Aus Hessen-Nassau und Nachbargebieien
Merkblatt für den 16. April.
1786: Der Seefahrer Sir John Franklin in Spilsby geb. — 1844: Der französische Dichter Anatole France in Paris geb. — 1871: Verkündung der Deutschen Reichsverfassung. — 1917: Riesenschlacht an der Aisne. Der feindliche Durchbruchsversuch gescheitert.
Merkblatt für den 17. April.
1774: Der Erfinder der Vâchdruckschnellpresse Friedrich König in Eisleben geb. — 1790: Der amerikanische Staatsmann und Schriftsteller Benjamin in Philadelphia gest. — 1881: Der Dichter Anton Wildgans in Wien geb. — 1910: Der Phsiker Fritz Kohlrausch gest.
Merkblatt für den 18. April.
1521: Luther auf dem Reichstag zu Worms. — 1864: Die Preußen erstürmen die Düppeler Schanzen in Nordschleswig. — 1873: Der Chemiker Iustus v. Liebig in München gest. — 1892: Der Dichter Friedrich v. Badenstedt in Wiesbaden gest.
Ostern, Ostern, Frühlingswehen, — Ostern, Ostern, Auferftehen — nach der langen Grabesnacht'.
Wetterbericht.
Von den Azoren erstreckt sich ein ausgedehntes Hochdruckgebiet über den Kontinent nordostwärts. In feinem Bereich herrscht fast überall heiteres und trockenes Wetter. Der starke Tiefdruckwirbel, der am Donnerstag westlich von England lag, ist rasch nach Nordost abgewandert und liegt jetzt bei Island. Er wird die Witterung Mitteleuropas wenig beeinflussen. — Vorhersage bis Samstag abend: Ueberwiegend heiter, trocken, tagsüber recht warm, später aufkommende Bewölkung, meist schwache östliche Winde. — Witterungsausstchten für Sonntag: Im allgemeinen noch heiteres, aber nicht mehr ganz so störungsfreies Wetter.
* Fulda, den 15. April 1933. ;
Am Wochenende.
Der lange Winter liegt hinter uns. — Ostern, die herrliche Frühlingsouvertüre zieht die Menschheit in ihren Bann. Die Christenheit feiert ihr höchstes Fest, — „Tod, wo ist dein Stachel — Hölle, wo ist dein Sieg", das Leitmotiv der kirchlichen Osterliturgie umfaßt auch die kleinen grauen Herzen, die im Treiben des Alltags erstarrt und verknöchert sind. Zur traditionellen Osterfreude nach den kirchlichen Feiern gehört auch bei uns in Fulda der Osterspazier
gang — ein Spaziergang, der in die Umgebung Fuldas führt, auf den Petersberg, nach Haimbach oder nach Bronnzell. Größere Osterreisen kannte man im alten Fulda nicht, das Fest war den Fuldaern zu hehr, um es durch die mit einer größeren Reise verbundenen Unruhe zu profanieren. Das war allerdings in den Jahren, die dem Kriege folgten, anders geworden. Ein wildes Reisefieber hatte die Menschen ergriffen, und es schien fast so, als ob sie auf der . Flucht vor sich selber wären! Das Geld flatterte, rollen konnten die Papierscheine nicht, und das Geld wurde mit jedem Tag weniger, deshalb „so schnell wie möglich fort damit". Mit den Jahren der Not kam dann auch wieder die Selbstbesinnung zurück, und wenn nicht alles trügt, bedeutet das Osterfest 1933 für unser gesamtes Volk eine Auferstehung aus den Banden des Materialismus, eine Rückkehr, zu deutscher Art. Die christlichen Feste werden gereinigt von dem weltlichen Beiwerk, das für viele Menschen zur Hauptsache geworden war, sie gewinnen wieder an Inhalt, den diese Feste immer für innerliche Menschen hatten. Ostern, Weihnachten und Pfingsten war vielfach nur noch „das große Geschäft". Wenn mit dieser undeutschen Art unter dem neuen Kurs aufgeräumt wird, so kann es nur im Interesse einer wahren Volkskultur begrüßt werden. Handel und Gewerbe werden aufblühen und müssen aufblühen, und jedes christliche Fest soll sie fördern, so wie es zur Zeit der höchsten Blüte der Fall war. In Fulda, wie auch an vielen anderen Orten, hatten die Handwerker und Gewerbetreibende