Net Aufbau des ArbeiiS-iensteS.
Dreizehn Bezirke in Deutschland.
An einer Chefbcsprcchuug in der Reichskanzlei über Fragen der Arbeitsdien st Pf licht und der u g e u d c r t ü ch t i g u n g waren die meisten Mit âder des Reichskabinetts, die Staatssekretäre der zu- «âiidigen Ministerien und eine Reihe von Referenten beteiligt. Der Reichsarbeitsminister hat für diese Be- sorcchnng einen Entwurf über die künftige Gliede- ang des Arbeitsdienstes und die Jugendertüchtigung ^rqclcgh wonach 13 Arbeitsdicn st bezirke in Deutschland geschaffen werden sollen.
Im Reichsarbeitsministerium soll durch die Erllett- nunq des Obersten a. D. Hierl, der der NSDAP, an- gehört, zum- Staatssekretär für nationale Jugend- crziehung neben den bisherigen Abteilungen unter Lei- E des Staatssekretärs Krohn eine neue Abteilung ^.schaffen werden, die vier Unterabteilungen erhalten soll, und zwar 1. für den Arbeitsdienst, unter Führung des Stahlhelmführers Mahnken, 2. für den Sport, 3. für Erziehungsfragen, und 4. für Jugendhilfe. Unabhängig davon untersteht dem Reichsarbeitsminister direkt der Präsident des Reichskuratoriums für Jugendertüchtigung, Major a. D. v. Neufville. Die dreizehn Arbeitsdienst bezirke umfassen Ostpreußen, Pommern, Mecklenburg mit Schleswig-Holstein, Brandenburg and Grenzmark, Schlesien, Sachsen, Mitteldeutschland, Hessen, Baden-Württemberg, Hannover-Oldenburg, Westfalen, Rheinland und Bayern. Sie halten sich also nicht in allen Punkten an die Provintialgremen in Preußen ober an die Ländergrenzen.
Mzosen beschlagnahmen den deutschen Schlepper „Seefalke".
Französische Märchen.
Der deutsche Schlepper „Scefalkc", der der Bugsier-, Reederei- und Bergungs-AG. in Hamburg gehört, ist in Donarnenez beschlagnahmt worden, weil er einen angeblich in französischen Hoheitsgewässern gestrandeten norwe» gischenDampfer geborgen und nach Brest abgeschleppt hat. Der Schlepper wurde mit einer Million Franc Strafe belegt. Die Reederei des Schleppers hat sofort bei der Reichsregicrung Schritte zur Beilegung des Zwischenfalles getan. Außerdem ist der Direktor der Gesellschaft sofort nach Paris gefahren, um mit den französischen Schifsahrtsbehördeu die Angelegenheit möglichst bald zu bereinigen. Der Schlepper „Seefalke" ist eines der leistungsfähigsten Bergungsfahrzeuge. Er hat im Laufe der letzten Jahre manche Großtat zur See vollbracht, die ihm das Lob aller seefahrenden Nationen eingebracht hat.
Ein Berichterstatter des „Matin" teilt mit, daß die Beschlagnahme des deutschen Schleppers auf Grund des französischen Seerechts erfolgt sei, weil der „Seefalke" ohne Erlaubnis in französischen Gewässern operiert habe. Der „Seefalke" habe schon häufiger die Aufmerksamkeit der französischen Marinebehörden erweckt. In einem Geheimbericht über den französischen Seespionagedienst soll es u. a. heißen: „Die Besatzung des „Seefalkè" setzt sich ausschließlich aus jungen Leuten zusammen, und es besteht deshalb die Vermutung, daß es sich um
deutsche Seeoffiziere
handelt. Wenn Douarnenez auch sehr viel Gelegenheit bietet, Schiffen guâ Seenot zu helfen, so darf man doch nicht vergessen, daß es sich um eine französische Flottenbasis handelt, wo die französischen Kriegsschiffe ihre See- tüchtigkeitsprüfung a?legen, und wo Torpedolancier- manöver durchgeführt werden. Eine genaue Kenntnis der Gegend erlaubt in Kriegszeiten mit Leichtigkeit, eine Spionagebasis herzustellen."
Vermischte Nachrichten
Hindenburg und Hitler in einer Reihe weiterer Städte zu Ehrenbürgern ernannt.
Berlin. In Marburg, Münster «Westfalens und Brandenburg wurden Hindenburg und Hitler von den ncugewäblten Ztadtparlamenten zu Ehrenbürgern ernannt. Neben der Wit Westerland haben auch die Nordseebäder Kämpen und Wenningstedt den Reichspräsidenten und den Reichskanzler W Ehrenbürgern ernannt.
