Die Frau und ihre Welt
Wirk mein M versetzt?
Diese bange Frage stellen in den Wochen vor Weihnachten viele Eltern. Besonders die Eltern solcher Kinder, Die im Dezember ein schlechtes Zeugnis nach Hause bringen oder die von der Leitung der höheren Schule benachrichtigt werden, daß die Versetzungsaussichten ihres Kindes sehr schlecht sind. Viele Sorgen und Aufregungen sind dann in der Famillc, wollen doch alle Eltern, daß ihren Kindern durch den Befuch der höheren Schule die Grundlage zu einer gesicherten Exl)tcnz geschaffen wird. Die Eltern dürfen bei dieser Sorge und Ausregung nicht stehenblciben, sondern sie müssen die Mitteilung der Schule zum Anlaß nehmen, die Ursachen der schlechten Leistungen ihres Kindes nachzuprüsen und, wenn möglich, zu beseitigen. Das Wort Faulheit ist schnell bei der Urtcilsgcbung bei der Hand. Gewiß, ein Teil der mangelhaften schul- letstungen kann in mangelndem Fleiß begründet sein: dann ist eine wohlüberlegte Strafe am Platze. Aber auch Ablenkung von der Schularbeit durch andere Umstände kann die Ursache schlechter Schulleiftungcn sein. Oft trägt die Fannlie mit Schuld an solchen Ablenkungen. Ein weiterer Grund Ht härm zu suchen, daß sich viele Eltern während des ersten ^chul- halbjahres wenig um die Leistungen ihrer Kinder flimmern, erst wenn es gegen die Versetzungsterminc geht, dann beginnt die Nachfrage" bei dem Klassenlehrer. Es wäre viel besser, wenn die Eltern fortlaufend von Vierteljahr zu Vierteuahr nach dem Klassenstandc ihrer Kinder sich erkundigten. Nicht zuletzt aber sollen die Eltern prüfen, ob ihr Kind in bezug aus seine geistigen Fähigkeiten, seine Begabung^ und — was vielfach ganz außer acht gelassen,wird — aus feine Gesundheit den hohen Anforderungen, die die höhere Schule stellen muß, gewachsen ist. Es ist eine salsche Elternliebe, die da memt, ihr Kind müsse die höhere Schule durchlauseu. In dieser Beziehung sollen die Fähigkeiten des Kindes und nicht sclbstcitle Eltcruwünsche entscheiden. Auch im Hinblick auf die Zukuiift des Kindes ist es falsch, dieses durch die höhere Schule mit Gewalt hindurchprefsen zu wollen. Meist gelingt es doch nicht. Ost ist solchen Kindern nach mißglücktem Besuch einer höheren Schule ein falscher Maßstab der Bewertung anerzogen worden. Minderwertigkeitskomplexe mit der Wirkung, daß jedes Selbstvertrauen und oft die Lust zum Leben und Streben im Kinde zerstört wird, bilden sich. Deshalb sollten alle Eltern, die von Den Leitern und Klassenlehrern der höheren Schulen jetzt mündlich oder schristlich den Rat bekommen, ihr Kind mangels Begabung aus der unteren Klasse der höheren Schule in die Volksschule umzuschulen; diesen Rat gern befolgen. Dann ist Der kleine Mißerfolg schnell ausgeheilt, und das Kind, offenbar mit einer mehr praktischen Intelligenz begabt, hat eine bessere Berufszukunst vor sich als anders. Mögen die Eltern in dieser Lage das alte Wort beherzigen: „Nicht aus jedem Holz läßt sich ein Merkur schnitzen!" H. M.
Hausfrauen wissen natürlich überhaupt nicht, ob sie Siedesalz oder das im Sichterverfahren veredelte Sichtcrsalz gebrauchen. Das ist auch gut so, die Hausfrau fragt nur nach dem Preise, und der ist beim Sichlersalz geringer, obwohl es dem Siedesalz an Qualität mindestens ebenbürtig ist. Die Frage: „Braucht der Mensch Salz?", muß auch heutzutage noch mit in beantwortet werden. Welches Salz aber, diese Frage kann als unerheblich betrachtet werden. Das entscheidet bestenfalls der Preis.
Driiillhl her MM Salz?