sogar gewisse Verkaufsprivilegien an den Kirchenfesten in früheren Jahrhunderten., Es war aber auch dafür gesorgt, daß nicht ein Selbstzweck daraus entstand, der die eigentlichen Feste in den Hintergrund drängte. Die Freude kam voll zu ihrem Rechte, die Feiertage wurden dabei nicht zur Strapaze, von der man sich in den nachfolgenden Arbeitstagen erholen mußte. Dem Osterfest * folgten, als angenehme Unterbrechung auf dem Wege zum Pfingstfest, die M a i f e i e r n. Es ist gut, einmal daran zu denken, wie weit her diese deutschen Maifeste gekommen sind. Indien ist die Wiege des Maienfestes, dem Urheber aller Wesen, nach indischer Auffassung dem Gott Schiwa, war dieses Fest geweiht, aus dem Osten kam es mit den Menschen in das Abendland. Die alten Deutschen veranstalteten Umzüge, bei denen Schimmelreiter eine große Rolle spielten. — Die Schimmel wurden auch vielfach nur durch germanische Jünglinge dargestellt, denen man ein Sieb vorband, weiße Tücher umhängte und einen Pferdekopf aufsetzte. Weiße Rosse waren innereren heidnischem Vorfahren das Sinnbild der siegenden Frllhlingssonne. Häufig fanden Kämpfe zwischen dem Schimmelreiter unc einem greulichen Drachen statt, der den Winter verkörperte. — Das Fest des heiligen Georg, des Drachenröters, fällt ja auch in den Frühling. — Bei solchen Umzügen ließen unsere chattischen Vorfahren auch den Maikönig niemals fehlen. Allerhand Symbole, Spiele und Scherze waren nach deutscher Art im Gebrauch, alles hatte seine tiefe Bedeutung, — die Römer staunten über Die Innerlichkeit, die sie den barbarischen Nordländern nicht zugetraut hatten. Späterhin wurden mit den Maifesten Schützenfeste verbunden, wie sie noch jetzt, besonders um die Pfingstzsit in Deutschland üblich sind. Die Fuldaer Chronik weiß von glanzvoll verlaufenen Schützensesten aus altersgrauer Zeit zu berichten. Der Fuldaer Schützenverein führt seine Tradition bis ins 16. Jahrhundert zurück. — Die Erundstimmung all dieser Feste ist die Freude, denn ihr Ursprung ist die Freude des Menschen am Wiedererwachen der Natur, an der wiederkehrenden Kraft der lebenspendenden Sonne. Wir wollen uns dabei erinnern, daß unsere bäuerlichen Vorfahren in viel engeren Beziehungen zur Natur lebten, die Sonne und das Licht verehrten, den Frühling, die Fluren und die Wälder. Deshalb ist auch der Gedanke des Maifestes freudig zu begrüßen. Die Vorbereitungen versprechen ein überwältigendes Volksfest der deutschen Nation. Tas, was unzählige deutsche Herzen immer ersehnten — ein Maienfest, an dem das ganze Volk beteiligt ist, soll zur Tatsache werden. Nicht Haß und Klassenkampf sollen als Parole des Mai- festes gelten, sondern die Volksverbundenheit, wie sie noch nie da war, soll an diesem Tage ihren grandiosen Ausdruck finden. Es wird auch jene mitreißen, die heute noch zweifelnd abseits stehen, der Tag soll auch jene deutschen Brüder
«Th
Am Gründonnerstag vormittags 11 Uhr, wurde diesjährige Ausstellung von Schülerarbeiten in der werblichen Berufsschule Fulda der Oeffentlichkeit geben. Zu der feierlichen Eröffnung hatte sich eine liche Anzahl Vertreter von Behörden und des Handwerk-' das Direktorium der Berufsschule Hersseld, sowie Vera?