Mädchen mit der blühenden Rute streift, um sie am Segen der Natur teilnchmen zu lassen und sieM werben? ... ___

Neuland für Siedler.

EntschuldungSgesetz und Siedlung.

Die neuen Bestimmungen.

Reichsminister Hugenberg hat bei der Erläute­rung des E n t s ch u l d u n g 8 g c s c tz c s auf vic große Bedeutung der Förderung und Beschleunigung der l a u d- wirtschaftlichen Siedlung hingewiesen. In Zukunft wird nämlich Land wieder in genügendem Nm- fang für Siedlungszweâe zur Verfügung stehen. Unter dem VollstrcckungSschuy war der Landanfall stark gc- hemmt. Nunmehr dagegen wird, wo sich eine U m s ch u l - dung als nicht mehr möglich erweist, der Voll­streck un gsschuv unwirksam.

Die grundsätzliche Bestimmung im ersten Abschnitt des Gesetzes lautet:Die Entschuldungsstelle kann und soll jedoch eine Landadgabe verlangen, wenn dadurch die Aufstellung eines für die beteiligten Gläubiger vor­teilhafteren Entschuldungsplanes möglich wird." Das Entschuldungsverfahren ist nach einer weiteren Bestim­mung einzustellen, wenn der Schuldner dem Verlangen der Entschuldungsstelle nach Landabgabe nicht n a ch k o m m l.

Im einzelnen heißt es in den Bestimmungen des Entschuldungsgesetzes über die Siedlung u. a.: Insoweit wie der Antragsteller im Entschuldungsverfahren zur Besiedlung geeignete Landflächen zur Verfü­gung stellt, kann er beantragen, daß die Entschul- dunasstelle diese Fläche zwecks Ablösung von landwirt­

Kurze poliièsche Nachrichten.

Reichskanzler Adolf Hitler ist von Berlin mit dem Flugzeug nach K ö l n gereist, von wo er nach Godesberg weiterfuhr.

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In Kronstadt wurden von den rumänischen Be­hörden 17 deutsche Nationalsozialisten wegen Tragens verbotener Abzeichen abgeurteilt. Die Führer erhielten zwanzig Tage, die übrigen acht Tage G e f ä n g - n i s mit dreijähriger Bewährungsfrist. Alle legten Be­rufung ein.

Der frühere Reichswehrangehörige Hans Schwabe wurde vom Breslauer Oberlandesgericht wegen Spio - nage in drei Fällen zufünfzehn Jahren Zucht- ha u s verurteilt.

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Nach dem Ausweis der Reichsbank vom 31. Mai hat sich in der Ultimowoche die gesamte Kapital­anlage der Bank in Wechseln und Schecks, Lombards und Effekten um 373 Millionen auf 3622,9 Millionen Mark erhöht. An R e i ch s b a n k n o t e n und Rentenbank­scheinen zusammen sind 240,3 Millionen Mark in den Ver­kehr abgeslossen. Ter Umlauf an Scheidemünzen nahm um 97,2 Millionen auf 1441,2 Millionen Mark zu. Die Bestände an Gold und deckungsfähigen Devisen haben sich um 9,5 Millionen aus 449,3 Millionen Mark vermindert. Die Deckung der Noten betrug nach Abzug der noch bestehenden kurzfristigen Devisenverpflichtungen in Höhe von 45 Millionen Mark 7,5 Prozent gegen 8,3 Prozent am Ende der Vorwoche.

Arbeit und Brot."

Große Geldlotterie der NSDAP.

Die NSK. veröffentlicht eine Bekanntmachung des Reichsschatznieisters der NSDAP., in der mitgeteilt wird, daß die Reichsleitung der NSDAP, in den nächsten Monaten, beginnend am 1. Juli 1933, eine große, im ganzen Reich zugelassene Geldlotterie veranstaltet. A rbeitund Brot" nach den Plänen des Führers zu schaffen, ist ihr Zweck.

Die Größe der Lotterie und die Kürze der Durchfüh­rungszeit verlangen, daß alle deutschen Volkskreise ihren Opferwillen beweisen, daß alle Dienststellen der Partei sich auf Anfordern zur Verfügung stellen und daß der Erfolg durch Sammlungen ähnlicher Art nicht ge­fährdet wird. Zur technischen Durchführung ist eine Dienststelle errichtet unter der BezeichnungReichsleitung der NSDAP. Abteilung Lotterie" mit dem Sitz in Btünchen.

