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Ferien von der Politik.

Verödete Wilhelmstratze — Die böse Kriegsschuldenfrage - Schwarzarbeit.

Weihnachtlich still ist es in der Berliner Wilhelm­straße geworden, wo sonst die Regierungsmaschinerie mit großem oder geringerem Lärm arbeitet. Man sieht in Siefer Straße auch nicht mehr die vielgeschäftigen Herren auftauchen, die, zu zweien oder dreien einherwandelnd, die selbstverständliche Aktentasche tragend, den ganzen Ernst ihres politischen Geschäfts oder ihrer geschäftigen Politik gern dem ehrfürchtig zuschauenden Publikum demonstrativ zeigen. „Die Waffen ruh n, des Krieges Stürme schweigen" auch im „Hohen Haus" am Branden­burger Tor, wo die Politik ihr Hauptquartier auf­geschlagen hat in den prunkvollen Räumen unter der großen" goldenen Kuppel. Aber es ist, so zirpen die Spatzen "des Tiergartens dicht bei diesem Riesenhaus, doch nicht alles Gold, was glänzt, auch wenn die Winter­sonne ihr Licht noch so hell aus die goldene Kuppel wirft. Ode stehen die Hallen. Verlassen ist die Wilhelmstraße und nur würdige Ministerialräte zeigen sich, mit Weih­nachtspaketen unter dem Arm. Ferien von der Politik ist's, Weihnachtsurlaub für die Politiker aus Beruf oder Neigung, und die Familie kommt zu ihrem Weihnachts­recht. Und nicht nur die klare Winterluft tut den Poli­tikern gut, sondern auch die mehr oder minder große Entfernung vom politischen Berliner Dunstkreis, in dem die Bazillen der parteipolitischen Feindschaften in dichten Schwärmen derumwimmeln und über jeden in ganzen Scharen herfallen, der in diese Atmosphäre hinein­kommt. Sie vergiften ihm das Blut, und darum tut es not, durch möglichst tiefes Einatmen des Duftes der Weih­nachtstannen das Blut wieder ein wenig zu reinigen. Und wenn diese Kur in den „Heiligen zwölf Nächten" fortgesetzt werden könnte bzw. von den Politikern selbst freiwillig fortgesetzt werden würde, dann hätte zu allerletzt die Wilhelmstraße oder das Haus mit der goldenen Kronen­kuppel etwas dagegen.

Auch die „Auswärtige" Seite der Wilhelmstratze erfreut sich zwar eines gewissen Weihnachtsfriedens, „schadenfreut" sich aber noch mehr darüber, daß die fran­zösischen Kollegen am Quai d'Orsav nicht so recht zur Ruhe kommen. Auch in der Londoner Downing Street wird es nur kurze „Christmas Davs", Weihnachtstage, geben, denn die böse Kriegsschuldenfrage bat sich derart zugespitzt, daß man von Amerika her aus Überraschungen gefaßt sein muß. Das Ringen zwischen Coover, dem Staats­präsidenten „auf Abruf", und seinem Nachfolger, anderer­seits auch mit dem Kongreß, geht um die Kriegsschulden- frage. Es liegt ganz in der Linie der Politik Hoovers — übrigens auch Macdonalds —, die leichte „Verbrämung" Englands durch Amerika zu beseitigen und eine Schulden­regelung vorzubereiten. Aber der Kongreß will nicht und der künftige Präsident Roosevelt will erst recht nicht durch Hoover die Gleise leaen lassen, auf denen er nach der Amtsübernahme im März losfahren soll. Verdenken kann man es den Opponenten nicht, denn sie tragen entweder keine Verantwortung mehr oder noch keine Verant­wortung. Andererseits aber hat die Weltwirtschaft einen neuen Druck au spüren bekommen, den die Nichtlösung und die ganze Unbestimmtheit der Schuldenfrage hervor­gerufen hat. Der Druck ist so groß, daß man sich jetzt dovpell hütet, das heiße Eisen der Lausanner Beschlüsse, also der geregelten Tributfrage Deutschlands, auch noch zu berühren. Es ist in Frankreich doch mit starkem Miß- vergnüoen zur Kenntnis genommen worden. daß für Deutschland das Interessanteste an der Nichtbezahlung der französischen Kriegsschulden gerade — der Bruch eines Vertrages war.

