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Silberne Etaatsdemaille für Gräfin v. d. Grocbeu.

Berlin. Der kommissarische preußische Minister ves Innern, Reichsminister Dr. Bracht, hat der Vorsitzenden des HaupwortzandeL des Vaterländischen FranenvereinZ vom Roten Kreuz. Frau Dr. e. b. Agnes Gräfin v. d. Groeben, zu ihrem 70. Geburtstag die Silberne Slaatsmedaiüe für Ver­dienste um die Volksgesundheit als sichtbares Zeichen der An­erkennung und des Danke-? der preußischen Siaatsregiernny überreichen lassen.

Tnmsvn begrüßt Deutschlands Rückkehr zur Abrüstungs­konferenz.

Washington. In einer Erklärung begrüßt Staatssekretär Snmsou den Wiederbeitritt Deutschlands zur Abrüstungs­konferenz. Dies sei eine „ausgesprochen ermutigende Ent­wicklung und ein Schritt vorwärts in der Abrüstungsfrage".

Bertram mit blindem Passagier in Surabaya gelandet.

London. Der deutsche Flieger Bertram ist in Surabaya gelandet. Kurz nach der Abfahrt entdeckte der Mechaniker Allen einen Passagier; dieser wurde sofort nach der Landung in Surabaya verhaftet.

Schlagende Wetter in einer Kohlengrube. — Sechs Tote

Brüssel. In einer Kohlengrube bei Pcronnes in der Provinz Hennegau ereignete sich ein schweres Unglück, ver­ursacht durch schlagende Wetter. Sechs Bergleute wurden ge­tötet.

Französisches Passagierflugzeug mit vier Insassen verschollen.

Paris. Ein sranzösischcs Pafsagicrslugzeug, das den regel­mäßigen Dienst zwischen Marseille und Barcelona versteht, ist verschollen. Das Flugzeug, in dem sich außer dem Führer ein Telegraphist, ein Mechaniker und ein Passagier befanden wurde das letztemal zwischen Marseille und Perpignan gesichtet. Man befürchtet, daß der Führer im Nebel die Orientierung verloren hat und das Flugzeug ins Meer gestürzt ist.

D-Zug-Marder erbeutet Geheimplänc des französischen Groß­kampfschiffes „Dünkirchen".

Paris. Die Polizei in Lille verhaftete einen D-Zug- Marder, der einem Reisenden eine Handtasche gestohlen hatte. In dieser Tasche befanden sich wichtige geheime Schifssbaupläne. Obgleich die Polizei darüber strengstes" Stillschweigen bewahrt, bringt man diese Pläne in Zusammenhang mit dem Bau des neuen französischen 26 VM-Tonnen-Großkampffchisfes .Dün­kirchen".

Weltwirtschaflskonferenz Anfang Mai.

Genf. Der Vorbereitende Sachverständigenausschutz für die Weltwirtschaftskonferenz ist zum 9. Januar zu einer zweiten abschließenden Tagung einberufen worden, um endgültig das gesamte Arbeitsprogramm und die Tagesordnung' der Londoner Weltwirtschaftskonferenz auszuarbeiten. Aus der Januartagung des Rates wird dann der endgültige Zeitpunkt für den Zusammentritt der Konferenz festgesetzt werden. Man rechnet mit dem Beginn der Konferenz in London Ende April oder Anfang Mai.

Neues faschistisches Parteidirektorium.

Rom. Mussolini hat ein neues Direktorium der Faschi­stischen Partei eingesetzt. Ausfallend ist der neuerliche rasche Wechsel im Parteidirektorium, der allerdings dem von Mussolini immer energischer vertretenen Grundsatz entspricht, die wichtigen Posten nicht lange in denselben Händen zu be­lasten.

Belagerungszustand über Tientsin.

Moskau. Rach einer russischen Meldung aus Tientsin wurde dort wegen der japanfeindlichen Unruhen der Belage­rungszustand verhängt.

O Auf der Jagd erschossen. Auf einer Sau- und Hasen- lagd in der Oberförsterei Liebenwalde wurde der Staats- förster Keiner durch eine verirrte Kugel tödlich getroffen. Es handelt sich um einen Unglücksfall. Der unglückliche Schutze, ein Berliner Jagdgast, schoß auf ein Stuck schwarzwild, nachdem dieses bereits die Schützenlinie Parpert batte. Die Kugel prallte ab und drang als Quer­schläger dem Forstbeamten in den Unterleib.

