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s Die Frau und ihr

Von Brigitte von Arnim

An einem Wochentagnachmittag war es, da ich jene Be­gegnung hatte, von der ich erzählen will.

^iel cs neuen segnet dessen 'stände

Zufällig, beim Anblick eines Ladens mit Wirtschaftsartikeln, mir wieder ein, daß ich mich ja auf der Suche nach einer

Teekanne befand, nachdem unsere alte das Zeitliche gc- hatte. lind so trat ich an das Schaufenster heran, hinter Glasscheibe allerlei praktische hauswirtschaftliche Gegen­aufgebaut waren, und betrachtete prüfend die aus-

gestellten Dinge.

Erst nachdem ich schon eine ganze Weile vor dem Geschäft gestanden hatte, ohne das Passende zu finden, kam es mir zum Bewußtsein, daß ich bereits seit geraumer Zeit Gesellschaft hatte. Das weibliche Wesen neben mir hatte sich schon vor dem Schaufenster befunden, ehe ich selbst dorthin trat. Und als ich jetzt Anstalten machte, endlich weiterzugehen, fiel mir auf, wie unbeweglich meine Nachbarin noch immer dastand und mit großen Augen, die dennoch nichts zu sehen schienen, auf die Sachen hinter dem Glasfenster starrte. Diese merkwürdig starre Unemwcgtheit war cs, die mir besonders auffiel, und so be-

trachtete ich denn der Seite.

Es war eine

meine Nachbarin unauffällig interessiert von

der Dreißig; das und dem ganzen

nicht mehr ganz junge Person, wohl Mitte sah man an den schon etwas scharfen Zügen

. Ausdruck des schmalen, blassen, außerordent­lich ernsten Gesichts. Dabei war sie sauber und nett, wenn auch

unendlich einfach, um nicht zu sagen ärmlich, gekleidet. Alles, waS sie an hatte, war aus allerbilligstein Zeug, wenn auch geschmackvoll und ansprechend zurechtgemacht.

Plötzlich, ohne von meiner Gegenwart Notiz zu nehmen, seufzte das Mädchen tief auf. Mit der linken Hand, an der ein schmaler, goldener Ring blitzte, strich sie sich geistesabwesend eine Haarsträhne aus der Stirn. „Ach", sagte sie mehr zu sich, als für mich berechnet, „wenn man sich das doch kaufen könnte! Wenigstens einen Bruchteil davon; gerade soviel, wie man un­bedingt braucht!"

Sckon im Weitergehen begriffen, blieb ich noch einmal sieben und sah die Unbekannte teilnehmend an. „Sie sind verlobt?" fragte ich tastend, mit den Augen auf ihren schmalen, goldenen Reif deutend.

Das fremde Mädchen nickte. „Ja!" antwortete sie nicht sehr laut. „Tchon sehr lange. Und wir möchten so gern heiraten! Aber mein Verlobter ist arbeitslos und ich verdiene ja auch nur so wenig. Wovon soll man da Anschaffungen machen, wovon sparen, wenn cs kaum zum Notwendigsten reicht?"

Es war eine so bittere Anklage, daß mir das Herz weh tat. Ich war nun auch ernst geworden. Was sollte ich hier ant­worten. womit trösten, wo cs kaum einen Trost gab? Schließ­lich sagte ich das einzige, was man in diesem Fall sagen konnte: „Nun, verlieren Sie nur nicht den Mut! Warten Sie ab, vielleicht kommen doch einmal wieder heuere Zeiten!"

Sie hatte sich zu mir umgewandt. Etwas Wildes, Leiden­schaftliches flackerte in ihren Augen auf, fast wie Verzweiflung. „Ja, glauben Sie das wirklich?" Es klang unendlich bitter uns fpöitisch. „Ich — ach, ich habe fast schon jede Hoffnung ausgegeben! Uns wenn tatsächlich — wer weiß, ob ich ihm dann inzwischen nicht schon zu alt geworden bin, ob er sich nicht lieber doch noch eine andere sucht, eine Lustigere, Flottere, Jüngere..."

