Eurze poliiifche Nachrichten.
Der sMchsarbeitsminister hat den staatlichen Sch lichter für den Bezirk Westfalen ProsessorDr. B r a h n zum Schlichter für die Bezirke Branden- b u r g u n d S ch l e s i e n bestellt. Brahn übernimmt den Schlichterbczirk Brandenburg als Nachsolger des Reichsarbeitsminister a. D. W i s s e l l, und den Bezirk Schlesien als Nachfolger des Oberpräsidcntcn Philip.
Die „Note F a h u e" ist wegen außerordentlich schwerer Verstöße gegen das Republikschutzgesetz und die Verordnung gegen politische Ausschreitungen für die Zeit vom 26. November bis zum 16. Dezember verboten worden. Auch die kommunistische illustrierte Zeitung „A I Z." wurde wegen böswilliger Beschimpfung der Reichswehr und wegen zersetzenden Inhalts bis zum 11. Dezember verboten.
Die Sowjetregierung hat sich bereit erklärt, sich der freiwilligen Beschränkung der Speckausfuhr nach England anzuschließen.
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Die Schanghaier Stadtbehörden haben Berechnungen der Verluste ausgestellt, die die Beschießung der Stadt und die Kämpfe in und um Schanghai zur Folge hatten. Die Höhe der Verluste, die Privatpersonen und die Stadt erlitten haben, wird mit z w e i M i l l i a r - den Silberdollar angegeben.
Die lettländische Regierung hat an die Vereinigten Staaten und an England die Bitte gerichtet, die am 15. Dezember bzw. am 1. Januar fälligen Zahlungen der Kriegsschulden aufschieben zu dürfen, bis die Kriegsschuldenfrage im internationalen Maßstabe geregelt wird.
Teileimgmg in der Gleichberechtigungs- frage.
Das Ergebnis der Genfer Besprechungen.
Als Ergebnis der zahlreichen Besprechungen über die Lösung der Gleichberechtigungsfrage kann nunmehr fest- gestellt werden, daß Deutschland, England, die Vereinigten Staaten und Italien sich bereit erklärt haben, den ersten Teil des Simon-Vorschlages, in dem Deutschland die Gleichberechtigung grundsätzlich zuerkannt und die Beseitigung des Teils V des Versailler Vertrages durch das neue Abrüstungsabkommen gefordert wird, als Grundlage für die weiteren Verhandlungen anzunehmen.
Die französische Regierung hat sich bisher noch nicht darüber geäußert, ob sie auf die grundsätzlichen Vorschläge des ersten Teils des Simon-Vorschlages eingehen will.
polnische Niederlage in Genf.
Der Angriff aus den Danziger Gulden erfolgreich abgeschlagen.
In Genf wurde durch den Danziger Staatspräsidenten Ziehm und den polnischen Außenminister Beck ein Abkommen unterzeichnet, in dem sich die Warschauer —Legierung per pflichtet, ihre vertragswidrig erlassene Verordnung, nach der vom 1. Dezember ab an allen Eifenbahnschaltern auf dem Gebiet der Freien Stadt nur in polnischer Zlotywährung gezahlt werden sollte, n i ch t in Kraft zu setzen. Die Danziger Regierung hat infolgedessen ihren Antrag beim Völkerbundrat zurückgezogen. Wenn Polen auch trotz dieses Abkommens aus seine Pläne, Danzigs Hohcitsrechtc allmählich zu beseitigen, nicht endgültig verzichtet, so bedeutet doch die plötzliche Aufgabe des Zlotydiktats eine schwere Niederlage der Warschauer Machthaber.
Polen hat in Genf diesen Rückzug angetreten, bevor noch der vom Völkerbundrat eingesetzte Juristenausschuß sein Gutachten abgeben konnte, in dem unzweifelhaft ein Bruch der Vertragsbestimmungen und ein direkter Angriff Polens gegen die Lebensinteressen Danzigs festgestellt worden wäre. Polen ist wohlweislich diesem peinlichen Spruch, wie auch der öffentlichen politischen Aussprache im Schlosse des Völkerbundrates aus dem Wege gegangen und hat es vorgezogen, mit der Freien Stadt selbst ein Entspannungsabkommen zu treffen. In diesem Abkommen verpflichtet sich Warschau ferner, sich an der Tragung der Schulden der Danziger Eisenbahn zu beteiligen. Auch werden die Verbote polnischer Zeitungen in Danzig aufgehoben.