Jener Druck der Unbestimmtheit auf die Weltwirt­schaft, — das ist leider etwas, was keine Ferien duldet. Urlaub von der Wirtschaft gibt es entweder gar nicht oder nur — unfreiwillig. Ohne Politik hält es der Mensch schon eine ganze Zeit aus, aber nicht ohne die fortdauernde Arbeit der Wirtschaft, und die Politik ernährt vielleicht „ihren Mann", aber nicht die Menschen. Nun hat in Deutschland mit einem Schlage fast die Saison- Arbeitslosigkeiteingesetzt, und es ist ein müh­sam herangeholter Trost, daß die Arbeitslosenzahl ein paar Zehntausende niedriger ist als im Jahre 1931 um diese Zeit. 6,9 Millionen Hauptunterstützte gibt es heute, wie der Reichsfinanzminister mitteilte, Arbeitslose also, von denen nur ein verhältnismäßig geringer Teil nicht mehr arbeitsfähig ist. Die Unterstützungssätze sind zu niedrig, als daß man diesen so ganz und gar unfreiwilligen Urlaub von der Arbeit nicht überaus schmerzlich empfindet und nicht die dumpfe Furcht hinter allem und allen stünde, auch aus­geschaltet zu bleiben aus dem — SegenderArbeit. Die geringen Unterstützungssätze allein sind es aber nicht, daß die Schwarzarbeit einen so großen Umfang angenom­men hat, und daß daher aus den Organisationen des ge­werblichen Mittelstandes der Ruf nach einer schärferen Ver­folgung dieser Arbeit immer lauter wird. Die Gewerk­schaften hingegen haben es längst aufgegeben, mehr als Worte des Vorwurfs an ihre schwarzarbeitenden Mit­glieder zu richten. Obwohl doch mit der Schwarzarbeit nicht bloß Verstöße gegen die Sozialversicherungsgesetze, sondern auch gegen unzählige Tarifvereinbarungen er­folgen! Vielleicht liegt aber an der Überspannung dieser beiden Arbeiterschutzbestimmungen nicht zuletzt der Anlaß zu dem Anschwellen der Schwarzarbeit. Man will eben nur arbeiten, ein wenig zur „Wohlfahrt" hinzuverdienen, um nicht ins Lumpenproletariat zu versinken, nicht bloß auf das Stempel- oder Bettelgeld angewiesen zu sein. Wirt- jchaftlich gesehen sind das alles geradezu irrsinnige Zu­stände, aber das ist keine Entschuldigung, denn immer find es die M e n s ch e n selbst, die diese Zustände aus eigener Schuld geschaffen haben. Dr. Pr.

Aus der NSDAP. Hessens.

Darmstadt, 22. Dez. In Fortsetzung der personellen S^^Iun0en in der Parteibürokratie der hessischen NSDAP. ,st der seitherige Kreisleiter Hetz-Darmstadt durch den Landtagsabgeordneten Zürtz-Darmstadt ersetzt worden. Hetz soll angeblich eine Funktion in Offenbach übernehmen. — Im Zusammenhang mit Meldungen, daß in der SA. autzergewöhnliche Abgänge zu verzeichnen seien, die zum Teil auch zum Stahlhelm übertreten, wird in unterrichteten Kreisen der NSDAP, festgestellt, daß sich die Abgänge bei SA. und SS. in durchaus normalen Bahnen halten. — Im nationalsozialistischen Organ erscheint heute ein Artikel „Deutsche als Handlanger der Juden", in dem Mitteilung gemacht wird von einem Beschluß des Vereins Alzeyer Kaufleute, gegen den nationalsozialistischen Landtagsabge- ordneten Renz-Alzey Klage zu erheben wegen eines Flug­blattes „Deutscher Christ, hör und bedenke, kauf nie beim Juden Christgeschenke" der nationalsozialistischen Kampfge­meinschaft zur Erhaltung des gewerblichen Mittelstandes, für das Renz verantwortlich zeichnete. Renz als Leiter die-

