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Der polnische Außenminister hat in einer Unter­redung mit dem französischen Finanzminftter drin­gend um eine neue Anleihe für den weiteren Ausbau des Hafens von Gdingen und der Elsen bahnlinie zu diesem Hafen ersucht. Dasâlerhc- gesuch ist von Frankreich ab gelehnt worden, da die französische Regierung nicht über Mittel für eine neue An­leihe an Polen verfüge. *

Das französische Kriegsministcrium veröffentlicht im Zusammenhang mit derVerletzungderdeutsch e n Grenze durch französische Kavalleristen folgende "'""^ Verlautbarung:Ein Vetcrinarhauptmann und ein Ge- bilfe die einen Spazierritt unternahmen, haben drei Kilo Meter nordöstlich von Sturzelbronn dre Grenz«: uber- ickritten. ohne es zu bemerken. Nach einem Ritt durch den Wald fanden sie sich in der Pfalz im^Dorfe -ud- wigswinter wieder, wo sie sich über ihren Irrtum klar wurden, als sic ihre Pferde tränkten. Sre sind sofort nach Frankreich zurückgekehrt.'

Ltnireueprozeß gegen zwei General-

-irekioren.

Kostspieliger Wohnhausbau.

Vor der Großen Strafkammer des Landgerichts Dort- mund begann der Prozeß WM die beiden früheren General direktoren der Vereinigten Elettrizitatswerke Westfalem ^r Krone und Dr. Fischer. Die strafrechtlichen Beschulst gungen erstrecken sich in erster Linie auf

Die Hauskonten der beiden Angeklagten.

Den Generaldirektoren wird zur Last Sclegt, die ihnen vom Auisicktsrat zugesagten Kredite zur Beschaffung eigener Wohnhäuser über das erlaubte Maß in Anspruch genommen und sich dadurch der Untreue schuldig gemacht zu habem Das Hauskonto Krones wies Ende Dezember 1930 ei" Dev e von 750 000 Mark, dasjenige Fischers ein solches von 473 000 Mark aus. Nach Ansicht eines Gutachters liegt hier übermäßige Belastung durch übertriebene Repräsentation vor. Zur Verhandlung stehen weiter die Esfektcngeschaste Krones und eine Anklage gegen Krone wegenBetruges bei ^n anspruchnahme eines Bankkredits von 100 000 Mark. Zu de Verhandlung, die zwei bis drei Wochen dauern durfte, sind zahlreiche Zeugen und Sachverständige geladen.

Verloren!

Der Untergang derPrometheus".

Der Untergang des französischen Unterseebootes »Prometheus" hat in ganz Frankreich ungeheuere Be­stürzung hervorgerufen. Das Unterseeboot, eines der neuesten und größten Boote der französischen Marine, war erst im Dezember vorigen Jahres ausgerüstet worden und hatte die ersten Versuchsfahrten gemacht. , Sie gehörte zum Flottenbauprogramm 1927 und stellte die fünfte Ein­heit eines Typs dar, der sich aus den U-BootenProteus", »Pegasus', »Phönix' und »Perseus' zusammensetzt. Von seinem Heimathafen Cherbourg aus hatte das Schiff jetzt eine libungsfahrt unternommen, bei der verschiedene Ein­richtungen des Unterseebootes, insbesondere aber

seine Manöverierfähigkeit, geprüft werden sollten. Das Boot, dessen Aktionsradius bis nach Amerika reichte, soll zu aller Zufriedenheit ge­arbeitet haben. Es war 90 Meter lang und 9 Meter breit und hatte 1550 Tonnen über Wasser und 2000 Tonnen unter Wasser. Seine Geschwindigkeit an der Oberfläche betrug 18 Knoten, unter Wasser 8 Knoten. Seine Armie­rung bestand

aus 12 Torpedorohren

zu je 550 Millimeter und 2 Geschützen von 10 und 3,7 Zen­timeter sowie einem Maschinengewehr. In Frankreick stellt man erschreckt fest, daß nach dem Kriege

schon 17 Unterseeboote gesunken

sind, und zwar 5 amerikanische, 5 englische, 2 italienische.

2 französische, 2 russische und 1 japanisches.

Oie Telephonboje derPrometheus" aufgefunden.