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Die polnische Hqßjustiz hat in K a t t o w i tz, im ehemaligen Deutfch-Oberschlesien, wieder einmal ein bezeichnendes Tendenz urteil gefällt, um die reichsdeutschen Direktoren der unter Fürstlich Pleßscher Verwaltung stehenden „Oswag" auf das niederträchtigste bloßzustellen. Obwohl der einzige Belastungszeuge in diesem „Oswag- Prozeß als polnischer Spitzel entlarvt wurde, verurteilte man auf Grund völlig haltloser Anklagen den Oberdirektor Dr. Ebeling zu eineinhalb Jahren Gefängnis und 5000 Zloty Geldstrafe. Der gleichfalls angeklagte Direktor der Deutschen Bank in Kattowitz, Caspar, erhielt drei Monate Gefängnis. Ein früherer erster Buchhalter der „Oswag" wurde zu sieben Monaten Gefängnis verurteilt.
ZWendsührer über Staat und Volk.
Für eine neue Volks- und Staatsordnung.
Als Ergebnis der Verhandlungen der Führer- tagung des Reichsallsschusses der deutschen I u g e n d v e r b ä n d c in Soest ist festzustellen, daß die junge deutsche Generation ein entschlossenes Bekenntnis zur völligen Erneuerung der Volks- un d S t a a t s o r d n u n g ablegte. Während die Führer
Arbeiterjugend in der Umformung der Wirt- ichaft die primäre Voraussetzung für die volkliche Neu- ordnung sehen, warnten die Vertreter der evange- m > o n Jugendverbände vor einer Selbstvergötzung des Volkes und Staates. Die Sprecher der katholischen E^tdgruppen betonten besonders, daß ohne eine volkliche Neugestaltung ebensowenig durchzuführeu sei wie umgekehrt. Die s o z i a l i st i 's ch e n Jugendführer ^âleu in Verbindung mit dem Bekenntnis zur Nation als heutzche Schicksalsgcmeinschaft für eine sinnvolle Siedlung lm deutschen Osten ein.
Zur staatlichen Neuordnung luurbe allgemein bemerkt, die Verachtung oder Nichtbeachtung der eigenständigen dalkspolitischen und landwirtschaftlichen Kräfte das stâat- ilchc Leben aufs schwerste gefährden würde. Die An Kennung organischer S e l b st v e r w a l t u n g und Lündtger kn ndschafttich- r ßi(i el6jLU ^
seien die Hauptelemente der neuen Volks- und Staatsordnung.
Mit Besorgnis wurde auf die immer stärkere Verknappung staatlicher und kommunaler Mittel für die Jugendpflege hingewiesen. Die Stellungnahme zu dem neuen R e ich s k u r a t o r i u m für Jugendertüch- t i g u n g , dessen Vorsitzender, General von Stülpnagel, ein Begrüßungstelegramm geschickt hatte, wurde den einzelnen Mitgliedsverbänden anheimgestellt.
Biehhandel und Genossenschaften.
Die Wünsche des deutschen Viehhandels.
Auf der Reichstagung des Bundes des Viehhändler wurde die Notlage des Viehhandelsstandes erörtert, der infolge seiner engen Verbundenheit mit der Landwirtschaft von der Wirtschaftskrise ebenfalls schwer betroffen sei.
Die Beratungen begannen mit der für den Viehhandel wichtigen Frage der
Seuchenbekämpfung.
Der Bundestag nahm verschiedene Anträge an, die bezwecken, eine Entlastung von den auf dem Viehhandel ruhenden veterinärpolizeilichen Gebühren für Stalluntersuchungen, Entladeuntersuchungen, Impfung, Marktüberwachung usw. zu erreichen. Zu dem Thema „V i e h - handel und Genossenschaften" gelangte eine Entschließung zur Annahme, in der der Standpunkt des Viehhandels zum Ausdruck kommt, daß ein mit lauteren Mitteln geführter Konkurrenzkampf zwischen Viehverwertungsgenossenschaften und freiem Handel auf gleicher steuerlicher und wirtschaftlicher Basis auch der Landwirtschaft dienlich sei. Der Viehhandel erhebe aber schärfsten Protest
gegen einseitige Unterstützungen der Viehverwertungsgenossenschaften.
