Mgesiörie AaskauarVeK.
Der Reichstag bat das von Der nationalen Regierung -„verte Eru.ächtigi ngsgefer angenommen, und bat öa» M dieser Regierung fritier -»ugenberg-Selbte Vollmachten gegeben, wie sie bisher noch keine lutsche Regierung, auch nicht im Deutschland der Vor- , icnö3cii besessen hat. Run endlich ist die erste wich- j Ae Voraussetzung für die Wiederaufbauarbeit ^schossen: die Ausschaltung aller partei-politischen Stän- Dreien und Störungen und Eifersüchteleien Für ^abre hinauf werden wir, Gottseidank, nicht mehr das ®e= Lebe und das Schieben und das Wichtigluen der Par- Monzen erleben, und es wird nicht mehr möglich sein, s i kleine und kleinste Grüppchen im Parlament sich voller Aufaeblasenheii als das Zünglein an der Waage be° re chnen Mit diesem Spuk ist es nun endlich aus. Auch das Zentrum hat sich der Erkenntnis gefügt, daß es „m eine Wahl gibt: sich jetz zu beugen oder einen Kampf 'u wagen, der die Eristenz der Partei aufs Spiel gesetzt Me. Die alte Taktik dieser Partei, mit der sie jahrelang so manche Erfolge errungen hat, Hinauszögern und frin» ^«.-schieben und Ausweichen vor jeglicher Entscheidung, hm diesmal glatt versagt. Die nationale Regie- runp hat von vornherein dem Zentrum alle Wege zum Ausweichen versperrt, und hat diese Partei gezwungen, sich in kürzester ^rift für ein klares Za oder Rein zu ent- scheiden Diesen Erfolg der nationalen Regierung kann ,,ian als einen der w e i t w i r k e n d st e u i u n e r p o l i- ;ischeu Siege bezeichnen
tzi ist errungen Word-' unter dem gewaltigen Eindruck der Regierungserklärung, die Dolf Hitler als Kanzler und — da er im Braunhemd erschien, — zugleich als Führer der nationalsozialistischen Bewegung abgegeben bat. Diese Regierungs- erklânmg ist nun Marschrichtung und Zielsetzung für die nächsten vier Fähre. Sie ist die Arbeits- qrunk,luge für Den Wiederauivau mit ihr muß sich nun jeder Deutsche auseinavderseyen, es gibt für den einzelnen ebensowenig ein Ausweichen wie für die Par- teien, und es gilt vier das Wort: wer nicht fürmich ist, Ist wider mich! Der Kanzler bat in feiner Rede klar nun Ausdruck aeb'achi. das die nationale Regierung Beugsam entschlossen ist, jede Störuna der Aufbau- orbeiten mit allen Mitteln zu unterdrücken. Daß diese stohungen keine leeren Worte sind, darf man versichert im denn die nationale Regierung bat die Macht in ihren gilben, um ihre Drohungen wahrzumachen. Es ist für die ErkAIung der Aufgabe des Wiederaufbaus erforderlich, |o führte der Kanzler aus, daß an der Stabilität her Regierung gar kein Zweifel aufkomm 1. Deshalb sind weitere Tagungen des Reichstes unmöglich Es ist unsere feste Absicht, — so heißt es weiter in der Regierungserklärung, — für die ruhige Entwicklung auch in der Zukunft zu sorgen. Den Parteien der Opposition rief der Kanzler klar und unzweideutig die Worte zu: „Mögen Sie, meine Herren, selbst die Entscheidung treffen über Frieden und Krieg."
Während das Ermächtigungsgesetz' eine ungestörte Aufbauarbeit sichern wird, muß der Kampf gegen den Bolschewismus, das Gift aus dem deutschen Volkskörper heraustreiben, aus dem seit Jahren Hatz und Zwietracht entstanden sind. Da gibt es keine Kompromisse. Mit barbarischer Rücksichtslosigkeit, so hat der Kanzler angekündigt, wird der Kampf gegen den Bolschewismus und seine Werkzeuge geführt werden, und auch dem Ausland hat der Kanzler klar gesagt, der Kampf Wen den Bolschewismus ist eine innerdeutsche Ay- «elegenheit, in die eine Einmischung von außen her nicht geduldet wird. Das ist nicht nur an die Adresse Nutzlands gerichtet, sondern auch an die Adresse anderer Staaten wie z. B. Frankreich, das liebevoll die Kommunisten aus Deutschland aufnimmt, um ihre Hetze gegen die nationale Negierung freundlichst zu unterstützen.
