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Die Preise der Neichshauptstadt zur Wahl.

Man greift selbstverständlich zuerst nach dem Blatt Dr. Goebbels, dem Angriff, um zu. Hörer., was er zu den Verlusten seiner Partei sagt. Dr. Goebbels erklärt, eine gewisse Einbuße habe die NSDAP , erwartet, aber der Vertust falle kaum ins Gewicht und sei bei den nun vor der Tür stehenden Entscheidungen von gar keiner Be­deutung. Herr von Papen müsse sofort seinen Rücktritt anmelden. Das Jahr 1932 solle trotz allem noch zum Jahr der Entscheidungen gemacht werden. Der bürgerlich­nationale Berliner Lokatanzeiger schreibt, daß die neue Bewegung in der Wählerschaft den Regierungs­kurs gerechtfertigt habe, die Möglichkeit einer schwarz­braunen Koalition sei zerschlagen. Durch das völlige Miß­lingen des Versuchs, die Mehrheit für die LosungAlle Macht für Hitler" zu gewinnen, ist für uns keineswegs die Unfähigkeit des Werbers Hitler erwiesen, so wenig wie etwa die Wertlosigkeit der nationalen Bewegung im Nationalsozialismus. Aber vor der Welt, der der Aber­glaube au die nicht abzuwehrende Aufsaugung Deutsch­lands durch den Nationalsozialismus suggeriert wurde, ist der Zauber dieser agitatorischen Suggestion nun ge­brochen. Die agrarische Deutsche Tageszeitung stellt in ihrer Wahlbetrachtung fest: Im ganzen genommen ist also der politische Sinn des Wahltages nicht über­wältigend groß, wenn man nicht voraussetzt, daß der Wahlausgang eine gewisse erzieherische Wirkung ausüben kann. Entscheidendes ist nicht vorgefallen.

Die volksparteiliche Deutsche Allgemeine Zeitung tritt unter der ÜberschriftVersöhnung" dafür ein, daß die NSDAP an einem neuen Präsidialkabinett beteiligt werde. Hindenburgs Ver­söhnung mit Hitler, das ist die Forderung des Tages, schreibt das Blatt. An Hitler richtet es die Mahnung, nicht auf dem Kanzlerposten zu bestehen. Die demokratische V o s s: s ch e Zeitung schreibt nach der Feststellung, daß die Nationalsozialisten eine schwere Niederlage erlitten haben, Papen habe das große Gespenst einer schwarz­braunen Koalition gebannt, das Prestige der Regie­rung sei wiederhergestellt, ja sogar erhöht. Das links­demokratische Berliner Tageblatt meint, es gebe zwei Besiegte, Hitler und Papen, und sagt weiter: es ist Hugenberg gelungen, sich wieder eiuzuschalten, der deutschnationale Parteiführer habe jetzt wieder die Chance, bei jeder Mehrheitsbildung nach rechts ein ent­scheidendes Wort mitzusprechen. Der sozialdemokratische Vorwärts erklärt, der Wahlausgang sei ein Miß­trauensvotum des Volkes gegen die Regierung v. Papen. Papen soll zurücktreten. Die gleiche Forderung erhebt das Zentrumsblatt Germa n i a. Der 6. November sei ein Mißerfolg für Papèn. Die jetzige Regierung müsse endlich den Weg zur Schaffung einer anderen Regierung frei» geben.

Das Wänö zur Micksiaaswahl.

Die deutschen Rcichstagswahlen sind im Ausland mit großer Aufmerksamkeit verfolgt worden. Besonders die verschiedenen Vermutungen über das künftige Verhältnis von Regierung und Parlament stehen im Mittelpunkt des Interesses. In den Berichten der

englischen Blätter werden die Gewinne der Deutschnationalen unterstrichen. Die Verluste der Nationalsozialisten, der Sozialdemo­kraten und des Zentrums sowie das Anwachsen der kommunistischen Stimmen werden als den Erwartungen gemäß.bezeichnet. Allgemein herrscht Übereinstimmung, daß auch der jetzige Reichstag keine Mehrheit zustande bringen werde.

Die französische Presse schließt aus dem Ergebnis, daß der neue Reichstag ebenso wie der alte nicht in der Lage sei, eine stabile Mehrheil abzugeben, und daß unter diesen Umständen die augen­blickliche Regierung Papen-Schleicher auch weiterhin dic Führung der Geschäfte in Händen behalten werde. Es wird hier besonders der Rückgang des Zentrums und die Zunahme der deutschnationalen Sitze unterstrichen, während die Verluste der Nationalsozialisten und der Sozialisten nicht weiter überraschen.