Die zweiprozentige Umsatzsteuer für den Viehumsatz wurde als untragbar erklärt und ihre Herabsetzung dringend gefordert.
Weitere Anträge beschäftigten sich mit der W anberge w e r b e st e u e r, die als den gegenwärtigen Verhältnissen nicht mehr entsprechend angesehen werde, zumal bei ihr die Vergünstigungen der Steuergutscheine nicht gegeben seien. Ferner wurde von der Bundesversammlung ein Gebührenabbau an den städtischeu V i e h h ö f e n für dringend notwendig angesehen.
Zur Frage der Viehauktionen
wurde erklärt, daß die Entwicklung des Versteigerungswesens den Viehhandel mit großer Sorge erfülle, da sich bei den Auktionen bedenkliche Auswüchse herausgebildet hätten. Es läge gleichzeitig im Interesse der Landwirtschaft, wenn die Versteigerungen sich nur auf Herdbuchvieh mit Milchnachweisen erstrecken würden.
Eine Viertelmittiarde Hausaufträge für das Handwerk.
Weitere 200 Millionen Mark Neichszuschüsse gefordert.
Der Zentralverband Deutscher Haus- und Grundbesitzervereine und der Reichsverband des Deutschen Handwerks haben in einer gemeinsamen Eingabe an die Reichsregierung darauf hingewiesen, daß schon heute die Tatsache festgestellt werden könne, daß sich die hinsichtlich der Wiederinstandsetzungsaktion des Hausbesitzes gehegten Erwartungen sowohl in bezug auf die Förderung der Arbeitsbeschaffung, als auch im Interesse der Wohnungswirtschaft restlos erfüllt haben. Die von der
Aus Hessen-Nassau und Nachbargebieten
Merkblatt für den 29. November.
1780: Die Kaiserin Maria Theresia in Wien gest. — 1802: Der Dichter Wilhelm Hauff in Stuttgart geb. — 1839: Der Dichter Ludwig Anzengruber in Wien geb. — 1856: Der Reichskanzler Theobald v. Bethmann-Hollweg auf Hohenfinow geb.
Des Menschen Heil ist: ein immer strebend sich Bemühen in täglicher Arbeit, innig verbunden mit Besinnung und Betrachtung. Goethe.
Wetterbericht.
Während der Hauptteil des neuen Sturmwirbels vor Südnorwegen liegen geblieben ist, entwickelt sich über der Ostsee ein neuer Teilwirbel. Ein starker Tiefausläufer brachte auch unserem Bezirk in der vergangenen Nacht unter Luftdruckfall verbreitete und meist kräftige Niederschläge. Wir werden jetzt mehr und mehr unter den Einfluß der von der Rückseite des Sturmwirbels hervorströmenden polarmaritimen Luftmassen kommen, so daß unter Luftdruckanstieg und einzelnen Niederschlagsschauern (im Gebirge in Schnee übergehend) die Temperaturen zurückgehen werden. — Vorhersage bis Montag abend: Wechselnd bewölktes Wetter mit einzelnen Niederschlagsschauern, bei lebhaften auf West und später Nordwest drehenden Winden Abkühlung. — Witterungsaussichten für Dienstag: Zunächst noch kälter und Beruhigung, doch voraussichtlich baldiger Am- fchlag zu Schlechtwetter wahrscheinlich.
Fulda, den 28. November 1932.
Nüdling-Abend des Rhönklub-Zweigvereins Fulda.