Wie verlautet, ist von den Suchfahrzeugen die soge­nannte Telephonboje des Unterseebootes aufgefunden worden. Würde sich die Nachricht bewahrheiten, so be­stände die Möglichkeit, mit den eingeschlossenen Mann­schaften in telephonische Verbindung zu treten. Es würde daraus auch hervorgehen, daß es gelungen ist, einige der wasserdichten Schotten zu schließen. Eine Möglichkeit zur Rettung der Besatzung besteht trotzdem nicht. Der französische Marineminister hat zugegeben, daß für die ganz großen Unterseeboote des neuesten Typs ausreichend kräftige Hebeschiffe noch nicht gebaut worden sind. Die Mannschaft müsse deshalb als verloren aelten.

Aus dem Wahlkampf.

genommen werden, ch durch Reinigung er zum Träger des

Hugenberg eröffnet den Wahlkampf.

Rostock eröffnete der deutschnationale Parteiführer Dr Hu gen der g den Wahlkampf »nt einer großangelegten Mi>de in her er die Stellung der Deutschnationalen ^olkspartei zu allen jenen PunUen beleuchtete, die die außen- und innen- politische Entwicklung der letzten Monate und Wochen w^en ^sorhemriinb oerüeft habe. Er forderte vor altem gej Staatsverwaltung und finanzielle Selbstverantwortung der Gemeinden. Die Länder müssen wieder Träger der Vermaß tung werden. Die Übertragung der Sozialversicherung ein schließlich der Arbeitslosenversicherung aut die Gemeinden und Kreise ist VorauSfetzmig für eine durchgreifende Reform dles^ durch den Sozialismus auf den letzlgcu _ schäfteten Einrichtungen. Das Reich muß aus die Aufgaben be schränkt werden, die des Reiches sind, und im übrigen die Kunktionen der Aufsichtsbehörde ausuben.

Den Parlamenten mutz das Recht genommen werden, Minister abzusetzen, das Beamtentum muß durch Reinigung von ungeeigneten Parteibuchbeamten wieder zum Trager des Staatsgedankens gemacht werden. Denkt man diese Gedanken zu Ende so kommt man ohne weiteres aus die Entwicklung Deutschlands zum erblichen Kaisertum. St a als erneue­rn na ist nicht möglich, solange der Marxismus den arößten deutschen Bundesstaat. Preußen, beherrscht. Trotz 162 nationalsozialistischen Abgeordneten ist der Marxismus in Preußen nach wie vor an der Macht. Ein Abkommen, das die Nationalsozialisten mit dem Zentrum geschlossen haben, ver- schiebt die Wahl des Ministerpräsidenten bis nach den Reichs- tagswahlen und erschwert dem Reich die Möglichkeit, den Marrismus von sich aus in Preußen auszuschalten. Ohne Staatserneuerung ist keine wirkliche Freiheitspolilik denkbar, obne Staatserneuerung kein Schutz der deutschen Kultur, teilt Schutz der christlichen Religion vor der Zerstörungswut der vom alten System einschließlich Zentrum geförderten Gottlosen­bewegung. Ohne Staatserneuerung ist auch an einen Wieder­aufbau der zusammengebrochenen deutschen Wirtschaft nicht zu denken. Hugenberg gab anschließend ein Programm für eine durchgreifende Hilfe für die Landwirtschaft bekannt. Er for­derte u. a. Umstellung der Handelspolitik, Ordnung des Binnenmarktes und einen freien Bauernstand, dem eine ver­nünftige Verschuldungsgrenze auferlegt werden müsse. Nicht den Staat, sondern die Wirtschaft wollen wir berufsstandisch gliedern. Verständlich sei vor allem ein wiedererstarkter Mittelstand.

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In Uelzen, im Zentrum der hannoverschen Land­wirtschaft, sprach der deutschnationale Parteiführer Dr. Hugenberg über das Schicksal der Landwirtschaft und über die Möglichkeiten, die Landwirtschaft wieder lebens­fähig zu machen. Wenn die Landwirtschaft nicht gesundet, so führte der Redner aus, stirbt Deutschland. Das erste Erfordernis ist die Wiederherstellung der Lebensfähigkeit der landwirtschaftlichen Betriebe. Seit Jahren liegen unsere Vorschläge hierüber offen vor aller Augen. Im Mittelpunkte steht die Forderung einer weitgehenden An­passung unserer Ha n d e l s p o l i t i k an die veränderten Verhältnisse. Unser Binnenmarkt muß wieder in Ord­nung gebracht werden. Ebenso der Binnenmarkt aller anderen Völker, bei denen er zerrüttet ist. Dann kommt der stockende Weltverkehr alsbald wieder in Ordnung. Wie zwischen zwei Funktürmen kein Funkverkehr möglich ist.

