Hilfe für den Mittelstand.
Vor einem Jahre war'ö, — da mußten die vom Zu sammenbruch des Juli 1931 betroffenen und notver ordnend gestützten Großbanken ihte Sanierungsbilanzcn veröffentlichen. Klar zeigte sich da. daß sie nicht bloß dem Umfang nach, sondern auch im Verhältnis zur Gesamtsumme weitaus am meisten beide n „G r o ß k r c d i t c n" verloren hatten. Weniger bei den Mittelkrediten und am wenigsten bei den Kleinkrediten bis 20 000 Mark. Die Kreditnehmer dieser letzten Art hatten sich am frisch festesten bewiesen. Woraufhin dann der damalige Reichs finanzminister erklärte, die künftige Kreditpolitik der Banken müsse aus diesen Ergebnissen die notwendigen Folgerungen ziehen, indem der Kredit von sehr viel mehr Schultern übernommen und getragen werden müsse als bisher. Das gleiche hatte — ebenfalls als Ergebnis aus dem Bankcnzusammcnbruch — auch der damalige Reichskanzler als Aufgabe einer neuen Kreditpolitik bingestclit: Weit stärkere Berücksichtigung der mittleren und kleinen Industrie, des kaufmännischen und gewerblichen Mittel standes und der Landwirtschaft.
Über all diese Wünsche rollte die Krise hinweg. In Massen wurden die kleinen und mittleren Privatbanken niedergewalzt, konnten die für Klein- und Kleinstkredite besonders wichtigen Sparkassen nur durch einen 1-Milliarden-Kredit der Rcichsbank vor dem Nicderbruch gerettet werden, von dem sie infolge des Spareransturms bedroht waren. Das stolze Gebäude der jahrzehntelang schon für den Mittelstand arbeitenden Kreditgenossenschaften bebte und zitterte; so mancher Teil davon erlag dem Ansturm der Sparer, die ihre Einlagen zurückholten, — und wieder ging eine Anzahl von Genossenschaftsbanken den Weg ins Dunkel des Zusammenbruchs. Auch hier erfolgten — allerdings verhältnismäßig gerinfügige — Stützungsaktionen durch die Reichsregierung: die Genossenschaften mußten sich aber in der Hauptsache selbst sanieren. Wodurch? Durch Kündigung der von ihnen gewährten Kredite, nachdem die Liquidi- tätsreservcn erschöpft waren. Besaßen die Genossenschaftsbanken auch Wertpapiere in erheblichem Umfang, so waren diese doch unverwertbar: denn an der Börse sanken die Kurse der Aktien- wie der Rcniesipapiere in aschgraue Tiefen. Bei den Sparkassen war es ebenso: Kreditkündigungen soweit nur eben möglich, wovon namentlich auch der Hausbesitz ein Trauerlied zu singen weiß. Festsitzen auf unverwertbarem Effcktcnbcsitz und — natürlich — kein Gedanke an die Gewährung von Neukrediten, weil jeder Pfennigüberschuß zur Schuldenrückzahlung verwandt werden mußte!
Also: die wichtigsten Quellen für den Mittelstandskredit versiegten, die Kredit- decke, über die der Mittelstand verfügte, wurde an allen Ecken und Kanten stark verkürzt. Andererseits: Niederbruch zahlreicher Genossenschaftsbanken und Provinzbankiers, ergänzt durch eine umfangreiche Aufsaugung solcher Banken von Berlin her durch die Großbanken. Die Zentralisierung der Kreditwirtschaft nach Berlin hin machte — in Bavèrn war es anders — förmliche Galoppsnrünge. Von Personalkrediten gegenüber dem Mittelstand kann daher schon längst nicht mehr gesprochen werden, da ja die persönlichen Beziehungen zwischen der Bank und ihren Kreditkunden in den Mittel- und Kleinstädten so gut wie zerstört wurden, die neuen Filialleiter sich aber an die. ihnen von Berlin aus diktierten kreditpolitischen „Richtlinien" zu halten haben. Und da hieß es, „Sicherheiten" und nochmals „Sicherheiten", obwohl unter dem Preisdruck der Wert dieser Sicherheiten (Waren, Effekten usw.) immer illusorischer wurde und wird. Der kaufmännische und gewerbliche Mittelstand war und ist aber gar nicht in der Lage, selbst für kleinere Kredite die vielleicht dreifachen Sicherheiten aufzubringen. Und ist er am Fälligkeitstage des Kredits nicht prompt zahlungsfähig, dann hat in unzähligen Fällen die Inanspruchnahme der „Sicherheiten" dazu geführt, daß dem ganzen Betrieb das Lebenslicht ausgeblasen wurde. Denn gerade der Kriditmangel zwingt den kaufmännischen und gewerblichen Mittelstand zur weitestmöglichen Einschränkung der Lagerhaltung, lähmt daher in diesem so überaus wichtigen Teil unserer Wirtschaft die Unternehmungslust, und beides macht ihn wieder kreditunfähig. Wie soll er aus diesem furchtbaren Teufelskreis heraus? Wo soll der Mittelstand denn nun eigentlich Kredit zu „menschlichen", also wirtschaftlich vernünftigen Bedingungen erhalten?
