Einzelbild herunterladen
 
  

Seulscher Reichs!«« von 1919 bis 1932.

AlS am 19. Januar 1919 die Wahlen zur Natlonal- Versammlung stattfaudcn, hatte Deutschland nach der Volkszählung von 1910, jedoch ohne Elsaß-Lothringen, eine Bevölkerung von 63 052 000 Personen. Stimmberechtigt waren 36 766 500. Die Zahl der abgegebenen gültigen Stimmen betrug 30 400 300. Von diesen gültigen Stim­men entfielen aus die Deutschnationale Volkspartei 3 121 500, aus die Deutsche Polkspartei 1 345 600, auf daS Zentrum 5 980 200, aus die Deutsche Staatspartei (damals Deutsche Demokratische Partei) 5 641 800, auf die Sozial­demokratische Partei 11 509 100, aus die Unabhängige Sozialdemokratische Partei 2 317 300, auf die Reichspartei be* Deutschen Mittelstandes (Wirtschafisparteil einschließl. Bayerischer Bauernbund 275 100, aus die Deutsch-Han­noversche Partei 77 200, aus andere Parteien 132 500. Die Gesamtzahl der Abgeordneten betrug 421, darunter 44 ^cutschnationale, 19 Deutsche Volkspartei, 91 Zentrum, 75 Deutsche Staatspartei, 163 Sozialdemokraten (außer- dem noch 2, die nachträglich von den im Osten stehenden Truppenverbänden gewählt wurden), 22 Unabhängige, 4 WirischaftSpartei, 1 Deutsch-Hannoveraner, 2 Angehörige anderer Parteien.

In der ersten, zweiten und drillen NerchStagSwahl- Periode betrug die Bevölkerung Deutschlands 59 198 800 Personen. In der ersten Wahlperiode, die die Reichs­tagswahlen vom 6. Juni 1920 samt den Ergebnissen der Wahlen vom 20. Februar 1921 in den Wahlkreisen Ost­preußen und Schleswig-Holstein und vom 19. November 1922 im Wahlkreis Oppeln umfaßt, wurden von 35 949 800 Stimmberechtigten 28 196 300 gültige Stimmen abgegeben. Es erhielten die Tentschnationalen 4 249 100 Stimmen und 71 Mandate, die Deutsche Volkspartei 3 919 400 Stimmen und 65 Mandate, das Zentrum 3 845 000 Stimmen und 64 Mandate, die Staatspartei 2 333 700 Stimmen und 39 Mandate, die Sozialdemokratie 6 104 400 Stimmen und 102 Mandate, die Unabhängigen 5 046 800 Stimmen und 84 Mandate, die Kommunisten 589 500 Stimmen und 4 Mandate, die Bayerische Volkspartei (einschließl. Ehristl. Volkspartei) 1 238 600 Stimmen und 21 Mandate, die WirlsÄaftspartci 218 600 Stimmen und 4 Mandate, die Deutsch-Hannoveraner 319 100 Stimmen und 5 Mandate. Die Gesamtzahl der Abgeordneten betrug 459.

In der zweiten Wahlperiode mit den Wahlen vom 4. Mai 1924 und den Nach- und Wiederholungswahlen vom 21. September 1924 gab es 38 375 000 stimmberech­tigte. Abgegeben wurden 29 281800 gültige Stimmen. Es erhielten die Deutschnationalen 5 696 500 Stimmen, die Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei (zuerst Nationalsozialistische Freiheitsbewegung) 1 918 300, die Deutsche Volkspartei 2 694 400, das Zentrum 3 914 400, die Staatspartei 1 655 100, die Vereinigten Sozialdemokraten 6 008 900, die Kommunisten 3 693 300, die Bayerische Volkspartei 946 700, der Landbund 574 900, die Wirt­schaftspartei 693 600, die Deutsch-Hannoveraner 319 800, andere Parteien 1 165 900. Gewählt wurden 472 Ab­geordnete, und zwar 95 Deutschnationale, 32 National­sozialisten, 45 Deutsche Volkspartei, 65 Zentrum, 28 Staatspartei, 100 Sozialdemokraten, 62 Kommunisten, 16 Bayerische Volkspartei, 10 Landbund, 10 Wirtschaftspartei, 5 Hannoveraner, 4 Angehörige anderer Parteien.

