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die Bewirtschaftung solcher Flächen gärtnerisch und land­wirtschaftlich rentabel, deren Wasserverhältnisse geregelt, und die an das Wegenetz angeschlossen sind. Beides ist in der Regel nur im Wege der Verkoppelung zu erreichen. In der Provinz Hessen-Nassau sind noch 1312 000 Morgen zu verkoppeln, wo in der Hauptsache Meliorationsarbeiten zu leisten sind, wobei zahlreiche Arbeitslose beschäftigt werden könnten. Nach sehr langen Auseinandersetzungen, die auch zu politischen Gegensätzlichkeiten führten, wurde- zum Schluß eine Entschließung angenommen, im Interesse der sachgemäßen Durchführung der Verkoppelung die preußische Staatsregierung dringend zu bitten, die durch die Spar­verordnung vom 23. Dezember 1931 angeordnete Auflösung der Landeskulturümter und ihre Angliederung an die Or­gane der inneren Staatsverwaltung zu unterlassen und die Landeskulturbehörden in ihrer jetzigen Form ebenso wie die Lberbergämter als selbständige Einrichtungen zu er­halten. Falls man jedoch glaube, auf eine Aenderung der Organisation nicht verzichten zu können, muß von der Landwirtschaft erwartet werden, daß diese Aenderung so vorgenommen wird, daß auch nach der Neugliederung die sachgemäße und einheitliche Durchführung der Verkoppe­lung gesichert ist. Die Zuweisung der Landeskulurämter an die Regierungspräsidenten bringe die Gefahr mit sich, daß die einheitliche Linie in der Bearbeitung der Ange­legenheit der Verkoppelung innerhalb eines größeren Ge­bietes nicht eingehalten wird und in den einzelnen Teilen« einer Provinz eine verschiedenartige Handhabung eintritt, die der Sache nur abträglich sein könne. Die Uebertragung der Geschäfte an eine Regierung in jeder Provinz ist eine unvollkommene Lösung, dagegen erscheint es der Vollver­sammlung zweckmäßig, die Zuweisung der Landeskultur­ämter an die Oberpräsidenten durchzuführen, zumal die meisten Landeskulturämter sich am Sitz der Oberpräsiden­ten befinden, wie dies auch in Kassel der Fall ist. Diese Entschließung wurde einstimmig angenommen und be­schlossen, sie unverzüglich telegraphisch der Staatsregierung zu übermitteln. Daraufhin wurde die Vollversammlung auf Dienstagvormittag vertagt. <

Kietzen, 1. März. (C i n Kind von einem Auto überfahren undschwer verletzt.) In dem Nach­barorte Mieseck wurde gestern der 5 Jahre alte Sohn des Zigarrenfabrikanten Bierau von einem Auto überfahren und so schwer verletzt, daß der Kleine sofort in die hiesige Chirurgische Klinik gebracht werden mußte. Das Kind, das mit einein schweren Schädeldruch in sehr ernstem Zustand daniederliegt, soll beim Ueberqueren der Straße in den Kraftwagen hineingelaufen sein.

Gießen, 1. März. (Brand st ifteram Werk.) In dem Kreisorte Watzenborn-Steinberg wurde in der letzten Nacht die Scheune des Landwirts Iohannes Rinn durch einen großen Brand vollkommen eingeäschert. Mit der Scheune wurde auch deren Inhalt vernichtet, jedoch konnte das Vieh gerettet und eine Ausdehnung der Flammen auf die benachbarten Gebäude verhindert werden. Der Schaden ist groß. Als Ursache des Feuers kommt Brandstiftung in Betracht. Die Ermittlungen der Gendarmerie und der Kriminalpolizei sind im Gange. Vermutlich dürfte ein früherer Brand in einem Nachbarorte bei dieser Gelegen­heit auch mit aufgegriffen werden.

Gelnhausen, 1. März. (Betriebsratswahl in den V e r i t a s - E u m m i w e r k e n.) Bei der gestern in den hiesigen Veritas-Gummiwerken A.-E. stattgefun­denen Betriebsratwahlen erhielten die Kommunisten 126 und die Nationalsozialisten 72 Stimmern

Börse und Handel

Frankfurt a. M. (Pferdemarkt vom 1. März.) Bei Eröffnung des Pferdemarktes vom 27. Februar standen 200 Pferde zum Verkauf und weitere rund 100 Stück wurden im Laufe des Vormittags angetrieben. Die Nachfrage nach Schlachttieren fetzte befriedigend ein und es konnte ein Markt­preis von 23 bis 24 RM. je 50 kg für erste Qualität und 12 bis 13 RM. je 50 kg für zweite Qualität festgesetzt werden. Bei den Gebrauchspferden war die Nachfrage auch lebhafter und die volljährigen mittelschweren Pferde zogen im Preise an. Für Hunsrücker Arbeitspferde wurden im Paar 1200 bis 1300 RM. bezahlt; einzelne schwere Pferde gleichen Schlages 700800 RM.

>gen im Preise an. Für Paar 1200 bis 1300 RM.

je nach Beschaffenheit. Der nächste Pferdemarkt findet. 27. März statt.

Frankfurt a. M. (Schlachtviehmarkt vom 2. Mar,, nichtamtl. Vorbericht. ) Kälber: b) 3539, c) Zg^ d) 2529. Schafe: al) 2528L b) 2124. Schweine: Hs 40, c) 8740, d) 3639. Ausgetrieben waren: Rinder an Kälber 864, Schafe 211. Schweine 508. Marktverlauf: K^; und Schafe rege, Schweine mittelmäßig.

Letzte Nachrichten.

Verbot nationalsozialistischer Blätter in Bayern.

