I . wnefeai, And an ihre TieAe seien Wrrrrct brt noii^ ^.Freiheitsbewegung getreten. Unter dem neuen , i^lntäHbentcn Dr. Werner und Innenminister Dr. Mül- i^erde das hessische Volk nunmehr einer besseren Zu- ler xntgegengehen- Staatspräsident Dr. Werner erin- ' kE harnn, daß er vor etwa 25 Jahren schon als Kämpfer ? »unischen Gedankens nach Worms versetzt worden sei. ; stehe er als Mitkämpfer Adolf Hitlers auf diesem KL ^5 hessischer Staatspräsident. Er erinnerte daran, er 1919 im Hessischen Landtag prophezeit habe, die Änn-rveiß-rote Fahne werde einst wieder auferstehen. Umflattere sie auf Wunsch des Reichspräsidenten und Führers Adolf Hitler neben der Hakenkreuzfahne auf Mahlten Gebäuden. Zum Schluß dankte Staatspräsi- l Ä Dr. Werner allen, die zu dem Siege der nationalen I âdere'rweckung beigetragen haben. Brausend hallten 5, dreifachen „Sieg-Heil-Rufe" der Tausenden über den "'Ln Platz, in dessen Mitte das Wahrzeichen Darmstadts U^ hakenkreuz- und Schwarz-Weiß-Rote - Fahnen trägt, kinnenminister Müller ergriff ebenfalls das Wort und zierte die seiner harrenden Aufgaben auf dem Gebiete „Polizeisicherheit, der Volksgesundheit und der Justiz- • LJ In der Gesetzgebung müsse deutscher Geist und dem- Bolksrecht ausgeprägt zum Ausdruck kommen. Schwer ° die Arbeit, die ihm als Finanzminister bevorstehe, aber L Führer habe ihn auf diesen Posten gestellt und er werde ihm getreulich dienen. Landtagspräsident Jung rich- L ebenfalls einige Wort an die Versammlung, die nach L Rede des Staatspräsidenten das „Horst-Wessel-Lied" Md zum Schluß das „Deutschlandlied" entblößten Hauptes ifliig.
Am Abend veranstalteten die Nationalsozialisten einen iBßen Fackelzug durch die Straßen der Stadt und eine MMebung, bei der Gauleiter Sprenger sprach.
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Ausruf der neuen hessischen Regierung.
I Darmstadt, 13. März. Die neue hessische Regierung
MM am Montag abend folgenden Aufruf:
Volksgenossen im Lande Hessen!
I Endlich hat der Wille der Mehrheit der hessischen Ve- | Mang seine Erfüllung gefunden. Das System vom s Muber 1918 ist auch in Hessen endgültig beseitigt und eine aus der nationalsozialistischen Bewegung hervor- F Ringelte Regierung ersetzt.
getragen von dem Vertrauen des Volkes, ist die neue I Matsregierung gewillt, die Schäden der Vergangenheit I ins Letzte auszutilgen.
Diese Aufgabe ist nach Hjähriger Zersetzung und Durchsetzung des Staats durch die Parteien des alten Systems nicht leicht. Sie wird deshalb einige Zeit in Anspruch Hinter, zumal das Volksinteresse fordert, daß nicht der Staatsapparat durch gleichzeitige Wegnahme zu vieler Betzandteile lahm gelegt wird. Aber das Volk darf sich dar- duf verlassen, daß nichts vergeben wird, wenn auch die Ord- mngs- und Reinigungsarbeit Monate in Anspruch nimmt.
Ordnung und Reinigung sind die Absicht der Regierung, licht kleinliche Rache, die unser unwürdig wäre. Die Rè- ierung wird in einem höheren Sinne Gerechtigkeit üb-n, t jedem das Seine gibt und auch den Gesinnungsdruck, der ater dem alten System auf der Beamtenschaft lastete, archaus berücksichtigt.
Zn zielbewußter zäher Arbeit soll ein Staatswesen auf- tat werden, das unserer nationalsozialistischen Idee chncht.
Darm st a d t, 13. März 1933.
Hessisches Gesamtministerium: gez. Dr. Werner, gez. Dr. Müller.
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Programmatische Aeußerungen des Staatspräsidenten.
, Darmstadt, 13. März. In einer Unterredung mit dem mptschriftleiter des „Darmstädter Tagblatts" äußerte ch Staatspräsident Dr. Werner über die Auffassung und Wien der neuen Regierung u. a. wie folgt:
Wir werden, nachdem wir jetzt die Regierung übernom- haben und nachdem jetzt die Ruhe im Lande wieder- Wigchellt ist, ohne Zögern an die Arbeit gehen.
