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Macdonald reist nach Amerika.

Zu Schuldcnbesprcchungen mit Roosevelt.

Englands Ministerpräsident Macdonald wird während der Osterferien des Londoner Parlaments nach Washington zu einem kurzen Besuch des Präsidenten Roosevelt fahren. Die Besprechung Macdonalds mit Roosevelt wird sich in erster Linie auf die grundlegende Frage der englisch-amerikanischen Beziehungen und die zukünftige Zusammenarbeit beim Wiederaufbau der Wirt­schaft und der Wiederherstellung des Vertrauens, dann weiterhin im einzelnen auf die Beziehungen zwischen Weltwirtschaftskonferenz und Schulden- r e g e l u n g von dem Gesichtspunkte aus erstrecken, die bestehenden recht großen Meinungsverschieden­heiten zu beseitigen und den baldigen Zusammentritt der Weltwirtschaftskonferenz sowie eine beschleunigte Regelung der Kriegsschulden herbeizuführen.

Die Landhilfe.

Zahlreiche Stellenangebote mangelnde Nachfrage.

Frankfurt a. M., 7. April. Die Werbung für die Land­hilfe ist in Hessen-Nassau sowohl wie im Freistaat Hessen in vollem Gange. Das Interesse bei der gesamten Bauern­schaft ist ein sehr reges. Aus einzelnen Arbeitsamtsbezir- ken im Bereich des Landesarbeitsamtes Hessen liegen auf­fallend viele Nachfragen der Bauernschaft nach Landhelfern vor. Die aus dem gesamten Bereich des Landesarbeits­amts vorliegenden Anträge können heute schon auf weit über Tausend geschätzt werden. Diesem großen Stellenange­bot steht aber merkwürdigerweise ein auffallender Mangel an verfügbaren Landhelfern gegenüber. Dies ist umso be­dauerlicher, als der Bezirk Hessen auch noch als Abgabe­bezirk für andere Arbeitsämter, jammern usw. in Aussicht genommen ist. Die Werbung sollte dadurch einen besonde­ren Anreiz bekommen, daß, wie wir erfahren, die bisheri­ge Bestimmung, wonach bei Wohlfahrtserwerbslosen die Gemeinde die Förderungssätze zu tragen hatte, umgewan­delt wird dahingehend, daß auch bei Wohlfahrtserwerbs- losen die Reichsanstalt die Förderungssätze trägt.,

Der Reichskanzler an Blesers Witwe.

Frankfurt a. M., 7. April. Die Witwe des von poli­tischen Gegnern ermordeten Höchster SS.-Scharführers Josef Bleser, Frau Katharina Elisabeth Bleser, hat vom nationalsozialistischen Führer und Reichskanzler Adolf Hitler folgendes Schreiben erhalten:

Berlin, den 29. März 1933.

Sehr verehrte Frau Bleser!

Von verschiedenen Reisen zurückgekehrt, wird mir die Liste derjenigen vorgelegt, welche neuerdings im Kampf um die deutsche Zukunft ihr Leben lassen mußten. Unter ihnen befindet sich auch Josef Bleser.

Mit aufrichtigstem Mitgefühl gedenke ich der Ange­hörigen. Ich weiß, daß jeder Versuch, Trost spenden zu wollen bei dem letzten und schweren Opfer, der Hin­gabe eines geliebten Menschen, vergeblich ist. Aber eine Versicherung kann ich Ihnen geben:

Jeder neue Tote soll uns Ueberlebende im Willen stärken, das Ziel mit umso größerer Entschlossenheit zu verfolgen, auf daß die Opfer nicht umsonst gebracht wur­den und ihre Namen einst genannt werden als diejeni­gen, die ihr Leben gaben, damit ein neues und besseres Deutschland erstehen konnte.

Mit aufrichtem Beileid:

Adolf Hitler.

Gesetz über den Deutschen Sparkassen- und Eiroverband.

Berlin, 7. April. Im Reichsgesetzblatt vom 6. April 1933 wird ein von der Reichsregierung beschlossenes Gesetz über den Deutschen Sparkassen- und Eiroverband in Berlin verkündet. Danach hat der Verband binnen drei Monaten seine Satzung der Reichsregierung zur Genehmigung vorzu­legen. Mit der Genehmigung der Satzung wird der Deutsche Sparkassen- und Eiroverband eine öffentliche Körperschaft des Deutschen Reiches. Der Verband steht unter Aufsicht der Reichsregierung. Die Verordnung ist mit dem 6. April in Kraft getreten.