Kamvkaemeinickatt bat daraufhin das Mitglied der

Kampfgemeinschaft Okto Mab, Uhren und Goldwaren, Alzey, der im Vorstand des Vereins - Alzeyer Kaufleute fitzt, als Parteimitglied gestrichen.

Abg. Jung Fraktionsführer der hessischen NSDAP.

Darmstadt, 23. Dez. In einer Sitzung der national­sozialistischen Landtagsfraktion, in der sich der bisherige Fraktions- und Gauführer Lenz von seinen früheren Mit­arbeitern verabschiedete, wurde der Abgeordnete Rechts­anwalt Jung-Worms von Eauführer Sprenger zum Frak­tionsführer ernannt.

Die Arbeitsmarktlage in Hessen und Hessen-Nassau.

Zunahme der Arbeitsuchenden um 9 000.

Frankfurt a. M., 22. Dez. Ueber die Arbeitsmarktlage im Bezirk des Landesarbeitsamts Hessen in der Zeit vom 1. bis 15. Dezember 1932 teilt das Landesarbeitsamt mit: In der ersten Hälfte des Monats Dezember hat die Zahl der verfügbaren Arbeitsuchenden bei den Arbeitsämtern um 9 095 oder 2,8 v. H. des Standes von Ende November zugenommen. Zn der gleichen Zeit des Vorjahres war die Zunahme bei allerdings niedrigerem Ausgangsstande mit 9 370 oder 3,1 v. H. etwas höher. Zn sämtlichen Arbeits­amtsbezirken ergab sich während der Berichtszeit ein Zu­gang der verfügbaren Arbeitsuchenden. Gegenüber dem Durchschnitt von 2,8 v. H. im gesamten Bezirk war er relativ in den Bezirken Corbach (9,6 v. H.), Fulda (9,4 v. H.) und Worms (8,1 v. H.) am stärksten; verhältnis­mäßig am niedrigsten war er in Dillenburg und Mainz mit 1,4 bezw. 1,7 v. H. der Ausgangszahl von Ende No­vember. Insgesamt wurden am Stichtag vom 15. Dezem­ber 328 348 verfügbare Arbeitsuchende gezählt gegenüber 319 253 Ende November. Die Zahl der Arbeitslosen nahm stärker zu als die der verfügbaren Arbeitsuchenden. Sie erhöhte sich während der Berichtszeit um 10 600. Die Er­klärung dafür ist darin zu suchen, datz infolge des eingetre­tenen Frostes die Notstandsarbeiten wenigstens zunächst in erheblichem Umfange zur Einstellung gelangten und die bei solchen Maßnahmen Beschäftigten daher zur Entlastung kommen mußten. Diese Entlastungen aus Notstandsarbei­ten wirken sich in der Zahl der verfügbaren Arbeitsuchen­den nicht aus, da Notstandsarbeiter während ihrer Beschäf­tigung auch weiterhin als verfügbare Arbeitsuchende ge­meldet bleiben. Während in der vorhergehenden Berichts­zeit sich bei den Frauen noch eine Abnahme ergeben hatte, hat nunmehr auch die Zahl der arbeitsuchenden und ar­beitslosen Frauen zugenommen. Der Anteil der Frauen an der Gesamtzahl der Arbeitsuchenden beträgt Mitte De­zember 15,1 v. H., an der Zahl der Arbeitslosen 15,3 v. H. Da die berufliche Gliederung der Arbeitsuchenden infolge der Einführung des neuen Berufsverzeichnisses zu Monats­mitte unterbleibt, läßt sich die Entwicklung in den einzel­nen Berufsgruppen für den Stichtag vom 15. Dezember nicht übersehen. Wie sich dagegen aus den Berichten der Arbeitsämter entnehmen läßt, ist die während der Berichts­zeit eingetretene stärkere Belastung des Arbeit^marktes vornehmlich auf Einflüste der Witterungsverhältnisfe zu- rückzuführen. Zn der Arbeitslosenversicherung wurden am 15. Dezember d. Z. 33 274, in der Krisenfürsorge 57 734 Hauptunterstützungsempfänger gezählt. Gegenüber den Bs- standszahlen von Ende November liegt die Zahl der Haupt- unterstützugsempfänger in der versicherungsmäßigen Ar­beitslosenunterstützung um 548, in der Krisenfürsorge um 1112 höher. Zn dieser Zunahme der Hauptunterstützungs­empfänger in der Krisenfürsorge wirkt sich erstmalig die Verordnung vom 7. November d. I aus, nach der nach dem 28. November Aussteuerungen in der Krisenfürsorge bis Ende März 1933 nicht mehr erfolgen dürfen. Insgesamt beträgt die Zahl der Hauptunterstützungsempfänger Mitte Dezember in beiden Unterstützungseinrichtungen rund 90 000 gegenüber rund 88 350 im Zeitpunkt von Mitte No­vember b. Z., so daß die Zunahme insgesamt 1660 beträgt. Bei den Notstandsarbeiten waren Ende November b. Z. 7115 Personen beschäftigt; von diesen waren 564 Wohl­fahrtserwerbslose. Die Zahl der aus Mitteln der Arbeits­losenversicherung unterstützten Kurzarbeiter hat sich wieder erhöht; sie betrug in der letzten Novemberwoche rund 8 500, während in der letzten Oktoberwoche nur rund 8100 ge­zählt wurden.

