Die Frau und ihre Welt
WM im geWe KM?
Dann las; sie ausschlafcn!
Ein selbstverständliches Gebot! — und doch, wie ost wird dagegen gesündigt! So manche junge Mutter, die in stolzer Freude ihr Erstgeborenes den lieben Freunden und Bekannten zeigen möchte, hält es für nötig, das Kind deshalb aus seinem Schlaf zu wecken, um durch allerlei Aeußerungen zu beweisen, daß ihr Kind das schönste und klügste aller bis jetzt überhaupt geborenen kleinen Schreihälse ist. Ich kann ja an sich diesen Stolz begreifen; aber schließlich ist ein kleines Kind kein Spielzeug! Der Schlaf ist für dieses tausendmal wichtiger, als für den Erwachsenen. Sein ganzes Leben besteht ja doch in den ersten Monaten nur aus Schreien. Schlafen, Trinken und der Beschäftigung. die zur Verwendung sauberer Windeln führt. Darum ist es auch unter normalen Verhältnissen ganz verkehrt, kleine Kinder aus dem Schlaf zu wecken, um ihnen zu trinken zu geben; es kommt — das sei einmal hier gesagt — viel mehr darauf an. daß die Gesamtzahl der Mahlzeiten in 24 Stunden als die genauen Zeitabstände eingehalten werden. Ein normaler Säugling braucht 18 bis 20 Stunden Schlaf am Tage! Im Laufe der Jahre geht das Schlafbedürfnis natürlich beträchtlich zurück; aber auch im schulpflichtigen Alter ist ein Schlaf von etwa neun bis zehn Stunden unbedingt erforderlich, um die Kinder gesund zu erhalten. Die Eindrücke. ; die besonders im ersten Lebensjahrzehnt aus den Heranwachsen- ■ den Menschen einstürmen, sind so mannigfaltig und so anspruchsvoll. daß eine lange, ungestörte Schlafenszeit zur körperlichen und geistigen Erholung unerläßlich ist. Und wenn die Geschlechtscntwicklung einsetzt, so sind auch hier die geistigen und körperlichen Umwälzungen in dem werdenden Menschen so stark, daß ohne genügende Ruhe Schädigungen schwerster Art eintreten können. Die berüchtigte Nervosität der Schulkinder wäre vielfach zu vermeiden, wenn die Kinder genügend schlafen würden und vor allem auch früh genug zu Bett kämen; schon aus diesem Grunde ist jedes Teilnehmen an abendlichen Unterhaltungen der Erwachsenen zu verbieten. Ebenso muß auch unbedingt dafür gesorgt werden, daß die Kräfte der Kinder nicht im Uebermaß für das Interesse von Erwachsenen beansprucht werden; Schularbeiten strengen die Heranwachsenden genau so an. wie den Erwachsenen seine berufliche Tätigkeit. und kindliche Spiele sind, was nur allzuoft von den Erwachsenen vergessen wird, für die Kinder zur gesunden Entwicklung unter allen Umständen notwendig und dürfen darum nicht als etwas Ueberflüssiges zugunsten irgendwelcher Anforderungen. der Erwachsenen betrachtet werden. Kinder gehören des Abends spätestens zwischen acht bis neun Uhr ins Bett! Dr. H. Ferres.
Nr Arzt zm Brodle«: Billigste eniirmo.
Von Univ.-Prof. Dr. Hanauer (Frankfurt a. M.)
Konsumstcuern sind von jeher unbeliebt, und wer es ein- rtchten kann, weicht ihnen aus, weil sie oft einen Konsumrückgang zur Folge haben, so daß oft beträchtliche Steuererhöhungen keinen Mehrertrag geben. Bei reinen Genuß- mitteln wäre das noch zu ertragen, nicht so bei lebenswichtigen Nahrungsmitteln. Eine nur aus der katastrophalen Finanzlage zu erklärende Konsumsteuer ist die Verdoppelung der Zucker st euer, im Grunde genommen ein Musterbeispiel der " Unlogik. Während man, um der Landwirtschaft zu helfen, für eine Reihe lanowirtschaftlicher Produkte Zölle, Einfuhrscheine und dergleichen eingeführt hat, sorgt man auf der anderen Seite durch Besteuerung des Zuckers dafür, daß der Zuckerrübenbau nicht gesunden kann.
