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Übergang zur Arbeitsdienstpsiicht geplant

Die Absicht der Reichsregierung beim Ausbau deS freiwilligen Arbeitsdienstes geht schon seit längerer Zett in der Richtung des Überganges zur Arbeitsdienst­pflicht. .

Das wird voraussichtlich in der Weise geschehen, daß man bei einigen Jahrgängen der Jugendlichen den Bezug der Unterstützung von der Bereitwilligkeit zur Übernahme der Arbeitsdienstpsiicht abhängig macht.

preußischer Landtag am 25. August.

Der preußische Landtagsprüsident K e r r l wird, wie von nationalsozialistischer Seite verlautet, die nächste Sitzung des Preußischen Landtages auf Donnerstag, den 25. August, anberaumcn. .

In Aussicht genommen ist eine mehrtägige Tagung, in der die Anträge behandelt werden sollen, die inzwischen von den Fraktionen eingebracht sind. Es bandelt sich dabei hauptsächlich um die Einsetzung des R e i ch s k o m m r s - f a r s in Preußen und um die Anträge aus Aushebung der verschiedenen Notverordnungen. Natürlich werden auch die Zwischenfälle, besonders in Ost­preußen, Schlesien und anderen Landesteilen besprochen werden, so daß mit einer lebhaften Auseinandersetzung zu rechnen ist. Ob die Wahl des Ministerpräsi- deuten schon aus die Tagesordnung der nächsten Land­tagssitzung kommen wird, ist noch ganz zweifelhaft.

Sie Siaatslommiffare für sämige preußische Gemeinden.

Der Erlaß über die Einsetzung von Slaatskommissa- ren für die preußischen Gemeinden, die die Staatssteuern nicht pünktlich abgeliefert haben, steht vor der Veröffent­lichung. Gesetzliche Grundlage für die Bestellung von Kommissaren bildet der Paragraph 9 des Haushalts­gesetzes, das noch von der früheren geschäftsführenden preußischen Regierung veröffentlicht worden ist. Danach kann der preußische Finanzminister für die säumigen Ge­meinden einen Staatsbeamten mit der Wirkung bestellen, daß dieser berechtigt ist, die g e t r e n n t e V e r w a l t u n g der eingenommenen Staatssteuern anzuordnen und der Gemeindekasse unmittelbar Zahlungsanweisungen zu er­teilen. Ter Erlaß erteilt den Regierungspräsidenten die Ermächtigung auf Einsetzung der Kommissare. Im ganzen kommen, wie bereits gemeldet, 4 0 b i s 5 0 Städte in Frage.

Die Realsteuersenkiing im Ssthiisegebiel.

Kommunalsteuerzahlung der Sicherungsbetriebe.

Ter Pressedienst des Verbandes der Preußischen Landgemeinden teilt mit:

Wie aus einem soeben erschienenen Erlaß des preu­ßischen Innenministeriums hervorgeht, ermöglichen es die von der Reichsregierung bereitgestellten Mittel, die R e a l- steuersenkung im Osthilfegebiet für 1932 in gleichem Umfange durchzuführen wie 1931. Gemeinden, die die diesjährige Kommunallastenfenkungs- regelung nicht abgewartet, sondern ihre Realsteuern be­reits erhöht haben, haben diese Erhöhung wieder rück­gängig zu machen. Senkungssätze und Senkungsgebiet sind gegenüber dem Vorjahre unverändert geblieben.

Auf Antrag des Verbandes der Preußischen Land­gemeinden hat 6er Reichskommissar für die Osthilfe an­geordnet, daß auch die unter Sicherungsschutz stehen­den Betriebe vom 1. Juli d. I. ab die laufenden Steuern wieder in vollem Umfange zu entrichten haben.

Mii kochendem Wasser gegen die Polizei.

