Blättern ist auch jetzt wieder die „Freie Presse" die gehässigste und verlogenste im Kampf gegen das neue Deutschland. In ihrem Haß hat sie sich jetzt sogar dazu bereit gefunden, den von jüdischen Geschäftsleuten in Straßburg, Mülhausen, Colmar und Metz proklamierten Boykott gegen deutsche Waren dadurch zu unterstützen, daß'sie einen eigenen Aufruf an die elsässische Arbeiterschaft veröffentlicht. Dieser Aufruf wird bei der Bevölkerung den gleichen Mißerfolg haben, wie die Hetze anderer Blätter gegen die Gastspiele reichsdeutscher Theater in Straßburg und Colmar.
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Der Sieg -er Disziplin.
Einen Tag nur währte der von den Nationalsozialisten eingeleitete und bis in den letzten Winkel Deutschlands hinein organisierte Kampf gegen die Greuelhetze des Auslandes. Es war ein Kampfestag, wie ihn Deutschland noch nie gesehen hat, wie ihn aber auch die Welt noch niemals von draußen her beobachten konnte. Und dieser Kampftag war — an diesem historischen Sinn der deutschen Abwehr sollte nicht vorübergegangen werden! — der Bismarcktag.
Und schließlich war es ein Tag der einheitlichen und festgeschlossenen Volksbewegung. Zu tief war in alle Schichten des deutschen Volkes die Erregung eingedrungen darüber, daß man im Ausland es fertig brachte, mit Lügen und Verleumdungen das zu beschmutzen, was wir als nationale Erhebung sahen und mit tiefster, innerlicher und äußerer Freude erlebten. Die Abwehr hiergegen, der Wille, einer Welt zu zeigen, daß wir dieses unser Erleben nicht bösartig begeifern lassen, zwang uns alle dazu, zu der einzigen Waffe zu greifen, die uns in diesem Kampf gegen die Hetze und Verleumdung blieb, zum Boykott gegen die Artgenoffen jener, die draußen mit wüstesten Beschimpfungen, mit Lügen und schlecht ersonnenen Märchen den Kampf gegen das Deutschland der nationalen Erhebung eröffnet haben.
Breit und allumfaffend war die Volksbewegung, die sich am Bismarcktag im Boykott der jüdischen Geschäfte, Rechtsanwälte, Ärzte usw. zum Ausdruck und zum Durchbruch gebrachbhat. Gerade weil sie so allgemein war, weil sie aus dem Innersten des Volkes entstand, hätte sie auch leicht über das Ziel hinausschießen können, das sie. sich gesteckt hatte und das ihr von der Leitung gesteckt worden war. Vielleicht haben die Veranstalter der Greuelhetze im Ausland auch geradezu darauf gehofft, daß sich diese Boykottbewegung nicht innerhalb der ihr von vornherein gezogenen Grenzen halten würde, um dann mit wildem Triumphgeschrei über das deutsche „Barbarentum" herzufallen. Darauf aber haben die Drahtzieher der Greuelhetze im Ausland vergeblich gewartet und sie sind heute um eine Hoffnung ärmer. Wird man sich nun draußen entschließen, endlich auch hierin der Wahrheit die Ehre zu geben? Geschieht dies immer noch nicht, geschieht dies nicht sehr bald und in deutlicher Form, dann ist das deutsche Volk willens und bereit, den Kampf zum Schutz seiner Ehre weiter; »führen.
„Kultur" schrie man und gemeint war — die Prov ision ! Ist es nicht geradezu erschreckend, daß in einem Zeitalter weltumspannender Technik und schnellster Nachrichtenübermittlung Deutschland plötzlich zu einer Art „dunkelsten Afrikas" wurde und entsprechende Lügen geradezu eine Art Maffenpsychose im Ausland hervor- riefen! In einer Zeit, die den Raum von ein paar hundert Kilometern in Sekunden zu überwinden vermag und nicht zuletzt Deutschland das Seine zu diesem Aneinanderrücken der Völker beizutragen versucht hat, wird unbesehen, fast besinnungslos geglaubt, finden große Versammlungen und Demonstrationen statt, ohne das zu fordern, was von vornherein verlangt werden mußte: Beweise nämlich! Aber nicht einmal zu dieser primitiven Selbstverständlichkeit konnten sich die Drahtzieher der antideutschen Hetze aufraffen und — wollten es auch gär nicht tun. Denn dann wären sie ja in die allergrößte Verlegenheit gekommen!
