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Schlutzprüfung an der Landwirtschaftsschule Fulda.

Die Landwirtschaftsschule Fulda hielt ihre diesjährige Schluß- Prüfung am Samstag im Beisein zahlreicher Eltern und sonstiger Interessenten in der Harmonie ab. Der Leiter der Schule, Herr Landwirtschastsrat Tremmel, begrüßte die Erschienenen herz­lichst, namentlich den Herrn Landrat und die Mitglieder des Kreisausschusses. Aus dem vom Direktor erstatteten Jahres­bericht ging hervor, daß die Schule soeben ihr 43. Winterhalbjahr beendet hât. Die Anstalt war früher eine Einrichtung des Kreises Fulda, ist aber seit April 1902 von der Landwirtschafts­kammer in Kassel übernommen worden. Der Wirtschastsbera- tungsbezirk der Landwirtschaftsschule umfaßt den Kreis Fulda. Die Schule ist einem Ortskuratorium und einem Zentralkurato­rium unterstellt. Die Schülerzahl betrug im soeben abgelaufenen Winterhalbjahr 64 gegen 62 im Vorjahre. Das Durchschnitts­alter der Schüler war 20 Jahre. Seit der Gründung der Schule (1890) wurde sie von 1764 Schülern besucht. Im Anschluß an den Jahresbericht des Direktors fand die Prüfung der Schüler in den einzelnen Fächerri statt, wozu zwei Schüler über land­wirtschaftliche Fragen Vorträge hieltem Herr Landrat Frei­herr von Eagern gab seiner Befriedigung über die guten Kenntnisse der Schüler Ausdruck und spornte sie an, das Ge­lernte auch praktisch anzuwenden. Der Redner dankte sodann den Lehrern für ihre geleistete Arbeit im Interesse der heimi­schen Landwirtschaft, während der Direktor der Schule der Kreis­verwaltung Dank und Anerkennung für die wohlwollende Un­terstützung der Schule aussprach. Vor Verteilung der Zeugnisse übermittelte der Direktor an 8 Schüler Preise im Gesamtbeträge von 85 Mark, die von Herrn Verbandsanwalt i. R. Schüler aus der Eideon-Schülerstiftung erstmalig für gute Arbeiten über das Eenosienschaftswesen im Kreise Fulda gestiftet worden waren.

Die Vereinigung ehem. Angehöriger der Pionier- und Verkehrstruppen

veranstaltete am Samstag abend in derAlten Post" einen zahl­reich besuchten Lichtbilder-Vortrag. Nach herzlicher Begrüßung durch den 1. Vorsitzenden, Kameraden Schütz, wies Kamerad Fredy Holzheimer in einem Vorwort auf die Entstehung des uns aufgezwungenen Weltkrieges hin und ließ sodann die Besucher an Hand von Lichtbildern den Sturm auf Lüttich im August 1914 nochmals miterleben. Es folgten zahlreiche Bilder von der West- und Ostfront, zum Teil unter besonderer Berück­sichtigung der Pioniertruppen. Von den großen Verlusten in der Marne-Schlacht gaben mehrere Aufnahmen von Hrlden- Friedhöfen ein erschreckendes Bild. Im Anschluß an den Vor­trag blieben die Kameraden noch lange gemütlich beisammen.

Vorsicht! Spanische Schatzschwindler!

Die spanischen Schatzschwindler entfalten wieder eine rege Tätigkeit mit ihrem bekannten Rundschreiben., So erhielt auch hiesiger Metzgermeister ein derartiges Schrei­ben aus Barcelona. Er wurde gebeten, einem angeblichen Gefangenen zur Zurückziehung von 1 800 000 Franks zu ver­helfen, die sich in einem auf einem französischen Bahnhof lagernden Koffer befinden sollen. Um die Beschlagnah­mung aufheben zu können, müßten vorher 17 000 Pesetas bezahlt werden. Als Belohnung für die Dienste wird der dritte Teil des im Koffer befindlichen Geldes in Aussicht gestellt.

Letzte Nachrichten.

Die Potsdamer Rede des Reichskanzlers (Schluß).

Wir wollen das Vertrauen in die gesunden, weil natür­lichen und richtigen Grundsätze der Lebensführung verbin­den mit einer Stetigkeit der politischen Entwicklung im Innern und Aevtzern.

Wir wollen au die Stelle des ewigen Schwankens die Festigkeit einer Regierung setzen, die unserem Volke damit wieder eine unerschütterliche Autorität geben soll.

