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Nr. 288 Donnerstag, 8. Dezember 1932

Kurze politische Nachrichten.

Der Reichspräsident empfing zur Verabschie­dung den bisherigen Reichsminister des Innern Freiherrn von G a y l, und den bisherigen Reichsarbeitsminister Schäffer.

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Die Reichsführung des Christlichsozialen U o l f è b i e n ft e ë hat an die Reichsregierung eine Ein­gabe gerichtet, in der sie fordert, datz in das Programm der A r b e i t s b e s ch a f f u n g im Interesse der Be­lebung der Wirtschaft, insbesondere für das Handwerk und den gewerblichen M i t t e l st a n d die zur Verfügung stehenden Geldmittel eingesetzt werden.

Auf Wunsch mehrerer Länderregierungen wird wegen des katholischen Feiertages „Maria Empfängnis" die Vollsitzung des Reichsrats vom 8. Dezember auf Donnerstag, den 15. Dezember, verlegt. Infolgedessen fällt auch die für den 8. Dezember anberaumte Ausschuß- fU ng aus.

Der Gistmorher Sufi gesteht.

Überraschende Wendung im Görlitzer Gistmordprozetz.

Im Görlitzer Gistmordprozetz legte der Angeklagte I u st zur allgemeinen Überraschung ein umfassendes Geständ­nis ab, nach dem er sowohl seine zweite Frau, als auch die Familie Grobars — Vater, Mutter und Kind — mit Arsen vergiftet hat. Lediglich den ihm zur Last gelegten Mord an seinem Schwiegervater, dem allen Türke, bestreitet er nach wie vor und behauptet, datz Türke versehentlich von dem mit Arsen vergifteten Kaffee getrunken habe.

Der Angeklagte schilderte die Mordtaten folgenvermaßen: Seiner zweiten Frau habe er am Tage nach der Entbindung das Arsen in schwarzen Kaffee und aus Kuchen gestreut ;u- geführl Aus die Frage des Vorsitzenden, ob er denn keine Reue gehabt habe, antwortete Just: „Ich weiß nicht, wie ich dazu gekommen bin. Ich muß wohl von Sinnen gewesen sein." Die Frage nach dem Motiv der Tat beantwortete Der Angeklagte: „Meine Frau sollte sterben, weil sie sich zu meiner Schwieger­mutter zurückziehen wollte" Just schilderte Dann, wie er sich bei einem Drogisten das Gift zur Ermordung der Familie Grobars beschafft habe Er behauptet aber nach wie vor, daß er ursprünglich sich selbst damit vergiften wollte Er habe in seinem Leben so viel Bitteres kennengelernt, daß er sich nicht wieder aus Die Straße habe setzen lassen wollen. Die Frage Des Vorsitzenoen, ob er denn keine Bedenken gehabt habe, auch das kleine Kind Der Grobars zu vergiften, beantwortete oer Angeklagte dahin, daß er geglaubt habe, es sei auch für das Kind besser, wenn es aus dem Leben scheide.

Der Anaeklagte Wilbert bann, wie er erstmalig leicht ver­gifteten Kaffee dem Ehepaar Groba gegeben habe Als dieser nicht wirkte. Habe er das Kitt fortaeworfen Am 7 Sep­tember wollte er den Versuch wiederholen, glaubte sich aber von seiner Frau beobachtet und schüttete das vergiftete ®e= -Ai", wuder fprt. ,,. ,

Als er am 10 September mit seinem Schwiegervater von Welww nach Hause kam habe er gestört bnü fein S-bwager ihn aus dem Hause setzen wollte Dae-mf habe ihn die W"t neyarft, und so habe er noch am gleichen Tage der Familie Groba bnS Gilt mit dem Bemerken, es helfe gegen Grippe, ver- abfotat

Er werden dann noch die Angehörigen des Anaeklaaten vernommen die ihm ein gutes Seuani? aus stellen Die Ehe­frau des Angeklagten. Iran Maria Just bricht während ihrer Vernehmung in Tränen aus und stammelt cungchst um verständliche Worte Sie will nichts davon gesehen haben, wie Just den anderen, das Gift bei brachte. Einmal habe sie

auf schwarzem Kaffee Schimmel bemerkt,

so daß sie den Kaffee fortaeuossen habe. Der 71iähriae Vater, der Schubmachermeister Just, bekundet, daß er feine Kinder immer streng erzogen habe, und meint, daß der Krieg bet kritische Wendepunkt im Leben seines Sohnes gewesen sei. Di- Verhandlung wurde daraus aus Donnerstag vertagt.