Und das alles haben wir Deutsche mit Entsetzen und mit steigender Erbitterung feststellen müssen. Den landesverräterischen „Emigranten", die von niemand zur „Flucht" aus Deutschland genötigt worden waren, schenkte man eilfertig Glauben oder tat doch wenigstens so. Ein wildes Geschrei wurde darüber erhoben, daß das deutsche Volk sich entschloß, .das Haus zu säubern und umzugestalten, in dem es wohnt. In aller Ruhe geschah dies und in aller Ruhe wird dies weiter geschehen, — aber auch in aller Disziplin, wie fiF der Kampf um eine große Sache verlangen darf.
Nicht wir Deutsche waren es, die diesen Kampf etwa vom Zaume brachen. „Nichtswürdig ist die Nation, die nicht ihr alles freudig setzt an i h r e E h r e", — und darum muß dieser Kampf auch mit scharfen Waffen geführt werden. Auf Proteste und Gegenerklärungen, auf warheitsgemäße Schilderungen in Deutschland lebender Ausländer hat man draußen noch mit einer Verstärkung der Greulhetze geantwortet, — da mußte eben erst das ganze deutsche Volk auf den Kampfplatz treten, um mit scharfen, aber ehrlichen Waffen für sein Recht und für seine Ehre zu fechten.
Schon spüren wir den Erfolg. Schon hören wir vom Ausland her sich rasch vermehrende Stimmen, die sich gegen die Greuelhetze wenden. Sie müssen aber noch lauter, noch zahlreicher werden, bis ein voller Sieg von uns und für uns errungen ist. Wir wissen aus schmerzlichster Erfahrung, wie lange und umfassend das Gift der antideutschen Greuelpropaganda während des Weltkrieges und nach ihm gewirkt hat; noch immer sind die letzten Spuren davon nicht ganzausgetilgt. Und darum vor allem, um also der Welt eine Wiederholung solcher Vergiftung zu ersparen, ist das deutsche Volk geschlossen und in selbstverständlicher Disziplin, aber unter Daran- setzung seiner ganzen Kraft und ohne jede falsche Rücksicht willens, den Kampf um seine Ehre bis zu einem Ende zu führen, das auch ein g r ü n d l i ch e s E n d e für den Versuch einer neuen Vergiftung der Welt bedeutet.
Einigung zwischen ASSAp.
und Stahlhelm in der Pfalz.
Die NSDAP, gibt eine Erklärung über die Einigung zwischen den Nationalsozialisten und Stahlhelmangehö- rigen in der Pfalz heraus, die besonders die Notwendigkeit des Zusammenstehens von NSDAP, und Stahlhelm in dem gefährdeten Grenzland betont. Zwischen Stahlhelm und NSDAP, ist eine gleichzeitige Mitgliedersperre für Notzeiten vereinbart, die sich auch auf SA. und SS. erstreckt. In Punkt 4 der Erklärung heißt es: Diese Vereinbarungen erhalten rückwirkende Bedeutung für jene Fälle beider Organisationen, wo es sich um geschlossene Übertritte marxistischer Organisationen handelt, die lediglich zu dem Zwecke erfolgten, ihre verbotenen Organisationen im Stahlhelm, in der SA. und SS. fortführen zu können. *
Die Belebung der Wirifchast.
Im Spiegel des Reichsbanlausweises.