Wir wollen alle die Erfahrungen berücksichtigen, sowohl im Einzel- und Gemeinschaftsleben wie aber auch in unse­rer Wirtschaft, die sich in Jahrtausenden als nützlich für die Wohlfahrt der Menschen erwiesen haben.

Wir wollen wieder Herstellen das Primat der Politik, die berufen ist, den Lebenskampf der Nation za organisie­ren und zu leiten.

Wir wollen aber auch alle wirklich lebendigen Kräfte des Volkes als die tragenden Faktoren der deutschen Zu­kunft erfasien, wollen uns reichlich bemühen, diejenigen zn- fammenzufügen, die eines guten Willens sind und diejeni­gen unschädlich zu machen, die dem Volke zu schaden ver­suchen.

Aufbauen wollen wir eine wahre Gemeinschaft aus den deutschen Stämmen, aus den Ständen, den Berufen und den bisherigen Klasien. Sie soll zu jenem gerechten Aus­gleich der Lebensinteressen befähigt sein, den des gesamten Volkes Zukunft erfordert. Aus Bauern, Bürgern und Ar­beitern muß wieder werden ein deutsches Volk.

Es soll dann für ewige Zeiten in seine eigene treue Ver- wahrunA nehmen unseren Glauben und unsere Kultur, unsere Ehre und unsere Freiheit.

Der Welt gegenüber aber wollen wir, die Opfer des Krieges von einst ermessend, aufrichtige Freunde sein eines Friedens, der endlich die Wunden heilen soll, unter denen Alle leiden.

Die Regierung der nationalen Erhebung ist entschlossen, ihre vor dem deutschen Volke übernommene Aufgabe zu er­füllen. Sie tritt daher heute hin vor den deutschen Reichs­tag mit dem heißen Wunsch, in ihm eine Stütze zu finden für die Durchführung ihrer Mission. Mögen Sie, meine Männer und Frauen, als gewählte Vertreter des Volkes den Sinn der Zeit erkennen, um mitzuhelfen am Werk der großen nationalen Wiedererhebung.

In unserer Mitte befindet sich heute ein greises Haupt. Wir erheben uns vor Ihnen, Herr Generalfeldmarschall. Dreimal kämpften Cie auf dem Felde der Ehre für das Dasein und die Zukunft unseres Volkes.

Als Leutnant in den Armeen des Königs für die deutsche Einheit, in den Heeren des alten deutschen Kaisers für des Reiches glanzvolle Aufrichtung, im größten Krieg aller Zeiten aber als unser Eeneralfeldmarschall für den Be­stand des Reiches und für die Freiheit unseres Volkes.

Sie erlebten einst des Reiches Werden, sahen vor sich «och des großen Kanzlers Werk, den wunderbaren Aufstieg unseres Volkes und haben uns endlich geführt in der großen Zeit, die das Schicksal uns selbst miterleben und mit durch- kömpfen ließ.

Heute, Herr Generalfeldmarschall, läßt Sie die Vor­sehung Schirmherr sein über die neue Erhebung unseres Volkes. Dieses Ihr wundersames Leben ist für uns alle ein Symbol der unzerstörbaren Lebenskraft der deutschen Nation. So dankt Ihnen heute des deutschen Volkes Jugend und wir alle mit, die wir Ihre Zustimmung zum Werk der deutschen Erhebung als Segnung empfinden. Möge sich diese Kraft auch mitteilen der nunmehr eröffne­ten, neuen Vertretung unseres Volkes.

Möge uns dann aber auch die Vorsehung verleihen, jenen Mut und jene Beharrlichkeit, die wir in diesem für jeden Deutsche» geheiligten Raum um uns spüren, als für unseres Polkes Freiheit und Größe ringende Menschen zu Füßen der Bahre seine» größte« Königs.

Alsfeld, 19. März. (Der Reichslandbun d h - rerGraf Kalckreuth in Oberhessen.) Der Hes­sische Landbund wird am nächsten Sonntag hier eine große Kundgebung veranstalten bei der der erste Präsident Des Reichslandbundes, Graf Kalkreuth, sprechen wird.