Ausschaltung jüdischer Notare.
Berlin. Der kommissarische preußische Justizminister
"l ersuchte in einer Verfügung sämtliche preußischen ^berlandesgerichtspräsidenten und Landgerichtspräsidenten. , n indischen Notaren in ihrer» eigenen Interesse dringend zu empfehlen, sich bis aus weiteres der Ausübung ihres Amtes w enthalten.
Das Gesetz über Betriebsvertretungen erschienen.
Berlin. Im Reichsanzeiger wird nunmehr Vas Gesetz .Betriebsberlretungen und wirtschaftliche Vereinigungen" dem 4. April veröffentlich«.
Vorsitzender der Deutschen Studentenschaft ins Reichsinuen- ministerium berufen.
rihn Gorlin. Der Reichsminister des Innern hat den Bor- hn k der Deutschen Studentenschaft, cand. Phil. Ger-
Krüger, als Hilfsreferenten zur besonderen Ver- ?una in allgemeinen Studentenangelcgenheilen in das âlchsministerium des Innern berufen
. -dertin. Wie die NSBO. mitteilt, ist geplant, den 1. Mai " ganz Deutschland als „Tag der deutschen Arbeit" zu begehen.
„Tag der deutschen Arbeit" am 1. Mai. Berlin. Wie die NSBQ mitteilt, ist «epi "WZ Deutschland als „Taa der deutschen Ar
Wrzesinski für 90 Sitzungsiage vom Preußischen Landtag ausgeschlossen.
«Min. Der sozialdemokratische preußische Landtags- sMeordnete und frühere Innenminister Grzesinsli, der in der S"ngsützuüg des Landtages nnentschuldigt fehlte, hat sich 0S.M der neuen Geschäftsordnung für 90 Sitzungstage wâ'wlossen. Da der Landtag voraussichtlich in der gegen-
Wahlperiode insgesamt kaum 90 Vollsitzungen ab- bei ^d, ist Grzesinskis Mandat praktisch für die sozial- snmi ^1^ Fraktion während der nächsten vier Jahre der-
Sprengstofsunv bei Bielefeld.
s,„,^ielefeld. Im benachbarten Quelle wurde in einem ^ieiu’ Sh«» »".Sprengstofflager entdeckt, das 40 bis 45 Pfund enthielt, die wahrscheinlich aus Diebstählen hcr-
Auf der Flücht erschossen.
doi einem Fluchtversuch wuror uti ^a-nued sich im'of "ichossen. Jaros, der Kommunist war, befand batte Gerichtsgefängnis in Untersâchungshaft. Er ^iuibach -^0«: im August 1931 den SS. Mann Grobe aus "schonen zu haben.
^ Waffen und Munitivnsfnnde in Essen.
Killet iVm ?^^tieil Segeroth wurde bei einer Familie ^asscu«^.^"" iwven des 'Taubenschlages ein Sprengstoff- und ^usgehoben. Es wurden ii a. beschlagnahmt:
U Marin, Handgranaten, 10 Sprengkapseln, 7 Pistolen, ...... ^MM' Ml âMWM W^M
Aus Hessen-Nassau und Nachbargebieten
Merkblatt für den 6. April.
1520: Der Maler Raffael Santi in Rom gest. — 1528: Albrecht Dürer in Nürnberg gest. — 1870: Der Komponist Oskar Strauß in Wien geb.
Denn der Mensch bemerkt an jedem Tage mehr, daß er eines der unvollkommensten und meistbegrenzten Wesen der Schöpfung ist. M a u r i c e M a e t e r l i n ck.
Wetterbericht.
Durch die Zufuhr polarer Kaltluft steigt über Mittel- und Ostdeutschland der Luftdruck kräftig an, wodurch das über Westfrankreich liegende Hochdruckgebiet sich mehr nach, dem Festland herein ausbreitet. Unser Bezirk gelangt dabei langsam an die Rückseite dieses Hochs, wo dann wieder mehr aufgeheitertes Wetter als bisher zu erwarten ist. — Vorhersage bis Mittwoch abend: Zunächst noch stärker bewölkt, späterhin mehr aufheiternd, im wesentlichen trocken, bei nördlichen, später mehr nordöstlichen Winden Abkühlung. — Witterungsaussichten für Donnerstag: Im wesentlichen trockenes und heiteres Wetter, bei nordöstlichen bis östlichen Winden Temperaturgegensätze zwischen Tag und Nacht sich wieder verstärkend.
* Fulda, den 5. April 1933.
Jubiläumskonzert des Leberschen Konservatoriums.