Zum Vierteljahreswechsel ist die Inanspruchnahme der Reichsbank sehr stark gewesen, was um so mehr ins Gewicht fällt, als die Rückflüsse zur Reichsbank im Laufe des Monats März verhältnismäßig gering waren. Insgesamt betrug die K a p i t a l i n a n s p r u ch n a h m e 471,4 Millionen, und zwar stieg der Bestand an Wechseln und Schecks um 310 auf 2763 Millionen, der Bestand an Lombardforderungen um 127 auf 210 Millionen und an Reichsschatzwechseln um 34 auf 52,5 Millionen. An Scheidemünze wurden 112 Millionen in den Ver kehr gebracht. Der Notenumlauf stieg um 323 auf 3520 Millionen. Da zum Apriltermin erhebliche Bereit stellungen von Devisen für Zinszahlungen notwendig waren und die Deviseneingänge infolge Schrumpfung der Ausfuhr zurückgehen, nahm der Devisenbestand um 25 Millionen ab, dem steht gegenüber eine Stärkung des Goldbestandes um 11,3 Millionen infolge Eingangs von Ruffengold. Die Deckungsbestünde haben sich demnach um 13,7 auf 835,6 Millionen vermindert, und das x Deckungsverhältnis der Noten von 26,6 Prozent auf 23,7 Prozent. Nach Abzug der bekannten kurzfristigen Devisen - Verpflichtungen stellte sich die Deckung auf 10 Prozent gegen 11,4 Prozent in der Vorwoche
Arbeitsdienstpflicht und
Lugen-ertüchiigung.
Die nächsten Arbeiten des Reichskabinetts.
Im Reichskabinett findet am Dienstag eine Chefbesprechung über Fragen der Arbeitsdienst- Pflicht und der Jugendertüchtigung statt, an der unter Vorsitz des Reichskanzlers der Vizekanzler v. P a p e n, der Reichsinnenminister Dr. Frick, der Reichsfinanzminister Graf Schwerin-Krosigk, der Reichswirtschafts- und Ernährungsminister Dr. Hugenberg, der Reichsarbeitsministcr Seldte, der Reichs- Wehrminister v. Blomberg, Reichsminister Göring und der Reichsbankpräsident Dr. Schacht teilnehmen. Das Kabinett wird dann in einigen Tagen einen offiziellen Beschluß über die in dieser Ministerbefprechung vorbereiteten Gesetzentwürfe fassen.
Außerdem wird das Kabinett sich in der nächsten Zeit mit Fragen der Arbeitsbeschaffung beschäftigen sowie mit den in Aussicht genommenen Steuererleichterungen. Die Verhandlungen über die Wirtschaftsfragen werden im Zusammenhang mit Organisationen der Wirtschaft geführt werden.
Für die Erstarkung
von Volk und Vaieriand.
Reichsstädtebund und Deutscher Landgemeindelag hinter der nationalen Regierung.
Der geschäftsführenve Vorstand des Reichsstädte- o u n d e s bekennt sich in einem Beschluß rückhaltlos zur nationalen Regierung und wird mit seinen Mitgliedsstädten die nationale Aufbauarbeit mit allen Kräften unterstützen und fördern. Um die Gleichschaltung auch in seinen Organen durchzuführen, hat der geschäfts- führende Vorstand bis zur endgültigen Neubildung der Bundesorgane seine entsprechende Umbildung zu einem vorläufigen Arbeitsausschuß vollzogen.
Ferner kam auf einer Sitzung des Gesamtvorstandes des Deutschen Landgemeindetages einmütig zum Ausdruck, daß eine auf die Pflege der nationalen Güter und auf soziale Gerechtigkeit abgestellte straffe Staatsführung dem in den Landgemeinden von jeher lebendigen Geist entspricht und die Landgemeinden aufrichtig gewillt sind, mit den neuen Regierungen im Reich und in den Ländern auf die Erstarkung von Volk und Vaterland hinzuarbeiten.
Reichskvmmiffar für das gesamte Genoffenschastswesen.
Der Reichsernährungsminister und Reichswirtschafts- miuifter Hugenberg hat im Einvernehmen mit dem Reichs- finanzminifter den Ministerialrat Bayrhosfer mit der Prüfung der Vorwürfe beauftragt, die gegen die Geschäftsführung und gegen die Ausgestaltung der zentralen genossenschaftlichen Verbände, des landwirtschaftlichen, gewerblichen und Konsum- genossenschaftswesens sowie ihrer Landes- und Provinzialorganisationen, Verbandskassen und Waren- anstalten erhoben werden.
Der Genannte hat die Ermächtigung erhalten, von den bezeichneten Stellen, ihren Organen und Angestellten jede Auskunft über die Geschäftsführung sowie die Vorlegung der einschlägigen Bücher und Schriftstücke zu verlangen. Die Reichs- und Landesbehörden sind ersucht worden, ihm auf Ersuchen Unterstützung und Auskunft zu gewähren.
Prüfung der Krankenkassenbeiriebe.
