Geld, das Arbeit schaffen könnte.
Von allen Seiten wird die Forderung nach energischer Bekämpfung der Arbeitslosigkeit erhoben. Arbeitsbeschaffung ist wirklich die wichtigste und dringendste Aufgabe, für die alle verfügbaren Kräfte eingesetzt werden müssen. Die Aktion der Steueranrechnungsscheine ist eine der Maßnahmen, die zur wirtschaftlichen Belebung führen sollen. Aus die verschiedcndste Weise wird versucht, die Geldmittel zu beschaffen, die unentbehrlich sind, um die Belebung der Wirtschaft zu finanzieren.
Zu gleicher Zeit aber liegen gewaltige Summen Geld brach, die, wenn sie in der Wirtschaft tätig wären, mehr als einer Million Arbeitslosen wieder Arbeit geben könnten. Nach zuverlässigen Berechnungen ist die Summe der Gelder, Lie gegenwärtig noch zurückgehalten oder gehamstert werden, auf über eine Milliarde Reichsmark zu schätzen. Dieses Geld liegt verstreut in Kästen, Truhen und an anderen mehr oder weniger unsicheren Orten. Man sollte nicht glauben, daß die Besitzer in solchen Verstecken ihr Geld für sicher und gut aufgehoben halten. Statt es bei den berufenen Sparinstituten einzuzahlen, halten manche Leute das Geld zurück, nicht beachtend oder nicht wißend. wie sehr sie dadurch sich selbst und die Ee- saintheit schädigen.
Das Geld, das bei den Sparkasien eingezahlt ist, schafft als Kredit in der Wirtschaft Arbeit und Erwerb. Je mehr Geld eingezahlt wird, desto mehr Darlehen können zur Durchführung wirtschaftlicher Aufgaben und Unternehmungen und damit zur Arbeitsbeschaffung gegeben werden. Geld, das nur irgendwo in einem Winkel aufgehoben liegt, ist für dies Wirtschaft tot, es fehlt bei der Arbeitsbeschaffung. Das mögen jene bedenken, die Geld, obwohl sie es im Augenblick gar nicht brauchen, zuhause behalten, statt es bewährten Geldinstituten anzuvertrauen.
Ehrendenkmal für die Gefallenen des Infanterie- Regiments Nr. 81 und seiner Kriegsformationen in Frankfurt a. M.
Uns wird geschrieben: In mühsamer, langjähriger Sammelarbeit hat der 81er Bund jetzt Mittel zusammen- gebracht, untren lang gehegten Plan, ein Ehrendenkmal für die im Weltkriege Gefallenen des aktiven Jnfanteric- Regiments und aller seiner Kriegsformationen in der alten Garnisonstadt Frankfurt a. M. zu errichten, aus- fiihren zu können. — Im Frühjahr 1933 soll das Ehrenmal geweiht werden. Die Stadt Frankfurt a. M. hat hierzu den erbetenen Platz in der Strage der Republik, an der Einmündung der Hohenstaufenstraße vor dem Eisen- bahn-Direklions-Gebäude freundlichst zur Verfügung gestellt, so daß Las Denkmal in unmittelbarer Nähe der alten (barnisonkirche, der Matthäuskirche, zu stehen kommt. Die Einweihung des Denkmals wird mit einer WieLersehens- feier aller 81er, ähnlich wie im Jahre 1928, verbunden werden. Die Vorbereitungen hierzu sind im Gange. Weitere Mitteilungen erfolgen durch die Zeitungen. Auskunft in der Denkmalsfrage erteilt: Oberstleutnant a. D. Wendt, Frankfurt a. M., Eppsteinerstraße 38. In Fragen Wiedersehensfeier: Inspektor Herm. Frank, Frankfurt a^ M., Schielestraße 26. Die Regimentsgeschichte des Jnf.-Regt. 81, dieses unvergängliche Denkmal zu Ehren der Kämpfer für Heimat und Vaterland ist erschienen und erfreut sich großer Nachfrage. Bestellungen sind an die vorgenannten Herren zu richten. Auch kann das Buch bei der Universitätsbuchhandlung Blazeck u. Bergmann, Frankfurt a. M., Goethestraße 34, bezogen werden.
