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Zulösee NnzeLgrr

Kurze politische Nachrichten.

Das N e i ch s w i r t s ch a f t s m i n i st e r i u m hat ungeordnet, daß Personen, die im an ständischen Grenzgebiet wohnen, aber aus dem Jnlande Arbeits­löhne Gehälter, Pensionen, Renten oder ähnliche Bezüge erhalten, bis zu 500 Mark monatlich auf freies Reichs- markkonto bei inländischen Kreditinstituten genehmigungs- frei einzahlen dürfen. *

Der kommissarische preußische Innenminister hat dem Anträge des Breslauer Polizeipräsidenten statt­gegeben, dem erschossenen Hilfspolizisten Geisler ein Staatsbegräbnis zu bereiten.

Der Reichskommissar für das preußische Kultusministerium, Dr. Rust, hat durch einen Runderlaß an alle Provinzialschul- und Regierungs­behörden veranlaßt, daß am Vortage des Volks- trauertageß, am Sonnabend, in den Schulen in wür­diger Weise des Tages gedacht wird

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Wie aus zuverlässiger Quelle verlautet, hat der Re- aierungspräsivent von Osnabrück, Dr Sonnen­schein, seinen Austritt aus der Zentrumspartei erklärt. Dr. Sonnenschein soll sich bei der NSDAP, als Mitglied angeschlossen haben.

Wie aus Buenos Aires gemeldet wird, hat die argentinische Regierung infolge der amerika­nischen Bankenkrise die Verbindung der argentinischen Währung mit dem französischen Franc beschlossen.

Französische Blätter warnen vor einem A b st r ö men deutscher Komm uni sten nach Frank reich und fordern die Regierung auf, Maßnahmen zu ergreifen, da­mit eine Masseneinwanderung und eine Ansammlung deutscher Kommunisten an gefährlichen Punkten vermieden wird. Die Flut der deutschen Kommunisten solle verteilt und kanalisiert werden.

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Längs der ganzen holländischen Grenze mit Deutschland ist die holländische Grenzpolizei verstärkt worden, um den Übertritt politischer Flücht­linge aus Deutschland zu überwachen.

Hitler an die Deutschen in Ztal'en.

Reichskanzler Hitler hat durch dasGior- nale di Genova" eine Botschaft an die Deutschen in Italien gegeben.Sagen Sie in Ihrem Blatt den Deutschen", so hat Hitler dem ihn in Berlin aufsuchenden Redakteur erklärt,daß sie bei der Rückkehr nach Deutsch­land bald ein neues Vaterland vorfinden werden, das mit dem alten nichts mehr gemein hai,

ein Deutschland, das wir zu Wohlstand, Glück und Ruhe führen werden, ein Deutschland, das nicht mehr das der alten Regierenden sein wird, die großzügig dem Kommunismus und der Anarchie die Türen offen ließen, sondern ein Land der Ordnung und Disziplin, das unter den großen Nationen die Rolle einnehmen Urrb, die die Geschichte ihm «ladeilt bat"

Wenn niemand schwereren Dienst hätte, Mama! Ich agte dir ja, Frau Renate ist so gut! Und die Kleine ist mell» lief,! Aber wer weiß, wie lange ich diese angenehme Stellung haben werde! Soviel ich weiß, bedeutet auch die geglückte Operation nach menschlichem Ermessen nur einen Mifjchub. Aber ich hoffe immer, daß auch berühmte Aerzte irren können!"

. "^h, gewiß! Aber im Ganzen kann man sich wohl auf ihre Meinung verlassen! Schreib bald, Eva-Marie, grüße deine ilebe Freundin und vergißt nicht, daß mich alles interessiert, was du erlebst! Im Herbst komme ich mal nach Berlin -Laute Hermine in Potsdam hat nämlich Geburtstag/"

Der Zug brauste heran Noch lange flatterte Eva-Maries Dann wanderte Exzellenz mit feuchten Augen den Weg nach dem Gut zurück.

9.