In gewaltiger Anstrengung, aber eben vor allem durch Zurückziehung von Krediten, die sie dem Mittelstand gewährten, haben die Sparkassen jetzt ihre Reichsbankschulden bis auf 500 Millionen Mark abgedeckt, und diese Summe soll konsolidiert, zum mindesten Vie Abzahlung über eine größere Frist hinausgedehm werden. Schon übertrifft die Höhe der monatlichen Einzahlungen trotz der furchtbaren Not und Arbeitslosigkeit die Höhe der Auszahlungen. Tie Sparkassen stehen wieder fest auf ihren Füßen; aber sie wissen, daß man ihnen Geld in größerem Umfang nur bringt, wenn sie etwas dafür geben Kredite nämlich. Genau so ist es bei den Kreditgenossenschaften; ihrer bedient sich der Sparer auch nur, wenn er weiß, daß er von ihnen notfalls auch mal Kredit, am besten solchen persönlicher Art, erhält. Diese wie jene Kreditinstitute sind weitestgehend dezentralisiert. Aber bei den Kredit banken mit ihren großen Filialnetzen ist das Umgekehrte der Fall.
Toch auch sie sollen und müssen — endlich — auch für den Mittelstandskredit eingesetzt und benutzbar werden. Schon im September vorigen Jahres, als das „Papen- Programm" herauskam, wurde allerhand über bessere Kreditverteilung im Interesse des Mittelstandes gemunkelt. Dabei blieb es aber. Jetzt hat der neue Reichswirtschaftsminister Dr. Hugenberg sich Abordnungen des kaufmännischen und gewerblichen Mittelstandes gegenüber darauf verwiesen, daß er von jeher für eine dezentralisierte Gestaltung des mittelständischen Geld- und Kreditwesens eingetreten sei und es werde die Auf- Sabe der nächsten Zeit sein, die ungesunde Zentralisierung es mittelständischen Kredits wieder avzubauen.
Man darf wohl sagen, daß dies eine Aufgabe nicht bloß der nächsten, sondern auch der — höchsten Zeit ist!
Französische Glickgase.
Ungewöhnlich scharfe Sprache Mussolinis gegen Frankreich.
Die Hetzm^ldungen Frankreichs über einen deutsch- italienisch-ungarischenAngriffspaki haben jetzt ihre Begründung gefunden. Diese offenkundige Lüge mußte in die Welt gesetzt werden, um eine Entschuldigung vorzubereiten für den festeren Zusammenschluß der Kleinen Entente, der jetzt in Genf durch die Außenminister der Tschechoslowakei, Südslawiens und Rumäniens erfolgt ist. Das Abkommen bestimmt, daß die Staaten der Kleinen Entente in Zukunft als ein einheitlicher Block auftreten werden. Die Kleine Entente ist damit ebnen neuen engen Bündnisvertrag zweifellos militärischen Charakters mit einer deutlichen Svibe neuen Italien und Ungarn eingegangen.
Aus dem Wahlkampf
„Mit Hindenburg für ein neues Deutschland!"
Der Wahlaufruf der TNVP.
Die Parteileitung der Deutschnationalen Volkspartei erläßt einen Wahlaufruf, in dem es heißt: Die Deutsch nationale Volkspartei geht, verbunden mit anderen gesinnungsverwandten Kräften der nationalen Bewegung unter dem Kennwort „Kampffront Schwarz-Weiß-Rot" in den Wahlkampf des 5. März.
