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Der Sport vom Sonntag

Borussia von Hanau 93 2:1 (2:0) geschlagen.

Ganz entgegen den Erwartungen haben die Borussen am Samstag abend den in dieser Saison zur Kreisliga abgestiegenen F.C. Hanau 93 nicht schlagen können. Nachdem gerade in letzter Zeit einige andere Vertreter der Gruppe Main des Süddeut­schen Futzballbundes, zuletzt noch die FrankfurterEintracht", hier unterlegen geblieben waren, räumte man den Hanauern kaum Siegeschancen ein. Und wenn man es tat, traf man, un­geachtet des Ausganges dieser Abendbegegnung, das Rechte. Diese Borussia vom Samstag hätte gegenEintracht" damals nicht bestehen können, besser noch, die damalige Borussia hätte ihrem Besieger vom Samstag unter normalen Verhältnissen wohl deutlich das Nachsehen gegeben.

Borussia trat ohne Maisel, Maintz und Leugers an. Auf den Posten dieser drei genannten wirkten zum Teil Leute mit, die den Anforderungen nicht gewachsen waren. Am meisten wohl vermißte man den Mittelläufer Maintz, der nie gut er­setzt war. Es mußte sich so ein Spiel entwickeln, wie man es nicht gern sieht: ohne jeglichen Kampf, oft hohes Spiel anstelle des sonst gebräuchlichen Flächpaffes mit zweckmäßigen halbhohen Abgaben. Hanau war ein Gegner, der fast ängstlich jedem Kampf um den Ball aus dem Wege ging, so daß selbst die weni­gen Ansätze einiger Boruffen, etwas Bewegung in das ganze zu bringen, bloße Versuche blieben. Borussia schaffte den einzigen Treffer erst gegen Ende, und man war erst da, allerdings, zu spät, vollauf" bemüht, das Ergebnis zu verbessern. Um diese Zeit hat es Hanaus gute Deckung aber verstanden, den knappen Vorsprung zu halten.

Unangenehm ist diese Niederlage in jedem Falle, zunächst im Vergleiche zum Eintrachtspiel, dann aber in der Hauptsache des­halb, weil viele das in letzter Zeit gerade umstrittene Könne der Borussen an dem rein "zahlenmäßigen Erfolge messen. Uno für eine gute Einschätzung liegt in diesem Falle doch keine Be­rechtigung vor.

Hanau bestritt bas Spiel in bester Besetzung, Ersatzleure gab es nicht.

Bei Borussia machte das Fehlen der Genannten folgende Aufstellung erforderlich: Büchner' Christian, Koberg; Vogler, Straffer, Hetzberger ; Heuser, Cammerl, Peter, Pletsch, Distel.

Vom Spielverlauf seien die wichtigsten Momente kurz erwähnt. Hanau hat gleich am Anfang eine Chance und zwar als Büchner über den Ball trat. Die bestere Zusammenarbeit der Gäste, die in der guten Mittelläuferleistung Klinglers ihren Grund hatte, bringt den Hanauer Angriff immer 'wieder ge­fährlich vor das Fuldaer Tor. in der 14. Minute senkt sich dann ein weiter Flankenschlag des Linksaußen Petrosch über den falsch stehenden Büchner hinweg ins Tor. Vorussias Aktionen haftete allesamt geradezu Ungeführlichkeit an, Straffer baute nie auf. Heuser versuchte, nachdem er mit Peter gewechselt hatte, einige Alleingänge. Wieder einmal hatte er erfolglos das Tor der Gäste bestürmt, als auch Narbe, der Hanauer Halblinke, es mit einem Solo versuchte. Er hatte Erfolg, an dem herausgelau­fenen Büchner vorbei schoß er ein. Hanau führte so beim Wech­sel 2 :0. Nachher, als Pletsch mit Strasser den Platz getauscht hatte, kam Borussia zahlreicher zum Stürmen, gefährlicher aber kaum. Heuser vergab dann um die Mitte der Spielzeit einen Elfmeterball, den er dem Hüter in die Hände schotz. Kurz hinterher schaffte Cammerl aber mit schönem Flachschüsse das Fuldaer Tor. Von da an lag mehr System und Eifer in den Aktionen der Borussen, auch der bis dahin ziemlich paistve Cammerl gab sich mehr Mühe. Der Ausgleich blieb indessen aus. '

Schiedsrichter Henning -Germania leitete unauffällig unv deshalb gut. 400 Zuschauer wohnten dem Treffen bei.

Knapper 2:1 (t:l) -Sieg der Borussen in Wetzlar.

