Was der Rundfunk bringt.
Sendung Frankfurt c. M (259/3)
Zwischensender: Kassel (219)
©Iciifi&^&enbc Wtttiagr-Vottrag-iolgc. 6.15: 'Wetter, Gymnastik. & 6.^5: Gymnastik. • 7.15: Wetter. Nachrichten. — anfmL: ^oe-en. 6 S: Wayerstand. S 11.45: Zeit. Programm, Nachrichten, 2vir:'!chattsmewunsen. Wetttr. 9 12: Konzert. • 13.15: Nachrichten, Wct::- © 13.30: Mittagskonzett. 8 14: Nachrichten. ® 14.10: 'Werdttonzerl La 14 40 j. • 15: Siebener Wetterbericht (Sa. 15.29 . 8 15.10: Zeit. Wittschaftsmeldungen 2a. 15.25). • 16.50 und 13.15: Wittichaftsmeldungeü La. nur 16.50). * 19.15 tauber Di. Sa. 19.20): Zeit. Programm, Wetter, Wirtichastsmeldungen.
Sonntag, 25. Dezember
6 35: Hambureer Hafcnkoizzctt. — Glocken vom Großen Michel. 8.30: Katboliiäzc Morgenfeier.
9 .30: Stunde des Cborgelangs. Ausf.: Männer- u. Kirchenchor Wabern.
1 0.30: Collegium muiccum Ausf.: Emma Lübbecke. Joh. Edith Schnapper. Vlary Goldschmidt, B. Heiden (Blockflöten), B. Heiden Clavichord). R. Grote (Viola da Gamba), E. 2 Kahn Cembalo).
1 1.30: Leipzig: Bach-Kantate: Unser Mund sei voll Lachens.
12 .05: München: Mittagskonzen Solist: H Reker lBioline).
13 .00: Köm: Mitlagslonzert Leitung: Eychldl.
14 .30: Wilhelm Reuter: Weihnachtsgedanlen fürs Land.
15 .00: Stunde der Jugend: Webers Rram sucht den Weèhnachts- baum Ein Märchenspiel von heute.
16 .00: 'Wiesbaden: Konzert des Stadt Kurorchesters.
18 .00: Kunterbunt erzählt ein Abenteuer. Mäichensendespiel von Fritz Peter Buch.
19 .00: Bunte Stunde
19.45: Sportnachrichten.
20.00: Märchen stunde Charlotte Christann.
20-30: Konzert des Funkorchesters. Werke von Mozart. Haydn, Schubert. Verdi u. a Solist: A. Kipnis Mab).
22.30: Zeit Nachrichten, Wetter, Sport.
22.45: Köln: Nachtmusik.
Montag, 26. Dezember
6.25: Bremer Hafenkonzert — Das grobe Geläute vom Dom.
830: Cdoralblaien Ausf.: Biäseichor des Waitburgr <ms E. D.
945: Stunde des Chorgesangs Ausf.: Frankfurter Volkschor — Evangelischer Kirchenchor. Langen.
10 .00: Feitgotterdiensl aus der Erlöserkirche Frankfurt-Oberrad. 1130: Leipzig: Bach-Kantate: Selig ist der Mann.
12 .00: Karlrrube: Platzkonzert der Bad Polizeikapelle.
1330: Viusilalischer Durcheinander. (Schallplattenkonzert).
1430: Mutter Schrödern Eine lustige Schwiegelmulkergeschichie. 15 .00: Das tapfere Schneiderlein. Weihnachtliches Funkmärchen für Kinder.
16 .00: Baden-Baden: Nachmittagskonzert der Stâdt. Kurorchesters. - In der Pause: Th. Brandt: Anekdoten.
18 .00: Arm und doch glücklich. Eine besinnlich» Stunde von Franziska Veith.
1 8.40: Sportbericht
19 .00: Musikalische Reise-Erinnerungen an den: Flug um btt Welt. Zulammengeltellt von Karl Köstlin.
20 .05: Grober Konzert der verstärkten Philharm. Orchesters Stuttgart. Milw.: Solisten der Berliner Staatsoper.
22.20: Zeit Nachrichten, Wetter, Sport.
22.45: London: Tanzmusik.
Dienstag, 27. Dezember
15.20: Haurfrauen-Nachmittag.
17.00: München: Konzert Leitung: Klob.
1835: O Weber-Krobs«: Preußischer und friderizsanischer Soziafi»» mus.
1830: Das Lebenslicht. Weihnachtsmärchen von Armin Knab.
