Einzelrichtersitzung.
Schlimme Folgen mangelhafter Fahrzeugbeleuchtung.
Wegen fahrlässiger Körperverletzung und Uebertretung der Straßen-Polizeiverkehrsordnung stand am vergangenen Freitag der 41jährige Landwirt L. A. aus Rothemann vor Gericht. Er hatte sich nm 3. Oktober mit seinem Pferdefuhrwerk auf der Heimfahrt von Fulda befunden. Da er sein Fuhrwerk nicht vorschriftsmäßig beleuchtet hatte, stieß kurz vor Bronnzell ein Furoa-er Motorradfahrer, der eines ihm entgegenkommenden Autos wegen mit abgeblendetem Licht fuhr, mit dem Pferdefuhrwerk zusammen. Der Motorradfahrer erlitt einen doppelten Unterkieferbruch und einen Armbruch und ist heute noch leidend. Der Antrag des Amtsanwalts lautete auf 60 Mark Geldstrafe, während der Einzelrichter auf 50 Mark Geldstrafe gegen A. erkannte.
Unlauterer Wettbewerb.
Am 22. Oktober hatte der Geschäftsführer V. Sp. des Schuhhauses Spinat in der „Fuldaer Zeitung" eine Anzeige veröffentlicht, in der u. a. Kamelhaarschuhe mit Ledersohle von 85 Ps. an, Lackspangenschuhe mit Eidechsverzierung von 3,90 Mark an und auch andere Schuhsorten außerordentlich billig angeboten wurden. Die Anzeige enthielt auch folgenden Satz: „Werfen Sie Ihr gutes Geld nicht für minderwertige Waren heraus, sondern laufen Sie Qualität, die auch nicht mehr kostet." Diese Ankündigung hatte eine Anzeige wegen unlauteren Wettbewerbs zur Folge. Es wurde nämlich von zwei hiesigen Schuhmachermeistern festgestellt, daß es sich bei verschiedenen der angepriese- nen Schuhsorten nicht um Qualitätsware, sondern, um geringe Ware aus minder guten Rohstoffen handelte. Der Amtsanwalt hatte gegen den Angeklagten 70 Mark Geldstrafe beantragt. Das Urteil lautete auf 50 Mark Geldstrafe.
Ungebührliches Benehmen vor Gericht erhöht ^ie Strafe.
amen an.
Der Schreiner O. D. aus Zirkenbach war am 18. Okt. in Fulda gegen 8 Uhr abends mit einem nicht vorschriftsmäßig beleuchteten Fahrrad gefahren. Bei der Feststellung seiner Personalien gab er dem Polizeibeamten einen falschen Na--- weshalb er einen polizeilichen Strafbefehl über 6 Mark erhielt. Hiergegen beantragte er gerichtliche Entscheidung. In der am Freitag stattgehabten Verhandlung vor dem Einzelrichter benahm sich D. ungebührlich. Mit Rücksicht hierauf wurde die Strafe auf 8 Mark erhöht.
27. Rhönturntag.
In der „Hauptwache" zu Fulda fand am Sonntag nachmittag der 27. Rhönturntag statt. Der 1. Vorsitzende des Rhönturnfest-Ausschusses, Herr O. M i l k e r - Fulda, begrüßte die Erschienenen, besonders den Gauvertreter, Herrn Fernau-Hersfeld, und bedauerte, daß infolge der schweren Notlage nicht mehr Turnvereine vertreten waren. In ehrenden Worten gedachte der Redner des verstorbenen Turnbruders Ferd. Mohr-Hersfeld, dessen Rat und Vorschläge sowohl im Gau als auch im Kreis stets große Beachtung fanden. Sein Andenken wurde in üblicher Weise geehrt. Ferner teilte der 1. Vorsitzende mit, daß die Ueber- schreibung des Geländes auf der Wasserkuppe, das seither auf den Namen des früheren Vorsitzenden des Rhönturnfestausschusses, Herrn Malermeister Fuchs, eingetragen war, auf den Rhönturnfestausschuß, bestehend aus der Turngemeinde 1848 Fulda, dem Turn- und Fechtklub 1888 Fulda sowie dem Turnverein Gersfeld, gerichtlich erfolgt sei. Ferner gab Redner einen kurzen kleberblick über das diesjährige Rhönturnfest auf der Wasserkuppe, das wegen ungünstiger Witterung und trotz Drosselung aller Ausgaben einen sehr geringen Ueberschuß erbrachte. Obwohl keine Aussicht auf Besserung der wirtschaftlichen Verhältnisse vorläufig zu erwarten sei, hat der NhLnturnfestaus- schuß beschlossen, auch in 1933 ein Rhönturnfest auf der Wafferkuppe abzuhalten. Oberturnwart Deuter- Fulda teilte mit, daß sich am diesjährigen Rhönturnfest 247 Turner und Turnerinnen beteiligten, von denen 138 als Sieger in Betracht kamen. Es wurde beschlossen, das nächstjährige Rhönturnfest am 2. Juli auf der Wasserkuppe abzuhalten. Die ausscheidenden Ausschußmitglieder wurden durch Zuruf wiedergewählt.