Der Zug fuhr über die flache Mark, vorbei an kleinen Seen, n Kiefern und Heide nach Berlin. Die Leute, die mit Eva- "Wte im gleichen Abteil saßen, klagten, daß ihre Ferien zu feien. und sie nun wieder hinein müßten in Arbeit, .nb und Hitze, daß nun wieder die schönste Zeit des Jahres ^nber wäre, und zwölf lange Monate sie von der Schön- ^^ber Berge und des Waldes trennten.

^ ^na-Marie nickte versonnen Wie hatte sie es doch gut! Ihr fanh 5 Hnrückrufen in den Alltag keine Ueberwindung. Sie ben r r bei dieser Heimkehr liebe Menschen, und jemand auf ganz unsagbar freute! Wie würde Renate aus- Würde sie ein wenig fröhlicher sein? Ob etwas dank r Reise nach Rügen würde? Lauter freundliche Ge- ; Mite sie. Keinen, der ihr Herz beschwerte. Es sei denn ' rge um Frau Renate. Aber wenn man jemand nie csewin gekannt hat als unheilbar krank, dann hat man sich "ermaßen vertraut damit gemacht und freut sich, wenn ihm Freude und Ablenkung bringen kann.

r10p Q Rosien Siedlungen der Arbeilergärten kamen. Drol- . tetfnkn en U"b Häuschen, spielerische Windmühlen und Wet- ' beete mit viel Liebe gepflegte Gemüse- und Blumen- dazu Ziehharmonika spielte. Junge Stimmen sangen sm winkten fröhlich den Reisenden nach Renatos16 i°b alles mit frohen Augen und nahm sich vor, oavon zu erzählen. Plaudern war eigentlich ihre «M^mE .M' *«è leicht',* AML JJe

Schuh der deutschen Familie.

Reichskanzler Adolf Hitler empfing den Vorsitzenden und Geschäftsführer des Reichsbundes der Kinderreichen.

Der Vorsitzende legte dar, daß die Zukunft des Volkes in geordneten kinverreichen Familien begründet sei. Für die Erziehung des jungen Staatsbürgers sei es unerläß­lich, daß gerade der Familienvater wieder in den Pro­duktionsprozeß eingeschaltet werde, auch müsse die Familie wieder fester auf dem deutschen Boden verwurzelt werden. Er bitte, die Gesetze und Verordnungen auf die mangel­hafte familienpolitische Einstellung nachprüfen zu lassen und eingehendere Vorschläge für einen besonderen Aus­gleich der Familienlasten unterbreiten zu dürfen.

Der Reichskanzler gab der vollen Überein­stimmung mit dem Grundgedanken des Reichsbundes Ausdruck Nicht das Wohl des einzelnen und nicht die Wirtschaft sei das Notwendigste, sondern das Volk in s e i n e r Z u k u n f t So müsse der Erhaltung eines ge­sunden Bauerntums alle Sorgfalt zuteil werden. Er werde sich gern zu gegebener Zeit der Mitarbeit des Reichsbundes bedienen, um auf den verschiedensten Ge­bieten grundlegende Änderungen herbeizu­führen, die die Erhaltung der Familie und damit des ganzen Volkes sicherstellten.

Verhaftung eines

Neichsiagsbrandstifiers?

Verdächtiger Russe festgenommen.

In Monschau wurde ein russischer Emigrant fest­genommen, der aus Berlin kam und sich durch sein auf­geregtes Wesen verdächtig machte. Er wurde der Krimi­nalpolizei in Aachen zugeführt, wo er sich gleichfalls sehr aufgeregt benahm und verlangte, daß man ihm die Mög­lichkeit zu einem Telephongespräch nach Paris gebe. Der Verhaftete gibt zu, in Berlin einer russischen Kampf­organisation angehört zu haben. Die Polizei ist mit den weiteren Ermittlungen beschäftigt. Ob die Vermutung zutrifft, daß der Verhaftete mit der Brandstiftung im Reichstagsgebäude zusammenhängt, läßt sich noch nicht sagen.

Armseaufftand in Griechenland.

Vor einer neuen Diktatur Plastiras?

Zuverlässigen Athener Meldungen zufolge ist dort ein Armeeaufstand ausgebrochen.

