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LandcstheatcrdesMlM

Zum letzten Male machen wir auf die Aufführung der Komödie „N i n a" am 20. Dezember im Stadtsaale durch das Landestheater des Bühnenvolksbundes aufmerksam, ^ie fabelhafte Doppelrolle der Nina spielt Kay Bolten vom Stadttheater Trier, ihren Gatten Dr. Breuer Inten­dant Bronsky, den Filmregisseur Hyrkan Paul Rich­ter-Wauer. Auch die übrigen Rollen sind bestens be­lebt und eine brillante Ausführung zu erwarten. Regie führte Intendant Bronsky. Die Bühnenbilder schuf Ernst Hummel.

Der Kampf gegen den Kartoffelkäfer.

In Nr. 49 des Regierungsamtsblatts vom 3. d. M. ist eine Verordnung des PreußischenMinisters für Landwirt­schaft, Domänen und Forsten zur Bekämpfung des Kartoffelkäfers vom 10. November 1932 abgedruckt. Nach dieser Polizeiverordnung ist es verboten, den Kar­toffelkäfer in allen seinen Entwicklungsstadien in lebendem Zustande zu halten oder zu züchten, ihn anzukaufen, zu ver­kaufen oder Rechtsgeschäfte anderer Art über seinen Er­werb anzubieten, zu vermitteln oder abzuschließen, ihn zu befördern oder zu versenden. Zuwiderhandlungen werden mit Geldstrafe bis zu 150 RM. oder mit Haft bestraft.

x. Tann (Rhön), 16. Dez. (Vortragsabend.) Im Konfirmandensaal fand in der Vortragsreihe, die von der städtischen Volksbücherei in Gemeinschaft mit dem evangeli­schen Pfarramt veranstaltet wird, der dritte Vortrags­abend statt. Herr Bürgermeister Oetzel sprach über das Thema „Revolutionen und ihre Bedeutung." Der Redner erläuterte den Begriff der Revolution und gab dann ein Bild der staatlichen Entwicklung Deutschlands und Frankreichs. Er schilderte das Frankreich Lud­wigs XIV., legte die Gründe dar, die zur großen französi­schen Revolution führten und schilderte dann deren Ver­lauf. Anschließend gab er einen Ueberblick über die deutsche Geschichte seit der französischen Revoluton bis zur Revolution von 1848 und ging dann näher ein auf die Nationalversammlung in der Paulskirche, auf das Ver­halten Friedrich Wilhelms IV. und die Gründung der kon­stitutionellen Monarchie. Schließlich gab der Redner einen Ueberblick über die deutsche Geschichte von 1870 bis 1918. Er sprach über den Aufstieg des Reiches, seine Entwicklung vom Agrar- zum Industriestaat, das Werden des vierten Standes, die Lassalle'schen Forderungen, das Sozialisten­gesetz und die Sozialversicherungen. Er gab ein Bild all dessen, was schließlich im Jahre 1918 zur Revolution führte. Dabei ging er ein auf das Verhältnis der Mehrheitssozial­demokratie zu den Unabhängigen, aus die wilson'sche Bot­schaft und die politische Entwicklung, die durch den Welt­krieg herbeigeführt wurde. Er verglich die Verfassung von 1870 mit der französischen und unserer jetzigen deutschen und zog Parallelen zwischen der französischen Revolution, ber deutschen von 1848 und der deutschen von 1918. — Der nächste Vortrag findet am Freitag, den 30. Dezember, statt. Lehrer Reinhard Müller wird an Hand von Lichtbil­dern einen Vortrag über die „Deutsche Grönlanderpedi- tion Alfred Wegener" halten. Der Eintritt ist frei. Jeder Bürger ist herzlich willkommen.

Kassel, 18. Dez. (Der Kasseler Reichsbahn­direktionspräsident 6 0 Jahre a l t.) Der Prä­sident der Reichsbahndirektion Kassel, Martin, feierte gestern seinen 60. Geburtstag. Präsident Martin begann seine erfolgreiche Laufbahn 1896 in Kassel als Regierungs- baufübrer, und seitmehr als sieben Jahren steht e< nun-

on der Spitze der Reichsbahndirektion. Höchste Wert­schätzung genießt Präsident Martin auch als Vorsitzender des Reichsverbandes der Eifenbahnvereine, der 875 000 Mitglieder zählt.