Letzte Nachrichten.

Anschlags-Versuch auf den ehemaligen deutschen Kaiser?

Doorn. Im Hause Doorn, der Besitzung des ehemaligen deutschen Kaisers, kam es gestern zu einem Aufsehen er­regenden Vorfall, bei dem vermutlich ein Anschlag auf das Leben des Kaisers geplant war. Am Nachmittag überstieg ein unbekannter Mann unbemerkt die Schloßmauer, wurde aber später von mehreren Dienern in einem der Türme des Schlosses unweit des Arbeitszimmer des ehemaligen Kai­sers entdeckt, überwältigt und der Polizei übergeben. Es stellte sich heraus, daß er einen Revolver schweren Kalibers sowie einen großen Dolch mit sich führte. Es ergab sich, daß er deutscher Staatsangehöriger ist. Er verweigerte jedoch jede weitere Auskunft über seine Personalien. Wei­ter wurde festgestellt, daß er sich bereits seit Sonnabend in Doorn aufhält. Ob es sich um ein planmäßig vorbereite­tes Attentat oder um einen Anschlag eines Unzurechnungs­fähigen handelt, steht noch nicht fest.

Vom Pech verfolgt.

Soerabaja (Java.) Bei dem Start zum Weiterflug des deutschen Fliegers Bertram rannte das Flugzeug in einen Graben, Untergestell und Propeller zerbrachen. Bertram und fein Mechaniker blieben unverletzt.

Tragischer Abschluß einer Battoufahri.

Der Ballon „Stadt Düsseldorf", der mit vier Insassen von Düsseldorf aufgestiegen war, erreichte das in der Provinz Südholland gelegene Westland. Da die Balloninsassen fürchteten, auf See Hinausgetrieben zu werden, ließen sie den Anker fallen. Die Landung gelang in der unweit dem Haag gelegenen Gemeinde Kwints- Heul. Beim Niedergehen setzte der Korb so heftig auf, daß der 28jährige O. Gannitz herausstürzte und sich ernste Ver­letzungen zuzog. Gannitz wurde nach Verabreichung der Sterbesakramente nach dem Krankenhaus im Haag über­geführt.

Schwerer Lastkrastwagenunfall

von NSOAp.-Angehörigen.

In der Nacht zum Sonntag kehrten auf einem Last­kraftwagen mehrere Angehörige der NSDAP, von einem Treffen in Koblenz an die Obermosel zurück. In der Nähe von K ö n n e r n geriet der Wagen auf der vereisten Landstraße ins Schleudern und fuhr in voller Fahrt gegen einen Telegraphenmast. Hierbei wurden mehrere Insassen herausgeschleudert, wobei ein Vater von elf Kindern töd­lich verletzt wurde, während zwei andere schwere Ver­letzungen davontrugen. Die Insassen stammten zum größ­ten Teil aus dem Kreise Saarburg.

Am SK«-WM MOchWWWW.

Bad Soden, 12. Dez. (Jm Straßengraben er­froren.) Gin 70 Jahre alter Landstreicher, dem die Mittel fehlten, in einer Herberge zu übernachten, legte sich in einen Straßengraben. Am andern Morgen wurde er erfroren aufgefunden.

Gelnhausen, 12. Dez. (Ein Amtsgericht soll verkauft werden.) Durch die Ortsschelle wurde im benachbarten Meerholz bekannt gegeben, daß das Gebäude des früheren Amtsgerichts verkauft werden soll. Leider dürfte es schwer fallen, am Ort selbst einen Interessenten zu finden, da mit der Uebernahme des Gebäudes erheb­liche Aufwendungen für Reparaturen verknüpft sind. Das Amtsgericht war bekanntlich auf Grund der Notverord­nung aufgelöst und dem Amtsgericht Gelnhausen ange­gliedert worden.