Unwetter verursacht einen Zugunfall.
Bad Salzschlirf, 11. Sept. Am Samstagabend ging in der Gegend um Salzschlirf ein wolkenbruchartiger Regen nieder. Das Unwetter überschwemmte und verschlammte einen Ueberweg der Reichsbahn. Die Lokomotive eines von Niederaula nach Bad Salzschlirf fahrenden Personenzuges passierte um 21.20 Uhr diesen Ueberweg und entgleiste. Da der Ueberweg nur etwa 1 Kilometer von Bad Salzschlirf Entfernt ist, warteten die mit dem Zuge fahrenden fünf Fahrgäste die Aufgleisung nicht ab, sondern gingen zu Fuß nach Bad Salzschlirf. Personen- und Sachschaden ist nicht entstanden.
Grotzfeuer durch Blitzschlag.
Zwei landwirtschaftliche Anwesen fast völlig vernichtet.
* Dirlos, 12. September.
Bei dem heftigen Gewitter, das sich am Samstag abend gegen 7% Uhr über unserer Gegend entlud, schlug der Blitz in die Stallung des Karolinenhofes bei Dirlos ein. In dem auf dem Stallboden untergebrachten Heu und Grummet fand das Feuer reichliche Nahrung, so daß es sich mit rasender Schnelligkeit ausdehnte und die Stallungen bis auf Lie Umfagungsmauern vernichtete. Das Vieh konnte gerettet werden, während zwei Schweine und eine Anzahl Geflügel mitverbrannten. Die Löscharbeiten der herbeigeeilten Feuerwehren gestalteten sich außerordentlich schwierig, da fast überhaupt kein Wasser vorhanden war.
Etwa 1% Stunde später kam in der der Brandstätte gegenüberliegenden neuen Scheune des Karolinenhofes ein zweites Schadenfeuer auf, das die Scheune mit dem gesamten Ertrag der Ernte und das angrenzende Gesindehaus völlig vernichtete. Wie vermutet wird, han- delt es sich hierbei um Brandstiftung. Die diesbe- Mglichen polizeilichen Ermittlungen sind im Gange. Der Besitzer des Karolinenhofes, Herr Ludwig Homburg, hat durch das Feuer beträchtlichen Schaden erlitten.
Zu gleicher Zeit, in der der Blitz auf Lem Karolinenhof einichlug, zündete er auch in Dirlos die Stallung des Landwirts ^ranz Birkenb ach an. Das Feuer griff auf die Scheune über und äscherte sie ebenfalls mit der gesamten Ernte völlig ein. Das Vieh konnte gerettet werden.
Wie wir erfahren, schlug am Samstag abend der Blitz auch in das Wohnhaus des Landwirts Wendelin Diel in AKsiels ein. Es entstand nur geringfügiger Schaden am Dach des Hauses.
* Schlitz. (Schutz dem Stadtbild!) Die Bürgermeisterei veröffentlicht eine Bekanntmachung, in der gesagt wird, daß in letzter Zeit alte Fachwerkhäuser geschindelt werden. „Da gerade Fachwerkbauten" — so heißt es weiter — „mit der Eigenart des Schlitzer Stadtbildes untrennbar verbunden sind, liegen derartige Herstellungen nicht im allgemeinen Interesse". Die Stadtverwaltung empfiehlt unter Hinweis auf eine entsprechende Bestimmung der Ortsbausatzung, daß sich Hausbesitzer vor Inangriffnahme derartiger Arbeiten mit der Baupolizeihehorde in Verb- noung setzen.
Der Sport vom Sonntag.
Verdient gewonnen.
Borussia Fulda—Hermannia Kassel 3:1 (2:1)
Ecken 11:4.