Marburg, 19. Dez. (Schadenfeuer im Kreise M a r b u r g.) Im Kreisort Mollau entstand in dem An­wesen der Witwe Peilstöcksr ein Brand, der die Scheune in Asche legte. Glücklicherweise konnte das Vieh in Sicherheit gebracht werden, doch sind die gesamten Erntevorräte so­wie landwirtschaftliches Gerät und landwirtschaftliche Ma­schinen verbrannt. Die Entstehungsursache des Feuers ist noch nicht geklärt. Frau P. ist nur zum Teil versichert.

Gießen, 18. Dez. (Schweres Autounglück bei Ei e ß e n.) Heute mittag ereignete sich auf der Landstraße Gießen —Lich dicht hinter dem Dorf Steinbach ein schweres Autounglück. Dort geriet ein Gießener Personenauto auf der vereisten Landstraße ins Schleudern, rannte von der Straße hinab auf einen Acker und überschlug sich dort mehrmals. Dabei wurde die Frau des Autolenkers Ha­benicht aus Gießen so schwer verletzt, daß sie auf der Stelle tot war. Ihr Mann und ein weiterer Insasse des Autos kamen mit leichteren Verletzungen (Prellungen und Quet­schungen) davon, während das Kind der getöteten Frau unversehrt blieb. Die beiden verletzten Männer wurden nach Gießen in die Klinik gebracht. Das Auto wurde schwer beschädigt.

Gießen, 17. Dezember. (V o m Ober hessischen Schwurgericht freigesprochen.) Vor dem Schwurgericht der Provinz Oberheffen hatte sich gestern der Bäckermeister Karl Preuße aus Sellnrod, Kreis Schotten, unter der Anklage der Brandstiftung zu verantworten. An­fang Oktober war in dem Haus des Angeklagten Feuer ausgebrochen, als dieser mit seiner Frau bei Bekannten im Dorf zu Besuch weilte. Durch das rasche Eingreifen der Feuerwehr konnte der Brand schon bei seinem Entstehen gelöscht werden. Bei der Untersuchung ergaben sich für die Staatsanwaltschaft Anhaltspunkte für eine Brandstif­tung, zumal das Haus erheblich überversichert war. Der Bäckermeister wurde in Haft genommen und unter Anklage gestellt. Gestern sprach ihn das Schwurgericht frei, da sich der Gerichtshof trotz gewisser Verdachtsmomente nicht von der Schuld des Angeklagten überzeugen konnte.

Gießen, 19. Dez. (Eine ungültige Bürger- e i st e r w a h l.) Von dem Kreisausschuß des Kreises Eießen wurde die am 20. November in dem Kreisorte Staufenberg vorgenommene Bürgermeisterwahl für un­gültig erklärt, da man bei der Wahl anstelle der vorge­schriebenen Zähl- und Gegenlisten kurzerhand weiße Bogen verwandt hatte, die Stimmenzahlen der einzelnen Kan­didaten daraufschrieb, die Bogen aber nicht aufbewahrte. ”ei der Wahl war seinerzeit der Kandidat der Rechten nijt knapper Mehrheit gegen den Vertreter der Linken ge­wählt worden.

Gießen, 19. Dez. (N euer E b r e n s e n a t o r der hessischen L a u d e o u n i v e r s i t ä t.) Von dem Ee- Mtfenat der Hessischen Landesuniversität Gießen wurde der Eroßkaufmann Wilhelm Tribus in Gießen angesichts inner hervorragenden Verdienste um die Landesuniversi- wt zum Ehrensenator ernannt. ,k

. Gießen, 18. Dez. (Z u m E h r e n . ^ ktor der Gie - den er Universität ernannt.) Von der Theolo- Mschen Fakultät der Hessischen Landesuniversität Gießen wurde der Geheime Vaurat und Professor an der Techni­schen Hochschule in Darmstadt Heinrich Walbe, der ver- menstvolle Denkmalspfleger und Kirchenbaumeister, dem E'ne große Anzahl hessischer Dors- und Stadtkirchen aus

Arbeit an der evangelischen Jugend.

Wimpelweihe der Knaben-Jungschar.