Hungen, 20. März. (Großfeuer auf e t n t m oberhessischen Eutshof.) Auf dem Hofgut Rin- gelshausen bei Hungen brach gestern nachmittag Feuer aus, das in kurzer Zeit eine große Scheune samt der ganzen um­fangreichen Stroh- und Heuernte sowie die Stallungen und eine große Wagenhalle in Asche legte. Mehrere Feuer­wehren und einige Formationen der SA., die zur Hilfe­leistung rasch herbeigeeilt waren, konnten gegen die Ge­walt des Feuers nicht viel ausrichten, da starker Wasser­mangel eine wirksame Bekämpfung des Brandes verhin­derte. Das Vieh konnte gerettet werden, dagegen sind meh­rere Wagen usw. ebenfalls dem verheerenden Element zum Opfer gefallen. Der Schaden ist groß. Als Ursache des Feuers wird Brandstiftung vermutet.

Gießen, 17. März. (Todesopfer eines schweren Verkehrsunfalls.) Heute früh ist in der hiesigen Klinik der 24 Jahre alte Emanuel Benner aus Climbach, der wie von uns gemeldet am Dienstag spät abends auf der Landstraße ClimbachAllendorf mit seinem Fahr­rad gegen ein unbeleuchetes Fuhrwerk stieß und sich die Deichsel des Wagens in den Leib rannte, seinen schweren Verletzungen erlegen.

Gießen, 18. März. (Verhaftung von Kommu - n i sten in Gießen.) Die Gießener Kriminalpolizei nahm gestern vier Kommunisten in Schutzhaft.

Offenbach, 20. März. (AuflösungeinesDemon- strationszuges.) Am Sonntag nachmittag zog eine etwa 40 Personen starke Gruppe junger Leute, Mitglieder der Frankfurter Freien Turnerschaft, in geschloffenem Zuge und unter Absingen politischer Lieder durch die Mainstraße. Die Polizei löste den Zug auf und nahm die Teilnehmer wegen Zuwiderhandlung gegen die Notverordnung bctr. Anmeldungspflicht für Demonstrationen fest. Die jugend­lichen Teilnehmer wurden nach Feststellung ihrer Perso­nalien wieder freigelaffen, während 13 ältere Personen in Haft behalten wurden.

Schüsse aus dem Hinterhalt.

Zwei Berliner SA.-Leute schwer verletzt.

In Berlin wurden am Sonntag zwei SA.-Männer und ein Parteiloser beim Vorübergehen aus dem Hausflur Petersburger Straße 19 beschossen Der 35jährige SA.- Mann Alfred Friebe erhielt einen schweren Beckenschuß, der 33jährige SA.-Mann Georg Albrecht einen schweren Brustschuß und der Parteilose Alexander Matterna einen Arm- und einen Oberschenkelschuß. Alle drei mußten dem Krankenhaus zugeführt werden. Eine sofortige Durch­suchung des Hausflurs durch das Überfallkommando blieb erfolglos.

Beisetzung des erschossenen Münchener Hitler- Jugendführers.

Auf dem Münchener Ostfrtedhof fand unter großer Beteiligung der Bevölkerung die Beerdigung des er­schossenen Hitler- Jugendführers Joseph Neu- maier statt. Am offenen Grabe wies der Geistliche darauf hin, daß der junge Neumaier mitten im Kampf um das Wohl des deutschen Vaterlandes gestorben sei. Kommissa­rischer Innenminister Wagner legte im Auftrage des NeichskanzlersHitler einen riesigen Kranz nieder und eine weitere Kranzspende mit schwarz-weiß-roter Schleife für die bayerische Staatsregierung.

Danksagung.

Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Tode meines nun in Cott ruhenden lieben Mannes, unseres unvergeßlichen Vaters, des

Lokomotivführers a. D.

Ferdinand Trapp

sprechen wir allen Verwandten und Bekannten auf diesem Wege unseren herzlichsten Dank aus.

Besonders danken wir der Gewerkschaft Deutscher Loko­motivführer, dem Kriegerverein, dem Pensionärverein und dem MännergesangvereinWinfridia" für die erwiesene letzte Ehrung.

Frau Brigitte Trapp geb. Dangel nebst Kinder.

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Amtlicher Teil.

Bekanntmachung.

Auf Grund des § 113 der Wahlordnung für die Wuhl^ zu den Provinziallandtagen (Kommunallandtagen) uns Kreistagen vom 25. Juli 1929 werden nachstehend die ans die einzelnen Wahlvorschläge entfallenden Sitze bekannt gegeben. Die Sitze verteilen sich für den Kreistag Nix folgt:

1. Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei 7 Sitze

2. Sozialdemokratische Partei Deutschlands 2 Sitze'

3. Kommunistische Partei Deutschlands 1 Sitz '

4. Zentrumspartei 16 Sitze.

Es sind somit als Kreistagsabgeordnete gewählt:

Vom Wahlvorschlag INationalsozialistische Deutsch, Arbeiterpartei".