Mit dem gleichen Ergebnisse, mit dem sie am Samstag unterlagen, blieben die Boruffen gestern in Wetzlar Sieger. Gemeßen an dem. was sonst beide Mannschaften zu zeigen pflegen, ist auch dieses Ergebnis keine besondere Leistung der Borussen. Aber in diesem Kanrpfe spielten eine Reihe neuer Umstände mit, die manches erklären. Der Wetzlarer Platz ist im Verhältnis zum Vorußengelände als geradezu winzig zu be­zeichnen und mit seinen Unebenheiten den Einheimischen natür­lich eher gelegen als dem Gaste. Kommt noch hinzu, daß ein Schiedsrichter amtierte, der Mitglied des Wetzlarer Vereins war und nie in der Lage war, stch durchzusetzen oder gar gut zu leiten. Es mag zu seiner Charakteristik genügen, wenn wir anführen, daß er' Strafbülle. u. a. einen Elfmeterball gegen Borussia, gab und aur Reklamation wieder annullierte, das Schlimmste" mit, was einem Spielleiter widerfahren kann. Es entwickelte sich so unter "einer Anwesenheit ein Eckicke, das bester unterblieben wäre. O't ging cs sehr hart zu, ohne daß .der Pseudopfeifenmann etwas dagegen tat. Die Boruffen svielten diesmal mit Maintz und Leügers, Linksaußen war Hillen- brandt, linker Verteidiger Klippstein und Noberg Außenhalf. Pletsch drückte einen Flankenball Heusers zum Führungstor ein, noch vor der Pause gelang den Wetzlarern der Ausgleich in­folge einer Unachtsamkeit von Christian. Cammerl war es dann, der den knappen Sieg mit einem schönen Schutz sicherte.

Es erscheint uns angebracht, darauf hinzuweisen, daß der Vorussenelf etwas Ruhe nichts schaden könnte. Ueberinan- spruchnahme hat sich in irgendeiner Form noch immer gerächt.

Verdienter Germanen-Sieg!

Hersfeld mit 2 :0 (1:0) Toren geschlagen.

Auch zum gestrigen Sonntag hatte Germania zum Zwecke des Einspielens einer kampfkräftigen Elf für die Aufstiegs­spiele einen Gegner der höheren Klasse verpflichtet. Die Hers- fclbcrHessen" gelten als ein guter Verein, der nicht leicht zu schlagen ist. Das zeigte sich gestern erneut. Germania hatte große Mühe, trotz durchweg besseren Leistungen und klar zu erkennender Ueberlegenheit, im Feldspiel den knappen Sieg zu­wege zu bringen. Im Gegensatze zum Spiel am Vortage gab es "da schnellere Handlungen und vor allem auch den ein Spiel für den Beschauer reizvoller gestaltenden Kampf. Aber an be­sonderer Qualität hat es auch in diesem Falle gemangelt. Im­merhin lenkte das rasche Aufeinanderfolgen der Spielphasen von mancher Unebenheit ab, die sonst mehr in Erscheinung getreten wäre.

Hersfeld hatte für den verletzten Verteidiger Schmitt in Trinker einen vollwertigen Ersatzmann. Als Mittelläufer wirkte der bekannte Stiehl

Germania mutzte Birkenbach und Ullmicher ersetzen. An Schmitts Stelle wirkte der von Borussia übergetretene Maisel als Rechtsaußen. Die Mannschaft stand: Roßmar; Willen- bürger, Schäfer: Kalb. Janda 1, Weigand; Maisel, Hager, Müller, Janda 2, Hofmann.

Die beiden Tore fielen je eines in jeder Spielhälfte. Nachdem eine ganze Reihe von Angriffen der Germanen ohne Erfolg geblieben waren, kam Hersfeld in der zweiten Viertel­stunde etwas mehr zur Geltung. Als dann gegen Ende der Spielzeit Maisel wieder einmal gute Vorarbeit geleistet hatte, konnte Janda 2 schön zum ersten Treffer einschietzen. Kurz nach der Pause wird ein zweiter Treffer erzielt, der aber nicht ge­wertet wurde. Ohne weitere Zähler schien ein Eermanensieg nt dem knappsten aller Ergebnisse zu kommen. Da flankte Maisel 2 Minuten vor Schluß so wunderbar vor das Tor, daß Müller den zunächst abgewehrten Ball im Nachschutz einschotz.

Während bei Hersfeld die Verteidiger und der außen am besten gefielen, zeichneten sich beim Platzvèr^ Schäfer, Weigand und Maisel, der etwas reichlicher beftnu; werden mutz, besonders aus. Eigentliche Versager hatte ke ^ Partei. Gut war auch der Unparteiische Helfrich,« '»e zell. 700 Zuschauer.

sicher heftig rsager .hatte g ) eI fr 1 A^,:ni

Hohe Niederlage der Horaser.

Sportfreunde" Frankfurt gewinnen 7 :1 (6 :0).

Damit hatte man nicht gerechnet, daß die Horaser so bcuflid, gegen den mainischen Oberligisten unterliegen würden. W cs muß gesagt werden, daß die Niederlage trotz der guten L e i st u n g e n der Sieger nicht so hoch hätte zu bi« brauchen. Als Beweis mag das Ergebnis der zweiten Spie! hälfte dienen, das 1 :1 ist. Schuld an der Niederlage wenn man das tatsächlich gute Spiel der Frankfurter außerhalb der Erwägung läßt, die Horaser Außenläufer, sodann qua Schneider, "der 2 oder 3 der Tore hätte halten können. waren bei Horas nur Gramm und der Linksaußen Günkel. Au«, gefallen ist auch Völker.