Seit Anfang August ds. Js. besteht in der hiesigen evangelischen Gemeinde eine Knaben-Jungschar, die durch ihr tatkräftiges Wirken bereits 117 Mitglieder zählt. Am vergangenen Sonntag trat die Jungschar zum ersten Mal mit einer Veranstaltung an die Oeffentlichkeit, die sehr zahlreich besucht war, so daß die beiden Säle des Gemeinde­hauses und die Empore dicht besetzt waren. Kurz nach 8 Uhr zog die muntere Schar in ihrer „Kluft" unter Füh­rung ihres Leiters, Herrn Baier, mit Gesang in den Saal ein. Hier erstrahlte bereits ein großer Tannenbaum im Lichterglanze. Nach einem Sprechchor erfreute die Mu­sikkapelle die Anwesenden durch ihre Darbietungen. Der mehrstimmige Gesang des Liedes „Es ist ein Ros' entsprun­gen" schloß sich an. Sodann ergriff Herr Pfarrer Hat­tendorfs das Wort zu einer Ansprache, in der er die hohen Ziele der Jungschar kennzeichnete und darauf hin­wies, daß die Jungschar in dieser Zeit der Not und der geistigen Verwirrung bestrebt ist, ihre Mitglieder inner­lich aufzurichten und sie zu tüchtigen, charakterfesten Men­schen zu erziehen und ihnen eine innere Kraft zu verleihen. Diese Kraft sei einzig und allein Jesus Christus. Zum Schlüsse seiner inhaltsreichen Ausführungen dankte Herr Pfarrer Hattendorff allen Eltern, die ihre Kinder der Jungschar anvertrauten und sprach die Hoffnung aus, daß durch die erste öffentliche Feier der Jungschar zwischen Elternschaft und Jungschar eine festere Verbindung herge­stellt werden möge. Nach dem gemeinsamen Gesang des Weihnachtsliedes „O du fröhliche" deklamierten drei Mit­glieder der Jungschar sehr eindrucksvoll mit Klavierbe­gleitung „Das Glöcklein von Jnnisfär". Im weiteren Verlauf des Abends folgte ein Vorspruch, der überleitete zur Wimpelweihe, die Herr Vikar Krüger vollzog, und bei der er u. a. etwa folgendes ausführte: In dieser denkwürdigen Stunde entrollen wir den uns gestifteten Wimpel bei brennendem Weihnachtsbaum und weihen ihn mit dem Gelöbnis, unerschütterlich in diesen sturmbe­wegten Tagen zu ihm zu stehen.

Mannhaft und treu

Wehrhaft und frei

Wahrhaft und rein

Wollen wir sein!

Alle zugleich

Für Gottes Reich

Trotz aller Schmach

Bis auf den Tag.

Der Jungschar-Wimpel trägt die Aufschrift: „Mutig vor­an" sowie das Jungschar-Bundeszeichen, das Ankerkreuz. Es bedeutet: „Ich habe nun den Grund gefunden, der meinen Anker ewig hält". In diesem Sturmzeichen muffen wir, so betonte der Redner weiter, unseren Anker auf tie­fen, festen und ewigen Grund legen. Und dieser Grund, der unbeweglich steht, ist Jesus Christus, unser Herr, unser Führer durch das Jugendland, dem wir treue Gefolgschaft angeloben.

„Auf, schließet eure Reihen Der Wimpel ist gehißt"

mittelalterlicher und reformatorischer Zeit ihre Wieder­herstellung zu alter Schönheit verdankst ehrenhalber zum Doktor der Theologie ernannt.

Alsfeld, 16. Dez. (Neue Paratyphusfälle im Vogelsberg.) Neben den Paratyphusfüllen in Sichen­hausen, Kaulstoß und Gedern (Kreis Schotten) sind seit einigen Tagen auch in Storndorf (Kreis Alsfeld) eine An­zahl Fälle von Paratyphus-Anzeichen festgestellt worden. Das Kreisgesundheitsamt hat sofort umfassende Maßnah­men zur Bekämpfung der Krankheiten und zur Abwehr einer weiteren Ausbreitung getroffen. In verschiedenen Fällen wurden Gehöfte für die Abgabe von Milch und Molkereiprodukten gesperrt. Ferner wurde die erforder­liche Untersuchung und Betreuung der erkrankten Personen in die Wege geleitet und zu diesem Zweck vom Gemeinderat eine Fürsorgeschwester angestellt. Der bisherige Verlauf der Erkrankungen ist günstig gewesen. Nach dem gegen­wärtigen Stand der Dinge ist zu Beunruhigungen kein An­laß gegeben.

Der Kampf ums glück.

So betitelt sich unser »euer N o m a n, mit dessen Abdruck wir morgen beginnen. Das über­aus spannende Werk, die vortreffliche, lebens­wahre Schilderung des Ringens um das Glück zweier Menschen wird zweifellos allen Lesern eine tiefe Lebendigkeit vor Augen führen und nicht minder eine nachhaltige Wirkung hinterlassen.