In der dritten Wahlperiode mit den Wahlen vom 7. Dezember 1924 wurden von 38 987 300 Stimmberechtig­ten 30 290100 gültige Stimmen abgegeben. Gewählt wurden 493 Abgeordnete. Die Deutschnationalen erhielten 6 205 800 Stimmen und 103 Mandate, die Nationalsozia­listen 907 300 Stimmen und 14 Mandate, die Volkspartei 3 049 100 Stimmen und 51 Mandate, das Zentrum 4 118 900 und 69 Mandate, die Staatspartei 1 919 800 und 32 Mandate, die Sozialdemokraten 7 881 000 und 131 Mandate, die Kommunisten 2 709 100 und 45 Mandate, die Baverische Volkspartei 1 134 000 und 19 Mandate, der Landbund 499 400 und 8 Mandate, die Wirtschaftspartei 1005 400 und 17 Mandate, die Hannoveraner 262 700 und 4 Mandate.

In der vierten, fünften und sechsten Wahlperiode hatte Deutschland eine Bevölkerung von 62 410 600 Per­sonen. In der vierten Wahlperiode mit den Wahlen vom 20. Mai 1928 waren stimmberechtigt 41 224 700, in der fünften Wahlperiode mit den Wahlen vom 14. September 1930 42 957 700, in der sechsten Wahlperiode mit den Wahlen vom 31. Juli 1932 44 226 800 Personen. Ab­gegeben wurden 1928 30 753 300 gültige Stimmen, 1930 34 970 900, 1932 36 882 400. Die Zahl der gewählten Ab­geordneten betrug 1928 491, 1930 577, 1932 608. Die Zahl der Mandate betrug in den drei Wahlperioden: Deutsch- nationale 73, 41, 37; Nationalsozialisten 12, 107, 230; Deutsche Volkspartei 45, 30, 7; Zentrum 62, 68, 75; Staatspartei 25, 20, 4; Sozialdemokraten 153, 143, 133; Kommunisten 54, 77, 89; Bayerische Volkspartei 16,19, 22; Deutsches Landvolk 10, 19, 1; Deutsche Bauernpartei 8, 6, 2; Landbund 3, 3, 2; Wirtschaftspartei 23, 2.3, 2; Han­noveraner 3, 3, 0; andere Parteien (Sächsisches Landvolk, Volksrechtpartei, Christlichsoz. Volksdienst usw.) 4, 18, 4. Die Zahl der abgegehenen gültigen Stimmen betrug in den drei Wahlperioden für die Deutschnationalen 4 .381 600, 2 458 300, 2 177 400; für die Nationalsozialisten 810 100, 6 409 600, 13 745 800; für die Deutsche Volkspartei 2 679 700, 1 578 200, 4.36 000; für das Zentrum .3 712 200, 4 127 900, 4 589.300: für die Staatspartei 1 505 700, 1 322 400, 371 800; für die Sozialdemokraten 9153 000, 8 577 700, 7 959 780: für die Kommunisten 3 264 800, 4 592 100, 5 282 600; für die Bayerische Volkspartei 945 600, 1 059 100, 1 192 700; für das Landvolk 585 800, 1 108 700, 137 100; für den Landbund 199 500, 194 000, 96 900; für die Wirtschaftspartei 1 397100, 1 362 400, 146 900; für die Hannoveraner 195 600, 144.300, 46 900; für die anderen Parteien 1 445 300, 1 696 600, 608 700.

Nah und Fern

O Ein Denkmal für die Opfer des Grubenunglücks in Alsdorf. Auf dem Neuen Friedhof in Alsdorf wurde das vom Landkreise Aachen errichtete Denkmal für die 272 Opfer des Grubenunglücks vom 21. Oktober 1930 ein­geweiht. Tas Denkmal, das die vier Grabreihen der bestatteten 144 Toten abschließt, zeigt auf einem massiven Sockel vier steinerne Kreuze und darunter drei Plastiken, die drei Bergleute darstellen.

O Sprengkörperexplosion im Garten eines Bürger­meisters. Im Garten des Ersten Bürgermeisters von Bad Reichenhall wurde ein Sprengkörper zur Erplosion gebracht. Ob es sich um einen verbrecherischen Anschlag oder um einen Unfug handelte, ist noch nicht geklärt.

