gelassen und Aufträge zur Ausspähung der württem- bergischen und badischen Reichswehrtruppenteile ent» gegengenommen.
0 Flugzeugunfälle infolge starken Nebels. Außergewöhnlich dichter Nebel verursachte an der englischen Südküste mehrere Flugzeugunfälle. Vier Kampfflugzeuge, die von einem Übungsfluge zurückkehrlen, mußten in Kent Notlandungen vornehmen. Zwei Maschinen rissen ein Eisenbahngleis auf und überschlugen sich, während eine dritte sich tief in die Erde bohrte. Ein Fliegerleutnant wurde verletzt. Auch auf den Perkehrsflugwegen verursachte der Nebel Störungen. Zwei Flugzeuge mußten ihre Fahrt nach Paris nach kurzer Zeit aufgeben und notlanden. Die 40 Fahrgäste überquerten dann den Kanal mit dem Dampfer.
0 Der Nekordflicgcr Smith verschollen. Der 19jährige südafrikanische Flieger Victor Smith, der einen Rekord- slug von Kapstadt nach London ausführen wollte, ist seit seinem Abflug von Duala (Kamerun) verschollen. Er beabsichtigte, die Strecke Kapstadt—London in vier Tagen zurückzulegen und sollte am Mittwoch um Mitternacht in London eintreffen.
0 Ein neuer französischer Vernebelungsapparat gegen Luftangriffe. In Anwesenheit einer großen Anzahl höherer französischer Offiziere sowie des Generalinspekteurs der französischen Luftstreitkräfte, Marschalls Pètain, wurde in der Nähe von Lille ein neuer Vernebelungsapparat gegen Flugzeugangriffe, der von einem Hauptmann erfunden worden ist, erprobt. In weniger als vier Minuten wurde eine Fläche von 30 Hektar vollkommen vernebelt. Ter neue Apparat hat den Vorteil, schon eine Minute nach seiner Entleerung wieder gebrauchsfähig zu sein, so daß praktisch die Vernebelung unbegrenzt fortgesetzt werden kann.
Vermischtes
— „Schaffner, lieber Schaffner, was haben Sie getan!" Eine vergnügliche Geschichte von einer ungewöhnlichen Bahnfahrt wird aus Bayern erzählt: Da verkehrt zwischen Eggmühl und Langquaid ein Zug, der die Strecke, die er zu durchfahren hat, normalerweise in 22 Minuten „iJjafft". An einem dieser Tage aber schuf das Zügle einen Fahrtrekord nach rückwärts, indem es eine Stunde und sechs Minuten brauchte, um von Eggmühl nach Langquaid zu gelangen. Es war nämlich Ungewöhnliches geschehen. Nicht als ob der Zug an sich oder seine Lokomotive versagt hätte! Der „Defekt" bestand vielmehr darin, daß unterwegs ganz unvermutet der Schaffner verlorengegangen war. Man vermißte ihn erst, als man sich der Station Niederleyerndorf näherte, und nun wußte kein Mensch, wo er geblieben war: war er „untreu oder tot" oder war er bloß ein bißchen „ausgetreten" Als man noch sorgenvoll hin und her beriet, sauste plötzlich in einem leibhaftigen Auto der Schaffner an! Er war auf der Station Schierling vergessen worden und hatte sich in großer Geistesgegenwart sofort das Auto genommen, um dem Zügle nachzufahren. Und er überholte es mit großem Elan, und der Lokomotivführer und alle Fahrgäste freuten sich mit ihm, und keiner bedauerte, daß man um dieses ungewöhnlichen Vorfalles willen über 40 Minuten zu spät in Langquaid einfuhr. Die Verspätung hatte sich in überraschender Weise gelohnt.