Zu schweren Ausschreitungen kam es in Lauen- bürg (Pommern). Ter Arbeiter Zielke hatte seit zwei Jahren keine Miete mehr bezahlt, und sollte seine Woh­nung räumen, nachdem ihm eine andere Wohnung zu­gewiesen war. Eine große Anzahl von Kommunisten hatte sich zu der Zwangsräumung eingesunden. Sie stürzten den Möbelwagen, der vor der Tür wartete, um. Tie Tür der Wohnung war verschlossen. Als man sie ge­waltsam öffnete, wurden auf den eindringenden Gerichts­vollzieher und die Polizeibeamten mehrere Eimer kochendes Wasser gegossen. Die Menschen­menge griff mit Knüppeln und Steinen die Polizei­beamten an. Einige Beamten wurden derart verletzt, daß sie sich in ärztliche Behandlung begeben mußten. Nachdem die Polizei einige Schreckschüsse abgegeben hatte, zerstreute sich die Menge. Vier Personen wurden festgenommen.

Das gefne&dfe Österreich.

Lausanner Vertrag vom Österreichischen Nationalrat angenommen.

Im Österreichischen Nationalrat wurde in nament­licher Abstimmung mit 81 gegen 80 Stimmen das Lau- fanner Protokoll angenommen. Die Abstimmung wurde ohne Ovationen ausgenommen, nur der Berichterstatter, Abg. Heinl, gratulierte dem Bundeskanzler mit einem Händeschütteln.

Tas Lausanner Protokoll bringt bekanntlich für Österreich um den Preis einer Anleihe eine Beeinträchti­gung der außenpolitischen Handlungssrei- heit Österreichs für die Dauer von 20 Jahren, die für b« Durchführung des Anschluß gedankens ein fast un­überwindliches Hindernis bildet. Ferner au slän- fiov trolle und weiter Bestimmungen, die wir schaf lich und sozialpolitisch sich sehr gesährlich aus- wrrken können.

Verschwörung gegen japanische Minister.

Polizeiliche Untersuchung in Tokio.

Die Tokioter Polizei hat eine Verschwörung aufge­deckt, die die Ermordung des japanischen Aiinisterpräsiden- len, des Innenministers und des Finanzministers be­zweckte. Bisher sind vierzehn Personen verhaftet worden. Der Führer der Verschwörergruppe heißt Jmamati. Zwischen ihm und den Mördern des Ministerpräsidenten Inukai soll eine Verbindung bestehen. Es soll sestgestellt worden sein, daß die Verschwörer von einflußreichen japanischen Persönlichkeiten Geld erhalten haben.

Tie Polizei hat eine eingehende Untersuchung in Tokio eingeleitet. Die Namen der Geldgeber werden bisher noch nicht genannt.

Wieder Bombenanschläge

Neue Attentate.

Eine Bombe gegen eine Laudgcrichtsratswohnung.

Landsberg a. d. W. wurde nachts auf das an der Stadtgrenze nach Kladow zu gelegene Z wei- fa milien Haus des Rentiers Alfred Mannheim ein Sprengstoffattentat verübt. Es wurde ein Sprengkörper geschleudert, der in die im oberen Stock gelegene .Woh­nung des Landgerichtsrats Dr. Salinger gehen sollte Er kam aber direkt vor dem Hause zur Explosion. Zahlreiche Fenster auch der Nachbarhäuser zersprangen. GlisiMcherweise wurde von den Personen n i e m a n 6 verletzt Der Täter ist noch nicht ermittelt worden. Dr. Salinger bat in letzter Zeit in seiner Eigen­schaft als Landgerichtsrat verschiedene politische Prozesse geleitet, so daß angenommen wird, daß es sich um entert R a ch e a k t handelt.

Ein Siedlungshaus in die Luft gesprengt.

In dem Dorfe G r o tz - G a g l o w bei K o t t b u s wurde ein Haus der Jüdischen Landarbeitersiedlung G. m. b. H., Sitz Berlin, durch eine Sprengbombe in die Luft gesprengt. Personen kamen nicht zu Schaden. Das Haus ist vollständig dem Erdboden gleichgemacht. Es handelte sich um einen fertiggestellten Neubau, der bald bezogen werden sollte. 9)1 an nimmt an, daß es sich um einen Racheakt handelt, da die Bauarbeiter vor kurzem fristlos entlassen wurden. Die NSDAP., Ortsgruppe Kottbus, verwahrt sich mit aller Entschiedenheit dagegen, daß dem Anschlag politische Momente untergeschoben würden oder gar eine Beteiligung von Nationalsozialisten erörtert werde. Znr Klärung des Falles sind Beamte aus Berlin eingetroffen.