Das gestrige erste Punktespiel der Fuldaer Borussen vor ihrem einheimischen Publikum brachte den erwarteten Sieg. Es war ein Spiel, das trotz der ungünstigen Beeinflussung durch den heftigen Wind, der ja der besseren Mannschaft stets mehr schadet als der schwächeren, von den Anfangsminuten abgesehen, durchweg die Fuldaer als die bessere, in jeder Beziehung überlegene Elf sah. Die Mannschaft, die da den ersten Abgesandten der „Residenz" klar geschlagen abfahren ließ, war im großen und ganzen die des Vorsonntages, den Linksaußen ausgenommen. Hier versuchte sich, dem Druck der Notwendigkeit folgens wieder einmal mit dem bekannten geringen Erfolge Klippstein, er war nie ein Bonnard. Ist dieser erst dabei, braucht man um Borussia nicht mehr so bange zu sein. Sein Fehlen stellt nach unserer Ansicht die zur Zeit einzige sichtbare Lücke in der Besetzung dar. Meisel, der nun nächstens mitmachen soll, wird als der kommende Verteidiger genannt. Wir stauben annehmen zu dürfen, daß ein spielerischer Anlaß, Fischer auszulassen, nicht vorliegt. Die übrigen Borussen boten nne den Umständen entsprechende gute Leistung. Aber es ver- stent festgestellt zu werden, daß von den drei Toren zwei nicht Ke Früchte eigentlicher Stürmerarbeit sind, sondern als Straf- )älle den Weg ins Tor nahmen. Selbst unter Berücksichtigung )er Taktik dès „Mauerns" der Gäste — das war ihr gutes siecht! — und der Tatsache, daß ein He ß l e r im Tor der Kasseler stand, hätten auch Erfolge als Abschluß vom Feldspiel allen müssen, wie das zweite von Kammer! erzielte Tor es var. Da wäre noch etwas zu bessern. Das wird indessen, stauben wir, gelingen.
Was die Hermannen anbetrifft, so wäre zu sagen, daß diese Mannschaft einen vorzüglichen körperlichen Eindruck hinterläßt. Schnelles, zweckmäßiges Abspiel bringt immer wieder Gefahr in die gegnerische Hälfte. Bei einer Mannschaft, die keine Borussia ist, kann sich das sehr leicht unangenehm auswirken. Hermannia wird sicher nicht so leicht zu schlagen sein.
Die ersten 45 Minuten.
Kaum hitte das Spiel begonnen, lautete es auch schon 1 :0 für Kassel. Ein Angriff, bei dem der Linksaußen aus ziemlich klarer Abseitsstellung heraus, zum Flankevk^lag kam, brachte einige Verwirrung vor dem Borussentor: Büchner lief heraus und ehe er wieder seinen Platz eingenommen hatte, saß ein aus dem Hinterhalt abgegebener Schuß in der rechten Torecke. Kassel hat nun zunächst mehr vom Spiel, doch gleicht es sich allmählich aus. Immerhin war es schon die 33. Minute als Kunze, der Unparteiische aus Gießen, einen zweifelhaften Elfmeter für Borussia gab. Leugers schoß sicher zum Ausgleich ein. Kunzes Entscheidungen am Anfang hatten wiederholt Pfeifkonzerte ausgelöst, was aber später aushörte. Ein Unentschieden beim Wechsel schien festzustehen: da kombinieren sich Heßbcrger und Kammer! ausgezeichnet vor, Kammer! kommt zum Schuß aus schrägem Winkel, den der falsch berechnende Heßler nicht hält. Antritt und Halbzeitpfiff folgten sich unmittelbar.
Schon die letzten Minuten vor der Pause hatten den Eindruck erweckt, als ob sie Borussen klare Sieger blieben, wenn sie erst den Wind für sich hätten. Aber es dauerte wieder geraume Zeit, und da war es erst ein Strafstoß, von Leugers in'seltener Schönheit ausgeführt, der den dritten Erfolg brachte. Es waren noch 10 Minuten zu spielen. Im allgemeinen hinterließ die zweite Spielhälfte den Eindruck, als ob sich die Borussen in der gegnerischen Hälfte vergeblich abplagten, die zahlreiche Verteidigung der Kasseler zu durchbrechen, die ihrerseits zu höchstens 5 Durchbrüchen kamen, bei denen Büchner einzugreifen hatte. Gefährlich war es dabei nur ein einziges Mal.
