auch die MKgNchkeft gegeben, in ^rertSeft an dre Gkâe der Kommissariatsregierung wieder ein vom Parlament gewähltes Kabinen zu setzen, — aber hier wie überall im Reich, wo die Länderregierungen sich umgestalteren oder umgestaltet wurden, hat sich doch eine tiefgehende Veränderung des Verhältnisses zwischen Reich und Ländern vollzogen. Vorläufig geschah das nicht auf dem Wege, der Verfassungsänderung, sondern allein oder doch meistens durch die einfache Tatsache, daß die in den Ländern zur Macht gelangten beiden nationalen Parteien ihren Mittelpunkt und ihr Schwergewicht in der Re ch Preußen-Regierung haben. Diese politische „Gleichschaltung" ist mehr als nur ein verwaltungstechnisches und allgemeinpolitisches Nebeneinander, sondern ist seitens derLänder ein Marschieren hinter dem Reich geworden. Ähnliches hatte ja auch nach der Novemberrevolution 1918 eingesetzt, war damals aber nur sehr teilweise weitergeführt worden. „Konflikte" irgendwelcher Art zwischen Reich und Ländern sind künftighin einfach nicht mehr möglich; dazu ist das am 5 März durch die Wahl dem Reich verliehene tatsächliche Hbergewichi viel zu groß geworden, und außerdem hatte so manches Mal in der vergangenen Zeit ein solcher Konflikt weniger ein staatsrechtliches als ein _— parteipolitisches Gesicht. Der politische Erdrutsch seit dem 30. Januar, der am Tage der Reichstagswahl ein so stürmisches Tempo angenommen hat, zerstörte und zerstört auch hier so manches, was mehr „traditionell" als — berechtigt war. „Das Alte stürzt", denn „es ändert sich die Zeit".
Natürlich ist diese politische „Flurbereinigung" Mittel zum Zweck, aber nicht Selbst- und Endzweck der Umgestaltung Deutschlands in seiner Form und seinem Geist. Denn Deutschland ist auch Lebcnsraum für 65 Millionen oder — sollte es wenigstens sein. Er soll es erst werden. Nach hoffentlich schneller Erledigung nächstliegender politischer Aufgaben, also nach Beseitigung der letzten hier noch bestehenden Hemmnisse ist Wirtschaftspolitik d i e „Forderung des Tages". Gewiß sind wir auf dem Wege dazu, wenigstens eine, allerdings wohl die schlimmstes nämlich die politische Störung beim Ringen der deutschen Wirtschaft mit der Krise allmählich beseitigen zu können. Unendlicher Schaden ging von dieser Seite her schon seit Jahren aus und die aus ihr entspringende Ungewißheit über das politische Morgen zerstörte immer wieder die Ansätze zu wirtschaftlicher Entschlußfreudigkeit. Für die mehr als sechs Millionen aber, die zwar Raum in Deutschland, aber keineArbeit haben, will die neue Führung des Reiches Beschäftigung zu schaffen versuchen, auf Wegen, die vielleicht- ganz anders verlaufen müssen, als man es sich bisher vielleicht vorgestellt haben mag. Denn die Weltwirtschaftskrise erlebte eine neue Eruption, die das Zerstörungswerk an der schon kaum noch mit Neckt als solcher bezeichneten „Weltwirtschaft" fortsetzte. Hoch empor lodert das Feuer der amerikanischen Kredit- und Dollarkrise, große Teile dessen, was dort noch zu stehen schien, vernichtet der aus dem Krater sich ergießende Lavastrom und der dichte Aschenregen einer aufs höchste gesteigerten Hoffnungslosigkeit senkt sich über die weiten Gefilde der amerikanischen Wirtschaft. Und nicht bloß über ne! Auch über die Hoffnungen, die davon träumten, die Welt würde nun endlich, endlich einsehcn. daß nur aus gemeinsamem Zusammenleben die im Kamvf gegen die Weltkrise notwendigen Kräfte erwachsen können.