= Das ist Pflichterfüllung! Aber sie kam von einem Hund. Hier ist die Geschichte einer seltenen Pflichterfüllung, und da ihr Held ein Hund ist, kann man glauben, daß sie wahr ist. — Eine Familie besitzt einen Schäferhund, der von klein auf zu Besorgungen abgerichtet wurde. Alles, was Frauchen brauchte, holte er. Man brauchte dem herrlichen Tier nur den Einholkorb mit Geldbeutel und Besorgungszettel ins Maul zu klemmen, und er machte reihum bei Schlächter, Bäcker und Kaufmann Besuch und kam dann auf dem kürzesten Weg nach Haus zurück. Vor einiger Zeit wechselte nun die Familie den Wohnort; auch hier versuchte das Frauchen, den Hund zum Boten auszubilden. Mehrmals nahm sie ihn bei ihren Besorgungen mit, und
Aus der Garmischer Hochgebirgsvogelwarte.
Von Peter Jens- Parlenkirchen.
Die Flugkäfige tm Garmischer Kurpark sind eine vergnügliche Angelegenheit. Viele Menschen gehen da zunächst einmal vorbei. Nicht wenige werden danach zum täglichen Besucher, der schließlich ein tiefes Erlebnis davon trägt, wenn er eine Ahnung bekam vom Umfang der Arbeiten der Hoch- gebirgsvogelwarte. Natürlich gibt cs immer noch Leute, bte kein Käuzchen sehen können, ohne es schnell mit der Mütze zu ärgern oder ihm wenigstens gegen den Kopf zu pusten. Diese Brüder kennt der Vogel. Er blinkert nur einmal aus den Augen und sagt deutlich: „Affe!" Womit er Recht hat.
Die beiden langen Flugkäfige im Kurpark sind eine Sommerfrische für die Tiere.' Im Winter findet die Vogelwarte im Saale statt. Was wörtlich aufzufassen ist, denn vor dem ersten Schnee zieht sie in ein geräumiges Zimmer des Kurhauses um, und das Gepiepse, Geschrei und Gezirp geht da ohne Unterbrechung weiter. Im letzten Winter sag da eine Nachtigall versteckt hinter ihrer kleinen Iungfichtengruppe und sang pünktlich zehn Uhr vormittags ihr süßestes Liebeslied. Man konnte seine Uhr danach stellen.
Obwohl die Sängerin das nicht täte, wenn sie sich nicht wohl fühlte, stellen sich die ganz Gescheiten davor hin und sagen: Das ist ein komischer Vogelschutz, die armen Viecher einzusperren. Da müßte man eigentlich eine lange Geschichte erzählen. Die ganze Vogelwarte verdankt ihre Entstehung einer merkwürdigen Beobachtung. Im Herbst, zur Zeit des Vogelzuges, wurden an der Gebäudewand der Kreuzeck-Bergstation tote Vögel gefunden, die auf ihrer nächtlichen Wanderung, geblendet durch das grelle Scheinwerferlicht, dort zerschellt waren. Im September 1929 weilte zufällig der Sachverständige für Vogelschutz in Bayern, Forstmeister Haenel, in Garmisch und erfuhr von diesem Unheil, zu dessen Vermutung er sich an Ort und Stelle begab. Auf dem schrägen Vordach unter dem Scheinwerfer wurde ein Sitz angebracht, und Haenel beobachtete dort eine sternfimkelnde Herbstnacht lang die nach Süden strebenden Vogelzüge. In dieser Nacht wurde der Plan geboren, die im Garmischer Gebiet besonders Ptustigen Gelegenheiten zur Erforschung des Vogelzugs int Hochgebirge auszunutzen.
