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„Sin Wundriß durch deutsche Lande!"

Erschütternder Rundfunkbericht über die verbrecherische Grenzziehung im Osten.

Der Ostmarkenrundfunk veranstaltete eine bedeutende Kundgebung „An der W e i ch s e l g r e n z c", die einen außerordentlichen Widerhall gefunden hat, zu­mal sie von fast allen deutschen Sendern übernommen wurde.

Der Sprecher der Orag, von der Burchhardt, wies an Hand internationaler Stellungnahmen auf den ver­brecherischen Wahnsinn der Grenzziehung im Osten hin. öandrai Dr. Ullmer-Marienwerder schilderte, wie es zu der Weichselgrenzlinie kam, die bekanntlich auf das jetzige »stpreußische Ufer des Stromes etwa 20 Meter vor den Deich gelegt wurde, obwohl man selbst in Ver­sailles anerkannt habe, daß die Grenze in der Mitte des Flusses verlaufen solle.

Geradezu erschütternd wirkte die Schilderung des Ge­meindevorstehers Becher aus Grostweide, der auf die Zer­stückelung von landwirtschaftlichem Grundbesitz durch die Grenzziehung hinwies und auf die S ch i k a n e der polni­schen Grenzbeamtcn, die es dem Bauer zuweilen verwehr­ten, selbst den eigenen Acker zu bestellen.

Dr. Ullmann sprach über den Brückenkopf Kurze- b r a ck. Die Grenze verlaufe hier mitten auf dem Deich. Der wertvolle Umschlaghafen von der Eisenbahn zum Strom sei in polnische Hand gekommen. Eine mit dem polnischen Schlagbaum versperrte Straße bilde d en ein­zigen Zugang Ostpreußens zur Weichsel. Deichhauptmann Wit erzählt, daß der von ihm betreute Deich von der Grenze siebenmal durchschnitten wird. Der Sprecher von der Burchhardt schloß die Sen­dung mit den Worten: „Wir haben versucht, ein Stück der Grenze tm Osten anschaulich zu machen. Es ist nur ein kleiner Abschnitt der langen Grenzlinie, die heute wie ein Wundriß durch deutsche Lande geht. Will man längs dieser Grenze berichten von Gewalt, Unrecht, Not, merken Sie für heute den Namen Kurzebrack".

Nationalsozialistische Zeitungen in Gefangenen» anstalten.

In einer im Preußischen Landtag eingebrachten Anfrage war bemängelt worden, daß Gesuche von Ge­fangenen um Zulassung des Angriff und des Völkischen Beobachter von den Gefängnisverwaltungen abgelehnt würden. Das Staatsministerium wurde gefragt, ob es bereit sei, auf die Gefängnisverwaltungen dahingehend einzuwirken, daß diese Zeitungen den Gefangenen zu­gängig gemacht werden. Der preußische Justizminister Dr. Schmidt hat jetzt folgende Antwort erteilt: Die Strafvollzugsbehörden sind darauf hingewiesen, daß die Zulassung der nationalsozialistischen Zeitungen Der An- ?;riff und Völkischer Beobachter in den preußischen Ge- angenenanftalten nicht untersagt ist.

Generaloberst von Cinem 80 Jahre alt.

In Generaloberst a. D. Karl von Einem genannt von Rothmaler vollendet am l. Januar einer der ver­dientesten hohen Führer der alten Armee sein 80. Lebens­jahr. Er ist in Herzberg bei Hannover geboren und trat am 2. August 1870 in das Ulanenregiment Nr. 14 ein, in besten Reihen er den Feldzug gegen Frankreich mitmachte und sich das Eiserne Kreuz erwarb. Nach bevorzugter Generalstabslaufbahn wurde er 1898 Abteilungschef im Kriegsministerium, dem er, am 14. August 1903 zum Staats- und Kriegsminister ernannt, bis 1909 angehörte. In diesem Jahre übernahm er als General der Kavallerie das Amt des Kommandierenden Generals des VII. Armee­korps, mit dem er bei Kriegsausbruch ins Feld zog. Im September 1914 wurde ihm als Nachfolger des erkrankten Generalobersten Freiherr von Hausen das Oberkom­mando der 3. Armee übertragen, die er bis zum Ende des Krieges führte. Mit ihren unvergänglichen Siegestagen, von denen wir hier nur die Winterschlacht in der Champagne 1915 nennen, bleibt sein Name ewig ver­bunden. Als der Kronprinz im November 1918 das Kommando seiner Heeresgruppe niederlegen mußte, trat Generaloberst von Einem an ihre Spitze und führte sie in die Heimat zurück. Der Generaloberst, der aktiv und un­ermüdlich am Kampfe für die nationale Wieder- aufrichtung Deutschlands teilnimmt, verbringt seinen Lebensabend in voller geistiger und körperlicher Frische in Mülheim an der Ruhr. Er ist Ritter des Hohen Ordens vom Schwarzen Adler, des Pour le mérite mit Eichenlaub und vieler anderer höchster Auszeich­nungen, Chef des Infanterieregiments Nr. 16 und steht L la suite des Kürassierregiments Nr. 4.