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Und auf dem Anger, unter der Linde, auf dem Waldplatz gibt man sich fröhlich der jungen Freude hin, im Ringeltanz und Blumenschmuck, im Wetteifer um den schnellsten Lauf, das längste Schwimmen, den weitesten Sprung, den kühnsten Ritt, den besten Schuß. Es gilt ja heuteMaikönig" zu werden - und die Schönste des Dorfes als Maienkönigin zu erringen. Das geht nicht ohne Leistungsprüsung. Nur der Beste ist würdig, die Schönste heimzuführen vor allem Volke, heute ins Dorf, morgen fürs Jahr, meist fürs ganze Leben ins lange Heim. Wehrsport und Liebeswerben zu gleicher Zeit.

Deutsche Pfingsten.

Nun hat sich Geist in Geist ergossen Zu eines Volkes heiligem Tag: Von Flammengluten heiß umflossen Eint Millionen Artgeuofsen Ein lodernd einziger Herzensschlag!

Lebendig blüht die Pfingstlegende: Nur eine Sprache klingt fortan, Der Nebel fiel, der Brüder trennte, Sie reichen staunend sich die Hände, Erwachend aus dem fremden Bann.

Ein Brausen kam aus Himmelsweiten In sturmgewaltig hehrem Wind; Nun laßt durch deutsche Blütenzeiten Einmütig in die Pfingsten schreiten, Die feurig wir begnadet sind!

Theod. von Rommel.

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uno Das geicyieyt um den M a I v a u m.

Woher er stammt, wes Stammes Volkliches Eigentum er ist, weiß keiner. Er findet sich überall und zu allen Zeiten. Er ist ein hochgewachsener, schlanker Baumstamm, seiner Aeste und Zweige beraubt, nur die Krone ist grün. Im Walde geschlagen, wird er im festlichen Zuge auf einen freien Platz gebracht und dort ausgerichtet. Als Gerichtsmal wird der Baum zum niedrigeren Pfahl Als Finger des Herkules, geschmückt mit der Taube, dem heiligen Vogel der Juno, scheint er ein Sinn« luld des Oebesleben- gewesen äu sein. In dieser Bedeutung

schaftlichen Schulden übernimmt. Für das übernommen» Land soll nach Möglichkeit keine Barzahlung ftattfmb»» und der Kaufpreis durch Übernahme von Schulden be­glichen werden.

Bei der Landabgabe erfolgt die Bewertung abzugebenden Flächen im Wege der Übereinkunft. Die Bewertung ist in erster Linie unter dem Gesichtspunkt vor- zunehmen, daß die künftigen Ansiedler in der Lage jein sollen, den Kaufpreis zu verrenten und abzu- | tragen. Doch ist der Bewertung nicht der gegenwärtig rentenlose Zustand der Landwirtschaft zugrundezulegen I sondern eine mittlere Wirtschaftslage. Soweit I nicht mangelhafte Wirtschaft oder sonstige in der Person I des Wirtschafters liegende Gründe dies ausschließen, soll er insoweit, wie das Gut oder Grundstück einstweilen nicht besiedelt werden kann, vorläufig zum Pächter umgewandelt werden, dem der Rückkauf eines Restgms offengchalten wird.

Für land- und forstwirtschaftliche Be­triebe, die zur Siedlung geeignet und so stark ver­schuldet sind, daß eine Entschuldung a u s s i ch t s. ( o s ist, wird bestimmt: Der Landlieferungsverband kann an öficntlicije Kreditinstitute das Verlangen richten, die Zwangsversteigerung zu beantragen und durch, zuführen. Das Gläubigerinstitut muß diesem Verlangen entsprechen, wenn ihm die Schadloshaltung für etwaige Ausfälle gewährleistet wird. Der Pollstreckungsschutz findet auf diese Betriebe keine Anwendung.

Der Beginn des Vierfahresplanes.

Zum Arbeilsbefchafsungsprogramm und Entschuldungsplan,

Zum Arbeitsbeschaffungsprogramm der Reichs- regiernng und dem landwirtschaftlichen Entschuldung^, plan schreibt der Völkische Beobachter u. a.: Das Wesent­liche bei den Arbeitsbeschaffungswechseln in Höhe von einer Milliarde ist der Umstand, daß sie nicht den öffentlichen Geldmarkt in Anspruch nehmen.

Der Entschuldungsplan für die Landwirtschaft

will bewußt zu normalen Zuständen überleiten, und zwar dadurch, daß die jetzt von Staats wegen herabgesetzt! Zinshöhe sich mit dem auf dem freien Markte nach bei allgemeinen Senkung der Zinsen sich bildenden Zins be­gegnet. Es entspricht dies den mehrfachen Äußerungen des Führers, keine Experimente machen zu wollen. Es kommt für die Zukunft nicht darauf an, daß ein be­stimmtes Wirtschaftssystem erhalten bleibt. Das wich­tigste ist, die Arbeit und Ernährung des deutschen Volkes für die Dauer sicherzustellen und die Arbeitslosig­keit nicht nur vorübergehend, sondern dauernd zu über­winden. Der Wirtschaft ist mit diesem Gesetzgebungs­werk eine große Chance gegeben. Es muß sich zeigen, in­wieweit die Wirtschaft, wie sie ist, ihre Chance auszu- nutzen versteht und inwieweit die Arbeitslosigkeit ge­mildert wird.