-' schullehrer aus Hersfeld, Rotenburg, Hünfeld usw. eiw funden. Der Leiter der hiesigen Schule, Gewerbeober- lehrer Feldmann, begrüßte die Erschienenen herzM und betonte dabei, daß in der Berufsschule Fulda neben der beruflichen Schulung auch die Erziehung zu bewußter Staatsbürgern schon in der Vergangenheit, wie auch Zukunft gebührende Beachtung fand und finden wirb Der stellvertretende Präsident der Handwerkskammer sel, Malermeister Fritz Fuchs, der infolge dienstlich» Behinderung des Oberbürgermeisters die Ausstellung otfi- ziell eröffnete, teilte mit, daß die Handwerkskammer sch besonders gute Leistungen verschiedene Preise gestiftet habe. Der anschließende Rundgang durch die Ausstellung gewährte einen tiefen Einblick in die vorzügliche Arbeit der Schule und stellt ihrem Leiter, wie den beschäftigten Lehrkräften das beste Zeugnis aus. Neben theoretischen Ergebnissen, wie Zeichnungen, Darstellungen mannigsach- ster Art, sieht man teilweise, soweit es der Raum zuließ au* praktische Arbeiten, die von guter, handwerklicher Ausbildung zeugen. Die räumliche Trennung der einzelnen Berufsgruppen in Bau-, Holz-, Maler-, Metall- Schneider- und Schuhmachergewerbe, sowie der drei Mäd- Der Aufbruch nationalen Wollens in unserem Volke hat chenklassen gibt dem Beschauer die Möglichkeit, sich mit der bei den Mitgliedern des Deutsch-Evangelischen Frauen- U ihn besonders interessierenden Fachgruppe, unbeeinflußt bundes freudige Bejahung gefunden. Nach seinem Pro- U von anderem; eingehend zu beschäftigen. Ein Besuch der gramm ist das Festhalten an den großen Zielen und der k Ausstellung — für jedermann unentgeltlich zugänglich - Tradition vaterländischer Geschichte, ist die Pflege deutscher Ä ist lohnend und empfehlenswert. Die Ausstellung ist bis Art und deutscher Sitte in Familie, Beruf und öffentlichem § einschließlich Ostermontag täglich von 11 Uhr vormittags ,Leben ein verpflichtendes Ziel für die Arbeit der Mitglie- £ bis abends 6 Uhr geöffnet, der und Gruppen. Und darum hat die Bundesvorsitzende A
überzeugen, die zermürbt und verbittert über die schmähliche Haltung ihrer ehemaligen „Führer" abseits stehen. Es soll sie überzeugen, daß kein Irrtum zu groß ist, um ihn nicht zu erkennen und einen besseren Weg gehen zu können.
Der Herr Oberbürgermeister hat nach völliger Zustimmung des Stadtverordnetenkollegiums die Bahnhofstraße umbenannt in Hindenburgstraße und den Friedrichsmarkt in Adolf-Hitler-Platz, gleichzeitig mit Antrag der Ehrenbürgerrechte für den Reichspräsidenten und Reichskanzler. Das ist ein erfreuliches Zeichen für den. Geist der Einigung und ehrt Fulda selbst. Die Symbole einer neuen Zeit sind aufgepflanzt an dem Weg, den unser Volk nun zu neuem Aufstieg eingeschlagen hat. Feste sind Ruhepunkte auf diesem Weg, sie geben Kraft zum Weiterschreiten, denn es wird harter Weg werden, das Ziel ist hochgesteckt:
ein
. . . und mancher Weg ist noch zu sprengen, Mancher Geist ist iwch aus engen Seelenketten zu befrei'n, Nur der Hammer kann es zwingen, Kann empor zur Sonne bringen, Was im Schacht der Zeiten ruht. . .
A. M.
Nationale Erhebung
D. Paula Mueller-Otfried, in ihrem Leitartikel in der Aprilnummer des Bundesorgans, der Evangelischen Frauenzeitung, von Jubel und Dank gesprochen, den das - große Geschehen des Potsdamer Festtages im Bunde aus- gelöst hat. Mit neuer Hoffnung will der Deutsch-Evange- t lische Frauenbund die Arbeit für ein wiedererstarkendes E Vaterland auf sich nehmen. Die Hochspannung dieser „Wendung durch Gottes Fügung" muß Antrieb werden, „das, was im Deutsch-Evangelischen Frauenbund seit Jahrzehnten als Grundlage für einen gesunden Volksaufbau angesehen wurde, durch kraftvolle Arbeit und hingebende Liebe immer neu in die Tat umzusetzen, so wie die Aufgaben der Kriegszeit, vor allem im Nationalen Frauendienst, und die steigende Not der Nachkriegsjahre die Mitglieder zum Dienst für Volk und Vaterland bereit fanden. Deutsch und christlich, sozial und national, für ihn untrennbar miteinander verknüpft, war, ist und bleibt seine Losung."
Uniformen und Fahnen beim Kirchgang.