Sitzung der Fuldaer Strafkammer.

Der 35jährige L. E. aus Dipperz war vom Amtsgericht Fulda wegen Diebstahls von 11 Stück Scheitholz im Walde zu 3 Monaten Gefängnis verurteilt worden. Gegen die­ses Urteil hatte er Berufung eingelegt, die jedoch von der Strafkammer Fulda verworfen wurde. Einige Zeit darauf stellte E. beim Landgericht Hanau den Antrag auf Wie­deraufnahme des Verfahrens in der betr. Strafsache. Die­sem Anträge wurde stattgegeben, so daß sich die Fuldaer Strafkammer nochmals mit dieser Angelegenheit beschäf­tigen mußte. Sie bestätigte das erstinstanzliche Urteil, zumal die neue Verhandlung denselben Tatbestand wie die früheren Verhandlungen ergeben hatte. Die Aussagen zweier von E. neu benannten Entlastungszeugen gingen weit auseinander.

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Wegen Beihilfe zum Sanddiebstahl war vom Amtsge­richt Hünfeld der wegen Diebstahls vorbestrafte 29jährige J. E. in Rasdorf zu 4 Monaten Gefängnis verurteilt wor­den. E. hatte gegen dieses Urteil Berufung eingelegt. In der Verhandlung vor der Strafkammer Fulda konnte dem Angeklagten die Beihilfe zum Diebstahl nicht ein­wandfrei nachgewiesen werden, so daß dem Anträge der Staatsanwaltschaft gemäß Freisprechung erfolgen mußte.

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Wegen fahrlässiger Körperverletzung und Uebertretung der Verkehrsvorschriften war vom Amtsgericht Fulda der 34jährige Kraftwagenführer W. B. aus Frankfurt a. M. zu 40 Mark Geldstrafe verurteilt worden. Seine Berufung gegen das Urteil war von der Strafkammer Fulda ver­worfen worden, da B. nicht zum Termin erschienen war. Infolge seines Antrages auf Wiedereinstellung des Ver­fahrens beschäftigte sich die Strafkammer in ihrer Sitzung am Donnerstag nochmals mit dieser Sache. Es handelt sich nm den Autounfall am 2. September v. Js., bei dem ein von Fulda kommender Radfahrer bei der Unterführung vor Bronnzell von dem ebenfalls von Fulda kommenden Lastzug des Angeklagten überholt und dabei schwer ver­letzt wurde. Der Radfahrer mußte über 18 Wochen im Krankenhaus zubringen. Die Berufung des Angeklagten Wurde verworfen.

Aus Hessen-Nassau und Nachbargebieten

Merkblatt für den 9. April.

1859: Der österreichische Generaloberst Josef Frhr. v. Roth-Limanowa in Wien geb. 1865: General Erich Ludendorff in Kronszewnia (Posen) geb. 1886: Der Dichter Viktor v. Scheffel in Karlsruhe gest. 1925: Der Verlagsbuchhändler Fritz Vaedecker in Leipzig gest.

Merkblatt für den 10. April.

1838: Der Geschichtsschreiber Gustav Doysen in Berlin geb. 1878: Der Großindustrielle Albert Borsig in Ber­lin gest. 1§24: Der Großindustrielle Hugo Stinnes in Berlin gest.

Liebe schwärmt auf allen Wegen, Treue wohnt für sich allein; Liebe kommt uns rasch entgegen, Aufge­sucht will Treue sein.

Wetterbericht.

An der Vorderseite des westeuropäischen Hochdruckge­biets bleibt das Wetter im Bereich einer ziemlich feuchten nördlichen Luftströmung vorwiegend trocken, aber noch vielfach wolkig und dunstig. Eine durchgreifende Aende­rung dieses Witterungscharakters ist noch nicht zu er­warten, wenn sich auch gelegentlich Aufheiterung einstellt. Vorhersage bis Samstag abend: In der Frühe vielfach dunstig oder neblig, sonst wolkig oder nur zeitweise auf­heiternd und im wesentlichen trocken, bei nördlichen Win­den nur mäßig warm. Witterungsaussichten für Sonn­tag: Wolkig bis aufheiternd und trocken, mittags recht mild.

* Fulda, den 8. April 1933.

Am Wochenende.

