Einzelbild herunterladen
 

Die Sraüund ihre Welt-,

IM m hie WWeit! Von Hanns Marschall.

Neulich wurde ich Zeuge eines Gesprächs zwischen zwei Frauen. Die eine von ihnen berichtete der Freundin, daß sie ein ganzes Pfund Fleisch u m s o n ft getauft habe, weil die Kassiererin im Fleischerladen beim Wechseln eines Dreimark­stückes sich geirrt und auf fünf Mark herausgegeben habe.

Was kann ich dafür, wenn die Kassiererin nichi aufpatzl?" lachte die junge Fran unbekümmertIch werde doch nichi so dumm sein und sie auf den Fehler aufmerksam machen! Jeder Hai selbst aufzupasscn!"

Wir leben in einer bedauerlichen Zeit, in der ^yrncprcit nicht mehr hoch im Kurs steht Dieser hier geschilderte Vorfall sieht durchaus nicht vereinzel! da. Wie aber, wenn man diesen beiden Frauen die Wahrheit gesagt hätte? Man hätte sich wohl der Lächerlichkeit ausgesetzt, denn wer Ehrlichkeit nicht mehr schätzt, der versteht auch nicht, wenn man sic verteidigt.

*

Und doch gibt es zum Gliicr- ntm, genügend Menschen, Die sie vollauf zu würdigen wissen Ein kleiner, anscheinend un­bedeutender Anlaß gleicher Art verdient hier Erwähnung:

Seit Wochen kaufte ich am Wilhelmplatz in Charlottenburg bei einem Zeitungshändler ein Modejournal für 30 Pfennige. Dann aber, als "ick die Zeitschrift im Abonnement bestellte, unterließ ich die Läufe Und nun, obwohl ich seit bald zwei Monaten nicht mehr an dem Stand kaufe, grüßt mich der Händler ,cdesmal von weitem, wenn er mich sieht, mit freund­lichem, dankbarem Blick.

Ich hatte nämlich einmal von ihm zuviel Geld erhalten. Im großen Andrang der Käufer hatte er die Münze übersehen und mir auf drei Mark, statt auf zwei Mark herausgegeben. Ich gab ihm das Geld sofort zurück und machte ihn aus den Jrrmm aufmerksam. Der Händler dankte mir herzlich, und seit dieser Zeit - obwohl ich nichts mehr bei ihm kaufe hat er mich in sein Herz geschlossen. Er grüßt mich leben Abend, und ich bin froh und glücklich, saß ir dieser schweren Zeit, in der Unehrlichkeit hoch int Kurs steht und Ehrlichkeit als Dumm­heit belächelt wird, noch mitten im Alltag und im kreisenden Leben der Großstadt ein Mann steht, der ein dankbares Herz Hai.

Hätte ich damals den Mann, der tagaus, tagcin, bei Kälte wie'bei sengendem Sonnenschein sich mühsam ein paar Pfen­nige verdien:. Nicht auf den Fehler aufmerksam gemacht nie­mand hätte etwas gemerkt. Ich wäre darum nach außen hin nicht schlechter und nicht besser erschienen. Ich hätte nicht nur meine Zeitung umsonst bekommen, sondern noch Geld dazu. Der Mann aber hätte am Abend bei der Abrechnung gemerkt, daß er Den Verdienst eines ganzen Tages verloren, also um­sonst gearbeitet hatte.

Nein, ich wollte diese Pfennige nicht haben, die ihm ge­hörten. Ihm hätte das Geld gefehlt, und mich hätte es nicht reicher gemacht.

Jetzt bin Ich froh und glücklich, daß ich ihm das Geld zurück- gab Nun kann ich frohen und leichten Leraens bei ihm vor­beikommen und ihn grüßen.

*

Darauf kommt es schließlich an in heutiger Zeit, oaß man nicht nur nach außen hin, sondern vor sich selbst ehrlich und anständig dastehl wo und wann es auch immer sein mag.