Als Wettkampfübungen für 1933 wurden festgesetzt: Vierkampf (Oberstufe) 100-m-Laus, Weitsprung, Kugelstoßen 7H kg., Weithochsprung. Vierkampf (Unterstufe) wie vor. Dreikampf (Jugend Jahrgang 1914/15) 100-m-Lauf, Weithochsprung, Kugelstoßen 5 kg. aus dem Kreis. Dreikampf Jugend Jahrgang 1916/17) 75-m-Lauf, Weithochsprung, Kugelstoßen 5 kg. aus dem Kreis. D r e i k a m p f (Altersklasse 33 — 39 Jahre) 75-m-Lauf. Weitsprung, Kugelstoßen 10 kg. Dreikampf (Alters: klasse40Jahre und darüber) wie vor. Dreikampf (Turnerinnen) 75-m-Lauf, Hochsprung, Kugelstoßen 4 kg, aus dem Kreis. S ander kampf (Oberstufe) 4X100-m-Pendelstaffel (Wanderpreis), Läufer müssen 40 Punkte haben. Sonderkampf (Jugendturner) 4X100-m-Pendelstaffel (Wanderpreis), Läufer müssen 30 Punkte haben. Schlagballspiel für Knaben Wanderpreis. Stabhochsprung (Sonderkampf); Hand- und Fußballspiele. Die Meldegelder werden erst im Frühjahr 1933 festgesetzt. — Nach Erledigung einiger interner Angelegenheiten bat der Kreispressewart um recht zahlreichen Besuch des Deutschen Turnfestes (26.—31. Juli 1933) in Stuttgart. Mit dem Wunsche, daß durch diesen Rhönturntag die ferneren Veranstaltungen im Gau und den angrenzenden Turnkreisen gefördert werden, schloß der 1. Vorsitzende um %7 Uhr abends die Tagung.
Die Weihnachtsferien.
Im Regierungsbezirk Kassel sind für alle höheren, mittleren und Volksschulen die Weihnachtsfericn wie folgt festgesetzt worden: Schluß des Unterrichts Donnerstag, den 22. Dezember, Wiederbeginn des Unterrichts Dienstag, den 10. Januar 1933 (Dauer 18 Tage). An den israelitischen Volksschulen beginnen die Winterferien Samstag, den 24. Dezember und endigen Sonntag, den 8. Januar 1933 (Dauer 16 Tage). Der Schluß des Unterrichts hat am letzten Schultage vor den Ferien nach Beendigung der dritten Schulstunde stattzufinden.
Vom „Stahlhelm" B. d. F., Ortsgruppe Fulda wird uns geschrieben: Das für Samstag, den 3. Dezember, angesagte Wohltätigkeitskonzert konnte zu unserem lebhaften Bedauern nicht stattfinden, da für die Kapelle keine Freiquartiere vorhanden waren und infolgedessen die Unkosten nach Meinung des Kapell m e i st e r s zu hoch geworden wären. Diè Eintrittskarten werden durch die Kameraden wieder eingelöst, die sie vertrieben haben. Die Beträge für die beim „Fuldaer Anzeiger" gelösten Karten werden dort ebenfalls wieder zurückgegeben.
ZUM FEST
COMEDIAN HARMONISTS Stille Nacht
Schlaff* wohl, du Himmelsknabe
DEN ELTERN _ GERHARD HUSCH Du Vaterland Frühling am Rhein
Bon der Winterhilfe.