O Schreckenstat im Fieberwahn. Ter 26jährige Dreher Hans Noeske in Freital-Teuben hat seiner Praut Marga­rete Müller in seiner Wohnung mit einem Rasiermesser den Hals durchschnitten und sich dann auf die gleiche Art oetötet. Die Tat ist im Fieberwahn geschehen. Noeske hatte sich beim Bau seines Siedlungshauses erkältet, so daß er schwer erkrankte. Seine Braut betreute ihn während der Krankheit im Hause feiner Eltern.

O Unfall eines Schülcrzugrs. Auf der Station Nord­germersleben bei Rcuhaldenslcben fuhr der Schülerzug Eisleben—Nenhaldcnslcben, der mit Kindern, die in Reuhaldensleben die Schule besuchen, dicht besetzt war, in voller Fahrt auf einen Leerzug auf. Dabei bohrte sich die Lokomotive des Schülerzuges in die beiden letzten Wagen des Leerzuges ein, die vollständig zertrümmert wurden. Mehrere Kinder erlitten geringfügige Hautab­schürfungen. Die Ursache des Unglücks soll falsche Weichen- stcllung sein.

0 Ein französischer U-Boot-Kommandant vor dem Kriegsgericht. Ter Kommandant des französischen Unter­seebootes „Prometheus", das am 7. Juli mit 62 Mann seiner Besatzung unterging, hat sich am 3. November vor dem Kricasacricht in Eberboura zu verantworten. Zu nem Prozeß sind 18 Zeugen, darunter die Überlebenden der „Prometheus", ferner mehrere U-Boot-Kommandan- ten und Sachverständige geladen.

0 Vier Todesopfer eines Verkchrsunfalls. An einer Bahnüberfahrt in der Nähe von Dijon, an der bereits häufig schwere Unfälle sich ereigneten, stieß der D-Zug Nancy—Nevers mit einem Straßenbahnwagen zusammen. Zwei Personen wurden auf der Stelle getötet, zwei andere erlagen im Krankenhause ihren schweren Verletzungen.

O Eine Kokainschmugglcrgescllschaft ausgehoben. Die Kattowitzer Kriminalpolizei hat eine weitverzweigte Kokainschmngglergesellschaft ausgehoben und zahlreiche Verhaftungen in Rybnik und anderen Ortschaften der Woiwodschaft Schlesien vorgenommen. Die Zentralpunkte des Kokainbandels sind Kalisch, Lodz und Kattowitz. Unter den Abnehmern des Kokains befinden sich hoch­gestellte Persönlichkeiten der polnischen Gesellschaft, deren Namen jedoch geheimgehalten werden.

0 Wieder Erdstöße auf Chalkidike. Tie Halbinsel Chalkidike, auf der in letzter Zeit durch Erdbeben schwere Schäden angerichtet worden waren, ist wiederum von schweren Erdbcbcnstößen heimgesucht worden. Zahlreiche Gebäude stürzten ein. Die Bewohner flüchteten angsterfüllt, ins Freie. T's Erdbeben dehnte sich bis nach Saloniki hin aus.

Wiedersehen in Hammerfest.

Skizze von Alfred P e t l o - Fraulautern.

Sie wissen — erzählte er — daß ich voriges Jahr mit bei -Monte Uibm" nach Spitzbergen fuhr. In Hammersest hatt, ich ein eigenartiges Erlebnis. — Es interessiert Sie doch? - Nun, Hammerfest liegt gewissermaßen an der Dachspitze bei Huuses Europa. Grau-weiße Holzhauser, zu ein paar Straßer zusammengestellt, lehnen an einem kahlen Berghang. Im Hafer standen die Leute wie zu irgend einer Feier versammelt uni winkten, als unser Schiff anlegte.. Ich sage Feier. Vielleicht kann es kein festlicheres Ereignis für die Hammerfester geben, als dies, daß die großen Dampfer und die Menschen aus der bunten, bevölkerten Städten kommen. An Bord befand sic? eine ältere Lehrerin aus Thüringen. Wir photographierten dieselben Gegenstände, wählten dieselben Speisen und machten dieselben Landausflüge. In Hammerfest kniff sie mir aus. Ich ging über den Fischmarkt und wollte den Hang hinauf, um einen Rundblick zu bekommen. Da sah ich in einer Seiten­straße meine Lehrerin. Sie stand vor einem Hause und buch­stabierte dessen Aufschrift, die sie mit einem Zettel in ihrer Hand verglich. Ich rief: „Hallo, Fräulein Seidegast, was treiben Sie denn bei?"