Hungen, 19. Dezbr. (Hochspannungs-Kurz­schluß durch einen Fischreiher.) Mit einem ge­waltigen und weithin sichtbaren Feuerschein ging am Frei­tagabend in der Richtung nach Nidda zu plötzlich überall das Licht aus. Bei der Suche nach der Ursache fand man zwischen den Orten Utphe und Unter-Widdersheim die Hochspannungsleitung geborsten vor, nicht weit davon lag verkohlt ein Fischreiher, der offenbar in der Dunkelheit gegen die Leitung geflogen war und den Kurzschluß ver­ursacht hatte.

Frankfurt a. M., 17. Dez. (Vermißte Hausnu­tz e st e l I t e.) Seit dem 5. Dezember d. J. wird die Haus­angestellte Lina Rausch, geboren am 18. Februar 1914 in Marbach (Kreis Fulda), zuletzt in Hanau wohnhaft, ver­mißt. Personen, die Angaben über die Vermißte machen können, werden gebeten, sich bei der Vermißtenstelle des Frankfurter Polizeipräsidiums zu melden.

Frankfurt a. M., 19. Dez. (A u s A m e r i k a zu r ü ck und — bestohlen.) Nach längerem Aufenthalt in Amerika kehrte heute abend eine Frankfurterin nach hier zurück. Ihr großes Gepäck ließ sie nach der Gepückstelle bringen, um es von dort nach ihrer Wohnung transportie­ren zu lassen. Als der Gepäckträger einen großen Koffer auf einen Handwagen geladen hatte und einen weiteren Koffer holen wollte, wurde in der Zwischenzeit der Koffer

war die Antwort der jungen Scharen, in deren leuchten­den Augen wir an diesem wohlgelungenen Abend schauen konnten. Nach dem feierlichen Weiheakt hielt ein eifriger Jungscharler einen Vortrag über das Thema „Was ist mir die Jungschar?", in dem er mit treffenden Worten die Arbeit der Jungschar schilderte, die nicht nur im Singen und Spielen, sondern auch in der Ver­tiefung in Gottes Wort bestehe. Im zweiten Teil der reichhaltigen Vortragsfolge wurde ein kleines Theater­stück vom Knecht Ruprecht aufgeführt. Auch eine Verlosung von Geschenken, die die Eltern der Jungscharmitglieder ge­stiftet hatten, fehlte nicht. Der Leiter der Jungschar for­derte alle Eltern auf, ihre Kinder der Schar anzuver­trauen. Nach einer kurzen Ansprache von Herrn Vikar Krüger, in der der Redner nochmals auf die Bedeu­tung der Jungschar hinwies und sie der gesamten evange­lischen Gemeinde zur Unterstützung empfahl, wurde der Abend mit dem heiteren Schwank „Die musikalische Fa­milie" abgeschlossen. Aus den verschiedenen Darbietungen war zu ersehen, daß die Knaben-Jungschar auf vielerlei Gebieten Gutes leisten kann und zu den besten Hoffnungen berechtigt, so daß man mit großem Vertrauen dem im Laufe dieses Winters geplanten „Heiteren Abend" ent­gegensehen kann. Wir rufen der evangelischen Jungschar und ihrem bewährten Führer ein herzliches „Glückauf" zu weiterem gesegneten Wirken im neuen Jahre zu.

Die evangelische Mädchen-Jungschar

veranstaltete ihre Weihnachtsfeier am Montagabend im evangelischen Gemeindehaus unter sehr zahlreicher Betei­ligung der Eltern und. Freunde der Schar. ZwestTänncn- bäume erstrahlten im Lichterglanze und verbreiteten echte Weihnachtsstimmung. Die langen Tafeln waren mit Tan­nengrün und kleinen Weihnachtskerzen geschmückt. Unter Führung von Schwester Marie zog die Mädchen-Jung­schar mit Gesang in den Saal ein. Ein Vorspruch schloß sich an den gemeinsamen Gesang des Weihnachtsliedes „Vom Himmel hoch" an. Nach weiteren Darbietungen hielt Kreispfarrer Weber eine Ansprache und wies dar­auf hin, daß die evangelische Mädchen-Jungschar mit ihrer Weihnachtsfeier den Besuchern zeigen wolle, daß sie auf Grund des heiligen Evangeliums ausgebildet sei. Das Weihnachtsfest sei nicht nur ein Fest der Kinder, sondern auch ein Fest der Erwachsenen und aller derer, die wahre Christen sein wollen. Denn was wäre die Welt ohne Weih­nachten, dem Fest der Liebe? Der Redner ließ es am Schluffe seiner Ausführungen an ermahnenden Worten an die Jungschar nicht fehlen. Von einer Abteilung der Mädchen-Jungschar wurde sodann unter Leitung von Herrn Junglehrer Herdt ein Lied mehrstimmig zu Gehör ge­bracht. Im weiteren Verlauf des Abends wurden den Be­suchern mancherlei Aufführungen geboten, die im Zeichen des nahenden Weihnachtsfestes standen. So nahm auch die Weihnachtsfeier der Mädchen-Jungschar einen schönen und würdigen Verlaus.

samt Wagen gestohlen. Der Koffer enthielt in der Haupt­sache Kleidungsstücke im Werte von 5000 Mark.