Nachdem der Wahlsieg der Opposition feststand, die 141 Sitze von insgesamt 248 erhält, hatte sich die Lage in Griechenland e r n e u t z u g e s p i tz t. In Athen herrschte eine erregte Stimmung, besonders, da sämtliche Morgen- zeitungen plötzlich beschlagnahmt wurden. Die Regierung hatte besondere Schutzmaßnahmen angeordnet. In den Straßen patrouillierten starke Kavallerie-Abteilungen, Polizeitruppen und Panzerwagen. Es verlautet, daß General Plastiras eine neue Diktatur auf­richten will.

mußte unterhaltend fein, heiter und interessierend und durfte sich nicht wiederholen. Aber auf der Resse und in Großkubitz hatte sie wieder verschiedene Eindrücke gesammelt, für die nächste Zeit war es daher nicht schwer, Gesellschafterin zu fein.

Der Zug durchfuhr die Bahnhöfe von Berlin Bald, bald würde sie am Ziel sein! Und Heinrich würde sie erwarten mit strahlendem Gesicht, den Hut schwenkend undWill­kommen in der Heimat!" rufen. Eva-Marie ordnete ihr Haar ein wenig, nahm die Mütze aus dem Gepäcknetz der Zug verlangsamte fein Temvo, hielt Aber kein Hut winkte, kein strahlendes, junges Männergesicht war da, kein Doktor Andresen, so sehr das Mädchen auch schaute. Dort dort vielleicht, nein doch, nicht, wieder eine Täuschung! Wie hatte er doch geschrieben:Ich bin aanz bestimmt auf dem Bahnhof unh trage Ihren Koffer mit Wonne durch aanz Berlin!"

Wo war er? Was war geschehen? Nun, es mußte sich doch aufklären! Warum denn so ungeduldig fein9 Ein Arzt kann doch einmal aufgehalten werden! Eva-Marie nahm ihr Gepäck auf und suchte ihrer großen Enttäuschung Herr zu werden. «- Es gelang nicht! Es war ihr. als solle sie lieber umkehren, als schwebe ein großes Unglück mit schweren, dunklen Flügeln auf sie zu. Als sie aus der Bahnhofshalle trat, kam ihr Andresens Chauffeur entgegen Er zog die Mütze und nahm ihr den Koffer ab Die gnädige Frau schicke ihn, das gnädige Fräulein abzuholen.

Das ist sehr liebenswürdig von der gnädigen Frau!" dankte Eva-Marie.Ich bin froh, daß Sie da sind, Steffen!"

In der Nacht zum D-Zug war ich schon mal hier," be­richtete der Chauffeur, als er den Wagen schloß.Herr Dok­tor Andresen mußte plötzlich abreifen!"

Wohin denn?" fragte Eva-Marie gespannt.

Nach Hamburg!" unterrichtete sie der Mann und fuhr los.

Da ist ja die Erklärung!" tröstete sich das Mädchen.Es war ja fein sehnlicher Wunsch, Assistent an den Barmbecker Heilanstalten zu werden!" Aber ihre große Freude war da­hin, und die lähmende Furcht vor etwas Entsetzlichem, das da kommen würde, wollte trotz der Erklärung nicht weichen. Und was war ihr Berlin ohne Heinrich Andresen!

Das Auto hielt. Sie stieg aus. Da sprang Gerti ihr ent­gegen und fiel ihr lachend um den Hals.Oh, Tante Eva- Marie! Wie gut, daß du wieder da bist! Mutti freut sich schon so sehr auf dich und ich auch. Es geht ihr viel besser! Sie darf sogar ein bißchen aufstehen "

Eva-Mane küßte gerührt das Kind.,Ich will mich nur ein wenig zurechtmachen. Dann bin ich bei euch! Wo ist Mutti?"

Auf der Veranda! Komm nur, komm nur, ganz fix!" Dann sprang die Kleine wieder davon. Eva-Marie ging in ihr Zimmer Da stand auf dem Mahagonitisch ein köstlicher Strauß roter Rosen, und daneben lag ein Brief. Oh, sie kannte die liebe Handschrift! Sie drückte ihr Gesicht in die Blumen, und es war ihr, als ob Heinrich Andresen sie lieb­kose. Dann wusch sie sich, wechselte ihr Kleid und steckte die mitgebrachten Feldblumensträuße in den Wasserkrug, damit sie sich Ellien sâen. Derr Brief legte sie «pfcelJiix freie» tete«

Sturm im Weißen Meer.