Eine Frage, die auch die Hausfrau angeht.
Von Dr. med. Heinz Heitan (Berlin).
Noch vor wenigen Jahren hätte diese Frage ^ein erstauntes Lächeln hervorgerüfen. Natürlich brauchen wir Salz^ wäre die Erwiderung gewesen. Womit soll man denn sonst kochen? Heutzutage "bestehen darüber Zweifel. Ernährungsvorschriften, besonders Tiätvorschriften schließen das Salz aus. Seitdem Herrmanndörser und Gerson Tuberkulose mit Ernährung heilen wollten, ist das Salz etwas in Verruf gekommen. Nun — die Wissenschaft hat.schon manchen Rückzug antreten müssen, und manche wissenschaftliche Sensation entpuppte sich bei näherer Betrachtung als eine arge Uebertreibung. Man denke nur an die Erfindung des Kochschen Tuberkulins, durch Die eine ganze Welt zum Aufhorchen gebracht wurde. Auch damals wurden Ungezählte enttäuscht, die in Leid und Krankheit aus Heilung warteten. Immerhin, was damals an Positivem und Wertvollem von dieser Sensation übrigblieb, war noch genug: die Entdeckung des Kochschen Tuberkelbazillus und die Begründung der modernen Hygiene! Was von den wiederum mit großer Sensation aufgemachten Ernährungslehren zur Heilung Der Tuberkulose bleiben wird, ist mehr als fraglich. Jedenfalls ist es wieder still geworden. Die Tuberkulose ist nicht verschwunden. Nur das Mißtrauen gegen Salz in der Nahrung ist geblieben.
Dabei ist Salz von jeher das verbreitetste und billigste Gewürz. Schon im Altertum kannte man seine Bedeuti'ng für die Ernährung. Kriege wurden seinetwegen geführt, Völker unterjocht, Heereszüge angetreten, die durch die Welt gingen, mitunter nur wegen des Salzes. Mit dem Salz in der Hand, nicht bildlich, sondern wörtlich gesprochen, werden jcßi noch, wie in den Zeiten der spanischen Eroberer, die ersten Beziehungen zu primitiven Völkern geschaffen, in Ländern und Erdteilen, die dem Einfluß der Zivilisation noch nicht unterworfen sind. Ohne Salz geht es nicht. Zuviel Salz ist bestimmt vom Uebel. Würde der Mensch nur Salz und gleich pfundweise zu sich nehmen, müßte er zugrunde gehen. Wenn die neuen Ernährungslehren nichts weiter gebracht hätten als die Erkenntnis, daß Uebertreibung auch beim Salzen schadet, könnte man mit ihnen ohne weiteres einverstanden sein.
Gerade jetzt aber, im Zeichen der Salzstencr, geht eine Auseinandersetzung durch die Tageszeitungen, die geeignet erscheint, bezüglich des Salzgebrauches noch weitere Beunruhigung zu schaffen. Der normale erwachsene Mensch braucht jährlich ungefähr 8 Kilo Kochsalz jSpeisesalz), und da das Kilo Salz mit 12 Pfennigen besteuert wird, kann der Ertrag der Salzsteuer jährlich mit 70 Millionen Mark veranschlagt werden. Diese Steuer betrifft übrigens nur das Speisesalz, während das für gewerbliche und industrielle Zwecke verwendete Salz durch Vergällung für den menschlichen Genuß untauglich gemacht wird und steuerfrei bleibt. Nachdem man festgestellt hat, daß auch bei den neuen Ernährungsvorschristen nichts so heiß gegessen wird, wie man es kocht, wird neuerdings die Frage aufgeworfen, ob man Sichlersalz oder Siedesalz verwenden solle. Zur Beruhigung aller derer, die es angeht, und besonders der Haiisfraucn kann von vornherein festgestellt werden, daß ein Unterschied zwischen Sichlersalz und Siedesalz überhaupt nicht besteht. Wenn ab und zu aus einen solchen zwischen dem durch Verdampfen der Salzsole hergestellten Siedesalz und dem bergmännisch gewonnenen Sichtersalz hingewiesen wird, so betritt dieser Unterschied nur den Preis. Sichlersalz ist nämlich billiger, weil sich Der Produktionsgang billiger stellt
Nur Die Gewinnung ist also verschieden, für die menschliche Ernährung (hielt das aber keine Rolle. Einer der hervorragendsten Kenner aus dein Gebiet der Nahrungsnlittelchemie, Pro,. Dr. Juckenack, hat festgestellt, daß Sichtersalz und Siedesalz stoislich (chemisch) dieselben Körper sind. Beide enthalten neben Kochsalz lEhlornatrium) in dem gleichen Maße geringfügige Mengen von Wasser und solchen Salzen, die in den unterirdischen Salzlagern und in dm Solen das Kochsalz b: gleiten. Die für die Gewinnung des Sichtersalzes in Betracht kommenden unterirdischen Salzlager weisen ein so ausfallend reines Salz aus, oaß Geheiinrat Juckenack zu dem Schtutz kommt, niemand könne ernstlich behaupten, datz das Sichtersalz dem Siedesalz in hygienischer Hinsicht nachstehe. Die meisten
®iinfW Tage sm Sie Haarpflege.
