Volksunterh altungsab ende.
(Ins Stammbuch unserer Vereine.)
Wenn der Winter mit seinem weißem Leichentuche ! wieder alles Leben draußen in der Natur zugedeckt hat, wenn die Sonne nur noch ein paar wenige Stunden am Tage aus weiter Ferne verstohlen zu uns hcrabgriißt, wenn kurze, dämmerige Tage und lange, besinnliche Abende auch I dem Landmann wieder Gelegenheit geben, sein geistiges Leben anzuregen und ihm neue Nahrung zuzuführen, dann ist die Zeit gekommen, wo in Stadt und Land unsere Vereine ihre Mitglieder, Freunde und Gönner zu ihren Win- terveranstaltun'gen einladen. Geselligkeit und Frohsinn winken uns dann überall, und edle Freude und Unterhaltung fordern ihre Pflege. Erreichte Teilziels -hrer Winterarbeit wollen Turn- und Gesangvereine der Oeffentlich- ièit übergeben und gleichzeitig die Heranwachsende Generation für die hohen, edlen und vaterländischen Ziele ihrer Vereine begeistern. Leise aber drängt sich uns da die Frage aus die Lippen: Sind denn solche Feiern in dem bitteren Ernst der Gegenwart überhaupt noch angebracht? I a und s nein! Wir bejahen und begrüßen diese Neranstal- tungen immer dann, wenn sie nicht ans materiellen, sondern ideellen Gründen geboren sind, und wenn sie in allen Beziehungen dem Ernst unserer Zeit angepaßt sind. Damit soll jedoch durchaus nicht gesagt sein, daß jegliche Heiterkeit, gesellige Freude und deutscher Frohsinn aus unseren Volksunterhaltungsabenden verbannt sein sollen; nein, gerade das Lustige, das Muntere, die edle Freude, das „Fröhlichsein mit den Fröhlichen", sollen diese Veranstaltungen sehr wohl vermitteln, doch nur in einer auserlesenen, einwandfreien und gediegenen Art, so daß diese Abende uns auch wirklich eine höhere Lebensfreude zu spenden vermögen. Wir verneinen aber solche Veranstaltungen immer dann, wenn ihre Pro- gramme, und sei es auch nur in einzelnen Punkten, gemeinen Kitsch, wie schamlose Couplets, rührselige, inhaltlich meist arme Schmachtfetzen, sowie Minderwertiges und Zweideutiges aufzuweisen haben. Geschmackvoll und kernig, wie es deutscher Art und deutschem Wesen entspricht, sollen die Unterhaltungsstoffe sein, damit sie uns alle innerlich zu heben und zu stärken vermögen. Ein erhebender, feierlicher Ernst, der die Seelen der Menschen höher schwingen läßt gleich goldenem Herbstsonnenstrahl, muß an M die Stelle alles Minderwertigen und Niedrigen treten. Erfreulicherweise haben ja während der letzten Jahre fast überall die Vereinsveranstaltungen in Dorf und Stadt einen Aufstieg in diesem Sinne aufzuweisen. Das ist außerordentlich begrüßenswert und ehrt unsere Vereine und ihre Führer. Doch „rastlos vorwärts mußt du streben, nie ermüdet stille stehn, willst du die Vollendung sehn!" Das gilt auch weiterhin für unsere Vereine. Das Große und Hohe, das Gute und Edle zum Ziele sich setzen, und alles Niedere und Schmutzige mit den Füßen treten, das ist echte deutsche Art, die deutschen Gei st und deutsches Wesen den anderen Völkern gegenüber auszeichnet. Das soll und muß auch fernerhin wieder das Streben aller unserer Vereine sein, dann dürfen auch sie dereinst mit Stolz sich rühmen, an der geistigen Wiedergeburt unseres lieben deutschen Vaterlandes und an der Gesundung unseres deutschen Volkes in vorderster Linie mitgewirkt zu haben. O.
^MWyM Ernennung.
Der Maurermeister Joseph Kollmann in Fulda wurde auf Grund seiner Befähigungen und abgelegten Prüfungen vom Herrn Regierungs-Präsidenten in Kassel zum B a u m e i st e r ernannt.
Zm silbernen Myrtenkranz.
Am Montag, den 28. November, begehen die Eheleute Postschaffner Florian E r ö s ch und Therese geb. Neumann, hier, Kapuzinerstraße 21, ihre silberne Hochzeit.
Evangelischer Kirchenchor.
Am morgigen 1. Adventsonntag wird der evangelische Kirchenchor im Hauptgottesdienst um 9.30 Uhr den Chor „Heilig" von Louis Spohr und den Chor „Wachet auf, ruft uns die Stimme" von J. S. Bach zum Vortrag bringen.
