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Die Veränderungen^ der A^SHaken fizr Nahrungsmittel der (^werlteloif^

Der Anteil von Milch und Milcherzeugnissen.

Von Dr. E. Kretschmer.

Im Rahmen von Erhebungen über Wirtschaftsrechnun­gen hat das Statistische Reichsamt in einer speziellen lln- tersuchung den Einfluß der Erwerbslosigkeit auf die Aus­gabengestaltung in Arbeiterhaushaltungen festzustellen versucht?) Und zwar erstrecken sich die Ermittlungen auf 54 Haushalrungen von einer durchschnittlichen Große von 3,7 Personen. Die Veränderung der Ausgaben für Nah­rungsmittel in der Zeit der Erwerbslosigkeit mag typisch sein für die Wandlung in Millionen von Haushaltungen unter dem Druck der „Tauerarbeitslosigkeit".

In der Beziehung von Einkommenshöhe zur Ausgaben­gestaltung bestehen gewisse Gesetzmäßigkeiten. Je geringer das Einkommen ist, èin desto groeßrer Anteil von der Ge­samtausgabe wird zur Beschaffung der Nahrung in An­spruch genommen (Engelsches Gesetz). Die Erhebungen über Wirtschaftsrechnungen ergeben, daß bei einem Ein­kommen von unter 3000 RM. etwa 40 v. H. und bei einem Einkommen von 5000 bis 6000 RM. etwa 30 v. H. für Nahrungsmittel ausgegeben werden. Während der Er­werbslosigkeit — wie auch meist bei sinkendem Einkom­men — werden die Ausgaben für Nahrungsmittel in er­heblich geringerem Umfange eingeschränkt als die Aus­gaben für Eenußmittel und sonstige Lebensbedürfnisse. Bei den untersuchten Haushaltungen sind für Nahrungs­mittel in der Zeit der Erwerbslosigkeit im Durchschnitt 16,9 v. H. weniger ausgegeben worden.

Die folgende Tabelle zeigt die Veränderung der Aus­gaben für einige wichtige Nahrungsmittel während der Erwerbslosigkeit an:

Durchschnittliche monatliche Ausgaben sür

nor und nach während

der Arbeitslosigkeit

Rückgang -

Steigerung + in v. H.

in RM.

in RM.

Milch.

11,88

10,76

9,4

Butter

5,33

3,98

—

25,3

Käse

2,52

1,64

—

34,9

Fette (außer Butter) insgesamt

6,66

5,91

—

11,3

davon Margarine

5,59

3,87

-—

30,8

Gier

4,75

3,75

—

21,1

Fleisch und Fleischwaren Fische

26,84

22,34

—

16,8

1,76

1,77

+

0,6

Brot und Backwaren

15,87

14,58

.—

10,0

Kartoffeln

5,36

3,71

—

30,8

Gemüse und Obst

8,53

6,54

—

23,3

Zucker

3,26

2,71

—

16,9

Nahrungsmittel insgesamt:

104,40

86,79

•—

16,9

Die Veränderung der Ausgaben für Nahrungsmittel bei Erwerbslosigkeit.

Die Einschränkungen der Ausgaben für Nahrungsmit­tel erfolgen im allgemeinen — bewußt oder unbewußt — unter dem Gesichtspunkt, den Nährwert soweit wie möglich aufrecht zu erhalten, auch wenn Eeschmacksfragen zurücktreten müßen. So ist im Rahmen des Rückganges des Fettverbrauches der Minderverbrauch an Butter grö­ßer als der an sonstigen Fetten. Es werden die Fette bevorzugt, die im Verhältnis zum Preis den Höchts Fett­gehalt haben. Der Verbrauch an Margarine geht stärker zurück als der an Schweineschmalz, Rindertalg usw. Der Butterverbrauch hat im allgemeinen im Arbeitshaushalt' zugunsten anderer Fette an Bedeutung verloren. Im Ver­gleich zur Vorkriegszeit stellt sich das Verhältnis folgen­dermaßen dar:

1907 1927/28

Butter 34,3 kg 15,7 kg

Andere Fette 21,9 kg 52,7 kg

Von den an der Gesamterhebung beteiligten 896 Ar­beiterhaushaltungen hatten 38 keinen Butterverbrauch.