Bad Orb, 12. Dez. (Eine Försterstochter über­fallen.) Gestern abend zwischen 5 und 6 Uhr wurde auf dem Wege Bad Orb—Villbach die verheiratete Tochter des Försters Müller von einem unbekannten Radfahrer überfallen und nach einer nahen Böschung geschleppt, um an ihr ein Notzuchtverbrechen zu begehen. Die Ueberfal- lcne setzte sich jedoch kräftig zur Wehr, so daß es nicht zur Ausübung des Verbrechens kam und auf die Hilferufe der Frau zwei Villbacher Einwohner herbeieilten. Der Täter konnte jedoch unter Zurücklassung seines Rades ent­kommen.

Frankfurt a. M., 12. Dez. (Klassisches aus dem E e r i ch t s s a a l) Zu den Badegästen, die im vergange­nen Sommer auf Borkum weilten, zählte auch der den Nationalsozialisten zugehörende Versicherungsoberinspektor Grieger aus Frankfurt, der über das Flaggenverbot des zuständigen Regierungspräsidenten ungehalten war. Es war nämlich verfügt worden, daß Hitlerfahnen nicht ge­flaggt werden dürfen. E. protesterte gegen die Anordnung und es entwickelte sich daraus ein Schriftwechsel mit dem Regierungspräsidenten in Aurich. Als E. eine Antwort erhielt, die ihm nicht zusagte, schrieb er dem Regierungs­präsidenten zurück, daß er auf weitere Ausführungen ver­zichte, „zumal ich es mit Götz von Berlichingen halte, der im vierten Akt (Burg Jagsthausen) die auch Ihnen viel­leicht bekannte Ansicht äußert." Gegen den Briefschreiber wurde Anklage wegen Beleidigung des Regierungspräsi­denten erhoben. In der Verhandlung vor dem Kleinen Schöffengericht behauptete der Beschuldigte, daß er nicht die Absicht gehabt habe, den Regierungspräsidenten zu be­leidigen, sondern er habe nur den Schriftwechsel abbrechen wollen. Die zitierte Stelle aus dem „Götz" ist dem Ee- e zwischen Elisabeth und Eötz am Schlüsse des vierten entnommen. Götz sagt da: „Ach, schreiben ist ge­schäftiger Müßiggang, es kommt mir sauer an. Indem ich schreibe, was ich getan habe, ärger ich mich über den Verlust der Zeit, in der ich etwas tun könnte." Der Staatsanwalt beantragte Bestrafung des Angeklagten, da er sich mit beleidigenden Absichten getragen habe. Das Gericht erkannte auf fünfzig Mark Geldstrafe. Der Ange­klagte, der auf eine Begründung verzichtete, erklärte Be-

Frankfurt a. M., 12. Dez. (Festnahme eines Darlehnsbetrüg ers.) Von der Frankfurter Poli­zei festgenommen wurde der 25jährige Vertreter Georg Claus aus Allendorf. Claus lebte davon, daß er Darlehns- suchern, die sich auf seine Offerten an ihn wandten, über­tarifliche Gebühren für seine Vermittlertätigkeit abnahm, ohne jedoch dann auch nur in einem Falle wirklich ein Darlehen zu beschaffen. Claus, der bereits erheblich wegen Betrugs vorbestraft ist, hat sich auch in mehreren Fällen der Zechprellerei schuldig gemacht.

Franksurt a. M., 12. Dez. (Frankfurter Maß­nahmen gegen die Not.) Zum Ausgleich von Här­ten, die durch die seit Anfang Oktober durchgeführte Nicht- satzsenkung in Einzelfällen entstanden sind, ist das ^ür= sorgeamt ermächtigt worden, nach individueller Prüfung im Einzelfall ergänzende Beihilfen durch Sachleistungen zu gewähren. Dieser Üebergangshärteausgleich für die Win­termonate soll vor allem kinderreichen Familien zugute kommen. Die Beihilfe erfolgt durch Gutscheine, durch die den in Frage kommenden Unterstützungsempfängern ermög­licht werden soll, sich je nach Bedürfnis im Einzelfall mit Lebensmitteln, Kohlen, Wäsche, Schuhen oder Kleidung zu versorgen. Der Magistrat hat sich überdies an den Deut­schen Städtetag gewandt, damit dieser bei den ReiHs- und Staatsstellen für generelle Maßnahmen zur Verbilligung von Lebensmitteln, insbesondere Fleisch, und von Brenn­stoffen eintritt.