„Först Sapieha" kaust ein Rheinschioß.

Notarieller Akt mit afghanischen Stempeln.

Der Hochstapler und Betrüger StanislausWoy, der vielfach unter dem Namen „Fürst Sapieha" von sich reden machte, hat, obwohl er erst vor wenigen Wochen nach Verbüßung einer Strafe von zwei Jahren drei Monaten Gefängnis aus dem Gefängnis Plötzensee ent­lassen worden ist, neue Betrügereien begangen, so daß er erneut verhaftet wurde. Woy meldete sich kürzlich auf eine Anzeige, in der der Verkauf

eines Schlosses im Rheinland

angeboten wurde. Als Kauspreis wurden 125 000 Mark vereinbart. Woy schickte an den bisherigen Schlotzbesitzer ein notarielles Angebot, das mit afghanischen Stempeln versehen und von einem luxemburgischen Notar ausgefertigt worden war. Es stellte sich heraus, daß Woy diesen notariellen Akt selbst angefertigt hatte. Er hatte sich dann mit einem Auto, das er auf eine kleine An­zahlung gekauft hatte, auf den Weg nach dem Schloß im Rheinland gemacht, wurde aber in Hannover verhaftet. Einen Quartiermeister hatte Woy bereits in das Schloß vorausgeschickt. Auch hatte der neue „Schloßherr" bereits Anzeigen aufgegeben, in denen er Schloßangestellte gegen Bürgschaft suchte.

Eine unfreiwillige Ozeanreise.

An Bord des Dampfers „Bremen", der, aus Newyork kommend, in Cherbourg einlief, befanden sich sieben be­kannte amerikanische Filmschauspieler, die die Überfahrt nach Europa zwangsweise mitgemacht haben. Die Künstler hatten sich in Newyork an Bord des Dampfers begeben, um sich von der Gattin des Kinodirektors Vwan zu verab­schieden. Sie überhörten das Signal, durch das die Gäste zum Verlassen des Schisses aufgeforbert wurden; als sie an Laud gehen wollten, fuhr die „Bremen" bereits auf hoher See. Die unfreiwilligen Europareisenden, die nicht im Besitz von Pässen waren, wurden in Cherbourg nicht an Land gelassen, sondern mußten nach Southampton Weilerfahren.

Unheil aus aller Welt.

Schwere Explosion in einem 3. G. Fardemndustne-Werk.

Bisher acht Tote geborgen.

In dem großen Kunstscidenwcrl der J. G. Farben- invustrie in P r e m n i tz (Wcsthavctlandj ereignete sich ein schweres Explosionsunglück, bei dem mehrere Arbeiter den Tod fanden und mehrere andere verletzt wurden. Der Schlossermeister Tie aus Rathenow war mit seinen Arbeitern an einem Neubau beschäftigt. Bei der Beförde-

Die J.-G.-Farbenwerke bei Rathenow.

rung einer Sauerstoffflasche ließen die Lehrlinge die Flasche fallen. Da sie unter hohem Druck stand, explodierte sic. Die Explosion hatte verheerende Wirkungen. Die Gase, die über dem Werk liegen, verbanden sich mit dem Sauer­stoff. Durch Den gewaltigen Druck platzten alle Fenster­scheiben in bet Umgebung. Weiter stürzte eine Mauer ein und begrub viele Arbeiter unter sich. Bisher sind acht Tote geborgen worden. Wahrscheinlich ist noch ein weite­res Menschenleben zu beklage«.

Die Unglücksstelle bietet ein wüstes Trümmerfeld. Die Toten konnten zunächst nicht identifiziert werden, weil sie vollständig zerstückelt sind. Der Betrieb wurde durch die Erplosion auf Stunden stillgelegt, konnte dann aber teilweise wieder ausgenommen werden.

