„KuiMt Wâ< Vitt èHerttatschvile.
Donnerstag, den 8. Dezember, findet im großen Stadt- saal der „Bunte Abend" der Oberrealschule statt. (Siehe Anzeige.) Eifrig treffen die Schüler die letzten Vorbereitungen. Der erste Teil ist wie alljährlich mit Chorvorträgen, turnerischen Uebungen, Orchesterstücken und Gr- dichten ausgefüllt. Besonderes Interesse werden die neuzeitlichen Bodenübungen der Schüler der Mittelstufe finden. Das Schlllerorchester und der Chor stehen unter der bewährten Leitung des Dirigenten des Rhönsüngerbundes, Herrn Musiklehrer Rübsam. Im zweiten Teil des „Bunten Abends" wird dieses Jahr etwas Außergewöhnliches geboten werden. Die Schüler wollen die bekannte Märchenoper von Humperdinck „Hänsel und Gretel" aufführen. Die Proben versprechen, daß den Besuchern dieses Jahr etwas Hervorragendes geboten wird. Der Eintrittspreis ist niedrig gehalten. Eine Karte für Erwachsene kostet 80 Pf., für Schüler 40 Pf. Der Vorverkauf erfolgt in der Rheinhardt'schcn Buchhandlung, Friedrichstraße.
Ein Besuch in der Silberfuchsfarm.
Uns wird geschrieben: Einen schlagenden Beweis für das überaus große Interesse der Fuldaer Bevölkerung an dem Farmbetrieb der Silberfuchsfarm in Riesig erbrachte der Besuch am 16. November, wo eine kostenlose Besichtigung der Farmanlage möglich war. Die Zahl der Besucher belief sich an diesem Tage schätzungsweise — einschließlich vieler Schüler hiesiger höherer Lehranstalten — auf nahezu 1000 Personen. Trotz der ungünstigen Witterung hielt der rege Besuch noch immer an. Viele wollten sich die günstige Gelegenheit, das edelste Pelztier, den Silberfuchs, in seinem Winterkleid mit den verschiedenen Nuancen des Silberungsgrades zu bewundern, nicht entgehen lassen. Gar manches Frauenherz schlägt höher beim Anblick dieser Pracht. Nachdem günstigeres Wetter in Aussicht steht, wird die Gelegenheit zum Besuch der Farm ausnahmsweise bis Sonntag, den 4. Dezember, verlängert und der Eintrittspreis auf 10 Rpf. herabgesetzt. Kinder bis zu 14 Jahren sind frei.
Fahrraddicbstahl.
Am gestrigen Freitag, vormittags gegen 11.30 Uhr, wurde ein vor der Eisenwarenhandlung von Ignaz Traut in der Bahnhofstraße ungesichert ausgestelltes Herrenfahrrad Marke „Opel" entwendet.
Fuldaer Schweinemarkt.
Zum heutigen Schweinemarkt waren 167 Ferkel angefahren. Je nach Alter und Qualität wurden 5, 9 und 13 Mark für das Stück bezahlt. Größere Tiere wurden über Notiz bezahlt.
Wochenfpirtplan öct Frar-kfutter Theater.
Opernhaus: Sonntag, 4. Dez., 15 Uhr: Im weißen Rössl; 19.30 Uhr: Die Csardasfürstin. Dienstag, 6. Dez., 20 Uhr: Die Entführung aus dem Serail. Mittwoch, 7. Dez., 19.30 Uhr: Die Csardasfürstin. Donnerstag, 8. Dez., 20 Uhr: Die Bohème. Freitag, 9. Dez., 18 Uhr: Der gestiefelte Kater. Samstag, 10. Dez., 19.30 Uhr: Don Carlos. Sonntag, 11. Dez., 15 Uhr: Im rosigen Nössl; 19.30 Uhr: Die Csardasfürstin.
Schauspielhaus: Sonntag, 4. Dez., 16 Ubr: Der Raub der Sabinerinnen; 20 Uhr: Die endlose Straße. Montag, 5. Dez., 20 Uhr: Moral. Dienstag, 6. Dez. und Mitt- woch, 7. Dez., je 20 Uhr: Die endlose Stratze. Donnerstag, 8. Dez., 20 Uhr: Musical Chairs. Freitag, 9. Dez., 20 Uhr: Die endlose Straße. Samstag, 10. Dez., 20 Uhr: Der Verschwender. Sonntag, 11. Dez., 15.30 Uhr: Wetter veränderlich; 20 Uhr: Der Verschwender.
