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KuLöser âIèiger .

Iulöa / Hlatt 2

Nr. 164 Freitag, 15. Juli 1932

Revolutionen und Kriegsgefahr in Südamerika.

Zu den Unruhen in Südamerika, die sich in Nevolu - Honen in B r a s i l i e n, Peru und Ekuador ent­laden, kommt ein neuer Konflikt, der für Südamerika die schwerwiegendsten Folgen haben kann. Argentinien Hat die diplomatischen Beziehungen zu Uruguay ab­gebrochen und dem uruguayscheu Botschafter die Pässe überreicht. Als Grund für diesen Schritt wird angegeben, daß Uruguay einem verbannten argentinischen General ein Schiff zur Verfügung gestellt habe, um ihm eine Wiederaufnahme seiner revolutionären Tätigkeit in Argen­tinien zu ermöglichen.

Zuchthausstrafen im Aorlus-prozeß beantragt.

»Das grausamste politische Verbrechen."

In dem in Berlin geführten Prozeß wegen der Er­mordung des G y m n a s i a st e n Norlus, der der Hitler- Partei angehörte, beantragte der Staatsanwalt gegen den Hauptangeklagten, den Stennesmann Kuhlmann, und gegen den angeklagten Kommunisten Post sechs Jahre Zuchthaus, gegen vier andere Angeklagte je drei Jahre Zuchthaus, gegen den SA.-Mann Seeburg, der der Spitzel der Nationalsozialisten bei den Komnmnistcn war, viereinhalb Jahre Zuchthaus, gegen drei weitere Angeklagte Gefängnisstrafen.

Der Staatsanwalt bezeichnete in seiner Anklagerede die Ermordung des jungen Gvmnasiasten als das grausamste Ver­brechen aus dem Gebiete der politischen Gewalttaten. Norkus sei aus Verabredung für zehn Liter Bier ermordet worden. Das Spitzelwesèü habe bei dieser Tat derpolitischen Unter­welt" eine besondere Rolle gespielt.

Schwer verurteilte Zuckerschieber.

L o h e G e f ä n g n i s st r a f â u n d 21 Millionen Marl Geldstrafe.

Im Hamburger Zuckcrschicberprozcß wurde nach mehrwöchiger Verhandlung der Kaufmann Julius Stiefel wegen Zuckersteucrhinterziehung, Betruges usw. zu sechs Jahren sechs Monaten Gefängnis, 14,3 Millionen Mark Geld­strafe (ersatzweise ein Jahr Gefängnis) und rund 18 Millionen Mark Wertcrsatz (ersatzweise noch ein Jahr Gefängnis) ver­urteilt. Der Kaufmann Gustav Lipp wurde wegen der gleichen Straftaten verurteilt zu vier Jahren neun Monaten Gefängnis, 6,7 Millionen Mark Geldstrafe (ersatzweise sechs Monaten Gefängnis) und 8,9 Millionen Mark Wertcrsatz (ersatzweise noch sechs Monate Gefängnis). Zehn weitere An­geklagte wurden zu Gefängnisstrafen zwischen acht Monaten und drei Jahren sowie zu Geldstrafen verurteilt.

Dem Zuckerschicberprozcß lagen die umfangreichen Be­trügereien und Steuerhinterziehungen zugrunde, durch die der Kaufmann Stiefel gemeinsam mit den Rebenangcklagten einer großen Anzahl von Gläubigern einen Schaden von rund 15 Millionen Mark verursacht hat. Stiefel kam m Hamburg und wandte sich dem Zuckerhandel zu. Mgr Nachdem seine Firma ursprünglich einen großen Aufschwung genommen hatte, kam er nach und nach durch verfehlte Börsen- spekulationen und rückläufige Konjunktur in Schwierigkeiten. Die entstandenen Verluste versuchte er dann durch Zuckcrsteucr- Hinterziehungen, Betrug durch ungedeckte Lagerscheine, Kredit­betrug an Zuckerraffincrien, Betrüg durch gefälschte Zuckcraus- suhrscheine und Konkursvergehen wieder hereinzubringen.

Standarten im Nebel

Roman von Herbert B. Fredersdorf.