Daß auch ein Schiedsrichter vom Platzverein gut leiten kann, bewies zum krassen Gegensatz zu der Affäre von Weblai Herr Christ. Mit seiner Leitung war man allgemein zufrieden auch die 400 Zuschauer. A

Kobn-Beriin deuischer Waidlausmeistep.

Die 16. deutsche Waldlaufmeisterschaft wurde in Hohcin ncucndorf bei Berlin nusgclragcn, wo vor 33 Jahren die erste Meisterschaft durchgesührt wurde. Man hatte eine fünf Kilo­meter lange Strecke markiert, die zweimal zu durchlaufen wâr- es waren also insgesamt zehn Kilometer zurückzulegen. Master wurde nun zum vicrtcnmal (dreimal hintereinander), der Ber Hner Kohn- Polizei SB. in 33 :15,1. Auch der Polizei Berlin verteidigte seinen Meistertitel im Mannschaftslauf er­folgreich.

Börse und Handel.

Frankfurt a. M. (Buttergrotzhandelspreise v

om

2 2. April.) Durch den Witterungsumschlag hat die Produk- j tion in deutscher Butter eine starke Verknappung erfahren, und ] aus dem Auslande kommt infolge der schwierigen Beschaffung ] von Einfuhrscheinev kaum Angebot an die Märkte. Die Preise zeigten infolge der erhöhten Nachfrage Befestigungen von 23 Reichsmark. Deutsche Butter 102105, holl. Butter. 105107 1 Reichsmark per 50 kg im Fatz.

Frankfurt a. M. (Eiergroßhandelspreise otn | 2 2. Apri l.) Während Auslandseier aus der bekannten Ur- I fache nicht mehr zu haben sind, haben sich die' Zufuhren in deut. I schen Eiern merklich verringert. Bei lebhafterem Geschäft bli» " ben die letzten Preise aber ziemlich unverändert. Es notierten Bayern 5355 gr 7.257.50, do. 5758 gr 7.507.75. Deutsche Frischeier Sonderklasse über 65 gr 9.50, Kl. A unter 6560 gr 8.50, Kl. B unter 6055 gr 8.25, Kl. C unter 5550 gr 7.50, Kl. D unter 5045 gr 7 Pf. per Stück loco Frankfurt a. M.

Frankfurt a. M. (Schlachtviehmarkt vom 24. April; nichtamtl. Vorbericht.) Ochsen: al) 2932, a2) 2628, bl) 2325. Bullen: a) 2731, b) 2326. Kühe: a) 2629, b) 2225, c) 1621. Färsen: a) 3033, b) 26-29, c) 2325. Kälber: b) 4144, c) 3640, d) 3035. Schafe nicht notiert. Schweine: b) 3438, c) 3438, d) 3487, e) 33 bis 36. Aufgetrieben waren: Rinder 1367, darunter Ochsen 367, Bullen 84, Kühe 392, Färsen 343, ferner Kälber 287, Schafe 51, Schweine 4161. Marktverlauf: Rinder rege, Kälber, Schafe und Schweine ruhig.

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DEM DEUTSCHEN VOLKE GEWIDMET '

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Aus großer Zeit

Die Geburtsstunde des Reichs in Versailles 1871 Das Reich der Kratt und der Herrlichkeit Neuiahrsparade 1913 Im Stahluewitter das Weltkrieges Der Kampf Deutschlands um Sein oder Nichtsein

Der Verrat am Vaterlande

Novemberrevolution Blutige Spartakuskämpfe 1918/19 Der Versailler Schmachfriede Leidensweg des deutschen Volkes Die Welt starrt in Watten, Deutschland wehrlos Polens Raub­zug in Obei Schlesien Besetzung des Ruhr gebiets durch die Franzosen Schlageters Heldentod Schaltendes Volk ohne Arbeit

Die Jugend ringt um Deutschlands Zukunft Aufbruch der Nation Schicksalswende: Der 30. Januar 1933 Deutschland einig für nationale Freiheit und soziale Gerechtigkeit.

In diesem Film werden zum erstenmal Ori- ginalautnahmen von historischer Bedeutung ge­zeigt, 11. a. die Erschießung Albert Leo Srhlag- efers.

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Mittwoch, den 26. 4., 8 Uhr abends: Beginn des prakt. Teiles: Zubereitung von Gemüsegerichten, Salaten etc. mit Kochvorführungen u. theor. Erklärungen.

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Danksagung

Für die überaus zahlreichen Beweise herzlicher Teilnahme während der Krankheit und beim Heim­gang unseres lieben Verstorbenen, Herrn Heinrich Hild

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Frau K. Hild,

Liesel Hild, H. Wilhelm Hild, Karl Heinz Hild.

Fulda, ben 24. April 1933.

Der öffentliche Vortrag ist kostenlos für jedermann. Für die beiden Kursustage wird ein Unkostenbeitrag von 0.75 RM. für jeden Abend erhoben. Für die Mitglieder sämtlicher Frauen- und Mädchenvereine Fuldas einschl. des Naturheilvereins wird der Beitrag auf 0,40 Für ^°^ Preisausschreiben Reichsmark pro Abend festgesetzt. i aussdme,den' Krokodu"'

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