Die Flugkäfige haben sich so gut wie von selbst gefüllt. Vogelwarte sängt oder kauft keine Tiere. Der gesamt« '"Imnb stammt fast ganz aus der Beschlagnahme von Fängen „ Schwarzhänolern. Eine Ausnahme machen nur die bet» nit l6 *• .r verwaisten Jungen, die entweder verkrüppelt
*n der Gefangenschaft aufgezogen waren, ehe sie n Der Vogelwarte abgegeben worden finb. Die wenigsten b erbon vermögen sich in der Freiheit selbst fortzubringen. 2 armenGeschopfe kommen oft in bejammernswertem Zu- ap^Lan< Meist hat der frühere Besitzer sie falsch oder ungenügend ernährt. Verlaust, schmutzig, mit verrenkten, ge» b Wnen und bann krumm angeheilten Gliedern kommen sie
eines Vormittags glaubte sie es wagen zu können, ihn allein zum Einholen zu schicken. Sie gab ihm den Korb, und das Tier sollte Essig und Lel holen. Schweifwedelnd galoppierte es davon. Aber er kam nicht wieder. Es wurde Mittag, es wurde Nachmittag, es wurde Abend. Der Hund kam nicht. Schon flossen reichlich Tränen, als man plötzlich Kratzen und Jaulen vor der Haustür hörte. Die. Familie stürzte zur Tür und da stand luftschnappend und mit schlagenden Flanken der Hund. Kaum sah er sein Frauchen, als er den Einholekorb nebeü sich ausgriff und ihr entgegenbrachte. Im Korb lagen die Flaschen mit dem eingehüllten Essig und Lel und ein Briefchen: „. . . und freuen wir uns, daß Sie uns auch nach Ihrer Uebersiedlung Ihre werte Kundschaft weiter zuwenden." Das brave Tier hatte 65 bis 70 Kilometer vom neuen zum alten Wohnort und zurück an einem Tage bewältigt. Einen Weg, den es nicht kannte, und dazu einen schweren Korb im Maul. Das ist Pflichterfüllung!
Ein Bauer als Evr-nvoktor.
Ein greiser Lausmann, der 79jährige Patrick Pettersson, erhielt von der Universität Upsala die Würde eines Ehrendoktors der Philosophie. Er hatte, während er sich der Bestellung seines Ackers widmete, noch Zeit gesunden, volkskundliche Studien zu treiben. Die Ergebnisse dieser Arbeit — ein großes Wörterbuch mit einer Grammatik seines Dialekts sowie eine Sagensammlung — legte er den Universitäten von Lund und Upsala vor. In Anerkennung dieser wissenschast- lichen Arbeit ernannte man ihn zum Ehrendoktor.
Schulkinder halten den Schnellzug auf.
Die Verwaltung der englischen Nordostbahn hat kürzlich eine Verfügung erlassen, die in ihrer Geschichte einzig dasteht: Wegen drei kleiner Schulmädchen muß einer der schnellsten Züge Englands auf einer winzigen Station halten. Die drei Mädchen sollten dem Wunsch ihrer Eltern zufolge ein Lyzeum tn Doncaster besuchen. Das schien aber unmöglich zu sein, da der einzige Zug, der vormittags auf dem Bahnhof des kleinen Dorfes Balne hielt, erst dann in Doncaster eintraf, wenn die Schule schon beendet war. An eine Beförderung mit dem Kraftwagen konnten die Eltern aus wirtschaftlichen Gründen nicht denken. Dagegen flog jeden Morgen, eine Stunde vor Schulbeginn, der Londoner Schnellzug durch Balne. Ein Bekannter meinte einmal im Scherz zum Vater des einen Kindes: „Du kannst ja den Schnellzug aufhalten!" Der Mann griff den Gedanken, obwohl seine Durchführung unmöglich erschien, auf und wandte sich unter Schilderung der Verhältnisse an die Bahnverwaltung. Und das Wunder geschah. Die Direktion brachte Verständnis für die unangenehme Lage der Kinder auf und ordnete an, daß der Schnellzug in Balne hielt, um die drei Mädchen aufzunehmen.
zufüttern, bis sie fröhlich zwitschernd sich in den Flugkäfigen tummeln.