Von Gertrud Reinsch.
Welches sind 1933 die günstigsten Tage?
Die wenigsten Menschen sind sich über die eigentliche Bedeutung des Haarkleides unseres Körpers klar und verabsäumen daher die richtige Pflege. Keineswegs ist das Haar ein Ueberbleibsel aus Urzeiten, um etwa den Körper vor Wärmevcrlusten zu schützen, oder, wie die Haare der Augenbrauen, zu verhindern, daß der Schweiß in Die Augen läuft. Vielmehr sind die Haare in wahrsten! Sinne des Wortes Ante n n e n unserer Drüsen im Körper, und überall da, wo sich starke Haar- ansammlungen befinden — Kopf, Hals (Bart), Achselhöhlen, Schamtcile, Brust, ja sogar am ganzen Körper auf der Haut —, sind Drüsen vorhanden. Die Drüsen haben die Aufgabe, die in der Erdatmosphäre, teils als Höhen- oder kosmische Strahlung, teils als Erdstrahlung, Sonnenstrahlung, Mond- strahlung usw., vorhandenen Energien umzuformen in stoffliche Körperaufbausekrete. Die Haare aber sind die äußeren Drüscnoraane, dazu bestimmt, gewisserutaßen als Antennen, diese Ströme aufzunehmen und den Drüsen zuzuleiten!
Wer dieses nun weiß, wird verstehen, daß Haarpflege ungemein wichtig ist. Keineswegs aber sind die uns zuslietzen- ben Umwcltstrahlen an allen Tagen gleich gut, sondern sie fließen gewissermaßen in bestimmtem Rhythmus, ähnlich Ebbe und Flut, die ja bekanntlich der Mond verursacht, ähnlich aber auch den verschiedenartigen Sonnen einstrahlungen, die teils ausbauend (im Frühjahr), teils fruchtbildend (im Sommer), teils abbauend (im Herbst) und teils so gut wie ruhend (im Winter) sind. Es dürfte demnach einleuchten, daß cs auch für die Haarpflege, besonders für das Kürzen des Haares, günstige und ungünstige Zeiten gibt, ganz nach dem jeweiligen Rhvthmus dieser Umwcltstrahlen.
Wer nun sein Haar regelmäßig pflegt und nur an den dafür günstigen Tagen kürzen, waschen, ondulieren, mit Daucrivcllcn versehen usw? läßt, wird bald die Erfahrung machen, daß Der Erfolg ein bedeutend größerer ist. Andererseits wird die Erfahrung ebenfalls bald zeigen daß das Haar, an ungünstigen Tagen behandelt, nicht lange „gut sitzt", die Wellen nicht lange vorhalten oder die gesamte Frisur nicht gut gelungen ist. Friseure bestätigen ebenfalls, wenn man sich danach befragt, daß es an „manchen Tagen wie verhext" ist — „nichts gelingt heute", schimpfen sie dann oft, und so mancherlei Zwischenfälle sind an der Tagesordnung. Nun — wer cs nicht glaubt, mag es sich selbst erproben! Außerdem kostet es nicht mehr und nicht weniger, wenn versuchsweise ein günstiger und dann ein ungünstiger Tag gewählt wird.
