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emhfânger umfassen, sondern a sie n arbeit t w il; t - gen jungen Leuten Gelegenheit geben solle, ernste Arbeit zu leisten und sich geistig und körperlich zu ertüch­tigen. Es könne nunmehr eine wesentlich größere Menge von Menschen beschäftigt werden als bisher im freiwilligen Arbeitsdienst. Im Februar dieses Jahres seien im frei­willigen Arbeitsdienst 60 000 Personen, Ende April nur noch 38 Ml beschäftigt gewesen.

Tie Beschäftigung eines Mannes im freiwilligen Arbeitsdienst koste etwa 2 Mark am Tage je Mami. Bis Ende des Haushaltsjahres würde dies für 100 000 Mann rund 50 Millionen ausmachen. Bisher ständen für den freiwilligen Arbeitsdienst 55 Millionen zur Ver- füqnng. Es bestehe jedoch die Aussicht, daß auch noch für dieses Haushaltsjahr größere Summen für diesen Zweck zur Verfügung gestellt werden können.

Träger der Arbeit könnten alle Vereinigungen sein, die Gruppen von Arbeitsdienstwilligen umfassen, also auch politische Vereinigungen. Die Arbeiten müßten stets gemeinnützig sein. Es handele sich bei der verabschiedeten Verordnung nicht um eine abschließende Regelung, sondern es ist noch eine ausführliche Durch- führungsverordnung zu erwarten.

Fortsetzung folgt."

Was man heute unter .Lausanne' versteht und kurz mit diesem Wort bezeichnet, ist wie ein Kolportageroman m i t Fortsetzungen", die dann versprochen sind, wenn cs anfängt, interessant zu werden. Und vorläufig weiß die Welt, wissen die Völker noch nicht, was alle» sie noch an derartigenFortsetzungen" zu lesen oder zu Horen bekommen; aber nach den bisherigen Erfahrungen zu ur­teilen, dürften die Herren Diplomaten noch allerhand bisher Verschwiegenes aus Lausanne milgebracht haben und vorläufig noch heimlich im Busen bergen.

Denn an den Gestaden des harmlos blauen Genfer Sees konnte die Gehet indiplomalie wieder einmal in alter Frische" sich ausgiebig betätigen. Was dabei berauskam, erfährt man so allmählich in Fortsetzungen oder gar nicht. Eifrig wurdein hoher Politik ge­macht". Nur als Deutschlands Vertreter auch einige politische Forderungen anmeldcten, hieß es mit lautem Geschrei, alle diplomatischen Schuster sollten und wollten bei ihren reparationspolitischen Leisten bleiben, also nur wirtschastliche und finanzielle Probleme be- bzw. mißhandeln. Darob ist ja auch die deutsche Delegation auf diese Plattform zurückgckehrt unter dem Druck der lärmenden Drohung, sie gefährde sonst die ganze Konfe­renz. Viel Lärm und Wesens wurde auch daraus gemacht, welch enorme Anforderungen an die Arbeitskraft der Diplomaten gestellt wurden, um die Reparationsfrage zu regeln.

Ein großer Teil dieser Arbeit aber ist eine solche hinter den Kulissen gewesen, wie sich jetzt durch die Veröffentlichung einer überaus bedeutungsvollen Ver­einbarung zwischen England und F r a n k r e ich her­ausstellte, der Herriot in grob zupackender Manier den Namen einer neuenEntente cordiale" gegeben hat, den­selben Namen für ein Bündnis also, das den ersten osfen- sichtlichen Entwicklungsschritt zum Weltkrieg bedeutete, sich dann zur englisch-russischen Tripel-Entente erwefterte und schließlich zum Verband der .alliierten und assoziier­ten Mächte" geworden ist. Und diese Erinnerungen durch jenen Namen wieder heraufzubefchören, zeugt ja Deutsch­land gegenüber auch von einem besonders anerkennens­werten Taktgefühl! Aber diese Bezeichnung demon­striert in offensichtlichster und betont drastischer Form das für Europa politisch wichtigste Hauptergebnis der Lau­sanner Konferenz: die künftige englifch-sranzö- fische Zusammenarbeit, das offizielle Freund­schaftsbündnis zwischen diesen beiden Westmächien, und Herriot persönlich steht damit als ein Mann da, der erreicht bat, was allen seinen Vorgängern nach dem Weltkrieg herbeizuführen mißglückt ist: das formelle Bündnis mit England. Und wenn Frankreich im Verfolg seiner .Reparationèpolitik" immer wieder in eine politische Isolierung geriet, diese übrigens auch nicht scheute und sich auch noch zu Beginn der Lausanner Konferenz in dieser politisch isolierten Lage auch gegenüber England sah, so hat Herriot das alles zu überwinden vermocht. Er konnte als Triumphator den 14. Juli, den französischen Nationalfeiertag, begehen, nachdem er in fabelhaft ge­schickter, geheimnistuerisch-spannender Regie am Tage zu­vor die Kunde von der neuenEntente cordiale hatte in die Öffentlichkeit dringen lassen. Und Deutschland...?