Vermischte Nachrichten

Gründung einer interfrnttinnciicit kolonialen Vereinigung im Reichstag.

Berlin. Wie in den früheren Sitzungsabschnitten de- Reichstags hat sich auch jetzt eine freie interfraktionelle Ver einigitng von kolonialiniercssierten Abgeordneten verschiedene: Fraktionen gebildet, die zunächst folgende Persönlichkeiten um faßt: Dr. Bell, Reichsminister g. D- Ritter von Epp, T irekiw Laverrcyz, Graf Quadt, Frau Dr. Metz.

Nationalsozialistischer DringlichkeitSantrag auf Auflösung der Bremer Bürgerschaft.

Bremen. Die nationalsozialistische, Bürgerschaftsfraktior wird in der am kommenden Freitag stattfindenden Bürger schaftssitzung folgenden Dringlichkeitsantrag einbringen: „Du Bürgerschaft beschließt: Die Bürgerschaft löst sich auf."

Raubüberfall in einem Juweliergeschäft.

Hamburg. In einem Juweliergeschäft auf der Reeper- balm ließen, sich zwei Männer ©cbmucfaegcnftänbe vorlegen. Plötzlich gab einer der Männer dem Geschäktsinbaber mit einem Totschläger einen Schlag über den Kops. Während sein Gefährte gleichzeitig ein Tablett mit Drillantohrrinaen im Werte von etwa 3000 bis 4000 Mark ergriff Beide flüchteten dann und entkamen. Der Geschäftsinhaber ist zum Glück nicht erheblich verletzt worden.

Eine kommunistische Gehcimdruckcrei ausgehobc«.

Breslau. Die Polizeipresiestellc teilt mit: Seit einiger Zeit war es ausgefallen, daß Die KPD. in größeren Mengen Druck­schriften herstellte und verbreitete, auf denen der Drucker unrich­tig ober nicht angegeben war. Nun gelang es Der Politischen Polizei, diese Gèheimdruüerei in einem Grundstück in Der Kupferschmiedestraße auszuhebcn. Die Druckerei hat sich seit längerer Zeit mit der Herstellung illegaler Schriften hoch­verräterischen Inhalts besaßt. Eine Person wurde bei der Her­stellung der Druckerzeugnisse überrascht und festgenommen.

Wüster Kampf zwischen Faschisten und Kommunisten in London.

London. Zu einem wüsten Kamps zwischen Faschisten und Kommunisten kam es in einer Versammlung der Mosley- Faschisten in einem kommunistischen Londoner Stadtteil. Es würbe mit Flaschen geworfen, Stühle wurden zerbrochen und eine Anzahl Frauen üub Männer schwer verletzt. Die Polizei mußte bie Ruhe wicdcrherstellen. Die Abfahrt Der Faschisten begleitete die Menge mit Gebrüll. Dies war Die erste größere öffentliche Versammlung der neuen Mosley-Faschistcnpartci. -

Havarie eines italienischen Ozeandampfers.

London. Der neue italienische Luxusdampser „Conte di Savoia" mutzte aus seiner Jungfernfahrt nach Amerika etwa SOO Seemeilen von Newyork entfernt wegen Störung an den Turbogeneratoren stoppen. Ein Sceventil war gebrochen, wo­durch eine Leckage entstanden war. Drei Stunden lang mußten Mechaniker in der Nähe der Wasserlinie, außenbords arbeiten.

In der Kleidung bcS Gesängnisdircliors entwischt.

Paris. Ein Sträfling des Gefängnisses von Poissy, der zum Arbeitsdienst in die Wohnung Des Gefüngnisdirektors abtommanbiert war, benutzte einen Augenblick, in Dem er nicht bewacht wurde, um Mantel und Hut des Direktors anzu- ziehen und in Dieser Verkleidung das Gcsängnis zu verlassen. Er hatte daS Glück, außer dem Mantel noch einen 10M-Franc- Schein aus der Wohnung des Direktors entwenden zu können. Die Suche nach Dem Flüchtling blieb ergebnislos.