Sie brach ab, jäh, erschrocken wohl vor sich selber und voller Scham darüber, daß ich, die Fremde, ihr für Sekunden hatte ins Herz blicken können, das so voller Bitterkeit und banger Zweifel war.

„Verzeihen Sie!" murmelte sie verwirrt. „Aber es ist alles so schwer heutzutage — das ganze Leben..."

Uns dann wandte sie sich eilig um, damit ich die Tränen nicht sehen konnte, die über ihr Gesicht liefen. Schnell ging sie davon und war bald zwischen den anderen Passanten ver­schwunden. Ich aber blieb zurück, allein mit der Not eines fremden Menschenkindes, die dennoch heute die Not einer ganzen Generation ist!

Kleines, belangloses Gespräch vor einem Schaufenster!? — Nein, ein Zeitbild war es!

setzt. Nun ist alles durcheinander: der Motorradfahrer, der wie ein Wahnsinniger gebremst hat, hält dicht vor uns, der Tram- bähnschaffner ist abgesprungen, der Wagenführer beugt sich aus seinem Verschlag vor, von der Plattform donnern Herren aus Zigarrengewölk wie weiland Jupiter — sie alle haben das Kind laufen, sie alle haben cs schon überfahren gesehen; nun löst sich der Schreck in einer gesunden Wut ans, die sich sehr verschieden und sehr parteiisch Luft macht. „Sie brauchen ja auch nicht so schnell zu fahren!" Das gilt dem schuldlosen Motorradler. „Du dummes Ding, wer rennt denn auch so in die Trambahn!?" Das gilt dein kleinen Mädel, das, verdattert, wie cs ist, noch nicht einmal vom Rinnstein aufgestaudcn war. „Warum passe Sie denn nach net besser uf Ihr Kind uff!" Das gilt mir, der Schuldloseren. Und damit ist die Losung ge­geben. Jeder schimpft auf etwas anderes: auf die Motorräder und leichtsinnigen Mutter im allgemeinen, auf die unmoralische Zeit, auf die Trambahn, die letzt Verspätung hat, auf die Jugend von heutzutage. Die Bande sind gelöst, die Straßen­bahn wurde zum Trihunal.

Derweil sitzt das kleine Ding immer noch so verschüchtert neben mir im Wagen. Aber viel schlimmer als der Schreck ist, daß es auf einmal lauter böse Leute um sich herum sieht, lauter Erwachsene, die aus zornigen Augen auf es heruntergucken. Die Schwarzkirschenaugen füllen sich langsam mit dicken Tränen. „Du mußt auch noch flenne!" sagt eine dicke, brummige Frau, die zum Zug will und zu Hause zu spät weggegaugen ist. Jetzt packt mich auch der Zorn, aber ein anderer. „Flenn du nur ein bißchen!" sage ich und hätschele das Müdelchen. „Gelt, du bist arg erschrocken?" Es sieht mich an, die Tränen ver­siegen, aus den Kinderaugen flammt eine Empörung, wie sie nur Ohnmacht gegen brutale Gewalt kennt: „Gelt, jetzt schimpfen alle mit mir, weil ich mich nicht hab' überfahren lassen! Wenn der Mann mich totgefahren hätt', dann Hütten sie alle gesagt: Das arme Kind!"

Da habe ich meine Lektion. Hat das kleine Ding nicht recht? Hat es nicht grausam recht? Mitleid für den Toten, denn das ist billig! Für den Tavongekommencn nichts!

Ein langer Zug geht vor meinen Augen: Invaliden des Leibes, Verunglückte der Seele, Verstümmelte des Herzens. Und wie viele von uns sagen da ärgerlich: „Ich tüt' auch noch flenne!" Ein Kind behält recht. Martha Werth.