20.00: Berlin: Dritter Feiertag Bunter Abend.
22.00: Wird noch bekanntgegeben
2230: Zeit. Nachrichten. Wetter, Sport.
15.15:
17.00:
18.25:
1833:
1933:
20.0):
2030:
21.00:
21.23:
2220:
22.45:
Mittwoch, 28. Dezember
Stunde der Jugend: Eine weihnachtliche Stifabrt in den Dolomiten. Erzählung — Märchen von Leonie Meurin. Köm: p'-achmittagskonzert des Funkorchesters. Solist: A. Borooiky Klavier).
Dr 'Weber: Astuelles aus dem Genossenschaftswesen.
Zeitfunk.
Seltsames Bilderbuch: Hussein-Fest m Persien.
Königsberg: Grenze im Osten Kurzeörack)
Sonate Nr 1 in fis-Moli. op. 11 von Rob. Schumann.
Am Klavier: E. I Kahn.
Peter Huchel spricht über sein Buch: Der Knabenkèich.
Die Jagd nach dem Gold des Kapitän Kid Eine abenteuerliche Geschichte von R. Schneider-Schelde.
3*4 Nachrichten. Wetter, Sport
Nachtmusik der Tanzkapelle der Stuttgarter Philharmoniker.
Donnerstag. 29. Dezember
1530: Stunde der Jugend: Belegte Brötchen un» Güteraustausch. — Speise kommt von dem. der fri&t. Etwas vom Rätsel- denksport. - Ein Flub wird zum Herzog ernannt. Eine merkwürdige Begebenheit.
Der Kampf ums Glück.
Roman aus dem Leben.
Urheberrecht durch Herold-Verlag Homburg-Saar.
3] (Nachdruck verboten.)
3.
Unbemerkt von dem Portier, gelang cs Erich, das ausgedehnte Werk zu betre.cn. dessen Herr er geworden war. Und ebenso un- bsmettt durchwanderte er den weiten Raum zwischen der Masch ienenhalle und Den Docks, die an dem Kanal lagen, welcher von der Elbe extra zu diesem Zweck abgetrènnt war.
In den Docks lagen einige mittelgroße Dampfer zur Reparatur. Die Hammerschläge dröhnten und klangen hell durch die Suft, mit welchen man große Bolzen durch die Eisenblechwände der Schifss- körper hindurch.rieb. Erich sah eine Weile der Arbeit zu, dann ging er zurück, an den Lagerstätten vorüber, wo Eisenplatten und Schienen in großen Mengen übereinandergestapelt lagen, und tra: in den Maschinenraum ein, wo ein neuer wilder Lärm ihn tosend umfing.
Hier blieb er nicht lange unenfbedt Werkmeister Johannsen trat plötzlich aus dem GluZchcln einer brennenden Feueresse heraus. legte die Hano über die Angen. da sie für eine kurze Zeit geblendet waren dann erkannte er seinen jungen Chef Freudig riß er die Mütze von seinem schweißbcdeckten, gramen tzaup: und st dte Erich die schwielige Hand zum Willkomm entgegen. „Storni Eingang segne Gott!"
Dann trat er zu bet großen Maschine, die im Mit'elraum in der - Halle stand, öffnete ein Ventil daran, und ein schriller, langgezogener Pfiff gellte durch den Raum und drang weit hinüber über den Werftplatz hinab zu den Docks.
„Was wollen Sie denn?" fragte Erich erstaunt.
„Die Arbeiter müssen doch ihren neuen Herrn kennen lernen und ihn begrüßen, wie das Sitte ist! Das müssen Sie ihnen doch erlauben, Herr Steinihal!"
Der Pfiff hatte die Wirkung, daß im nächsten Augenblick sämtliche Maschinen stillstanden und daß der gewaltige Lärm, der die Hali, rurchbraust hatte, wie auf ein Zauberwort verstummte.
L -.: allen Seiten, aus allen Winkeln, von den Galerien, die rin - bis zur Decke an den Maschinen entlang liefen, kamen die Arbei er heran in ihren schmierigen, blauen Blusen
Nicht lange dauerte es, so strömten auch die Dockarbeitcr über den Wrrf: platz herein.
Es waren sehr viele alte, verwitterte Gestaltest darunter, die im Dienste der Fabrik grau geworden waren. Alle scharten sich um den Werkmeister, der es ruhig abwartete, bis auch der letzte
17. 00: Freiburg: Nachmittagskonzert. Werke von Mozart, Richard Straub- Mitw.: Freiburger Kammerorchester.