Das Interesse der sowjetrussischen Öffentlichkeit an den deutschen Wahlen war außerordentlich groß. Aus Veranlassung der zuständigen Behörden wurden bis späi in die Nacht die Ergebnisse der Wahl laufend übermittelt. Die Erfolge der KPD. werden als Beweis dafür an­gesehen, daß die im Oktober aufgestellten Richtlinien der kommunistischen Internationale zweckmäßig waren. Nach Ansicht der russischen politischen Kreise wird die KPD. in den kommenden innerpolitischen Entscheidungen Deutsch­lands eine große Rolle spielen und ihren Kampf für die Zersetzung des demokratischen Systems fortführen.

Die Beurteilung des Wahlergebnisses in Newyork.

Newyork, 7. Nov. .In hiesigen Finanzkreisen erblickt man im Rückgang der nationalsozialistischen Stimmen bei der Reichstagsmahl und in der Wahrscheinlichkeit, daß die Regierung von Papen am Ruder bleiben werde, einen un­zweifelhaften Fortschritt auf dem Wege zur Festigung der deutschen Verhältnisse. Deutsche Anleihen lagen gestern aus der Börse fester.

Der Buttsrjahn-Mrozeß.

Lokaltermin in Berlin.

Der Vierte Strafsenat des Reichsgerichts, der zur Weiter- fjihrung des Bullerjahn-Prozesses von Leipzig nach Berlin übcrgcsicdelt ist, setzte in Berlin früh die Ver­handlung im Gebäude des Oberpräsidiiims fort. Dieser Verhandlungsort ist gewählt worden, weil in unmittel­barer Nähe des Oberpräsidiums der H o r st w e g liegt, der im Verfahren gegen Bulterjahn eine Rolle spielt.

Am Horsiwcg wohnte 1924 der französische Leut­nant I o st von der Militärkontrollkommission. Am 24. De­zember 1924 entdeckte Jost bei einer Haussuchung in den Berlin-Karlsruher Jndustricwcrkcn

geheime Wasfeulagcr.

Diese Entdeckung geschah in einer Weise, die keinen Zweifel darüber ließ, daß den Franzosen das Waffcnlagcr verraten worden war.

Am 25. Dezember in den Abendstunden wurde Bullerjahn in der Nähe der Wohnung des Leutnants Jost von d e m Ehepaar Langner gesehen. Der Bankbeamte Langner, ein Hauptbclastungszengc. kannte Bullerjahn aus dem Militär- waisenhaus in Potsdam. Am 7. Januar 1925 wurde Buller­jahn zum zweitenmal am Horstweg beobachtet. Kurze Zeit daraus wurde er verhaftet, weil er dringend verdächtig war, das geheime Wasfeulagcr an Jost verraten zu haben.

Am Sarkophag Gustav Adolfs.

Stockholm. Den Höhepunkt des letzten Tages der Gustav- Adolf-Feierlichkeiten bildete die Weihcstundc am Sarkophag in der Riddarholms-Kirche. Von deutscher Seite wurden zahl­reiche Kränze niedergelegt. Den bronzenen Eichenkranz des Protestantischen Weltverbandes und des Evangelischen Bundes legte der Oberstatthalter von Stockholm nieder.

Die Kmanznoi der Gemeinden.

Ein Schreiben Dr. Mulerts an den Reichskanzler.

Der Präsident des Deutschen Städtetages, Dr. M u l e r t, hat an den Reichskanzler ein Schreiben gerichtet, in dem er darauf hinwies, daß zahlreiche Ge­meinden vor dem offenen finanziellen Zusammenbruch standen. Die Auswirkungen dieser Katastrophe müßten die erhofften belebenden Wirkungen des Aufbau­programms für die Wirtschaft völlig zerstören. Dr. Mulert saßt dann die Forderungen der Städte in sieben Pro­grammpunkte zusammen und weist zunächst darauf hin, daß es notwendig sei, die Arbeitslosenhilfe vom Gemeindehaushalt finanziell loszulösen. Er schlägt vor, aus den Ersparnisfen der Arbeitslosenver­sicherung und Krisenfürsorge die ungedeckten Mehr­ausgaben in der Wohlfahrtserwerbslosen- f ü r s o r g e zu finanzieren und die R e i ch s h i l f e um den Betrag von rund 200 Millionen Reichsmark sofort zu erhöben.