UeberallGleichschaltung" nur der April als unzu­verlässiger Begleiter stört sich nicht' daran. Er macht be­kanntlich, was er will, und wenn es ihm einfällt, läßt er uns Ostern hinterm geheizten Ofen feiern; die Hoffnung, daß es nach den verfrühten Sonnentagen im März nun in steiler Kurve in den Frühling gehen würde, hat sich leider nicht erfüllt. Wappnen wir uns daher in Geduld ein­mal wird es doch anders.

Die Ferien haben angefangen die Gemüter haben sich wieder etwas beruhigt. Das Schicksal der Abiturienten hat sich, wie in jedem Jahre, schon mehrere Wochen vor Ostern entschieden. Für alle anderen Jahrgänge der Schüler aber entscheidet sich erst am letzten Tage vor den Ferien die FrageVersetzt oder sitzengeblieben?" Letzter Schultag vor den Osterferien sozusagen zweischneidiges Schwert! Es ist nun eine merkwürdige Tatsache, daß dieschwarzen Schafe" mit den Vierern und Fünfern im Schulzeugnis im praktischen Leben selten versagen und es meistenszu etwas bringen", wahrend die Musterkindermit Eins und Zwei in sämtlichen Fächern" den hohen Erwartungen, die man an sie stellt, in vielen Fällen nicht entsprechen. Deshalb ist kein Grund zum Verzweifeln, wenn der Junge ein Jahr nachholen muß.

Da hatte übrigens die Stadtschule eine wunderschöne Schau von Zeichnungen und Handarbeiten ihrer Schüler gezeigt. Die Jungen zeigen sich in ihren Malereien ur­wüchsiger, origineller als die Mädchen, freilich sind die letz­teren mehr auf Sauberkeit der Ausführung bedacht,tif- teliger". Die Mädchen halten sich mehr an die gegebenen Vorlagen, an Art der Ausführung kann man leicht den Ur­heber als Jungen oder Mädchen erkennen. Auch einige Talente haben wir darunter gesehen, und im allgemeinen viel guten Willen und eigene Gedanken.

Jetzt beginnt für viele Schulentlassene auch der Kampf um die Lehrstelle. Die Lehrlinge finden schließlich eher noch ihre Meister als die Ausgelernten aber sie alle haben ihre Hoffnung auf das neue Deutschland gestellt, und man hat das Empfinden, daß diese Hoffnung nicht ver­gebens sein wird. Die neue Regierung denkt an alles und an Alle! Sogar die wiederauflebende Kitschindustrie mit ihren Hitlerbroschen und Hindenburgvasen und all den Greueln bekommt einen Dämpfer, und der Zeitgenosse mit gutem Geschmack kann wieder aufatmen. Wir denken noch mit Schrecken an den Kitsch der Kriegsjahre, so soll es nicht wieder werden, daß ein Wort oder ein Gedanke zu Tode gehetzt wird durch eine Kitschindustrie, die mit deutschem Wesen nichts zu tun hat. Auch die Titelsucht soll im neuen Deutschland verschwinden, jener lächerliche Hang, die Art der Beschäftigung nicht klar, sondern durch eine die Sache selbst verschleiernde, nach Amt und Würde riechende Be­zeichnung zu benennen. Ein Reichsgesetz hat beispielsweise vor 5 oder 6 Jahren die guten deutschen WörterEerichts- schreiber" undGerichtsschreiberei" durch die Bezeichnungen Urkundsbeamter der Geschäftsstelle" undGeschäftsstelle" ersetzt und es ist tatsächlich nur ein schlechterErsatz" für die alten guten Wörter.Gerichtsschreiber" oderRats- schreiber" klingen zu wenig, diese Bezeichnungen sind zu deutlich, man meint das Amt noch zu erhöhen, wenn man ihm das an sich nichts sagende SchildGeschäftsstelle" an­hängt. Adolf Hitler ist des Reiches Kanzler. Nach der Titelsucht der vergangenen Jahre hätte der Kanzler eigent­lich Anspruch auf den TitelHauptvollziehungsbeamter der Reichsstelle". Nun, wir hoffen, daß die neue Zeit nicht nur den Geist des Bureaukratismus zu ändern vermag, wir er­warten auch, daß die Sprache vor einer undeutschen Vureaukratisierung geschützt wird und wo es nötig ist, ge- reiniat wird.--