Die Kasseler Elf, die in der besten Besetzung antreten konnte, ist natürlich in der Deckung besser als im Angriff und in der Halfreihe. Laubert, der neue Mann in der Mitte, verspricht etwas zu werden. Heßler war Kassels Vester.
Die Borussen im einzelnen: Büchner hatte nicht viel zu tun, Fischer war, ohne den vorzüglichen Christian zu erreichen, gut. Maintz und Roberg boten sehr gute Läuferleistungen, die Gärtner vorerst nicht aüsweisen kann. Aber man sollte den Neuling auf dem Posten belassen. Leugers, Pletsch und Kwmmerl waren in bester Verfassung, der Strafstoß von Lengers, soweit man ihn überhaupt sehen konnte, war eine Augenweide. Heßberger war besser als der Linksaußen.
Die Leistung des Schiedsrichters Kunze, als Ganzes betrachtet, ging an.
Fußball in Hessen-Hannover.
Außer dem Borussenspiel standen gestern noch drei weitere Begegnungen auf dem Programm. Der dritte Sonntag der Verbandsspielserie sorgte schon für die nötigen Ueberrchchun- gen. Der Kasseler Sportklub 03 konnte, was vielfach vorausgeahnt war, in Hersfeld keinen Punkt ernten, 4 :3 blieben die
Alsfeld, 10. Sept. (E in Todesopfer der politischen Zusammenstöße bei Homberg.) Bei dem nächtlichen Ueberfall, den eine Anzahl Kommunisten aus Nieder-Ofleiden bei Homberg Mitte Juli in der Nähe von Homberg auf Alsfelder S.Ä.-Leute verübten und der damals die Verhaftung von etwa 50 Kommunisten aus Nieder-Ofleiden zur Folge hatte, wurde der 28 Jahre alte S.A.-Mann Willi Weber aus Alsfeld durch Stiche in den Oberschenkel so schwer verletzt, daß er fast völlig verblutet in das hiesige Kreiskrankenhaus eingeliefert werden mußte. Trotz eifriger ärztlicher Bemühungen, den jungen Mann am Leben zu erhalten, ist er jetzt doch noch an den Folgen der schweren Verletzungen gestorben.
Marburg, 10. Sept. (Eine Vantzer-Ausstel- lung in Marburg.) Vom Mhseum der Marburger Universität wird vom 20. September bis 20. November eine Ausstellung der Werke der Familie Bantzer stattfinden. Aus den Museen in Berlin, Breslau, Dresden, Darmstadt, Zwickau, Hannover und Kassel werden zu diesem Zweck die Hauptwerke von Geheimrat Bantzer zur Verfügung gestellt, zu denen dann noch zahlreiche Werke aus Privatbesitz und auch die jüngsten Werke des Meisters kommen werden. Außerdem werden aber auch Werke der Gattin des Künstlers, seines Sohnes Carl Franzis Bantzer sowie seiner Töchter Marigard, Hildegard und Elisabeth zur Ausstellung gelangen. Zweck der Ausstellung soll vor allem sein, einen Ueberblick über das Schaffen des 75jähri- gen Altmeisters der hessischen Malerei zu geben.
Diez, 10. Sept. (Vor Zuzug wird gewarnt!) Die hiesige Stadtverwaltung erläßt an die Hausbesitzer eine Warnung, ortsfremde Personen und Familien, die nach Diez ziehen wollen und nur der Gemeinde zur Last fallen, bei sich auszunehmen. In den letzten Jahren ist der Zuzug nach Diez sehr groß gewesen. Viele Familien befanden sich darunter, die nach kurzer Zeit der Wohl- sahrtsfürsorge zur Last fielen. Die weit Uber Landes- durchsihnitt liegenden Aufwendungen der Stadt Diez in der Wohlfahrtsfürsorge sind zum guten Test in diesem Zuzug begründet. Ob die Warnung jetzt noch Erfolg haben wird, ist sehr fraglich.