70. Geburtstag des Generals Hoefer.

Der Verteidiger Oberschlesiens gegen den Einfall polnischer Insurgenten, Generalleutnant a. D. Karl Hoefer, beging am 29. Dezember seinen 70. Geburts­tag. Hoefer, ein gebürtiger Oberschlester, führte im Kriege Die 117. Jnfanteriebrigade. Obwohl er einen Arm ver­lor, blieb er bis Kriegsende an der Front. Er ist der „einarmige General", von dem der englische Heeresbericht mehrfach erwähnte, daß er seine Truppen selbst zum Sturm führte. Im Mai 1921 wählten die deut­schen Selbstschutzformationen Oberschlesiens Generalleut­nant Hoefer zu ihrem Führer. Von seinem Hauptquartier in Oberglogau leitete er die deutschen Freiwilligen gegen die zahlenmäßig immer stärker werdenden polnischen Insurgenten. Am 21. Mai gelang es ihm, den Annaberg zu stürmen. Da zwang ihn eine Forderung der Inter­alliierten Kommission, seinen Freischaren Halt zu ge­bieten. Am zehnjährigen Gedenktag der Zerreißung Oberschlesiens gedachte die Heimat seiner in besonderer Dankbarkeit.

Kommunistischer FeuerüberfaU auf ein REDAP.-Lotal.

40 Schüsse „ergebnislos" abgefeuert.

Auf ein Verkehrslokal der NSDAP, in Berlin NO. wurde von einer größeren Anzahl Kommunisten zur Nachtzeit ein Feuerüberfall ausgeführt. Es wurden etwa 40 Schüsse abgegeben, durch die aber glücklicherweise nie­mand verletzt wurde. Als die Polizei erschien, flüchteten die Schützen in ein kommunistisches Verkehrslokal, das von der Polizei ergebnislos nach Waffen durchsucht wurde. Zwei Personen wurden verhaftet. Die Polizei wurde bei den Straßenabsperrungen aus den Häusern be» tzMeNz so daß & MM SKreMW SbMM mußt-,

Die Deutsche Reichsbahn 1932.

Erhebliches Absinken der Einnahmen.

Das Amtliche Nachrichtenblatt der Deutschen Reichs­bahngesellschaft veröffentlicht einen vorläufigen Jahres­rückblick über die Ergebnisse der Deutschen Reichsbahn im Jahre 1932. Danach werden die Einnahmen im Jahre 1932 (gegenüber dem Höchststand von 1929 mit 5354 Millionen Mark) voraussichtlich auf der Höhe von rund 2850 Millionen liegen und damit auf einem nicht v o r h c r g e s e h e n e n Tiefstand anlangen. Von dem gesamten Einyahmerückgang entfallen auf den Ver­kehrsrückgang und den Wettbewerb etwa 35 Prozent und auf den Ausfall durch Tarifermäßigungen etwa 12 Prozent. Tie Schätzung der P e r s o n a l a u s g a b e n. für 1932 ergibt einen um 820 Millionen Mark oder 28 Prozent geringeren Betrag als im Jahre 1929 Dieses Er­gebnis ist nicht nur auf die Senkung der Gehälter, Löhne und Sozialausgaben, sondern auch auf die des Personal­bestandes zurückzuführen. Dieser wird von 713 000 Köpfen in 1929 auf voraussichtlich rund 604 000 Köpfe in 1932 vermindert werden.