18. 25: Filmjahr 1932: Rückblick und Ausblick.
1830: Dr. Luehr: Gedanken über den Begriff der Wirtschaftlichkeit.
19.20: Nachrichten aus Kunst und Wissenschaft.
1930: Zum 100. Todestag Ludwig Devrients. Skizzen von Hans Gäfgen.
20.00 Zeitfunk: Eine Nachricht geht in die Welt
2030: Konzert des Funkorchesters. Werke von Mozart. Schubert.
21.45: Timm Kröger. Von Leuten eigner Art: Sans Stäwelmann, ein Geheimer.
2230: Seit Nachrichten, Wetter, Sport.
22.45: London: Nachtmusik.
Freitag, 30. Dezember
17.00: München: Konzert. Leitung: Klotz.
18-25: H. Reifenberg: Ein ganz gewöhnlicher Tag in Indien.
1850: Prof Sittig: Der Himmel im Januar und Februar.
19.30: Wer ist es? Literarische Rätsel, aufgegeben von W. Weyrauch.
19.45: Deutsch im Rundfunk. Einiges Grundsätzliches zur sprachlichen Form der Ansage, von O- W. Studtmann.
20.00: Orchesterkonzert des Philharm Orchesters Stuttgart.
21.00: Stimmen der Nacht Ein Zyklus von romantischer Liebs aus dem alten Frankfurt. von Paul Wiegler.
2230: Zeit. Nachrichten, Wetter, Sport.
22.45: Berlin: Tanzmusik.
Samstag, 31. Dezember
1330: Kehraus 1932 Eine bunte musikalische Stunde.
1530: Stunde der Jugend: 100 Jahre Morseapparat und 25 Jahre Bildtelegraohie. — Gaza Graf Zicy. der einarmige Klaviervirtuose. — Wir lachen uns krank.
17 .00: Konzert Leitung: R Merten. Solistin: Henny Schmitt (Alt), Dr. Nielen Worte und LesungX R. Merten u. E. & Kahn (Klavier) Das Funkorchester
18 .00: Zwilchen den Jahren. Konzert des Funkorchesters,
1930: Hier sind alle deutschen Senderi Ringsendung.
23.45: Konzert
24.00: Berlin: Tanzmusik.
Max ^hlbrandt, LauteT?ie^
Autorisierter Telefunken-Vertreter.
Sendung Deutsche Wette (1635)
Deutsche Welke. Glcichbleibeiide Werltags-Borrragssolge. 6.15: Gnmnastit 8 6 30: Wetter füi die Landwirkschaff - anschl.: Frühkonzett ® 10: Neueste Nachrichten ® 11: Deutscher See- Wctterberichi 8 12. Wetter füi den Landwirt - anschl.: Konzert 'Wiederholung des Wetterberichts 8 12.55: Nauener Zeit $ 1335- Nachrichten 8 14: Konzert 6 15.30: Wetter Börse 8 18.55: Wetter f d Landwirtschaft. Kurzbericht des Drahts. Dienstes a So 8 22.45: Deutscher See-Wetterbericht (So. 1830).
Deutsche Welle: Sounrag. 25. Dezember
530: Sehma > Erzgebirge: Sbriitmette.
7. 00: Hamburger Hatenkonzen
8. 55: Morgemeicr
Anschl Glockengeläut oes Berliner Doms.
10. 05: Wettervorbersagc
11430- Deutscher Sec-Wetterberichl 11. 10: Dichterstunde K Graef: Messianische Prophezeiungen.
1130- Leipzig: Baw Kantate: Unser Mund sei voll Lachens.
12 .05: Blasorckesterlowert
14 .00: Heitere Stunde mit 3olel Plaut
15 .00- Maria 'Dienern erzählt Weihnachtsyelchichten.
15.20- Leipzig: Ludwio van Beethoven Septett Es-Dur op. 20
16.00- Leipzig: Ein Mensch wird geboten Hörspiel von E Rendl.
17.00 Leimig' Unt-rbaltnnqrkowert des Sinkomkorchelters.
18.00 Kinder fingen Weikiiachtrliedei
18.15- Weibnacht.miiiit au’ alten Instrumenten
19.00- Köln: Weihnacht im Kölner Dom Schallolatten,
19.45: Ernst Bo-mcistez spricht: Der Mensch der guten WillèM
20.10: Orchesterkon-er! de- Berlmer Funkorchesters.
ca 21 10: Wull Bien: Soldaten-Weihnacht.