Italienische Kundgebungen gegen Südslawicn.

Belgrad. Wie ans Zara gemeldet wird, fanden dort große Slunbgebnngen gegen Südflawien statt. Mehrere hundert italie­nische Studenten zertrümmerten AuSlagcschcibcn.der Geschäste südslaivischer Kaufleute und bereit Wohnungen. Ein Teil der Studenten eröffnete ein Steinbombarbement auf das süd­slawische Konsulaisaebäude.

„Schwamm blühet."

Rom. Der Große Fâschisttsche Rat hielt Die Fortsetzung seiner Rovcmbcrsitzung ab. Einstimmig wurde eine Tagcsord uung zur Ratenzahlung au Die Vereinigten Staaten am genommen, in Der cs. heißt: Der Große Faschsslifchc Rat be= statt Kl bie Auffassung der italienischen Regierung, Die feit 1922 in London vertreten worden sei, wobei für einen Wieder­aufstieg der Weltwirtschaft die Rolwendigleit einer, radilglen Lösung nach Art des „Schwamm Drüber" betont würde.

Zwei Fliegerinnen abgestürzi.

Tödlicher Absturz einer deutschen Flugschülerin.

In der Nähe des Flugplatzes Staaken stürzte bie Klemm-Maschine „D. 1485" des Brandenburgischen Flug sportvereins ab und wurde stark beschädigt Die Insassin die Flugschülerin von Löben, wurde in das Spandauer Krankenhaus übergeführt, wo sie ihren schweren Verletz»» gen erlag. Die Flugschülerin, die noch in der Ausbildung stand. Hatte ihren ersten Alleinflug unternommen.

Marie von Löben war die älteste Tochter des sächsi schen Ministerialrates Paul von Löben. Sie wohnte sei einiger Zeit in Berlin.

Die italienische Fliegerin Angelini in Afrika verunglückt.

Am 3. Dezember ist, wie jetzt bekannt wird, die italie nische Fliegerin Gaby Angelini beim Versuch einer Not landung infolge Motorschadens auf der Strecke zwischen Bengasi lNordafrika) und Tobruk tödlich abgestürzt. Tiefe Wolken hatten offenbar die Sicht verhindert, und so war das Flugzeug auf einen Hügel so heftig aufgestotzen, daß die Maschine völlig zertrümmert wurde. Die Fliegerin wurde tot aufgesunden. Mitte November war Gaby Angelini zu einem Jndienflug gestartet, hatte aber bereits in Tripolis wegen Motorschadens längeren 2lufentboH nehmen müssen.

„Ach wie so trügerisch ..

Das Trompctensolo des Gattcnmörders.

In Berlin hat der 61jährige Musiker Gronwald im Rausche seine Frau getötet. Er war mit ihr in Streit geraten, schlug sie nieder und hängte sie dann am Fenster­kreuz aus, um einen Selbstmord der Frau vorzutäuschen. Als Gronwald verhaftet wurde, bat er die Kriminal­beamten, ihm eine letzte Bitte zu gewähren: er wollte von seiner alten Trompete Abschied nehmen und noch einmal ein Stücflcin auf ihr blasen. Die Polizei, gutmütig, wie sie von Natur ist, gewährte ihm seine Bitte, worauf Gronwald im Zimmer der Mordkommission die Trompete an die Lippen setzte und das berühmte „Ach wie so trügerisch sind Frauenherzen" aus Verdis „Rigoletw" blies. Nachdem er noch — als Zugabe gewissermaßen — das rührende Lied „Aus der Jugendzeit", ein Lieblings­lied vieler Trompetenbläser, zum besten gegeben hatte, überreichte er den Polizeibeamten schluchzend die Trompete.

Es ist viel Sentimentalität in diessr Geschichte, aber es ist nicht recht ersichtlich, warum der Musiker seiner von ihm getöteten Frau, mit der er viele Jahre lang in harnmnischer Ehe gelebt hatte, ein „Ach wie so trüge­risch . . ." nachgeblasen hat!

Kommodore Zohnfen in Aewyorl gestorben.

Der Norddeutsche Lloyd flaggt halb man.