Copyright by: Carl Duncker Verlag, Berlin W. 62.

18)

'. Der General sitzt aufrecht zu Pferde, der doppelte Bruch, den er sich vor sechs Jahren in Lübeck holte, schmerzt trotz der festen Bandage wie die Hölle aber Borck verziehi reine Miene, in der linken Faust lausen die Trensen- und Kandarenzügel zusammen, die Rechte ist breit auf den «Henkel gestützt. Der Schnee treibt wieder in dichten Wol- sich auf Mann und Roß, auf Wagen und Kano- Gesichter sind bereift, an den Wimpern kleben zernden Zapfen ^"wchiinge, die Bärte starren von glit-

2 ^^W^bnacht morgen wird man den letz- toaJi niKn^ des Weges marschieren Ziel ist lau« «Men. nicht mehr wert von der preußischen Grenze.

*

. Eva hat den General nicht mehr gesehen bcaleitet von Brws S Wagoner, ist sie am Tage', nachdem sie Yorcks -orlef erhielt, aus Mitan abgefahren. Ihr Mut ihre Zu­versicht und gute Saune sind dahin - sie hat am Morgen einen Brief an Friedrich geschrieben - wann er^n Berlin ankommen wird, weiß kein Mensch. Es ist der erste Briei «^ s'^hr "st auf, als sie sich niedersetzte und das Weiße Papier ihr entgegenleuchtete.

Warum denke ich so oft an ihn und habe in all den Wochen keine Zeit gefunden, ihm zu schreiben? Warui,. ist «mHtlangst hier? Hätte er mir nicht irgendeine Nachricht können? Nein, richtig, er kann nicht gut an Yorck dressieren vielleicht hat er sich besonnen, sich alles an- «<u&etlegi vielleicht ist er schon wieder fort, unter«

nach Holland oder Afrika?

Mni^rC den Gänsekiel mit zitternder Hand wie StrichsGefühle in Worte zu kleiden, Gedanken zu Punkten zu formen, die kalt und unveränder- auf weißem Grund leuchten!

tert- 1,1 b^udct zuerst war sie ein wenig erlcich- lehrt sein ^setzliche Gedanke, Friedrich könne umge« )I 'uchr und mehr zur Gewißheit sie ist mütiacu sr^n^fu neben dem Wagen traben mit gleich nur Ni-Ünl. graten Gesichtern die Soldaten, Bauernjungen "S WLW «N- ,-ibI M durch d-r 61.0».

fütem^n vreiwckck^^nv" Hardekow, der aus nicberlänbi« rSn «'«6' um die Geliebte zu er« Weiß er wie das° - Handlungen in seinem Herzen? ler und in ihm kleiner wird, stil- Lnnt? --^-âr, ie mehr er dio Not der^ Heimat er-

un^eu aus

Eine Vergnügungsstadi in Mammen.

Das Riesen feuer in NewYorks Strandbad.

Das Niesenfeuer, das in dem vielgenannten Beo gnügungsviertcl von Newyork, dem Strandbad Coney Island, zum Ausbruch kam, hat sechs Häuserblocks ver­nichtet und einen Schaden in Höhe von zwei Millionen Dollar verursacht. Etwa 5000 Personen mußten die Heim­fahrt im Badeanzug antrctcn, weil ihre Kleiber verbrannt sind.

Coney Island (Kaniucheninscl") mit seinen großen Seebädern, Parkanlagen, Hotels, Musikhallen, Schau­stellungen usw. ist der Hauptbelustigungsplatz für die Be-

Die Vergnügungsstadt Coney Island.

völkerung Rewyorks, mit dem es durch mehrere Eisen­bahnen und elektrische Bahnen verbunden ist. Tas Feuer

entstand in einer Badeanstalt

und fand an der hölzernen, geteerten Straudpromenade sowie an den Schaubuden des Vergnügungsparks reiche Nahrung. Der Seewind trieb die Flammen gegen die Stadt. Trotz aller Anstrengungen der Feuerwehren er­reichte es bald die Hauptgeschäftsstraßen. Zahlreiche Privat- und Geschäftshäuser fielen den Flammen zum Opfer. Auch ein Waisenhaus wurde in Mitleidenschaft ge­zogen, so daß die Fort untergebrachten 500 Waisenkinder in höchste Gefahr gerieten. Die allgemeine Verwirrung wurde durch die Riesenmengen der Strandbesucher noch vergrößert. Tausende von Autos Neugieriger blockierten die Zufahrtstraßen. Der eigentliche Vergnügungspark