Man kann da ganz merkwürdige Beobachtungen machen. • Es ist im Frühjahr vorgekommen, daß ein Notschwanzpaar, anstatt tn Ehren ein Nest zu bauen und Eier hervorzubringen, nichts voneinander wissen wollte. Es war eine hoffnungslos unglückliche Ehe. Das merkte aber nicht nur der Mensch sondern auch ein Rotschwanzmännchen, das täglich von früh bis spät außen an dem Flügkäfig saß und verliebte Lieder sang. Die unverstandene Notschwanzfrau interessierte sich außerordentlich für diesen fremden Gast, und es blieb schließlich nichts übrig, als dem freiwillig aus der Freiheit in den Käfig strebenden Rotschwanz Einlaß zu verschaffen. Er fand dort eine Frau, gute Verpflegung und die Möglichkeit, eine Samilie zu gründen, und ist mit einem Wort ein glücklicher ogel geworden.
Eiiren kleinen Gegendienst müssen allerdings die Vögel leisten: Sie müssen fressen, und zwar das fressen, was den Menschen interessiert. Sie bekommen nicht nur ihr gewohntes Futter, sondern es werden auch die Eier und Larven aller möglichen Jnsektenschädlingc so in den Flugkâfigen untergebracht, wie das den natürlichen Verhältnissen etwa entspricht. Und man beobachtet nun, welche Schädlinge von den verschiedenen Bogelarten am eifrigsten vertilgt werden. So ist hier endgültig festgestellt worden, daß die Meisen die Eier des Nonnenschmetterlings fressen. Was das zu bedeute« hat, wird demjenigen klar, der die Abbildungen gesehen hat, wie Flugzeuge über den von der Nonne zerfressenen Waldgebiete« Gift- Jtone ausstreuen. Du lieber Himmel! Was bietet der Mensch da für einen Apparat auf, um aus der fliegenden Giftspritze gegen einen Schädling Feldzüge zu führen, der inzwischen bereits weite Forste kahl gefressen bnt.
Da lobe ich mir den Meisenflugküfig und ein paar Stück Fichtcnrinde mit Nonneneiern, an denen Kohl- und Blau- meife vergnügt hcrumhämmcrn. Und die Laboratoriums- waage, auf der man in der Vogelwarte ein paar der winzigen weißen Eierchen wiegt. Hier wird nicht gleich mit Drei« motorigen Maschinen in der Luft herumgesaust, es kommt dafür aber ungleich mehr heraus. Nämlich die Erfahrung, daß der Forstmann seine Wälder besser vorbeugend gegen Nonnen und Forleule schützt, indem er ein paar hundert Meisennistkästen an seinen Bäumen aufhängt. Diese Art Ge- sundhcitspolizei erhält sich fast spesenfrei
Eine ebenso dankbare Aufklärungsarbeit leistet die Vogelwarte für ihre Raubvögel. Bisher nannte der Bauer alles, was Fänge und einen krummen Schnabel hat, Geier und schoß es tot. Dabei gibt es für ihn nichts Nützlicheres als Eulen, Falken und Bussarde, die feine Wiesen von der Mäuscplage befreien. Trotzdem werden ihre Horste geplündert und die Iungvögel tn meist engen und schmutzigen Käfigen geschunden. Endlich scheint sich jetzt eine Wandlung anzubahnen. Alles, was der Gendarm den Horsträubern oder Schwarzhändlern beschlagnahmt, wird postwendend der Vogelwarte eingesandt, dort gepflegt und für die Freiheit vorbereitet. Die Tiere gewöhnen sich dabei so an den Menschen, daß sie gar utchs offne weiteres wieder auMsetzr werden WWW. S-L
Zeitgemäße Betrachtungen.
(Nachdruck verboten.)
Novembertag.