W Aas die Frage nach dem Problem Bundesstaat oder W^chitsstaat erklärte Dr. Werner: Ich bin Föderalist aus M^Mgung, aber doch nicht in dem Sinne, daß ich mich für eine Erhaltung der Länder in der bisherigen ■ ersetzen könnte. Die dynastischen Beweggründe, bei her Gestaltung der Länder in der Geschichte vielfach Rolle gespielt haben, sind ja in Fortfall gekommen, scheint mir eine Neugliederung des Reichs nach M einen die gegebene. Damit ist, soweit es uns hier in angeht, keineswegs gesagt, daß nun etwa Frankfurt Moogsläufig die Hauptstadt eines neuen Landes Hessen Mttoen müßte. Ich bin im Gegenteil ein ausgesprochener der Konzentrierung der Bevölkerung in wenigen Wotzitadten.
schwieriges Problem stellen die Finanzen des Lan- dar. Mr werden selbstverständlich den größten Wert Mf eine möglichst einfache saubere Verwaltung, wird man damit rechnen müssen, daß sehr große ß^ 'I^s.ungen im Etat kaum noch möglich sind nach den Wankungen, die in der vorausgegangenen Krisenzeit erfolgt sind. Immerhin hoffe ich, daß es gelin- den Fehlbetrag des hessischen Staats in abseh- , Wegzubringen, da wir erwarten, daß das Reich Rx.Walten Verpflichtungen, die es dem Lande Hessen ge- er hat nachkommen wird. Ich denke dabei in erster die Verpflichtungen, die aus der Uebernahme der ■ durch das Reich entstanden sind.
M^ din selbstverständlich ein unbedingter Anhänger Wird „ s/urden Berussbeamtentums. Die neue Regierung Wrm^, er gar keinen Umständen daran denken, an die i^en des Berufsbeamtentums und an die in dieser Wag bestehenden gesetzlichen Bindungen zu rühren, nn' bHlürte Dr. Werner, auch nicht daran, etwa DEm?W eingearbeiteten Beamten aus irgendwelchen ibn Gründen in die Wüste zu schicken. Wo die bis- ^^br von Beamtenstellen aus zwingenden Erün- "^Wbrden müssen, werde man, abgesehen von be- Meilc ^^^nzelfällen, qualifizierte Berufsbeamte an ihre
Frage des Hessischen Landestheaters sagte Dr.
IWaLr cr der Auffassung ist, daß das Helillche Lan- seiner bisherigen Leitung seinen Auf- Mèzjxh gerecht werden kann und er daher in dieser i alsbald eine Aenderung eintreten lassen werde, betonte der Staatspräsident, daß ihm selbst- LWrlisti?. '^h^ viel an einer vertrauensvollen Zusam- der hessischen Presse liege. Um die Ver- I ' v^drg zu halten, wird die staatliche Pressestelle,
Ro Mr rttvgrcW. Mst^ MM. erzärMN-^o^^ ersetzen werden, erhalten bleiben. Ich bin mir der Schwere der Aufgaben, die uf) übernehme, und der Verantwortung vor Staat und Volk voll bewußt. Ich werde daher auch nicht empfindlich sein gegen eine sachliche Kritik. Wit
Aus Hessen-Nassau und Nachbargebieten
Merkblatt für den 15. März.
44 v. Chr.: Julius Cäsar in Rom ermordet. — 933: König Heinrich L, der Vogler, der eigentliche Gründer des Deutschen Reiches, schlägt die Ungarn an der Unstrut. — 1830: Der Dichter Paul Heyse in Berlin geb. — 1917: Abdankung des Zaren Nikolaus II. von Rußland.
Sie sagen: „Wer nicht arbeit', der soll auch nicht essen", und wissen gar nicht, wen sie alles mit diesem Ausspruch zum Hungertod verdammen. JohannNestroy.
Wetterbericht.
Trotzdem sich schon seit Ende der Vorwoche das kontinentale Hochdruckgebiet im Abbau befindet, hat bisher die Aufheiterungszone noch immer an Ausdehnung gewonnen. Am Montag war von ihr der gesamte europäische Kontinent erfaßt. Die Wirbeltätigkeit übr Nordeuropa setzt sich fort, so daß mit ihrem allmählichen Uebergreifen auf die Witterung Mitteleuropas gerechnt werden muß. — Vorhersage bis Dienstag abend: Vielfach bunftia, sonst meist heiter und mittags ziemlich warm, schwache Luftbewegung. — Witterungsaussichten für Mittwoch: Wolkigeres, im ganzen aber noch freundliches und trockenes Wetter, ausgeglichenere milde Temperaturen.