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Zeitgemäße Betrachtungen.
(Nachdruck verboten.)
Ungesund.
Rauh weht der Wind durch dürre Zweige, — am Werk ist die Vergänglichkeit, — der kurze Tag geht früh zur Neige, — das ist des Jahres trübste Zeit, — sie gibt zu manchen Klagen Grund — und gilt auch sonst als ungesund, — das ist die Zeit, in der nicht selten — sich viele Leute stark erkälten.--
Ob noch so warm der Mensch sich kleidet — unb nur ganz mäßig trinkt und raucht — und jede Zugluft ängstlich meidet, — er ist katarrhlich angehaucht — und Schnupfen, Husten, Heiserkeit, — erscheinen oft um diese Zeit, — „verschnupft" sein kann man heutzutage — schon durch die allgemeine Lage.--
Sie bringt Verdruß unb Unbehagen, — „verschnupft" ist heut wohl jedermann, — der redlich sucht sich durchzuschlagen — und schließlich doch nicht weiter kann, — wer immer, was er braucht, vermißt, — und stets sein Brot in Sorge ißt, — wer immer wen'ger einnimmt schließlich, — der wird verstimmt und auch verdrießlich.--
Die Menschenkinder sind verschieden — in ihren Wünschen, ihrem Ziel, — doch alle sind sie unzufrieden, — der Lasten sind es allzuviel, — die Politik verschnupft sogar, — ein Wirrwarr, wie er niemals war, — führt noch in seinem ärgsten Falle — zum Kampfe aller gegen alle!--
Uneinigkeit war stets ein Fehler, — weil sie in keinem Falle frommt, — verschnupft ist schließlich auch der Wähler, — weil man nicht mehr vom Flecke kommt, — er ging nun schon so oft zur Wahl, — und andern Tags war jedes Mal — dasselbe Resultat zu lesen: — Es bleibt noch so, wie es gewesen.--
Und dabei hört man immer wieder, — so kann es nicht mehr weiter gehn, — der Zu stand drückt uns seelisch nieder — und irgend etwas muß geschehn, manch' tücht'ge Kraft sinnt hin und her, — wie wohl die Lösung möglich war', — und kann sie schließlich doch nicht finden — und sieht die Hoffnung wieder schwinden.--
Zwar lautet das Gebot der Stunde: — Vermeidet, was den Frieden stört, — das eben ist das Ungesunde, — daß man zu wenig darauf hört. — Und dennoch ist der Tag nicht fern, — da strahlt auch uns des Friedens Stern, — und neue Hoffnung führt uns weiter — unb macht uns
wieder froh!--
Ernst Heiter.
" Köddingen. (Schlaganfall auf dem Frieo - h o f.) Bei einer Beerdigungsfeierlichkeit Mitte voriger - Woche erlitt eine hiesige, siebzigjährige Frau, die am Grabe ihrer im Vorjahre verstorbenen Tochter Aufstellung genommen hatte, einen Schlaganfall. Die Frau brach am Erabesrande zusammen und mußte, da die eine Seite vollständig gelähmt war, nach Hause gebracht werden. Ter alsbald herbeigerufene Arzt stellte einen Gehirnschlag fest, der auch die Sprachorgane der Frau lähmte.
Mainz, 2. Dez. (Im Dämmerzustand aus dem Fen st er gesprungen.) Heute morgen stürzte sich in der Mitternachsreul der 25jährige Josef Junker aus seiner im vierten Stock gelegenen Wohnung auf die Stratze, wo mit waren Verletzungen liegen Web. Auf dem Trans- ~ nkenhaus ist Junker gestorben. Dèr bedauernswerte junge Mann soll in einem Dämmerungszustand gehandelt haben.