Am Heinrich von Vibraplatz tritt morgens punkt 7 Uhr der Arbeitsdienst an. Es erinnert den einen oder anderen ehemaligen Soldaten an die ferne Dienstzeit nur, daß es etwasgemütlicher" bei dem Arbeitsdienst zugeht. Den Leuten sieht man es an, wie froh sie find, wenigstens eini­germaßen sich nützlich machen zu können. Sie richten sich aus nach ihrem rotblonden, hochaufgeschossenen Flügel­mann, sie zählen ab dann marschieren die 40 Leute ihrem Arbeitsplatz zu. Punkt sieben stehen auch die Wohl­fahrtsarbeiter in der Schloßstraße u. nehmen ihre Tagesein­teilung in Empfang. Sonst ist es noch merklich still um diese Zeit in den Straßen Fuldas. Die unermüdliche Post ist natürlich schon munter, um %8 Uhr gibt es die ersten Postsachen. Abgesehen von den vielenVinnenbriefen" (falls Sie binnen dieser Frist Ihr Konto nicht beglichen haben, sehen wir uns zu unserem Bedauern . . .) bringt die Post z. Z. wieder einmal Kettenbriefe, astrologische Pro­phezeiungen und dergleichen. Man kann sich nicht wehren dagegen die einzige Waffe ist da ein umfangreicher, ge­fräßiger Papierkorb. Etwas anderes ist es allerdings mit den vielen unverlangt 'eingehenden Sendungen an Büchern und Gebrauchsartikeln man darf sie nicht vernichten oder verbrauchen ohne dafür zahlungspflichtig zu werden. Man läßt deshalb diese Sache liegen, hebt sie auf, damit sie ge­legentlich vom Absender in Empfang genommen werden können. Nun kommt auch wieder die Flut der Ofterfarten,

es ist damit so, wie mit den Neujahrs- und Weihnacht- wünschen: man legt keinen Wert auf den Gruß von Tam- Josefine oder vom Vetter Johann aber wenn die Eriik-o ausbleiben, ärgert man sich doch. Im übrigen merkt man auch an sonstigen Kleinigkeiten, daß Ostern nahe vor Tür steht. Die Schuhläden sind zeitweise überfüllt Konfektion hat zu tun Konfitüren, Ostereier und Has«, gehen reißend ab. Ueberfüllt ist der Buttermarkt. St­immer vor einem Fest sind Butter und Eier etwas ano« zogen im Preis. Auch von den Bauersleuten im Fulda« Lande wird erwartet, daß sie bei ihren Einkäufen nun auch in erster Linie die alten Fuldaer Firmen berücksichtigen Es ist nicht der Sinn der gesetzlichen Vauernhilfe, daß bié gestärkte Kaufkraft auf dem Lande den ortsfremden Konr zernen und Großbetrieben zugute kommt. Ein Hand wäscht die andere. Der Städter muß jetzt wegen der Landwirt- schaft die erhöhten Preise für Fett etc. hinlegen, dafür er­wartet er eine weitgehende Solidarität der Landleute mit dem Kleingewerbebetreibenden in der Stadt. Es wäre nützlich, bei den kleinen Bauern durch eine Umfrage festem stellen, wie sich die Reichshilfe im kleinen Betrieb auswirft denn die Staatshilfe soll doch in erster Linie auch den Kleinbetrieben eine wirkliche wirksame Hilfe sein.

Palmarum bringt uns den Beginn der stillen Woche, für Ostern ist wärmeres Wetter prophezeit worden, damit nichts dem alten Brauch im Wege liegt

Jeder sonnt sich heute so gern.

Sie feiern Auferstehung des Herrn, Denn sie sind selber auferstanden; Aus niedriger Häuser dumpfen Gemächern, Aus Handwerks- und Eewerbebanden, Aus dem Druck von Giebeln und Dächern

(Goethes Faust)

A. M.

Tagesordnung für die Sitzung der Stadtverordneten-Berfammlung am Mittwoch, den 12. April 1933, 17 Uhr.

1. Wahl eines Mitglieds und eines Stellvertreters in den Verbandsausschuß des Elektrozweckverbands Mittel­deutschland. B. E. Herr Stadtverordneter A. Schmitt.

2. Bestimmung des Ausschusses, der dem Haushaltsplan vorberaten soll. B. E. Herr Stadtverordneter Heidt.

3. Erundstückstausch am Kalvarienberg zur Anlage eines Promenadenweges. B. E. Herr Stadtverordneter Taubel.

4. Erundstückstausch zum Ausbau der Verbindungs­straße zwischen der Leipziger Straße und der Wittichstraße. V. E. Herr Stadtverordneter Wagner.