„Wenn du nicht artig bist, dann gehen wir zum Onkel Doktor und der muß dir den Finger abschneiden." — Man sollte eigentlich denken, es sei Zeitvergeudung, sich gegen Dumm­heiten, wie sie dieser Satz enthält, zu wenden. Leider Gottes trisst das nicht zu. denn solche und ähnliche Weisheiten be­kommt man oft genug zu hören. Ob sich die klugen Kinder- erzieher gar nicht klarmachen, was mit solchen Bemerkungen angerichtet wird? Wenn nun wirklich ein Kind einmal krank wird? Dann wird dem Arzt, der manchmal in höchster Not noch Helsen soll, seine Arbeit unnötig erschwert, und vor allem: für die erzieherische Dummheit muß unter Umständen der kleine Patient an seiner Gesundheit schwer Schaden nehmen. Außerdem möchte ich noch aus etwas anderes Hinweisen. Es zeugt wahrhaftig nicht gerade von seinem Empfinden und von : übermäßigem Verständnis für den Sinn ärztlicher Tätigkeit, wenn man denjenigen, der oft genug der einzige Helfer in ' körperlicher wie in seelischer Not ist, als Schreckgespenst hin-! stellt. Gewiß, manchmal sind schmerzhafte Eingriffe nicht zu: vermeiden. Aber zunächst einmal wird dock alles getan, um den Schmerz aus das geringste Maß zurückzuführen: und weiter | darf wohl sicher gesagt werden, daß lein Arzt überflüssigerweise ; jemanden quält, der sich ihm anvertraut hat. Wir wollen unseren Kranken helfen, und wenn wir das auch ganz gewiß j o>cht tun, um lauten Dank für gelungene Bemühungen zu ernten, so freuen wir uns doch, wenn zum mindesten unsere Arbeit nicht mit dem Makel der Grausamkeit beschmutzt wird. Darum tort mit derartigen törichten Redensarten, die demjenigen, an den sie gerichtet sind, überflüssige und unberechtigte Angst be­reiten, seine Gesundheit gefährden und obendrein von Miß­achtung und Unverständnis gegenüber dem Herbeigcrufcnen Hel,er zeugen. Dr. med. Fernes.

Auf der Terrasse einer Konditorei sitzt eine Mutter mit ihrem etwa achtjährigen Jungen. Bevor er seine Schokolade trinken darf, schmeckt Mutter sie ab, ob sie wirklich gut zu- bcreilct ist Tann beanstandet er das dünne Häutchen, das auf der Oberfläche schwimmt, und endlich muß ihm Mutter zwei Stück Zucker in die Tasse tun, während sie sich mit einem Stück für ihren Kasfcc begnügt. Beim Ausstichen springt ein Knopf an dem Kinderschuh auf. Mutter findet es ganz natürlich, daß sie sich bückt, um den Schuhknopf zu schließen.

Einige Damen am Nebentisch gaben raunend ihr Mißfallen kund über diese „verkehrte Erziehungsart". Sie vcrsprudeln sich darüber, daß berartig verwöhnte und verzogene Kinder im späteren Leben Quälgeister und Tvrannen anderer Menschen werden können. Sie malen die zukünftigen Tage des Knaben so düster, daß der zärtlichen Mutter gewiß das Herz schwer geworden wäre, wenn sie die Worte vernommen hätte.

Zufällig treffe ich Mutter und Söhnchen noch einmal und bemerke, daß es eigentlich ein bescheidenes, wohl erzogenes liebes Kind ist, bem Mutters Zärtlichkeit in doppeltem Maße gilt, seit es eine schwere Krankheit endlich glücklich über­standen hat.

„Ich möchte meinen Bub noch viel mehr betreuen, ihm recht viel Liebes erweisen, weil er mir ein zweites Mal geschenkt ist", sagt die Mutter Wie zur Rechtfertigung für ihre hegende, zärtliche Sorgfalt.

Ich verstehe sie — ich weiß, manche andere Mutter würde nicht anders handeln ohne die bangense Vorstellung, ihr Kind zu verziehen uns aus ihm einen künftigen Tyrannen und Egoisten zu machen.

