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~ Der Tintenfisch als Haustier. Seitdem es eine be- ^U^CfflllOf CfOrfCffEF und Sichter, sondere Papageienkrankheit geben soll — was aber durch- . ,, ' ' „ , .. .

aus nicht bewiesen ist —, haben in Amerika die „Papchen" Professor Dr. Hans Much gestorben.

ein bißchen an Beliebtheit verloren. Da aber jeder Ameri­kaner etwas fürs Herz haben muß, um nicht ganz prosaisch und ideallos zu erscheinen, ist jetzt in amerikanischen Haushalten der — Tintenfisch „große Nummer": man hält ihn als Haustier, wie andere sich eine Miez oder einen krummbeinigen Dackel halten. Der Himmel mag wissen, wie gerade der Tintenfisch zu dieser Ehre gekommen ist, denn von vollendeter Schönheit ist er wirklich nicht. Be­stehen bleibt die Tatsache, daß in amerikanisi m Familien, die früher mit zwei Wellensittichen ihr Leben verbrachten, jetzt auf dem Platze des auf den Hausboden verbannten Vogelkäfigs ein Glas mit Tintenfischen steht. Möglicher­weise hat das etwas mit der Wirtschaftskrisis oder mit der Ankurbelung der Wirtschaft zu tun: aber das alles ist zur Zeit noch so schleierhaft wie das Verhalten des Tinten­fisches selbst. Wenn es nämlich dem Tintenfisch zu dumm wird, fabriziert er, wie ehedem der Donnerer Zeus, eine dunkle Wolke, hinter der er verschwindet. Diese dunkle Wolke, die wie Tinte aussieht, hat ihm den Namen ge­geben. Und da kommt man zuletzt auf den Gedanken, daß die Amerikaner, um in dieser Zeit der Not auch im klein­sten zu sparen, das Tintenfischglas als Tintenfaß benutzen. Sehr heiter ist die Sache mit dem Tintenfisch auf keinen Fall: wer ihn immer vor Augen hat, muß unbedingt schwarzsehen.

In Hamburg starb infolge einer Herzschwäche, die auf eine Infektion zurückgcsührt wird, der bekannte Tuber­kuloseforscher Profeffor Dr. Hans Much. Er ist nur 52 Jahre alt geworden.

Professor Much war als Sohn eines Pfarrers in Zechlin in der Mark geboren. Nach mehrjähriger Tätigkeit als Assistent bei Bebrina in Marburg kam er Pls L.ette.r

I,3O, gutes Heu (gesund und trocken) erster Schnitt 1,80—2 zu Luzerne (lose) 2,15—2,45, Timothv (lose) 2,20—2,50, Kleeheu (lose) 2,00—2,30, drahtgepretztes-Heu 40 Pfg. über 'No.tiz. Ten­denz: Stroh behauptet, Heu stetig.

♦ Berliner Schlachlviehmarkt. «Amtlicher Bericht.) Bezahlt wurden für 50 Kilogramm in Mark: 29.11. 25.11.

Ochsen: 1. Vollfl. ausgemäst. höchst.

2. sonstige vollfleischige

Schlachtw., sg. ältere

ältere

30—32

Die geheuren Ursachen.

Rattenplage — Ratteniage.

Statistiker haben ausgerechnet, welchen

un-

Schaden die Ratten der Kulturmenschheit vev

Er beläuft sich selbst in so geordneten Staaten wie Nordamerika, England und Deutschland auf jährlich Hunderte von Millionen, die dem Volksvermögen und vor allem der Volksernährung verlorengehen. Tausende von hungrigen Menschen könnten sich von dem satt essen, was die unheimlichen Nager vertilgen und verderben. In weniger geordneten Staaten ist der Schaden noch viel

größer, ganz abgesehen davon, daß die Ratten die mittel­baren Verbreiter der Pest sind, die auf einem großen Teil der Erde immer noch wütet.