21.25: Fortsetzung des Orckiesterkonzertes.
22.00: Nachrichtendienst
22.45: Deutscher See-Wetterbericht.
Anichl Köln: Nachtmusik und Tanz.
Deutsche Welle: Montag, 26. Dezember
6.15: Funkgvmnaiui
6.35: Bremer Saienkonzert
8.15: Für den Landwirt: Weihnachtsmorgen beim Imker»
8.35: H Deichmann: Rückblick der Woche.
835: MorncUteisl Anichl Glockengeläut bt-s Berliner Doms.
10.05: WeltrcvorberiaaL
von ihnen hereingekommen mar; dann hielt er den Arbeitern in seiner derben Hamburger Mundart eine Rede:
„Süd, ick heff ju tasamenrope«, um ju unsern jungen Herrn vortostell'n!"
„Aber, lieber Johannsen," mischte sich Erich ein, „das ist wohl bei den meisten nicht nötig. Ich glaube, sehr viele von ihnen kennen mich, wenn cs auch ein paar Jahre her ist, daß sie mich nicht gesehen haben!"
Und er ging die Reihen der Arbeiter entlang und begrüßte hie und da einen von ihnen, dessen Gesicht ihm bekannt vorkam, mit einem Händedruck.
Johannsen aber ließ sich nicht stören, sondern erwiderte:
-.„Die Leute müssen doch vor allen Dingen wisien, daß sie in Ihnen jetzt den neuen Prinzipal zu erbt teiln haben!"
Erich fühlte sich ein wenig besangen; er liebte offizielle Ansprachen nicht; auch öffentlichen Ehrungen ging er bei seinem bescheidenen Charakter gern aus dem Wege. Er sah aber doch ein, daß er ein paar Worlc an die Arbeiter richten mußte, und er tat es in seiner liebenswürdigen, einfachen und herzgewinnenden Art und Weise: „Ich freue mich, von euch willkommen geheißen zu werden in diesen Räumen, die der Arbeit gemeint sind. Es ist mir ein Beweis, daß in der Firma Stein,hal zwischen Vorgesetzten und Angestellten ein herzliches Einvernehmen besteht, und ich werde dafür sorgen, daß dasselbe immer bestehen bleiben soll. Wir werden fleißig Zusammenarbeiten und die Arbeit wird auch fernerhin das Band bleiben, welches unsere Interessen umschließt. Also auf gegenseitiges Vertrauen und auf eine glückliche gemeinsame Zubuirft!"
Johannsen brachte ein „Hoch!" auf den jungen Herrn aus, in das die Arbeiter einftimmten, dann begaben sie sich zu ihren Arbeitsstätten zurück, und gleich daraus surrten und sausten wieder die Treibriemen, fauchten die Dampfmaschinen und dröhnten die Hântmer in der Runde, daß man fein eigenes Wort kaum verstehen konnte.
Erich blieb mit Johannsen, nachdem beide aus dem größten Getöse herausgetreten waren, im Gespräch stehen; jetzt kam auch der junge Ingenieur Naumann hinzu und Erich entwickelte ihm, mit lauter Stimme den Lärm überschreiend, in kurzen Zügen seine ZukunftÄpläne.
„Wir müssen und werden mit der Konkurrenz Schritt halten, alle Halbheit ist ein Unsinn, und, zu dem Zwecke werden wir schon in den nächsten Tagen mit dem Bau eines neuen großen Docks beginnen; die Maschinenhalle werde ich erweitern lassen uttb neue riesengroße Maschinen aus England verschreiben. Tie Arbeiter werden um mindestens die doppelte Zahl erhöht werden, — kurz, wir müssen das Unternehmen von Grund auf umwandeln!" •
„Ja, aber werden auch die Aufträge gleich in genügender Zahl einlaufen und diese kostspielige Ausdehnung bezahlt machen?" warf Johannsen ein.
T73Th ^eikfschcr Acc-DofferDernS?.
11.15: Hans Schwan liest eigene Gedichic.
1130: Leipzig: Bach-Kamatc: Selig ist der Mann.
12.00: WiiM'-rsdorf: Mittagskonzerl. 100 erwerbslose Musiker.
14 .00: Dr Just: Musizieren mit unsichtbaren Partnern.
14.30: Schallpiatten-Konzert
15 .00: Stuttgart: Das tapfere Sdmefberlein. Weihnachtliches Flink-
1625:
17.10:
17.20:
18.20:
19.00:
20.00:
2230:
2245:
märdien von C Eiwenspoek.