Apothekendienst.
Nacht- und Sonntagsdienst ab heute abend 7 Uhr bis nächsten Samstag einschließlich: Engelapotheke und Hirsch- apotheke, Leipziger Straße.
Von der Landesbibliothek.
Heute (8 % Uhr) findet der 3. Vortrag in der Reihe der „Samstagabende" statt. Frau Elsbeth Scherer spricht über „G e st a l t e n der Romantik" (Novalis, Bachofen, Görres) und wird aus den einzelnen Personen die Ideen der Romantik entwickeln. — Die nächste Veranstaltung folgt ausnahmsweise bereits nach 8 Tagen, am 3. Dezember, und wird einen ganz besonders künstlerischen Genuß bieten. Das Schulorchester (Cembalo und Geigen) der Herinann-Lietz-Schule auf Bieberstein bringt „Spie l- musik aus de in 18. Jahr h." zum Vortrag (Orchestersonate von I. F. Fasch, Cembalo-Konzert von I. S. Bach, Concerto grosso von Viraldi). — Im Sinne der Förderung der einheimischen Künstler bietet die Landesbibliothek in ihrem Schausaal, der im vorigen Jahre Ferdinand Lammeyers Kunst zeigte, diesmal eine A u s st e l l u n g von Gemälden und Aquarellen des aus Mackenzell gebürtigen Malers Herman Wirth. Die sehenswerte Schau, über die ein besonderer-Bericht folgt, ist an den 4 Sonntagen vor Weihnachten von 10—4. wochentags von 1—4 Uhr zu besichtigen. — Die erfreulich rege Benutzung des Lesesaals im Neubau ist daraus ersichtlich, daß sich in diesen Illgen der 10 000. Benutzer seit Beginn des Geschäftsjahres am 1. April 1932 eintragen konnte.
Holz-Versorgung.
-. . T 61 ° i e (Alu. Kru. We.) erhalten die Gut- Holz wie folgt: Dienstag, den 29. November, U Straßen mit den Anfangsbuchstaben H Dezember, von 9-12 Uhr, den 6- Dezember, von 9—12 Die Ausgabe erfolgt am städt. u ^ihmw — Zimmer 13 (Schalterraum).
F re Meldekarte ist vorzulegen. Die festgesetzte Reit ist ün- Stal n«b*y r?« »! WW werden. Diejenigen, welche keine Brandstamm- Dag eer Abholung des Holzes ist auf dem Gutschein »eben Stadt arme erhalten die Gut cheÄ E Mittwoch, den 7. Dezember, von 9—19 Uhr
7- Zimmer 15 - (städt. Wohlfahrtsamt) Ausnnüskarte 's vorzulegen. K l e i n - u n d S o z i a l re ntne ,m ^Keiire .bei der Zahlung der Rente ausae- handrgt. Alles Weitere ist auf dem Gutschein ersichtlich
Obftbaumzählüng.
Auf die in der heutigen Ausgabe unserer Zeitung veröffentlichte Bekanntmachung über die am 1. Dezember d. I. stattfindende Obstbaumzählung wird besonders hingewiesen. Die Zählung dient ausschließlich der Förderung des deutschen Obstbaues und Obstabsatzes und darf nicht zu irgendwelchen steuerlichen Maßnahmen benutzt werden. Es liegt mithin im eigenen Interesse sämtlicher Obstbaum- besitzer, -Pächter und -Verwalter, wenn sie die von ihnen erbetenen Auskünfte bereitwillig und wahrheitsgemäß erteilen.
Fuldaer Schweinemarkt.
Zum heutigen Schweinemarkt waren 133 Ferkel ungefähren. Je nach Alter und Qualität wurden 5, 9 und 10 Mark für das Stück bezahlt. Größere Tiere wurden über Notiz bezahlt. Der nächste Schweinemarkt findet am 3. Dezember statt. Der Auftrieb beginnt um 8 Uhr und muß um 9 Uhr beendet jein.
* Schlitz. (Im Myrtenkranz.) Wie wir erfahren, feiern am nächsten Sonntag, den 27. November, Admiral von Levetzow und seine Gemahlin Margarete, eine geborene' Gräfin von Görtz, Schwester des Grafen Wilhelm von Schlitz, das Fest der Silbernen Hochzeit. Ter Jubilar, welcher im Weltkrieg, besonders als Geschwader- chef bei Eroberung der russischen Inseln Oesel und Dagö sich hervorragend ausgezeichnet hat und später, der Teilnahme am Kapp-Putsch verdächtig, lange Wochen zu Leipzig in strenger Haft gehalten wurde, ist ein aufrechter deutscher Mann, der in unserer Stadt, der Heimat seiner Frau, sich der größten Hochachtung und Verehrung erfreut. Ihm, wie auch seiner verehrten Frau Gemahlin, die ihren Wohnsitz in Weimar haben, bringen wir zum Silbernen Ehejubiläum auch an dieser Stelle unsere Glückwünsche dar.