Für das Jahr 1933 seien daher einige günstige Zeiten für die richtige Haarpflege angegeben, nach denen sich nicht nur die Frau, sondern auch der Mann richten kann.
Im Monat Januar sind es die Tage zwischen dem 3. und 11., dann der 30. und 31. Januar. Die ersten beiden und letzten beiden Tage sind die besten.
Im Monat Februar sei der 1. bis 10. sowie der 26. bis 28. empfohlen; hier sind Der 9., 10. und der 26. bis 28. Februar
die günstigsten von Den genannten Tagen.
1. bis 12. und der 26. bis
Im Monat M ä r z kommt der
31. März in Frage; der 9., 10., 26
Im Monat April: 1. bis 10. sind am besten.
und 5. und 6.
und und
27.
24.
sind die besten.
bis
30.; der 9., 10.
Im Monat Mai: 1. bis 8., 24.
2., 3., 7., 8., 29 bis 31. Mai.
bis
31.;
am
besten sind
5. und 6., und
der
der
Im Monat I u n i: 1. bis 8., a u tz e r
23. bis 30. Juni : am besten sind der 3., 4., und 25. bis 27. Juni.
Im Monat Juli: der 1., 5. bis 7., 22. bis 29.; am besten
der 23., 24., 27. bis 29. Juli.
Im Monat August: 1., 2., 21. bis 25., 28. und 29.; am besten 24. und 25. August.
Im Monat September: 19. bis 25.; am besten der 20.
und 21. September
Im Monat Oktober: 3., letzten Tage sind am besten!
Im Monat November: 26. bis 28. ist am besten.
Im Monat Dezember: besten der 24. und 25.
19., 22., 23., 30., 31.; die beiden 1., 2., 18., 19., 26. bis 30.; der 1., 2., 24. bis 31. Dezember; am
An diesen günstigen Tagen behandelt, wird das Haar immer locker, dustig und voll sein und sich lange Zeit so halten. " ‘ ‘ ‘ - - da-
Keineswegs wird Bürsten und Kämmen des Haares durch überflüssig!
MW Fm mW $1! trinken?
etwa
„Also: ein Eisbein mit Kraut, einmal Pökelrinderbrust mit Meerrettichsotzc. Und was darf ich den Herrschaften an Getränken bringen?"
Für „ihn" ist die Sache schnell entschieden; mit Selbst-
Verständlichkeit in Ton und
Geste: „Ein Glas Bockbier/
„Und gnädige Frau?"
Etwas unschlüssig sieht sie zunächst den Ober, dann ihren Mann an, und nach kurzer, eifriger Ueberlegung bestellt sie ein kleines Dunkles
Diese kleine Szene kann man oft im Restaurant beobachten, und jeder Kellner wird das gern bestätigen. Es ist eigentümlich, daß viele Frauen bei der Bestellung eines Gläschen Bieres anscheinend erst eine ganz kleine Hemmung zu überwinden haben. Gewiß, es gibt vornehmere und teurere Getränke; aber letzten Endes: Bier ist doch etwas zu Interessantes. Und das soll man den Männern nicht allein überlassen. Im übrigen — wie ost kann man die nette, ergötzliche Szene beobachten, daß die Gattin, die kein Getränk bestellte, nachher in ihres lieben Mannes Bierglas recht tief hineinsah.
Frauen haben unbewußt ein recht feines Gefühl für alles, was mit großer Kunst und Kultur gefertigt wurde: w auch für kultivierte Getränke und besonders für ein gutes Glas Bier. Tas Bierbrauen lag ja früher, genau wie das Backen und Weben, bevor sich ein selbständiges Braugewerbe entwickelte, durchaus der Hausfrau ob, und ich wette, es hat schon Damals ausgezeichnete Biere gegeben. Alte Braurezepte und spezielle Zutaten, die den Frauen besonders snmpaehisch waren, sind uns bekannt; sogar Myrte wurde dem Bier bisweilen zu- gesetzl! Tie Sitte, daß die Frauen Bier bereiteten, erhielt sich im Westfälischen bis zum Beginn des vorigen Jahrhunderts. Vielleicht entwickelt sich später einmal wieder ein neuer Frauenberuf daraus. Man kann nie wissen.