Die Pressestelle der Regierung teilt mit:
Für die Aufbringung der Mittel für die Winterhilfe sind Sammlungsgenehmigungen nur solchen Vereinen und Verbänden erteilt worden, die die Sammlung im Rahmen der allgemeinen Winterhilfe, also unter der Aufsicht der aus Behörden und Verbänden zusammengesetzten Bezirks-, Kreis- und Ortsausschüsse für Winterhilfe durchführen. Gegenüber verschiedenen Anfragen, ob die von parteipolitischen Seiten eingeleiteten Sammlungen genehmigt sind, und, falls sie nicht genehmigt sind, ob sie trotzdem durchgeführt werden dürfen, _teilt der Regierungspräsident mit, daß parteipolitische Samlungen nicht genehmigt worden sind und auch künftig keine Genehmigung erhalten werden. Trotzdem kann nicht gegen sie eingeschritten werden, weil nach den maßgebenden Bestimmungen Sammlungen zu politischen Zwecken keiner Genehmigung bedürfen. Wer zur Linderung der bitteren Rot in der ärmeren Be-
Fuldaer Anzeiger
völkerung aus christlicher Nächstenliebe oder allgemeiner vaterländischer Sorge ohne parteipolitische. Einseitigkeit beitragen will, muß deshalb gebeten werden, sich von allen nicht genehmigten Sammlungen fernzuhalten und seinen Teil zur Stützung des allgemeinen Hilfswerk beizu- steuern. In den Bezirks-, Kreis- und Ortsausschüssen haben sich alle großen caritativen Verbände, also die Innere Missian, teJWsÄÄ -FrauenverLin vom Roten Kreuz, der Caritasoerband, die Zentralwohlfahrtsstelle der israelitischen Gemeinden und der fünfte Wohlfahrtsverband mit den Behörden zusammengefunden. Spender, die Gaben für Sammlungen dieser Organisationen geben, haben die Gewißheit, daß ihre Gabe im Rahmen der allgemeinen Wintarhilfe den wirklich Bedürftigen zukommen.
Verlegung eines Landjägerpostens.
Der Landjägerposten Friesenhausen ist, wie wir dem Amtsblatt der Regierung zu Kassel entnehmen, nach Dipperz verlegt worden.
Eingeworfene Schaufensterscheiben.
Am Sonntagmorgen kurz nach 4 Uhr wurden zwei Schaufensterscheiben des Einheitspreisgeschäfts in der Marktstraßs durch Einwerfen mit Ziegelsteinen zertrümmert. Entwendet wurde nichts. Es scheint auch keine Diebstahlsabsicht vorzuliegen, sondern politische Motive, zumal am Säinstagabènd in der Stadt durch Nationalsozialisten Flugblätter verteilt worden sind, die zum Boykott derartiger Geschäfte aufforderten. Im Verdacht stehen drei junge Leute, die unmittelbar nach der Tat auf Fahrrädern in nächster Nähe des Geschäfts gesehen worden sind. Die Ermittelungen der Kriminalpolizei sind noch nicht abgeschlossen. Seitens der Geschäftsleitung sind 50 Mark Belohnung ausgesetzt für streng vertraulich zu behandelnde Angaben, die zur Ermittlung der Täter führen werden und an die Geschäftsleitung bzw. Kriminalpolizei zu richten sind.
Der tägliche Fahrraddiebstahl.
Am Samstagnachmittag gegen 5 Uhr wurde ein vor dem Einheitspreisgeschäft in dem Zitronemannsgüßchen ungesichert aufgestelltes Herrenfahrrad Marke „Corona" entwendet.
Vertrauensmänner zur Ueberwachung von Ausverkäufen.
Die Industrie- und Handelskammer Frankfurt a. M.- Hanau, Geschäftsstelle Fulda, hat in ihrer am 30. November 1932 stattgehabten Vollversammlung als Vertrauensmänner zur Ueberwachung von Ausverkäufen und Teilverkäufen gemäß § 7 UWE. folgende Herren öffentlich bestellt und beeidigt: Otto Büttner, Fulda in Fa. H. Büttner, für Damenstoffe und Damenkonfektion; Hermann Dietrich, Fulda, in Fa. M. Kalb Sohn für Haus- und Küchengeräte, Eisenwaren; Emil Kahn, Fulda, in Fa. D. Schwab's Schuhhaus, für Schuhwaren; Max Lange, Fulda, in Fa. A. Laberenz Nächst für Geschäftsbücher und Bürobedarf; Wilhelm Schultheis, Fulda, in Fa. Gebr. Schultheis, für Ausstattungsartikel, Teppiche, Möbelstoffe und Gardinen; Carl Seibert, Fulda, in Fa. Carl Seibert, für Herrenkonfektion; Adolf Wiegand, Fulda, in Fa. Gerhard Wiegand, für Kolonialwaren; Josef Zahner, Fulda, in Fa. Josef Zahner, für Kurz-, Weiß-, Wollwaren, Herrenartikel.