stellte den Betrieb nicht ein

und arbeitete weiter, als ob nichts geschehen wäre. Im Gegenteil, der Andrang war noch größer als sonst, da man von den Schaustellungen aus einen besseren Ausblick aus das Feuer hatte. Coney Island konnte denbestenTag der Saison verzeichnen!

Schadenersatzklage gegen Preußen.

Gerichtliches Nachspiel zur Landtagsschlägcrci.

Bei der Schlägerei, die sich am 25. Mai zwischen Nationalsozialisten und Kommunisten im Verlaufe der Landlagssitzung im Sitzungssaale abspielte, war der sozial- demokratische Abgeordnete Jürgensen verletzt worden.

Jürgensen hat nunmehr eine Schadenersatzklage gegen den Preußischen Staat angestrengt mit der Begründung, daß der nationalsozialistische Landtagspräsident K e r r l die Verantwortung für die Vorkommnisse trage. Das Landgericht I hat Verhandlungstermin auf den 10. Oktober anberaumt.

Was denkt der Hauptmann über sich, über seine Auf­gabe, über seine Rückkehr nach Preußen, nach Verlino

Friedrich bemüht sich, darüber nicht nachzudenken. Aber er kann es nicht verhindern, daß sein Blut sich empört, wenn er sieht, mit welch ironischer Lässigkeit sich die Fran­zosen in seiner Vaterstadt bewegen, er beißt die Zähne zusammen, wenn er dabei ist, wie irgendein rasch beförder­ter französischer General dem alten, feinen Wartensleben schroff Befehle gibt, und der Graf sie schweigend entgegen­nehmen muß.

Bis vor kurzem war Friedrich Hardekows Standpunkt der aller Berufssoldaten seiner Zeit: Wer mich bezahlt, kann meine, Dienste verlangen.

Allmählich aber und gerade am Beispiel der hochmüti­gen Franzosen, erkennt er etwas andres, sieht, daß der Soldat mehr sein kann als eine Kriegsmaschine, mehr als ein bloßes Instrument in irgendeines Fürsten Hand. Mit vcham vor Preußens Demütigung entschuldigte er vor mehr als zwei Monaten seine erste Weigerung, in preußischen Dienst zu gehen jetzt ist die Scham im Begriff, dem Zorn, der Empörung, der Auflehnung zu weichen.

. Er wird gereizt, seine äußere Unsicherheit verrät seinen inneren Zustand. Einmal überrascht Graf Wartensleben den Hauptmann bei einem lauten und wilden Zwiegespräch mit sich selbst, in einer der Galerien des zweiten Schloß- Hofes.

Wartcnslebcn, der im Dunkel einige Minuten lang zu­gehört hat, tritt vor und auf Friedrich zu:

Sie sind unvorsichtig, mein Lieber!"

Ich bin unglücklich, Herr Graf!"

Sie reden, als seien Sie einer vom Perponchcrschen Klub. einer von denen, an deren Seite auch Ihr geliebter Yorck steht!"

'Ich gehöre keiner Verbindung, keiner Gruppe an, Herr Schloßhauptmann ich bin ganz allein, Mutterseelen- allein.

Wartensleben hustet leicht. geht, die Hände auf den Rücken gelegt, auf und ab, sieht auf den Hof hinab:

O nein, Sie sind nicht so allein, wie Sie denken, mein Herr Hauptmann es gibt viele junge Menschen gleich Ihnen viele, die auch nicht darüber reden, daß sie das Elend des Landes nicht mehr ertragen können. Man wirst ihnen alles vor, daß sic abwarten mußten, daß sie nicht genug von den Dingen verständen man tritt ihnen mit ber Ucbertegeiiljcit unserer Jahre entgegen."