Wiesbaden, 10. September. (Kostenfreier Kur - ° u.J a U-) Die Ferienheime für Handel und Industrie (Teutsche Gesellschaft für Kaufmannserholungs- Helme) haben beschlossen, 300 stellungslosen Angestellten uns Handel und Industrie einen vollstärunz kostenfreien
Hessen Sieger. Unerwartet kommt auch die Kunde aus Marburg, wo der V.f.V. auf eigenem Gelände gegen die Germanen 4 : i unterlag. Das Kasseler Lokaltreffen Tura — Spielverein brachte den Letzteren mit 3 :1 Toren Sieg und Punkte. Göllingen 05 und Kurhessen Kassel waren spielfrei.
Südgruppe:
Spiele
gew.
unent- schied.
verl.
Tore
Punkte
Kurhessen Kassel
2
2
—
—
10:0
4:0
Spielv. Kassel .
2
2
—
—
7:3
4:0
Borussia . .
2
2
—
—
7:4
4:0
KassA 03 . . .
2
1
—
1
6:5
2:2
Hersfeld. . . .
2
1
—
1
6:6
2:2
Kurhessen Marb.
3
—
2
1
2:5
2:4
Germ. Marburg
3
1
—
2
7:13
2:4
Tura Kassel . .
2
—
1
1
2:4
1:3
HermanniaKassel
2
—
1
1
1:3
* 1:3
Göttingen 05 .
2
—
—
2
1:7
0:4
Im Berliner Fußball fetzten sich die Favoriten durch. Tennis-Borussia besiegte Wacker mit 6 :1, Hertha BsC. triumphierre über Bewag mit dem gleichen Resultat. uber- raschend unterlag der BV. Luckenwalde auf seinem Platz dem BSV. 92.' Ergebnisse: Tennis-Borussia— Wacker 6 :1; VfB. Wermsdorf— Wedding 0:2; Union-Ob.—Post-SV. 3:3; Vik- ißrm—ABC. 4:0: Svandauer SV—Blau-Weib 3 :3; Südstern—Minerva 0 :2; BV. Luckenwalde—BSV. 92 1 :2; Hertha BSC.—Bewag 6:1; VfB. Pankow— Preußen 3 :1.
Süddeutschlands Fußballspiele hatten mit geringen Ausnahmen erwartete Resultate aufzuweisen. Einige Ergebnisse: VfR. Fürth—SVg. Fürth 0:1; SVg. Erlangen gegen 1. FC. Nürnberg 0:4; Jahn-Regensburg— Bayern- München 0:1; DSV. München—München 1860 1 :2; SV. Feuerbach—Stuttgarter Kickers 3 : 0; FV. Rastatt—Karlsruher FV. 1: 3; AmicUia-Viernheim—SV. Waldhof 3 :2; Borussia- Reunkirchen—FK. Pirmasens 0 :1; Kickers-Osfenbach—FSV. Frankfurt 2:0; Eintracht-Frankfurt—Sportfreunde Frankfurt 3 :0; Union-Niederrad—Rot-Weiß-Frankfurt 3 :1; SV. Wiesbaden—Wormatia-Worms 0 :0.
Firmensport.
Die von uns am Samstag gemeldete Begegnung der fpiet^ starken Elf des Landratsamtes Fulda mit der verstärkte:: Dresdener Bank brachte dem Landratsamt einen weiteren ver- dicnteii Sieg. Vom Anstoß weg lagen die Leute von der Kreis- verwaltmlg in Front, konnten bald ein Tor vorlegen, dem der Halbrechte ein weiteres folgen ließ. Nach der Pause wurde das Ergebnis bei fortgesetzt überlegenem Spiel der Sieger auf 4 :0 gestellt. Erst bei diesem Stande fielen durch unvorteilhafte Umstellungen bei der Elf des Landratsamtes zwei Gegentore, die zudem noch zu halten gewesen wären.
Schiedsrichter Will (Landesleihbank) war ein umsichtiger Leiter.
*
Horas blieb in Lauterbach überraschender Weise mit 1: 2 unterlegen. R.