Nürnberg. Wie wir erfahren, wurden das national- ozialistische OrganFränkisches Volk" und die national- ozialistische ZeitungBayrische Ostwacht", die größte na­tionalsozialistische Zeitung Nordbayerns, gestern nachmittag von der bayrischen Regierung mit Wirkung vom 2. Min bis einschließlich 5. März verboten. Das Verbot wurde er­lassen wegen zweier Aufsätze in Nummer 47 bzw. 50. Das Fränkische Volk", Verlagsort Bayreuth, hat Protest beim Reichsinnenminister eingelegt.

Ein Kurzwellensender in Breslau beschlagnahmt.

Breslau, 2. März. Der Polizei gelang es, am Mittwoch eine Stunde vor Beginn der Reichskanzlerrede einen Kurz­wellensender zu beschlagnahmen. Bereits am Nachmittaa war festgestellt worden, daß ein Kurzwellensender in dieser Gegend vorhanden sein müsse, mit dem offenbar Störungen der durch Rundfunk übertragenen Rede beabsichtigt waren.

Seit gestern 150 Festnahmen in Berlin.

Berlin, 2. März. Im Laufe des gestrigen Tages und der vergangenen Nacht sind wegen Aufforderung zu Gewalt­tätigkeiten oder Streik, wegen Verbreitung verbotener Druckschriften, wegen verbotenen Geldsammelns und verbo­tenen Waffenbesitzes sowie Teilnahme an verbotenen Ver­sammlungen und anderer politischer Delikte 150 Personen festgenommen worden, von denen 80 zur weiteren Fest­stellung ins Polizeipräsidium eingeliefert wurden.

Vereinigte Lichlspiele, Fulda

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Union Theater.

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Morgenrot

mit Rudolf Forster. Ufa-Tonwoche.

Für Jugendliche zugelassen.

Preise der P'ä'ze Balkon 1 50 M , Sei'en. Balkon 1.20 M., 1. Parkett 1OO M 2. Parkett 0 70 M.

Spielzeiten Werktags 4'r 7 und 9 Uhr So .n ags 3, 5, 7 und 9 Uhr.

Anläßlich der Eröffnung des Union - Theaters, Friedrichstraße am Freitag, den 3. März, nachmittags 4 Uhr veranstalten wir von Freitag, den 3. bis einschl. Donnerstag, den 9. März eine Ufa-Festspiel-Wo ehe.

P R O G R A M

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Der hervorragende, neueste Kriminal-Tonfilm Eine Tür geht auf

Beiprogramm.

Für Jugendliche verboten

Neues Theater

Auf vielseitigen Wunch nochmals

OiiSmtoliutollB mit Liliön Harvev. Willy Fritsch, Heinz Rühmann u. Oskar Kailweiß. Beiprogramm. Kinder und Erwerbslose zahlen während dieser Spielzeit zu d n 3, 4' 2 und 7 Uhr-Vorsehungen nur halbe reise im Neu-m Theater.

Spielzeiten: Werktags 4*/z. 7 und 9 Uhr. Sonntags 3, 5, 7 und 9 Uhr.

Preis» der pIä ze?

0.53, 0.70 1,20, 1 - u.1.50 Mark.

Spielzeiten: Werk'age 5. 7 und 9 Uhr.

Sonntags 3, 5, 7 und 9 Uhr.

Ordentlicher, ehrlicher Zunge,

Inserate kurbeln den Betrieb an!

Amtsgericht, Abt. 5.

Kampffront SchwarzWeitzRot

D.N.V.P. Stahlhelm, B.d.F. Landbund Vaterl. Verbände

Wahl-Versammlung am Donnerstag, den 2. März, 20.15 Uhr im groß n ra le des Evangelischen Gemeindehauses.

Redner:

Stahlhelmführer Reichard, Reichstagsabgeordneter v. Schorlemer Oberstleutnant v. Buch

Eintritt 30 Pfennig. Arbeitslose und Schüler 10 Pfennig.

Das Vergleichsverfahren über das Vermögen der Firma Geschwister Weinberg in Fulda ist nach Bestäti­gung des Vergleichs vom 27./2. 33 aufgehoben.

Fulda, den 27. Februar 1933.

WllkllM deutsche Bolkspartei?

Weil sie bereit war, einen bürgerlich-nationalen Wahlblock aller Parteien zwischen Zentrum und Nationalsoziali­sten mit zu schaffen.- Die deutschnationale -Parteileitung hat das vereitert und jetzt ihrem Namen das Wahlschild Kampffront Schwarz-Weiß-Rot" gegeben.

Weil eine um die nationale Befreiung in erster Linie ver­diente Partei aus einernationalen Front" nicht aus­geschaltet werden kann.

Weil jeder einseitige Partei-Willkür und allen Unruhe stiftenden Machtgelüsten unantastbare Bürger-Freiheit, Gerechtigkeit, Vernunft und Besonnenheit entgegen­gesetzt werden muß.

Weil die Deutsche Volkspartei allein treu und zuverlässig hinter Hindenburg gestanden hat, nicht nur,wenn er ihren Willen tat".

Weil die nationale Mehrheit, für die noch 45 Mandate fehlen, ohne die Deutsche Volkspartei nicht errungen werden kann.

Darum:

Wählt Deutsche Volkspartei! Liste 7

welcher Lust hat, die Bäckerrei zu er­lernen kann Ostern in die Lehre treten. Näheres in d. Eeschst. d. Zeitung.

Eignen P^ sich zum Berkaus an Privall?

Sie können dann |o= fort Verdienn haben, gleich ob Herr oder Dame Amragen an

3. Buhl, Fulda, Peieisbergerstraye 56 pt.

Rückporto beifügen. Varzuiprechen von 9-12 Uhr