Was der nationalen Regierung schon in den ersten Wochen ihres Kampfes gegen den Bolschewismus ge- Mgen ist, beweist mit aller Deutlichkeit, daß sie dieses w in kürzester Zeit aus dem deutschen Volkskörper be- eitiflt haben wird. Dann erst wird die große Offentlich- „ dann erst wird auch die Welt erkennen, welch' unheil- boller Einfluß auf das Leben des deutschen Volkes damit überwunden ist. Dann wird die nationale Regierung um ein großes Stück dem Ziele näher sein, die ganze deutsche Arbeiterschaft in die Reihen des Mionalen Deutschlands einzugliedern. Damit ist dann ^Grundlage gewonnen, um die eine der beiden Auf- Mn zu erfüllen, die Adolf Hitler als H a u p 1 a u f -
der nationalen Regierung bezeichnet hat: die Gliederung der Arbeitslosenarmee in das wt der Arbeitenden. Als e r st e Hauptaufgabe be- Mnet die Regierungserklärung die Rettung des ZU1 z ch tn Bauern, die unter allen Umständen m i t
' räß ten Opfern durchgeführt werden muß.
weiß das deutsche Volk, was die nationale Re- ^ilt nun weiß auch die Welt, was sie vom Deutschland zu erwarten hat, nun wissen alle, Führer des nationalen Deutschland die Macht fshinn , V Willen haben, ihren Weg mit aller Eut- jj zu gehen. Klarheit, Offenheit und m. j e w u ß t h e i t, das sind die Kennzeichen dieser an» ^rungserklärungi mit der das ganze deutsche Volk, neu»« Willens sind, zur M i t a r b e i t an einer en' glücklicheren Zukunft aufgefordert werden.
vermischte Nachrichten ^nüfunlübekwachunn ausschließlich durch Reichsminister „ . Goebbels.
.Anläßlich einer Besprechung Reichsministers Dr. sonkknni, 6cm Reichspostminister und den beiden Rund- von, ff0'Cen wurde beschlossen, datz nicht nur die früher Dom 'n»i ^gbnministerium, sondern darüber hinaus auch die iuntiii’Lv ^5 D o ii m i n t ft e r i u m bisher ausgeübre Runb- fur ibv' ausschließlich vom Reichsminister Goebbels ?'"arung und Propaganda übernommen wird. Dr. 'Wmiln» x seinerseits Tr Krukenberg mit der Wahr- , Geschäfte des Reichsrundsunkkommissars beim pagauvaministeriuni betraut.
'âckanzler von Papen ermöglicht kirchliches Begräbnis
y eines SA.-Mannes.
Eibenen 11 m^ic^, öer Beerdigung eines in Beuiheu ge- hatte der Dortige Prälat Weisung er- ^tteiinrm Grabgeleties zu enthalten, da geschlossenen sollte. Der Ä"e" lein Butrin zur Kirche gewährt werden PaphuD »„"^^lnirgermeister von Beuthen wandte sich tele- Zw LXLm-L Vizekanzler von Papen um Intervention ^rven nnâoischos von Breslau Dieser sofort erfolgten ^^iounli Vizekanzlers ist es zu verdanken, daß die ^»ung mit allen kirchlichen Ehren stattfand.
Ha^crn^ Todesopfer des Halterner Explosionsunglücks. ^5' Mn wT,?5 !A^^^k Explosionsunglück, vaè sich in der Vesopser 'woch ereignete, hat nunmehr ein zweites *» °»s KL'lj, L,j«w-« Schlosser »aut
Der MM KomomnallanÄmg des Regierungsbezirks Kassel.
In einer Sondernummer des Amtsblattes der Regierung zu Kassel wird das amtliche Wahlergebnis der Kom- munallandtagswahl nercffentliebt. Es erhalten von 43 Sitzen: die Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei 23 Sitze, die Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD.) 9 Sitze, die Kommunistische Partei Deutschlands 3 Sitze, die Zentrumspartei 5 Sitze, die Kampffront Schwarz-weiß-rot 3 Sitze. Endgültig gewählt find folgende Abgeordnete:
Für den Wahlbezirk Kaffel-Stadt:
Weinrich, Karl, Obersteuersekretär und Gauleiter zu Kassel (NSDAP.), Freisler, Roland, Dr., Rechtsanwalt zu Kassel (NSDAP.), Marquardt, Fritz, Oberförster zu Tann (Rhön) (NSDAP.), Thöne, Georg, Vorsitzender der Lan- desoersicherungsanstalt zu Kassel (SPD.), Wittrock, Christian Verwaltungsdirektor zu Kassel (SPD.), Tölle, Richard, Arbeiter zu Kassel (KPD.), Sonnenschein, August, Buchhändler zu Marburg a. d. Lahn (Kampffront Schwarz- weiß-rot).