Das Bündnis, das der Feldmarschall von Hindenburg mit der gcfamtnationalen Front durch die Bildung der neuen Negierung schloß, hat den Weg für das neue Reich freigemacht. Ungestört vom parlamentarischcu Intrigenspiel, ungehindert durch die hemmenden Kräfte des Zen irums und der Marxisten, soll die Befreiung Dcritschlands von außenpolitischen Fesseln, soll der Wiederansban von Wirtschaft und Arbeit im Innern in Angriff genommen werden. Die Bedeutung Der Wahlen des 5. März liegt darin, daß jetzt Dem Volk Gelegenheit gegeben werden soll, sich entschlossen hinter den neuen Kurs zu stellen.
Der neue Staat muß Der stolzen Geschichte Deutschlands entsprechend aus christlich-konservativer und sozialer Grundlage aufgebaut sein. Das Recht des freien Mannes, die Grenzen der Heimat Pit der Masse in der Hand zu verteidigen, der Schutz des Familienlebens und der christlich-deutschen Kultur, soziale Gerechtigkeit und das Recht auf Arbeit, der Schutz des Privateigentums und des wirtschaftlichen Unternehmungsgeistes, Freiheit der Rechtspflege, Un- antastbarkeit der Grundlagen des Bcamtenrechts — das müssen die Grundmauern des neuen deutschen Baues fein.
Schwarz-Wciß-Rot sollen wieder die Farben des Deutschen Reiches sein.
Millionen und aber Millionen deutscher Menschen sehen in einem solchen Staat die Erfüllung ihres Willens. Wir wollen diesem Willen auch in Dieser Wahl Ausdruck verleiben. Wir wollen die Kräfte sammeln, um auf die Neugestaltung Deutschlands entscheidenden Einfluß zu nehmen. Die Deutschnationale Volkspartei ruft für den Kampf auf, den sie gemeinsam mit anderen nationalen Kräften ihrer Weltanschauung unter dem Kennwort „Kampffront Sckwarz-Weiß-Rot" (Liste 5) führt.
Mit Hindenburg für ein neues Deutschland zu kämpfen, das ist der Sinn des 5. März. Die Kampfparole heißt: Heil Deutschland!
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^ablausruf des Chnftlich-Gozialen Volksdienstes
Die Reichsführung und Reichsleitung des-C hrist- lich-Sozialen Volksdien st es wendet sich mit einem Wahlaufruf an die evangelischen Volksgenossen. Trotz der Bedenken, die der Volksdienst in bezug auf Die Verwirklichung wahrhaft nationaler und sozialer Ideen durch die gegenwärtige Reichsführung habe, sei er entschloßen, dieser Regierung eine ehrliche Möglichkeit zu geben, ihr Können im Dienst an Volk und Staat w zeigen. Mit der Reichsregierung werde der Volksdienst für die Freiheit und Gleichberechtigung Deutschlands nach außen, für eine starke, gegen unsachliche, unverantwortliche Störung gesicherte Reichs- und Staatsführung, für. die
Es ist gelungen, den in letzter Zeit gelockerten Zusammenhang zwischen den drei Mächten wiederherzustellen und ihr einheitliches Vorgehen gögen die wachsenden Revisionsbestrebungen zu sichern Während jede Annäherung Teutschkands an eine andere Großmacht als ein Bruch des Friedens verschrien wird, schreitet die französische Staatengruppe offen zu neuen Bündnisverträgen aggressiven Charakters.
Daß dieser neue vom Wohlwollen Frankreichs getragene Block gleichzeitig auch auf der Linie der Einkesselung Deutschlands von Osten und Südosten her liegt, erhellt aus Äußerungen französischer Politiker, die bereits von der Notwendigkeit eines Bindegliedes zwischen Polen und Den Slaâten Der Kleinen Entente sprechen, deren Verwirklichung durch Don Zusammenschluß nähergerückt sei.
Bemerkenswert ist, daß Italien jetzt offen gegen die französischen Machenschaften in Südosteuropa " in außerordentlich schroffer Form Stellung nimmt. Eine Antwort, Die Mussolinis Blatt „II Popolo d'Jtalia" jetzt Frankreich auf seine Behauptung eines italienisch- deutsch-ungarischen Geheimvertrags gibt und die jedenfalls gleichzeitig eine Antwort darstellt auf Den neuen Allianzvertrag, ist in ungewöhnlicher Schärfe gehalten.