Mattern und Griffin noigelandet.

Die Maschine fast völlig zertrümmert.

Die amerikanischen Weltflieger Mattern und Griffin, die, nach kurzer Zwischenlandung in Berlin, am Mittwochabend um 9 Uhr zum Weiterflug nach Mos­kau gestartet waren, sind in der Nacht zum Donnerstag beiBorissow im Gouvernement Minsk notgelandet.

(gestern war irrtümlich Linz als Notlandungsort gemeldet)

Borissow liegt an der Beresina, nordöstlich von Minsk, an der Eisenbahnstreâe MinskSmolenskMoskau. Die Flieger wurden durch Steucrbruch zur Notlandung ge­zwungen. Die bisherigen Meldungen besagen, daß die Verletzungen, die sie erlitten haben, nur geringfügiger Natur seien. Die Maschine aber soll fast vollständig zer­trümmert sein. An ein Weiterfliegen war unter solchen Umständen natürlich nicht zu denken, und der neue Welt- fing darf als endgültig gescheitert angesehen werden. Mattern und Griffin haben sich mit der Eisenbahn nach Moskau begeben.

Das Merkwürdige ist, daß man erst am Freitag er­fuhr, daß die Flieger wenige Stunden nach ihrem Abflug von Berlin-Tempelhof notgelandet seien. Borissow ist eine xiemtid) aroße Stadt. und man kann sich nicht er­

wenn ihre Maschinerie nicht in Ordnung ist, so gibt es Weltverkehr nur zwischen starken geordneten Binnen­märkten.

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Wahlaufruf der Volkspartei.

Die Deutsche Volkspartei erläßt einen Wahlaufruf, in dem es heißt:

Eine Verfassungsreform muß an die Stelle der herrschenden Partcidemokratie die starke Führung der Reichsspitze und die Durchsetzung ihres Willens gegeir« über dem Drang zur Massenherrschaft bringen. Daß der Sozialismus die deutsche Wirtschaft nicht gesunden lassen kann, hat die grausame Erfahrung der letzten Jahre bewiesen. Sozialistische Erperimente aller Art finden uns deshalb als entschlossene Gegner. Sumpfblüten in der Privatwirtschaft müssen rücksichtslos aus­gemerzt werden. Wer für die Privatwirtschaft kämpft, muß verlangen, daß sie auch das Risiko der Krise auf ihre Schultern nimmt. Dafür muß ihr der Staat die Freiheit wiedergeben, die durch staatssozialistischen Zwang aus allen Gebieten eingeschränkt wurde. Die Deutsche Volks­partei kämpft gegen Massenherrschaft und Staatsallmacht, für den Grundsatz der freien sittlichen Verantwortung der an die nationale Gemeinschaft gebundenen schaffenden Persönlichkeit. Die schwere Schuld der Pa r t e i h e r r - schaft und des Zusammenwirkens von Zentrum und Marxismus liegt heute in Preußen und im Reich offen zutage. Die Deutsche Volkspariei kämpft dafür, diesem unnatürlichen Bündnis die Herrschaft im Staate zu ent­reißen! Wir wissen, daß aus den Massenbewegungen der Gegenwart nur zu leicht Experimente geboren werden, die das Volk in unerfüllbare Hoffnungen ver- , setzen. Hinter all den Schlagworten von Kreditschöpfung, Binnenmark usw. verbergen sich die furchtbaren Schrecken einer Inflation, die ein Trümmerfeld in Deutschland schaffen würde. Es gibt keine Zaubermittel, es gibt nur den Weg, daß der Staat mit starker und unparteiischer Hand Ordnung und Sicherheit seines Volkes im Willett ^ zur nationalen Selbstbehauptung schützt und schirmt, Aus­beutungen und Ungerechtigkeiten verhindert, daß aber die Menschen in diesem Staat, jeder an seinem Platz und jeder nach seiner Leistung, wieder Freiheit und Möglichkeit des Schaffens gewinne.