Gegen das Haus des Häuslers Borowski in I a m m im Kreise Rosenberg wurde eine Handgranate geworfen. Sämtliche Fensterscheiben des Gebäudes sowie einige Möbel wurden zertrümmert. Gleichzeitig war auch im Dachstuhl ein Brand ausgebrocheu. Das Gebäude brannte völlig nieder. Man nimmt an, daß es sich bei dem Handgrauatcuauschlag und bei dem Brande, der anscheinend angelegt worden ist, um einen poli­tischen Racheakt handelt. Der Vater Borowski soll angeblich keiner politischen Partei nahestehen, während seine beiden Söhne der KPD. angehören sollen. Die Täter sind noch nicht ermittelt.

*

Dr. Först aus der Haft entlassen.

Die Justizpressestelle Altona teilt mit: In der Er­mittlungssache wegen der Sprengstoffanschläge in Schles­wig - H o l st e i n ist gegen Hölck vom Sondergericht Haftbefehl erlassen worden. Dr. Först ist trotz Tatver­dachts wieder entlassen worden.

Aus dem Gerichtssaal

Oer Blutsonniag in Ohlau.

In den Verbandlungen des Sondergerichts in Brieg wegen der Oblauer Zusammenstöße wurde die Beweisaufnahme weitergefübri. Vernommen wurde u. a der SA.-Mann Marx, der von einer Übermacht mit einem Hammer zunächst nieder­geschlagen wurde, und, als er auf dem Boden lag, noch be­merkte, wie sich zahlreiche Angreifer mit Latten auf ihn stürzten.

Unter großer Erregung im Zuhörerraum

entblößte der Zeuge seinen Oberkörper und zeigte eine etwa 35 Zentimeter lange Wunde und 2 2 Narben am Körper. Ein anderer Zeuge, ein älterer Mann, der mit seinem kleinen Nessen am Schloßplatz spazieren ging, geriet in die Schlägerei hinein, als er seinem Unmut über das Vorgehen der Reichs­bannerleute Luft machte. Ähnlich erging es einem 16jährigen Angehörigen der Hitler-Jugend, der schwere Verletzungen am Kops und am Rücken davontrug, die teilweise von

mit Nägeln beschlagenen Latten

verrührten. Das Stahlhelmmilglied Tschammler hatte von seinem Wohnhaus aus die ganzen Vorgänge an der Ohlebrücke

beobachtet und erkannte eine

als Haupttäter wieder.

eine ganze Anzahl der Angeklagten Bei der Vernehmung der nächsten

Zeugen kam es dann zum

Zusammenbruch der Angeklagten Frau Morawe.

Sie wurde aus dem Gerichlssaal hinausgetragen und einem Sanitäter übergeben.

. Im Ohlauer Prozeß wurde die Zeugenvernehmung fort- gewtzt und dabei zunächst ausschließlich SS.- und SA.-An- gehortge vernommen, die an jenem Sonntag an dem Sportfest in Brleg teilgenommen haben. Ein Breslauer SA.-Führer er­klärt, daß trotz des Einschreitens eines Polizeibeamten die SA. überfallen und niedergeschlagen worden sei. Er selbst sei

durch mehrere Schläge und zwei Messerstiche verletzt worden. In ähnl'cher Weise berichten noch zwei andere sieu- gen Emer dieser Zeugen erklärt, daß die Lage in Ohlau so be­drohlich gewesen sei, daß er selbst, nachdem er von seinen Kameraden abgedrängt worden wäre, das Breslauer Polizei­präsidium angerusen und um Entsendung von Hilfe nach Lhlau gebeten habe. Seinem Wunsche sei jedoch "nicht ent­sprochen worden.