Die Zuckerindustrie in Deutschland ist, weil die Verhältnisse unbedingt ihren Schutz erforderten, durch das Handelsklassengesetz zusammengeschlossen. Durch die Verdoppelung der Zuckersteuer wurde aber dafür gesorgt, daß der Zuckerumsatz mit mathematischer Sicherheit zurückgehen mußte. Den Verhraucher wiederum hat man gegen etwaige Uebergriffe der Zuckerindustrie durch Höchstpreisfestsetzung geschützt, verteuerte demselben Verbraucher aber seinen Zucker um einen Betrag, den die Industrie sicher niemals aufgeschlagen hätte. Seit Jahren stieg der Zuckerverbrauch in Deutschland und würde ohne die Zucker- steuererhöhung sicherlich weiter gestiegen sein. Statt dessen ging der Absatz zurück. Wie wir Aerzte über einen solchen Rückgang im Verbrauch eines Volksnahrungsmittels denken, bewiesen die Verhandlungen im Deutschen Aerzte-Vercins-Bund, in denen auf vas Unbegreifliche dieser Steuer hingewiesen wurde, die sich besonders in per Ernährung der bedürftigsten Teile des Volkes auswirken müsse. Die Finanzpolitiker und Regierungs- funktionäre sind bei der großzügigen Erhöhung der Zuckersteuer anscheinend von ganz falschen Voraussetzungen aus- gegangen, indem sie den Zucker als ein Genutzmillel, ja, einen Luxusartikel angesehen haben, per auf gleiche Stufe mit Alkohol uns Tabak zu stellen sei. In Wirklichkeit ist Zucker ein Nahrungsmittel, und es scheint notwendig, etwas über ihn und seine Wichtigkeit für den Haushalt unseres Körpers zu sagen. Zucker ist ein im Körper sehr gut ausnutzbarer Nährstoff, der leicht ins Blut übergeht uns als Wärmequelle rasch verbrennt; er ist wichtig für die Absonderung der Verdauungssäfte sowie für die Verdauung selbst. braucht, um assimiliert zu werden, fast keine Verdauungsarbeit, ist also ein sehr wertvolles krafterzeugendes Material. Da der Zucker im Körper leicht löslich ist und nicht wie andere Kohlehvdraie erst eine Umwandlung durchzumachen Hal, da er ferner prozentual zu seinem Nährstoffgehalt ein sehr billiges Nahrungsmittel ist und uns das teure Eiweiß erspart, so sollte er besonders in der Kost der Minderbemittelten Verwendung finden. Daß der Zucker außerdem ein wohlschmeckendes Würz- und Genußmittel ist. braucht nicht weiter erwähnt zu werden.
Wie zahlreiche Erfahrungen in Armee und Sportkreisen bestätigen, ist der Zucker ferner das vorzüglichste S t ü r k u n g s- und B e le b u n gsm i ttel bei ermüdender Arbeit. Schon fünfzig bis sechzig Gramm Zucker je Tag vermögen das Hunger- und Durstgesühl der Soldaten aus den Märschen längere Zeit zurückzuhalten. Die Soldaten nehmen unter dem Einfluß von Zuckernahrung an Gewicht zu, zeigen größere Ausdauer und leiden weniger an Magen- und Darmerkrankungen. Zur Hebung der Muskelkraft bei angestrengter Arbeit bewähren sich kleine Mengen von zehn bis zwanzig Gramm. Auch das Nerven- system bestreitet seinen Energieumsatz im wesentlichen aus Zucker.. Bei Erlahmen der Herzarbeit wirken Einspritzungen von Zuckcrlösungen ins Blut ost lebensreitend. Professor von Noorden in Wien. wohl die erste Autorität auf dem Gebiet der Ernährungslehre, bezeichnet Zucker als gulbckömmlichcs Nahrungsmittel von außerordentlichem Nährwert und bedauert, daß der Zuckerverbrauch in Deutschland noch weit zurückstebt. Obwohl bei uns sehr große Mengen Zucker erzeugt werden, ist der Verbrauch in fast allen anderen Ländern, so besonders in England und Amerika, bedeutend höher.