Die diesjährige Hauptversammlung des hessischen Waldbesitzerverbandes

fand bei zahlreicher Beteiligung in Frankfurt a. M. statt. Der seither stets am zweiten Tag damit verbundene Wald- begang unterblieb aus Ersparnisgründen.

Aus dem geschäftlichen Teil ist hervorzuheben, daß der Mitgliederbeitrag um 20 % gesenkt wurde. Der seitherige Verbandsausschutz wurde wiedergewählt und der Voran­schlag für 1933 genehmigt.

Weihnachtsgedânken.

Weihnachten ist das Fest unserer Kinder, das Fest froher Erwartung und glücklicher Erfüllung.

Schwerer wie jemals fällt es diesmal vielen Eltern, ihren kleinen und großen Lieblingen eine kleine Freude zu bereiten. Wenn wir aber des Abends hineinsehen in all die kleinen Stübchen und Kammern, in die anheimelnden Ofenecken und molligen Winkel der warmen Winterstuben, da werden wir gewahr, und wir freuen uns darüber, daß trotz Notzeit und Entbehrung, trotz Verzicht auf manche An­nehmlichkeit unseres eigenen Lebens unsere Kinder auf ihre Weihnachtsfreuden nicht verzichten sollen. Und sind die Ee schenke auch noch so bescheiden, und müssen es sich alte, ab- g-elegte Spielsachen gefallen lassen, in neuem Gewände und neuem Glanze unter den Christbaum gelegt zu werden, viel größer und erhabener als selbst das allerschönste Geschenk ist ja die Freude, die wir unseren Kindern spenden. Und gerade diese echte, wahre Kinderfreude, dieses kost­barste Kleinod aller Geschenke, dieser warme Herzenssonnen­strahl, der sich in leuchtenden Augen und fröhlichen Gesich­tern widerspiegelt, macht uns ja Weihnachten zu dem schön­sten aller Feste, auch in dem Dunkel und der Bitterkeit unserer Zeit.