Es ist ein trauriges Zeichen unserer Zeit, wenn Frauen solche Gespräche führen Kein Mensch kann wirklich und wahr­haftig reich und glücklich werden dadurch, daß er eine arme Verkäuferin bei der Bezahlung betrügt, weil sie sich im Wechseln arte. Er sollte vielmehr daran denken, daß er sie sehr schwer geschädigt Hai, denn sicher muß sie am Abend, wenn sie die Raffe übergibt, das fehlende Geld aus eigener Tasche ersetzen.

Kann dieser Gedanke denn froh und glücklich machen? Mir würde der Bruten nicht schmecken, wenn ich wüßte, daß eine arme Verkäuferin ihn für mich bezahlen und mir obendrein noch ihr eigenes Geld zulegen sollte.

Also Ehrlichkeit! - Ein klein wenig mehr Ehrlichkeit, denn wenn wir wieder selbst ehrlich vor uns dastehen, wird auch das Verständnis für unsere Mitmenschen wieder größer werden. Ersticken wir unsere guten Gefühle nicht, wenn sich die Ge­legenheit bietet, sie auszuweisen.

Mft ho MM Met?

Dann verdiene ihr Vertrauen durch Liebe, Festigkeit und Beispiel.

Tas ist auch so ein Kämtel aus dem Grenzgebiet zwischen Gesundheitsfürsorge und Erziehung. Man erlebt als Arzt leider nur zu oft, daß so ein kleiner Patient Den Onkel Doktor geradezu als fürchterliches Schreckgespenst ansiehl, durch die Kurzsichiigkcii und Dummheit der Erzieher, vor allem ich bitte zu entschuldigen, aber es ist so, nur bei meinen Leserinnen bestehen Ausnahmen Der Müller, Die Den Kleinen häufig genug mit Diesem Popanz drohen. So ist es nicht verwunder­lich. daß gerade dann, wenn es auf schrankenloses Vertrauen am meisten ankommi, nämlich bei der Sorge um Krankheiten, unberechtigte Angst dieses Vertrauen erschüttert, vielleicht sogar ganz zerstört. Was hier von dem Verhältnis zwischen Kranken und Arzt gilt, das gilt ganz allgemein auch für das zwischen Kindern und Erziehern. Wie viele Störungen, nicht nur am Körper. sondern auch in der kindlicken Seele, wären zu ver­meiden. wenn das Kind es nicht anders wüßte, als daß seine Eltern tatsächlich (nicht nur in schönen Worten!) seine besten Freunde wären. Ich denke da vor allem an die körperlichen und seelischen Umwälzungen, die Heranwachsende Menschen in den Jahren der erwachenden Geschlechtsempfindungen durch­machen müssen, und an all das häßliche, was in diesen Jahren dann auf sie einffürmt, wenn die Eltern ihr Vertrauen sich nicht zu erwerben verstehen. Ein großer Teil körperlicher und see­lischer Krankheiten geht zu Lasten der Erzieher! Freilich ge­hört zum Erfüllen dieser Aufgabe auf feiten der Erziehenden vor allem die Pflicht, sich über sich selbst unbedingt klar zu werden, und zu erkennen, daß nur der das Recht hat, andere zu erziehen, der unermüdlich an sich selbst arbeitet. Erziehung ist in aller erster Linie Tai. Beispiel. Eine Binsenwahrheit, und doch, wie viele haben es am eigenen Leibe erleben müssen, daß sie nicht befolgt wurde! Wenn Eltern und Lehrer darüber klagen, Daß sie von ihren Kindern oder Zöglingen belogen und hiniergangen würden, dann sollen sie sich zunächst einmal selbst prüfen, ob sie durch eigene Ehrlichkeit die Ehrlichkeit ihrer Kinder uberhauvi verdient haben. Uno so geht es mit vielen anderen Schäden, die Leib und Seele der Kinder schon früh­zeitig treffen können. Ich habe es manchmal erfahren, und jeder das bestätigen, daß so manche Erkrankung nur deshalb io spat in Behandlung kommt, weil die Kinder es aus irgendeinem Grunde nicht wagten, mit ihren Ellern über ihre Beschwerden zu sprechen. Nicht nur die Furcht vor irgend­welchen Strafen, über deren erzieherischen Wert man schließ­lich auch streiten kann, sondern ebenso häufig wohl auch- die