Zahlreiche Schiffe gescheitert

Ein furchtbares Unwetter, das an der nordnorwegi­schen Küste, namentlich im Weißen Meer, herrscht. hat mehrere Schiffe als Opfer gefordert.

Der englische Fischdampfer^ord Dearamore" aus Hull scheiterte bei der Hornö in der Nähe von Vardö und sank im Laufe von drei Minuten. Vier Maschinenheizern gelang es nicht mehr, sich an Deck zu bringen: sie gingen mit dem Schiff unter. Der Kapitän, ein geborener Däne, weigerte sich, sein Schiff zu verlassen und ertrank. Sein Sohn, der sich ebenfalls an Bord befand, konnte gerettet werden. Ein Rettungsboot mit zehn Mann erreichte den norwegischen FischereiinspektionsdampferMichael Tars", der gerade 15 Fahrgäste des norwegischen Passagier­dampfersPrinzeß Ragnhild" an Bord genommen hatte. Prinzeß Ragnhild", die in der Nähe auf Grund gestoßen war, gehörte zu den schnellsten Passagierschiffen, die zwischen West- und Nordnorwegen verkehren

Ferner ist ein norwegischer Robbenfänger im Weißen Meer untergegangen. Er wurde vom Eise niedergedrückt, das der Sturm gegen ihn aufgetürmt hatte. Die Mann­schaft des Robbenfängers wurde von einem anderen Robbenfänger an Bord genommen.

Nah und Jern

O Beim Anhören von Wahlergebniffen erschossen. In der Krahnenstraße in Trier kam es zu einem blutigen Zwischenfall In einer vor einem Lautsprecher versammel­ten Gruppe, die sich Wahlergebnisse anhörie, wurde plötz­lich ein Schuß abgegeben der einen jungen Mann tödlich traf. Die näheren Umstände der Ta» werden zur Zeit von der Polizei noch geprüft Zehn Personen wurden zur Untersuchung des Sachverhalts festgenommen.

O Bürgermeister Cermak gestorben. Der bei dem An­schlag aus Roosevelt schwerverletzte Bürgermeister von Chikago, Cermak, ist seinen schweren Verletzungen erlegen. Bereits am Sonntag hatte sich sein Zustand von Stunde zu Stunde verschlechtert. Er erkannte weder seine Töchter noch die Verwandten. Bürgermeister Cermal war ins­besondere durch seinen energischen Kampf gegen das Ver­brecher- und Schmugglerunwesen in Chikago bekannt­geworden.

O Neue Überschwemmung in England. Im südlichen Dorkshire sind die Deiche des Flusses Don durchbrochen, wodurch eine neue riesige Überschwemmung entstanden ist. Hunderte von Familien sind in ihren Häusern vollkommen von der Außenwelt abgeschnitten, so daß ihnen in Booten Nahrungsmittel gebracht werden mußten Vielfach ist die Strömung so reißend, daß Boote nicht dagegen anrudern können. In Bendlev ist es etwa 3000 Arbeitern unmög­lich gemacht, sich zu ihrer Arbeitsstelle zu begeben.

0 Schlägerei in einer Betriebsräteversammlung. In Mattinghofen in Österreich kam es anläßlich einer Be­triebsräteversammlung zu einer schweren Schlägerei zwischen gegnerischen Gewerkschaftsgruppen, wobei der nationlsozialistische Ortsgruppenleiter von Mattinghofen und vier Versammlungsteilnehmer verletzt wurden. Nach der Versammlung wurde der der Sozialdemokratischen Partei angehörende Arbeiter Zimmermann erstochen auf­gefunden. Es wurde Militär nach Mattinghofen beordert.