Ein Trümmerfeld ist das Gebiet der Wirtschaft, ein Trümmerfeld aber auch das des außenpolitischen Geschehens. Soll man es erst noch aufzäblen? Krieg im Fernen Osten, Austritt Japans aus dem Völkerbund als Folge des milden Genfer Tadelsvotums, der Konflikt um Danzig und die damit eingetretene Verschärfung des Verhältnisses zwischen Deutschland uhb Polen, die Zusammenballung der Fronten der „R e v i i i o n i ft e n", also der Gegner vor allem des Versailler Diktats einerseits, und der „A n 1 i r e v i s i o n i st e n", also der Nutznießer dieses Diktats andererseits. Dazu natürlich auch noch das drohende Auseinandervlatzen der Ab- r ü st u n g s k o n f e r e n z, auf der sich die oben skizzierten Spannungen schon ganz unverhüllt und fast ohne die dort übliche diplomatische Verschleierung zeigen. In Frankreich reist eine sowjetrussische Militärkommission herum und — bestellt Geschütze. Und Macdonald reiste zusammen mit seinem Außenminister ebenfalls durch Frankreich. Über Paris nach Genf, wo, nicht zuletzt durch deutschen Druck, Entscheidungen erzwungen werden. Man soll es auch beim Gegner anerkennen, wenn er die Wahrheit spricht, — und es ist bitterste Wahrheit, was jetzt der französische Außenminister Paul-Boncour am Grabe Briands gesagt hat: „Die Stunde ist dunkel und schwarze Wolken stehen am Himmel!"
Dr. Vr.
Oie Klaggenordnung für den Volksiraueriag in Preußen.
Ein Erlaß Görings.
Der Kommissar des Reiches für das preußische Ministerium des Innern, Reichsminister Göring, hat in Übereinstimmung mit dem Erlaß des Reichsministers des Innern sowie in Übereinstimmung mit dem Beschluß der Kommissare des Reiches in Preußen vom 2. März 1933 für seinen Geschäftsbereich folgendes angeordnet:
„Mit Rücksicht auf die entsprechende gleiche Regelung der Reichsregierung für die Reichsdienstgebäude wird an- geordnet, daß am Gefallenengedenktage neben den Farben Schwarz-Weiß auf den preußischen staatlichen und kommunalen Tienstgebäuden, den Gebäuden der Körperschaften des öffentlichen Rechts sowie den Gebäuden der öffentlichen Schulen zum Gedächtnis der unter diesen Farben Gefallenen nur die Flaggen Schwarz-weiß-rot gezeigt werden dürfen."
Dazu bemerkt Reichsminister Göring: Am 12. März, dem Volkstrauertage, gedenkt das deutsche Volk der zwei Millionen Toten des Weltkrieges, die durch ihr geheiligtes Opfer das Fundament für den Neuaufbau der deutschen Nation zum 30. Januar bilden.
Sie siegten und starben an allen Fronten unter der siegreichen deutschen Fahne Schwarz-Weiß-Rot und unter ruhmgekrönter preußischer Fahne Schwarz- Weiß. Aus diesem Grunde werden am 12. März zu Ehren der Toten aus allen Gebäuden des Staates nur die Fahnen Schwarz-Weitz-Not und Schwarz-Weitz gesetzt. Nun weht aus zahlreichen staatlichen Gebäuden das Hakenkreuzbanner, als Symbol des Sieges des erwachenden Deutschland. Dieses ebenfalls durch das Blut zahlreicher Freiheitskämpfer geweihte Banner wird wegen des Volkstrauertages am Sonnabend, den 11. März, bei Sonnenuntergang in feierlicher Flaggenparade im Beisein mindestens eines Sturmes der SS. und SA. und unter Mitwirkung eines Musikkorps oder Spielmannszuges unter den Klängen des Horst-Wessel-Liedes feierlich eingeholt werden, denn der 12. März ist der Tag des Gedenkens an die Toten des Weltkrieges.
Der marxistische Kvrruytionssumpf.
Göbbels über die Bedeutung der Kommunalwahlen.
Am Donnerstag sprach im Rundfunk der Reichspropagandaleiter der NSDAP.. Dr. Göbbels über die Bedeutung der Kommunalwahlen am 12. März. Er führte dabei u. a. aus:
Der 12. März wird in Preußen ein nicht minder großer Vernichtungsschlag gegen den kommunalen Marxismus werden, der, weil er im Verborgenen blühte, um so verderblicher war.
Unter den marxistischen Skandalen ist der eine fast noch gemeiner als der andere. Man braucht sich nur die beispiellosen Skandale, die in langer Serie sich ereignet haben, ins Gedächtnis zuruckrufen. Jedem Deutschen haben sie sich in die Seele gebrannt, die Namen der Nutznießer des marxistischen Regimes, unter denen nur die Sklareks erwähnt seien, die den Staat um 150 Millionen, oder B a r m a t, der den Staat um 50 Millionen geschädigt hat.