Die evangelische Landeskirche in Hessen-Kasiel gibt bekannt:
Die Verfügung des Landeskirchenamts vom 2. November 1932 — C. 6056/32 — Kirchl. Amtsblatt S. 144 — wird aufgehoben. Somit ist das Erscheinen im Gottesdienst in Uniform gestattet und gegen das Mitbringen von Fahnen in die Kirche nichts einzuwenden.
Kirchliche Feier des Geburtstages des Herrn Reichskanzlers Adolf Hitler am 20. April d. J.
. Die evangelische Landeskirche in Hesien-Kasiel gibt bekannt:
Der Deutsche Evangelische Kirchenausschuß teilt mit, daß er es für angemessen erachtet, daß des Geburtstags des Herrn Reichskanzlers in den evangelischen Gemeinden fürbittend gedacht wird. Hierfür komme der dem Geburtstag vorangehende Gottesdienst am zweiten Osterfeiertag in Betracht. Dabei würde es sich nach Ansicht des Deutschen Evangelischen Kirchenausschusses empfehlen, zur Wahrung des einheitlichen kirchlichen Charakters den Geistlichen eine formulierte Fürbitte zur Verfügung zu stellen. Diese lautet folgendermaßen:
„Herr, allmächtiger Gott, der Du lenkest die Völker nach Deinem Rat, behüte in Gnaden das Deutsche Reich. Segne den Reichsprädsidenten. Laß Deinem Schutz und Schirm den Kanzler des Deutschen Reiches befohlen sein. Rüste ihn in seinem neuen Lebensjahr aus mit Kraft aus der Höhe. Hilf ihm die Bürde der Verantwortung im Regiment tragen und lege Deinen Segen auf das schwere Werk der Wiederaufrichtung unseres Vaterlandes zum Wohle des ganzen Volkes und zur Ehre Deines Namens."
Ferner führt der Kirchenausschuß aus, daß es weithin im evangelischen Volk nicht verstanden werden würde, wenn die kirchlichen Gebäude am 20. April nicht beflaggt würden. Der Würde der Kirche und ihrer Verbindung mit dem Volke würde wohl am besten dadurch entsprochen, daß auf den kirchlichen Gebäuden allgemein die evangelische Kirchenflagge gehißt würde.
Indem wir diesen Ausführungen beitreten, ordnen wir hiermit an, daß in dem Gottesdienst des zweiten Osterfeier- tags für den Herrn Reichskanzler Fürbitte in dem oben angegebenen Wortlaut erfolgt und am 20. April auf sämtlichen Kirchen und kirchlichen Gebäuden die Kirchenfahne zu hissen ist.
Wegen etwaiger Anträge auf Glockengeläut am 20. April dieses Jahres ist die Entscheidung des Kirchenvorstands herbeizuführen. D. Möller.
Vom Finanzamt
wird uns geschrieben: Gemäß § 19 des Umsatzsteuergesetzes in der Fassung der Bekanntmachung vom 30. Januar 1932 haben Steuerpflichtige, die nach Steuerabschnitten veranlagt werden, binnen 10 Tagen nach Ablauf jedes Kalendervierteljahres eine Voranmeldung abzugeben und gleichzeitig eine den Entgelten des Vierteljahres entsprechende Vorauszahlung zu leisten. Die Voranmeldungen für die Monate Januar bis März 1933 waren bis 10. April 1933 abzugeben. Es wird bemerkt, daß die Abgabe der Voranmeldungen gemäß § 202 der Reichsabgabenordnung durch Festsetzung von Geldstrafen erzwungen werden kann. Es unterliegen ab 1. Juli 1932 wieder alle Unternehmen des 8 1 Nr. 1 des Umsatzsteuergesetzes der Umsatzsteuer, und zwar ohne Rücksicht auf die Höhe des erzielten Umsatzes; die Freigrenze von 5000 RM. ist weggefallen.
Apothekendienst.
Nacht- und Sonntagsdienst ab heute abend 8 Uhr bis Ostermontag früh 8 Uhr: Löwenapotheke, von Ostermontag früh 8 Uhr bis nächsten Samstag: Engelapotheke. Die Hirschapotheke ist ebenfalls in Bedarfsfällen nachts und Sonntags geöffnet.
Ausstellung von Schülerarbeite,i in der gewerblich», Berufsschule Fulda.
K Bon der Erbbaugenossenschaft.