Marburg, 26 November. (Zum Sprengunglück in Marburg.) Zu dem vorgestern gemeldeten Unglück beim Bau der Auto-Umgehungsstraße ist noch zu berichten, daß es den in der Klinik befindlichen verletzten Arbeitern den Umständen nach zufriedenstellend ergeht. Trotz Aufforderung von kommunistischer Seite, die Arbeit nicht wieder aufzunehmen, weil in dem Geröll der Unglücksstätte angeblich noch Sprengkapseln stecken sollten, ist der größte Teil der Belegschaft wieder an der Arbeitsstätte erschienen.
Limburg (Lahn), 25. Nov. (F ür vollständiges Zugabeverbot.) Die Industrie- und Handelskammer beschloß in ihrer Vollsitzung, zum Schutze des mittelständischen Einzelhandels bei den zuständigen Stellen erneut für ein vollständiges Zugabeverbot einzutreten. Die Kammer sprach sich außerdem nachdrücklichst gegen eine Verlängerung der Verkaufszeit für Automaten aus und verlangte die gesetzliche Begrenzung der Rabattgewährung auf das Höchstmaß von 5 Prozent. Hervorzuheben ist ferner der Beschluß, die Kammer möge für eine Verbesserung der gesetzlichen Bestimmungen, insbesondere für eine Ausgleichung der Einnahmen und Ausgaben der Berufsgenossen- schaften eintreten.
Frankfurt a. M., 25. Nov. (D i e b st ä h l e i m Frankfurter Schlacht- und Viehhof) In letzter Zeit wurden vor und im Schlacht- und Viehhof von unbekannten Tätern in mehreren Fällen Drückkarren mit Fleisch gestohlen. Ein Dieb konnte, als er gerade mit einem Stoßkarren davonfahren wollte, noch rechtzeitig erwischt werden; er erhielt von dem Metzgerburschen eine ordentliche Tracht Prügel. Ein zweiter Fleischdieb wurde in der Person des Georg Pfriem ermittelt und festgenommen. Einen Karren mit Fleisch hat er vom Schlachthof in eine Wirtschaft nach Fechenheim gebracht, und von hier aus wurde das Fleisch von Komplizen in einem Auto abgeholt.
Darmstadt, 25. Nov. (Neue Pflegegeldsätze bei den hessischen Landesheil - und Pflege- a n st a l t e n.) Durch Verordnung des Innenministers vorn 7. November" d. J. sind die Pflegegelder in den hessischen Landesheil- und Pflegeanstalten ab 1. Dezember 1932 neu festgesetzt worden. Sie betragen in der ersten Klasse für Hessen mindestens 10 Mark, für Nichthessen 16,50 Mk., in der zweiten Klasse für Hessen 6,60 Mark, für Nichthessen 10 Mark, in der dritten Klasse für selbstzahlende Hessen 3,50 Mark, für selbstzahlende Nichthessen 4,50 Mark, für hessische Fürsorgeverbände, Krankenkassen und Landesversicherungsanstalt Hessen 3,50 Mark, für nichthessische Für- sorgeverbände, Krankenkassen und sonstige Landesversicherungsanstalten 4,50 Mark. In besonderen Fällen kann in allen Klassen ein höheres Pflegegeld berechnet werden. Für Jntraden-Pfleglinge wird das Pflegegeld ab 1. Dezember 1932 auf 1,15 Mark täglich festgesetzt. Gleichzeitig sind auch die Pflegegeldsätze in der Anstalt für Geistesschwache „Alicenstift" bei Darmstadt neu festgesetzt worden.
Entscheidung des Reichspräsidenten verschoben.
Berlin, 28. Nov. (Eigene Funkmeldung.) Wie wir von unterrichteter Seite erfahren, ist die Entscheidung des Reichspräsidenten über das neue Präsidialkabinett verschoben worden, da erst noch weitere Besprechungen stattfinden sollen. Für heute dürfte die Entscheidung nicht m e h r zu erwarten sein.
Fuldaer Fuhballvorschau.