Das gestern abend im Bürgervereinssaale veranstaltete Konzert anläßlich des 25jährigen! Bestehens des E. Leberschen Konservatoriums war ein voller Erfolg für die Leitung des genannten Instituts. In unserer freudearmen Zeit war das Gebotene für die Hörer ein wirklicher Genuß. Das Programm, durchweg klassisch, mit Namen wie Torelli, der Führer der römischen Geigerkunst aus dem 17. Jahrhundert, dann unsere großen deutschen Meister, wie Mozart, Händel, Beethoven, Brahms usw., zeugte von sorgfältiger Auswahl durch die Konzertleitung. Starker, anhaltender Beifall und zahlreiche Vlumenspenden waren verdiente Anerkennungen für die hochstehenden Leistungen. Den gesanglichen Teil bestritt Lulu Rotter. Mit ihrem vollen Sopran, ausreichend für den größten Konzertsaal, in den höchsten Lagen noch äußerst rein und klangvoll, aber auch nach unten hin weittragend, sang sie sich schnell in die Herzen ihrer Zuhörer ein. Leni Leber am Klavier war wie immer als Solistin wie auch als Begleitpartnerin gleich gut. Feine Empfindung und prächtige Interpretation sind die Merkmale ihrer Kunst. Als Letzter, aber den beiden Vorgenannten ebenbürtig, sei Otto F ü r st, der Leiter des Orchesters, genannt. Wer mit einer Schüler- klasse Mozart so bringt, wie wir es gestern abend hören durften, muß über viel musikalisches Gefühl verfügen. Auch als Solist zeigte sich Otto Fürst als Meister der Geige. Sein Scherzo in B-dur wie die Ballade und Polonaise für Violine bewiesen besonders sein technisches Können. Das Corelli- sche Conzerto-grosso in D-dur gab verschiedenen Schülern gute Gelegenheit, ihre solistische Fähigkeiten herauszustellen.
Ein kleiner Wermutstropfen fällt in den Freudenbecher. Der verdienstvolle Gründer des Konservatoriums hat den Ehrentag seines Instituts nicht mehr erleben können. Aber sein Geist war es, der dem gestrigen! Konzert Inhalt gab. Wer Gottlieb Leber gekannt hat, diesen tüchtigen Chor- und Konzertleiter, der gewissenhaft und bis ins kleinste, nichts durchgehen lassend, alle seine Aufführungen vorbereitete, wird dies bestätigen. Und der gestrige Abend ist ein Beweis dafür, daß die Leitung des Konservatoriums im Sinne des Verewigten weiiergearbeitet hat und weiterarbeitet. Zu dieser' Weiterarbeit für das nächste Viertel- jahrhundert auch unsere besten Wünsche! —r.
Großreinemachen.
Vor Ostern gibt es in jedem Jahre das Großreinemachen. Es steht natürlich mit dem Osterfest in Verbindung, aber man könnte es vielleicht richtiger als ein Frühlingsreinemachen bezeichnen. Wie der Frühling draußen in der Natur alles wegräumt, was an den Winter erinnert, um Platz zu schaffen für Werdendes, für Neues, so sorgen im Hause die Hausfrau und ihre Gehilfinnen für eine schöne Neugestaltung der Wohnung, auf daß auch sie sozusagen lenzlich erscheine. Ohne einige Störungen der Hausordnung pflegt das nicht abzugehen, Störungen, die sich über Tage erstrecken können, und unter denen besonders die männlichen Mitglieder der Familie ein bißchen zu leiden haben. Der Ehemann pflegt daher dem Großreinemachen nicht eben freundlich gegenüberzustehen: er wird hin und her geschoben und gestoßen wie irgendein Möbelstück, findet keine einzige von den Sachen, die er dringend braucht, und die er sich so ordentlich zurechtgelegt hatte, bekommt wenig oder gar nichts, mindestens aber „nichts Vernünftiges" zu essen, und wird schließlich aufgefordert, sich lieber draußen nmzusehen als in den Stuben nutzlos herumzustehen.
Trotz dieser Unbequemlichkeiten ist das Großreine- machen auch im Interesse des Hausherrn und der erwachsenen Herren Söhne — von den schulpflichtigen Jungen gar nicht erst zu reden — eine Notwendigkeit, eine harte Notwendigkeit, aber inimerhin eine Notwendigkeit. Die Hausfrauen aber sollten sich sagen lassen, daß man, wenn man schon großreinemacht, alles, aber auch restlos alles alte Gerümpel aus dem Hause entfernen muß. Es gibt Hausfrauen, die alles, was jemals im Hause Verwendung gefunden hatte, in Mottenkisten, Säcken, auf Hängeböden usw. aufbewahren, auch wenn sic genau wissen, daß es nie wieder gebraucht werden kann. Sie schaffen auf diese Weise künstliche „Staubfänger" und züchten Ungeziefer. Darum sollte beim Großreinemachen alles, aber 'auch restlos alles, was nicht mehr verwendungsfähig und was noch „schöne Erinnerung" ist, weggeschafft werden. Weg mit dem alten Trödel — ohne Mitleid und ohne Bedauern!