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Aufruf Schäffers zur KampforganisationBayernwacht".

München. Der Landesvorsitzende der Bayerischen Volks­partei, Staatsrat Schäffer, veröffentlicht einen Aufruf zur Stärkung der »B a y e r n w a ch t'. Die Bayerische Volksparter sei nicht gewillt,die Straße den Terrorgclüsten der Dema­gogen einer ausgepeitschten Parteisoldateska auszuliefern Bayern müsse ein Land der Ordnung, Sicherheit, Staats- autorität und politischen Freiheit bleiben. DieBayernwacht" werde in diesem Sinne dem Bayernlande dienen. In der Erkenntnis der Gefahr, die Volk und Staat drohten, seien in diesen Tagen bereits Tausende neu zurBayernwacht" ge- stoßen.

klären, weshalb die Nachricht von der Notlandung der Amerikaner so spät in die Welt hinausgesandt wurde. Zuletzt war allgemein die Meinung verbreitet, daß die beiden Flieger .

überhaupt nicht auf russisches Gebiet *** gelangt seien. An der ganzen Westgrenze Rußlands war jede kleinste Grenzstation angerufen und den Grenzwachen der Befehl erteilt worden, nach den Amerikanern eifrig zu suchen. Selbst die Miliz wurde in den kleinen Grenzorten aufgeboten. Man befürchtete schon, daß die Flieger irgend­wo a u f d e r O st s e e a b g e st ü r z t und umgekommen seien.

Es sei bei dieser Gelegenheit bemerkt, daß Mattern der Sohn eines aus Mannheim stammenden Deutschen ist

Kantonefische Flugzeuge bombardieren eine Marinekoserne.

London. Kantonesische Flugzeuge bombardierten dis Marinekaserne der Aufständischen in Hoihow in Hainan, wo­durch die Zivilbevölkerung erheblichen Sachschaden erlitt. Ein Kanonenboot, das ebenfalls angegriffen wurde, erhielt einen Treffer.

Acht Personen vom Blitz getötet.

Warschau. Wie aus Bromberg gemeldet wird, wurde am Donnerstag Tuchel und Umgebung von einem außerordent­lich heftigen Gewitter heimgesucht. Infolge von Blitzschlägen sind insgesamt acht Personen, darunter zwei^Kinder. umgc- kommen.

Glückauf den deutschen Olympia­kämpfern!

o, Am Sonntag, dem io. Juli, verläßt die deutsch« 3pl" "l ann, chaft die Heimat zur Fahrt nach Los Angeles, zu den 10. Olympischen Spielen c. Zu Rerchsregierung, die deutsche Öffentlichkeit und Sportverbände haben in dankenswerter Werse das Ihre dazu getan, die Kosten für die Entsendung aufzubrrngen. Und so wird dann in den beiden Olym- ^!che." Wochen, vom 30. Juli bis zum 14. August, auch Seutf^lanb bet bem großen Fest aller Völker trotz bei Not der Zeit vertreten sein.

~ Die D e u 1 s ch e T u r n e r s ch a f t und die deutschen ^ve^bande haben unsere Vertreter sorgfältig ausgewahlt und dre Mannschaft auf das beste vorbereitet Man kann sagen, daß nahezu alle deutschen Sportsleute dre überhaupt Aussicht auf einen Erfolg haben, entsandt werden konnten. Mehr zu tun verbot die wirtschaftliche Lage unseres Vaterlandes ganz von selbst. W Wir werden drüben zahlreiche hochentv

Wrr werden drüben zahlreiche hochentwickelte und nickt vorbereitete Gegner antreffen. Möge dre deutsche Mannschaft tm Bewußtsein, daß sie in den S" .Deutschlands sporttreibende Jugend, ja mehr, Deutschland selbst vertritt, ihr Bestes ber- geben und in Ehren bestehen! 9 1 W

. Man hätte der deutschen Olympiamannschaft und unserem Volke tn diesen Wochen der Abreise und des Kampfes von Herzen andere, weniger von wirtschaftlicher Not und politischen Entscheidungen überschattete Zeitver- Hältnisse gegönnt. Aber mit dem Tage der Abreise sollten alle Meinungsverschiedenheiten um die deutsche Beteiligung an den Olympischen Spielen ver­stummen. In vier Wochen werden 7 5 deutsche Athleten, die Auslese aus den Millionen der deutschen Turner und Sportler, den Beweis für Kraft und Leistungs­willen unserer Jugend im Wettstreit der Nationen er­bringen müssen.