Heidelberg, 2. Dez. (Der „Ritter" z w a n g s v e r - steigert.) Das altberühmte Hotel „Zum Ritter", das schon seit Jahrzehnten besteht, kam heute vormittag zur Zwangsversteigerung. Das Havptgrundstück ist gerichtlich auf 233 000 RM. geschätzt. Meistbietender blieb mit 160 000 RM. Eugen Dreyfuß in Mannheim, der vermutlich tm Auftrag eines Gläubigerkonsortiums aufgetreten ist. Der Zuschlag wird am 28. Dezember erteilt. Man hofft, bis dahin evtl, eine andere Lösung zu finden. Es verlautet, daß das badische Kultusministerium sich für das Objekt, das bekanntlich unter Denkmalschutz steht, interessiert.
Auch kleinste Aufträge werden sorgfältigst ausgeführt.
Fuldaer Fuhballvorschau.
Das morgige Spiel Germania — Sterbfritz führt Tabellenführer und Tabellenletzten zusammen. Schon 'daraus dürfte zu ersehen sein, wie die Aussichten für die Gäste sind, seh: gering nämlich. Nach der Niederlage vom Sonntag wird Germania es darauf abzusehen haben, dem Angriff etwas mehr Schwung zu geben, wir meinen dabei weniger eine große Zahl von Toren, als eine gegen die seitherige Methode zum Besseren abweichende Art ihres Zustandekommens.
Borussia fährt zum Pokalspiel nach Flieden. Die dortige ^Buchonia" hat Künzell 7:0 geschlagen und war am zweiten Pokal-Spielsonntag freigeblieben. Sie ist somit als drittklassiger Verein mit dem Meister des Bezirkes und Westdeutschen Zweiten zusammen im Pokalvorrundenspiel. Auch hier ist die Differenz an tatsächlichem Können zu groß, als daß man über den Ausgang rechten könnte. Flieden wird die seltene Chance des „hohen Besuches" mit einer in jeder Weise anständigen Spielweise zu entgelten haben. Wir verweisen hier auf Neuhof!
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Die Oberliga in Hessen-Hannover setzt die Spiele ohne Unterbrechung fort. Zwei Spiele steigen in Kassel, weitere Spiele finden nicht statt, da überall wieder Pokalspiele steigen. Da ist zunächst Kurhessen — Spielverein, eine Paarung, die dem Tabellenzweiten zwei weitere Punkte bringen dürfte. Anderes bedeutete Ueberraschung erster Ordnung, womit wir nicht rechnen. Sportklub 03 Kastel wird wohl mühelos Germania Marburg vor etwaigem Punktgewinn bewahren.
R.
Kirchliche Nachrichten
Evangelische Kirche Gersfeld.
2. Advent. Sonntag, den 4. Dezember 1932. 9.30 Uhr Gottesdienst mit Liturgie und Predigt. (Pfr. Fuchslocher- Kassel). 11 Uhr Kindergottesdienst im Diakonissenheim. 4.30 Uhr Ev. Rhöngilde, jüngere Gruppe. 8 Uhr Rhön- gilde, ältere Gruppe. (Guitarre, Papier und Stift mitbringen!)
5. Dezember, 8 Uhr Uebungsstunde des Posaunenchors im Pfarrhaus.
6. Dezember, 8 Uhr Mütterverein im Tiakonisjenheim.
7. Dezember, 8 Uhr Gemischter Chor im Pfarrhaus.
8. Dezember, 8 Uhr Ev. Rhöngilde, Tanzgruppe 3 im Pfarrhaus.
Freitag, 9. Dezember, 10.15 Uhr Altenabendmahl in Kippelbach, anschließend in Rommers.
Am Sonntag, den 11. Dezember, abends 8 Uhr im „Deutschen Kaiser" Familienabend des Ev. Bundes: Pfarrer Fuchs von Hofgeismar.
Abendmahlsfeiern werden gehalten: 9. am 3. Advent, den 11. 12., 11 Uhr, abends 5.30 Uhr ausschließlich für die Jugend, 10. am 4. Advent, 18. 12., 6 Uhr.
Vom Montag (5. 12.) bis einschließlich Sontag (11. 12.) finden allabendlich um 8.15 Uhr im Diakonissenheim Evangelisationsvorträge durch Herrn Missionar Lauritzen-Kassel statt.
Letzte Nachrichten.
Vullerjahn freigesprochen.