Frankfurt a. M., 19. Dezbr. (Rhein-mainische Sänger reifen nach Amerika.) Vor einigen Wochen ging von Hamburg aus eine nach Tausenden zäh­lende Gesellschaft edler Sänger, die ein ganzes Zwischendeck für sich beanspruchten, auf die Seereise nach Amerika; dar­unter auch eine ganze Anzahl aus Frankfurt und dem wei­teren Rheinmaingsbiet. Es waren die Erlesensten ihrer Art, gefiederte kleine Primadonnen, Produkte hervorra­gender Züchterkunst aus dem Kreis bet Vereinigten Kana- rienzucht- und Vogelschutzvereine des Rhein-Main-Eebie- tes. Eine Auswahl dieser edlen Kanarien war auf einer Ausstellung zusammengebracht, die am gestrigen Sonntag im Handwerkerhaus der Oeffentlichkeit zugänglich war. Ueber 250 Vögel waren von den bekannten Frankfurter, Offenbacher, Mainzer und Züchtern vom Rhein unb aus dem Taunus zur Prämiierungskonkurrenz gebracht wor­den, eine Beschickung, die mit Rücksicht auf die schwere Krise immerhin recht beträchtlich genannt werden muß. Das vierköpfige Preisrichter-Kollegium ging scharf ins Gericht mit den kleinen Konkurrenten, doch ergab die Prämiierung ein Resultat, das den Züchtern in Frankfurt und dem Rhein-Main-Eebiet ein gutes Zeugnis ausstellt. Das be­sondere Interesse der Ausstellungsbesucher konzentrierte sich auf die Vorführung der mit Ebrenpreifen ausgezeichne­ten Stämme, die vor dem Forum einer zum Teil recht kunstkritischen Zuhörerschaft sich ihrer Auszeichnung als durchaus würdig erwiesen.

Frankfurt a. M., 19. Dez. (2 9 Einbrüche in zwei Tagen.) In den letzten Tagen sind in Frankfurt nicht weniger als 29 Einbrüche ausgeführt morden. In der Hauptsache handelt es sich um Wohnungs-, Laden- und Schaukästeneinbrüche. Die Beute war in den meisten Fällen gering. Heute früh wurde das Schaufenster einer Firma in der Liebfrauenstraffe von einer unbekannten Person durch einen Stein zertrümmert. Dabei wurde ein Fohlenpelzmantel im Werte von etwa 100 Mark gestohlen. Auch Ladendiebe sind jetzt vor dem Weihnachtsfest stark an der „Arbeit". Am Sonntag wurde in einem Geschäft auf der Zeil eine Ladendiebin auf frischer Tat festgenom- men. In ihrem Besitz wurden noch verschiedene Sachen, die entwendet wären, norgefunben und beschlagnahmt. Die Diebin wurde festgenommen.

Turnen, Sport und Spiel.

Bezirksturntag in Fulda.

Am vergangenen Sonntag fand in Fulda im Gasthaus „zur Krone" der Vertretertag des Turnbezirks Fulda statt. Der Bezirksvertreter, Herr Turn- und Sportlehrer Schil­ling- Bachrain begrüßte die so zahlreich Erschienen, be­sonders die Mitglieder des Eauvorstandes und gab die Tagesordnung bekannt. Die anschließenden Berichte des Vorstandes und der Fachwarte zeigten auf allen Gebieten reges Aufwärtsstreben und gute Leistungen. Der Gesamt­vorstand wurde wiedergewählt.

Das Bez.-Wetturncn 1933 wurde dem Tust'. Hainzell einstimmig übertragen und das Bezirks-Wettschwimmen laut Abstimmung dem Turn- u. Fechtklub Fulda zugespro­chen. Die genauen Termine im Juni werden noch bekannt- gegeben. Ort und Zeit des Bez.-Spiel- und Jugendtages festzulegen, bleibt den Fachwarten überlassen. Alle Ver anstaltüngen sind, der Notzeit entsprechend, in einfachem, schlichtem Rahmen abzuhalten. Erfreulicherweise ha: die Handballspielbewegung im Bezirk sich gut entwickelt. Gau-