Für den Wahlbezirk Kassel-Land:
Exner, Richard, Oberpostinspektor zu Harleshausen (NSDAP.), Precht, Fritz, Angestellter zu Ihringshausen (SPD.).
Für den Wahlbezirk Eschwege:
Reinhardt, Heinrich, Dr., prakt. Arzt zu Melsungen (NSDAP.), Küllmer, Karl, Gewerkschaftssekretär zu Reichensachsen (SPD.).
Für den Wahlbezirk Frankenberg:
Kunzemann, Fritz, Kreiskommunalkassenrendant zu Bad Wildungen (NSDAP.), Hartwig- Fritz, Landwirt zu Thalitter (Kampffront Schwarz-weiß-rot).
Für den Wahlbezirk Fritzlar-Homberg:
Hergert, Peter, Holzarbeiter zu Berfa, Kreis Ziegenhain (NSDAP.), Treibert, Heinrich, Landrat i. e. R. zu Fritzlar (SPD.).
Für den Wahlbezirk Fulda-Stadt:
Danzebrink, Franz Xaver, Dr. Oberbürgerineister zu Fulda (Zentrum).
Für den Wahlbezirk Fulda-Land-Hünfeld:
Kircher, Josef, Kaufmann zu Hünfeld (NSDAP.), Herbert, Karl, Landwirt und Bürgermeister zu Zirkenbach (Zentrum), Sondergeld, Wigbert, Geistlicher Rat, Rektor zu Hünfeld (Zentrum).
Für den Wahlbezirk Gelnhausen:
Kaufemann, Wilhelm, Kaufmann zu Virstein (NSDAP.), Mühl, Johannes, Dr., prakt. Arzt zu Bad Orb (Zentrum).
Für den Wahlbezirk Hanau-Stadt:
Ott, Ludwig, Förster zu Eilhausen, Kreis der Twiste
Aus Seffen-Aaffa« und Aachbargebielen.
Merkblatt für den 25. März.
1801: Der Dichter Novalis in Weißenfels gest.1854: Der Schauspieler Max Grube in Dorpat geb. — 1860: Der Politiker Friedrich Naumann in Störmthal bei Leipzig geb.
Ein Anfang ist kein Meisterstück, — Doch guter Anfang halbes Glück. A. E r ü n.
Wetterbericht.
Das mitteleuropäische Hochdruckgebiet wandert langsam nordostwärts und schwächt sich dabei etwas ab. Wir bleiben jedoch vorläufig noch in der trockenen kalten Ostströmung, so daß keine wesentliche Aenderung des Wetters zu erwarten ist. — Vorhersage bis Freitag abend: Meist heiter und trocken, bei lebhaften östlichen Winden auch tagsüber ziemlich kühl, nachts Temperaturen um Null Grad. — Wltterungsausfichten für Samstag: Bei östlichen bis südöstlichen Winden Fortbestand des trockenen, aber etwas wolkigeren Wetters, etwas milder.
'-Fulda, den 24. März 1933.
Als er wiederkam ...
Der „Frühlingshimmel" ist schon schön blau, und nur hin und wieder huschen Wolken darüber hin. Aber der blaue Himmel kann uns nicht hinwegtäuschen über Die Tatsache, daß es in vielen Gegenden Deutschlands wieder ganz anständig kalt geworden ist, und daß wir einen kleinen Rückfall in den Winter erleben. Ausgerechnet an dem Tage, an dem der Kalendermann den Lenz anfagte, ausaereckmet am 21. Mär^ sanken die Temperaturen in
Ein neuer Aufstieg erfordert Kraft und Nerven .Alle Nerven- kraff auf nützliche Arbeit konzentrieren, sie sonst aber schonen und nochmals schonen — das ist das Gebot der Stunde .
Darum Kaffee tiagr. Er schont Herz und Nerven und verbürgst ruhigen, liefert, Schlaf, der für anstrengendes Schaffen- unbedingt erforderlich ist.
Also r Kaffee Hagr trinken! Es ist heute wichtiger denn je.
(NSDAP.), Muller, Adolf, Bauhilfsarbeiter zu Hanau (KPD.).
Für den Wahlbezirk Hanau-Land:
Schäfer, Wilhelm, Landwirt zu Wachenbuchen (NSDAP.), Kaiser, Eugen, Landrat i. e. R. zu Hanau (SPD-), Wörner, Friedrich, Silberarbeiter zu Langendiebach (KPD.).
