N-e.cU,k.r.e^>4 ts,.; ÄLMWL. einLK..d^l.uliMcha.s.tIlchen,. Bedürfnissen der WalowittHaft ' angepatzten Perso - na l k r e d i t s.
Der Hessische Waldbesitzerverband erwartet namentlich auch im Hinblick darauf, daß ihm die Herbstnotverordnung des Vorjahres und dieses Jahres keine bemerkenswerten Erleichterungen bringen konnten und ge
Aus Hessen-Nassau und Nachbargebieten
Merkblatt für den 25. Dezember.
800: Krönung Karls des Großen zum Römischen Kaiser. — 1742: Charlotte v. Stein, Goethes Vertraute, in Weimar geb. — 1789: August v. Goethe, des Dichters einziger Sohn, in Weimar geb. — 1837: Cosima Wagner bei Bellagio geb. — 1840: Der russische Komponist Jljitsch Tschaikowsky in Wotkinsk geb.
Merkblatt für den 26. Dezember.
1194: Friedrich II., Römisch-Deutscher Kaiser, in Jess geb. — 1769: Der Dichter Ernst Moritz Arndt in Schoritz auf Rügen geb. — 1863: Der Mediziner Wilhelm His in Basel geb. — 1896: Der Physiologe Emil Du Bois-Rey- mond in Berlin gest. — 1906: Der Forschungsreisende Eugen Graf v. Hichy in Meran gest.
Die schönste Zeit, die liebste Zeit, — Sagt's allen Leuten weit und breit, — Damit sich jeder freuen mag — Dao ist der liebe Weihnachtstag!
W i l h. H e y (1789—1854).
Wie wird das Weiter?
Das kalte, trockene Winterwetter, das wir in den ersten Tagen der letzten Woche hatten, und das dazu führte, daß die geringen Schneemengen in den deutschen Mittelgebirgen immer mehr verschwanden, wurde Mitte der Woche, durch langsame Eintrübung abgelöst. Im Flachlande trat infolge Zufuhr südwestlicher warmer Luftmassen ein rascher Temperaturanstieg ein. Hervorgerufen wurde diese Wetterlage durch ein außerordentlich kräftiges Tiefdruckgebiet, das westlich von den britischen Inseln anf- tauchte und England sowohl wie Frankreich starke Regenfälle brachte. In Nordwestdeutschland und auch im Süden kam es zu leichten Niederschlägen. In den nächsten Tagen dürften im Flachlande sich die Niederschläge — meistens Regen — weiter ausdehnen. In den Mittelgebirgen und insbesondere im Hochaebirge darf man bet Temperaturen um Null mit Schneefällen rechnen.
Bei Island ist wieder ein starker Tiefdruckwirbel erschienen, der in England und Westfrankreich Niederschläge verursacht. An der Südseite dieses Wirbels vordringende mildere ozeanische Luftmassen gelangen bis nach Westdeutschland, doch setzt die in der Höhe befindliche warme und trockene Luft einem schnellen Vordringen dieser ozeanischen Luft einen starken Widerstand entgegen, so daß eine rasche Umgestaltung der Wetterlage nicht erfolgen kann. Dagegen kommt es unter Abkühlung noch zu starker Nebelbildung, besonders in der Rhein-Main-Ebene, und zeit- weisw zu leichtem Nebelregen. Nachts tritt, besonders in Süddeutschland noch leichter Frost auf. — Vorhersage bis Samstag abend: Vielfach noch Nebel- oder Hochnebelbildung mit vereinzeltem Nebelregen, sonst wolkig und aufheiternd, bei meist südlichen Winden Tagestemperaturen über Null Grad. — Witterungsaussichten für Sonntag: Etwas milderes und im ganzen trockenes Wetter.
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Lenzliche Weihnachten.
Noch kann sich bis Weihnachten manches ändern, Denn ein Wetterumsturz kommt oft über Nacht, aber wenn nicht noch im letzten Augenblick ein Wetterwunder geschieht, werden wir diesmal (änliche Weihnachten haben. Vor einigen Tagen schon ist aus verschiedenen Ländern Europas und Amerikas berichtet worden, daß die Temperaturen nicht nur lenzlich, sondern geradezu sommerlich seien. Das galt in den letzten Tagen insbesondere auch für große Teile Deutschlands. In den bäuerischen Alben gab es Temperaturen, wie sie im Dezember recht selten sind: auf den Höhen verzeichnete man 15 Grad im Schatten und 40 Grad in der Sonne, und auch im Tale gab es „Hochsommerwetter". In Aacben stieg das Thermometer bis auf 17 Grad Celsius. Die Ebenen und die Mittelgebirge sind — von einigen Ausnahmen abgesehen — schneefrei, und in Tirol sind in weit über tausend Meter Meereshöhe die Wiesen noch immer grün. Selbst aus Ost- und Nordeuropa wird Tauwetter gemeldet: hier und da nur gibt es gelinden Frost.