Die Maßnahmen für die privale Wirtschaft müßten unbedingt durch ein kommunales Arbeitsbe­schaffung s p rogramm ergänzt werden. Die Schwierigkeiten im kommunalen Zins- und T i l - gungsdienst ließen erkennen, daß es unmöglich sei, die Beträge in der bisherigen Höhe aufzubringen Es sei dringend geboten, Wege zu einer Verminderung der Zinsverpflichtungen zu finden. Die Fr^.ge der kommu­nalen Umschuldung müsse beschleunigt gelöst werden. Die enge Verknüpfung der Gemeinden mit dem Reich mache es unerläßlich, daß bei den bevorstehenden Ver­handlungen über die Reichsreform auch die Inter­essen der Gemeinden entsprechend gewahrt würden. Ter neue Verteilungsschlüssel für die Reichshilfe beseitige zwar im wesentlichen Beanstandungen, Die von zahlreichen Gemeinden immer wieder gegen die bisherigen Aus­wirkungen erhoben wurden, die Maßnahmen der Reichs­regierung bedeuteten aber nur eine teilweise Hilfe und reichten nicht aus, Den finanziellen Notstand der Ge­meinden zu beheben.

Der Katt GiâsgZK.

Strafantrag und Beschwerde beim Reichsinnenminister.

Der seines Amtes enthobene Bürgermeister Dr. Stoffregen in Eutin hat gegen den Regierungs­präsidenten Böhmcker bei der Staatsanwaltschaft Lübeck Strafantrag wegen Vergehens gegen § 339 des Strafgesetzbuches gestellt. Regierungspräsident Böhmcker hat seinerseits in einer öffentlichen Versammlung erklärt, der Bürgermeister werde fein Amt nicht wieder ausüben, solange er (Böhmcker) Regierungspräsident in Eutin sei. Gegen Den nationalsozialistischen Stellvertreter des Bürgermeisters ist wegen des kürzlich gemeldeten Zwischenfalls der F e st n a h m e e i u e s SA. - M a n n e s durch Altonaer Polizeibeamte bei der Staatsanwaltschaft Lübeck ein Strafverfahren wegen Begünstigung und Gefangeueubefreiung anhängig gemacht worden.

Die Deutschnationale Volkspartei, Wahlkreisverband Schleswig-Holstein, teilt mit, daß sie wegen der aus politischen Gründen erfolgten Amtsenthebung Dr. Stoff­regens in einem Schreiben an den Reichsminister des Innern Beschwerde geführt habe.

Von der Gustav-Adolf-Gedenkfeier in Lützen, die jetzt zum Gedenken an den 300. Todestag des Schweden- königs an seiner Todesstelle abgehalten würde: die Ehren­gäste am Gustav-Adols-Gedenksicin in Lützen Von links: (im langen Osfiziersmanteli General von Manner- h e i m , der Vertreter Finnlands die schwedische Kron­prinzessin der Kronprinz von Schweden - Der Chef der Heeresleitung, General von Hammerstein-Eguord.

Gustav Adolf und Frankfurt a. M."

Eröffnung einer Gedächtnisausstellung für Gustav Adolf.

Frankfurt a. M., 5. Nov. In den Parterreräumen des historischen GebäudesZur goldenen Waage", das aus der Zeit Gustav Adolfs stammt, wurde heute vormittag eine vom Stadtarchiv und dem Stadt. Historischen Museum ver­anstaltete und dem Gedächtnis an den Tod König Adolfs von Schweden gewidmete Ausstellung eröffnet, die die enge Verbundenheit der Stadt Frankfurt a. M. mit dem Schicksal des Schwedenkönigs vor Augen führt. Etadtrat Dr. Keller wies in feiner 'Eröffnungssprache darauf hin, daß die Stadt Frankfurt mit dieser Ausstellung auch ihrer­seits einen Beitrag zu den in diesem Jahre stattfindenden Gustav Adolf-Feieru liefern wolle. Das evangelische Deutschland feiere in Gustav Adolf Den Mann, der es vor seinem Untergang bewahrt habe, auf der anderen Seite offenbare sich aber hier einmal wieder die ganze Tragik des deutschen Volkes, seine Zwiespältigkeit, weil es nicht e i n e r Konfession angehöre und dadurch immer mehr oder weni­ger in sich zerrissen sei. Die Frage müsse daher auch offen bleiben, ob es besser war, daß König Gustav Adolf bei Lützen gefallen sei, bevor er sein Werk vollenden konnte, oder ob es. zu bedauern sei, wie es das evangelische Deutsch­land tue, daß er verhindert worden ist, die Evangelisierung Deutschlands restlos durchzuführen, So sei die Schweden­zeit nur eine Episode geblieben, die aber sehr tiefe Spuren hinterlassen habe. Jetzt müßten alle Kräfte zusammcn- gefaßt werden, um ein friedliches Nebeneinanderleben der beiden Konfessionen in einem großen nationalen Staat zu sichern. Die Ausstellung selbst ist sehr interessant und lehrreich. Sie umfaßt eine Menge Urkunden und Akten, die sich auf Privilegien für die Stadt Frankfurt, Aufhebung der geistigen Güter in der Stadt Frankfurt und Protokolle über Eidesleistungen des Rates der Stadt Frankfurt zur schwedischen Krone usw. beziehen. Zahl­reiche Bilder von Persönlichkeiten der Stadt aus der da­maligen Zeit und Münzen vervollständigen die Ausstel­lung,' die für viele Besucher die überraschende Feststellung bringt, wie außerordentlich eng die Stadt Frankfurt mit Den Damaligen Ereignissen und namentlich mit Dem Schwe­denkönig verbunden gewesen ist.