Seit längerer Zeit erleben wir in Fulda wieder einmal einen fußballosen Sonntag. Borussia wird in Gießen gegen eine kombinierte Mannschaft der beiden Vereine Verein für Bewegungsspiele und Gießen 1900 antreten, um seine Meisterform den Gießener Zuschauern zu demonstrieren. Wenn es auch nicht die volle Besetzung des Tabellenführers ist, die dort antritt, so ist doch ein unangefochtener Sieg zu erwarten.
Germania hat ein Verbandsspiel in Bebra. Dieser Gegner, der an der Tabellenspitze stehenden Germanen- elf kann selbstverständlich hinsichtlich seines Könnens an die Germanen nicht heran. Immerhin ist auch da Vorsicht am Platze. Man bedenke die 3 :2-Niederlage der Borussen im Vorjahre, vor allem aber die Vorgänge vom Sonntag.
Ho ras hat Schlüchtern in Horas als Gast. Die Punkteteilung gegen den letzten Verbandsspielgegner auf eigenem Platze sollte den Horaserm eine Lehre gewesen sein. Leicht wird ein Sieg gegen Schlüchtern nicht fassen, dqrt wirkt eine Reihe von Fuldaer Reichswehrleuten, die
ja bekanntlich sehr wanderlustig' sind, mit. Bei guter Aufmerksamkeit aber sollte Horas zwei Punkte heimholen.
In Kassel sind zwei interessante Treffen, von denen das erste die wichtige Begegnung Kurhessen — Sportklub 03 ist. Auch hier in Fulda herrscht Jntereye für dieses Spiel, da es ja eine der vielleicht wenigen Gelegenheiten ist, den geringen Abstand zwischen Borussia und Kurhessen zu vergrößern. Tie Aussichten hierfür haben sich aber in letzter Zeit verschlechtert. Kurhessen hat in der langen Pause zum mindesten das erreicht, daß 03 nun nicht mehr den ausgezeichneten Hüter Ziese zur Verfügung hat. Auch der gute Verteidiger Vslmrte wird unter Umständen nicht dabei sein. Schlechte Vorzeichen für den Sportklub, aber schaffen kann er es doch. — Tura — Hermannia heißt die zweite Paarung dieses letzten Spielsonntag der Vorserie. Ta treffen sich zwei Mannschaften, die sicher gleichviel können. Tura sollte gewinnen.
In der e r st e n Bezirksklasse gibt es weiter die Treffen Neuhof — Künzell und Alsfeld — Elm. R.
Van Kempen— Pijiicnburg gewannen erwartungsgemäß das, Amsterdamer Sechstagerennen, und zwar mit Rundenvorsprung vor Rausch—Hürtgen. Charlier—Sennes wurden Dritte mit zwei Runden zurück. Göbel—Schorn, die zweite deutsche Mannschaft, kamen von dem letzten Platz nicht weg. Das Rennen, das erste dieser Art in Amsterdam, war ein großer Publikums- und damit finanzieller Erfolg.
Die Mitgliederversammlung der Radfahrerbehörde für Verkehr und Sport, die in Berlin stattsand, lehnte die Wiedereinführung einer Radfahrerkarte sowie damit verbunden eine Haftpflichtversicherung, die von einem „Konsortium zur Förderung der Radfahrerinleressen" bei de» Reichssiellen empfohlen worden ist, ab.
Nach Kopenhagen eingeladen wurde Hellas - Magdeburg und der 1. Magdeburger Tamen-SC. für den 21. und 22. Januar zu einem internationalen Schwinnnsest
Börse und Handel.
Amtliche Berliner Notierungen vom 25. November.
* Devisenbörse. Dollar 4,20—4,21; engl. Pfund 13,56 bis 13,60; holl. Gulden 169,28—160,62: Danz. 81,85—82,01; franz. Franc 16,46-16,50; schweiz. 80,92—81,08; Belg. 58.29—58,41; Italien 21,53—21,57; schwed, Krone 73,13—73,27; dän. 70,73 bis 70,87; vorweg. 69,68—69,82; tschcch. 12,46—12,48; österr. ^iOtna 51,95—52,05; Argentinien 0,883—0,887; Spanien 34,38 MS 01.44
Getreide und CHaaten per 1000 Kilogramm. sonst bei 100 Kilogramm in Reichsmark:
25. 11. 24. 11.