DER JUGEND----
TANGO: Bitte küss' mich bei Musik FOXTROTT: Für’n Groschen Liebe
Bischofsheim (Rhön), 3. Dez. (An der Dreschmaschine verunglückt.) Ein schwerer Unfall ereignete sich in Großbardorf an der Dreschmaschine. Beim Zusammenpressen geriet der 26 Jahre alte Josef Warmuth in die Maschine, die ihm den Arm aus dem Leibe riß. In bedenklichem Zustande wurde er ins Krankenhaus gebracht.
Münnerstadt (Rhön), 3. Dez. (I m Basaltbruch verunglückt.) Im Basaltbruch in Roth flog dem verheirateten Arbeiter Albin Stäbler ein faustgroßer Stein auf den Kopf und schlug ihm die Schädeldecke ein. Nach Anlegung eines Notverbandes wurde der Schwerverletzte ins Krankenhaus gebracht.
Kassel, 3. Dez. (Eine Entschließung des hes - sischen-waldeckischen Städtetages.) Vom Vorstand des Hessen-Waldeckischen Städtetages ist eine Entschließung gefaßt worden, die sich mit der durch den Rückgang der Reichssteuerüberweisungen entstandenen schwierigen Lage der Gemeindefinanzen beschäftigt. Es heißt darin u. a., daß der Zusammenbruch der Gemeinde- finanzen unaufhaltsam fortschreite, da die den Gemeinden aufgebürbeten Fürsorgelasten für diese einfach untragbar seien. Der Vorstand des Hessen-Waldeckischen Städtetages hält sich für verpflichtet, besonders in Wahrung der Interessen der zahlreichen kreisangehörigen und kleineren Gemeinden gegen das Aufrechnungsverfahren der preußischen Regierung nachdrücklichst zu protestieren, damit die Gemeinden, die ihre Verpflichtungen gegenüber Reich und Staat noch erfüllen, wieder in den uneingeschränkten Genuß der ihnen zustehenden und für sie unentbehrlichen Reick'-äeuerüberweisungen gelangen.
Gießen, 3. Dez. (Jahrestagung des Hessi? schenFürsorgevereins für Krüppel.) In der hier vor Jahresfrist eröffneten Orthopädischen Universitätsklinik hielt gestern der Hessische Fürsorgeverein für Krüppel seine Jahrestagung ab. Dèr Vereinsvorsitzende, Oberbürgermeister Müller-Darmstadt, konnte dabei Vertreter des hessischen Ministeriums, der Provinzen, Kreise, Städte, der Evangelischen Kirche, der Wohlfahrtseinrichtungen usw. begrüßen. Zunächst gab der Leiter der Orthopädischen Klinik, Prof. Dr. Pitzen, einen Ueberblick über die Entwicklung der Klinik im Verlaufe des ersten Jahres ihres Bestehens. In der Klinik fanden in diesem ersten Jahre 676 Patienten Aufnahme, während insgesamt über 3000 Personen polyklinische Behandlung zuteil wurde und in der Klinik 105 Operationen vorzunehmen waren. Das Heilverfahren in der Klinik ist in der Hauptsache darauf abgestellt, Operationen möglichst überflüssig zu machen. — Wie aus dem von dem Vereinsgeschäftsführer, Oberinspektor Lang-Darmstadt, gegebenen wirtschaftlichen Geschäftsbericht hervorgeht, schloß die Rechnung der Klinik für das erste Geschäftsjahr mit rund 88 900 Mark Einnahmen und 87 900 Mark Ausgaben ab. Bis auf eine Schuldverpflichtung von insgesamt 18 000 Mark ist die Klinik, die einen Wert von rund 500 000 Mark darstellt, schuldenfreier Besitz des Fürsorgeoereins. Der Voranschlag für das Geschäftsjahr 1933 schließt in Einnahme und Ausgabe mit 86 250 Mark ab. N :ch dem Jahresbericht gehören dem Verein 1098 Mitglieder an, und zwar 459 Privatpersonen, drei hessische Provinzen, 18 hessische Kreise, 578 Gemeinden und 40 Krankenkassen. Bei der Vorstandswahl wünschte Prof. Dr. Pitzen von dem Posten des zweiten Vorsitzenden des Vereins entbunden zu werden. An seiner Stelle wurde der Präsident der Landesversicherungsanstalt Hessen Dr. h. c. Neumann-Dnrmstadt gewählt. Im übrigen wutde der Vorstand nahezu unverändert einstimmig wiedergewählt.