„Grüne Weihnachten" sind aber durchaus nicht so selten, wie man glauben möchte. In mittelalterlichen Chroniken kann mân oft von Weihnachten lesen, an denen die Bäume grünten — nicht etwa bloß der Tannenbaum —. die Blumen blühten und die Mädchen sich mit frischen Kränzen schmückten. Im Januar gab es dann reife Erdbeeren, im Februar kleine Äpfel, und im Mai war das Getreide reif. Schade, daß wir selbst so was noch nie erlebt haben! Im übrigen muß ernstlich vor allzu grünen Hoffnungen gewarnt werden: auf warme Weihnachten sind mehr als einmal noch sehr strenge Winter gefolgt.
* Fulda, den 24. Dezentster 1932.
Am Wochenende.
Nun sind die kurzen Adventstage wieder an uns vorüber gezogen, wie eine Schar junger Bräute, die einander die Hände reichen. Am Weihnachtshimmel der Kleinen sind alle Sterne aufgegangen, und heute, endlich, öffnet sich das Türlein des Stalles vor Bethlehems Toren und eine Lichtfülle strahlt in alle Welt, ein Fünkchen himmlischen Glückes senkt sich auch in die armen, grauen Alltagsherzen, .und Weihnachtsfrieden nimmt uns alle in seinen unwiderstehlichen Bann. Ja, selbst den Menschfeind erfaßt der Zauber dieser heiligen Nacht und weckt zum mindesten eine wehmütige Erinnerung an verlorenes oder verscherztes Glück.
Wie war doch die Hast und Unruhe der Menschen so groß in diesen letzten Tagen vor dem Feste! Wir wollen nicht gleich von „Verweltlichung" unserer christlichen Feste sprechen: es ist doch auch viel Liebe und Sorge in dieser Geschäftigkeit verborgen; es ist in Umkehrung eines alten Wortes: der Sturm vor der Ruhe. Es gibt wenig Menschen, die sich — und sei es auch nur als Beobachter oder passive Zuschauer — diesem Strom der vorweihnachtlichen Unruhe entziehen können. Einige Wenige nur blicken auch gerne hinter die Kulissen: sie gleichen darin den Kindern, die die Mechanik ihres Weihnachtsspielzeuges ergründen
bracht, habetz.^ dP- Mittel.- und, Sk^ Munden. werden, die die Gefahr des Zusammenbruchs,' Die infolge dei zunehmenden Verluste und des Mangels an baren Betriebsmitteln für die gesamte nichtstaatliche Waldwirtschaft in unmittelbare Nähe gerückt ist, in letzter Stunde abwenden. Er spricht die dringende Bitte aus, daß das Erforderliche unverzüglich in die Wege geleitet wird."
wollen, sie wollen wissen, wie das Kunstwerk in Bewegung gesetzt wird. Dieser Wissensdrang wird immer belohnt, „es geht nichts kaputt" dabei, wie an der Kindereisenbahn, — höchstens einige Illusionen werden leicht beschädigt. —
Da ist der Nachbar Bäcker, — wer hat je einmal einen Einblick in seine weihnachtliche Backstube getan? Unter Hunderten kaum einer, — und doch sollte jeder einmal einen solchen Blick „hinter die Kulissen" tun. Es muh nicht gerade der Meister Bäcker sein, — es gibt ja Handwerker genug. Mit Respekt vor der Summe dieser Arbeit, die sich aus unzähligen geschickten Handgriffen zusammensetzt, wird der Wissensdurstige wieder im Strom der Straße untertauchen. Und wenn er dann noch erfährt, daß die Summe dieser Arbeit, in Zahlen ausgedrückt, etwa für acht Milliarden Reichsmark produktive Arbeit in den besseren Jahren bedeutete, dann wird er noch nachdenklicher und fängt an zu begreifen, daß diese kleinen und kleinsten Betriebe in unserer Volkswirtschaft unter den Aktivposten mit an den ersten Stellen stehen. Dann wird es ihm auch klar, daß jede kleine Schusterwerkstatt, die verschwindet, einen physischen und moralischen Verlust für die Volksgemeinschaft bedeutet. Und wenn sich die Kreise, die unmittelbar von der produktiven Arbeit leben, immer enger schliehen und alle diese produktiven Kräfte, diese werteschaffenden Kleinbetriebe ausschalten, — dann ist eines Tages auch in Deutschland der Zeitpunkt gekommen, wo man, wie in Ruhland, auch die hehrsten Feste abschaffen wird. Man wagt sich nicht gleich an die schwersten Säulen, man bricht Stein um Stein aus dem Gebäude, zernagt und zermürbt das Fundament, bis der Zusammenbruch unvermeidlich ist. Wenn wir unser deutsches Weihnachtsfest frei lind ungehindert feiern wollen und auf Kinder und Kindeskinder und in alle Zukunft vererben wollen, bann dürfen wir auch vor den kleinen Ursachen Herz und Verstand nicht verschließen. Es ist sogar angebracht, daß wir gerade in diesen stillen Tagen uns darauf besinnen.