Dèe Hilfe der Ledigen.

Die Bestimmungen über die EhestandsliM.

Zu der in dem Gesetz zur Verminderung der Atbüi»' lofigkeit vorgesehenen Ehestandshilfe werden alle ledigen Personen herangezogen, die Einkünfte im Sinne des Einkommensteuergesetzes beziehen. Die Ehe- standshilfe der Lohn- und Gehaltsempfänger beträgt 2 Prozent bei 75 bis ausschließlich 150 Mark Arbeits­lohn, 3 Prozent bei 150 bis ausschließlich 300 Mark Arbeitslohn, 4 Prozent bei 300 bis ausschließlich

Mark Arbeitslohn, 5 Prozent bei 500 Mark Arbeitslohn und darüber. Bemessungsgrundlage der EhestandshM der Veranlagten sind die Reineinkünfte,

nicht dem Steuerabzug vom Arbeitslohn unterlegen haben. Pom Gesamtbetrag dieser Reineinkünfte dünen nur die Werbungskosten, Schuldzinsen, . Renten um dauernden Lasten abgezogen werden. Die Ehestanm- Hilfe beträgt von den hiernach festgestellten Reineinkünsten: 2 Prozent bei 750 bis ausschließlich 1300 Mark, 3 bei 1300 bis ausschließlich 3100 Mark, 4 Prozent bei W bis 5500 Mark. 5 Prozent bei 5500 Mark und dar»

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hat ihn sicherlich Tizian in seiner bekanntenHimmlischen iB irdischen Liebe" als Ornament am Brunnen des Lebens vc - wandt. Man erkennt ihn ant Opferstock in Wien, im Nola von Bremen als Zeichen für freies Recht und freien Ha» Bernward von Hildesheim meißelte auf ihu die h^"^! »- fchichte, eine Bilderbibel für seine Gläubigen, die des W noch unkundig waren. Der Hochzeitsbitter führt ihn noch ye bekränzt durchs Dorf und stampft ihn vor dem Hause Brautpaares und der Geladenen in den Boden. Seivsi alten Grabmälern in Kirchen und Klöstern erkennt man. noch darin, daß die Figuren ursprünglich stehend 8« waren. Und manches Gefallenendenkmal, manch genug, Standbild aus der Zeit der Kriegsnot zeigt deutlich den J' ant Malbaum stehend. Er ist, wie die Jrminsul un I heilige Baum der Astarte, das Wahrzeichen der Stammet, und der Zusammengehörigkeit in Krieg und Frieden, ocr ~ des Rechtes und Gerichtes. , nm

Der Dorfplatz ist am Maientag lebendig geworoe - den Malbaum tanzt die Jungschar den. ^ingelretm Blumen bekränzt, an ihm erproben sich die ^ewan , ihn zu ersteigen, und die Schützen, um die Taube i Krone zu erlegen, deren Preis die Maienkomgm i., Strohpuppe, der Fetisch, der nachgeahmte böse fan gefesselt und wird dem Feuer übergeben oder - '6cI gestürzt. Auch dient sie als Zielscheibe für blLf L Jugend; denn wo Neues entstehen soll, muß! i ^ Kirchlich gewandelt wurde der Fetisch zum ^1 «fahl ' - ~ - der seine Märtyrerkrone auch am 44

von den Pfeilen der ^^^ wir

heiligen Sebastian, erreichte, durchbohrt

Der Aberglauben ist geschwunden w an, die Sitte ist geblieben, weil sie sinnvoll P i , ^

Volksleben in sich birgt. Der Kirche blieb es ub 11. t $u volkstümlichen Inhalt die christliche Form der Geistes geben als des Tages der Ausgießung neuen, Y J über die Welt des versinkenden Altertums. 1Iltb Fa--

Daß Pferderennen und Turnfeste, WändegMärkte W milienbesuche, Gerichtstage für Lohn und Zu ^ u» Handel und Einkauf zu Pfingsten ihren Nrspr g ^ Ans- alten Zusammenkünften des Stammes zum Z triebes seiner Herde haben, sei nur kurz euva- ^Mur-

Doch eins darf nicht vergessen werden. >; ^pferwalst Handlung und das sind alle ^fmgftbraitdk ^t nid)1 und Gelage bis zum fröhlichen Reigen und - sp > ^ ^

tut den Sinn der Verbindung mit der -EäbarurachuB ren der Abwehr. Nicht nur den Zweck per »-