Wie gewirtschaftet worden ist, geht daraus hervor, daß man auch kommunistische Stadträte in dieser illustren Gesellschaft gefunden hat, die in Wahlversammlungen Brandreden gegen die kapitalistische Gesellschaft hielten, die aber mit zu den von den Nutznießern des Novembers veranstalteten Jagden fuhren, die sich auf Sektgelagen betranken und sich auch sonst nicht von den Freuden dieser Welt zurückzogen. Die prominentesten Säulen der Sozialdemokratie gehörten ja von jeher zu den besten Freunden dieser Klique!
Weiter braucht man nur daran zu denken, was sich im deutschen Reiche in den städtischen Kommunen, in den Verwaltungen, beim Wohnungsbau, bei den Krankenkassen und überall sonst abgespielt hat. Es wird vielleicht Jahre dauern, bis all diese Dinge aufgedeckt und klargestellt worden sind. Überall in Stadt und Land haben sich gelehrige Schüler der Korruptionsprofessoren Sklarek und Barmat gefunden, überall ist das Geld der Steuerzahler mit vollen Händen verausgabt worden. Alles, was die marxistischen Machthaber aufbauten, sind
Potcmkinsche Dörfer
gewesen und überall wurde die kommunale Wirtschaft um Millionen geschädigt. Nur zwei Beispiele für die marxistische Wirtschaft: Das Volkshaus in Dortmund! Der marxistische Magistrat übernahm die Bürgschaft hierfür. Immer und immer wieder sprang er mit Darlehen ein, Hunderttausende sind allein für diesen Fall vergeudet worden. Bei der Einweihung einer neuen Rheinbrücke in Köln-Mülheim wurden allein 13 000 Mark für die Errichtung der Tribüne bezahlt, die Kraftwagenfahrten zur Eröffnungsfeierlichkeit kosteten 39 000 Mark, das Festbuch verschlang 20 000 Mark, die photographische Aufnahme der Festgäste kostete 15 000 Mark. Und so wie in diesen Fällen lassen sich unzählige andere aufzählen. Das deutsche Volk ist jährlich um Hunderttausende und Millionen betrogen worden unter stillschweigender Duldung oder sogar unter Mitarbeit der marristischen Behörden. Diese Schiebungen schrien förmlich nach dem Staatsanwalt, es wurde aber nichts unternommen Die Furcht vor den einflußreichen Parteibonzen war zu groß. Und so steht man heute vor einem unüberbrückbaren Korruptionssumpf.
Was soll man dazu sagen, wenn ein aktiver preußischer Ministerpräsident einige Dienstzimmer an ein privates Nachrichtenbüro vermietet und die vereinnahmten Gelder nicht an die Staatskasse abführt, sondern sie als zum Repräsentationsfonds gehörig in die eigene Tasche steckt und darüber keine Abrechnung gibt? Im roten Berlin war eben alles möglich! überall Korruption, Unfähigkeit und noch einmal Korruption!
Die Blasen, die aus diesem marxistischen Sumpf aufsteigen, sind unerträglich. Der tragikomische Abgang dieser Helden von der Bühne ihres politischen Wirkens hat dem Volke die Augen geöffnet.
Es kommt am 12. März darauf an, das ganze Reich im großen, in den Ländern und in den Kommunen wieder einmal sauber und anständig zu machen. Dafür wollen wir am 12. März sorgen!
Verbot gegen den „Zungdeutschen" aufgehoben.
Berlin, 10. März. Das Verbot gegen die Tageszeitung >65 Jungdeutschen Ordens „Der Jungdeutsche" wurde auf Grund eines Reichsgerichtsurteils am 8. März aufgehoben.
Aus Seffen-llaffai! und AnKbargebieten.
Merkblatt für den 12. März.
1607: Der Dichter Paul Gerhardt in Gräfenhainichen geb. — 1909: Hermann Julius Meyer, Inhaber des Bibliographischen Instituts, Leipzig gest.
Merkblatt für den 13. März.
1741: Kaiser Joseph II. von Oesterreich geb. — 1781: Der Architekt Friedrich Schinkel in Neuruppin geb. — 1860: Der Komponist Hugo Wolf in Windischgrätz geb.
Das Blut all derer, die im Glauben an Deutschlands Größe gefallen sind, ist nicht vergeblich geflossen. In dieser Zuversicht baue ich fest auf Dich — Du deutsche Jugend.
v. H'i n d e n b u r g.
Wetterbericht.