AlsowegmitdenRatlen! Krieg den Ratten! Darum werden alle Jahre besondere Rattenvernichtungs­feldzüge eingeleitel, und gegenwärtig sind Rattenvertil- gungsmittel eine für alle Grundbesitzer vorgeschriebene Anschaffung. Da sind zunächst die Gifte, aus denen die Gelehrten eine besondere Wissenschaft gemacht haben, der es zu verdanken ist, daß wir in der frischen Meerzwiebel und einigen Meerzwiebelpräparaten Rattengifte besitzen, die keinem anderen Haustier und auch nicht dem Menschen schädlich sind, dagegen die Ratten töten. In schweren Fällen wird auch mit Giftgasen vorgegangen, was aber für den einzelnen Hausbesitzer und Wohnungsinbaber nicht in Betracht kommt. Ferner geht man den wider­lichen Nagern mit Fallen zu Leibe, die man aber mit Handschuhen, nie mit den bloßen Händen anfass«« muß, weil sonst der Menschengeruch die pfiffigen Unholde warnt, und endlich wird mit Rattenthphusbakterien gearbeitet, um ansteckende Seuchen unter den Ratten zu verbreiten, bei denen diese sich gegenseitig anstecken.

Wer nun aber glaubt, daß bei einem solchen Aufwand die Ratten doch endlich ausgerottet werden müßten, der irrt sich gewaltig. Da wir die Zahl der Ratten gar nicht kennen und auch nicht entfernt schätzen können, so wissen wir von dem verhältnismäßigen Erfolg der Ratten- bekämpfungstagr sehr wenig. Wir können nur eines fefi- stellen, nämlich daß die Verlustliste des Feindes von Jahr zu Jahr größer geworden ist. In Berlin z. B. wurden (922 nach der Nattenschlacht 5600 tote Natten gefunden, 1924 schon 11 200, und seither immer mehr. Diese gefun­denen sind nur ein kleiner Teil, die meisten verenden in unauffindbaren Schlupfwinkeln, aber die Zahl der über­lebenden kennen wir auch nicht.

Immerhin zählt bei der unheimlichen Vermehrung jedes einzelnen dieser ekelhaften Schädlinge jedes ver­nichtete Stammtier. Der größte Wert der allgemeinen Mobilmachung aber besteht vielleicht darin, daß der mensch­liche Abwehrwille aufgerüttelt wird und daß alle die Kampfmittel kennen, die verwendbar sind. Das wichtigste Kampfmittel aber mutz unablässig auch nach den Natten­logen angewendet werden. Tas ist die Beseitigung aller Nahrungsmittelquellen und Schlupf­winkel, die den Tieren in den menschlichen Siedlungen zur Verfügung stehen

Man hatte einmal in Paris, wo die Rattenplage be­sonders groß ist, die Hoffnung, der Ratten völlig Herr zu werden. Es wurden eigene Jägerkolonnen eingesetzt, die berufsmäßig den Ratten zu Leibe gingen und dabei, gut. verdienten, weil die Felle von den Handschuhfabriken ge­kauft wurden. Aber der Ratten wurden darum nicht weniger. Denn es stellte sich bald heraus, daß diese Jäger so weidmännisch geworden waren, die trächtigen Ratten zu schonen, um ihren Wildbestand und ihre Einnahmen nicht zu vernichten. Ta schwand die letzte Hoffnung auf eine völlige Ausrottung der Ratten.

Pros. Dr. Hans Much -f.

3. fleischige

4. geringe Kälber

Bullen: 1. jüngere, vollst., Höchst. Schlachtw.

2. sonstige vollfleischige oder ausgemästete

3. fleischige

4. geringe Kälber

Kühe: 1. jüngere, fleischige, höchst. Schlachtw.

2. sonstige vollfleischige oder ausgemästete

3. fleischige

4. gering genährte

Färsen: 1. vollfl., ausgemäst., höchste

2. vollfleischige

3. fleischige

Fresser: mäßig genährtes Jungvieh

Kälber: 1. Doppellender bester Mast

2. beste Mast- und Saugkälber

3. mittlere Mast- und Saugkälber

Schlachtw.