Angst, als zimperlich und minderwertig zu erscheinen, ver­anlaßt dieses Verheimlichen. Natürlich soll nicht damit gesagt sein, daß jede kindliche Sorge durch übermäßiges Daraufein- gehen maßlos vergrößert wird; aber es darf nie vergessen werden, daß bte Kleinen durch ihre kleinen Sorgen genau so be­drückt werden daß die kindlichen Ereignisse dem Kinde genau so wichtig sind, wie dem Erwachsenen btt seinen, die ja schließ­lich nach kurzer Zeit genau so vergessen sind Jedenfalls mutz immer daran gedacht werden. daß kleine Ursachen große Folgen haben können und daß Krankheit und Elend auch im späteren Alter oft genug zu vermeiden gewesen wären, wenn die Kinder in ihren Eltern und Erziehern Führer gehabt hätten, auf deren sichere Festigkeit und verstehende Liebe sie mit Vertrauen hätten blicken können. Dr. med. Ferres.

Aks ' M ihre Arbeit.

Der Hausfrauenberus ist viel anstrengender, als die meisten Männer glauben. Er verlangt einen großen körperlichen Kraft­aufwand Man sollte dasbißchen Kochen", dasbißchen Putzen" nicht mit einem geringschätzigen Achselzucken abtun. Allerdings machen es sich viele Hausfrauen viel schwerer, als es nötig ist. Zahlreiche Frauen sehen es als faul ober träge an, wenn eine Hausarbeit im Sitzen ausgeführi wird Es gibt eine ganze Reihe von Arbeiten, die mindestens so gut sitzend getan werden können wie im Stehen. Solch unvernünftige Frauen leiden lieber an Krampfadern, Kreuzschmerzen und so weiter, als daß sie sich nachsagen ließen, sie wären faul. Solchen ist schwer zu helfen Von Jugend auf sind sie gewöhnt, die Arbeit mit großer Mühe und großem Kraftaufwand auszuführen, und nehmen es auch noch in gedankenloser Weise Töchtern und Haushilfen übel, wenn diese sich die Arbeit erleichtern wollen. Ein strafender, vernichtender Blick trifft die Hausangestellte, die das Gemüse im Sitzen auf dem Küchenschemel putzen will.

Trotzdem gibt es in der Küche und im Hause eine ganze Menge Arbeiten, die im Sitzen mindestens ebenso gut, wenn nicht besser und rascher erledigt werden können wie im Stehen. Ta ist zum Beispiel ein Drchstuhl zu empfehlen, der nach Be­lieben nieder und hoch geschraubt werden kann. Man mutz nur einmal die alte Gewohnheit überwinden, um einzusehen, daß heutzutage das Praktische unbedingt das Richtige ist. Im Stehen spüren wir bald eine unangenehme Müdigkeit im Rücken und in den Beinen. Selbstverständlich arbeitet man besser mit den Händen nach abwärts, als wenn man sie zum Tisch emporheben muß. Viele Frauen gibt es auch, die wohl die modernen Verbesserungen würdigen, aber trotzdem sich schaden zufügen durch die stehende Tätigkeit; es sind die, die sich keine Zeit nehmen zum Niedersetzen, die immer auf dem Sprung sind zur nächsten Arbeit.

Obstschälen, Gemüseputzen, Teigrührcn, auch kleinere Wäsche­stücke zusammenlegen, Geschirrabirocknen das sind alles Arbeiten, die im Sitzen mit viel Ersparnis an Mühe erledigt werden können. Wenn man sich diese Bequemlichkeit gestattet, ist man noch lange nicht faul. Im Gegenteil: durch die gesparte Kraft kann im großen und ganzen viel mehr und Größeres geleistet werden. Heutzutage kommt es mehr denn je auf Zeit und Kraftersparnis an. Isabella.

MermM. Von Smada.

Sie kennt sich aus.

Liesel fährt mit Mutter in der Eisenbahn. Da Liesel ein Plappermäulchen, steht ihr der Mund nicht still. Eben Hai sie Mutter eine unglaubliche Geschichte eigener Erfindung erzählt.