0 Im eingeschneiten Funkhaus. Durch schwere Schnee­stürme ist der norwegische Rundfunksender Bodö völlig verschüttet worden. Wenn auch eine direkte Lebensgefahr für die Menschen nicht besteht, so sind sie immerhin schon den zweiten Tag ohne Proviant, und eine Schneeschuh- expedition versucht, ihnen jetzt Lebensmittel zu bringen. Der Sprecher Bodös schildert, wie die Leute im ein­geschneiten Funkhaus leben. Sie sind noch immer bei gutem Humor und der Rundfunksender versieht auch seinen Dienst unter der Schneedecke weiter. Es werden Schall­platten gesendet und Vorlesungen gehalten.

Schreibtisch. Sie hob ihn sich auf für den Abend, wie Kinder sich irgend etwas aufheben, um sich eine Freude aufzusparen Dann lief sie zu Renate hinüber.

Die saß ja sie saß ganz behaglich in einem der großen tiefen Peddigrohrlessel und streckte der Freundin lächelnd die Hand entgegen. Oh, es war nun doch ein anderer An­blick, als vor der Operation!

Renate, wie glücklich bin ich, dich so wiederzusehen!" rief Eva-Marie erfreut, und damit kam ihre ganze, sonnige Fröh­lichkeit wieder. Herzlich umarmten sich die Freundinnen. Renate klingelte, bestellte Tee und ließ für drei decken. Für sich. Eva-Marie und die Kleine. Ließ noch Eis aus der Kon­ditorei besorgen, und es war ein Erzählen und Lachen in dem Krankenzimmer, daß es nur so feine Art hatte. Eva-Marie hatte ganz die düstere Stimmung vergessen, die sie auf dem Stettiner Bahnhof überfallen Weshalb sollte sie auch traurig sein? Renate ging es viel besser in ihrem Zimmer standen Heinrichs Rosen, und sein lieber Brief wartete auf sie.

Da trat Schwester Elisabeth ein, ernst und streng.

Guten Tag, Schwester! Ich bin auch wieder da! Wie geht es Ihnen?" sagte sie arglos Eva-Marie und bot ihr die Hand.

Besten Dank, ich bin gesund!" antwortete die Pflegerin und übersah die Hand.Ich habe nur zu bestellen, daß Herr Andresen Fräulein von Diemen zu sprechen wünscht!"

Ich komme!" sagte Eva-Marie befremdet Wieder hatte sie das unbehagliche Gefühl nahenden Unheils. Raich ging sie den Korridor entlang zum Herrenzimmer. Klopfte und trat auf ein kurzesBitte!" ein. Karl Andreten laß am Schreib­tisch ohne von feiner Arbeit aufzusehen. Das empörte Eva- Marie. Was hatte sie dem Manne getan?"

Herr Andresen, Sie ließen mich rufen!' sagte sie laut.

Einen Augenblick!" klang es ungeduldig zurück.Ihre Zeit ist wohl nicht io ausgefüllt wie die meine "

Eva-Marie biß sich auf die Lippen. Das klang offenbar feindlich Was lag hier vor? Hatte sie ihn vielleicht un­bewußt fühlen lassen, daß sie von seinem Geheimnis wußte? Daß sie ihn verachten mußte, weil er sich Renate errungen hatte durch eine Lüge? Sie meinte doch, sie habe sich in der Gewalt gehabt Wäre ihm immer höflich und geziemend begegnet, und nun dies taktlose Benehmen!

Wenn wie noch beschäftigt sind, Herr Andresen," versetzte. sie stolz und kalt,darf ich wohl in einer halben Stunde wiederkommen!"

Bitte!" entgegnete Andresen schneidend.

(Fortsetzung folgt.)

0 Die Opfer des letzten japanischen Erdbebens. Die letzten amtlichen Zahlen zur Erdbebenkatastrophe sind fol­gende: lötzO^Tote, 956 Vermißte, 354 Verletzte 2878 Häuser durch die Flutwelle weggeschwemmt, 1458 Häuser ein» gestürzt und 211 Häuser niebergebraunt. Das japanische Innenministerium hat die umfassendsten Maßnahmen zur lluterstützung der Bevölkerung in den heimgesuchten Ge­bieten getroffen.