Ein Stück Zucker mehr in den Kaffee getan, einige an­scheinend überflüssige Bemühungen, einige Zärtlichkeiten — wie oft bedeuten sie nichts anderes als Ableitung eines in Liebe überströmenden Mutterherzens! Noch hat man sein Kind, noch bermag man ihm viel Sonne und Glück auf den Weg durchs »'Kindcrland zu geben. Wie bald kann alles anders kommen!

Aus einer von Liebe umhegten, glücklichen Kindheit rettet sich mancher einen Schimmer von Glück und frohen Erinne­rungen ins spätere Dasein 1 " ' ' ~

behrungen.

mit seinen Härten und Ent­

Nicht immer bewahrheitet es sich, daß verwöhnte Kinder anspruchsvolle, eigensüchtige Menschen werden müssen, mit denen nicht leicht zu leben sei.

Ein liebereiches Jugendleben hat in der Regel weniger Nachteile bereitet als ein liebearmes.

Ein um Elternliebe zu kurz gekommenes Kind ähnelt einem Pflänzchen, das im Schatten gedeihen soll. Es verkümmert das Beste in ihm: die Seele. Das Kind sieht, wie die Spiel­gefährten von Vater und Mutter geliebt werden. Liebkosungen und Zärtlichkeiten erfahren, während cs allein ungeliebt am Wege stehen muß. Leicht stiehlt sich Mißgunst ins Herz; cs entwickelt sich vielleicht zu einem Hasser an der Menschheit es wird ein seelischer Krüppel, der sich überall gehemmt und zurückgesetzt fühlt.

Ein Kind verwöhnen ist ja noch lange nicht dasselbe wie ein Kind verziehen. In der Hauptsache komm, es darauf an, gute Charaktereigenschaften in ihm zu entwickeln, dann wird das Verwöhnen niemals ein Erziehungsfehler werden.

R. KaulitzsNiedeck.

Nil M behält recht.

Ein gleichgültiger grauer Arbeitsmorgen. Eine Trambahn- Haliestelle. Verschiedene Leute: Büromädels, Beamte, der Herr mit der Zeitung, Schulkinder, die Hausfrau mit der Einkaufs- i rasche; alle warten — keiner kümmert sich um den anderen.

Die Trambahn fährt an. Durch die Wartenden geht Be­wegung, die Mädchen klemmen die Taschen fester unter den Arm, der Herr faltet die Zeitung zusammen, die Schulkinder greifen in den Ranzenriemen. Als die Tram aus etwa zehn Meter heran ist, überholt sie ein Motorradfahrer, vollkommen korrekt, in vernünftigem Tempo, und in eben dem Augenblick schießt ein kleines Mädchen neben mir vom Straßenrand auf die anfahrende Straßenbahn los. Ich schrie auf, fasse das Kind -nd reiße es so jäh zurück, daß es sich hart aus die Bordschwelle

Haar nicht schädlich sein. Längeres Bürsten ist immer zu emp­fehlen. Die Haare erhalten davon einen seidigen Glanz. Bürsten kostet nichts — also wirklich eine einfache Behandluiigs- melhode, die jede Frau durchführen kann.

Da Wir doch jetzt auch viel schwimmen, so werden die Haare vielfach mit dem nassen Element in Berührung kommen. Trotz Bademützen ist das nicht zu vermeiden. Und das schadet auch, nicht. Im Gegenteil! Nur muß man darauf achten, daß das Haar nachher wieder tüchtig gebürstet wird. Dies gilt jedoch nur für Süßwasser. Anders ist's im Meere. Der Salz­gehalt ist dem Haar nicht zuträglich, und deshalb muß man darauf achten, daß das Haar beim Baden im Meer nicht naß wirb. Werden diese einfachen Regeln beobachtet, so werden die Frauen staunen, wie ihre Bubiköpfe nunmehr bei der warmen Jahreszeit seidiger und glänzender denn je werden.

Isabella.