Und noch ein Wort, an die großreinemachenden Hausfrauen und ihr Hilfspersonal? Da man beim Reine machen and) Putzzeug verwendet, das verkehrt angewandt gewisse Gefahren mit sich bringen kann, sollte man in der Hast der Arbeit doppelt vorsichtig sein. Und außerdem sollten die Neinemacherinnen, wenn sie auf hohen Hausleitern an Fenstern herumputzen, sich festbinden und die Leitern sichern, damit sie nicht aus dem Fenster auf die Straße oder auf den Hof fallen, was bei so scharfer Arbeit nicht selten vorkommt. Das alles Und noch einiges ist zu beachten. Und nun kann, dem unwirschen Hausherrn zum Trotz, das Großreinemachen beginnen!
Fuldaer Buttermarkt
Auf dem heutigen Vuttermarkt kostete das Pfund Land- üntter 140 und 1,20, Eier wurden mit 7 Pfennig bezahlt,
Der April im Bauernwort.
Das Volk hat für jeden Monat des Jahres besondere bedeutungsvolle Tage für die Vorhersage des Wetters, die sogenannten Lostage. Daran schließen die Bauernregeln an, die meist in gereimten Zwei- und Vierzeilern niedergelegt sind. Der April hat fünf Lostage, die auf den 14., 23., 24., 25 und 28. des Monats fallen. Auf Tiburtius (14. April) sollen alle Felder grünen. An Tiburtius der Kuckuck schreien muß. Kommt Tiburtius mit Schall, bringt er Gauch und Nachtigall. Der Hauptlostag im April ist der Tag von St. Georgius (23. April), des heiligen Ritters und Drachentöters. Gewitter vorm St. Ge- orgitag, ein kühles Jahr bedeuten mag; regnet's vor dem Eeorgitag, währt noch lang des Regens Plag. Sind an Georgi die Reben noch blutt und blind, soll sich freuen drob Mann, Weib und Kind. Ist Georgi warm und schön, wird man noch rauhes Wetter sehn. Georgi wird in den Bauernregeln no«h gern mit anderen Tagen im Jahr verglichen: Jörg und Fidele (24. April) vertreibt's letzte Schneele. So lang vor oder nach Georgi die Schlehen blühen, so lang vor oder nach Jakobi (25. April) fällt die Ernte. An Georgi soll sich eim Rabe im Samen (Wintersaat) verstecken können, an Walpurgis (1. Mai) ein Wolf. Der Eeorgitag war in früheren Zeiten Ziel- und Zinstag. Daher der Spruch: Jörg und Mark's bringen oft noch was Arg's, das heißt Wechsel und fällige Zinsen, mitunter auch Kälterückschläge, Markustag (25. April) zeigt überhaupt nanches an. Wenn die Krähe am Markustag im Korn sich verstecken mag, gibt's fürwahr ein gutes Jahr. — Markus Sonnenschein bringt viel Korn und Wein. Friert's in der Markusnacht nicht, schaden die Herbstfröste nicht. Quakt der Frosch an Markus viel, schweigt er dafür nachher still. Zu des Monats Ende kommt Vitalis im Kalender. Da soll es mild sein, denn: Friert's am Tag vor St. Vital (28. April), friert es wohl noch fünfzigmal.
Das Finanzamt Fulda
teilt uns mit, daß die Finanzkasse in Fulda am 6. und 7. April 1933 wegen Jahresabschlußarbeiten für den Verkehr mit dem Publikum geschlossen bleibt.
Seinen 75. Geburtstag feiert heute bei guter körperlicher Rüstigkeit und geistiger Frische Herr Carl Traut, Königstraße 10.
Auszahlung der Fürsorgeunterstützungen in der Osterwoche.
Infolge der Osterfeiertage muß nachstehende Verschiebung der Auszahlung der Unterstützungen eintreten: Samstag, den 8. April 1933, für Kleinrentner; Montag, den 10. April 1933, für Kriegsbeschädigte und Kriegerhinterbliebene (Zusatzrenten); Dienstag, den 11. April 1933, für Sozialrentner; Mittwoch, den 12. April 1933, für Wohlfahrtserwerbslose und Zusatzunterstützungsempfänger. Die Auszahlungszeiten sind wie seither und sind genau einzuhalten.