Frankfurt a. M., 12. Dez. (Gin Ermittlungs­verfahren gegen einen Pfarrer.) Die Staats­anwaltschaft hat gegen den evangelischen Pfarrer E. Probst in Frankfurt-Oberrad ein Ermittlungsverfahren wegen Vergehens gegen § 11 der Notverordnung vom 14. Juni 1932 eingeleitet. Der Pfarrer steht im Verdacht, sich der Anreizung zu Gewalttätigkeiten durch einen in dem kirch­lichen Organ „Der Sonntagsgruß" gebrachten Artikel zur Gustav Adolf-Gedenkfeier schuldig gemacht zu haben.

Mainz, 10. Dez. (Die mittelrheinische In­dustrie zur heutigen Wirtschaftslage.) Unter dem Vorsitz von Geheimrat Dr. Haeuser fand hier unter Teilnahme von Behördenvertretern eine stark besuchte Mit­gliederversammlung des Mittelrheinischen Fabrikantenver­eins statt, um sich über die gegenwärtige Wirtschaftslage und die aus der letzten politischen Entwicklung sich ergeben­den Folgerungen auszusprechen. Eingeleitet wurde die Aussprache mit einem Bericht von Dr. h. c. P. Meesmann, der sich zunächst über die bisherigen Wirkungen des von der gesamten Wirtschaft seinerzeit lebhaft begrüßten Papen- Programms äußerte. Geheimrat Haeuser betonte zusam­menfassend, daß diejenigen Maßnahmen der Negierung Papen, die durch Unterstützung der Unternehmerinitiative bereits in kurzer Zeit zu einer fühlbaren Hebung des Ver­trauens geführt haben, erhalten bleiben müßten. Nicht ein Abwarten auf die Lösung der Weltwirtschaftskrise könne die Wirtschaftsnot beheben, vielmehr gelte es, bei aller Würdigung der Erportnotwendigkeiten auf dem deut­schen Binnenmarkt erträgliche Verhältnisse herbenusühren und das Jndustrieprogramm mit den Erfordernissen der Landwirtschaft in Einklang zu bringen. Deshalb sei auch die Verständigung der beiden maßgebenden Minister im Sinne einer Eemeinschaftslösung zu begrüßen.

Gernsheim (Ried), 12. Dez. (Funde aus der Römerzeit.) Am Schwarzen Ort, wo man gegenwär­tig Rheinregulierungsarbeiten vornimmt, wurden Funde aus der Römerzeit gemacht. Es handelt sich um Münzen und Scherben.

Idar (Nahe), 12. Dez. (Schrecklicher Tod eines Kindes.) In Bruchweiler trank das 2% Jahre alte Töchterchen der Familie Hartmann in einem unbewachten Augenblick aus einer Kaffeekanne den darin befindlichen heißen Kaffee. Das Kind erlitt schwere innere Verletzun­gen und mußte in das Krankenhaus gebracht werden, wo es unter schrecklichen Qualen gestorben ist.

MsSMspss, '121^. Ws«HÄoerfaN.«Mf sirren L o h n g e l d t r a n Z p o r t e u r.) Samstag gegen 11 Uhr vormittags hat der Schlosser Karl Ruppert aus Biedenkopf den Arbeiter Burkhardt Reif, der einen Geldbetrag von 350 Mk zur Lohnauszahlung des Freiwilligen Arbeits­dienstes bei sich trug, im Walde oberhalb des Dorfes Dex­bach von hinten überfallen und ihm mit einem Rasier­messer schwere Verletzungen, namentlich am Halse, beige­bracht. Zwischen beiden ist es dann zu einem erheblichen Kampf gekommen, in dessen Verlauf das Heft des Rasier­messers abbrach. Der Täter hat dann sein Opfer mit einem großen Taschenmesser angegriffen, das ihm der Verletzte schließlich entreißen konnte. Blutüberströmt gelang es dem Reif noch in das Dorf Dexbach zu flüchten. Er wurde so­gleich in die Marburger Klinik überführt und wird vor­aussichtlich mit dem Leben davonkommen. Der Beweg­grund der Tat ist noch völlig ungeklärt. Die Verhaftung des Täters, der ebenfalls mit Verletzungen in die Marbur­ger Klinik eingeliefert wurde, ist veranlaßt. Nachdem der Landjägermeister Rotter in Eckelshausen die ersten Er­mittlungen angestellt hatte, haben sich der Untersuchungs­richter und der Oberstaatsanwalt aus Marburg am Sonntag an den Tatort begeben, wo eingehende Erhebun­gen angestellt und der Tatort des Verbrechens, der noch zahlreiche Blutspuren aufwies; besichtigt und photogra­phiert wurde.