: Der Schloßhauptmann lacht traurig auf:

Die Söhne sollen die Fehler der Väter büßen, das ist der ewige Kampf; meist siegt die Tradition gegen die neuen Gedanken, bis die neuen Gedanken auch alt und verkalkt wurden. Aber ich erzähle Ihnen zuviel, Hauptmann Harde­kow ich sollte Sie davor warnen, sich Kopfzerbrechen zu machen, Ihnen zureden, daß Sie die Dinge auch nicht än­dern werden."

Die leichten Schritte des Grafen, die Friedrich beim Kommen überhört hat, verhallen. Er steht noch reglos da, als ein anderer aus dem Düster des Bogenganges auftaucht. Friedrich erkennt das hämisch lächelnde Gesicht d'Almades,

auer weil.

Agrarpolitik mit Schützenfeuer.

Bauernunruhen in bet Republik bot Wolgadeutschen.

In einigen Orten der Republik der W o l g a - D e u t - scheu fiitb kürzlich V a u e r n u n r u h e u ausgebrochen, die vonGPU -Abteilungen blutig unterdrückt worden seien. Allein in den beiden Ortschaften Urby und Krasnyj Put sollen über 90 Kolonisten niedergeschossen worden sein. Die Unruhen, so heißt es, seien darauf zurückzuführen, daß die örtlichen Sowjetbehörden den Erlaß Stalins über den teil­weise freien Lebensmittelhandel nicht zur Geltung kommen lassen wollten. An zahlreichen Plätzen, wo die Kolonisten ihre Erzeugnisse feilbieten wollten, feien ihnen die Waren beschlagnahmt worden. In vielen Fällen habe man die Besitzer verhaftet und wegen Lebensmittel- fpekulation angeklagt. Dieses Vorgehen der Behörden habe große Erbitterung hervorgerufen und schließlich zu Un­ruhen geführt. Mehrfach sei es zu regelrechten Feuer- gefeiten zwischen der Bevölkerung und GPU.-Abtei- lungcn gekommen. Die GPU. habe schließlich aus Moskau Verstärkungen erhalten, worauf der Aufstand unterdrückt worden sei. So sieht es in dem kommunistischen Paradies aus, dessen Erreichung sich die Sowjetregie­rung als höchstes Ziel für die Glückseligkeit des Bauern aufgestellt hat.

Ein Opfer des Polcnterrors nach zweijährigem Siechtum gestorben.

Kattowitz. Während der blutigen Schreckensherrschaft der polnischen Aufständischen in Ostoberschlesicn im Herbst 1930 war der Vertrauensmann der Deutschen Katholischen Volks­partei, Buchhalter August Neugebauer, von den Aufständischen auf bestialische Weise mißhandelt worden. Nach einem fast zweijährigem Siechtum ist er nunmehr gestorben. Besonders im Kampf um die Rechte der Deutschen im Schulwesen hat er stets in erster Linie gestanden und hat sich dadurch den tödlichen Haß der Polen zugezogen.

Kampf gegen Kommunismus in der Mandschurei.

Tschangtschun. Die mandschurische Regierung hat die sowjetrussischen Beamten, die sich weigerten, bei der Besetzung der Umschlagstclle der ostchinesischcn Eisenbahn die Schlüffel herauszugeben, entlassen. Die entlassenen Beamten wurden verhaftet; sie sollen abgeurteilt werden. Die Vertreter der mandschurischen Regierung erklärten, daß der Kampf gegen die kommunistische Propaganda jetzt rücksichtslos dnrchgesührt werde. Stile sowjetrussischen kommunistischen Verbände werden aufgelöst.

In Duisburg-Hamborn

kam es vor der Geschäftsstelle der fozialdemokratischen Volksstimme zu einer schweren Schlägerei und Schießerei. Zwei Nationalsozialisten wurden ver- letzt, einer von ihnen schwer. Eine Durchsuchung der Geschäftsstelle nach Waffen blieb ergebnislos.

Der große Sprengstoffdiebstahl in Dransfeld

Bekanntgabe der Göttinger Staatsanwaltschaft.

Die umfangreichen Bemühungen der Göttinger Staats­anwaltschaft sowie der Kriminalpolizei haben noch nicht zur Ermittlung ber Urheber des Dramsselder Sprengstofsdiebstahls nesührt, obgleich man einige bemerkenswerte Spuren entdeckt hat.