Der Milchverbrauch weift die geringste Abnahme auf. Dagegen sind für Käse 34,9 v. H. weniger verausgabt

*) Die Lebenshaltung von 2000 Arbeiter-, Angeftellten- und Beamtenhaushaltungen. Einzelschriften zur Statistik des Deutschen Reiches. Berlin 1932.

Die vom Herdehof.

Roman v. Henriette Brey.

Copyright by Romondienst .Digo" Berlin-Schmargendorf.

25 (Ratbotud oetboten.)

Mächtig qualmend, so daß man seine Züge kaum unter­schied, saß später der Lauer oom Heidehof m feiner Stube. Es war nicht zu ersehen, ob er dem Bericht des Feldgrauen lauschte, der Grüße von Clemens an seine Mutter ausrich­tete und nun bei Bier und Zigarre dasaß. Und erst allmählich seine Scheu-vor dem schweigsamen Hausherr verlor.

Also erzählen sollte er.

Ja, das war schon richtig: Clemens war erst bei einem ganz anderen Truppenteil eingetreten. Aber dort wurde man sa jo durcheinandergewürfelt — kurz, sie ständen setzt nahe beisammen.

Beliebt sei der Clemens bei allen, das mußte man sagen. Sei auch schon Unteroffizier.

Und immer vorne an, wo's eine brenzlige Sache gab. Sah manchmal aus, als juche er geradezu den Tod, so ver­wegen und tollkühn.

Ja, rote die Geschichte war?

Also da war eine Brücke, die dem Feind zum Stützpunkt diente, die mußte unbedingt gesprengt werden. War ein ge­fährliches Wagestück, konnte wohl allen den Tod bringen.

Sechs Mann wählte der Hauptmann aus der Schar der sich freiwillig Meldenden. Mit Dynamit und Sprengkörpern wohlversehen, zogen die Sechs im Schutz der Nacht aus, Schritt für Schritt, in kleinen Abständen, eine Schlucht ent­lang. Jeder Fußbreit konnte Tod und Verderben speien, denn der Boden war rings mit versteckten Flatterminen ge­spickt.

Schon hatte der Führer, Unteroffizier Heidger, als erster den Rand der Böschung erreicht, von wo die Brücke sich in kühnem Bogen über den Fluß spannte — da blitzte es drü­ben auf — ein Zischen . . . und getroffen stürzte er zu Bo­den. den Unterschenkel aufgerissen.

Vorwärts! raunt er den andern zu und preßt das Gesicht fest ins Heidekraut, um jedes Stöhnen zu unterdrücken, das dem Feind ihre Stelle verraten könnte.

Plötzlich ein verdächtiges Knattern — ein furchtbarer Knall: eine Mine hatte die tapferen Fünf zerrissen.

Verzweiflungsvoll stöhnt der wunde Führer auf. Jetzt wußte der Feind Bescheid! Alles verloren!

Da schon tasten Scheinwerfer die Gegend ab fahren zuk- kend hin und her. . . verschwinden zum Glück nach einer

Er richtet sich auf. Die Brücke muß, muß fallen!

Ein fester Notverband stillt das Bluten der Wunde. Gott-

worden. Diese Einschränkung ist verwunderlich, wenn man bèddttkt,' Lag. u. a. gerade diè Sauermilchkäse (Harzkäse usw.) ein ungewöhnlich billiges und dabei wertvolles Nahrungsmittel darstellen. Es ist anzunehmen, daß die billigen Wurstsorten, die sich aufstreichen lassen und somit mehr „hergeben", den unberechtigt hohen Rückgang ver­ursacht haben. Der Fleischverbrauch wird nicht nach Fleisch ynd Wurst getrennt ausgewiesen. Es dürfen wohl

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die Ausgaben für Fleisch mehr (dafür geringe Zunahme des Fleischverbrauches) und die für Wurst weniger stark gesenkt worden sein. Der Verbrauch an Margarine ist noch stärker gesunken als der Butterverbrauch.