Uns Teutsche interessieren wenig die Punkte drei und vier des Vertrages, die von der gemeinsamen Vorbe­reitung der Weltwirtschaftskonferenz und von einer Art handelspolitischen Wafsenstillstandes zwischen England und Frankreich sprechen. Entscheidend ist aber für die Weiterbehandlung bet Abrüstungsfrage die Vereinbarung der Zusammenarbeit auf der Genfer Konferenz und dann aber vor allem der absichtlich recht unbestimmt gehaltene Artikel 1 des Vertrages: .Austausch der gegenseitigen Ansichten in aller Offenheit",gegenseitige Unterrichtung" über alle, nun, sagen wir deutlicher, über alle Fragen politischer und sonstiger Art â la Lausanne", die also irgendwie mit den durch Versailles und feine Folgen geschaffenen Zuständen und Verträgen Zusammen­hängen. Tazu würde was hinter dem Abkommen stand und steht natürlich auch z. B. diegegenseitig ver­trauensvolle" Behandlung der Schuldenregelung mit Amerika gehören. Das ist in Lausanne bereits fest verab­redet worden, so fest und so geheimnisvoll übrigens, daß man dem deutschen Reichskanzler davon kein Wort sagte, und in einem besonderenGe n t l e m a n-Ag r e e m e n t ausdrücklich einebefriedigende Lösung" der interalliierten Schuldenfrage als Voraussetzung der Ratifizierung des Lausanner Vertrages bezeichnete. Aber in diesen Lau­sanner Vertrag hat man kein Sterbenswörtchen davon hineingesetzt. Ja, man hat noch mehr vereinbart; in einem offiziellen Schreiben des englischen Schatzkanzlers an seinen französischen Kollegen wird gesagt, daß bei Nicht­ratifizierung des Lausanner Vertrages die Rechts­lage aller beteiligten Regierungen zueinander wieder die fein würde, die nach den Bestimmungen des Haager Ab­kommens vom 28. Januar 1930 bestand. Also der Young-Plan! Macdonald aber hatte im Unterhaus tags zuvor erklärt, daß man in einem solchen Fallenicht aus den Young-Plan zurückzugreifen brauche", sondern daß eine neue Konferenz stattfinden würde!

Als Kommentar braucht man nur noch hinzuzufügen daß auch Deutschland zum Beitritt zu diesemFreund­schaftsbündnis" aufgefordert wird! Und dabei hat man die Lausanner Konferenz als den Beginn einerneuen Ä r a" bezeichnet. . .! Es kommt allerdings sehr, sehr darauf an, wie denn nun eigentlich dieseneue Ara" zu verstehen ist!

schwere Unwetterschäoen im Reich.

Südwest- und Mitteldeutschland schwer betroffen.

Das Unwetter, das über Obervaden niederging, bat überall schwere Verwüstungen ungerichtet. Jm K a n - dertal wurde die Ortschaft R ü nninge n durch die zu Tal flutenden Wassermassen überschwemmt. Überall wurden die Gärten und Fluren verwüstet und die Straßen aufgerissen. Die Kandertalbahn »nutzte ihren Betrieb ein­stelle», da der Bahndamm durch Erdrutsche an mehreren Stellen zerstört war. Im Kinzigtal wurden durch den wvlkcnbruchartigen Regen die Bäche in reißende Strome verwandelt. Jeder Verkehr war tahmgelcgt.