Vielseitige Bewenèung m Zeilngsmier im HmsM.

Ein paar Winke von Hildegard G. Fritsch.

Nur Unkenntnis kann cs sein, wenn die Haussrau altes, be- . drucktes Zeitungspapier für wenige Pfennige dem Lumpen­sammler verkauft und nicht bedenkt, daß sie damit Werte aus der Hand gibt, die ihr andererseits noch viel nützen Würben. Gibt sie das Papier aber dem Lumpensammler — das Kilogramm für einen oder zwei Pfennige —, so wirft sie pro Kilogramm noch mindestens zehn bis fünfzig Pfennige hinterher! Das ist keine Uebertreibung, denn bedrucktes Zeitungspapier besitzt unschützbaren Wert für d i e Hausfrau, die es richtig verwendet.

Im Winter besonders ist Zeitungspapier ein vorzüglicher Ersatz für Holz zum Feueranmachen. Zu diesem Zweck wirft mau mehrere Bogen, fest zusammengeknüllt, in die mit Wasser gefüllte Badewanne oder einen Waschbottich und läßt es dort aufweichen. Dann nimmt man es heraus, wringt es gut aus und läßt es in der abgelaufenen Wanne oder auf dem Balkon einige Tage trocknen. Ein dicker Knäuel also behandeltes Zeitungspapier ersetzt einen Kloben Holz. Dazu braucht man nur die besonders dicke Sonntagsausgabe einer Zeitung.

Glassachen werden infolge der dem Papier anhaftenden Druckerschwärze sauber und glänzend, wenn man sie damit ab» reibt. Auch zum Polieren "der Spiegel und Fensterscheiben eignet sich Zeitungspapier ganz vortrefflich. Dadurch spart man das teure Lederluch vollkommen. Selbstverständlich werden die Gläser und Scheiben vorher mit einem nassen Tuch vom ärgsten Schmutz befreit, dann erst nimmt man Zeitungspapier, das die Feuchtigkeit, Fettbeschläge und den letzten Schmutz aufsaugt.

Reibt man Gold- und Silbcrsachcn ohne vorherige Ver­wendung von einem Putzmittel mit Zeitungspapier ab, so werden sie ihren alten Glanz wiederbekommen. Die Drucker­schwärze ist hier ein feinkörniges Poliermittel, das die Gold- und Silbersachen wieder so neuglänzend werden läßt, daß man meint, sie seien vom Goldarbeitcr aufgearbeitet worden.

Wertvolle Kleidungsstücke, Hüte aus Filz, Pelze und andere von Motten bevorzugte Sachen wickelt man mehrmals Zeitungspapier ober klebt sich Tüten, in die die Gegenstände gelegt werden. Die Tüte wird dann fest zugeklebt. Motten fressen sich durch Zeitungspapicr nicht hindurch, so daß die Sachen gegen sie gut geschützt sind. Allerdings ist es gut, das Zeitungspapier von Zeit zu Zeit zu erneuern, damit der Geruch der Druckerschwärze wieder stärker ist. Auch Teppiche können so jahrelang gegen Motten geschützt werden.

Viele Menschen leiden an kalten Füßen und ziehen sich mehrere Paar Strümpfe an. Es würde aber schon genügen,-' wenn sie die Schuhe mit Zeitungspapicr auslegen würden, um an diesem Nebel nicht mehr zu leiden.

Handelt cs sich darum, Reis, Linsen, Erbsen zu kochen oder Gerichte längere Zeit warm zu halten, so empfiehlt es sich, die Töpfe in Zeitungspapier einzuwickeln und dann in die Röhre zu stellen, in eine wollene Decke zu wickeln oder ins Bett bzw. unter Kissen zu stellen. Tas Zeitungspapicr ersetzt sozu­sagen die Kochkiste, hilft Gas oder Kohle sparen und niacht sich wiederum im Haushalt nützlich. Rechnet die also verfahrende Hausfrau alle Ersparnisse zusammen, die ihr das Zeitungs- Papier einbringt, so wird sie erstaunt sein, welche Werte fit bisher dem Lumpensammler übergeben hat, um dafür ein Nichts einzutauschen.