Auf Wunsch des Reichs führte die Reichsbahn ein zu­sätzliches Arbeitsbeschaffungsprogramm aus der Reichsbahnanleibe 1931 im Gesamtbeträge von 257 Millionen durch. Herbst 1932 hatte sie ein weiteres Arbeits­beschaffungsprogramm in Höhe von rund 180 Millionen herausgegeben. Darüber hinaus hat sie noch für weitere 100 Millionen Mark Arbeitsaufträge vorgesehen. Trotz aller Bemühungen der Reichsbahn werden die Ausgaben der B e t r i e b "s r e ch n u n g 1932 sich voraussichtlich von 4500 Millionen Mark auf nur rund 3000 Millionen Mark, also um rund 1500 Millionen Mark oder 33 Prozent gegenüber 1929 vermindern lassen. So wird die Gewinn- und Vcrlustrechnung voraussichtlich mit einem nicht unerheblichen Fehlbetrag abschließen müssen. Die Reichsbahn rechnet weiter mit einem Eingang von etwa 180 Millionen Mark aus den Steuergut­scheinen und wird damit ein zusätzliches Arbeits­beschaffungsprogramm aufbauen und schon jetzt mittels Wechsels finanzieren.

Insgesamt werde die Reichsbahn auch n a ch Inkraft­treten des Lausanner Abkommens an politischen L a st e n (Reparationslast, Beförderungssteuer, politische Personallasten, Mehrkosten aus neuer Grenzziehung) ins­gesamt 501 Millionen zu tragen haben, also etwa 17,6 Prozent der voraussichtlichen Betriebseinnahmen von 1932. Abschließend wird noch betont: Wirtschaft und Ver­kehr sind in Deutschland zur Zeit auf den Stand von 18 9 0 b i s 1 900 z u r ü ck ge w o rf e n worden. Es wird jahrelanger Arbeit bedürfen, diesen Rückschritt wieder aufzuholen. Auch wenn die Wirtschaft, wie zu er­hoffen ist, wieder anstcigen sollte, wird die Finanzlage der Reichsbahn nach wie vor sehr ernst bleiben.

Ein polnischer Giedlungs-irektor.

Kampf um seine Entlastung.

Durch einen Prozeß vor dem Berliner Arbeitsgericht ist bekannt geworden, daß der polnische Staatsangehörige Salomon Dvk geschästsführender Direktor einer vom preu­ßischen Staat unterstützten Siedlungsgesellschaft geworden ist. In einer längeren Erklärung wird dazu von zustän­diger Seite jetzt mitgeteilt, daß Dyk aus Galizien stammt und schon 1915 bis 1919 als Mooradministrator im Be­triebe der preußischen Staatsverwaltung angestellt ge­wesen sei. Dyk sei auf Grund des Versailler Vertrages polnischer Staatsangehöriger geworden und habe von der Möglichkeit, für einen Nachfolgestaat der früheren öster­reichisch-ungarischen Monarchie zu optieren, keinen Ge­brauch gemacht. Im Jahre 1920 sei er Geschäftsführer der Siedlungsgesellschaft geworden, die unter Leitung von Professor Oppenheimer gegründet worden sei. Der preußische Staat ist an der Siedlungsgesellschaft

mit 500 000 Mark beteiligt.

Dyks Anstellungsvertrag, der mit dem Aufsichtsrat der Ge­sellschaft abgeschlossen worden war, laufe bis 1940. Das preußische Ministerium habe deshalb in einer Aufsichts­ratssitzung sofort den Antrag gestellt,

den Geschäftsführer abzuberufen.

Der Antrag sei abgelehnt worden, weil die Stimmen des preußischen Staates (ein Drittel) allein nicht ausreichten, um den Antrag anzunehmen, und die übrigen Gesell- fchaster seine Annahme unter Hinweis auf die finan­ziellen Folgen für die Gesellschaft verweigert hätten.

Die Entfernung des Bruders des Geschäftsführers aus der Gesellschaft, der auch Vorsitzender des polnischen Klubs in Berlin sei, sei sofort veranlaßt worden. In der Nähe der Landesgrenzen habe die Gesellschaft bisher keine Siedlungstätigkeil entfaltet. Die Ermittlungen hätten ergeben, daß keine Polen angesiedelt worden seien. Der Reichskommissar für das preußische Landwirtschafts­ministerium hält seine Auffassung, daß man Dyk die Ge­schäftsführung der Gesellschaft nicht weiter überlassen könne, aufrecht. Es werde geprüft, auf welchem Wege die Angelegenheit bereinigt werden könne.

Der „Fliegende Hamburger" mit Fahrgästen.

Berlin—Hamburg in 138 Minuten.

Der neue Schnelltriebwagen der Reichsbahn hat eine neue Fahrt nach Hamburg unternommen, zu der Vertreter der Behörden, der Wirtschaft und der Wissenschaft als Gäste geladen waren. Der Wagen legte diesmal die Strecke Berlin—Hamburg in 138 Minuten (bei den ersten Fahrten in 141 Minuten) zurück. Am 30. Dezember er­folgt eine neue Fahrt des Schnelltriebwagens, zu der die Presse geladen ist.

