Heiratsschwindler.) Der 28jährige Walter Dielmann lernte in einem hiesigen Lokal ein Mädchen kennen. Er gab sich als Student der Medizin aus und erklärte, daß er vor seiner Prüfung stehe, die er in Berlin machen müsse. Nach bestandener Prüfung würde er sofort eine Anstellung erhalten, um dann auch gleich zu heiraten. Er verlangte und erhielt von dem Mädchen einmal 100 und einmal 200 RM. für Kosten, die ihm durch die Prüfung entstehen würden und zur Fahrt nach Berlin. Nachdem er nochmals 200 RM. verlangte, wurde das Mädchen stutzig und die Polizei erhielt von der Sache Kenntnis, die Dielmann festnahm. Es stellte sich heraus, daß es bereits der vierte derartige Fall ist, den Dielmann in letzter Zeit begangen hat.
Frankfurt a. M., 29. Mai. (Festnahme von zwei Ladendiebinnen.) Am 26. Mai 1933 gegen 19 Uhr wurden die 59jährige Ehefrau Therese R. und ihre Schwiegertochter, die 25jährige Ehefrau Johanne R., _ beide im Stadtteil Griesheim wohnhaft, wegen Ladendiebstahls festgenommen. Sie besuchten gemeinsam ein hiesiges Kaufhaus. Hierselbst gingen sie von einem Stockwerk in das andere und stahlen Wurst, Kinderschuhe, Handtaschen und ein Badetuch. Die Schwiegermutter führte hier die Diebstähle aus, und die Schwiegertochter hielt eine Tasche, worin die gestohlenen Sachen verschwanden, bereit. Von hier gingen sie in ein anderes Kaufhaus und deckten sich auch dort ein. Eine Verkäuferin bemerkte aber die Machenschaften dieser Kundschaft, worauf die Festnahme veranlaßt und die gestohlenen Sachen vorgefunden wurden. Eine Durchsuchung in der Wohnung der beiden Festgenommenen förderte noch eine Unmenge neuer Sachen zu Tage, die vermutlich ebenfalls aus Diebstählen herrühren.
Radiospiegel.
Berlin. Dr. Roland Freisler ist zum Staatssekretär im Justizministerium und Staatssekretär Hölscher zum Kam- mcrgerichtspräsidenten ernannt worden.
Berlin. Amtlich wird darauf hingewiesen, daß Bäckereien verpflichtet sind, durch besonderen Aushang kenntlich zu machen, welch Fette in ihrem Betriebe verwendet werden.
Eutin. Der Stadtrat beschloß, die Regierung zu ersuchen, Bürgermeister Dr. Stoffregen (DNVP.) und Polizeikommissar Marks zum 1. Juni ohne Gehalt und Ruhegehaltsansprüche zu entlasten. '
Wien. Wie die amtliche „Wiener Zeitung" schreibt, wird die Regierung den Nationalsozialisten keine Konzessionen machen; eine Aenderung des Regierungskursss kommt nicht in Frage.
Barcelona. Sechs Personen drangen an Bord eines im Hafen liegenden deutschen Dampfers uni) entfernten die Hakenkreuzfahne. Die Täter wurden von der Besatzung der Polizei übergeben.
Aleppo. Die Obduktion der Leiche Marga von Etzdorffs hat ergeben, daß Selbstmord durch Erschießen vorliegt.
Turnen, Sport und Spiel.
Radsport.
Großer Achtungserfolg des Fuldaer Radrennfahrers Franz Kraft (R.C.Opel Fulda) beim Ernst Sachs-
Gedächtnisprcis (275 km).
An der vom Velocipedklub Frankfurt a. M. mustergültig ausgeführten Zuverlästigkeitsfahrt um den Ernst Sachs- Eedächtnispreis beteiligten sich etwa 100 Fahrer, darunter etwa 40 A-Fahrer. An der gleichzeitig veranstalteten Sachs-Motor-Zielfahrt nahmen 21 Sachs-Leichtmotorrädcr teil. Die Abwurfkolonne in Fulda und die Durchfahrt in Fulda nahm, wie in Fulda gewohnt, einen guten Verlauf. Die vom R.C.Opel ausgestellten Posten fanden dankenswerte Unterstützung der Fuldaer Polizei und Sanitätskolonne. Auf der gesamten 275 km langen Strecke bewies das Publikum reges Interesse.
In der Abwurfkolonne erschienen als erste Fahrer gegen 1054 Uhr der B-Fahrer Noß und C-Fahrer Hohbein. Erst 6 Minuten später kam eine 32 Mann starke Gruppe, angeführt von dem mit Jubel empfangenen Fuldaer Opelfahrer Franz Kraft. Bereits in Kerzell waren die zwei Spitzenfahrer eingeholt. Auf der restlichen Strecke bis Frankfurt zersprengte die Spitzengruppe. Unser Vertreter der heimatlichen Farben hat das in ihn gesetzte Vertrauen nicht getäuscht und erstmals nach dem Kriege in Frankfurt am Main für die Fuldaer einen großen Erfolg herausgeholt durch einen beachtenswerten 5. Platz. Der Erfolg ist umso höher zu bewerten, als die gesamte deutsche Radfahrerelite am Start war.
Auch in Eisenach bei dem Großen Beyer-Preis war der R.C.Opel Fulda erfolgreich. Das harte Training des Rennfahrwarts Exmeister Lay bringt die Nachwuchsfahrer des R.E.Opel immer weiter vorwärts. In dem 120 km langen Rennen gelang es dem jungen Fahrer Hoßfeld, den 7. Platz und Peffermann durch einen Spurtsieg den 10. Platz zu belegen.