Vom Tennisklub Grün-Weitz Fulda.
Der Tennisklub Grün-Weiß hat mit dem gestrigen Sonntag sein diesjähriges Klubturnier beendet. Bei schönstem Wetter verteilten sich die Spiele über die ganze letzte Woche. Die Nennungen waren sehr zahlreich ein» gelaufen. Das Spiel gab Zeugnis von dem hohen Stand der Ausbildung. Die Spielstärke hat sich gegenüber. dem. vergangenen Jahr im einzelnen noch erhöht. Die auf den gestrigen Sonntag angesetzten Schlußrunden wurden leider durch das ziemlich böige Wetter etwas behindert. Dis Turnierergebnisse sind folgende:
Klubmeistercin: Frl. Hanna Helmke; 2. Preis Frl. Kramer.
Damenklasse 2. 1. Preis Frau Fahrenhorst; 2. Preis Frl. Bispink.
Herreneinzel. K l u b m e i st e r Herr Grenz; 2. Preis Herr Knips.
Herrendoppel. 1. Preis Knips-Adam; 2. Preis Grenz- Roth.
Gemischte Doppel. 1. Preis Frl. Kramer-Adam; 2. Pr. Frl. H. Helmke-Knips.
Damendoppel. 1. Preis H. Helmke-Kramer; 2. Preis Fr. Vits-Bispink.
Kuraufenthalt von je 12 Tagen zu gewähren. Die UnK- bringung erfolgt in den Heimen der Gesellschaft in, den Solbädern Salzhausen (Oberhessen) und Frankenhaufen (Kyffhäuser) sowie in dem Luftkurort Waren am Müritz- see. Auch die Fahrtkosten und sonstige Nebenkosten wie Kurtaxe und Bäder werden von der Gesellschaft getragen.
Frankfurt a. M., 11. Sept. (Schlägereien nach einem Fußballspiel.) Bei dem heutigen Spiel der Eintracht gegen Sportfreunde Frankfurt kam es zu unliebsamen Zwischenfällen, indem sich ein Teil der Zuschauer sehr unsportlich benahm. Nach dem Spiel entwickelten sich zwischen Anhängern der Sportfreunde und Ordnungs- leuten der Eintracht Schlägereien, die ein Eingreifen der Polizei notwendig machten.
Andernach, 11. Sept. (W o h l f a h r t s e m p f ä n g e r verweigern die Annahme der Unterst ü tz u n g s g e ld e r.) Das hiesige Rathaus war gestern der Mittelpunkt einer Demonstration der Wohlfahrtsomp- fänger. Zum ersten Mal sollten die vom Kreisausschuß beschlossenen, den Nachbarbezirken angepaßten Richtsätze, die u. a. eine erhebliche Reduzierung der Bezüge für mehrköpfige Familien und die Heraufsetzung des Vezugsalters für Jugendliche von 18 auf 21 Jahre vorsehen, znr Auszahlung gelangen. Die Wohlfahrtsempfänger, die hier auf beinahe 2000 angestiegen sind, verweigerten die Annahme der Gelder. Eine große Notkundgebung entwickelte sich vor dem Rathaus und den anliegenden Straßen. Die Stadtverwaltung und die Führer der Städtverordneten- fraftionen versuchten, auf telefonischem Wege eine anderweitige Regelung der Sätze zu ermöglichen. Schließlich begab sich eine Abordnung der Wohlfahrtsempfänger zum Regierungspräsidenten, der diese auf die Beschlüsse des Kreisausschusses verwies. Erst am Spätnachmittag beruhigten sich die Wohlsahrtsempfänger und nahmen die Unterstlltzungsbeträge an.
Gestorben:
Frau Wwe. Konstantin« Fröhlich, Fulda, Am Land- krankenhaus 2, 74 Jahre alt.
Beerdigung: Dienstag nachm. 414 Uhr auf dem neuen städt. Friedhof,
Joseph I o r d a n, Petersberg, 59 Jahre alt.
Beerdigung: Dienstag vorm. 9 Uhr in Petersberg.