Im Bereich hohen Luftdrucks herrschte in unserem Bezirk in den letzten Tagen mildes Wetter. Die Wirbeltätigkeit auf dem Atlantik baut zwar den hohen Luftdruck über dem Kontinent von Westen her langsam ab, doch bleibt das freundliche nd milde Wetter noch erhalten, wenn sich auch zeitweise etwas mehr Bewölkung einstellen wird. — Vorhersage bis Samstag abend: Vielfach dunstig, sonst heiter bis wolkig, trocken, tags sehr mild, Temperaturen auch nachts über Null, östliche bis südöstliche Winde. — Witte- rungsaussichten für Sonntag: Fortdauer des milden und im ganzen noch trockenen Wetters.
Evangelische Einheitsliste und wahlberechtigte Jugend!
Ihr jungen evangelischen Christen! Ihr habt die Zukunft zu meistern. Deshalb hat man Euch auch das Wahlrecht gegeben, um mit zu weben am Geschicke der Heimat. Zeigt Euch hierbei der Väter wert. Ihr könnt stolz aus sie sein. Sie haben eine kleine evangelische Gemeinde zu Ansehen und Kraft geführt. Erhaltet sie Euch! Die Väter und Mütter geben Euch in der Evangelischen Einheitsliste (Wahlvorschlag Nr. 10) das Werkzeug in die Hand, auch praktisch Eueren Glauben zu bekennen. Stärkt die evangelische Kampffront, indem Ihr alle am 12. März wählt die Evangelische Einheitsliste Nr. 10!
Fufdcc, dssts.1
Am Wochenende.
Nach der großen Durchbruchsschlacht am 5. März nun die nicht minder wichtigen Stellungsbefestigungen J die Kommunalwahlen — im Gang bzw. im Endstadium Von Kampfmüdigkeit ist bei uns in Fulda nicht viel merken, aber immerhin ist die Einstellung des Wählers per. sönlicher und v e r söhnlicher als bei den großen Wahlen Am Stammtisch erklärt beispielsweise der Herr Soundso- ......ja, meine Herren, ich bin nicht Parteigänger de-- Kandidaten P., aber ich gebe ihm meine Stimme doch. Wenn ich mir die Frage vorlege: was hat er für die Allgemeinheit geleistet . . . dann komme ich zu dem Entschluß . " Der Fuldaer vermißt nicht gerne die „Charakterköpfe"' j« seinem Stadtparlament — unbeschadet seiner kritischen Einstellung. Fulda ist nicht mehr so klein wie dunnemals da einer den andern persönlich kannte und in der ganzem lokalen Genealogie beschlagen war — Fulda ist aber auch noch nicht so groß, daß man nicht über die Qualitäten und > Fähigkeiten markanter Persönlichkeiten genau im Bilde wäre. Der schlimmste Vorwurf, den ein Fuldaer einem Führer machen kann, ist der: „Aer hot sich die Däsch vobl gemoaichd. . ." Wo das behauptet wird, ist alle Sympathie verflogen. Der Fuldaer liebt die Leute mit der reinen Weste, wenn sie auch sonst hundertmal seinen Widerspruch herausfordern. Na, da wollen wir hoffen, daß morgen neben den vielen neuen Männern und Frauen auch mancher altbewährte Stadtvater aus der Urne herausgehen wird — alle treibt ja schließlich nicht Ehrgeiz oder irgendwelche Ambition, sondern die heiße Liebe zu unserer Vaterstadt, zur Heimat und darüber hinaus zum Vaterland. Die Elemente, die die verflossene Regierung nicht meistern konnte, Habens wie jeder Tag mehr beweist, ihren Meister gefunden. Es ist immer so und wird immer so bleiben, daß sogenannte liberale Regierungen unter einem Widerspruch leiden. Sie wollen ihren Prinzipien gemäß weich und tolerant sein, während die Macht, die sich behaupten will, hart und in gewisser Hinsicht intolerant sein muß. Entweder müssen sie also von ihrer Macht oder von ihren Prinzipien lassen. —