Hör mal", unterbricht sie die Mutter,weißt du denn auch, Liesel, was mit kleinen Mädchen geschieht, die lügen?"

O ja, Mutti", nickt Liesel,die brauchen in der Bahn nur den halben Preis zu bezahlen!"

*

Auch eine Frage.

Fränzchen ist mit Großpapa in den Zoo gegangen, Der Elefant interessiert ihn besonders.

Stumm beguckt ihn sich Fränzchen eine Weile. Dann zupft er Großpapa am Aermel:

Sag' mal, Opa, sind das die Tiere, von denen der Papa immer spricht?"

Von was für Tieren spricht denn der Papa?" will Groß­papa wissen.

Wenn er mit der Mama spricht, sagt er immer: Da hast du mal wieder aus einer Mücke einen Elefanten gemacht! Ist der hier auch aus einer Mücke gemacht?"

*

Nomaden."

Der Lehrer erklärt in der Schule:Nomaden sind Menschen, die bald dahin, bald dorthin ziehen. Sie bleiben nie an einem Ort. Wer von euch kann mir ein Beispiel sagen?"

Erhebt sich Gretel und verkündet stolz, aus dem reichen Schatz häuslicher Erfahrung:

Wir haben Nomaden zu Hause unsere Dienstmädchen!"

Coll Muh in diesem Satire

cm Teil der Obsternte mrmde gehen?

Wir lesen mit Erstaunen, daß Brasilien einige Millionen Sack Kaffee ins Meer geschüttet hat. Er war verdorben, weil es drüben so viel Kaffee gibt, daß man ihn nicht los wird. Wenn wir auch nicht befürchten müssen, daß in Deutschland Lebensmittel ins Meer geschüttet werden, so gehen doch auch bei uns jährlich Milliardenwerte an Volksvermögen verloren, weil es uns einfach nicht möglich ist, ein Verfaulen mancher leichtverderblicher Lebensmittel zu verhindern. Man schätzt, daß gegenüber dem jährlichen Gesamtkonsum von 22 Milliar­den Mark an Lebensmitteln rund 14 Prozent oder für 3 Mil­liarden Mark durch Verderben verloren gehen. Der Erhaltung dieser Werre sollten wir aber unsere ganz besondere Aufmerk­samkeit widmen, weil wir jährlich für 4 Milliarden auslän­dische Lebensmittel einführen, die wir nur zum Teil nötig hätten, wenn nichts bei uns verdürbe.

Wissenschaft und Technik haben die Aufgabe, neue Wege zu finden, die eine bessere Erhaltung der leichtverderblichen Lebensmittel gestalten. Die Gärtner bemühen sich seit Jahren, Obstbäume zu züchten, die eine gleichmäßigere Verteilung der gesamten Ernte über einen längeren Zeitraum des Jahres ge­statten. Das gleiche gilt vom Gemüse. Im Laufe des letzten Jahres mußten wir für rund eine halbe Milliarde davon ein- , führen, weil Teile unserer Ernte nicht lange genug frisch ge- I halten werden können und sowohl von Fabriken als auch im : Haushalt noch lange nicht genug eingemacht wird. Wir'können i es uns heute nicht mehr leisten, jährlich viele hundert Mil- ! lionen Mark über die Grenze zu schicken, wir haben aber auch : keinen Grund dazu, denn bei uns wächst Obst und Gemüse 1 genug. Gerade jetzt kommen die wichtigsten Wochen, in denen

eingemacht werden kann und mutz. Die Folge davon wird sein, datz weniger verdirbt, datz wir im Winter genügend Vorräte in den Speisekammern haben werden und weniger ausländische Ware einführen müssen.