Weihnachten! — Welche Hoffnungen und Erwartungen knüpfen sich nicht alle an dieses einzige, liebliche Wort! Werden da nicht auch wir Alte wieder einmal ziiückversetzt in die einst ach so glückliche und sorgenlose Zeit unserer eigenen Jubendjahre? Entzünden sich da nicht auch unsere sorgengequälten müden Herzen wieder einmal an dem hell- leuchtenden, flackernden Feuer lauterer, glückseliger Kinder­freude? Möchten wir da nicht selber wieder Kind sein, entrückt aller Sorgen und Leiden der Welt und des All­tags, und einstimmen mit all den anderen glücklichen Kindern der Welt in den mächtigen Chor Paul Gerhards: „Mein Herze geht in Sprüngen und kann nicht traurig sein, ist voller Freud und Singen, sieht lauter Sonnen­schein"? — Ach, und entringt sich dann zuletzt nicht doch wieder unserer Brust, ganz leise und wehmütig, der Seufzer: O, goldner Traum der Zugendzeit, wie liegst du doch so ferne' oder Rückerts bekannter Liedvers; O, wie

Nach einem- Referat des Herrn Fdrstmeistèr Scheel- Braunfels über „Freiwilliger Arbeitsdienst im Privat­wald" äußerte sich der auf Einladung erschienene Präsi­dent des Landesarbeitsamts Frankfurt a. M., Herr Dr. h 7 Engler, sehr eingehend zu diesem Thema und erklärte, daß man Anträgen des Privatwaldbesitzes gegenüber nicht eng­herzig sein werde

Es folgte ein Vortrag des Herrn Privatdozent Dr Mörath-Darmstadt über „Bedeutung der Holzforschung für die heutige Technik und Forstwirtschaft."

Zn längeren Ausführungen verwies sodann Herr Kam- merdirektor N o l l, L a u t e r b a ch, auf die außerordentliche Notlage des Gemeinde- und Privatwaldbesitzes, die zu einer Katastrophe führen tnüffe, wenn nicht unverzüglich Abhilfemaßnahmen seitens der Regierungen des Reiches und der Länder getroffen würden. Einstimmig wurde fol­gende Resolution beschlossen:

„Die im Hessischen Waldbesitzerverband zusammen­geschlossenen Gemeinden und Privatwaldbesitzer halten sich, nachdem sich die Hoffnung der deutschen Waldwirt- ! schaft auf Beschränkung der ausländischen Holzeinfuhr anscheinend nicht erfüllt hat, angesichts der Verschärfung der Waldwirtschaftskrise und der immer mehr zunehmen­den Unrentabilität ihrer Forstbetriebe für verpflichtet und berechtigt, die Aufmerksamkeit aller deutschen Wald­besitzer und Waldbesitzerverbände, des Reichsverbands deutscher Waldbesitzerverbände und des Reichsforstwirt­schaftsrats, der Landwirtschaftskammer, der zuständig« Landes- und Reichsministerien und der Öffentlichkeit auf die Tatsache zu lenken, daß die seit Jahren mit Ver­lust arbeitende Waldwirtschaft vor dem wirtschaftlichen Zusammenbruch steht.

Die Ursachen dieser Krise sind seit langem allgemein bekannt: Aufnahmeunfähigkeit des Holzmarktes für den betriebsplanmäßigen Einschlag: Holzpreise, die 40 bis 50 % unter dem Vorkriegsstand liegen; Unkosten, die den Friedensstand um ein Vielfaches übersteigen.