Das öfsentliche Biertrinken blieb aber besonders in Nord- oeutschland, zumal in den oberen Ständen, lange noch ein Reservat des Mannes. Die Frau sah entweder zu, wie ihrem
Ehcherrn der Schoppen schmeckte, oder entschloß sich zu einem anderen Getränk; denn als Dame trank man doch nicht gern vor allen Leuten Bier! Das ist nun mit der Emanzipation und Gleichstellung der Frau im öffentlichen Leben heutzutage anders geworden, und jede Dame bestellt jetzt ihr Bier, wie es ihr beliebt, ohne die mindeste Verwunderung zu erregen. Nur mitunter, bei älteren Damen, kostet das noch einige Ueberwindung.
Da ist man doch in Süddeutschland seit jeher ganz anders eingestellt! Wenn man z. B. in einem großen Münchener Bräu Platz nimmt, ergibt sich meist überhaupt gar nicht erst eine Diskussion darüber, was nun getrunken wird: der Maßkrug steht schon da wie selbstverständlich, und alles ohne Unterschied trinkt eben Bier.
Sicherlich wird der ziemlich imponierende Bierkonsum des bayrischen Volkes, als Ganzes betrachtet, dadurch zum Teil erklärlich, daß die bayrische Lebensgefährtin ihren Mann auch beim Schoppen nicht im Stich läßt. Allen Ernstes gesprochen, verehrte Leserin, vielleicht überlegen Sie sich maf den Fall und schauen sich eine moderne Brauerei an. Gerade als Frau werden Sic Ihre Freude haben an all der Zweckmäßigkeit und peinlichen Sauberkeit, die ja für den Brauereibetrieb sprichwörtlich geworden ist.
Wenn schon die Erzeugung von Nahrungs- und Genußmitteln in gewerblichen Betrieben an sich ein hohes Maß von Sauberkeit voraussetzt, so ist dies in besonderem Maße in ver Brauerei der Fall. Alle Apparate, Pfannen, Bottiche, Fässer, Leitungen, Versandfässer und Flaschen werden nicht nur im alltäglichen Sinne „gereinigt", sondern völlig keimfrei gemacht; eine Brauerei mit all ihren Gebäuden, Wänden und Fliesen blinkt vor Sauberkeit. Das alles Dient dazu, daß Bier mit Genuß getrunken werden kann, daß auch Sie, gnädige Frau, wenn Sie Appetit darauf haben, ein schönes Glas Bier mit einer perlenden Schaumkrone vorgesetzt bekommen! U. E.
KMetik M »rWrt.
Bei der Bewegung im Freien, im Winter, beim Sport muß noch viel mehr als zur Sommerszeit daraus geachtet weroen, oatz schädliche Einflüsse auf die Haut vermieden werden Der Tein« leidet sehr schnell unter Der Einwirkung von Kälte. Wind und Nässe. Bei manchen Menschen beobachten wir eine dauernde Röte des Gesichts; dies ist darauf zurückzuführen, daß die Hautgefätze allmählich durch die andauernde Einwirkung der Kälte Die Fähigkeit Der Kontraktion verloren haben. Daraus ergibt sich, daß es nötig ist, Die Haut gegen Einflüsse von Wind und Wetter möglichst zu schützen
Bevor man ins Freie geht, muß man bei großer Kälte eine gute Fencreyre benutzen. Fetlfrcie Salben haben in diesem Falle keinen Zweck. Wenn man von der Kälte direki einen warmen Raum betritt, so ist der rasche Temperaiurwcchsel schädlich Ein allmähliches langsames Erwärmen ist günstiger Ganz kaltes Wasser sollte für das Gesicht nie gebraucht werden, sowohl im Sommer als auch im Winter ist lauwarmes Wasser für den Teint besser. Beim Abirockncn sollte das Reiben ver- inleben werden, ein Abtupfen tut den gleichen Dienst. Hai man aber trotzdem das Pech, daß dauernde Röie des Gesichts zurückgeblieben ist. so wird auch Diese in den meisten «ritten durch einen Arzt mit Diathermie beseitigt werden können
Sehr vorsichtig muß man in den Bergen sein bei einer Höhe von mehreren hunderi Metern. Die Einwirkung der Höhensonne hinterläßt häufig Verbrennungen, die zu Bla>enbildungcr führen und recht große Schmerzen verursachen. Auch hier ii eine gute Fettcreme angebracht: sie hält Die Sonnenstrahlen al
Dann muß man, außer den Vorsichtsmaßnahmen für Di Haut, sich sehr vor Frost in acht nehmen. Selbstverständlich ii wohl wollene Bekleidung für Hände und Füße Die Händl Dürfen nur in warmem Wasser gewaschen werden: auch m sollte man vor Dein Hinausgeben in die Kälte nichtig einseilen Es dürfte bekannt kein, daß es unrat'am ist. kalte Hände am Ofen zu wärmen. Wer empfindliche Obren hat, soll auch diese einfetten. Wer an Frost leidet. muß schon vor Einsetzen der Kälte mit der Behandlung beginnen
Beim Rodeln, Schlittschuhlaufen. Skifahren sollen diese Vorsichtsmaßnahmen besonders beachtet werden; sie schützen vor nachteiligen Folgen. Tcaheiin
Die 4^MU®âe f^ao4w*.