Mit geringen Abweichungen bleiben die Ausgaben für Nahrungsmittel im gleichen Verhältnis zueinander. Nor­malerweise stehen die Ausgaben für Fleisch und Fleisch­waren an der Spitze. Sie betragen rund ein Viertel der gesamten Ausgaben für Nahrungsmittel. An zweiter Stelle stehen die Ausgaben für Milch und Milcherzeug­nisse mit nicht ganz einem Fünftel der Ausgaben für Nah­rungsmittel. Mit zunehmendem Einkommen nehmen die Ausgaben für Molkereierzeugnisse zu. Es folgen in der Reihenfolge der Höhe der Ausgaben dann Brot und Back­waren und in weiterem Abstande Fette und sonstige Nah­rungsmittel.

Vermischtes

— Ein bibelfester Schuldner. Auf eine Mahnung, die eine Firma in Sorau einem Kunden zuschickte, ging die Ant- wort ein, daß der Schuldner seine Rückstände bezahlen würde, wenn er wieder dazu in der Lage sei. In dem Schreiben heißt es dann weiter: „Sollten Sie trotzdem den Antrag zum Leisten des Offenbarungseides stellen, so teile ich Ihnen sogleich mit, daß ich nicht gegen Jehova Gottes Willen handle und schwöre. Der Herr sagt uns in seinem Wort Matthäus 5, 34—37 und Jakobus 5, 12. gez. Unter­schrift." Und was steht dort? In Matthäus 5: „Eure Rede aber sei: ja — ja; nein — nein; was darüber ist, ist vom Uebel". In Jakobus 5, Vers 12 steht: „Vor allen Dingen aber meine Brüder, schwöret nicht, weder bei dem Himmel, noch bei der Erde, noch bei keinem anderen Eid. Es sei aber Euer Wort ja, das ja ist und nein, das nein ist, auf daß Ihr nicht unter ein Gericht fallet."

Nach zweistündigem Harren, als alles . uhig blieb, schleppt er sich in der Finsternis auf Händen und Füßen, die Zähne zusammengebissen, Fuß für Fuß voran. Und — nach unsäg­licher Mühe fliegt im Morgengrauen die feindliche Brücke m die Luft.

Und schleppt sich wieder zurück---

Die Zuhörer saßen mit angehaltenem Atem, die Mutter mit verkrampften Händen. Dem Bauern war die Pfeife kalt geworden.

„Und — und? . . .?" hauchte die Mutter zwischen stürzen­den Tränen:

„'s war nur eine^Fleischwunde, Bloß arg schmerzhaft. Und der Blutverlust! Ich hatt 'nen kleinen Streifschuß. Wir ha- den zusammen im Feldlazarett gelegen, 's hat schnell geheilt. Dann hab ich Urlaub gekriegt."

„Und unser Clemens, kriegt der keinen?" fragte Anne­marie und wischte die Augen. 1

„Er wollte nicht Wollte sofort wieder zur Front. Als ich nach Hause fuhr, ging er zwei Tage darauf zu seinem Truppenteil ab."

„Und--wenn du wieder hinkommst, magst ihn grü­ßen . . .!" sagte plötzlich der Bauer, der bisher noch kein Wort gesprochen hatte.

Es klang, als yole er die Worte mühsam aus tiefem1 Schacht herauf.

„Hermann!" wollte die Frau aufschreien vor Glück und Schmerz.

Aber schon besann sie sich. Vor fremden Leuten durfte man sich nicht gehen lassen' War nicht Heidgers Art!

„Frau, tische auf und hole eine Flasche vom Besten aus dem Keller!"

In ihres Vaters Rosengarten stand eine und schnitt die schönsten Rosen ab zu einem Strauß für den Altar der kleinen Dorfkirche.

War's der Widerschein der purpurroten Blüten, der ihren blassen Wangen heute einen zartrosigen Schimmer gab?