AvS Seffen-Aaffau und Aachbargebjeten.

Merkblatt für den 8. November.

1773: Der preußische General Friedrich Wilhelm Frhr. v. Seydlitz in Ohlau gest. 1918: Der Schriftsteller Kurt Eisner wird bayrischer Ministerpräsident.

Draußen zu wenig oder zu viel, Zu Hause nur ist Maß und Ziel. Goethe.

Wetterbericht.

Durch das Eindringen milder Luftmassen aus dem Mit­telmeergebiet, die über Deutschland an den vorgelagerten Kaltluftmassen zum Aufgleiten kamen, wurden am Mon­tag verbreitete, aber im allgemeinen leichte Niederschläge ausgelöft. Am Südrande des großen kräftigen europäischen Hochdruckgebiets bleibt bei uns die Witterung auch weiter­hin leicht unbeständig, doch wird sich zeitweilig der Hoch­druckeinfluß stärker zur Geltung bringen. Vorhersage bis Dienstag abend: Gelegentlich aufheiternd, doch meist noch bewölkt und zeitweise Neigung zu leichtem Nieder­schlag, bei nördlichen bis östlichen Winden Tagestempera­turen um 5 Grad. Witterungsaussichten für Mittwoch: Neigung zu Aufheiterung sich wieder verstärkend, doch immer noch leicht unbeständig und nachts weitere Ab­kühlung.

- Fulda, den 8. November 1932.

Kriege und Fliegenpilz.

So ein merkwürdiges Geschlecht sind wir Menschen: Den Sommer über, wenn wir die Fliegen in schwärmen­den Massen um uns haben, dann verabscheuen wir sie. Sie ärgern uns durch ihre Zudringlichkeit, wenn sie sich hartnäckig gerade daun auf unserer Stirn und Nase nieder­lassen, wenn wir am Einschlafen sind. Sie sind uns verhaßt, wenn sie sich beim Mittagessen einftcllen und mit ihren Füßen und ^Rüsseln den Nachtisch betasten. Wir ekeln uns vor ihnen, wenn wir sie aus der Milch und der Suppe fischen müssen. Und wir freuen uns, wenn endlich mit dem fortschreitenden Herbst die Plage ein Ende nimmt.

Aber dann, wenn dieses Ungeziefer vorläufig aus- gestorben scheint, wenn nur noch ein einsamer Nachzügler matt durch das Wohnzimmer schwirrt oder sich an der warmen Wand überm Küchenherd ausruht, bann ändern wir unsere Gesinnung. Diese letzte Fliege erweckt bei vielen Mitleid.Sieh mal an, noch eine verspätete Fliege! Unsere Haus- und Winterfliege!" Es gibt rührende Ge­schichten, wie so eine letzte Fliege durch den Winter ge­pflegt worden ist, wie sie sichganz zahm" an ein Futter- plätzchen hat gewöhnen lassen, und der Dichter Grillparzer hat sogar eine gefühlvolle Elegie auf einen solchen Spät­ling geschrieben. Es fehlt nur noch, daß eines Tages die ganze Familie jammert:Nun ist sie doch trotz unserer Pflege eingegangen!", weil man nach einer kalten Nacht die letzte Fliege mit den Beinen nach oben tot auf dem Fensterbrett findet.