Auch einige Entlastungszeugen sind bereits vernommen worden bet denen es sich in der Hauptsache um Verwandte ewiger Angeklagter handelt, die über deren Aufenthalt wäh­rend der Zusammenstöße berichten sollten. Die meisten be­kunden zwar, daß sie an dem Abend mit den in Frage kommen- den Angeklagten zusammengewesen seien, jedoch handelt es sich in den meisten Fällen um andere Zeiten. Auch einige Reichs- bannerleute wurden gehört. Da das Gericht den Eindruck hatte, vag diese Aussagen im Widerspruch zu den tatsächlichen Ere.gni sen stunden, andererseits gegen die Zeugen auch der Verdacht der Teilnehmer,chait bestebt. blieben sie unvereidigt

Die Jahrhundertfeier! jdeS Gustav-Adolf-Vereins)

Der Gustav Adolf-Verein,' die große Hilss-' orgamsaüon für das evangelische Auslandsdeutschtum, begeht seine Jahrhundertfeier vom 17. bis 21. Sevtem- ber in Leipzig, der Stadt seiner Gründung. Der Rab- S bie Feierlichkeiten abspielen werden, entspricht der Bedeutung des Gustav Adolf-Werkes das aus kleinen Anfängen entstanden heute einer wâ°i'°n Organisation fl^ AZ fang der Tagung steht eine Freizeit für Diasporapfar- Ssfankr °^ % Xiamen Posten ausharrenden Auslandspfarrern Gelegenheit geben soll mit dem breiten Strom deutschen Geistesleben erneut Fühlung zu gewinnen. Die eigentlichen Feierlichkeiten beginnen am Sonntag, 18. September. In den Kirchen Leipzigs ^âen Umgebung finden Gustav Adolf. Gottesdienste, mit Predigten „von auslandsdeutsckien

Wassen- und Bombenfunde.

In einem in der Hauptsache von Kommunisten be­wohnten Stadtviertel Pinnebergs wurde überraschens eine Polizetrazzia durchgeführt, die von Erfolg gefrönt war. Außer einigen Militärgewehren, Pistolen, Hieb- und Stichwaffen aller Art wurden auch große Mengen Militär- munition, Pakete mit Pulver, Handgranateuzüudcr und zwei selbstgesertigte Bomben gefunden.

Die Razzia wurde von Pinneberger Polizei- und Landjägereibeomteu durchgeführt. Tobet entdeckte man auch einen ausgebauten Unterstand unter den Häusern sowie Signal- und Alarmvorrichtungeü. Unter den be- schlagnohmten Hieb- und Stichwaffen befinden sich gefähr­liche Gegenstände, so u. o. dicke Knüppel mit Bleienden, Spazierstockdegen usw. Die polizeilichen Ermittlungen in den hiesigen linksradikalen Kreisen dauern an.

Bei einer Wafsensuche in Ratibor wurde« bei dem Führer der nolionalsoziolistischen Motorradstaffel Sch. über 200 Schuß Munition, zwei geladene Mauserpistolen, zwei Seitengewehre und zwei Pistolenpatronen beschlag­nahmt. Sch. ist flüchtig.

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SA.-Mann von GA-Ärann erschossen.

Aus einer Meldung der Politischen Polizei Stolberg im Bezirk Aachen ist zu entnehmen, der SA.-Mann Roskin, der in E i l e n d o r f A a ch e n erschossen wurde, bei einem Zusammenstoß von zwei SA.-Trupps ums Leben kam. Roskin wurde von

von daß b e i

einem SA.-Mann niedergeschlagen und ihm dann seine Pistole abgenommen, aus der wahrscheinlich der töd­liche Schuß abgegeben worden ist. Dem Gauleiter der NSDAP, soll bekannt gewesen sein, daß der Täter nicht der NSDAP, angehört habe und den Anzeichen nach komm u n i stischer Spitzel gewesen fei. Die Tatsache, daß der Täter aber, ohne zur Partei zu gehören, Eingang in die SA. gefunden habe, habe den Gauleiter veranlaßt, die Verantwortlichen ans der Partei auszuschlietzen. Außerdem sei der betreffende Sturmbann aufgelöst worden.

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Kommunistische Zusammenrottungen in Berlin.