" Fulda, den 14. März 1933.
Vom Heldengedenktag.
Auf mehrfachen Wunsch bringen wir noch nähere Mitteilungen über die H e ld e n g e d e n k f e i e r n in der evgl. Kirche und auf dem Ehrenfriedhof. Die Predigt begann mit dem Zitat des Gedichtes: An die Lebenden!
Uns hat die Nacht verschlungen.
Nun hebt es an zu tagen. An unsre düstren Schrägen Rollt eine Woge Lichts.
. . . Hat nicht ein Vogel sungen? ... Ist doch ein Ros entsprungen? . . . War's nicht für nichts?
O ihr, durch deren Adern
Noch warm das Leben blutet: Geschafft, gewerkt, gesputet!
Und hütet Herz und Mund
Und lasset ab vom Hadern!
Ihr seid der Zukunft Quadern —
Wir sind der Grund!
Bei der Kranzniederlegung an der Namenstafel sagte Pfarrer Reichard:
„Die Heldengedenkfeier eines niedergebrochenen Volkes ist sinnlos, wenn sie nicht zur Eeburtsstunde neuen Willens zum Siege wird.
Sie hielten aus in Kampf und Sturmeswettern, Sie standen fest für Freiheit, Recht und Pflicht.
Das Schicksal kann die Heldenbrust zerschmettern, Jedoch den Heldenwillen bricht es nicht!
Den Unbesiegten, die Niedergebrochenen, die, die wieder siegen wollen!"
Auf dem Ehrenfriedhof führte der Stahlst elmführ er bei der Kranzniederlegung aus:
„Gestritten, gelitten für Deutschlands Ehr — Ihre Namen kennet nur Gott der Herr.----
Im Felde blieben sie unbesiegt, auf See unbesiegt, in der Luft unbesiegt, unbesiegt auch unter Wasser — und sann zerschlugen wir doch unsere Rüstung und lieferten doch unsere Kriegsflotte aus?--Ob das unsere Gefallenen verstehen würden? Mit reinem Herzen zogen wir in den aufgezwungenen Verteidigungskrieg und unterschrieben dann doch die Lüge von Deutschlands Kriegsschuld? — — ob das unsere Gefallenen verstehen würden? Wir führten den Krieg grausam, weil die grausamste Kriegführung am ehesten das entsetzliche Morden beendet — aber wir führten keinen Krieg gegen Frauen und Kinder, wie England mit der Hungerblockade tat, wir führten keinen Krieg gegen wehrlose Kriegsgefangene, wie Frankreich tat — und suchten dann doch nach angeblichen Kriegsverbrechern? — ob das unsere Gefallenen verstehen werden? Nach dem entsetzlichen Wort der Feinde leben 20 Millionen Deutsche zu viel, ihre Diktate sind so ungeheuerlich, daß Deutschland in Schmutz und Armut verkommt — und da können immer noch Deutsche in Saus und Braus leben, als ginge das Elend ihres Volkes sie gar nichts an? — — ob das nufere Gefallenen verstehen würden?
Wo blieb der Geist von 1914? Ist er etwa miteingesargt? Geist von 1914, erwach auch im letzten Deutschen! Heldengedenktag, weck in uns allen alle deutschen Tugenden. Opferbereitschaft, Treue, Kameradschaft, Hingabe aus Ganze! Heldengedenktag, lehr uns, im Nächsten auch im Zivil den Kameraden zu sehen, mit dem es gilt, im gleichen Schritt und Tritt zu gehen, den es anzusehen gilt, als wâr's ein Stück von mir! Heldengedenktag, bann alle falsche Hoffnung auf das Ausland, weck die Altväterart, die wußte: „Helf dir selbst, so helft dir unser Herre Gotts" Weck Vertrauen auf die eigene Kraft und auf den höchsten Gott, den Gott, der Eisen wachsen ließ und wollte keine Knechte! Frontheil!"
Am Denkmal der Vereinigung der ehe m.