Gchlagweiterunglück in Ungarn,

Dreizehn Bergleute getötet.

Nach einer Meldung aus Fünfkirchen hat sich in ver Grube von Nagymanyok eine schwere Schlagwetterexplo­sion ereignet. 13 Bergleute wurden dabei getötet. Ein weiterer Bergmann wurde schwer verletzt. Die Ursache des Unglücks ist noch unbekannt. Sechs der getöteten Berg­leute haben deutsche Namen.

Gefährliches Grotzfeuer in Wilhelmsburg.

Harburg-Wilhelmsburg. In den Stallungen der Schläch­terei Anton Witt brach ein Brand aus, der rasch um sich griff. Den Wilhelnisburger und Harburger Wehren gelang es schließlich nach angestrengter Tätigkeit, das Feuer nicderzu- kämpfen. Neben den Lagerhallen wurden noch mehrere Garagen in Mitleidenschaft gezogen, in denen sich zahlreiche Kraftwagen Kefanden. Der Schaden ist sehr erheblich.

Aos Heffen-Raffmr unb Rachbargebieten.

Merkblatt für den 31. Dezember.

1747: Der Dichter Gottfried August Bürger in Molmers­wende am Harz geb. — 1877: Der französische Maler Gustave Courbet in La Tour de Peiltz gest.

Wird dir die Erde eng, wie weit sind die Himmel!

K l e m m.

Wetterbericht.

Ueber Mitteleuropa setzt sich der schon vor einigen Tagen begonnene Luftdruckfall fort und schwächt das im Osten liegende, noch recht kräftige Hochdruckgebiet weiter ab. Die flachen Tiefausläufer der im Nordwesten befind­lichen Tiefdruckwirbel üben keinen wesentlichen Einfluß auf unser Wetter aus, das immer noch unter der Herrschaft des östlichen Hochdruckgebiets steht, so daß höchstens mit ge­ringen Niederschlägen gerechnet werden kann. — Vorher­sage bis Freitag: Stellenweise neblig, sonst überwiegend bewölkt und höchstens geringe Niederschlagsneigung, bei östlichen bis südlichen Winden vielfach leichter Frost. — Aussichten für Samstag: Keine wesentliche Aenderung des bestehenden Witterungscharakters.

* Fulda, den 30. Dezember 1932.

Evangelischer Volksverein Fulda.

Die Mitglieder werden heute schon darauf aufmerksam gemacht, daß in der im Januar stattfindenden Jahres­hauptversammlung u. a. über einen vom Vorstand einge­brachten Antrag abgestimmt werden soll, wonach der Mit­gliedsbeitrag für 1933 eine 20prozentige Senkung erfahren soll.

Fuldaer Falschmünzer verhaftet.

In den letzten Monaten mehrten sich die Fälle, in denen hier Falschgeld im Verkehr festgestellt und angehal­ten wurde. Da es sich durchweg um in der Herstellung gleichartiger Stücke handelte, so bestand schon seit längerer Zeit bei den maßgebenden Stellen die Auffassung, daß diese Falschstücke hier am Ort hergestellt würden. Am Tage vor Hl. Abend wurde nunmehr von der Fuldaer Kriminal­polizei hier eine Falschmünzerwerkstatt ausfindig gemacht und eine große Menge der erforderlichen Materialien und Formen zur Anfertigung der Falschstücke, sowie eine An­zahl fertiggestellter falscher Einmarkstücke und Fünfzigpfen- nigstücke vorgesunden und beschlagnahmt. Als Täter kommt der 64 Jahre alte Monteur Josef Weichlein in Frage, der festgenommen und in Untersuchungshaft gebracht worden ist. Wie die inzwischen durchgeführten eingehenden Recher­chen der Kriminalpolizei ergeben haben, hat W. seit Mo­naten falsche Einmarkstücke und Fünfzigpfennigstücke an­gefertigt und durch Verausgabung in hiesigen Geschäften in den Verkehr gebracht. Die Ermittelungen über den tat­sächlichen Umfang der hergestellten Falschstücke sind noch nicht abgeschlossen. Es steht aber fest, daß W., der seine Tätigkeit sogar seinen nächsten Angehörigen geschickt zu ver­bergen gewußt hat, keinerlei Mittäter bzw. Mitwisser ge­habt hat.

Erloschene Maul- und Klauenseuche.

Nach Mitteilung des Thüringischen Kreisamts in Eisenach vom 13. Dezember d. J. ist die Maul- und Klauen­seuche in Walkes erloschen.