Berlin. In den Abendstunden kam es an elf verschiedenen

Stellen der Stadl zu Zusammenrottungen von Kommunisten. Die Polizei zerstreute die Ansammlungen und nahm etwa 25 Personen fest. Zu einem ernsteren Zwischenfall kam es im Norden Berlins, wo ein Polizeibeamter von mehreren Män- , nein überfallen wurde. Es fielen etwa 20 Schüsse. Der Be-

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amte erwiderte das Feuer. Bei der Schießerei wurde Mann durch einen Oberfchenkelschüß verletzt und mußte Krankenhaus geschafft werden.

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Lustizkomödie in drei Atten.

Handelnde Personen: Ein Architekt, ein Portier, ein Justizbeamter und ein Gerichtsvollzieher. Später: Das Schöffengericht Berlin-Mitte.

Erster Akt: Der Architekt möchte gern gerichtlicher Sachverständiger für die Abschätzung industrieller Anlagen werden. Das möchte mancher! Aber nicht jeder setzt sich hierfür mit feinem Portier in Verbindung. Der Architekt tat es mit dem Erfolg, daß nun ein im gleichen Hause wohnender Gerichtsvollzieher zum Exekutivorgan für die architektonischen Sehnsüchte zu werden beschloß, als er darüber vom Portier unter­richtet wurde. Denn der Gerichtsvollzieher ist doch auch „ein Jurist, — sozusagen", wenn auch mehr Frau Justitias Schwertspitze. Außerdem hatte der Herr Exekutions­beflissene große Schulden und mochte vielleicht den un­liebsamen Besuch eines Kollegen befürchten. Weitere Szene also: Der Architekt stellt seinen Antrag und der wird ihm in einer prachtvollen Urkunde bewilligt, an der alles wunderecht ist, bloß nicht — die Unterschrift des Kammergerichtspräsidenten.

Z w e i t e r Akt: Der Architekt soll als Sachverstän­diger vom Kammergericht vereidigt werden; er ist im siebenten Himmel. Der Jnstizbeamte tritt in Funktion, führt den Architekten in einen Saal des Kammergerichts. Und vor einem Richter, der einen bemerkenswert kleidsamen Schnurrbart trägt, erhebt er die Hand zum Schwur, nachdem unter dem Schnurrbart vorschriftsmäßig die Fragen nach den Per­sonalien und eine Belehrung über Eid und Pflicht hervor­gequollen waren. Der Architekt verläßt stolz den Saal und dann — der Schnurrbart feinen Sitz mitsamt dem Träger, den nur die Würde des Gerichtsvollziehers zierte. , Er war nämlich „derjenige, welcher ..."

Zwischenakt: Jahrelang kommen keinerlei Auf­träge vom Kammergericht an den Architekten. Dafür geht aber der Gerichtsvollzieher wegen allzugroßer Liebe zum Alkohol in eine dementsprechende Anstalt. Der Architekt schreibt mal ans Kammergericht und . . .

Letzter Akt mit Schlußszene. Schauplatz: Schöffengericht Berlin-Mitte. Alle Personen treten auf, drei als Angeklagte. Sogar der Schnurrbart ist als corpus delicti da. Und die Komödie W^irde zur Tragödie. Bloß dem Schnurbart war es egal, als Justitia das Schwert hob. •

Pfarrern statt. Die größte Kundgebung des Jubiläums ist die Feier am Völkerschlachtdenkmal, bei der Staatsminister a. D. Dr. Boelitz die Ansprache hält. An den nächsten beiden Tagen folgen dann Ver^ anstaltungen, wie sie bei den großen Reichstagungen des Gustav Adolf-Vereins üblich find. Am Schluß der Jubiläumsfeier steht der Gustav Adolf-Gedenkakt am Schwedenstein von Lützen, dèr die größte Gustav Adolf-Feier dieses Jahres an werden verspricht.

s^nftav^ldölf^eier im Nnndfünk.

Als Auftakt zu den großen Festlichkeiten anläßlich der Hundertjahrfeier des Gustav Adolf-Vereins im September d. Jz. wird am Sonnabend, dem 27. Au­gust, um 20 Uhr von München aus eine Gustav Adolf- Feier übertragen, die auch über andere deutsche Sen­der geht. Näheres findet man in den Rundfunkpro- .grammen.