4. geringe Kälber

Schafe: 1. Mastlämmer u. jg. Masth. (Weidemast)

2. Mastlämmer u. jg. Masthammel (Stallmast)

3. mittlere Mastlämmer, ältere Masthammel

und gut genährte Schafe

25—28

20-23

27—28

25—27

23—25

20—22

18—22

15—17

9—14

30—31

26—29 20—24 15-21

38—46

25—38

16—22

28—30

des serologischen Instituts nach Hamburg-Eppendorf, wurde Professor, war im Weltkriege in Galizien als Korpshygieniker tätig und lehrte seit 1919 an der Ham­burger Universität. Much, an dessen Namen sich viele Ent- bedüngen auf medizinischem und biologischem Gebiete knüpfen, war auch ein Dichter von Ruf Er hat Gedichte — auch plattdeutsche —, Erzählungen, philosophische Werke, kunftgeschichtliche Studien u. a. veröffentlicht. Viel genannt wurde sein Name, als er im Calmette-Prozeß in Lübeck als Sachverständiger auftrat.

Börse und Handel

Amtliche Berliner Notierungen vom 29. November.

* Börsenbericht. Die Börse war uneinheitlich. Die Speku­lation, die sich in den letzten Tagen den Anlagekäufen für Rech­nung des Publikums und der Stillhaltegläubiger angeschlossen hatte, schritt zu Abgaben. Das Angebot sand jedoch zu den ersten Kursen eine relativ gute Abnahme. Nach Börsenbeginn waren in den gedrückten Werten bereits Erholungen zu ver­zeichnen, da wieder kleinere Publikumskäufe Vorlagen. Die Spekulation verhielt sich nach den ersten Kursen abwartend. Am Nentenmarkte hörten die Anlagekäufe aus. Die Kurse bröckelten durchweg ab. Tagesgeld versteifte sich zum Ultimo auf 4% und war nur für erste Adressen mit 45/» Prozent zu haben. Im Verlauf waren die Kurse gut gehalten.

♦ Devisenbörse. Dollar 4,20—4,21; engl. Pfund 13,33 biS 13,37; holl. Gulden 169,33-169,67; Dan,. 81,85—82,01; franz. Franc 16,46-16,50; schweiz. 80,92—81 08; Belg. 58,27—58,39; Italien 21,49-21,53; schwed. Krone 72,98—73,12; dän. 69,53 bis 69,67; norwcg. 68,98—69,12; tschech. 12,46—12,48; österr. Schilling 51,95—52,05; Argentinien 0,86—0,87; Spanien 34,40 bis 34,46.

♦ Produktenbörse. Im Zeithandel waren die Preise bei Die Rogqenmarktlage wird er liegendem Material zur

mäßigem Angebot erneut fester. '_ durch Ausnahme von auf der Oder liegendem Erfüllung von Sichtkontrakten gekennzeichnet.

Getreide

Weiz., mark, pomniersch.

Rogg., mark. Braugerste Sommergerst

und Ölfaaten per 1000 Kilogramm, sonst bei 100 Kilogramm in Reichsmark:

29. 11. 28. 11.

194-196

154-156

170-180

Futtergerste 161-168

Wintergerste -

Hafer, märk. 125-130 pommersch. —

westpreutz. —

Weizenmehl per 100 kg fr. Berl. br.

193-195

154-156

170-180

161-168

124-129

inkl. Sack 24,1-27,0 24,1-27,0

Roggenmehl per 100 kg fr Berl. br.

inkl. Sack 19,7-22,1 19,7-22,1

Weizkl. s.Bln. Roggkl. s.Bln. Raps Leinsaat

29. 11.

9,4-9,7

8,7-9,1

28. 11.

9,4-9,7

8,6-9,0

Viktoriaerbs. 21,0-26,0 21,0-26,0 kl. Speiseerbs 20,0-23 0 20,0-23,0 Futtererbfen 14,0-16,0 14,0-16,0

Peluschken Ackerbohnen Wicken Lupine, blaue Lupine, gelbe Serradelle Leinkuchen Erdnutzkuchen Trockenschtzl. Sovaschrot Startoffelfl.

10,1-10,2 10,1-10,2

10,7-11.0 10,7-11.0

8 g

10,1-10,8 10,1-103

8,9

Handelsrechtliche Lieferungsgeschâste. Weizen: Dezem- ver 208—109, März 210-210,75, Mai 214,50-214; Roggen: Dezember 168,25—169-168,25, März 173—172,75, Mai 176,50 bis 176,50; Hafer: Dezember 132—132,50, März 135,25 bis 135,50.