Wenn Süßspeisen, gesüßte Mehlspeisen und so weiter weder beim Mittag- noch beim Abendessen aus keinem Tische fehlten, würde der Zucker in weit höherem Maße Volksnahrung sein und könnt? einen Teil des teuren Fettes ersetzen. Süßspeisen vermindern die Ausgaben für das tägliche Essen, verlängern, am Ende der Mahlzeit eingenommen, die Verweildauer des Speisedreies im Magen, vervollständigen das Sättigungsgefühl , unb schieben das Wiedcrcrwachen des Hungergefühls hinaus.
Daß Zucker ein vorzügliches Konservierungsmittel für das Obst ist, weiß jede Hausfrau. Konzentrierte Zuckerlösungen vernichten die das Obst schädigenden Pilze sowie die Gärungserreger und wirken so dem Verderben des Obstes entgegen. Auf diese Weise lassen sich die ganzen wie die zerkleinerten Früchte auf fast unbegrenzte Zeit haltbar machen. Die Verbindung von Obst mit Zuckergenuß ist die beste Form, um dem Körper ansehnliche Zuckermengen einzuverleiben und die Energiemenge des Zuckers für die Körperleistung auszubcuten.
Nach Professor von Noorden liegt die obere Grenze der Bekömmlichkeit von Zucker beim Menschen sehr hoch. Obwohl ein täglicher Zuckerverbrauch von 200 Gramm beim gesunden Menschen unschädlich sei. empfiehlt Professor von Noorden eine tägliche Durchschnittsausnahme von 100 Gramm Zucker. Natürlich dürfen nicht allzu große Zuckermengen auf einmal genossen werden, sondern sie sind auf verschiedene Mahlzeiten zu verteilen. Was die Frage betrifft, ob der Zucker die Zunahme der Zuckerkrankheit auf dem Gewissen habe, so sind alle ärztlichen Autoren, die sich bamit beschäftigten, zu einem ablehnenden Ergebnis gekommen. Professor Leschke (Berlins führte in einer Aussprache der „Berliner Medizinischen Gesellschaft" aus, daß die Zuckerstcrblichkeit in allen Kulturländern, unabhängig vom Zuckerverbrauch, erheblich gestiegen sei. Am größten ist die Sterblichkeit in Preußen, während in den Ländern mit dem stärksten Zuckerverbrauch, wie Argen- tinien und Kuba, die Zuckersterblichkeil nur halb so groß ist wie bei uns. Die Zunahme der Zuckerkrankheit beruht einmal auf der stärkeren Erfassung der Fälle; sie hängt aber auch mit der zunehmenden Hast, den Sorgen und Aufreibungen des Erwerbslebens zusammen, weshalb sie in der Stadt viel häufiger angetroffen wird, als aus dem flachen Lande. Daß auch durch einen ungewöhnlich hohen, jahrelang fortgesetzten Zuckerverzehr die Zuckerkrankheit nicht hervorgerufen wird, bewies am besten ein Patient des Wiener Professors Schlesinger, der an der ungewöhnlichen Krankheit der Kaffecsucht litt. Der Mann trank täglich zehn bis zwölf Liter Milchkaffee und brauchte zum Süßen jährlich etwa sieben Zentner Zucker. Trotzdem war bei dem Patienten der Zuckerspiegel im Blut erniedrigt wie erhöht.
MM oin @oo. Von I. H. Rösler.