In der Natur begann das große Sterben, — denn sie ist müde und will schlafen geh'«, — ihr schönster Schmuck muß'welken und verderben, — ihr letztes Blatt verblassen und verweh'«, — die Sonne lockt nur selten uns hinaus, an manchem Tage bleibt sie gänzlich aus, — der Wind weht rauher durch des Waldes Hallen, — das sind die Tage, die uns nicht gefallen.--
Ear trüb und grau sind die Novembertage, — denn selbst der Himmel wölbt sich grau in grau, — und trüb und grau erscheint auch unsre Lage, — drum ist die Stimmung dementsprechend flau, — die Lage ist noch so wie vor der Wahl, — verschoben hat sich nur etwa!» die Zahl, — jedoch nach allem, was wir hör'n und lesen, — sind mir so klug wie wir vorher gewesen.--
Man meint, es müsse sich doch einmal ändern, — doch ist das einzige, was man erfährt: — Herr Papen macht Besuche bei den Ländern — sonst ist die Lage wenig noch geklärt. — Jetzt wird der Frage Lösung zum Gebot: — Wie kommen wir heraus aus unsrer Not, — daß unsre schwerste Sorge bald entschwindet, — daß jeder wieder feine Arbeit findet!--
Nun heißt es weiter ringen, weiter streben — zu einem Ziele mit vereinter Kraft, — daß wir auch jene wieder neu beleben, — die schon von Not und Trübsal sind erschlafft, — drum setzt die Winterhilfe wieder ein, — wer geben kann, soll Freund und Retter sein, — soll Wunden heilen und Verzagte trösten — und immer helfen, wo die Not am größten.--
Trüb ist der Tag, in nebelgraue Ferne — irrt unser Blick, und doch mit Zuversicht, — auch am Novemberhimmel leuchten Sterne — und auch an trüben Tagen strahlt ein Licht, — ob auch die Zeit sich noch so trüb erweist, — kraftvoll zum Lichte strebt der deutsche Geist, — den Vorzug gab uns ja der Welten-Lenker: — Wir finb das Volk der Dichter und der Denker.--
Und wenn sich viele Deutsche heut vereinen — zu einem Gruß, der brausend widerhallt, — so grüßen sie zugleich der Größten einen — in Gerhard Hauptmanns mark ger Gestalt, — der auf des Lebens und des Ruhmes Höh'n — den 70. Geburtstag kann begeh'«. — Drum tönt der Glückwunsch, daß fein Genius weiter — auch noch im Alter kraftvoll schafft !-- Ernst Heiter.
Eewinnauszug
2. Klaffe 40. Preußisch-Sütdeu.sche Staats-Lotterie.
Ohne Gewähr Nachdruck verboten
Aus jede gezogene Nummer sind zwei gleich hohe Gewinne gefallen, und zwar je einer aus die £je gleicher Nummer in den beiden Abteilungen I und II
1. Siebungstag 18. November 1932
In der heutigen Bormittagsziehung wurden Gewinne über 300 M. gezogen
2 Gewinne zu 5000 M. 55203
6 G-w.nn- zu 3000 UI. 1613 135393 375230
4 Gewinne ju 2000 M. 156327 157216
Z0 Gewinne zu i 000 M. 2357 24441 99425 109707 133837 134'103 171306 174115 185556 234874 280029 305250 3203^0 349586 3C0297 30 Gewinnezu 800 M. 9447 64669 69485 70038 76046 79798 89245 97577 119405 130350 194472 233976 310369 352863 357106
40 Gewinne ,u 500 .M. 12297 19047 46977 56863 66258 66259 67228 70350 105424 103174 118136 142258 150757 199216 246819 293386 334730 335879 348823 361857
In der heutigen Nachmitlagszichung wurden Gewinne, über 3W M. gezogen
2 Gewinne JU 100000 M. 11830
2 Gewinn« zu 5000 Ui. 3868
6 G-Winn« zu 3000 M. 77770 96697 230711
6 Gewinn« ju 2000 M. 29922 36383 45363
20 Gewinn« zu looo M. 10677 18902 58201 64556 6' 96 125268 155561 273413 341227 383435
42 Gewinn« zu 800 N. 237 76 25758 69645 69781 13 125 154130 169902 172746 190687 192291 196539 220830 246941 25 811 271135 299306 336644 333339 339716 358774 367871
44 @emmn» >u 500 St 16104 25867 33796 50036 70 04 138333 139617 177676 180548 200575 203329 204799 217634 221455 233426 254946 266067 299807 378739 394709 395182 397130
komme« zunächst auf die Umgewöhnungsstation Almhütte, die bei Garmisch an den Kramcryängen steht.