4 7er F e l d a r t i l l e r i st e n hielt der Vorsitzende dieser Vereinigung, Herr Niemeyer, folgende Ansprache:
„Wir sanken hin für Deutschlands Glanz, Blüh', Deutschland, uns als Totcnkranz. Der Bruder, der den Acker pflügt Ist mir ein Denkmal, wohlgefügt.
Die Mutter, die ihr Kindlein hegt Ein Blümlein überm Grab mir pflegt.
Die Viiblein schlank, die Dirnlein rank Blüh'n mir als Totengärtlein Dank.
Blüh', Deutschland, überm Grabe mein
Jung, stark und schön als Heldenhain.'
So sang der unvergeßliche Dichter Walter Flex in einem seiner schönsten Werke, und man könnte meinen, er habe seinen allzusrühcn Heldentod vorausgeahnt und mit diesen Worten den Prolog zum künftigen deutschen Volks- trauertag geschrieben.
WoMN ^rMd Mtâ MiiMk^ MMHkÄ M^kkÄ äst rechnen dabei auf die Unterstützung aller Kreise des Volkes, die gleich uns in der nationalen Einstellung des Staates und der Regierung die unerläßliche Voraussetzung für jeden Wiederaufbau sehen.
Deutsche Männer und Frauen, liebe Kameraden!
Anfang und Ausgang alles vaterländischen Denkens ist leit 18 Jahren das gewaltige Völkerringen 1914—1918. Diese Erscheinung ist nicht nur in dem Empfinden des besiegten und gedemütigten Volkes zu suchen, so sehr dies an sich verständlich wäre, sondern die unerhörten Opfer an Blut und Gut zwingen unsere Seelen immer wieder in den Bann dieses Geschehnisses.
Der Weltkrieg war nun einmal das größte Ereignis der Geschichte, und das Geschlecht, das diese Jahre mit erlebte, kommt nicht los von all dem Großen und Erhabenen, kommt aber auch nicht los von all dem Bitteren und Schweren, das die Kriegszeit im Gefolge hatte.
Wenn der Vorfrühling in der Natur sich ankündigt, rufen die Glocken von Turm zu Turm: „Reminifcere"! Vergiß mein Volk der teuren Toten nicht. Kein Gesetz hat den Tag geboren und kein gesetzlicher Schutz ist ihm bis heute zugesprochen. Aber Kriegsteilnehmer, Leidtragende im weiten Reiche, die deutsche Jugend, Städte, Dörfer, In- und Ausländsdeutsche vereinen sich an diesem Tage zum Ehrengedächtnis für die zwei Millionen deutscher Männer und Jünglinge, die ihr Leben für das Vaterland geopfert haben. Und wir hätten fürwahr kein Herz mehr in der Brust, wenn wir dieser großen Blutopfer vergessen könnten. Schon in der Kriegszeit wurden überall Trauerseiern abgehalten. Und all das entsetzliche Unglück, mit dem für ganz Deutschland der Krieg auslief, hat es nicht hindern können daß ein, unser ganzes Volk umfassender Trauertag angestrebt wurde. Heute ist dieser Tag bereits zur deutschen Volkssitte geworden und hat tiefe Wurzeln geschlagen.
Ein Wandern der deutschen Herzen hebt an dem Volkstrauertag an. Es ist ein wundersams, geheimnisvolles Kommen und Gehen.
Aus der Heimat ziehen unsere Gedanken hinaus in die weite Welt, an die Stätten der einstigen Kampffronten. Unsere Gedanken ziehen hinaus nach den großen Kriegsschauplätzen in Osten und Westen, sie ziehen aber auch nach dem Norden, wo die Wellen ihr Lied von stillem Heldentum und Seemanstod singen. Sie ziehen nach dem Süden in weiter Ferne, bis zur Wüste und in die beutftfjen Kolonien. Unsere Gedanken suchen dort die Gräber, die wir vielleicht nie gesehen haben und nie sehen werden.
Wie unsere Tapferen im Leben stets zusammengehalten haben, so drängen sich auch jetzt, oft vieltausendfach, in Hemden Landen die schwarzen Kreuze unserer toten Kameraden in stummer aber desto ergreifenderer Sprache dicht aneinander.
Und dann — dann kommen die Toten in die Heimat, angezogen von der Liebe, die stark wie der Tod, ihrer in der Heimat gedenkt. In der Heimat soll es heute ganz stille sein, und in dieser Stille sollen sich die Toten und Lebenden begegnen. Die Zahl der Toten ist zwar riesengroß, aber in dem innersten Heiligtum unseres Volkes, in dem sie sich sammeln, finden sie alle liebevollen Raum. Die Namen der Einzelnen mögen vergessen werden, wie ihre Gräber in der fremden feindlichen Welt. Aber das Heer der gefallenen Helden lebt weiter im Glanz der Verklärung, im Herzen des Vaterlandes, hinausgehoben über Raum und Zeit, in der ewigen Welt Gottes.