Das Korn lag überall wie gewalzt am Boden. Auch das K a i se r st u h l g e b i e t wurde von einem schweren Unwetter heimgesucht. Eine halbe Stunde lang brauste ein Orkan mit Wolkenbruch und Hagelschlag über den Kaiscrstuhl hinweg. Die R c b en­de r g e und die Felder sind völlig vernichtet. Der Hagel fiel so dicht, das» die Leute bis an die Knie darin Hagel fiel so dicht, daß die Leute bis an die Knie darin Einsturzgefahr geräumt werden. Bei Achkarren fuhr ein Wagen infolge des unsichtigen Wetters auf die Eisenbahn­schienen, als ein Zug heraulam. Bei den, Zusammenstoß wurde eine Frau getötet.

Über dem Gebiet der Mittelmosel entlud sich gleichfalls ein ungewöhnlich schweres Unwetter. In Zell wälzten sich ungeheure Wassermassen von den Weinbergen durch den Ort. Das Wasser drang in die Häuser ein, deren Bewohner in die höhergelegenen Orts- teilc flüchten mußten. Zahlreiche Häuser sind durch die Geröll- und Erdmassen, die das Wasser mit sich führte, schwer beschädigt worden. Die Hoffnung der Winzer, bei dem guten Stand der Reben in diesem Jahr endlich einmal eine befriedigende Ernte zu haben, ist zunichte gemacht worden.

Die Ortsbchörde hat beantragt, Z e l l a l s Notstands­gebiet anzuerkennen. Gleiche Verwüstungen werden aus Merl, Pünderich und Kaimt gemeldet.

Grun-jorderungen des

Der Reichsverband des deutschen Hand­werks übergibt der Öffentlichkeit die nachfolgenden wirtschaftspolitischen Grundforderun gen des deutschen Handtverks:

Ter achte Teil des deutschen Volkes lebt in der Handwerkswirtschaft. Eine weitere Millionenschicht Handwerker arbeitet in der Landwirtschaft, in Handel, Industrie und Verkehr. Die Bedeutung der deutschen Volkswirtschaft in fast allen ihren Teilen ruht ganz wesentlich auf den Trägern des handwerklichen Könnens und Wissens. Je deutlicher die übertriebene Anwendung der M a s ch i n e sich als wirtschaftliche Fehlleitung erweist, desto höher steigt

der Wert des Menschen im Betriebe, insbesondere des handwerksmäßig geschulten Arbeiters. Die wirtschaftspolitische Führung des Handwerks bat ständig den Grundsatz vertreten, daß die

Pflege der lebendigen Produktivkräfte

unseres Volkes die erste und vornehmste Forderung jed­weder Wirtschafts- und Sozialpolitik sein und bleiben müsse. In dieser Erkenntnis wurzeln alle Forderungen des Handwerks.

In Verfolg dieser grundsätzlichen Einstellung fordert der Reichsverband unter unbedingterAblehnung aller sozialistischen Tendenzen die neue Regelung des Verhältnisses zwischen Staat und Volks­wirtschaft und die Anerkennung der felbstverantwortlichen Unternehmertätigkeit als einer dem Staate fremden und mit der Ausübung feiner Hoheitsrechte unverträglichen Tätigkeit. Um die

Verklammerung des Staates mit der Volkswirtschaft zu lösen,

hält der Reichsverband es für unerläßlich, daß für alle schöpferischen Kräfte der Wirtschaft in den angedeuteten Grenzen die Möglichkeit zur freien Entfaltung geschaffen und damit die produktive Beschäftigung der vorhandenen Arbeitskräfte ermöglicht wird.

Der erste Weg wird durch

Aus der NSDAP.

Wahl-Kundgebungen.