Für den Wahlbezirk Hersfeld:
Patry, Karl, Diplom-Landwirt zu Hattenbach (NSDAP.), Holzapfel, Friedrich, Lehrer zu Hersfeld
Für den Wahlbezirk Hofgeismar:
Müller, Konrad, Dr. phil., Diplom-Landwirt zu Hofgeismar (NSDAP.).
Für den Wahlbezirk Marburg-stadt und -Land:
Stoevesandt, Hans-Joachim, Schriftleiter zu Marburg a. d. Lahn (NSDAP.), Elmshüuser, Konrad, Landwirt zu Cappel (NSDAP.). Schubert, Benno, Bürgermeister zu Bad Orb (SPD.), Linker, Wilhelm, Bürgermeister i. R. zu Neustadt (Zentrum).
Für den Wahlbezirk Melsungen:
Braun, Rudolf, Dr., Apotheker und Chemiker zu Mel- sv-nsn (NSDAP.).
Für den Wahlbezirke Rotenburg:
Burkhardt, Hans, Dr., prakt. Tirarzt zu Sontra (NSDAP.). <
Für den Wahlbezirk Schlüchtern:
Fröhlich, Karl, Landwirt und Weißbinder zu Marjoß (NSDAP.).
Für den Wahlbezirk Schmalkalden:
Recknagel, Otto, Kaufmann zu Steinbach-Hallenberg (NSDAP.), Pappenheim, Ludwig, Redakteur zu Schmalkalden (SPD.).
Für den Wahlbezirk Witzenhausen: Goebel, Julius, Küfer zu Großalmerode (NSDAP.).
Für den Wahlbezirk Wolfhagen:
Schaumlöffel, Wilhelm, Mühlenbesitzer zu Merxhausen (NSDAP.).
Für den Wahlbezirk Ziegenhain:
Keller, Georg, Landwirt zu Rollshausen (NSDAP.).
Für den Wahlbezirk Corbach-Arolsen- Wildungeu:
Böhmecke, Martin, Landwirt zu Rhena (NSDAP.), Rüdiger, Karl, Landwirt zu Lchshausen (Kampffront Schwarz-weiß-rot).
beträchtlicher Weise. In den Nächten fielen sie vielfach unter den Gefrierpunkt, und in manchen Gebieten bleiben sie dort unten auch am hellen, sonnigen Tage. Bäuerische Orte meldeten in den letzten Tagen sechs bis zehn Minusgrade Celsius, und auf der Zugspitze zählte man sogar deren 21 Einundzwanzig Grad Kälte! Als wenn wir noch mitten im tiefsten russischen Winter lebten und nicht bereits über den Frühlingsanfang hinaus wären! Aber glücklicherweise sitzen wir nicht alle auf der Zugspitze, und unten in der Ebene und auch in den Mittelgebirgen ist es denn doch wesentlich freundlicher. Daß aber auch ein paar kleine und hier und dort sogar ein paar größere Schneefälle vorgekommen sind, sei nur nebenher bemerkt. Andere Gegenden wieder sahen ein richtiges Aprilwetter mit Schnee und Regenschauern und Graupeln, die abgelöst wurden von etwas Sonnenschein und etwas Winter- oder Nachwintergewitter. Kurz, es war alles da, was zu einem bißchen April gehört.
Troy alledem lassen wir uns nicht bange machen, und es'bleibt bei Frühling! Das Wetter wird sich bestimmt noch etliche Male ändern, ehe es einigermaßen stabil wird, und es wird sehr wahrscheinlich noch verschiedene Male einen Rückfall in den Winter geben, denn es ist erst noch Der wirkliche April in Sicht, und kalte Tage haben wir mehr als einmal sogar schon im wunderschönen Monat Mai erlebt, aber das besondere Kennzeichen bleibt doch für jetzt und Die kommenden Wochen Der „frühlingsmäßige Charakter" der Witterung. Man fröstelt, man friert, man zieht sich' den Winterpal'etot an, aber innerlich hat man doch die Überzeugung: Der Lenz ist da — er gibt sich bloß nicht zu erkennen! Über ein Weilchen wird er jedoch dieses Versteckspiel aufgeben müssen, und dann wird man ihn voll und ganz genießen können, ohne befürchten zu müssen, daß er sich noch einmal in Winter wandelt. In dieser Hoffnung wollen wir, wenn es durchaus sein muß. ruhig noch ein wenig weiter frieren. . .