Marienberg (Westerwald), 12. Dez. (Beim Melken von einer Kuh zu Tode getreten.) Auf eigen­artige Weise kam im benachbarten Homberg die Frau eines Landwirts ums Leben. Sie war im Stall mit Melkarbei­ten beschäftigt. Dabei wurde eine Kuh unruhig und warf die Frau vom Melkstuhl. Sie kam unter die Kuh zu liegen, die sich mit einem Fuß auf den Leib der Frau stellte. Als man die Frau auf die Hilferufe endlich befreien konnte, war es bereits zu spät. Die Bedauernswerte hatte so schwere Verletzungen erlitten, daß sie bald darauf starb, rufung einlegen zu wollen.

Börse und Handel.

Frankfurt a. M. (Getreidebörse vom 12. Dezb r.) Tendenz: ruhig. An der Getreidebörse war die Stimmung et­was fester, das Geschäft war aber in Anbetracht des unverän- )ert schleppenden Mehlabsatzes weiterhin sehr ruhig. Das An- ;ebot von Brotgetreide war etwas knapper. Am Futtermittel- martt war die Haltung auf Grund des eingetretenen Frostwet­ters gleichfalls fester, die erhöhten Forderungen von etwa (125 Reichsmark waren aber nicht durchzuholen. Es notierten (Ge­treide je Tonne, alles übrige je 100 kg): Weizen 205—206, Roggen 162.50, Sommergerste für Brauzwecke 180—185, Hafer inl. 134—137.50, Weizenmehl füdd. Spez. 0 mit Austauschweizen 28.65—29.25, do. Niederrhein. 28.50—29, Roggenmehl 60prozen- tige Ausmahlung 23—24.25, Weizenkleie 7.75, Roggenkleie 8.35, Soyafchrot 10.75—10.85, Palmkuchen 8.75—9, Erdnutzkuchen 12.75—13, Heu füdd. 4.60—4.80, Weizen- und Rogaenstroh draht- gepretzt oder gebündelt 2.25—2.50, Treber 10.60 RM. — Kar­toffeln: Infolge des Frostwetters fanden keine Notierungen statt.

Frankfurt a. M. (Schla chtviehmarkt vom 12. Dez.) Der Auftrieb des Montagmarktes bestand aus 1572 Rindern (gegen 1390 am letzten Montagsmarkt), darunter befanden sich 435 Ochsen. 143 Bullen, 542 Kühe und 423 Färsen, ferner ans 530 (670) Kälber, 177 (143) Schafen und 4240 (4792) Schweinen, darunter 90 Memelländer. Notiert wurde per Zentner Lebend­gewicht in Reichsmark: OHMut) 26—U o2) 23—25, bl) 20 bis 22. Bullen: a) 24—27, b) 20—23. Kühe: a) 23—25, b) 20 bis 22, c) 17—19, d) 12—16. Färsen: a) 27—29, b) 24—26, c) 20—23. Kälber: a) —, b) 35—37, c) 31—34, d) 25—30. Schafe: al) 23—25, b) 20—22. Schweine: a) —, b) 39—42, c) 38—41, d) 36—40, e) 34—38. Verglichen mit den Notierun­gen des letzten Montagsmarktes vom 5. Dezember gaben Ochsen und Färsen je 1 Mark nach, Kühe und Bullen blieben unverän­dert. Kälber zogen 3—6 Mark und Schweine 2 Mark an. Marktverkauf ^Rinder schleppend, geringer Ueberstand. Kälber, Schafe und Schweine mittelmäßig, ausverkauft. Fleischgrotz- markt: Beschickung: 648 Viertel Rindfleisch, 38 ganze Kälber, 12 ganze Schafe und 270 Schweinehälften. Preis für 1 Zentner frisches Fleisch in Reichsmark: Ochsen- und Rindfleisch 1. 50— 54, Ochsen- und Rindfleisch 2. 42—46, Bullenfleisch 43—48, Kuh- fleisch 2. 32—38, Kuhfleisch 3. 20—31, Kalbfleisch 2. 52—60. Hammelfleisch 50—60, Schweinefleisch 1. 54—58. Geschäftsgang des Fleischgrotzmarktes: lebhaft.