Eva hat ihren siebenten Geburtstag gehabt.
Eva hat eine schöne große Torte bekommen.
Die Mutter schneidet die Torte an.
„Darf sich deine Mama auch ein Stück nehmen?"
„Doch — ja — Mama!" schluckte Eva. Aber schon stiegen ihr die Tränen hoch.
Entsetzt starrte sie auf Mamas Teller.
„Aber. Evi. du gibt es mir wohl nicht gern?"
Eva begann fassungslos zu weinen.
„Doch — doch — Mama — ich gebe dir schon von meiner Torte — aber bitte — bitte — laß mich wenigstens ein bissel darüber weinen."
*
Eva lernt Klavier spielen.
Bevor die Stunde beginnt, fragte die Mutter:
„Hast du dir die Hände gewaschen?"
„Ja, Mama!"
„Auch das Gesicht?"
„Ja, Mama!"
„Auch die Ohren?"
„Ja, Mama — wenigstens das eine Ohr auf der Seite, wo die Lehrerin sitzt!"
Eva hatte zu ihrem Geburtstag eine Puppe bekommen.
Heute war Eva ungezogen.
„Du mußt mir die Puppe wicdergeben", sagte die Mutter. „Das ist deine Strafe!"
Eva dachte kurz nach; dann sagte sie:
„Bitte — hier hast du sie; aber jetzt mußt du mir au® meine Küsse wiedergeben, die ich dir gestern für die Puppe gab!"
*
Eva langweilte sich schrecklich.
„Papa, komm, bitte, spiele mit mir!" ries sic
„Ich kann nicht, Kind."
„Warum kannst du nicht, Papa?"
„Ich habe keine Zeit!"
„Warum hast du keine Zeit, Papa?"
„Ich muß arbeiten!"
„Warum mußt du arbeiten, Papa?"
„Um Geld zu verdienen."
„Warum mußt du Geld verdienen, Papa?"
„Damit ich dir etwas zum Essen geben kann!"
Eva verstummte. Plötzlich aber rief sie:
„Komm spielen, Papa — ich habe keinen Hunger!"
Eva lief zur Mutter.
„Warum arbeitet der Papa den ganzen Tag, Mama?"
Die Mutter belehrt sie:
„Papa arbeitet für dich und für mich — damit wir hier wohnen können — damit wir uns anziehen können — damit wir zu Essen haben."
Da sagte Eva:
„Gelt, Mama, der armc'Wpa muß auch den ganzen Tag für uns rauchen?"
*
Papa verreist.
Mama und Eva bringen den Vater zum Bahnhof.
Der Zug fährt ab.
Eva winkt lange nach.
Endlich ist der Zug in der Ferne verschwunden. Da aber sieht Eva genau dort, wo der Zug mit Papa verschwand, einen Zug auftauchen, der entgegenkommt.
Ganz aufgeregt ruft Eva:
„Mama, Mama, der Zug kommt zurück — |i®èr hat Papa etwas vergessen!"
*
Eva war zu Besuch auf dem Lande bei der Großmutter.
Großmutter hatte eine Geflügelfarm unb bereitete für den nächsten Tag zwei Hühner vor. Sie saß am Abend im Hofe und rupfte die beiden geschlachteten Hennen. Interessiert sah Eva zu.
„Und die anderen Hühner?" fragte sie.
„Welche?"
„Die jetzt in den Stall gehen. Müssen sie sich ganz allein ausztehcn oder ziehst du sie dann auch aus, wie die beiden, die du hier hast?" —
*
Eva kann die ersten Buchstaben schreiben. Betrachtete interessiert ihre ersten Schriftproben. Vergleicht sic mit den Briefen der Eltern.
„Komisch, Mama", sagt sie dann, „ich habe doch so kleine Hände und schreibe so groß. Du und Papa, ihr habt doch so große Hände und schreibt so klein!"