Leipzig, 3. Dez. Im Bullerjahnprozetz verkündete das Reichsgericht heute mittag folgendes Urteil: Der Angeklagte Walter Bullerjahn wird unter Aufhebung des Urteils des 4. Strafsenats des Reichsgerichtes vom 11. Dezember 1925 auf Kosten der Reichskasse freigesproch'N.
Nach der Urteilsverkündung erlitt die im Zuhörerraum sitzende Mutter Bullerjahns einen Zusammenbruch; sie mutzte von dem Bruder des Angeklagten hinausgrführt werden.
Geschäftliches.
W“ Jetzt hat die Hausfrau das Wort! Weihnachten naht. Sind auch die Zeiten schlecht, so soll es dennoch nicht an den kleinen Freuden fehlen, die uns das Fest so lieb machen. Da gilt's mit wenig Geld viel fertigzubringen. Schade u. Füllgrabe — seit je der treue Helfer sparsamer Hausfrauen — hat auch hier den richtigen Weg gefunden. Im Schmuck des Weihnachts-Marktes stehen die S.u.F.- Filialen — und auf den Theken und in den Erkern, die über Nacht in Weihnachts-Marktbuden umgewandelt worden sind, liegen lauter gute, appetitliche Dinge schon für wenig Geld. Und nun kommen Sie zum „W e i h- nachts-Markt bei S. u. F." und schauen Sie selbst, was Schade u. Füllgrade dort alles für Sie bereit hält.
Gottesdienste in den Gemeinden Hettenhausen n. Dalherda.
Sonntag, den 4. Dezember 1932 (2. Advent).
Hettenhausen. Vorm. 9 Uhr: Prodigtgottesdienst; anschl. Beichte und Feier des hl. Abendmahls. (Pfr. Langheinrich-Gersfeld.) (Anmeldungen von 8.30 Uhr an im Pfarrhaus.)
Dalherda. Vorm. 10 Uhr: Gottesdienst.
„Alle Bruchleidende“
werden auf d« heutige Inserat des Spezialbandagisten K. Ruffing aufmerksam gemacht.
Verantwortlich für die Schriftleitung: Christian Seipel.
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Krawatten
Handschuhe Gamaschen Schals
die Freude bereifen Oberhemden Schlafanzüge Nachthemden Unterwäsche Taschentücher
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wird immer größer, wenn Sie ein schlechtsitzendes and lästiges Bruchband tragen. Durch solche Länder verschlimmert sich das Leiden und kann iur Todesursache werden. (Es entsteht Bruch- ünklemmuna, die operiert werden muß und den Iod zur Folge haben kann). Fragen Sie Ihren llrzt. Hat dieser eine Bandage verordnet, dann muß es in Ihrem Interesse liegen, sich meine äußerst bequeme, unverwüstliche Spezial-Ban- vage anfertigen zu lassen. Durch Tag, und Nachttragen meiner Bandagen haben sich nachweislich Bruchleidende selbst geheilt.
Werkmstr. A. B. schreibt u. a.: „Mein schwerer Leistenbruch ist geheilt. Ich bin wieder in meinem 66. Lebensjahre ein ganzer und glücklicher Mensch!" Landwirt Fr. St. schreibt u. a.: „Ich sehe mich genötigt, Ihnen nach 2 Jahren meinen innigen Dank auszusprechen . . . wurde ich ganz befreit von meinem Leiden."
Bandagen von RM. 15,— an. Mein Vertreter ist für Bruch- und Vorfall-Leidende kostenlos zu sprechen in
Lauterbach, Do. 8. Dezember v. 9—1 Uhr im Vahnhofhotel Deutsches Haus. Fulda, Do. 8. Dezember v. 3%—6 Uhr im Hotel Lindenhof. Hcrsseld, Fr. 9. Dezember v. 9—12 Uhr im Hotel Deutsches Haus,
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R, Mussina, »P4,i«lbanda«ip, nsln, Rtchard-Wagnerllr. 1U.
Für Herd und Ofen brauche nur
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Ruhr-
Nusskohle
gibt laufend ab
Mdaer Anzeiger.
Königstratze 42
Mittwoch, den 7. Dezember 1932, vormittags 10 Uhr wird auf dem Hofe der HeeresstandorlverwaMm i Fulda, Hohenzolllrnstraße 8, ein Posten
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