In den Vereinigten Staaten ist, wie statistisch nachgewiesen wurde, Der Obstverbrauch in den letzten zehn Jahren auf das Dreifache gestiegen, seitdem nânilich auch die amerikanischen Hausfrauen einzumachen gelernt haben. Gleichzeitig stieg auch der Zuckerverbrauch ungemein, denn bori wie bei uns kennt man in erster Linie das Rezept, die Früchte mit 50 Prozent Zuckerzusatz einzukochen Hierbei braucht man zwar eine Menge Zucker, aber Der Zucker ist ja nicht nur zum Süßen da, sondern auch zum Haltbarmachen; er ist auch 'ein reines Genußmittel, sondern ein Nahrungsmittel und der Grunsstoss einer richtigen Ernährung, weil er vom Körper hundertprozentig ausgenom­men und sofort an die Orte des Bedarfs geleitet wird, und weil er außerdem die Muskeltätigkeit speist und leicht verdau­lich ist. Uebrigens ist er auch heute noch, trotz der auf ihm lastenden hohen Steuer neben Brot und Kartoffeln eines der billigsten Lebensmittel.

Natürlich hat auch die moderne Konservierungstechnik ge­waltige Fortschritte gemacht und sich nach Kräften bemüht, dafür zu sorgen, daß recht viel Obst. Gemüse, Fleisch und Fische in die Büchsen wandern. Allerdings kann man von der Kon- serveninoustrie nicht verlangen, daß sie mehr einmachl als sie absetzen kann. In den Bereinigten Staaten werden von jedem Einwohner jährlich 13 Dosen Konserven gegessen, in Deutsch­land nur 2 Dosen! Der Grund liegt darin, daß der Deutsche leider immer noch im Winter nach ausländischem Frischgemüse, Frischobst und Südfrüchten verlangt, statt zu bedenken, daß wir ein armes Land sind und unsere Ansprüche dieser Tatsache anpassen müßten. Daher ist es unsere Pflicht, nach Möglichkeit nichts verderben zu lassen, und Diese Pflicht hat nicht nur die Konservenindustrie, die für die Verwendung deutscher land­wirtschaftlicher Erzeugnisse besorgt sein muß, sondern auch jeder einzelne Haushalt und jeder einzelne von uns dadurch, daß er die deutschen Daucrerzeugnisse dem eingeführten Obst und Gemüse vorzieht. U. E.

Mrktize Kitmituz jmzer Gemse.

Gurken auf HauSmanusart. Die geschälten Gurken werden in Scheiben geschnitten und auf ein Bett von Dünnen Zwiebel- scheiben und kleinen Scheibchen mageren Speck gelegt und mit Fleischbrühe bis zur Höhe angefüllt Man läßt unter Verschluß gar werden, bindet dann den etwas eingekochten Satz mit Knet­butter und gibt sie, so wie sie sind, zu Tisch, bestreut mit ge­hackter Petersilie.

Karotten ans Schönbrunner Art. Gleichgroße Karotten werden nicht zu weich abgekochl und dann in Hühnervelvuls vollends gar gemacht. Man schmeckt mit Fleischglace und etwas Zitronensaft ab und gibt noch reichlich gehackte Petersilie hinzu.

Karotten auf Fachinger Art. Die geputzten Karotten werden in dünne Scheiben geschnitten und dann mit einem walnuß­großen Stück Butler und einem Eßlöffel Fleischglace in eine flache Kasserolle gegeben und dann bis zur Höhe mit Fachinger Wasser aufgesülll. Man läßt unter Verschluß kochen, bis die Karotten gar sind und das Wasser ganz eingekocht ist. Dann würzt man mit Salz und schwenkt, bis Butter und Glace sich gebunden haben.

Grüne Bohnen Seymour. Die Bohnen werden abgezogen und nicht Der Länge, sondern der Breite nach in Stückchen von zirka einem Zentimeter Breite geschnitten und wie üblich in Salzwasser abgekocht. Wenn sie gar sind, gießt man ab, schwenkt in Butler und bindet sie mit etwas Bechamelsoße, gibt einen Eßlösfel voll aufgelöster Fleischglace hinzu und den Saft einer halben Zitrone. Gut abschmecken und mit gehackter Pcier-- filie bestreuen:

Grüne Bohnen aus Görtgcr Art. Tie Bohnen werden wie vorbeschrieben abgekochl, dann in Butter geschwenkt und bis zur halben Höhe mit süßer Sahne ungefüllt. Man läßt die Sahne halb einkochen, würzi mit etwas geriebener Muskatnuß, gibt ein walnußgroßes Stück Butter hinzu und bindet mit Eigelb. Ringsherum kommen dreieckige Weitzbrotkcutons.