5. Festsetzung des Fsuchtlinienplanes für das Gelände östlich und südlich vom mittleren städtischen Friedhof B. E. Herr Stadtverordneter Grosch.

6. Festsetzung eines neuen Fluchtlinienplanes für das Gelände zwischen der Leipziger Straße, der Wittichstraße und der Frankfurt-Bebraer Eisenbahn sowie Aufhebung des bestehenden Fluchtlinienplanes für diesen Stadtteil. V. E. Her Stadtverordneter Schönherr.

7. Anträge der Stadtverordnetenfraktion der National­sozialistischen Deutschen Arbeiter-Partei:

1. In Anbetracht der großen Verdienste des Herrn ReiU- präsidenten v. Hindenburg und des Herrn Reichskanz­lers Adolf Hitler um die Wiedergeburt des Deutschen Volkes beschließt die Stadtverordnetenversammlung, diesen das Ehrenbürgerrecht der Stadt Fulda zu ver­leihen.,

2. In Anbetracht der großen Verdienste des Herrn Reichs­präsidenten v. Hindenburg und des Herrn Reichskanz­lers Adolf Hitler um die Wiedergeburt des Deutschen Volkes beschließt die Stadtverordnetenversammlung, die Bahnhofstraße in Hindenburgstraße und den Friedrichs­markt in Adolf Hitler-Platz zur bleibenden Erinne­rung an die große Zeit umzubenennen.

3. Zur Untersuchung aller während der letzten 14 Zahn getätigten Geschäfte bei der Stadtverwaltung wird ein Untersuchungsausschuß eingesetzt.

Die Stadtverordnetenversammlung beschließt, unB züglich einen Untersuchungsausschuß einzusetzen.

Warnung vor Ankauf oder Umtausch von Angestellten-

Versicherungsmarken.

Bei einem Postamt in der Nähe von Offenbach a. wurden eine ganze Menge Angestelltenversicherungs' marken verschiedenster Geldwerte der neuen Ausgabe ent­wendet. Bei verdächtigen Wahrnehmungen (Anträge» auf Umtausch gegen bar usw.) wolle die Person angehalten und die hiesige Kriminalpolizei sofort verständigt werden.

Kampfbund des gewerblichen Mittelstandes.

Uns wird geschrieben:

Am 25. März wurde in Fulda, wie in vielen anderen Städten schon früher, die Gründung einer Ortsgruppe des Kampfbundes des gewerbl. Mittelstandes" vollzogen. Be­reits am 5. April wurde den Obermeistern der Innungen Gelegenheit gegeben, sich über den Kampfbund zu orien­tieren. Die hierfür im Handwerksamt einberufene Ber- sammlung gab Zeugnis davon, daß auch im Handwerk W starke Kräfte zur Mitarbeit bereit sind. Es ist ferner oe- abstchtigt, in der Zeit vom 18.29. 4. in sämtlichen Innun­gen eine rege Werbetätigkeit zu entfalten, die durch ein groß angelegte Kundgebung von Handwerk und Kewerve gegen Monatsende ihren Beweis an die Oeffentlichken er­bringen soll. Kreiskampfbundführer des geiperbW Mittelstandes ist Malermeister Ernst Werner in ^uM, Leipzigerstr. 32, für den gesamten Kreis Fulda, wohin auch evtl. Anfragen zu richten sind.

_ Apothekendienst. .

Nacht- und Sonntagsdienst ab heute abend 8 J' Karfreitag vormittag 8 Uhr: Engelrodapotheke und apotheke. Von Karfreitag abend 8 Uhr bis Samstag ein­schließlich: Hofapotheke zum Schwan und Hirschapothere.

Verkaufsfreier Sonntag.

Die hiesigen Handelsgeschäfte sind am morgigen Sonnta von 1113 Uhr geöffnet.

, Keine Partespolitik imStahlhelm". .

Die Gau- und Kreisführer des Stahlhelm. _ Frontsoldaten, Landesverband Groß-Hessen, geben in ,..< gemeinsamen Erklärung bekannt, daß sie unerschw^.

Jetzt sollten sie sich einen Foto-ApP^f zulegen. Gehen Sie zu Fauls«0 ' dort werden Sie gut bedient.