Der Einbruch in das SpreugstojslagerBasaltwerk Drans- Telb", SteinbruchHoher Hagen", ist offenbar nach Mitter­nacht in der Nacht zum letzten Dienstag verübt worden. Die Täter haben zwei Holzkistcn entwendet. Zum Abtransport der Kisten dürfte ein größerer Personenkraftwagen benutzt worden sein. Für die Wicderherbeischaffung des gestohlenen Sprengstoffes und die Ermittlung der Täter wird eine hohe Belohnung ausgesetzt.

D'Aimaves Vergangenheit qt dunkel, er ist Korje, wie Napoleon, aber aus einer Familie von Räubern und Ban­diten. Er ist von den Kämpfen nach der großen Revolution emporgetragen worden, zeigt jetzt fein pockennarbiges Gc- fiajt stolz und verwegen überall; das Offizierskreuz der Ehrenlegion blitzt herausfordernd.

Nun steht er vor Friedrich, mustert ihn spöttisch:

Der preußische Kamerad hat Herzschmerzen?. Wie schade! Hier!"

Er schlägt an seinen Degen, daß es klirrt:

Das ist gegen Romantik und sanfte Gefühle gut! Aber mein preußischer Herr Kamerad steht wohl lieber hier auf bem^$of als im Heer des Kaisers vor den Rusten!"

Friedrich sieht den Mann ihm gegenüber aufmerksam an. Er ist noch ganz kühl, mehr erstaunt als empört, wie dieser Bursche ihn zu beleidigen wagt. D'Almade zieht die Ober­lippe hoch und zeigt sein blankes Gebiß, grinst unverschänit:

Aber ich vergaß ja, der Herr Hauptmann ist ja erst kürzlich zu den Preußen übergetreten Sie sind ja wohl Holländer, Herr Hauptmann?"

Friedrich überlegt, ob er dem Kerl den Degen in ben Seib rennen oder ihn ohrfeigen soll. Der andere faßt das Schweigen falsch auf:

Man erzählt sich, Herr Kamerad, daß Sie verlobt seien und Ihre Verlobte erwarte Sic an der Front. Die arme Demoiselle muß sehr geduldig sein, obwohl sie doch nicht einmal Preußin ist"

Eine Uhr schlägt fern vier helle und einen tiefen Schlag 1 Uhr nachts. Friedrich richtet sich auf:

»Jetzt bin ich frei, Kapitän, es ist 1 Uhr."

Sr schlägt ihm mit den Handschuhen, die er ans vom Gürtel zog, ins Gesicht und packt gleichzeitig mit der Rech­ten eifern die Hand des anderen, die schon am Korb des Degens ist:

"Nicht hier! Ich denke, wir können uns jetzt beim bellen Mond gut an den Sprccmieicn beim Brandenburger Tor treffen in einer halben Stunde!"

Laß los, Prussicn! Jawohl, Renegat, in einer hal­ben Stunde, dÄlmade'wird einem Preußen mehr in den Bauch gestochen haben."

Er eilt davon und ruft zurück:

Vergiß nicht einen Abschiedsbrief für deine Werberin, falls sie sich nicht schon lange getröstet hat!"

Fort ist er fort? Soll man nicht nadjrennen und bem Hund die Zähne einschlagon? Nein, nein er hat recht. Friedrich, er hat dich getroffen, mein Junge, der muß es dir sagen, der muß dich fragen, wo du stehst, wer du bist! Prussicn, Feigling, alles, alles und ich Esel habe noch überlegt? Eva, wie recht du hattest, Eva, Eoa! Dich räche ich an diesem Schurken aber nicht nur dich mehr, Preußen, das dieser Schust zu schmähen wagt. Ein Busch­klepper in Uniform ich bin doch hier geboren, das ist doch mein Land! Ich habe es gefühlt, ich wußte es und schloß die Augen und Ohren ich wollte nicht fetzen am letzt verstehe ich erst Eva, jetzt begreife ich Yorck un. Wartensleven. ~ .

Der ablösende Offizier kommt heran, Friedrich verab­schiedet sich, geht hinunter._ ^orlf. folgt.) ,.