Der am 25. Juni in Fulda zu veranstaltenden Zuverlässigkeitsfahrt des R.C.Opel „Um das goldene Flugzeug der Rhön" bringt man überall bereits Jntereste entgegen.
Bücherecke.
Der Stahlhelm muß sein! „Der Stahlhelm muß sein" von ***, mit einem Vor- und Nachwort, Neuordnung im Stahlhelm, von Hans Henning Freiherr Grote, Verlag Buchholz u. Weißwange, Verlagsbuchhandlung E. m. b. H., Charlottenburg 2, Preis —,75 RM. — Der Frontsoldatenbund, der Stahlhelm, wurde in letzter Zeit häufiger in den Mittelpunkt des öffentlichen Interesses gerückt. Wir begrüßen daher diese aufschlußreiche, zur rechten Zeit erschienene Schrift, die, mit Herz und Wärme geschrieben, Klarheit gibt über das Wesen und Wirken „Des Stahlhelms", über seine blutigen Kämpfe in Mitteldeutschland, über die Neuordnung im Stahlhelm nach dem 27. April 1933. Hunderttausende müssen dieses Buch der selbstlosen Treue und Opferbereitschaft für Deutschland lesen. Treu seinem Ziel steht der Stahlhelm geschlossen und kampfbereit hinter der nationalen Regierung und ihrem Führer Adolf Hitler.
Das Gedächtnis Schlageters, dem Hanns Johst, der ständige Mitarbeiter von Velhagen u. Klasings Monatsheften, das zurzeit über alle deutschen Bühnen gehende Drama gewidmet hat, erneuert in einer packenden Skizze Hans Henning Freiherr Grote in dem soeben erschienenen Hefte der Zeitschrift (Juni). Ihnen voran geht der erste Teil des großen neuen Romans von Walter von Molo „Holunder in Polen", ein Wark, bas das unverÄußstBchs deutsche R-cht auf das unter polnischer Gewaltherrschaft hmstsrbende deutsche Land
Eine Novelle „H a tz i in F ö h n" von Minder führt uns in die Berge, eine andre, „Die Vogel insel" von Schaper, an die See; sie ist mit vielen höchst wirkungsvollen farbigen Bildern K. E. Olszewskis geschmückt, eines Malers, den uns ein guter Kenner seiner Kunst, Dr. Peter Breuer, noch besonders nahe bringt. Eine prachtvolle Lebensgeschichte des Inns von der Quelle bis zur Mündung in die Donau gibt Emil Lucka. Gleich diesem Beitrag reich bebildert ist auch die Würdigung des Veit Stoß durch Prof. Dr. Georg Lill. Der bekannte Gießener Geschichtsforscher Prof. Dr. Gustav Roloff schilderte Napoleon HI. in seinen unehrlichen Maklergeschäften und deckt damit auf, weshalb diese Politik scheitern mußte. Sehr lustig zu lesen ist A u g u st L ü m m - 1 e 5 Plauderei „Schwaben unter s i ch". Farbige Bilder im Bunde mit Georg Bittrichs Darstellung bringen uns das Lausitzer Volkstum unserer Wenden nahe. Auch praktisch beherzigenswert ist, was der Wiener Mediziner Prof. Dr. Carl von N o o r d e n über Obstsäfte und Obstkuren zu sagen hat.
Amtlicher Teil.
Bekanntmachung.
Die wegen Ausführung von Sauarbeiten am 27. April 1933 für jeglichen Fuhrwerks- und Kraftfahrzeugverkehr verfügte Sperrung des Landweges Fulda—Bachrain—Dirlos innerhalb der Ortslage Bachrain wird hiermit bis zum Dienstag, den 20. Juni 1933 verlängert.
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über Künzell.
Uebertretungen werden nach den geltenden Vestiinnun gen Mit Geldstrafe bis zu 150 RM. bestraft.
Fulda, den 29. Mai 1933.
Der Landrat: J. V.: Hasler.
Bekanntmachung.
Ich mache darauf aufmerksam, daß nach der Polizeiver ordnung des Herrn Regierungspräsidenten in Kassel 12. April 1932 Diemen (auch Schober, Mieten, Feimen ne ' nannt) von Heu, Stroh oder unausgedroschenem Getreide 1 1 nur in einer Entfernung von wenigstens 30 Metern non 11 den nächstliegenden Waldungen sowie von nächsten, jämL j lich mit Ziegeln, Schiefern oder sonst feuerhemmend'gedeck-V ten Gebäuden errichtet werden dürfen. Bei anderer Ee-M bäude-Vedachung ist eine Entfernung von wenigstens loo I Metern einzuhalten.
Leicht entzündliche Gegenstände, die nicht durch ^uen 5 feste Bedachung oder durch sonstige Schutzvorrichtung - ' gegen das Eindringen von Funken und glühenden Kohlen ! gesichert sind, dürfen bei Eisenbahnen nur in einer Em- fernung von wenigstens 38 Meter von der Mitte des nach- sten Schienengleises gelagert werden.
Liegt die Eisenbahn auf einem Damm, so tritt zu Entfernung von 38 Metern noch die anderthalbfache des Dammes. Zuwiderhandlungen werden bestraft. ' '
Fulda, den 24. Mai 1933. j 1
Der Landrat: J. V.: Hasler.
Verantwortlich für die Schriftleitung: Christian Seipel i
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