„Ich besuche eine meiner früheren Schülerinnen", sagte sie stolz. v

„Ihrer Schülerinnen? — Hier?" Ich las nun die In­schrift über der Ladentür. „Slägter" stand da. Zu Deutsch: Metzgerei. Und darunter der Name des Inhabers David Torgersen.

„Kommen Sie doch mit!" bat sie mich. Wir betraten den Metzgerladen. Es roch auch hier nach Tran. Ganz Hammer­fest riecht nach Tran. Fräulein Seldegast war sehr erregt und sah schweigend die Tür an, die in die Stube führte. Nach einer

Gestorben:

Frau Therese Herbert, Fulda, Wilhelmstr. 4, 57 Jahre alt. — Beerdigung: Freitag nachmittag 4 Uhr auf dem dompfarrl. Friedhof am Frauenberg.

Frau Maria Kollmann, Fulda, Florengasse 37, 81 Jahre alt. — Beerdigung: Freitag in Namslau i. Schl.

Frau Wwe. Josefine D e t i g , Friefenhausen, 75 Jahre alt. Beerdigung: Freitag vormittag 9.30 Uhr in Friesen- Haufen.

Frl. Franziska Wingenfeld, Kohlhaus, 79 Jahre alt. Beerdigung: Freitag vormittag 9 Uhr in Bronnzell.

Zwangsversteigerung.

Es werden öffentlich meistbietend gegen Bar­zahlung versteigert: F r e i t a g, den 4. November. 10 Uhr im Frankrurterhof dahier: 1 Büffet, 1 Bitrine, 1 Motorrad, 1 Nationalregistrier­kasse, 1 Damensahrrad, 1 Partie Damen- kleiderstosse, Chaiselongnedecken, Tisch­decken, Anzugsftofse (Repe), 2 Steppdecken u. a. m.

Ditzel, Obergerichtsvollzieher.

Delikatekspeise

Sahnequark

liefert täglich fri.ch und preiswert

Mollerei Fulda.

Weile' kam ein Mann heraus, groß, schlank, strohblondes drahtiges Haar. Er redete uns in seiner Sprache an. Fräulein Seldegast fragte frischweg auf deutsch: „Ist Ihre Frau zu Hause? Der Metzger hob die Schultern: er verliehe nicht. Da fiel ich ein. Ich dachte, das Wort hat überall Kl'ano^ „Madam!"

Nun lächelte er verständnisvoll, betrachtete uns eine Weile- kritisch, sein Blick verfiel rasch, er ging in's Nebenzimmer. Es währte eine Weile. Mit einem Male knarrte die Tür, eine Frau, jung, hübsch und rundlich, trat heraus. Blieb stehen. Ihre Augen sperrten sich auf.

„OHHH", kreischte sie, „Fräulein Lehrerin!"

Sie gab ihr die beiden Hände. Nein, sie flog ihr in die Arme, ein unbändiges, schütterndes Lachen kam aus ihrem Mund. Es scholl durch das ganze Haus. Sie streichelte die Arme, die Hände, den Rücken von Fräulein Seldegast. g0 was habe ich noch nie erlebt. Mir zog es heiß durch die Adern. Fräulein Seldegast war keines Wortes mächtig, ihre Augen hatten rote Ränder. Der Metzger stand hilflos in der Tür. Als seine Frau ihn herrief, trat er näher. Sie stellte ihn uns als ihren Mann vor: Herrn Torgersen, gebürtigen Hammerfester. Er gab uns allen die Pranke, ging jedoch gleich wieder hinter den Ladentisch. Seine Stirne war getunkt.

Frau Torgersen war rein närrisch. Sie drängte uns in die gute Stube. Da war so viel Heimatliches, Thüringisches. Frau Torgersen tischte auf. Der Mann blieb im Laden. Mit­unter warf er einen Blick herüber. Der hatte etwas Hartes, Feindliches ... Die Zeit verging mit Plaudern und Trinken. Frau Torgersen wurde immer stiller. Ihr Körper schien schlaffer, müder zu werden. Wie sie's denn hier aushalte? fragte Fräulein Seldegast. Die Frau flennte ein Stückchen in

die Hand, er nahm sie und kargte heraus klang rauh und knapp. K "

die Schürze hinein.