Neue Kommissare des Reichsarbeitsministers.
Der R e i ch s a r b e i t s m i n i st e r hat die Sozialministerien der Länder gebeten, alsbald eine eingehende. Prüfung der Eigenbetriebe der Krankenkassen vorzunehmen. Damit wird dem Vorwurf begegnet, der in der Öffentlichkeit wiederholt erhoben wird und der darin gipfelt, daß diese Eigenbetriebe unwirtschaftlich arbeiten. Die Nachprüfung soll sich insbesondere auf Wirtschaftlichkeit und Zweckmäßigkeit der Unternehmungen erstrecken. Die Revision steht in Verbindung mit der planmäßigen Neuordnung auf dem Gebiete der Sozialversicherung. Nach dem Ergebnis der Untersuchung wird der Reichsarbeitsminister dort, wo es nötig ist, tatkräftig e i n g r e i f e n.
Auch geht die Bestellung von Reichskommis, s a r e n weiter. So hat der Reichsarbeitsminister neue Reichskommissare bestellt für die Allgemeine Ortskrankenkassen Magdeburg-Stadt, Wuppertal, Lichtenfels (Bayern), Braunschweig und die sämtlichen Allgemeinen Ortskrankenkassen des Freistaates Thüringen.
Der Rektor der Braunschweiger Technischen Hochschule verhaftet.
Auf dem Hauptbahnhof in Braun schweig wurde der von der Polizei gesuchte Rektor der Technischen Hochschule Braunschweig, Professor Dr. C a tz n e r, von Polizeibeamten in Haft genommen. Dr, Caßner wurde in das Gefängnis gebracht. Der Rektor war in Verbindung mit der S t a h l h e l m a n g e l e g e n h e i 1 gebracht worden. Weiter werden gegen ihn Vorwürfe verschiedenster Art erhoben.
Neuregelung für Auslandsreisen.
Sichtvermerk für Pässe.
Am Dienstag tritt die Verordnung des Reichsinnenministers über den Ansreisesichtvermerk, die am 1. April erlassen worden ist, in Kraft.
Jeder Deutsche, der über die Grenze reist, muß einen Sichtvermerk seiner zuständigen Paßbehörde in seinem Paß haben. Dieser Sichtvermerk gilt als Beweis dafür, daß der Ausreise keinerlei Bedenken entgegenstehen. Die Verordnung kennzeichnet die Wiedereinführung dieses Ausreisesichtvermerks, den es auch in früheren Jahren gegeben hat, als vorübergehend.
Es gibt zwei verschiedene Sichtvermerke: einmal einen Vermerk, der nur zur einmaligen Ausreise auf höchstens einen Monat benutzt werden darf, und einen Vermerk, der zur beliebig häufigen Ausreise benutzt werven darf und dessen Geltungsdauer sechs Monate betragt. Die Entscheidung, welcher Ausreisesichtvermerk auf Antrag b.e- miUigt wird, hängt von dèn zuständigen Behörden ab.
Der Hessische Landtag nach dem Gleichschaltungsgesetz.
Darmstadt, 3. April. Auf Grund ds von der Reichs- regierung erlassenen Gesetzes über die Gleichschaltung der Landtage usw. wird der Hessische Landtag von 70 auf 50 Mandate herabgesetzt. Unter Berücksichtigung der Ziffern der Reichstagswahl vom 5. März würde sich folgende Sitzverteilung ergeben:
NSDAP. 25 (bisher 32)
SPD. 11 ( „ 17)
KPD. 5 ( „ 8)
Zentrum 7 ( „ 10)
Kampffront 1 ( „ 1)
DVP. 1, falls Listenverbin
dung mit den Christlich-Sozialen und der Landvolkpartei erfolgt; sonst würde dieses Mandat den Nationalsozialisten zufallen. Seither verfügten Volkspartei und Landvolkpartei über je ein Mandat.
Wie wir hören, erwägt die hessische Regierung im Augenblick noch, ob nicht die Abgeordnetenzahl des Hessischen Landtags noch weiter herabgesetzt werden soll, wie dies von der nationalsozialistischen Fraktion immer gefordert worden ist.
Staatskommissar Dr. Wagner über die nationale
Sendung des Jungbauern.