Kommodore Johnsen, der Führer des Schnell bampferâ „Europa" des Norddeutschen Lloyds, der an einer Blinddarmentzündung erkrankt war und sich an Bord einer Operation durch den Schiffsarzt hatte unter ziehen müssen, ist in einem Newyorker Hospital, das er nach Ankunft der „Europa" ausgesucht hatte, gestorben.

Johnsen wurde als Sohn eines Lehrers 1869 in Groß-Steinrade geboren. Im Jahre 1923 wurde Johuseu Führer des damals größten und schnellsten Passagier dampsers „Columbus". 1929 ernannte der Norddeutsche Lloyd Johnson zum Kommodore und betraute ihn mit der Aufsicht über den Bau des Schnelldampfers „Europa", den er bis zu seinem Tode führte. Der Vorstand de - Norddeutschen Lloyds hat aus Anlaß des Ablebens des Kommodore angeordnet, daß auf seinen sämtlichen Schissen und auf dem Verwaltungsgebäude in Bremen die Flaggen auf halbstock gesetzt werden.

Nah und Zern

O Der Leipziger Rechtsanwalt Dr. Max Müller et trunken aufgefunben. Der wegen Unregelmäßigkeiten mit Stempelgebühren strafrechtlich verfolgte Rechtsanwalt und Notar Dr. Max Müller aus Leipzig ist als Leiche aus der Pleiße gezogen worden.

O Ein Toter aus den Tclbrückschächten geborgen. Die Leiche des auf den Delbrückschächtcn bei Hindenburg ver­unglückten Füllers Franz Grodon aus Preißwitz ist ge­borgen und nach dem Knappschastslazarett geschafft wor­den. An der Bergung der anderen Verunglückten wird planmäßig iveitergearbeitet.

O Schweres Verkehrsunglück bei Radom. In der Nähe von Radom wurde ein Bauernwagen mit fünf Insasse-: in dein Augenblick, als er de« Bahndamm überqueren wollte, von einem heranbrausenden Zug überfahren und vollständig zertrümmert. Vier Insassen wurden auf der Stelle getötet, der Fuhrmann wurde schwer verletzt.

0 Überführung der sterblichen Überreste des Herzog von Reichstädt nach Paris? Nach einer Meldung der Pariser Zeitung „Journal" soll die 5laiserin Zita k-.- Überführung der sterblichen Überreste des Herzogs von Reichstadt, des Sohnes Napoleons I., nach Paris gestatte: haben. Die österreichische Regierung habe erkârt, daß nux die Mitglieder der ehemaligen kaiserlichen Familie über die Überführung zu befinden hätten. Es fei möglich, daß die Überführung durch ein Flugzeug erfolge. Sehr Wain fcheinlich klingt die Nachricht nicht.

0 Großfeuer in den Suczkanal-Lagerhäuscrn. In Dcu Suezkanal-Lagerhäusern brach ein Feuer aus, das un geheuren Schaden anrichtete. Die Gebäude und Schuppen brannten fast vollständig nieder. Der Schaden wird ans drei Millionen Mark geschätzt.

0 Ein Meistcrschwimmcr ertrinkt in einer Rcgenpfünc. Der amerikanische Meisterschwimmer Saddil, dessen Name aus Den Ausscheidungskämpfen zur Olympiade besannt ist. ist in Kansas City auf merkwürdige Weise ums Leben ge kommen. Saddil stolperte, als er sich betrunken auf bem Heimwege befand, über einen Balken und fiel so Unglück lich, daß er mit dem Gesicht in eine Rcgcnpfützc zu liegen kam. Der Meistcrschwimmcr war nicht mehr imstande, sich zu erheben, und ertrank in der Wasserlache.

Wett und Wissen

w. Ludwig Klages wird 60 Jahre alt D. Ludwig Klages, tiner der bedeutendsten Philosophen und Pspchologen unser ' Zeit, und Begründer der wissenschaftlichen Graphologie, voü- mbct am 10. Dezember das 60. Lebensjahr. Klages, der aus Hannover stammt, ist Leiter des Seminars für Ausüruâmde in Kilchberg bei Zürich,