„Ich habe oft Heimweh", brach es aus ihr hervor, „grenzenloses Heimweh ... nach der Mutter, den Brüdern... nach unserem Städtchen. Wenn ich einmal durch hohe Tannen­wälder gehen könnte! Wir haben nichts hier... nur Wasser, Kälte, Fische. Und immer das gleiche. Oft ist es mir, als müßte ich sterben. Ich hab oft im Hafen gestanden, im Som­mer, wenn die Touristendampfer kamen. In der ersten Zeit habe ich geglaubt, ich müßte mal einen sehen, den ich kenne..."

Ich schlich mich fort. Herrn Torgersen gab ich im Laden die Hand, er nahm sie und kargte heraus: „God daal". Es klang rauh und knapp. Ich habe den Mann verstanden und verzieh ihm seine Kälte. Nun schlenderte ich zum Schiff zurück. Es gefiel mir nicht mehr in der Stadt. Ich stellte mich an die Reling. Das Wasser gluckste um die Pierpflöcke, die Segel- kutter schaukelten mit geneigten Masten gegeneinander. Ich vergesse das Bild von Hammerfest nicht: kleine kastenförmige Häuser, darüber die schroffen, splitternden Hänge. Kein Baum, kahl, still, verträumt. Und das grüne Meer.

Die Stunden vergingen. Die Dampfersirene heulte. Nm acht Uhr sollten wir weiterfahren. Die Reisenden trotteten an Bord. Der Zeiger rückte auf acht. Die letzten Säumigen liefen. Der Matrose fuchtelte mit den Armen. Wo blieb sie nur? Ich war von einer furchtbaren Unruhe befallen; ich wußte, das Schiff würde keine Minute warten. Ich suchte eben d-n Kapitän, als ich sie heranlaufen sah. Frau Torgersen hinter ihr her. Mü fliegenden Röcken. „Los. los!" brüllte der Matrose außer sich. Fräulein Seldegast lief wie auf Schlitt­schuhen. Ihre Augen sahen stier auf das Schiff. Ihre Arme ruderten ■ verzweifelt. Sie sah sich nicht mehr nach Frau Torgersen um, sie keuchte den Landungssteg hinauf. Oben sing ich sie auf. Sie war keines Wortes fähig, das Herz hämmerte ihr bis in die Zunge.

Es wurde mir später von Fahrgasten erzählt, Frau Torgersen habe am Kai gestanden und gerufen: „Holt mich mit!" In einem fort, mit'kreischender, gellender Stimme. Ein Mann in weißer Metzgerschürze habe sie am Arm genommen und weggeführt. Als ich wieder an Bord kam, war .Hammer- fest im Dunst versunken. Wir fuhren durch den Sörösund nach Süden...

Zurück in die geschmückten Stuben von Europa.

Verantwortlich für die Schriftleitung: Christian Seipel.

Konsum-Verein

Junßdeutscher Orden.

Morgen, Freitag

Konvent

Schießen wie üblich-

Drucksachen

für Private und Ge­schäfte liefert preis­wert die

Anzeiger-Druckerei.

ommersprossen,

alle Flecken im Gesicht beseitigt spurlos „Debuco Creme“

Fulda u. Umg.

Tel 2163 e. G m. b. H. Tel. 2163

■MMMM^ .MM—ag

Mitglieder!

Wir bieten preiswert an

«KWh

Weizenmehl.......per Pfd. 0.18

Kaiser Auszugsmehl .... . O 23

Diamantmehl....... . 0.25

Margarine . . . per Pfd. 0 63, 0.40, 0.28

Cocosfett..... 0.63, 0.40, O 28

Corinthen........per Pfd. 0.55

Sultaninen helle . . . per Pfd. 0.60, O 50

Sultaninen kalif. .... . 0.36

Spirituosen

la Nordhäuser . . sti Flasche o. Gl. 1.75

Trinkbranntwein . 1/i ,, „ „ 1.50

Weinbrannt echt . */, „ „ „ 2.90

Weinbrannt Versdin.st, „ „ „ 2 50

la Liköre .... st, Flasche 2.90

Die bekannten Rhöner Wurst waren zu besonderen Preisen.

Heute frische Fische.

Frische Seefische ..... per Pfd. 0.18

la Bücklinge.......„ „ 0.18

Marinaden Vollgewicht st, Liter-Dose 0.58

Hausfrauen.

Wenn Sie Ihre Teigwaren direkt in der Fabrik kaufen, sparen Sie Geld, denn Sie erhalten stets frische Ware zu Fabrik - Preisen.

Teigwaren-Jndustrie E.m b.H.

Fulda. Goethestr.9. geL 2273