Grüne Bohnen auf Burgunder Art Die Bohnen werden der Länge nach geschnitten und einige Stunden in Salzwassei abgebrüht dann in halb guter Fleischbrühe und halb Bur­gunder gar gedämpft. Würzen, mit Knetbutter binden und mit gehacktem Kerbel bestreuen.

Schoten mit Kopfsalat. Kopfsalat wird wie üblich bräsiert und dann in der Milte einer runden Schüssel ungerichtet, mit einem Kranz recht grüner Schoten umlegt und mit Kglbsjus leicht umgossen.

Gefüllter Kopfsalat. Eine entsprechende Anzahl bön recht fetten Salatköpsen wird gereinigt und in kochendem Salz- wasser abgebrüht Nach dem Abtropfen und Auskühlen drückt man sie gut aus und füllt jeden einzeln mit Bratwurstfüllsel, dem reichlich feingehackte Champignons zugesetzl wurden, und bräsiert sie auf einem Bett von mugerem Speck und Wurzel­werk gut. Man richtet auf einer tiefen Schüssel an und begießt mit gutem Kalbsjus.

Gebackener Kopfsalat. Der Salat wird wie oben gefüllt und bräsiert. Dann wird er gut abgeiropft, sorgfältig in Ei und weißer Brotkrume paniert und rasch in tiefem Fett gebacken. Man reicht hierzu extra eine Tomatensoße oder eine gute Kalbsjus.

Zuckerschoten Florëal. Junge, ganz zarte Zuckerschoten werden abgezogen und halb gar gekocht. Man vollendet sie mit Sahne, und wenn sie gar sind, werden sie mit Salz, einer Prise Zucker, einem Schutz Essig und gehacktem Kerbel abgefertigt.

Spinat auf Beffenheimer Art. Der Spinat wird wie üblich abgekocht, durch ein feines Sieb gestrichen und mit einer kräf­tigen spanischen Soße angemacht. Man richtet ihn in einer tiefen runden Schüssel an und umlegt ihn mit kleinen Brat­würstchen und ausgestochenen Setzeiern.

Spinal auf Colchester Art. Der durch ein feines Sieb ge­strichene Spinat wird mit weißer Mehlschwitze und süßer Sahne angemacht, aus einer runden, tiefen Schüssel ungerichtet und dann abwechselnd mit herzförmigen Weißbrotkrutons und im eigenen Saft gar gemachten und enthärteten Austern umlegt.

Erbsen auf Kärntner Art. Eine kleine Zwiebel wird an­geschwitzt und dann 250 Gramm in grobe Julienne geschnittener Sauerampfer hinzugegeben. Hierzu fügt man zwei Pfund aus­gepellte Schoten, eine Prise Salz, Psesfer und Zucker und ein halbes Liter kräftige Fleischbrühe und läßt unter Verschluß an der Seite des Herocs gar werden. Wenn die Erbsen gar sind und die Fleischbrühe fast gänzlich eingekocht, bindet man mit Knetbutter, umlegt mit dreieckigen Weißbrottrutons und gibt sofort zu Tisch.

Gurken Duchesse. Geschälte Gurken werden in vier Zenti­meter breite Stücke geschnitten, in Butter gedämpft und dann mit einer beliebigen Fleischfarce gefüllt. Man rangiert sie nun in eine feuerfeste Schüssel, bestreu: mit geriebenem Parmesan- käse, beträufelt mit Butter und läßt im Ofen überbacken

L. Schw,

Sie wünschen

Mitteilungen, Briefbogen, Rechnungen, Mahnschreiben, Briefumschläge, Post­karten, alle Formularen oder sonstige

K o_m m e n Sie am u n s^

in sachgemäßer, moderner Ausführung, gedruckt auf Ihrem Geschmack entsprechenden Papieren? Wir drucken Ihnen alles und berücksich­tigen gerne Ihre persönlichen Wünsche.

Anzeiger -DtW