f. Hexenschuß. Gegen Hexenschuß, der eigentlich durch Blut­stauungen entsteht, helfen am besten warme Umschläge, warme Bäder und tüchtiges Frottieren. '

f. Chinesische Teekannen. Diese soll man nach dem Gebrauch nur kalt innen ausspülen, nie mit Sodawasser behandeln. Dies, gilt besonders für unglasierte Tonkannen.

f. Was tut man gegen Blcichsncht? Gegen Bleichsucht hilft der längere Zeit andauernde Genuß von Honig, beginnend mit Honigwasser, im Laufe eines Monats täglich auf einen Eß­löffel Honig steigend. Bei länger dauernder Kur, die kaum, nötig sein dürste, steigert man die Gabe allmählich bis auf zwei Eßlöffel. ' '

A^ x/te TtucRe»

Das Haar in der marinen Jahreszeit and seine Pflege.

Die warme Jahreszeit erfordert für das Haar eine ganz besonders gute Pflege. Es spielen Licht, Lust uns Wasser eine große Rolle, und diesen drei Faktoren müssen wir unbedingt Rechnung tragen. u

Ist es gut und richtig für das Haar, wenn man immer ohne Kop,bedeckung geht? Wenn die Sonne nicht allzu stark brennt A es unbedingt für das Haar von Vorteil, cs den erfrischenden Einilussen der Winde sowie den Strahlen der Sonne aus- ! zuietzcn. Man geht ja jetzt auch schon in der Stadt hutlos» Touren war es schon immer eine Telbst- , verstandUchkeu. Und das ist gut so. Setzt man jedoch die Haare den rouncnstrahlen zu sehr aus, so werden sie leicht ! struppig und verlieren den schönen Glanz. Auch hier ist von einem Zuviel abzuraten. Bei allzu großer Hitze benütze man I Diese Bedeckung muß aber leicht und lustig

™ ! >"e Kopchaut dar, nicht schwitzen. Jedenfalls ist es gut. an lehr heltzen Tagen vor einer größeren Tour die Haare mit WM Haurol einzureiben. Nie vergesse man das kräftige Bürsten. Geschieht dies, so können die Sonnenstrahlen dem

f. Königin-Salat Plättchen. Zwei bis drei Salatblättcr (grüne) leicht mit Mayonnaise bestreichen und auf ein kleines Glasplättchen legen. Darauf legt man eine Scheibe Tomale, gibt ein Lössclchcn Mayonnaise darauf, wieder eine Tomaten­scheibe und dann ein Löffelchen Alayonnaise und legt sorg­fältig drei bis vier Spargelspitzen darauf. Das Plättchen mit Blumen garnieren.

f. Hühnerbrust in Sahne. Von einem Huhn löst man die Brust roh aus, entfernt die Haut und schneidet die Brust cin- ! mal durch. In Butter leicht angchraten, muß es weiß bleiben; ; mit frischer, süßer Sahne auffütten und unter Verschluß lang- i sam gar ziehen lassen.

f. Fruchttorte. Ein halbes Pfund Butter rührt man flaumig, ' gibt sechs Eigelb und ein Viertelpfund seinen Zucker dazu und } rührt alles noch eine halbe Stunde lang. Dann wird ein halbes Pfund Mehl und zuletzt der Schnee vom Eiweiß darunlcrgemischl und die Torte bei guter Hitze in einer mit Butter bestrichenen Form gebacken. Man bestreicht sie mit Fruchtgelee oder belegt sie mit eingemachten Früchten.

t. Psirsichwcin. Von reifen Pfirsichen preßt man den Saft aus tlnd bermifdjt ihn mit Zucker und Rotwein. Oder man schneidet die Pfirsiche in Stücke, legt sie nebst Zucker in Wein und läßt sie eine Stunde lang flehen, - “