Allerlei für die nicht mehr ganz Sange. J
Urner den reisen Frauen und insbesondere unler den klärten - Damen finoet man häufig Unzufriedene, die behaupten, für sie s brachte die Mode nie etwas Geeignetes. Dem ist aber nicht so- 1 Es gibt eine Reihe Modeschöpfungen, die für die reife Frau j eine recht ansprechende Form aufweist. Vielleicht sind diese Behauptungen darauf zurückzuführen, daß bei jedem Moden- . wechsel die Modelle für die Schlanke viel mehr ins Auge fallen durch ihre Buntheit und Vielseitigkeit, als die unauffälligen für die Nichtschlanken.
Jedes gute Modell für stärkere Damen muß unauffällig sein. Es fällt einem nicht so in die Augen wie die Modelle für die Schlanken, die sich, wie schon gesagt, durch Farbe und Form hervorheben.
Vor zwei Jahren und auch noch voriges Jahr wirkten die tiefe Taille und der lange Einsatz schlankmachcnd. Heute ist das unmodern. Also nicht, weil die Mode kleidsam war, dabei bleiben — nein, man muß mit der Mode gehen. Der Gürtel soll zwei bis drei Finger unter der normalen Taille sitzen. Das entspricht der Mode und schadet auch nicht bet Linie. Vielleicht noch vorteilhafter ist es. den Gürtel nur rückwärts anzubringen: dadurch wird unliebsame Fülle vertuscht. Kennzeichen der Mode sind ausspringende Fältchen; diese ersetzen vorn den Gürtel und wirken modern und schick.
Bekannt dürfte allen sein: Qucrlinien machen dick, Längslinien machen schlank Also müssen Oucrlinien vermieden werden. Eine schmale, lange Kragengarnttur ein spitzer Halsausschnitt kann oft Wunder tun. Bunte Stoffmuster, lebhafte Farben sind für starke Figuren immer gefährlich. Nur ganz Hoffnungslose, die von Geschmack keine Ahnung haben. werden trotz ihrer Stärke ein grelles Not oder ein leuchtendes Grün tragen. Ihnen kann nicht geholfen werden Dunkle, neutrale Farber?sind das Gegebene Jede reife Frau, die etwas darauf gibt, gut angelegen zu sein. wird die schwarze Farbe bevor- zugcn. Auch von der Ari des Stoffes hängt viel ab: der Stoff muß weich und fließend sein Ein starrer Stoff kann unmöglich so verarbeitet werden. daß die ersehnte schlanke Linie hervor- gezaubert wird; von der Schönheit und Güte des Stoffes hängt mehr ab, als der Laie glaubt Einen billigen Kauf bereut die Sparsame bitter Ihre ganze Freude an dem Kleive ist dahin, da durch den harten Stofs und das billige Material nicht das Gewünschte entstanden ist. Griffige Wollstoffe, schmiegsame Seiden werden nie enttäuschen. Trikot, Charmeuse usw sollte nicht verwendet werden; man muß also auf die Art des Stoffes sehr achten.
Natürlich ist cs für die stärkere Frau schwieriger, gut angezogen zu sein; trotzdem sollten sie sich die Mühe nicht verdrießen lassen, um vorteilhaft auszusehen.
Im übrigen ein Trost für die „Molligen": Die übertrieben« Schlankheitswelle ist bedeutend zurückgegangen. Es gibt wieder sehr viel moberne Frauen mit dem Durchschnitt der Normal- größe, und das ist die Nummer 46. Isabella.
k. Eicrklöße. Drei bis vier hartgesottene Eier werden auf dem Reibeisen gerieben, mit zwc^. rohen Dottern, nutzgrotz schaumig gerührtem Fett, Salz Pseffer, Muskat und etwas Weckmehl gemengt, kleine Klößchen daraus geformt und in siedender Fleischbrühe abgekocht.