Wer jetzt mit wachen Augen umhergeht, kann viel sehen, viel Merkwürdiges und manche Metamorphose — nicht nur in der erwachenden Natur. — Alles ist in Bewegung, der Verkehr auf den Straßen scheint, auch zu ungewohnten Stunden, lebhafter geworden zu sein. Manche versuchen auch das Wort einer Fuldaerin Dichterin wahr zu machen: „. . . Die Hände voll Veilchen pflücken wir — Und legen sie heimlich dem Leid vor die Tür." Aber leider holt man sich dabei noch nasse Füße und mitunter einen Schnupfen — die Anlagen am Frauenberg auf der Horaser Seite machen da mehr Freude als der untere Teil des Schloßgartens mit seinem berühmten „Knoatsch". — Vor dem Paulustor zwitschern die ersten Sommergäste, die werden sich baß verwundert haben, als sie bei ihrer Rückkehr aus dem sonnigen Süden die Hakenkreuzfahne auf dem Schloßturm gewahr wurden. Ja, wenn die Schwalben wiederkommen — die werden schau'n! Die Fuldaer haben sich inzwischen an die neue Fahne gewöhnt — an den ersten Tagen gab es immer kleine Menschenansammlungen vor dem Schloß: „'s eß so näblig, m'r sieht se noch net". Aber dann, als die Nebel gefallen waren, kam die strahlende Frühlingssonne — und in der Tat, die neuen Farben (die ja eigentlich die alten sind) machen sich recht dekorativ in der blauen, klaren Märzluft. Unbekümmert um Politik und Flaggensorgen ziehen einige Knirpse just am Domplatz an mir vorbei Es sind so echte Fuldaer Jungen, die iircn schulfreien Wahlfeiertag genießen. Sagt der eine: „Von mir uis derfd alle Monat e boaer moal Woahl sei". Ich stelle mich fremd: „No boröm, Jöngsche?" — „Ache no, doa früge mer allemal scholfrei". Dazu meint nun der andere, der wahrscheinlich kein Optimist ist: „Odder au net!" Du ahnungsvoller Engel du! — Dann singen die Knirpse monoton immer denselben Vers nach eigener Melodie: „Jetzt kommt der Frühling, jetzt kommt der Frühling . . ." Da gibt's nun nichts dran zu rütteln — der Frühling ist stark im Anzug. Man merkt es an verschiedenem. — Da sind zuerst die Saisonartikel, wie Kinderwagen und Babyausstattungen, die in den Schaufenstern der Spezialgeschäfte auftauchen, daneben im Eärtnerladen werden Parmaveilchen angeboten, die Dienstagsmusikanten haben alle Frühlinqsschlager in ihr Repertoir aufaenommen. Altersgraue Häuser, die man reif für den Abbruch hielt, werden mit Malergerüsten umkleidet — und an den Türen werden „Blutreinigungstees" und Wacholdersaft für die Frühjahrskur angeboten — die Frühlingssymptome lassen sich nicht hinwegleugnen. Und dann Mitte März — sowieso — wie manche Leute zu sagen pflegen. —
Für den Jäger hat der kommende Sonntag Reminücere eine besondere Bedeutung — bald wird er nun am Waldrande den scheuen Vogel „mit dem langen Gesicht" belau- fd'en können Des Weidmanns schönste Zeit ist gekommen. Man holt sich auch um diese Zeit gerne eines der bunten Löns-Bücher aus der hintersten Ecke des Bücherschrankes hervor — Hermann Löns ist doch einer der Getreuen, deren Eedäibtnis immer wie ein Mollakkord in der deutschen Seele erklingt. Das Reminiscere am Volkstraue^ tag soll kein niederdrückendes Erinnern sein, es soll auch nicht damit genug getan sein — niemals soll das Opfer vergessen sein — so wie wir hoffen auf den frohen Ostertag, der uns in der Passionszeit schon entgegen schimmert.
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Gefallenenehrung.
Der Reichsverband Deutscher Kriegsopfer veranstaltet wie alljährlich am Volkstrauertage morgen, Sonntag, den 12. März, vormittags %12 Uhr am Ehrenmal.auf dem neuen städt. Friedhof eine Gedenkstunde für die im ew krieg Gefallenen, zu der die Einwohnerschaft von Fui^ herzlich eingeladen ist. (Siehe gestrige Anzeige.)
nöf Ust! schc
sie des Sei an um ein ent St, O(I( Mc bei ii n
Hohes Alter.
Am Montag, den 13. März, wird Frau Witwe trude Zimmer, hier, Schweinemarkt 7, 79 Jahre au- Trotz ihres hohen Alters verrichtet sie noch täglich kW' häusliche Arbeiten. Seit 54 Jahren wohnt das hochoetag Geburtstagskind in demselben Hause.
Apothetendienft.
Nacht- und Sonntagsdienst ab heute abend 8 Uhr . nächsten Samstag einschließlich: Löwenapotheke und P1 1 apotheke.
Landwirtschaftsschule Fulda.
Am Samstag, den 18. März d. Js., von 0.30 Uhr findet in der „Harmonie" zu Fulda die diesjährige s! liche Schlußprüfung der Landwirtj m ° > fljC schule statt, wozu besonders die Eltern der ehemaligen Schüler sowie sonstige Freunde und w . der Anstalt eingeladen werden.
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