Der Rhönpfarrer und Schriftsteller Nüdling aus Kleinsassen hat viele Freunde. Richt nur in feiner Pfarrei, nicht nur in der gesamten Rhön, auch in Fulda hat er eine große Menge Verehrer. Wenn er uns in Fulda besucht, bringt er uns stets durch seine Werke etwas mit und zwar hauptsächlich solches, das von großer Heimatliebe zeugt, viel Beherzigenswertes und viel, viel goldigen, sonnigen Humor. Und so war es auch gestern Abend wieder im Bürgervereinssaal. Wie groß war s. Zt. seine Trauer um das einem Blitzstrahl zum Opfer gefallene Milseburg- Kapellchen! Aber mutig und voll Hoffnung machte er sich daran, den Aufbau wieder vorzunehmen. Und wenn nach der verhältnismäßig kurzen Zeit von drei Jahren die Kapelle heute schöner als ehemals dasteht, jo ist dies in allererster Linie Ludwig Nüdlings Werk. Wie feinempfunden klang fein Dankgedicht, in dem er neben dem Schöpfer aller Dinge allen Bejeiligjen und Helfern Dank sagte. Welch feine Beobachtungsgabe und manche behcr- ziMlswerte Stilllegung fam in feinet Dorfgeschichte «Herr
Reichsregierung für Reparaturen, Wohnungsteilungen und Umbauten bereitgestellten 50 Millionen Mark Reichszuschüsse seien bereits aufgebraucht. Dies bedeute, daß innerhalb weniger Wochen
für ruyd eine Viertelmilliarde Mark Aufträge an das Handwerk
gegeben werden konnten, was zweifellos wesentlich dazu beigetragen habe, die Bestrebungen zur Behebung der Wirtschaftsnot erfolgreich zu unterstützen. Die Erfahrungen von nur zwei Monaten hätten gezeigt, daß beim deutschen Hausbesitz ein nahezu
unerschöpfliches Arbeitsgebiet brachliege. Es wäre geradezu verhängnisvoll, wenn diese mit so großem Erfolg begonnene Aktion der Neichs- regierung aufgegeben oder aiich nur zeitweise unterbrochen werden würde.
Um dies zu verhindern, haben der Zentralverband Deutscher Haus- und Grundbesitzervereine und der Rcichs- verband des Deutschen Handwerks beantragt, zum Zwecke der Durchführung eines einheitlichen und in sich geschlossenen Arbeitsprogramms dem Hausbcsitz sofort einen weiteren Betrag von 2 0 0 Millionen Mark für die Gewährung von Reichszuschüssen für Jnstand- fetzungcn, Wohnungsaufteiluugen und Umwandlung von gewerblichen Räumen in Wohnräume unter grundsätzlicher Beibehaltung der bisherigen Bedingungen bereit- zuftellen.
Falls es jedoch angesichts der schwierigen Finanzlage des Reiches nicht möglich sein sollte, den ganzen Betrag von 200 Millionen Mark zur Verfügung zu stellen, so soll die Zuschußgewährung zum Teil auch unter Einbeziehung der Hauszinssteuer in das Steuergut- scheinversahren erfolgen. Inzwischen vertritt aber der Hausbesitz nach wie vor die Auffassung, daß die Hauszinssteuer befchleunigt beseitigt werden muß.
Hamburger Arzt verhaftet.
Wegen Herstellung minderwertiger Seren.
In Hamburg wurde der Arzt Dr. med. Hans Enoch wegen Verstoßes gegen die Vorschriften über Impfstoffe und Seren und wegen Urkundenfälschung auf Veranlassung der StatSanwallMiafi verhaften
Hamburger Pressemeldungen zufolge soll Dr. Enoch minderwertige Seren bergestelli und mit gefälschter Kontrollplombe zum Vertrieb gebracht haben Er soll sein Treiben auch dann noch fortgesetzt haben, als ihm durch Beanstandungen und Proiestschreiben von Krankenhäusern und Instituten bekannt geworden war, daß sich bei den Kranken, denen das Serum ein- gespritzt wurde, die schlimm sten Folgeerscheinungen gezeigt hätten Dr. Enoch habe es auch zugelassen, daß Pferdefleisch zum menschlichen Genuß freigegeben wurde, obwohl die Tiere an der Behandlung mit seinem Serum ein« gegangen Maren.
Ve» mischte Nachrichten
Waffenfundc in einem Arbeitsdienstlager.
Gladbach Rheydt. Der Polizei war mitgeteilt worden, daß im Arbeitsdienstlager des Voltsbundes für Arbeitsdienst in „Kühler Hos" Baffen lagern sollten. Bei einer daraufhin ungeordneten Untersuchung fand man zwei feststehende Messer, eine Flobert-Büchse, sieben Schuß Munition für einen Armeerevolver und 15 Holzlnnppc!.