Der Hessische Waldbesitzerverband ist nach gewissen­hafter Prüfung des Zahlenmaterials über die Betriebs- ergebniffe angeschlossener Forstbetriebe im Frieden und in der Nachkriegszeit zu dem Ergebnis gelangt, daß man­gels Preisstützung durch Einfuhrbeschränkung zur Be­hebung der Waldwirtschaftskrise unverzüglich folgende Maßnahmen getroffen werden müssen:

1) Herabsetzung und Neugestaltung der Frachtsätze für Holz durch die Reichsbahngesellschaft ober EntlastM der Waldwirtschaft durch angemessene Vergütungen aus unwirtschaftliche Tarifsätze durch das Reich;

2) allgemeine Verminderung der st e u e r l i ch e n Be­lastung der Waldwirtschaft über die im Rahmen bei steuergesetzlichen BilligkeUsvorschriften möglichen Erlässe und Stundungen hinaus;

3) Reglementierung des Einschlags der staatlichen Forst Verwaltungen, durch die ein preispolitisch unvertretbarer Druck auf dem Holz­markt verhindert wird;

4) Umwandlung hochverzinslicher Kurz­kredite in langfristige, tilgbare, zu einem wirtschaft- lichenn tragbaren Zinsfuß; Ausgestaltung eines den be­sonderen Verhältnissen der Waldwirtschaft angepaßten

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Schadenfeuer auf der Weißenfelser Augustusburg.

Im Turm des Weißenfelser Schlosses, der sogenannten Augustusburg, brach ein schweres Schadenfeuer aus, das nur mit Mühe aus seinen Herd beschränkt werden sonnte und Den Turm völlig vernichtete. Unser Luftbild gibt einen Blick auf bas Schloß mit Dem jetzt abgebrannten Turm.

liegt so-weit, was mein einst war!? — Und schon bringen uns diese Gedanken der Gegenwart wieder nahe. Wir können diese leider nicht abstreifen wie Kleider und Schuhe; wir wissen vielmehr, daß die Zeit ihren Weg unerbittlich und ohne Aufschub weiterschreitet. Und was heute noch unserer Kinder Glück und Traum ist, wird auch ihnen der­einst, wie uns heute, eine liebliche, frohe Erinnerung stur

Helfen wir nur alle mit, daß unsere Jugend recht lange und oft aus diese in Gesundbrunnen der Freude Kras. schöpfen kann! Stehen wir aber auch alle einmütig zu­sammen, wenn es gilt, Schatten aus dem Paradies der Jugendzeit hinwegzuscheuchen! ,„, , M

Gerade diese letzte Mahnung gilt an dem diesjährigen Weihnachtsfest doppelt allen unseren Eltern, Lehrern und Freunden der Jugend, sind doch ernste Anzeichen vorhan­den, die wiederum, sich auf die Not der Zeit stützend, ver­suchen, in das Allerheiligste der Jugend, in b i e b c u 11 Schule, Vorstöße zu unternehmen. Tausende von jungen Lehrern hat man bereits der deutschen Jugend entrisst (in Hessen allein etwa 800), ein Fehler, der sich bitte rächen wird. Die Klassenziffern steigen von Jahr zu Zayr- Statt nun dem an äußerem Glanze und äußerer Ma armen deutschen Volke wie einst vor und nach den Besre-- ungskriegen innere Macht und inneren Auf schwung durch eine möglichst allseitige geistige und kör­perliche Ertüchtigung der Schüler zu verschaffen, geraoc heute, wo die allgemeine Wehrpflicht als zweite ^ ziehungsanstalt des Mannes fehlt, gefährdet man von Zay zu Zahr die Erziehungs- und Ertüchtigungsarbett der oem- schen Schule mehr und mehr und somit die geistige u> körperliche Ertüchtigung des deutschen Volkes. —- Uno i geht denn gerade heute wieder der Ruf an Euch alle, deutschen Frauen und Männer, die ihr Frenndedar m ' scheu Jugend sein wollt: Wacht f o r g f a in h b e i - , h e i l i g st e Eu t ü er d e u tsche n Iu g end . _ c

Tuchs chiitzendu N dschirmcndv orb t cdeu tt Schule, und wendet alle Gefahr e n a .. ! hr zu drohen scheinen! Das wird das j Weihnachtsgeschenk sein, das ihr der deutschen 5U| , machen sönnt. Das deutsche Jungvolk wild - dankest. - - ' • < ' ,