Bücherecke.
„BettinaaufderSchaukel" — so heißt der neue Roman von Paul Oskar Höcker, ein Werk, das die Heldin und den Leser aus der traulichen Schwarzwaldheimat in die weite Welt mit ihren Spannungen und Gefahren führt, bis das Schicksal da mündet, von wo es den Ausgang nahm: in der Stille und im Alltag, in Liebe und Pflicht. Der Roman eröffnete das soeben erschienene Dezemberheft von Velhagen u. Klafings Monatsheften; cs ist schon das eigentliche Weihnachtsheft der Zeitschrift und erscheint mit seinem bunten Farbenschmuck besonders festlich angetan. Der Hallische Theologe Prof. Dr. E. v. D o b - schütz geleitet „Marie, die reine Magd", wie sie sich auf vier klassischen und farbig wiedergegebenen Gemälden darstellt. Seltene Puppen aus alter Welt schildert Dr. K. Pfister in einem farbig illustrierten Aufsatz. Staunend sehen wir den Farbenprunkt deutscher Blumen im Winterschaufenster. Auch die stets mannigfaltige Illustrierte Rundschau weist diesmal ausschließlich bunte Bilder auf. Sehr hübsch plaudert der Maler Aichele von seinen Modellen und zeigt dazu farbige T i e r b i l d e r aus seiner Studienmappe. Ein berühmter Bibliophile mustert die Seltenheiten der deutschen Märchenliteratur. Der Jenaer Mathematiker Felix Auerbach plaudert von allerlei Merkwürdigkeiten der Mutter Erde. Dr. Eugen Diesel zeigt deutsches Wesen an photographischen Cba- rakterköpfen auf. Der ehemalige Gouverneur von Deutsch- Südwest Dr. Th. Seitz schilderte eine Zusammenkunft mit dem Burengeneral Botha während des Krieges. Novellen von Gabriele Reuter, Anton Dörfler, Josef Blattl, Gedichte von Ina Seidel, Hans Bethge, Ludwig Finckh, Kunstbeilagen, Rundschauen über Bücher, Theater, Musik, bildende Kunst, Kunstgewerbe vervollständiget, in diesem Heft den Eindruck der reichhaltigsten, schönsten und beliebtesten deutschen Monatsschrift.
Geschäftliches.
'W Pflegt die Hausmusik — unb schenkt Electrola: Die Dezember-Neuerscheinungen ermöglichen die Zusam- menstellung eines abwechslungsreichen Programms unter Mitwirkung weltberühmter Künstler wie Artur Schnabel. Adolf Busch, Leopold Stokowski, Benjamino Gigli etc. Don besonderem Interesse sind die Aufnahmen des schnell bekannt gewordenen jungen Münchener Tenors Rudolf Gerlach. Das populäre Programm mird u. a. von Marek Weber und seinem Orchester bestritten. Aber auch die Jugend kommt zu ihrem Recht durch faszinierende Tanzaufnahmen und Tonfilmschlager. Wirklich ein Programm, das nicht zu übertreffen ist. Die Autorisierte Electrola-Derkaufs stelle I. Mollenhauer & Söhne spielt Ihnen diese Auf nahmen jederzeit unverbindlich vor.
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DEN GROSSELTERN --
RUDOLF GERLACH-RUSNAK DcB nur für dich mein Herz erbebt. Verdi Ledern zum Himmel. Verdi
Vorspiel durch die »Autorisierte Elëctrolä - Verkaufsstelle«:
I. MOLLENHAUER & SÜHNE, Friedrichsmarkt 7