Gebr. Horn AG., Fulda. Diese Leinen- und Scheuer­tuchweberei schließt das am 30. Juni 1932 abgelaufene Ge­schäftsjahr mit einem neuen Verlust von 77 506 RM. ab. Hierdurch erhöht sich der Eesamtverlust aus 115 869 RM. Einem Bruttogewinn von 309 850 RM. standen Geschäfts­unkosten von 346 764 RM. gegenüber. Für Abschreibungen wurden 22 334 RM., für eine Delkredererückstellung 18 258 RM. verwandt. In der Bilanz sind bei einem Aktienkapi­tal von 400 000 RM. und Reserven von 10 000 RM. die Verbindlichkeiten mit 246 383 RM. angegeben. Anderer­seits beliefen sich die Außenstände auf 239133 RM., Garne und Waren auf 141410 RM.

Amtliche Berliner Notierungen vom 1. Dezember.

* Devisenbörse. Dollar 4,20—4,21; engl. Pfund 13,74 bis 13,78; holl. Gulden 169,23-169,57; Tanz. 81,69—81,85; franz. Franc 16,43—16,47; schweiz. 80,92—81,08; Belg. 58,28—58,40; Italien 21,55—21,59; schwcd. Krone 74,88—75,02; dän 71,2a bis 71,37; norweg. 70,78—70,92; tschcch. 12,46—12,48; öftetr. Schilling 51,95—52,05; Argentinien 0,85—0,86; Spanien 34,39 bis 34,45.

♦ Produktenbörse. Im Zusammenhang mit der Frost­gefahr fanden zunächst noch verschiedentlich Deckungskäufe statt, Später war die Haltung dagegen ruhiger, nachdem die öffentliche Hand Ware elastischer aufnahm und die dring­lichsten Käufe seitens der Reporteure, Mühlen und Handler vorgenommen waren. Der Mehlabsatz schleppi weiterhin. Gerste lag still; Haser verzeichnete teilte Anregungen.

und Ölfaaten per 1000 Kilogramm, sonst bei 100 Kilogramm in Reichsmark:

Getreide

Wciz., märt pommersch

Rogg., märk Braugerste Sommergerste

12. 12. 190-192

10. 12.

190-192

153-155

169-179

153-155

169-179

12. 12.

Weizkl f. Bln. 9,1-9 4 Roggkl. f. Blu 8,7-9,0

10. 12.

9,3-9,6

8.7-9,0

Futtergerstc IGO-167 Wintergerste

Haser, märt 119-124 pommersch. —

westpreutz. —

Weizenmehl

160-167

119-124

Raps Leinsaat Viktoriaerbs. kl Speiseerb! Futtèrerbsen Peluschken Ackerbohnen Wicken

21,0-26,0 20,9-22,0 11,0-16.0 13,0-15,0

14,0-16,0

per 100 kg fr. Berl. ur. inkl Satt 24,0-26,7 24,0-26,7

Noggenmehl per 100 kg fr. Verl, br inkl Sack 19,6-21,8 19,6-21,8

Lupine, blaue 9,0-11,0 Lupine, gelbe 12,0-13.5 Serradelle 18,0-25,0 Leinkuchen 10,0-10,1 Erdnutzkucheu 10,6-10,8 Trockeuschnitzel 8,ö

Sovaschrot 9,9-10,7

Kartoffeln. —

21,0-26,0 20,0-22,0 14,0-16,0 13,0-15,0 13,5-15,5 14.0-16,0

9,0-11,0 12,0-13,5 18.0-25.0 10,0-10,1 10.6-10,8

8,8

9,9-10,7

De-

2 Handelsrechtliche Liefcrnngsgcschäste. Weizen. . aember 207-206, März 209,50-208,50, Mai 213—212; Roggen: Dezember 167,50—166,50, März 170—169, Mai

173—172; Hafer: März — bis 132. -

Verantwortlich für die Schriftleitung: Christian Seipel.