Man habe, so schreibt das Blatt Mussolinis, in diesem unqualifizierbaren französischen Mystifikations- u n D L ü g enversuch ein ausgesprochenes Attentat auf Den Frieden vor sich. Wer eigentlich könne angesichts der Verbreitung solcher S t i ck g a s e, die bestimmt seien, die europäischen Völker in Verwirrung und Alarmzustand zu bringen, noch an die Aufrichtigkeit der französischen Friedensliebe und an Die Ernsthaftigkeit Der Absichten, Die französisch-italienischen Beziehungen zu bessern, glauben? Tie Wahrheit sei die, daß Frankreich nicht abrüsten wolle und auch nicht abrüsten werde. Es werde keine einzige Flinte aufgeben. Aber um sich vor der Welt ein Alibi zu frassen, versteige es sich zu Phantastereien über Geheimbundnisse und Kriegsgefahren über dem Rhein und über den Alpen. Der Artikel fährt wörtlich fort:
„Wir kennen jetzt den, der den Frieden will und den, der einen Krieg vorbereitet, um Europa zu beherrschen. Die Verantwortlichkeit liegt jetzt fest. Kein Mensch bedroht Frankreich; aber es ist Frankreich, das mit seinen ins Unermeßliche angewachsenen Rüstungen, mit seinem Geist der Intrigen, mit seinem Ehrgeiz, mit seinem wilden, wenn auch nicht heiligen Egoismus, mit seiner ungeheuren uralten Ignoranz hinsichtlich der Bedürfnisse anderer Völker, mit seinen Bündnissen und mit seiner von der Kanonenfabrikation finanzierten Presse Europa und die Welt bedroht."
Es wird jedenfalls allgemein angenommen, daß der neue Allianzvertrag auf starken diplomatischen Wider st and stoßen und weitgehende internationale Folgen in der Richtung eines engeren Z u s a m m e n - schlusses anderer Mächte nach sich ziehen wird.
Die Länderkonserenz in Berlin.
Voraussichtlich kein Vertagungsantrag im Reichsrat.
Tie Länderkonferenz, die am Mittwochnachmittag in der bäuerischen Gesandtschaft in Berlin stattfand, dauerte über zwei Stunden. An der Konferenz nahmen u. a. teil: für Bayern Ministerpräsident Held, für
Überwindung des Bolschewismus und den Schutz christlicher Sitte und Volkserhebung, für eine saubere und sparsame Verwaltung in Reich, Staat und Gemeinde und den Schutz der nationalen Wirtschaft, besonders des Bauern- und Mittelstandes kämpften.
Er werde sich aber auch ebenso einsetzen gegen jeden Versuch der politischen Entmündigung des Deutschen Volkes durch Unterbindung der verfassungsmäßigen Rechte der Volksvertretung und Aufrichtung einer Partei- berrschaft, wie gegen die Unterdrückung der Rechte der Arbeitnehmer auf freien Zusammenschluß und ungehinderte Wahrnehmung ihrer Belange sowie auch gegen jeben Versuch einer Gefährdung oder Entwertung der Sozialversicherung, des Arbeitsrechts, des Tarifvertrages und des staatlichen Schlichtunaswesens
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Austritte aus der Volkspartei.
Die frühere deutschvolksparteiliche Reichstagsabgeordnete K l a r a M ende und der frühere deutschvolksparteiliche Laudtagsabgeordnete Joseph Buchhorn haben ihren Austritt aus der Deutschen Volkspartei erklärt. Buchhorn, einer der Mitbe g r ü n d e r der DVP., hatte bereits im Oktober v. I. den Vorsitz der Ortsgruppe Berlin-Steglitz der DVP. niedergelegt. Klara Mende, die auch zu Don Gründern der Deutschen Volkspartei gehört, ist seit 1929 Referentin für Hauswirtschaft im Reichs- wirtschaftsministerium und bat sich besondere Verdienste um die Hansfrauenorganisationen erworben. Nach Pressemeldungen wird das Ausscheiden mit der Haltung der F ü hrung der DVP. begründet, die sich nicht entschlossen zu der nationalen „Kampffront Schwarz- Weiß-Rot" bekannt habe. Tie Reichsgeschäftsstelle der DVP. erklärt dazu, die Listenverbindung mit den christlichnationalen Mittclparteien sei erst dann vollzogen worden, nachdem die TNVP. den Zusammenschluß in einem christlich-nationalen Block für den Wahlkampf ab» gelehnt habe.
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Kampssrsni Gchwarz-Weiß-Aoi.
Die Benummerung der Wahlvorschlâgc bei der Reichstagswahl.