Es war tatsächlich in einer Fuldaer Backstube, da dieses Problem von dem Meister berührt wurde, als er Christstollen um Christstollen in den heißen Ofen schoß. Der Lehrling glasierte Buttergebackenes, und der Geselle formte Weihnachtskringel, und die Frau Nachbar rang die Hände, weil der Stollen noch nicht im Ofen war. Doch der Meister blieb ruhig: „Där rechtig Mommänt eh nooch nrt d'rfier doa, — dee messe nooch e hall Stonn stech — sonst honse bis Weihnachde känn Stolle. Vann ich en zo freeh in Ofe ställ, gitt's en Klues (Kloß)." Den richtigen Moment nicht verpassen! Das ist die alte Weisheit, die nicht nur bei Christstollen großes Unheil verhütet hat. —
Aus den erleuchteten Fuldaer Straßen wandere ich dann heraus in die dunkle Paulusallee hinauf. Von der Weihnachtsbescherung im Stadtsaal kommen Kinder mit Paketen, — eins weint bitterlich, — es hat seine Mutti im Gedränge verloren und weiß zum Unglück nicht einmal, wie es heißt. Endlich haben wir den Vornamen: „ich heiß Finche". Lieber Gott, wie viele Finchen gibt es in Fulda! Soll man auf die Polizei mit der Kleinen gehen? Da gellt irgendwo eine Stimme durch die Nacht: „Fiiinche' Fiiiinche'". Der Menschenknäuel um das Finchen löst sich auf, — die Tränen versiegen, und die Mutter hat ihr verlorenes Finchen wieder. Von dem Finchen schweifen meine Gedanken zu den Fuldaern, die sich von ihrer Mutter in alle Welt verlaufen haben und sicher Heimweh haben, wie jener Fuldaer, der einen Brief aus dem fernen Brasilien schrieb. „Es geht mir gut, — aber was gäbe ich darum, wenn ich noch einmal in der Stille des Weihnachtsmorgens in die Mette gehen könnte und die Fuldaer Glocken dürfte läuten hören . . ." Ja es ist wahr, wenn der Fuldaer auch im ganzen Jahr kein Heimweh hat, — an Weihnachten packt es ihn bestimmt. Das muß man selbst erfahren haben. Dieses „Heimweh" empfindet der Deutsche wohl am tiefsten, ist es nicht merkwürdig, daß dieses Wort in keine andere Sprache völlig zu übersetzen ist, sogar als Fremdwort haben es manche Völker übernommen wie das deutsche Wort „Lied". —
Weihnachten! — Da verstummen des Lebens harte Dissonanzen, da werden selbst im verknöcherten Herzen verschüttete Quellen lebendig. Und die Weihnachtsbotschaft verhallt nicht und geht nicht unter in dem äußeren Gepränge — solange ein Mensch sich dem heiligen Geheimnis hingibt wie die Hirten vor dem Kinde in der Krippe.
A. M.
Einzelrichtersitzung.
Die schon zweimal wegen Betrügereien vorbestrafte 37jährige Witwe A. W. aus Fulda kaufte vor 2 Jahren in einem hiesigen Goldwarengeschäft einen goldenen Ring, kurze Zeit später eine Uhr und einen Wecker. Insgesamt zahlte sie darauf 22 Mark ab. Später blieben die Zahlungen ganz aus. Nachforschungen ergaben, daß die Uhr bei einer Schneiderin in Pfand gegeben war für zu zahlenden Arbeitslohn, der bis heute noch zu zahlen ist. Auch der Wecker und der goldene Ring sind nicht mehr in dem Besitz der A. W. Ferner hat die Angeklagte bei einem Seifenreisenden für etwa 49 Mbrk Seifen, Besen, Aufnehmer und dergl. bestellt, die Waren auch erhalten, aber keine einzige Abschlagszahlung geleistet. Mit Rücksicht auf ihre Vorstrafen wurde die Angeklagte wegen Betrug im Rückfälle zu 4 Monaten Gefängnis verurteilt.