16.00 : Kamerad Hund. Paul Eivver spricht mit dem Kriegsblinden Anton Goeggrl.
IhiTr.rliaihmaslonierf Berliner Tonkünstler-Orchester.
Pastor Engelmann: Die 'Winterhilfe an der Jabrcswenbe.
Fortsetzung des Unterhaltungskonzettes.
junge Generation spricht: Hak Toleranz noch einen Sinn?
Breslau: Die Chronik des WeihnachtsbaumcZ. Hörfolge.
Königrbirg: Funkpotvourri.
Wekter». Tages- und Sportnachrichten.
Dewoier See-Wetterbericht.
London: Tou-mulik.
1130:
Deutsche Welle: Dienstag, 27. Dezember
------- Lehrgang für praktische Landwirte.
15.00 : Jugendstunde: Praktisches Naturforschen.
15.45: Künstlerische »anbaröeiten: Anregungen für Sylvester. 1630: Leipzig: Nachmittagskonzert.
17.30: Französisch
W.M: Dipl.-Ing, Schumann: Prattische Ziele der ArkttsforschUilg. 1830: Dr Groi-opp: Weltwirtschaffschronik am Jahresende.
19.00: Pbuowvbisme Lesesiuude: Nietzsche.
1930: Politische Zeitungsschau des Drahtlosen Dienstes. 20-00: Dritter iveiertag Ein bunter Abend.
22.00 : Wetter-, Tages- und CvottnachriLten.
Dcultchc Wette. M,ltwoa>. 28. Dezember
9.30: Dr. Heutz: Wirtschaftliche Plaudereien zuin Jahresende 1932: Krisenwendc?
11.30: Lehrgang für prattische Landwirte.
15.00: Jugendstunde: Orienffahrt der Sturmvaganten.
15.45: Frauenstunde
16.00; Pädagogischer Funk
1630: Hamburg: Nachmittagskonzert.
1730: Dr Wieland: Die Herkunft der bekanntesten Hunderassen.
18.00: F Tböne: Wege zum polyphonen Hören. Pattiten von Job Seb Bach
1830: Dr Thierfelder: Die Verbreitung der deutschen Sprache in der Welt-
ca. 19 10: Englisch.
1935: Stunde des Beamten.
20.00: Königsberg: Grenze im Osten. Kurzebrack.
2030: Unterhaltungsmusik der Kapelle Barnabas von Geczy.
21.20: Stuttgart: Die Jagd nach dem Gold des Kapitän Kid. Eine abenteuerliche Geschichte von R. Schneider-Schelde.
22.20: Wetter-. Tages- und Sportnachrichten
23 .00: Stuttgart: Nachtmusik Tanzkapelle der Philharmoniker.
Deutsche Welle: Donnerstag, 29.
1.5.00: Kinderstunde Wir spielen auf unserer
15.45: Frauenstunde: Kleine Mittel zu einem
16.00: Pädagogischer Funk
1630: Berlin: Nachmittagskonzert
Dezember selbstgemachten Flöte, fröhlichen Leben,
1730: S Brandenburg: Der oberbayenlche Bauer.
18 .00: Dr Latzko: Zeitgenössische Klaviermusik
1830: Dr Stapel: Deutsche Kulturpolitik in Deutschland.
19 .00: Ocl -Rat Keiser: Das deutsche Molkereiwesen u. die Butterzölle
19.20: Dr Pechei: Wegweiser durch die Zeit.
19.40: Zeitdienst
20.00: Köln: Tlcherewitschki Dei Pantoffelheld). Heiter-fantastische Oper von Petei Tlchaikowsky. — In den Pausen: Wetter-» Tages- und Sportnachrichten.
Anschl Hamburg: Tänze von 1900—1932.
Deutsche Welle: Freitag. 30-
15.00: Jungmädchenstunde
Dezember
15.45: Jugendstunde: Wintersonnenwende.
16.00: Pädagogischer Funk
1630: Leipzig: Nachmittagstonzett
1730: K Flgbor: Soziale Utopien. , _,,_.,, .
18.00: F Warschauer: Geistliche Musik Europas km Schallvlatten).
1830: Proi Dr. Palm: Die Währungspolitik Englands und
Amerikas
19.00:
19.20:
19.40:
20.50:
21.00:
Wisienschattlichei Vortrag für Aerzte.
Curt Welle: Zum Jahresauraang.
Schwerin: Biaskonzett
Tages- und Sportnachrichten
Hamburg: Sunte Maria tou'm Schare. Hamborg« Sin®» spei von Br Penn Musil von S Scheffler.