k. Gedünstete Makkaroni. Makkaroni werden 20 Minuten in siedendem Salzwasser abgekocht, gut abgeschüttei und mit kaltem Wasser vurchgcfchwenkt; in einer Kasserolle erhitzt man gutes Fett, etwas Jus und Fleischbrühe, gibt die Makkaroni hinein, würzt mit Sal; und Pfeffer und laßt sie noch 10 bis 15 Minuten dünsten Nach Belieben vermischt man sie zuletzt mit einer kräftigen Tomatensoße ober serviert diese extra dazu.
f. Krambambuli, lieber einen starken, glasierten, mehr breiten als hohen Topf, legt man einen Toaströstcr (Brotröster!, in Ermangelung dessen zwei bis vier flache Eiscnstäbe. Auf diesen legt man ein halbes Pfund Zucker, den man langsam mit einem halben Liter guten Rum übergießt, so daß der Zucker davon durchtränkt wird, und zündet ihn sofort an. Nachdem nun der schmelzende Zucker in den Topf getropft und der Rum ausgebrannt ist, gießt man ein halbes Liter heißes Wasser oder starken, abgcgossencn Tee, sowie anderthalb Flaschen Weiß- oder Rotwein dazu und den Saft einer Zitrone und Orange. Nun rührt man gut durch und stellt das Gefäß gut bedeckt zwei Stunden in eine warme, aber ja nicht heiße Ofenröhre. Auch während des Servierens muß der Punsch warmgehalten werden.
f. SalzkekS. 50 Gramm Butter und zwei Eidotter werden schaumig gerührt, 200 Gramm feines Weizenmehl, eine halbe Tasse saure Sahne, ein bis zwei Eßlöffel voll Wasser und ein halbes Backpulver hinzugegcbcn. Der Teig ist ein Viertel Zentimeter dick auszurollèn, mit Salz und Kümmel bestreut, in schrägen Vierecken auf die Platte zu bringen und hellgelb zu backen.
f. Schinkcnücckrcr. Ein halbes Pfund gewiegter gekochter Schinken wird in gut ausgebutterte Becher gefüllt. Fünf Eier werden verquirlt, mit geriebenem Käse. Salz und Pfeffer ab- gcschmcckt und bamit die Becher drei Piertel voll gefüllt. Diese stellt man nun 20 bis 30 Minuten ins Wasserbad, bis der Eierstand feftgetoorben ist, worauf man stürzt und mit einer dicken Bcarnaise oder Tomatensoße überzieht.
f. Wie reinigt man silberne Löffel? Im täglichen Gebrauch befindliche silberne Löffel müssen des öfteren einer gründlichen Reinigung unterzogen werden. Es ist zweckmäßig, wenn man sie einige Minuten in kochend heißes Kartoffclwasscr legt. Danach bekommen die Löffel einen schönen Glanz. Rach längerem Gebrauch empfiehlt es sich, sie in einer Lösung von gleichen Teilen Kochsalz, Weinstein und Alaun zu legen, die man kochen läßt. Dann nimmt man die Lössel heraus unb reibt sie mit einem weichen Tuche trocken.
f. Gclbgewordcne Mullgardinen, weiß oder getupft, die durch langes Liegen unansehnlich geworden sind, bekommt man wieder frisch weiß, wenn man sie drei bis vier Tage in Buttermilch legt und mit klarem Wasser dann nachwäscht. Ist Buttermilch nicht so reichlich zu bekommen, kann man dasselbe erreichen, wenn man die Mullgardincn zwei Tage lang in warmem Boraxwasser wässert.
f. Mittel gegen Motten. Ein wirksames Mittel gegen Motten besteht darin, daß man warmen Essig auf einen heißen Stein oder ein Plätteisen gießt und den aufffeigenben Dampf in sämtliche Gegenstände, in denen sich Motten befinden, ziehen läßt. Durch den Dampf werden die Motten getötet und auch aus den Zimmern, Betten und Wänden vertrieben. Ein Sträußchen Steinklee, zwischen die Sachen gelegt, verhindert ebenfalls das Eindringen der Motten.