Das ist falsche Gefühlsduselei. Diese letzte Fliege ist in Wirklichkeit die erste Fliege, die Stammutter von den ungezählten Schwärmen, die uns in der warmen Jahres­zeit überfallen. Nus einer einzigen solchen Fliege können im nächsten Sommer Millionen werden. Außerdem haben wir es gar nicht nötig. Vater Noah zu spielen und dafür zu sorgen, daß jegliche Kreatur ihre Art fortpflauzt. Auch ohue unser Zutun überwintern genügend Fliegen an Stellen, Ivo wir sie nicht finden, und ihre Brut übersteht den Frost im warmen Dunghaufen. Die Fliege aber ist unser Feind viel mehr, als die meisten von uns wissen. Mit ihrem Rüssel und ihren klebrigen Füßen überträgt sie Krankheiten und verbreitet Epidemien, unter anderen den Typhus.

Darum ist jedes Erbarmen mit der letzten Fliege falsch angebracht, und wenn wir sie füttern wollen, so darf cs nur mit einer Art von Kost sein: Gerade jetzt noch, an warmen Tagen bis zum Winterbeginn hin, wächst in unseren Wäldern und Anlagen der tote, weitzsicckige Fliegenpilz. Eine Scheibe davon, mit etwas Zucker be­streut, auf ein Schälchen gelegt, lockt die letzten Fliegen herbei. Es ist für sic ein süßes Gist und sie berauschen sich daran bis zum Tode. So gibt uns die Natur selbst einen Hinweis, wie wir die letzten Stubenfliegen richtig bewirten sollen, um uns und unsere Ncbcnmenschen vor Seuchen zu schützen.

Eiscnbahn-Personeii-Nachrichten.

Ernannt wurde zum Weichenwärter W i ß l e r in Bahn­meisterei Burghaun. Versetzt wurden Bahnhofsinspektor Lehr von Bad Ems als Reichsbahninspektor nach Fulda (Betriebsamt); Reichsbahnasiistenl Baumann von Bronnzell nach Fulda; Weichenwärter Hrch. Schmidt von Großenlüder nach Lauterbach; Ladeschaffner Hage­mann von Soden-Salmünster nach Schlüchtern; Außer­planmäßiger Zugschaffner Schwab von Fulda nach Zell- Romrod. ' In den Ruhestand versetzt wurden Reichsbahn­inspektor Franke in Fulda; Reichsbahuobersekretär Volk in Fulda' die Oberlokomotivführer Ziegenfuß, Degenhardt und Fla d ung in Fulda, Zeller in Elm; Oberzugführer Stehling in Fulda; Bahnhofs­meister Nagel in Zell-Romrod; die Lademeister Joh. Wagner in Burg-Niedergemünd, Jahn in Elm und Pfaff in Meerholz; Rangieraufseher Happ in Alsfeld; Oberweichenwärter Lachmann in Schlitz, Z u s ch l ckg in Hersfeld und Hafner in Flieden; Zugschaffner Math- r i g in Hünfeld; Schrankenwärter M ü l le r in Hünfeld.

Konkurs Siegfried Oppenheimer in Fulda.

In dem Konkursverfahren über das Vermögen des Kaufmanns Siegfried Oppenheimer, Cigarrengeschäft, Fulda, Schweinemarkt, fand am Montag der Schlußtermin statt. Einwendungen gegen das Schlutzverzeichnis erfolg­ten nicht. Sowohl die bevorrechtigten Gläubiger mit 1622,56 Mark wie auch die nicht bevorrechtigten mit 9852,34 Mark gehen leer aus, da keine Maste vorhanden ist. Das Verfahren wurde sofort aufgehoben.

Von den Hessen-Nassauischen Versicherungsanstalten.

Am 31. Oktober bzw. 1. November d. I. fanden in Wiesbaden die Hauptversammlungen der beiden cinhenm- schen öffentlich-rechtlichen Versicherungsanstaltnngcn, der Hessen-Nassauischen L e b e n s v e r s i ch e r u n g o- a n st a l t und der N a (s a u i | ch e n Land e s v e r s i w e- rungsbank W iesbaden, statt, an denen als ^crtrc- ter des Herrn Oberpräsidenten in Kassel Herr Reg.-Rar Jakobs von der Regierung in Wiesbaden tetlnabm. An­wesend waren die Herren Landeshauptleute von W^baden und Kastel sowie zahlreiche Abgeordnete Der Or tu 1$.- körperschaften. Hervorgehoben wurde bei der der Jahresabschlüsse für 1931, Die günstig au. gQalkn ItnD, daß die Anstalten trotz der schwierigen Zettverhaltms> tu