— Wetter-. Tages- und Sportnachrichten. Anschl. Tanzmusik bei Kapelle Adalbert Lutter.
Deutsche Welle: Sonnabend, 31. Dezemb«
11.15: Stunde der Unterhaltung
15.00: Kinderbastèlstunde: Wii feiern mit Herrn Pim Sylvester.
15.40: Sylvester-Plauderei von Munkepunke
16 00: Dr Bornstein: Ein gesundes neues Jahr.
16-25: Kiel: SnIvester-Gottesdienst aus bei Universität-kirche.
17.40: Pros Di schubotz. Deutsche Welle und Deutschlandsender. Rückblick und Ausblick
18-00: Alte Weikmachtsmusll tür Cembalo iSta Hauch-Schneid«. 1830: Aus dem Schallarchiv: Rückblick auf des Sahr 1832. 1930: Dier sind alle deutschen Senberl
23.45: Uebergang ins neue Jahr!
0.15: Tanzmusik der Kapelle Otto Kermba».
„Selbstverständlich muß man erst in der Lage sein, größere Aufträge entgegenzunehmen, baun werden dieselben auch von selber kommen; es wird deshalb in der nächsten Zeit sehr viel zu tun geben. Ich möchte daher, ehe mit dem Umbau begonnen wird, daß alle bisherigen Auftrage möglichst schnell erledigt werden. Lassen Sie Ueberschichten machen Johannsen, soweit es irgend angcht, d»- mit die Arbeit gefördert wird!"
„Das wird die Arbeit verlouern," erwiderte Johannsen. „Wir haben alles mit Rücksicht auf die niedrigsten Tageslöhne abgeschlossen; wenn wir jetzt Ueberschichtslöhne bezahlen wollen, werden wir nicht auf unsere Rechnung kommen."
„Das sind Kleinigkeiten, lieber Johannsen, so ängstlich dürfen wir nicht rechnen! Und überhaupt" — Erich zwang sich zu einem energischen Ton — „möchte ich Sie bitten, meine Anordnungen als Wohldurchdachte hinzunehmen und mich nicht unnötig durch Widerspruch in dem, was ich will, aufzuhalten!"
„Ja, ja, trenn das so ist," stotterte Johairnsen ganz verdutzt, „Sie haben ja nur zu befehlen, Herr Steinthal!"
Erich schritt mit dein Ingenieur aus der Halle heraus. Ein gewisser Unmut lag auf feinem Gesicht. Der junge Cchifsbaninge- niour bemerkte es. „Ja, ja, die alten Angestellten/ sagte er, „die wollen alles besser wissen, und man hat Mühe, ihnen feine tiefere Einsicht klarzumachen!"
„Johannsen hat beim Vater über dreißig Jahre gedient und hak große Verdienste um das Unternehmen, darum muß man ihm wohl manches nachsehen," sagte Erich wie entschuldigend und fuhr dann fort: „Selbstverständlich kann mich das nicht hindern, meine Pläne zur Vergrößerung dnechzuführeni"
„Selbstverständlich!" fügte der Ingenieur bei, und Erich entwickelte ihm im einzelnen, wie er die Vergrößerung durchzuführen gedenke. Tann gingen beide in das Büro, um mit ihm eine Ausstellung zu machen über dick Höhe der Kosten. Das war eint Ar-- beit, welche sie fast zwei Stunden zusammenhielt, und es ergab sich nach einem flüchtigen Voranschlag daß die Erweiterung mindestens ein Kapital von einer halben Million erfordern würde.
Erich sagte feinem Ingenieur nichts darüber, wie er diese Summe beschaffen wollte, bei ihm selber aber stand der Pla« schon fest. Er dachte nicktz daran, eine Aktiengesellschaft aus dem Unternehmen zu machen, um so von der Stelle eines Besitzers zum einfachen Direktor des Werkes herabzusinken; sein Ehrgeiz verlangte es, selbständiger Herr zu bleiben und nicht den AnfsichtS- räten einer Gesellschaft Rechenschaft ablegen zu müssen. Er wollte das nötige Kapital einfach als Hypothek auf die Fabrik aufnehm««) in der festen Zuversicht, die Vergrößerung wücde sich so gut rentieren, daß dieses Kapital sehr bald zurückbezahlt werden lon«t»-'
Es war ungefähr halb vier Uhr geworden, eine halbe Stunde bevor die Arbeit aufhörts.
(Fortsetzung folgt.)