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Der Kaufmann P. M. und der Landwirt W. Sch., beide inn Gersfeld wohnhaft, standen unter der Anklage, sich der Erunderwerbssteuerhinterziehung schuldig gemacht zu haben. Sie ließen in einem notariellen Vertrag den Kaufpreis für einen Acker niedriger einsetzen, als es ursprünglich der Fall war. Da in der Hauptverhandlung der Sachverhalt nicht mehr genau aufzuklären war, erfolgte ihre Freisprechung, obgleich der Verdacht der strafbaren Handlung bestehen bleibt.
Evangelischer Kircheuchor.
Im Hauptgottesdienst in der evangelischen Kirche am ersten Weihnachtsfeiertage singt der Kirchenchor die Weihnachtschöre „Ehre sei Gott in der Höhe" und „Der Morgenstern ist aufgegangen", Melodie nach Mich. Prätorius.
Der Müttcrocrci«
begeht am Dienstag, den 27. Dezember, abends 8 Ahr, seine Weihnachtsfeier im epagl. Kindergarten,
Veibenacki.
Der Heilige Abend und die stille Nacht und der feierliche und trotzdem so gar nicht strenge und steife, sondern eher fröhliche und in seiner Fröhlichkeit sogar ein bißchen überschäumende Weihnachtsmorgen, an dem die greifbaren Ergebnisse des von Seligkeit erfüllten Abends vorher gründlich betrachtet und noch gründlicher durchgcfprochen werden — alles, alles ist wieder da, und in der Menschen Herzen ist Freude eingezogen, und man möchte meinen, alle, auch die Großen und Verständigen, seien wieder Kinder geworden, und es gebe keine Sorge mehr auf Erden und habe nie eine gegeben. Ja, so könnte es scheinen, aber cs ist eben leider nur Schein, und morgen, spätestens übermorgen, Kinder, ihr großen und ihr kleinen Kinder, morgen wird's was geben, was euch wieder an den grauen Alltag, an all die grauen Alltage dieses Lebens erinnern und euch mit harter Faust zurückstoßen wird in diesen unerbittlichen Alltag.
Aber heute ist heut', und heute ist Weihnacht, und wir sind alle ein klein wenig aus Rand und Band und haben wahrhaftig, so klug und vernünftig wir uns sonst auch Vorkommen inögcn, beinahe die Fassung verloren und suchen zu vergessen, was uns so lange bedrückte und bedrängte, und denken des armen Nachbars, dem nicht eine so gute Weihnacht geworden ist wie uns selbst, und der selbst an diesem Tage der Fröhlichkeit und der inneren Seligkeit zu kämpfen hat mit seiner Not und um sein Brot. Und dann — nicht wahr? — dann, wenn uns solche Gedanken kommen, nehmen wir uns fest vor, ihm zu helfen und ihn zu unterstützen auch über die kurze Weihenacht hinaus, und es ist nur schade, jammerschade, daß die guten Vorsätze solcher Art so rasch wieder untertauchen und verschwinden, wenn wir selbst wieder aus dem Festrausch heraus sind. Aber heute wenigstens, heute sollten wir es uns keinesfalls nehmen lassen, auch andere glücklich zu machen, wenn wir selbst ein bißchen glücklich sind, und diese anderen brauchen durchaus nicht immer nur zu unserem engeren Familienkreise zu gehören denn in dieser Weihenacht sind mir schließlich alle eine einzige große Familie, und alle gehören wir zueinander.
Es ist ja die Zeit des seligen Nehmens und des noch seligeren Gebens, die Zeit, da wir an die Wiederkehr des Lichtes nach winterlicher Finsternis, da wir an die Botschaft des Friedens auf Erden glauben, die Zeit, in der wir auf das Wunderbare und das Wunder hofften. Oh, wie weit ab und wir noch von dem großen, allumfassenden Frieden, der nach Streit und Kampf wieder Ordnung und Ruhe und Gesittung bringt unter die Menschen! Aber heute, am Weihuackustage. verspüren m'r wenigstens einen Hauch dieses Friedens, und cs ist einmal so etwas wie reine, ungetrübte Freude. was uns durch das Herz zieht. Am Weibnachtsbaum die Lichter brennen, und der Gabentisch ist gedeckt und es gibt ewent- lich noch kaum etwas, was uns in dieser' Stunde feh^n sonnte zu unserem Glück. Und wenn dann gar erst d'e Weihnachtsglocken läuten, überfnmmt uns eine gar nrrt= würdige Stimmung, wie wir sie sonst kaum jemals in Jahre zu spüren bekommen: feierlich und froh 'ugle'ch Hub wir gestimmt, und wir motten wirklich a^cu be^n können, die neben uns sind denn jetzt, letzt emuf-vd-m nur, daß alle Menschen Brüder sind und a^"n rusm wir aus übervollem Herzen den Wunsch zu: Frohe Weihnacht! Frohe Weihnacht!