Behutsam ordnete sie die duftige Pracht und träumte sin­nend vor sich hin.

Wie seltsam war das doch gestern!

Der Vater war vom Heidehof gekommen, erzählte, was er dort gehört hatte. Und dann jchloß er: „Clemens Heidger ist doch ein ganzer Mann! Mag er in Iugendleichtsinn gefehlt haben, er hat es tapfer gutgemacht. Ich habe Achtung vor ihm!" ,

Es war wohl nur Zufall, daß der Vater sie so forschend anschaute?

Weshalb mußte auch ihr Gesicht sofort in brennende Ro.e getaucht sein? t ,

Erstaunt sah der Väter sieh an, faßte sie bei den Schul­tern, drehte sie zum Licht.

„Kind, sag: ja, hab ich denn damals recht geahnt? . . .

Gelisame Vorgänge in Belgien.

Eine überirdische Erscheinung in einem Ardennenorte.

In dem Ardennenorte Beauraing in der belgischen Provinz Namur versetzt, wie aus Brüssel berichtet wird, ein merkwürdiger Vorgang die Bevölkerung seit einiger Zeit in Aufregung. Fünf Kinder im Alter von zehn bis fünfzehn Jahren behaupten, daß ihnen jeden Abend die Mutter Gottes erscheine und sich mit ihnen, ähnlich wie seinerzeit mit einem Mädchen in Lourdes, das ebenfalls Erscheinungen hatte, unterhalte. Als die Kinder die Jungfrau um ein Wunder baten, soll die Erscheinung ge­antwortet haben, daß sie am 8. Dezember, am Tage des Festes der „Unbefleckten Empfängnis", wieder erscheinen werde.

Am Festabend waren nun etwa 10 000 Personen aus der Umgebung von Beauraing vor der Grotte, in der die Erscheinung beobachtet worden war, versammelt. Zwei Gebrechliche, ein gelähmtes Kind und ein Blinder, wurden vor die Grotte gebracht. Plötzlich erste! en die Kinder, sie sähen die Erscheinung. Die Menge erwartete nun ein Wunder und eines der Kinder betete: „Heilige Jungfrau, erhöre uns und laß ein Wunder geschehen!" Es ereignete sich aber nichts.

Nach einer Fühlungnahme mit Vertretern der Kirche beschlossen die Behörden, die Menge zum Auseinander­gehen aufzufordern. Die Menge zerstreute sich darauf. Es muß hervorgehoben werden, daß mehrere Ärzte die Kinder während ihres ekstatischen Zustandes mit Operations- messern in die Wangen schnitten und brennende Streich­hölzer an ihre gefalteten Hände hielten. Die Kinder sollen aber völlig unempfindlich gewesen fein und sich nicht ge­rührt haben. Unter der Bevölkerung herrscht, obwohl das erwartete Wunder nicht eingetreten ist, nach wie vor größte Aufregung.

West und Wissen

W. Die Goethe-Medaille für Ludwig Klages. Der Reichs­präsident hat dem Philosophen Dr. Ludwig Klages aus Anlaß seines 60. Geburtstages in Anerkennung seiner Verdienste um die deutsche Wissenschaft die Goethe-Medaille verliehen.

Vücherecke.