f. Haltbarkeit der Strümpfe. Seidene Strümpfe halten um so länger, je öfter man sie wäscht. Abends in Seifenschaum vurchgedrückt, in Essigwasscr gespült, sind sic morgens wie neu und halten länger, da sie immer we ch und elastisch sind.
f. Feine Wäsche stopft man am besten, indem man Die schadhafte Stelle mit Tcidcnpapier unterlegt und mit der Maschine kreuz und quer darüber hinwegnäht. Bei der Wüsche löst sich das Papier auf, und die Stopfstelle ist nach dem Bügeln kauni zu erkennen.
f. Leichte Erkältungskatarrhc werden zweckmäßig mit Apfelhonigwasser behandelt. Sechs Aepfel werden geschnitten und mit einem Liter kochendem Wasser übergossen. Dann fügt man etwa 50 Gramm Honig sowie den Saft von zwei Zitronen zu
“nb läßt das Ganze gut zugedeckt eine Stunde an einer heißen Stelle des Herdes stehen. Nach dieser Zeit wird die Flüssigkeit abgepreßt. Der Patient erhält zweistündlich einen halben j Tassenkopf voll dieser Flüssigkeit.
f. Kastanienpürce. Geschälte gekochte Früchte werden passier«, dann in heiße Butter gegeben und ein wenig geröstet, wo6c> man einige Tropfen Wein dazu gibt. Man gibt dieses Pürc> zu Koteletten oder Wild.
k. Mecrrettichsoste mit süßem Rahm. In 60 Gramm Butter läßt man zwei Eßlöffel Mehl anziehen, löscht mit 4/i0 Liter süßem Rahm ab, fügt eine halbe Stange geriebenen Meerrettich und nach Belieben etwas Zucker hinzu.
f. Schololadcngricß. In % Liter Milch läßt man 150 Gramm Grieß einlaufen und rührt ihn dick. Inzwischen werden 80 Gramm Butter und drei Eigelb, 100 Gramm Zucker, etwas gerührt und mit dem Grieß
Salz und Vanillezucker schaumig vermengt. Dann rührt man den Eier daran, halbiert die Masse davon mit zwei Lössel Kakao und ln eine Puddingsorm, läßt den
geschlagenen Schnee der drei und versetzt die eine Hälfte stillt den Griest nacheinander Pudding erstarren und gib-
Vanillesoße dazu.
f. Grüne, füfi saure Tomalenscheiben. Nicht zu kleine, grüne Tomaten schält inan mit scharfem Messer dünn ab, schneidet sie in Scheiben und legt sie in kochenden Gärungsessig «Nalur- cssig), der mit Zucker, einigen Nelken und etwas ganzem Zimt zum Kochen gebracht worden ist Die Tomatenjchcibeu müssen dann an heißer Herdstelle fünf Minuten ziehen, werden dann aus dem Essig genommen und in Gläser getan. Der Essig wird noch etwas eingekocht, durchgcseiht und dann über die Tomaten- scheiben gegeben. Nach Erkalten werden die Gläser mit Perga- mentvabur zuaebunden.