Dienstentlassung des früheren Rektors der Technisch n Hoch- schule in Brannfchwc-g.
Braunschweig. Der frühere Rektor der Technischen Hochschule Braunschweig, -Professor Dr.-Jng. Otto Schmitz, wurde von der Dicusistrafkammer unter Vorsitz von Land- gerichlsdirektor Trinks wegen Dienstvergehens zur Strafe der Dienstentlassung verurteilt. Dem Angeklagten wird auf Lebenszeit die Hälfte derjenigen Bezüge belassen Die ihm zu- siehen würden, wenn er bei Eintritt Der Rechtskraft des Urteils von seinen Amtspflichten entbunden werden würde.
Schrullemann in Thaufen" zum Ausdruck, und wie herzlich wurde gelacht über das kleine Eedichtchen „Der Täufling." Wenn Pfarrer Nüdling in seiner Vorrede davon sprach, daß es vielleicht möglich fei, einmal wieder von Herzen so zu lachen, wie man vor dem Kriege lachte, so können wir ihm attestieren, daß es ihm gelungen ist, infolge seines feinen Humors und feiner glänzenden Vortragsweise seine Hörer zum herzlichen, befreienden Lachen zu bringen. — Auch Fräulein Mollenhauer mit ihrem Vortrag in Fuldaer Mundart als Gemüsehändlerin setzte die Lachmuskeln der Erschienenen in krampfartige Bewegung. Daß der Vortrag selbstverfaßt und heimische, bekannte Persönlichkeiten, Fuldaer Sitten und Gebräuche humorvoll behandelte, erhöhte den Reiz des Gebotenen. Die Sängerrunde der Fleischerinnung unter Leitung ihres Dirigenten Lehrer Gruß brachte einige, dem Abend entsprechende Chöre, ansprechend zum Vortrag. Zum Schluß gab es noch einen richtiggehenden kleinen Film über die Einweihung der neuen Milseburg-Kapelle, der durch erläuternde Erklärungen von Pfarrer Nüdling viel Anklang fand. Die Pausen wurden ausgefüllt durch Elektrola- Konzert. Die Leitung des Abends lag in den Händen des Vereinsvorsitzenden, Architekt Adam, der am Schlüge der Veranstaltung allen Mitwirkendon den herzlichen, und wie wir hinzufügen wollen, auch verdienten Dank aussprach.
Politische Ruhestörer.
In der Samstagnacht wurden die Bewohner der oberen Leipziger Straße durch laute Eprechchöre uniformierter SA.-Mitglieder der hiesigen Ortsgruppe der NSDAP, in ihrer nächtlichen Ruhe gestört. Unter anderem wurden Rufe laut wie „Nieder mit der Regierung Papen" und „Fulda wird uns demnächst gehören". Als sich verschiedene Anwohner über diese nächtliche Ruhestörung beschwerten, wurden sie von den SA.-Leuten bedroht. Ein Haus wurde mit Steinen und Straßenschmutz beworfen. — In der gleichen Nacht versuchten ca. 50 Mitglieder und Anhänger der NSDAP., die teils uniformiert waren, eine verbotene Kundgebung mit politischer Ansprache und entrollter Fahne in der Schulstraße an der Stadtschule zu veranstalten. Auch diese Veranstaltung trug den Charakter einer politischen Kundgebung. Die polizeiliche Nachtpatrouille zerstreute die Demonstranten. Gegen die ermittelten Täter ist Strafanzeige erstattet worden.
Privates Lyzeum der Evgl. Gemeinde.
Der harmonische Verlauf der Zusammenkunft mit den früheren Schülerinnen im September d. J. ließ den Wunsch wach werden, dieses Treffen vor Weihnachten zu wiederholen. Wir bitten daher sämtliche ehemaligen Lehrer und Schülerinnen unseres Privaten Lyzeums. am kommenden Donnerstag abend um 8.15 Uhr im „ Evangelischen Gemeindehaus zusammen zu kommen. Mundpropaganda er- bekn.