Deutscher Reichsbahn-Kalender 1833. 7. Jahrgang, Herausgeber Dr.-Ing. Dr. rer. pol. Hans Baumann. Kon­kordia-Verlag Leipzig, Goethestraße 6. 160 Blätter auf Kunstdruckpapier mit buntem Titelblatt, Preis 3,60 RM. — Vor uns liegt der nun schon zum siebenten Mal erschei­nende „Deutsche Reichsbahn-Kalender", der so manchem zum treuen Begleiter bei seiner Arbeit das ganze Jahr hin­durch geworden ist. Handelt es sich doch bei diesen Kalen­dern in Abreißform um Kunstwerke, die in ansprechender Form durch Wort und Bild uns das deutsche Vaterland so recht von Grund aus kennen lernen lassen und dabei in unaufdringlicher Form die Einrichtungen der Reichsbahn vor Augen führen. Im Güterverkehr wie im Personenver­kehr wird gezeigt, welche Anstrengungen die Reichsbahn macht, den Wünschen der Verfrachter und Reisenden gerecht zu werden. Die Blätter aus dem Verkehr und Betriebe, führen die mannigfaltigen Einrichtungen der Reichsbahn zugunsten der Güterbeförderung vor Augen und by den Blättern mit dem Motto „Reisedienst der Reichsbahn" wird manch einem erst zum Bewußtsein kommen, welche Fürsorge für das reisende Publikum die Reichsbahn in ihren Beförderungseinrichtungen und mit ihren Fahrpreis­vergünstigungen treibt. Tas verdienstvolle Personal der Reichsbahn erfährt feine gerechte Würdigung und unser schönes deutsches Vaterland wird unter dem schon geflügel­ten Wort „Mit der Reichsbahn durch deutsche Lande" durch­fahren.

Gebt dem Hof- und Kettenhund als Schutz gegen die Kälte genügend Stroh in die Hütte!

Sie barg schluchzend Öen Kopf an feiner Brust. Da hatte er sie fest umschlossen gehalten, wortlos. Aber sie fühlte des treuen Vaterherzens Pochen.

Adelheid sprana auf und drückte ihr heißes Gesicht in die taufrischen kühlen" Rosen. Hastig pflückte sie noch zwei, drer dazu und lief zur Kirche.

Am Altar mußte sie kuieen. Mußte ihre arme, zertretene, aufgewachte Liebe in die Hände der Gütigen. Allesverstehen- den legen. Um Schutz flehen < . . für den Fernen, Ringen­den.

Unter Frankreichs brandgerötetem Sternenhimmel stand ein Soldat auf stiller Wacht. Und kämpfte umsonst, feiner Heimwehgedanken Herr zu werden. Wie wilde Vögel, deren Schwingen gefesselt sind, flatterten sie aufgeregt und flügel­schlagend; begehrten ungestijm, den gewohnten Weg zu fite» gen.

Da gab er das Kämpfen auf und ließ ihnen den Wmsn.

Und stand, auf fein Gewehr gestützt, wie ein Steinbild, mit abwesenden Blicken.

Seine aufgewühlte Heimwehseele war in der Heimat. Lies über die schlafende Heide, die im Traume schwer atmete. Lauschte den Stimmen der Nacht. Geisterte um das Eltern­haus und schaute mit hungrigen Augen in die trauliche Stube mit dem uralten braunen Eichenhausrat — 2Banöerte am Totenmoor vorbei, rastete seufzend unter den Birken und ging müde davon. Sie grüßte das Kirchlein, darin er in glücklichen Kinderjahren so fromm am Altar gedient hatte. Sie ging auf leisen Sohlen um das Lehrerhaus . . .

Ob er noch einmal . . . durch das Fenster blickte 1° wie damals in der Nacht, da er jo unftät hmauszog?

Ein Schuß hallte durch die schwarzlauernde Nacht und scheuchte alle Heimwehgedanken.

Der einsame Soldat fuhr auf und riß sich zusammen Fort mit diesem zermürbenden Sinnieren. Hier galts, mit angespannten Sinnen Wache zu halten.

Er schritt ein paarmal aus und nieder, lugte nach drüben.

Regte sich dort nichts? War nicht ein leises Knacken hör­bar? Nein, nichts.

Die flatternden Gedanken konnten noch immer nicht zur Ruhe kommen.

Warum — o warum hatte er den Urlaub ausgeschlagen? Aus Scham? Aus Trotz?

Da wollte er fast lächeln. Ach, sein törichter Trotz war längst zermürbt.

Aus Stolz? Ja, das mochte es sein. Es widerstrebte ihm, diese Verwundung, diese Tat, die doch so felbftoerftanö “/ war, auszunutzen, um den zürnenden Vater...

(Fortsetzung folgt.)