Weihnachtskonzert.
Auf das bereits angekündigte große Weihnachtskonzert der Städtischen Feuerwehrkapelle, das am morgigen 1. Weihnachtsfeiertag abends 8 Ahr im Stadtfaal stattfindet, machen wir alle Musikfreunde an dieser Stelle nochmals aufmerksani. Bei dem äußerst niedrig gehaltenen Eintrittspreis von 50 Pf. sollte niemand den Besuch des Konzerts versäumen, zumal die Kapelle mit einem auserlesenen und sehr reichhaltigen Programm aufwartet. Näheres im gestrigen Anzeigenteil.
Apothckcndicnst.
Nacht- und Sonntagsdienst ab heute abend 8 Ahr bis Montag (2. Weihnachtsfeiertag) vormittag 8 Ahr: Hof - apothekezum Schwan und Hirschapothcke. Ab Montag vormittag 8 Uhr bis nächsten Samstag einschließlich: L ö w c na p o t h e k e und H i r s ch a p o t y e k e.
Rentenzahlung.
Die Zahlung der Militärversorgungsgcbührnissc für den Monat Januar 1933 findet bei dem hiesigen Postamt am 28. Dezember, die der Invaliden- und Unfallrenten am 30. und 31. Dezember statt. Die Zahlstellen sind von 8—12 und von 15—18 Ahr geöffnet. Am 31. Dezember wird nur bis 12 Uhr gezahlt. Am Nachmittag des 31. Dezember findet eine Rentenzahlung nicht statt. Alle Jnvaliden- unb Unfallrenten müssen bescheinigt sein. Das Postamt legt Wert darauf, daß die Renten an den genannten Tagen restlos abgeholt werden.
Fuldaer Schweinemarkt.
Zum heutigen Schweinemarkt waren 38 Ferkel ange- fahren. Je nach Alter und Qualität wuden 8, 12 und 16 Mark für das Stück bezahlt. Größere Tiere wurden über Notiz bezahlt.
Marburg, 23. Dez. (Bom Leichenauto totgefahren.) In Albshausen wurde der siebenjährige Schüler Paul Grebing beim Ueberqueren der Torfstraßc von einem Kasseler Leichentransportwagen ersaßt und ein Stück über die eisbedeckte Straße geschleift. Er erlitt dabei schwere Verletzungen an Hals, Kopf und Dein, die den sofortigen Tod herbeiführten. Den Kraftwagenführer soll keine Schuld treffen.
Gießen, 22. Dez. (Erweiterung des Gießener S t r a ß e n b a h n n c tz e s.) In etwa dreimonatiger Bauzeit hat die Stadt Gießen unter finanzieller Mitbeteiligung der Vorortgemeinde Wieseck das Gießener Straßen- bähnnetz bis nach der Ortsmitte von Wieseck hinein verlängert. Die neue Straßenbahnstrecke, welche die erste Straßenbahnvorortverbindung Gießens barfteKt, wurde gestern landcspolizeilich abgenommen und heute früh dem Verkehr übergeben. In der Bürgerschaft werden bereits Stimmen laut,' die auch die Stranenbahnvcrbindung nach anderen wichtigen Vororten von Gießen als dringliche und lohnende Bauprojekte empfehlen.
Gießen, 22. Dczbr. (Gin „liebevoller" Ehemann.) Acht Monate Gefängnis diktierte die hiesige Große Strafkammer einem Landwirt aus dem Kreise Schellten zu, der seine Ehefrau, die angeblich geistig nicht ganz normal sei, längere Zeit eingesperrt und dabei unglaubliche menschenunwürdige Zustände in der Kammer der Frau hatte obwalten lassen. Dieser Amstand wurde vom Gericht als straferschwerend angesehen.
Gießen, 22. Dez. (Gefängnis für unehrliche Verwalter öffentlicher Gelde t.) Vor der hiesigen Großen Strafkammer hatten sich der frühere Steuer? Anterheber non Atzenhain bei Grünberg, der früher ^