Der Reichsminister des Innern teilt für die Benummerung der Wahlvorschläge bei der Reichstagswahl folgendes mit: Die Wahlvorschläge unter der Bezeichnung „Kampffront Schwarz-Weiß-Not" führen die Nummer 5, Die für die Teutschnationale Volkspartei vorgesehen war. Die Deutsche Volkspartei, der Christlich-soziale Volksdienst (Evangelische Bewegung), die Deutsche Bauernpartei und die Deutsch-Hannoversche Partei haben sich auf einen gemeinsamen Reichswahlvorschlag geeinigt, treten aber in den Wahlkreisen mit eigenen Kreiswahlvorschlägen ruf. Diese behalten die für sie bereits vorgesehenen Nummern 7, 8, 10 und 12. Die Deutsche Staatspartei, die ihre Nest- stimmen an den Reichswahlvorschlag der Sozcucdemo- kratischen Partei Deutschlands abführen läßt, behält für ihre Kreiswahlvorschläge die Nummer 9. Diese Regelung entspricht den Anträgen der beteiligten Wählergruppen.
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Württemberg Staatspräsident Bolz, für Sachsen Ministerpräsident Schieck und Ministerialdirektor Roitzsch an Stelle des erkrankten Leiters der sächsischen 'Hertretmm in Berlin, Graf Holtzendorff. für Thüringen Minister Münzer sowie zahlreiche andere Ländervenreter.
über den sachlichen Verlauf läßt sich so viel sagen, daß in der Neiüisratsstvuug nm Donnerstag aller Voraussicht nach ein V e r t a g u u g s a n t r a q nicht gestellt , werden wird, vorausgesetzt, daß nicht eine ausdrück- i liche Anerkennung der neuernanntet? preußischen Bevollmächtinten zum Reichsrot gefordert wird.
In der Länderkonferenz, der eine Besprechung zwischen i Bauern, Württemberg und Baden vorausgeganqeu war, 1 wurde, wie verlautet, eine Anregung des sächsischen Per-1 treters aufgegriffen, die dahin ging, in der Reichsrats- 1 sitzung von den preußischen Neuernennungen Kennt- j nis zu nehmen, ohne damit die R e ch t s b e st ä n - j digkeit anzuerkennen.
La; utti
de
Der Reichskanzler in Stuttgart.
Reichskanzler Hitler hielt in Stuttgart eine Rede, in der er u. a. sagte, was wir jetzt beobachten sind die letzten Regungen eines Systems, das genau fühlt, daß Die Stunde der Umkehr, zugleich die Stunde seiner Vernichtung ist. Die Partei, die Staatspräsident Volz vertritt, hat 14 Fahre in enger Umgarnung mit dem Marxismus Deutschlands Geschicke gelenkt. Man kann sich heute nicht trennen von dem, was man in so langer Zeit mitverichuldet hat. Ich brauchte nichts weiter zu tun, als heute als Kanzler die Mittel anzuwenden, die sie einst gegen Die Freunde der Nation angewendet haben. Ich brauche nur ein Gesetz zu erlassen, wie sie eines zum Schutze der Republik gegen uns gemacht haben. Wir wollen, so sagte der Kanzler weiter, unsere Kultur mit christlichem Geiste erfüllen, die Fäulnis- erscheinungen unseres Theaters, unserer Literatur Diesel 14 Jahre ausbrenmen. Wenn jene Parteien nun sagen, wir wollen noch ein paar Jahre regieren, damit wir es besser machen können, so sagen wir nein, jetzt ist es zu spar. Die Zukunft unseres Volkes liegt genau so wie unsere Vergangenheit zunächst im deutschen Bauern. Wir wollen dem deutschen Bauern helfen, wie wir dem deutschen Arbeiter helfen wollen. Wir wollen auch der deutschen Intelligenz wieder die Freiheit geben, die ihr durch das bisherige System genommen war. Im Parlamentarismus hatte diese Freiheit nicht. Wir wollen Deutschland frei machen aus den Hemmungen einer unmöglichen parlamentarischen Demokratie. Ich bin bereit, jedem die Hand zu geben, auch wenn er uns früher nicht verstand, wenn er jetzt zu unserer Bewegung stoßen will. Deutschland darf nicht wieder zurücksinken in die Hand seiner Verderber.
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Stuttgart. Nach amtlichen Feststellungen ist Das Kabel zwischen der Stadthalle, in der Hitler sprach, unb dmn Telegraphenamt mit einem Beil durchschlagen worden. war daher unmöglich, die Hebertragung auf den Rundsun wieder zu vermitteln.
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Stuttgart. Bei einem Zusammenstoß zwischen Kommu' nisten und Nationalsozialisten erhielten zwei Kommunisten schwere Schußverletzuugen. .
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