. Crog-Eerau, 3. April. Der Junglandbund des Kreises Groß-Gerau hielt hier seine Kreishauptversammlung ab. Im Mittelpunkt der Beratungen stand ein Referat des zum Staatskommissar für die Landwirtschaft in Hessen, Baden und Württemberg ernannten Reichstagsabgeordneten Dr. Wagner über die nationale Sendung des Jungbauern. Es gebe in der Welt, so führte Dr. Wagner u. a. aus, nur zwei Faktoren, auf die sich ein Staat aufbauen könne: Blut und Boden. Darum müsse die Bauernjugend in erster Linie im Sinne des neuen Staatsgedankens erzogen werden. Dr. Wägner sprach dann über sein Amt als Staatskommissar für die Landwirtschaft. Der ewige Streit zwischen den Ministerien und Landwirtschaftskammern, Kammern und Innenministerien, Finanzministerien und Kammern müsse aufhören. Die Provinzialausschüsse würden aufgehoben werden. Bezüglich der Tierzucht soll ein durchgreifender Wandel geschaffen werden. Besserungen sind in allen Abteilungen der Landwirtschaft vorgesehen. Die rund 700 000 RM. betragenden Rückstände in der Landwirtschaftskammer würden nicht mehr hereingebracht werden können. Es würden etwa 50 Prozent gestrichen werden, das andere müsse aufgebracht werden. Wer zahlen könne, müsse zahlen. In feinen weiteren Ausführungen sprach Dr. Wagner über den Sinn der nationalen Revolution. In unserem Herzen müsse das Blut deutsch schlagen und dann erst bayerisch, pfälzisch, hessisch usw. Diese Revolution werde einst Weltgesetz werden, dann werde das deutsche Volk die Führung Europas in die Hand nehmen. Reicher Beifall dankte dem Staatskommissar.
Regelung der Sprechstunden beim Ministerium für
Kultus und Bildungswesen.
Darmstadt, 2. April. Das Ministerium fü^ Kultus und Vildungswesen wird tagtäglich von einer übergroßen Zahl von Besuchern mit den kleinsten Anliegen überlaufen. Hierdurch wird die Arbeit der Ministerialbeamten empfindlich gestört, ja geradezu unmöglich gemacht. Ich ordne daher an: alle Lehrpersonen haben mit ihren Anlieg e n d e n V o r g e se tz t e n w e g über Rektor, Kreisschulamt bzw. Direktion oder Leitung. Erst der Ausweis eines der beiden letzten Aemter berechtigt zum Besuch des Ministeriums und der dazu erforderlichen Unterrichtsaussetzung. Die Sprechstunden hierfür sind Mittwochs und Samstags in der Zeit von 9 bis 13 Uhr. In allen anderen Fällen, in denen der vorgenannte Weg nicht eingehalten wird, ist der Besuch dem Ministerium schriftlich in knappster Form mit Zweckangabe zu melden. Die Rückantwort von mir bestimmt Tag und Stunde der Vorsprache.
Lehrer müssen am Dienstort wohnen.
Darmstadt, 2. April. Der Hessische Minister für Kultus und Bildungswesen hat angeordnet: Eine beträchtliche Anzahl Lehrpersonen wohnt nicht an ihrem Wirkungsort. Dadurch wird die erforderliche Verbundenheit von Lehrern und Eltern gelockert und sehr oft vollständig gelöst und w- mit die Vorbedingung einer erfolgreichen Erziehung zerstört. Ich ordne daher an, daß sämtliche Lehrpersonen an ihrem Wirkungsort zu wohnen haben. In entgegen st ehenden Fällen mub der Umzug bis zum 1. Juli vollzogen sein, dem genannten Tage sehe ich einem entsprechenden Bericyr entgegen.
Bewerbcrsperre bei der hessischen Schutzpolizei.
Darmstadt, 1. April. Die Pressestelle der Staatsregierung teilt Mit: Der Stâätskommissar sur Polizeiwesen in Hessen Dr. Best hat unter dem 1- Ap folgende Bekanntmachung erlassen:
Für die nächste Zeit sind Bewerber für die $^1’% Schutzpolizei in ausreichender Zahl vorgemerkt.
daher, bis auf weiteres von Einstellungsgesuchen! so münblidjen Vorsprachen Abstand zu nehmen.