So wird der Volkstrauertag zur großen Kreuzesandacht aller Deutschen. In seltener Opfertreue finden wir unsere Gefallenen vereint und wir treten im Geiste und in Andacht an ihre Gräber, die schützend, wie ein Wall, den deutschen Grenzen vorgelagert sind. Ehrfürchtig und erschauernd stehen wir stille vor solchen großen und heiligem Heldentum. Wir sehen in ihm die reinste und edelste Verkörperung unserer Volksart und der Volksgemeinschaft, wie sie von den ehemaligen Frontsoldaten schon immer erstrebt worden ist. Möge deshalb der Volkstrauertag nicht nur der Ausdruck gegenwärtiger Dankbarkeit sein, sondern auch ein Denkmal deutscher Einigkeit und ein Sinnbild deutscher Hoffnung bleiben.
Unsere toten Kämpfer sind zur Zeit das einzige Symbol deutscher Einigkeit. Ihr Gedächtnis soll uns dazu helfen, daß es auch in Zukunft vom deutschen Volke wieder heißt: „Ein Gott, ein Volk, ein Wille". Die singende ^"vend von Langemark sei der Vorkammer für diese neue Welt.
Volkstrauertag mahnt: Vergeßt nicht der Opfer, die für Euch gebracht sind. Wir alle leben ja von der Liebe der Unseren. Diese Liebe verzehrt sich, weil sie uns leben half. Was wir so im persönlichen Leben erfahren, hat seinesgleichen auch in unserem Volksleben. Unser Volk lebt wesentlich von dem Opfer seiner Vesten. Auch den tiefsten Geheimnissen des Kriegsopfers kommen wir nur nahe, wenn wir über den Kriegsgräbern die Worte leuchten sehen, die still und stumm uns im Herzen treffen: „Für Euch, für uns".
Wie immer auch im einzelnen ein Menschenleben zu bewerten ist, nach Kraft und Geist, Anlage und Gabe, das Höchste und Letzte, was ein Mensch in Treue einzusetzen hat, ist doch sein Geben. Das Gut aber, das über dem persönlichen Leben steht, ist das Vaterland. Und so spüren wir heute mehr, denn je die Mahnung der Gefallenen: „Deutschland muß leben, auch wenn wir sterben müssen."
Denken und Danken am großen deutschen Kriegergrabe, das sann nicht ohne Trost sein, für uns, für die Feiernden von heute, für unser Volk in Not. Die draußen schlafen, sie wollten uns Einigkeit, Macht und Freiheit erringen. Wollen wir klagen, es wäre alles vergeblich gewesen, umsonst hätten sie sich geopfert? Ja umsonst hätten sie sich geopfert, wenn wir wehleidig, hoffnungslos und verbittert den Kleist verleugnen würden, der sie beseelt hat.
Darum mahnen unsere gefallenen Kameraden zum Mut und zur Geduld, zur Pflichttreue und zum Opfersinn, zur Treue in der Nachfolge, die auch bei härtester Probe nicht in die Knie sinkt. Aus dem Leid ist immer wieder des deutschen Volkes höchste Kraft gewachsen. Das Gedenken an die Gefallenen führt uns aus dem tiefen Tal der Trübsal wieder zu freien Höhen.
Das aber ist die Gewissensfrage am Tage des Gedächtnisses unserer Toten: Wie stehst du Volk von heute zum Leben? Willst du es genießen, so wirst, du es unnütz verzehren. Erkennst du es aber als ein Amt, das dir anverlraut ist, so wird es getragen von Pflicht und Selbstverleugnung. Dann wird auch Deutschland auferstehen und weiterlebcn, durch die Opfer derer, die ihm jetzt und für alle Zeiten treu sind, treu bis an den Tod.
In diesem Sinne und als äußeres Zeichen unserer Dankbarkeit, lege ich hiermit am Gedenkstein meiner toten Regimentskameraden und damit zugleich in Ehrfurcht vor dem Millionenheer der gefallenen deutschen Helden diesen Kranz nieder wie seit Jahren mit den Farben, für die wir gekämpft haben und für die unsere Helden gestorben sind.