. In Schneidemühl sprach der nationalsozia­listische Gauleiter und Fraktionsführer Kube. Lächerlich und grotesk wirke es, so führte er aus, wenn die Gegner der NSDAP, so tun, als ob 14 Jahre lang eine national­sozialistische Regierung die Macht in der Hand gehabt und mit Notverordnungen regiert habe. Mit Notverordnungen zu regieren, sei aber die Manier des Zentrums und der Sozialdemokratie. Heute gehe der Wahlkampf nicht um Papen, sondern er sei die Ä b r e ch n u n g mit der Politik Brünings und der Politik Brauns. Ebenso wie heu»? im Preußischen Landtag SPD. und Zentrum zur Machtlosig- keil verurteilt seien, würden diese Parteien auch im Reiche ausgespielt haben. Jede Schikane der schwarzroten Macht­haber gegen NSTAP.-Mitglieder werde aufs schärfste ge­ahndet werden. Es werfe kein günstiges Licht auf den Menschen Brüning, wenn er die klobigen Angriffe der Zentrumspartei gegen den Reichspräsidenten nicht zurück- welse, nachdem er noch vor kurzer Zeit durch Rundfunk und Preise die Wahl des Reichspräsidenten von Hindenburg mit dem Wohl und Wehe des deutschen Schicksals gleich­gesetzt habe.

. ^" P i rmasens sprach in einer Wahlkundgebung der NSDAP. Gregor Strasser. Er führte u. a aus: Wenn nach dem 31. Juli Hitler als Reichs­kanzler die Regierung übernehmen werde, bann bringe er eines mit, was die anderen verloren hätten unb was ber ledige Reichskanzler und sein schwacher Innenminister Uch niemals erworben hätten: Vertrauen. Gregor Strasser verbreitete sich weitere über die wirtschaftlichen Ideen des Nationalsozialismus'. Wenn die Nationalsozialisten drei ^ahre regiert hätten, dann werde es in Deutschland keine Arbeitslosen mehr geben.

Aus Pommern und Mccklenburg-Strelitz kommen Nachrichten über schwere Gewitter, die zum Teil erheblichen Schaden anrichteten. In Stolp stand das Wasser in einigen Straßen über einen halben Meter hoch. In der Nähe von Stolp entstanden in verschiedenen Ort­schaften Brände, wobei

Stallgebäude, Erutevorräte und landwirtschaftliche Maschinen vernichtet

wurden. In B u b l i tz gerieten zwei Wohnhäuser und eine Scheune durch Blitzschlag in Brand und wurden ein- geäschert. In P a s e n o w in Mecklenburg-Strelitz wur­den drei Scheunen und Stallungen eiügeäschert. Ein weiterer Brand entstand in der Stadt Wesenberg, wo ebenfalls Stallungen und Scheunen niederbranttten. Im Dorfe I o h a n u i s r u h wurden Heu- und Erntevor­räte ein Opfer der Flammen.

*

Auch Frankreich im Unwetter.

Aus zahlreichen französischen Provinzen werden Un­wetterschäden gemeldet, die durch die letzte»» wolkenbruch- artigen Regenfälle hervorgerufen wurden. Die Flüsse sind zum Teil aus ben Ufern getreten und haben d i e Ernte vo l l k o m in e n vernichtet. In der Gegend von Toulouse wurde unermeßlicher Schaden an­gerichtet. Zahlreiches Vieh ertrank in den Fluten. Der Sachschaden beläuft sich auf mehrere Millionen Franc. Die Garonne ist in erschreckendem Maße gestiegen, und man befürchtet weitere Überschwemmungen.

Wolkenbruch über Berlin.

Berlin, 15. Juli. Ein überaus schweres Gewitter ging in der vergangenen Nacht über der Reichshauptstadt nieder. Der wolkenbruchartige Regen war so heftig, daß die Ka­näle die niedergehenden Wassermasfen nicht 311 fassen ver­mochten. Viele Keller wurden unter Wasser gesetzt. Bei der Feuerwehr herrschte Ausnahmezustand. All eist in der Zeit von %2 bis %4 Uhr waren mehr als 300 Alarmierun­gen eingelaufen. Insgesamt wurde die Feuerwehr in der Nacht 500 mal alarmiert.