1. Fritz Marquardt, Oberförster zu Tann,

2. Karl Ludwig, Landwirt zu Kerzell,

3. Clemens Klitsch, Stukkateur zu Bad Salzschlirf,

4. Johann Wilhelm Jordan, Arbeiter zu Dalherda,

5. Karl Herget, Landwirt und Bürgermeister zu Döllbach.

6. Friedrich Kersten, Landwirt zu Maberzell,

7. Karl Schüßler, Landwirt zu Sandberg.

Vom Wahlvorschlag IISozialdemokratische Partei Deutschlands".

1. Gustav Auth, Eewerkschaftssekretär zu Niederkalbach,

2. Johann Christoph Kammerdiener, Schuhmacher, Tann.

Vom Wahlvorschlag IIIKommunistische Partei Deutschlands".

Albert Hack, Arbeiter zu Flieden.

Vom Wahlvorschlag IVZentrums» artet".

1. Otto Sondergeld, East- und Landwirt zu Hofbieber,

2. Fritz Schönherr, Maurer zu Großenlüder,

3. Franz Schönberg, Schornsteinfegermeister zu Hilders,

4. Josef Bub, Landwirt zu Niederkalbach,

5. Albert Pütz, Bürgermeister zu Bad Salzschlirf,

6. Josef Bub, Landwirt u. Bürgermstr. zu Poppenhausen,

7. Josef Hillenbrand, Arbeiter zu Pilgerzell,

8. Josef Medler, Landwirt und Bürgermeister zu Rodges,

9. Eugen Vogler, Maurer zu Thaiden,

10. Karl Schum, Schneidermeister zu Dietershausen,

11. Leopold Leinweber, Hüttner und Bürgermeister zu Hauswurz,

12. Damian Klüh, Müller und Landwirt zu Neuhof-Ellers,

13. Karl Schütz, Landwirt zu Lütter,

14. Karl Kramer, Landwirt in Flieden,

15. Josef Hartung, Cchuhmachermeister und Bürgermeister zu Hosenfeld,

16. Adalbert Axt, Arbeiter zu Petersberg.

Der Kreisausschuß hat in seiner Sitzung vom 16. März dieses Jahres die Verteilung der Sitze nach Maßgabe der gesetzlichen Bestimmungen (8 111 der Wahlordnung) voi- genommen. Vom Tage der Bekanntmachung läuft die Frist zur Erhebung von Einsprüchen gegen die Gültigkeit der Wahl.

F u ld a , den 18. März 1933.

Der Vorsitzende des Kreisausschusses: Frh. von Eagern.

Verantwortlich für die Schriftleitung: Christian Seipel.

I Mittwoch und Donnerstag |

2/j Uhr S'/- Uhr 8U Uhr

Sondervorführungen

wie er wirklich warf

Ortsgruppe Stilbn.

H-ute Abend 7/2 Uhr 'Untreten mit Fahnen zum F a ckel zu« am O-ts- aruppenheim. Alle Mit- «lieber, auch Lehrlinge, wer- deu eiw >rtst

Der Vorstand.

Zurns gemeinde 1848 e. V.

Wir beteiligen uns heute a- end an dem Facke^zug u. bitten die Mitglied, r, sich recht zah r ich zu be-

ledigen. lieffpun ft 7 45 Uhr an der Land­jägers« am H'iNlich von Bibra-Blatz.

Fackeln sind oort zu haben. Etudienrat SÄnädter, 1. Vorsitzender

Drucksachen j

Deutschlands Weltmachtstellung erregt Neid und Mißgunst $#8gr Sarajewo 1914

Mobilmachung

Der schnelle Aufmarsch unserer Truppen Die Russen fallen In Ostpreußen eini

Deutsche Soldaten überall siegreich I

Der eiserne Hindenburg

Masuren - Tannenberg

Die Deutschen vor Parisi

In tragischer Verkennung der Lage wird der - Rückzug befohlen!

Marneschlacht

Der

Wettlaut nach dem Meeri

Ole Kriegsfreiwilligen

Die filehenaen Belgier öffnen die Schleusen rua Meere

O"r Stellungskrieg beginnt

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11 Neues Theater!