Weiz., mark. 193-195 196-198 pommersch
Rogg., mark. 154-156 155-157
Braugerste 170 180 170-180
Sommergerste — -
Funergerste 161 168 161 168
Winrergerste - —
Hafer, mark. 124-129 125-130
pommersch — —
wcslprenß — —
Weizenmehl
per Ion kg ii Berl br inkl. Sack 24,1-27,0 24,2-27,0
Roggenmehl per Ulli kg ir Berl br
, iâ.èl 19,7-22^
25. 11. 24. 11. Weizkl s Blu 9,4-9 7 9,4 9,7 Roggkl f. Blu 8,6-9,0 8.6 9.0
Raps - — Leinsaar — — Vikwriaerbs 21.0 26 0 21,0-26,0 kl. Sp'Nseerbs 20,0-23,0 20.0-23,0 Futtererly-m 14.0 16,0 14,0 16.0 Peluschken — — Ackerbobncn — — Wicken — — Lupine, blaue — — Lupine, gelbe — — Serradelle — — Leinkuchen 10,1 10,2 10,1 10,2 Erdnuß'uchen 10 8 11 1 10.8 11,1 Trockenschtzl. 8,9 8,9 Soyaschrot 10,2-10,9 10,3-11,0
Karwnelii. — —
Wochenspielplan der Frankfurter Theater.
Opernhaus: Sonntag, 27. Nov., 15 Uhr: Im weißen Rößl; 19.30 Uhr: Carmen. Dienstag, 29. Nov., 19.30 Uhr: Don Carlos. Mittwoch, 30. Nov., 20 Uhr: Die Entführung aus dem Serail. Donnerstag, 1. Dez., 19.30 Uhr: Die Czardasfürstin. Freitag, 2. Dez., 20 Uhr: Tiefland. Samstag, 3. Dez., 19.30 Uhr: Die Czardasfürstin. Sonntag, 4. Dez., 15 Uhr: Im weißen Rößl; 19.30 Uhr: Die Czardasfürstin.
Schauspielhaus: Sonntag, 27. Nov., 15.30 Uhr: Florian Geyer; 20 Uhr: Moral. Montag, 28. Nov., 20 Uhr: Hedda Gabler. Dienstag, 29. Nov., 20 Uhr: Rose Bernd. Mittwoch 30. Nov., 20 Uhr: Moral. Donnerstag, 1. Dez., 20 Uhr: Iphigenie auf Tauris. Freitag, 2. Dez., 20 Uhr: Moral. Samstag, 3. Dez., 19.30 Uhr: Ter mutige Seefahrer. Sonntag, 4. Dez., 16 Uhr: Der Raub der Sabinerinnen; 20 Uhr: Die endlose Straße.
Bekanntmachung.
Am 1. Dezember d. J. findet auf Anordnung der Reichsregierung eine Viehzählung statt, die sich aus Pferde (ohne Militärpferde), Maultiere, Maulesel und Esel, Rindvieh, Schafe, Schweine, Ziegen, Federvieh und Bienenstöcke erstreckt.
Gleichzeitig wird in Preußen eine Zählung der Kaninchen und der in den Monaten September, Oktober und November 1932 geborenen Kälber durchgeführt.
Jeder Viehhalter ist verpflichtet, dem Zähler die Zahl und Art des in seinen Räumen in der Nacht zum 1. Dezember 1932 vorhandenen Viehes anzugeben. Sollte ein Anwesen übergangen werden, so ist der Vieh-besitzer verpflichtet, dem Magistrat über Zahl und Art des Viehbestandes unaufgefordert bis spätestens 2. Dezember 1932 Anzeige zu erstatten. Wer den Viehbestand nicht angibt oder wissentlich unrichtige Angaben macht, wird mit Gefängnis bis zu sechs Wochen oder mit einer Geldstrafe bis zu 10 000 RM. bestraft. Auch kaun Vieh, dessen Vorhandensein verschwiegen worden ist, im Urteil „für dem Staate verfallen" erklärt werden.
Fulda, den 22. November 1932.
Der Magistrat: Dr. Danzebrink.
Bekanntmachung.
Am 1. Dezember 1932 findet im Deutschen Reiche in Verbindung mit der Viehzählung der Obstbäume statt.
Es werden Apfelbäume, Birnbäume, Pflaumen-, Zwet- schen-, Mirabellen- und Reineclauden-Bäume, Süßkirschbäume, Sauerkirschbäume. Aprikosenbäume, Psirsichbäume und Walnußbäume nach ertragsfähigen und noch nicht er tragsfähigen Bäumen gezählt.
Jeder Obstbaumbesitzer ist verpflichtet, dem Zähler die Zahl und Art der Obstbäume anzugeben. Sollte ein p im baumbesitzer übergangen werden, so ist derselbe verpflichtet, dem Magistrat über Zahl und Art der Obstbäume un ausgefordert bis spätestens 2. Dezember 1932 Anzeige zu erstatten.
Fulda, den 24. November 1932.
Der Magistrat: Dr. D a n z e b r i n k.