deutschen Handwerks. i

geeignete Kreditmaßnahmen

und durch starke Betonung einer gesunden Grundstücks- nud Siedlungspolitik unter Einschaltung des Handwerks sowie durch Förderung des Klein Hausbau es in geräumiger Bauweise frei zu machen sein; der zweite durch Auflockerung der Kartelle und Konzerne, durch

berufsständische Regelung der Arbeits- und Lohn­bedingungen

an Stelle der Zwangslohnpolitik und durch Ausbau des freiwillige»» Arbeitsdienstes. Hinzu tritt als besondere Forderung des Handwerks die Pflege des Althaus- b e s i tz e s. Der Reichsverband des deutschen Handwerks hält es für richtig, daß im Regelfälle die m ä n n l i ch e Arbeitskraft innerhalb der Wirtschaft stärker berücksichtigt wird als die weibliche, deren ureigene Arbeitsgebiete, indes nicht eingeengt werden sollen. Im ZusamMenbatta mit diesen Maßnahmen fordert der Reichsverband

die Bekämpfung der Schwarzarbeit

mit der durch die Lage gebotenen Schärfe, die Anpassung der Sozialversicherung an die Leistungskraft der Wirtschaft und die Förderung aller Bestrebungen, die einer breiten Schicht der Bevölkerung in allen 'Berufs­gruppen die Bildung von Sparkapital wieder ermöglicht.

Im Bereich des Handwerks hat sich die gesetzliche Be- rufsvertretung durch die Organisation der Innungen, Fa chverbände unb Handwerkskammern be­währt. Nach der Auffassung des Neichsvevbandes des deutschen Handwerks ist

die berussständische Gliederung und Selbstverwaltung der Wirtschaft allein geeignet, die sozialen Spannungen zu überbrücken und einen fruchtbaren Ausgangspunkt für die gemeinsame Arbeit der Unternehmer und Arbeiter an Deutschla»»ds Wiederaufstieg 31t schaffen.

Der Reichsverband hält nach »vie vor eine Arbeits- gcmeinschaft der öffentlich-rechtlichen und der freien Be- rufsvertretungen für unabweisbar, um die Willeus- bildung des selbständigen Handwerks nach Inhalt, Aus­druck und Wirkung einheitlich und schlagkräftig zu erhalten.

Der neue Kurs in Mecklenburg-Schwerin /

Im Mecklenburg-Schwerinschen Landtag gab der nationalsozialistische Ministerpräsident Granzow eine Regierungserklärung ab. Er führte u. a. aus: Das Land- Wirtschaftsministerium wird dafür Sorge tragen, daß die kleinen landwirtschaftlichen Betriebe durch Zuteilung von Äckern und Grünland ans den Domänen ergänzt werden, damit sie nicht mehr auf teure Zeftpachtungen angewiesen sind. Mit allen Mitteln »vird das Staatsministerium ver­hindern, daß der alteingesessene mecklenburgische Land- arbeilerstand durch verfehlte Methoden der Siedlnngs- und Lohnpolitik Heimat- und brotlos gemach» wird. Die gesetzliche Neuregelung der bäuerlichen Eigentumsrechte und die im Sinne des freien Bauern notwendige Ab­änderung der I a g d g e r e ch t s a m e sind die selbstver­ständliche Pflicht der Regierung. In finanzpoli­tischer Hinsicht ist das Staatsministerinm sich bewußt, unter Umständen gezwungen sein »vird, viele berechtigte Sorberungen so lange znrückznstellen, bis die Finanzlage ihre Erfüllung ermöglicht. Das Staatsministerium ist gewillt, der Not der Zeit entsprechend vor allem auch die Einkünfte der obersten Beainten Herabzusetzen. Es erstrebt weiter die g e s e tz l i ch e A l t e r s v e r s 0 r g u n g für den werktätigen Mittelstand aus breitester Grundlage Die Einführung der Arbeitsdienstpflicht wird zur Staâtsnot- Wendigkeit. Deshalb will das Staatsministerium zur Ans- bildung geeigneter Führer ein S ch u l u n g s l a g e r und entsprechende Lehrgänge auf einer Staatsdomäne ein­richten.

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