A Die für den 19. April einberufene diesjährige Hausversammlung der Erbbaugenossenschaft wird erst am 26, April 1933, um 20 Uhr im Stadtverordneten-Sitzung;- saal abgehalten. (S. Anzeige).
(Die Bau- und Wirtschaftsgemeinschaft e. G. m. b. H. (Ring der Bauwirte)
hielt am Sonntag nachmittag im Kath. Eesellenhaus ihre 3. ordentliche Generalversammlung ab. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats, Herr Amtsgerichtsrat Gilles, eröffnete die Versammlung, worauf der Vorsitzende des Vorstandes, Herr Schöpf, die Bilanz nebst Gewinn- und Verlustrechnung vom 31. Dezember 1932 verlas. Die Bilanz, die einen durchaus günstigen Vermögensstand ergibt, schließt in Aktiva und Passiva mit 313 744,04 Mark und die Eewinn- und Verlustrechnung mit 16 344,23 Mark ab. Der Mitgliederbestand betrug am Bilanztage 397. Das Genossen- schaftsguthaben beträgt 38103,60 Mark und die Eesamthafi- summe 39 700 Mark. Die Einzahlungen der Vauspam belaufen sich auf 252 187,23 Mark. Herr Schöpf erläuterte u. begründete die einzelnen Positionen des Abschlusses, wobei er darauf hinwies, daß die Bilanz nach den Vorschriften des Reichsamtes aufgestellt wurde, die besonderen Wert auf eine genügende Reservebildung legen. Als Reserve erscheinen in der Bilanz rund 21500 Mark. Durch diese Rückstellung ergab sich eine rechnungsmäßige Unterbilanz, die aber nicht durch besondere Einzahlungen gedeckt z« toWn’— braucht. Aus dem Bericht des Vorstandes ging hervor, daß infolge der Verschlechterung der Wirtschaftslage und durch die seit ca. 1% Jahr schwebenden Verhandlungen mildem Reichsaufsichtsamt zwecks Ueberleitung in eine Aktien-Eefell- schaft die Aufwärtsbewegung der Gruppe Fulda aufgehalten wurde. Auch die Einzahlungen fließen langsamer. Trotzdem konnten im vergangenen Jahre 6 Ablösungsdarlehen und 3 Baudarlehen mit einem Gesamtbeträge von 55 212,90 Mark und im neuen Jahre 3 weitere Darlehen vergeben werden. Der Vorsitzende des Aufsichtsrates teilte mit, daß im vergangenen Jahre 18 Sitzungen, meistens gemeinschaftlich mit dem Vorstand, stattfanden. Die Bücher wurden nicht nur vom Aufsichtsrat, sondern auch von einem besonderen Revisionsbeamten geprüft. Beanstandungen sind nicht zu verzeichnen. Nach Eingang des Bescheides über die Ueberleitung in eine Aktien-Eesellschaft und weiterer Unterlagen von Berlin und Bremen soll eine neue Vev sammlung einberufen werden. Die Bilanz sowie die Gewinn- und Verlustrechnung wurden mit großer Stimmenmehrheit angenommen und dem Vorstand Entlastung er- ■ teilt. Anstelle der bereits ausgeschiedenen Aufsichtsratsmit- | glieder Dietrich und Blackert aus Fulda sowie Kreß in Großenlüder wurden die Herren Herbert, Billert uni Diefenbach, sämtlich in Fulda, neugewählt.
*
Vom Ring der Vauwirte Fulda wird uns geschrieben: In der am 11. April beim Reichsaufsichtsamt stattgefundenen Senatssitzung wurde der Vauwirtring-Aktiengeseu- schaft Bremen die Erlaubnis zum Geschäftsbetrieb als Bausparkasse bedingungslos erteilt. Die Vauwirtring-Amen- gesellschaft gilt als sog. Dachgesellschaft von ca. 50 Bau- und Wirtschaftsgemeinschaften (Ring der Bauwirte), welcher auch die in Fulda bestehende Bau- und WirtBast^ gemeinschaft angeschlossen ist. Damit ist das nach meu als anderthalbjähriger Bemühung erstrebte Ziel enou»' erreicht und die bisher bestehende Unsicherheit in der sparbewegung des Ringes der Vauwirte beseitigt.
Das Wichtigste beim Kaffeekochen ist ein Ansatz öer guten Kaffeewürze Mühlen Rande