♦ Berliner Heu- und Strohnotierungrn. Drahtgepretztes Roggenstroh (Quadratballen) 0,65—0,80, drahtgepreßieS Weizenstroh (Quadratballen) 0,45—0,60, drahtgepretztes Hafer­stroh (Quadratballen) 0,45—0,60, drahtgepretztes Gerstenstroh (Quadratballeni 0,45—0,60, Roggenlangstroh (zweimal mit Stroh gebündelt) 0,75—1,00, bindsadengcpretztes Roggenstroh 0,60—0,80, bindfadengepretztes Weizenstroh 0,45—0,60, Häcksel 1,30—1,45, handelsübliches Heu (gesund und trocken) 1,10 bis

Gestorben:

Frau Anna Füller, Fulda, Am Kleegarten 7, 54 Fahre alt. — Beerdigung: Donnerstag nachmittag 4.15 Uhr auf dem neuen städt. Friedhof.

Adolf Fröhlich, Fulda, Löherstrahe 1, 73 Fahre alt. — Beerdigung: Freitag nachmittag 3.30 Uhr auf dem neuen städt. Friedhof.

Frau Adelheid Kümmel, Fulda, Georgstrahe 33, 73 Fahre alt. — Beerdigung: Freitag nachmittag 4.15 Uhr auf dem neuen städt. Friedhof.

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Earl Ullrich Mittwoch, den 30. November, ab 7 Uhr abends

Schlachtessen.

Privates Lyzeum der evangl. Gemeinde

Donnerstag, den 1. Dezember.

Treffen aller früheren Lehrer U Schülerinnen unserer Sdiule im evangl. Gemeindehaus, 8.15 ebenda.

I Weihnachts- B Ausstellung

der

W Kunsfgewerbl. Handweberei

M Jürgen u. Ortrud von Rosenberg

Hettenpaulshof A

K Poppenhausen a. d. Wasserkuppe 8 Geöffnet vom 1.-4. Dezember 1932 Im tvgl. £ Gemeindehaus (Bibliothekszimmer), Heinrich von B Bibraplatz, täglich von 9—19 Uhr.

Gemäßigte Preise. Eintritt frei

Schweine: 1. Fettschweine über 300 Pfd. 2. vollst. Schweine v. etwa 240—300 Pfd.

vollfl. Schweine v. etwa 200—240 Pfd. vollfl. Schweine v. etwa 160—200 Pfd. fleisch. Schweine v. etwa 120—160 Pfd. fleischige Schweine unter 120 Pfd.

25—27

32

29-31

25-28 20—24 27-28 25—26 23-24 19-22 23-25 17-21 15-17

9—14 29—31 24-28 19-23 16-22

38—46 27-28 16—24

28—30

25-27

3.

4.

5.

6.

42—43

40—42

37—39

35-36

40-42

38-40 I

35-38

32-34 I

7. Sauen

36—38

34-37

Austrieb: 1185 Rinder, darunter 201 Ochsen, 372 Bullen, 612 Kühe und Färsen, zum Schlachthof direkt 75 Rinder, 31 Auslandsrinder, 2564 Kälber, zum Schlachthof direkt 15 Kälber, 3107 Schafe, zum Schlachthof direkt 28 Schafe, 10 771 Schweine, zum Schlachthof direkt 2654 Schweine. 340 Auslandsschweine. Verlauf: bei Rindern in guter Ware glatt, sonst mittel, bei Kälbern langsam, gute Kälber über Notiz, bei Schafen in guter Ware glatt, sonst ruhig, bei Schweinen ruhig

* Berliner Magerviehmarkt. (Amtlicher Marktbericht vom Magerviehhos in Friedrichsfelde.) Schweine- und Ferkelmarkl. Auftrieb: 249 Schweine, 562 Ferkel. Verlaus: etwas freund­licher. Es wurden gezahlt im Großhandel für Läuferschweine (4—5 Monate alt) 22—38, Pölke (3-4 Monate alt) 15-22, |

Ferkel (8—12 Wochen alt) 12—15, Ferkel (6—8 Wochen alt) 11 bis 12, Ferkel «bis 6 Wochen alt) 9—11 Mark je Stück.

* Berliner Butternotierungen. 1. Qualität 113, 2. Qualität 106, absallende Sorten 97 Mark per Zentner.

Verantwortlich für die Schriftleitung: Christian Seipel.

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