50 Jahre Bund Deutscher Bibcltreisc.
Zu Pfingsten begeht der Bund Deutscher Bibelkreise mit einem großen Reichszeltlager die Feier seines 50jährigen Bestehens. Der Bund umfaßt heute in 21 Landesverbänden mit 505 Kreisen etwa 17 000 höhere Schüler. Ihm sind weiter die evangelischen Jungenschaften in Elsaß- Lothringen, Danzig, der Deutschen Schweiz, in Oesterreich und Siebenbürgen angeschlossen. Das Ziel des Bundes ist, Jungen zu erziehen, die bereit sind, ihr Leben aus dem Geiste des Evangeliums zu gestalten und die in der Bundesgemeinschaft lernen sollen, sich recht für Die Anforderungen des späteren Lebens zu rüsten. Auf Fahrten und Lagern, die alljährlich die Jungenschaft in die deutsche Heimat und zu den Brüdern im Grenz- und Ausland führen, auf Heimabenden und Festen, in Schule und Elternhaus sollen die Jungen lernen, ihre Pflicht zu tun aus letzter Verantwortung heraus, die aus dem Bewußtsein erwächst, daß Gott sie in diesen Beruf hineingestellt hat. Aus diesem Geist heraus soll auch das Festlager zu Pfingsten in der Brackweder Senne gestaltet werden, zu dem man mehrere tausend Jungen aus allen deutschen Gauen erwartet.
Die Bereinigung ehem. 81er Fulda u. Umg.
hielt am Sonntag im Lindenhof eine -Vierteljahresver- sammlung ab. Nach kurzer Begrüßung durch den Vorsitzenden, Kamerad Kaufhold, wurde darauf hingewiesen, daß der Tag der Wiedersehensfeier und der Einweihung des Denkmals für die Toten des Weltkrieges vom Aktiven-, Reserve- und Landwehr-Jnfanterie-Regiment Nr. 81 und dessen Kriegsformationen Jnf.-Regt. 186, 365 und 390 sowie Res. Jnf.-Regt. 223 und 253 an Pfingsten 1933 in Frankfurt a. M. in greifbare Nähe gerückt sei. Frühere Angehörige des Jnf.-Regts. Nr. 81 oder dessen Kriegs- formationen, die nicht der Fuldaer Vereinigung angeboren und die an der Denkmalseinweihung und der Wiedersehensfeier teilnehmen wollen, werden gebeten, sich bis spätestens 20. April bei dem Vorsitzenden zu melden. Da bekanntlich früher ein Bataillon des Jnf.-Regts. 81 acht Jahre in Fulda aarnisoniert war, wird eine zahlreiche Be- teiliaung erwartet. Die fünf Kriegsfahnen des Regiments werden von der Traditionskompagnie aus Kassel mitgebracht. Das einzuweihende Denkmal ist ein 10 Meter hoher Pfeiler aus blau-grauem Lahn-Marmor, gekrönt von einem Eisernen Kreuz. Der Denkmalsfonds des Bundes ehem. 81er betrug 11 014 Mark. — Die letzte Versammlung vor der Denkmalseinweihung findet am 20. Mai statt.
Wiedersehensfeier ehem. 144er am 2. Juli d. J. in Mainz„
Die ehem. Angehörigen des Jnf.-Regts. 144 veranstalten am 2. Juli in Mainz eine Wiedersehens-Feier für die Kameraden im Bezirke der Landesgruppcn Freistaat Hessen, Hessen-Nass., Rheinld., Saargebiet u. der Ortsgruppe Frankfurt a. M. Der Bund ehem. 144er erichtcte im Mai v. J. in Mühlheim-Ruhr seinen 3165 Gefallenen ein Ehrenmal. Das Jnf.-Regt. 144 war bekanntlich der erste deutsche Trup- penteil, der 1914 mit französischen' Truppen ins Gefecht kam, und der letzte Truppenteil, der 1918 die Maas überschritt. Auskunft erteilt Kamerad Heinz Pfeiffer, Nidda, Schillerstratze 14.
Rosenberg spricht im Rundfunk.
Am 6. April spricht Alfred Rosenberg, der Hauptschriftleiter des „Völkischen Beobachters", zur „Stunde der Nation" (19.00 Uhr) über den Deutschlandsender zum Thema „Der deutsche Mythus".
^^ Went! ihr Radio Dient mehr ordentlich
arbeitet, wird er bei I" 8 U I S f ! C h
1 ■ schnell und gut in Ordnung gebracht.