Januarmärkte im Reg.-Bezirk Kassel.

Am 2. in Kassel Schlachtvieh, in Lichenroth und in Neu­kirchen Kram; am 3. in Hersfeld Rind unb Schweins und in Hünfeld Schweine; am 4. in Hanau Vieh und Wochen- markt, in Kagel Zuchtschweine und in Rotenburg Schweine; am 6. in Kagel Schlachtvieh; am 7. in Hanau Wochen- und Ferkelmarkt; am 9. in Kassel Schlachtvieh; am 10. in Pop­penhausen Kram; am 11. in Hanau Wochenmarkt und in Kassel Pferde; am 12. in Fulda Rind und in Kassel Schlachtvieh; am 14. in Hanau Wochen- und Ferkelmarkt; am 16. in Hilders Kram und Schweine und in Kassel Schlachtvieh; am 17. in Hünfeld Schweine und in Kirch­hain Rind und Schweine; am 18. in Hanau Vieh und Wochenmarkt, in Kassel Zuchtschweine und in Wächtersbach Rind; am 19. in Kassel Schlachtvieh und in Tann Kram und Schweine; am 21. in Hanau Wochen- und Ferkelmarkt; am 23. in Kassel Schlachtvieh; am 24. in Hanau Wochen- markt; am 25. in Sontra Kram, Rind und Schweine; am 26. in Burghaun Schweine, in Fulda Rind und in Kassel Schlachtvieh; am 28. in Hanau Wochen- und Ferkelmarkt; am 31. in Kirchhain Rind und Schweine.

Eine Fünftel Milliarde = 200 Millionen Reichsmark in 8 Jahren in einer Zeit stärkster Wirtschaftskrisen! Wenn es noch eines Beweises der Leistungsfähigkeit der größten deutschen Bausparkasse, der Gemeinschaft der Freunde Wüstenrot in Ludwigsburg bedurfte, so ist er damit erbracht: die EdF. finanzierte bis heute 13 666 Vausparer-Eigenheime mit 200 Millionen Reichs­mark und zwar ganz aus eigenen Mitteln ohne jede fremde Hilfe.

x. Tann (Rhön), 28. Dez. In den letzten Tagen fanden hier verschiedene Festlichkeiten statt, die alle gut von der Bevölkerung besucht wurden und einen ruhigen und schönen Verlauf nahm. Das evangelische Pfarramt veranstaltete im Saale des Hotels Münzel einen Gemeindeabend. Für * die Unterhaltung der sehr zahlreichen Besucher sorgte der Männergesangverein Tann, die Rhönschar und die Jung­schar. — Der Sportverein Tann (Rhön) 1919 hielt auch in diesem Jahre wieder, wie in jedem, im Saale des Hotels Münzel sein Weihnachtsfest ab. Der Turn- und Feuer­wehrverein versammelte seine Mitglieder auf dem Felsen- keller zu einem gemütlichen Beisammensein. er­hielten 11 langjährige Mitglieder eine ehrende Erinne­rungsmedaille für 2ü-jährige treue Mitgliedschaft.

Bischofsheim, 29. Dez. (Zusa m men stö ß e m i t Wilderern im Kreise HanaAn den Wawum gen der Gemeinden Bergen-EnkhelM-Vischofsheun (Swi^ Hanau) wird zur Zeit wieder stark gewildert. Der Wald wird von den Jagdaufsehern ständig begangen. Geslc.ru bemerkte nun der Sohn eines Pachters beim Reviergang erneut Schüsse am Waldesrand. Die ^ager stellten darau zwei Wilderer aus Bischofsheim. Die Burschen setzten sich bektia zur Wehr und tonnten erst mit Gewalt überwältigt werden. Bei der Durchsuchung nach Waffen fand man bei dem einen der Burschen einen Revolver. Die beiden Wilderer wurden der Polizei übergeben.

Schotten, 29. Dez. (Erloschene Paratyphus- epidemie.) Die seit einigen Wochen — wie von uns gemeldet — in den Vogelsbergdörfern Kaulstoß und Sichenhausen (Kreis Schotten) herrschende Paratyphus- cpidemie ist nach einer amtlichen Veröffentlichung oes Kreisamtes Schotten nunmehr als erloschen -"betrachten. Erfreulicherweise find in den beiden Orten, im Gegensatz zu Gedern, wo ein 46-jähriger Mann dem Paratyphus erlag, keine Menschenleben als Opfer der Seuche zu beftageru _