Man muß einen Nachmittag auf dieser Almhütte verbringen. Da sitzt der Sartori, selbst Försterssohn und an Tiere von Jugend aus gewöhnt, mit einem jungen Milan an einem Tisch. Der Vogel ist so zahm, daß er ihm auf Schrill und Tritt nachfliegt. AIs das Tier neulich nicht auf die Minute pünktlich sein Futter erhielt, verübte cs kurzerhand durchs Speisckammerfenster einen regelrechten Einbruch. Im ©arten sieben ein paar große Aussichtskäfigc, in denen Eulen, Falken, Bussarde, Milane und selbst Steinadler hausen und zunächst die Gegend kennen lernen. Schon nach wenigen Tage« dürfe« sie frei ein- und ausflicgen. Bald treiben sie sich am den Mahdwiesen und über den urigen Wäldern des Loisachials herum, aber um vier Uhr uachm'itiags, wenn der Sartori sein Pfeifenzeichen ertönen läßt, kommen sie mit hellen Rufen aus allen Richtungen angesegelt, bäumen aus ihrem wohlbcstcllten Stammtisch auf ober Haschen aus ihres Pflegers Hand noch die letzten Extra-Fleischstücke, ehe sie für immer in ihre Jagd- Srünbe verschwinden. Unvergeßlich ist der Anblick Dieser errlichen Flugkünstler, wenn sie hoch am Himmel ihre Kreise ziehen und mit ihrem Ruf den Menschen grüßen, der ihnen Gutes aetan hat.
Amtlich genormte Prügel.
Das australische Volksschulwesen scheint vor einem neuen Abschnitt in seiner noch kurzen Geschichte zu stehen. Eine geradezu geniale Maschine wird in allen Schulen des fünften Erdteils grundlegend Wandel schaffen, und dir Menschheit darf bem genialen Erfinder, der sein Werk kürzlich dem australischen Kultusminister zur Bcgutachtuug vorlegte, tiefgefühlten Dank zollen. Die Erfindnng appelliert tatsächlich an die innersten Gefühle der Menschen, wenigstens derjenigen, die mit ihr in Berührung kommen. Sie ist nämlich dazu bestimmt, beu Hosenboden der Schüler zu bearbeiten und dem Lehrer manche Arbeit zu ersparen. Der Erfinder nennt fein Werk die „Züchtigungsmaschine". Der sündige Schüler wird über den Stuhl gelegt, an dessen Lehne der sinnvolle Apparat angeschraubt ist, der Lehrer schaltet beu Strom ein, und ein Rohrstock faust mit stets gleichmäßiger Wucht in gleichen Abständen auf die zu behandelnde Sitzfläche nieder. Der Aussage des Erfinders zufolge soll ber größte Vorteil des Apparates darin bestehen, daß' nach seiner Einführung die Prügel in allen australischen Schulen die gleiche Stärke haben werden. Wenn die Erfindung eingcsührt werden sollte, so JOH dem Wunsche des Konstrukteurs zufolge eine Zcmrafiieue gc« wissermaßeu als Eichamt für die Prügclmaschine.(Uligicrcii. Die Lehrer sollen der Erfindung durchaus sympalbilck» gegenüber stehen. Die Ansicht der Schüler ist leider nicht betaun .
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