Mag man zu dem Weiftest der LeiLesLbungen stehen wie MW. wiL auch hier geht ei um et »Stück tum.

Deutschlands Geltung in der Welt! Ein olympischer Erfolg soll nicht überschätzt und auch nicht unterschätzt werden. Aber eins steht fest: wie er einst im alten Griechenland den Namen der Vaterstadt des Siegers in ganz Hellas bekanntwerden ließ, so trägt er heute mit dem des Siegers den seines Vaterlandes um die ganze Welt. Hoffen wir, daß es oft Deutschland heißen möge! Und so, als Angelegenheit unsres Volkes, wollen wir die Olympischen Spiele sehen.

Deutschland muß leben, und wenn wir sterben müssen!"

Weihe der Ehrenstätte Langemarck.

Flandrischer Moorboden erbebt vom Sturmschritt deutscher Regimenter, naßkalte Novemberluft erzittert vom Gesänge des Deutschlandliedes, und krepierende Granaten schlagen unheimlichen Takt dazu. Reißen Lücke auf Lücke in die Sturmkolonnen, die dennoch vorwärtsstürmen, die erste feindliche Linie nehmen.

Westlich Langemarck brachen junge Regimenter unter dem GesängeDeutschland, Deutschland über alles" gegen die erste Linie der feindlichen Stellung vor und nahmen sie." So lautet der deutsche Heeresbericht bom 1. November 1914. Sieht man sie nicht, die flandrische Ebene mit ihren Gräben und Pappelreihen't Die stürmen­den Studenten und Landsturmmänner? Hört man das Brausen des Deutschlandliedes nicht? Nicht das Dröhnen und Knattern der Feuerschlünde?

die, Wucht jenes einzigen Satzes entsprach Wucht des Angriffs jener nur halb ausgebildeten Schlichtheit und Selbstverständlichkeit, To d"toc ih^enâ" beiihrerFeuertaufedem n , ^"d was trieb sie vorwärts, was gab ihnen die Kraft, 5^"l?end ins höllische Feuer zu stürzen? War's Zwang, ^davergehorsam ? Sie wären nicht wert, geehrt zu sie singend vorwärtsstünnten, hinein in den rüstdieren ^oh. es war pjchts ander-s als das auck int

SBKB9KSSSSSSaEa»l Angesicht des Todes nicht zu erschütternde Bewußtsein dieser Helden:Deutschland muß leben, und wenn ivir st erben müssen!"

Sie ruhen dort unter fremder Erde und lauschen, ob ihr so inbrünstig geliebtes Deutschland auch leben will, auch leben wird. Und wenn man sie auch endlich so hat betten können, daß ihre Ehrenstätte ausschaut, als ivär' sie ein Stück vom de u^ schen Vaterlande, verpflanzt in fremde Erde, Ruhe, ewige Ruhe werden sie dvch erst finden, wenn sie ihr Deutschland wieder rein und stark gesehen haben.

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Die Deutsche Studentenschaft ist es, die cs sich zur Pflicht gemacht hat, die E h r e n st ä t t c Langemarck durch den Volksbund Deutsche Kricgsgräbcrfürsorge ans­zubauen und als Pate für immer 31t betreuen. Schlicht und doch wuchtig, ganz wie jene Helden waren, so ist die Ehrcnstätte Langemarck, die am 10. Juli geweiht wird, geschaffen worden. Aus Sandsteinquadern am Eingänge eine Ehrenhalle. In ihr auf Eichentafeln geschnitzt die Namen der Zehntausend, die hier unter Bäumen ge­bettet liegen. An der Stirnseite der Gräberstätte ein mit Mohn dicht bepflanzter E h r e n r a u m. Hier stehen noch, neu ausgemauert, drei Betonunterstände, und die hier ver­laufene Kampffront wird dargestcllt durch eine Linie von 52 Steinsarkophagen, die die Inschriften studentischer Ver­bindungen und beteiligter Truppenteile tragen. Ein Plattenweg führt an ihnen entlang. Umschlossen wird dieser Ehrenraum von einem breiten Wassergraben. Der Kampf vom November 1914 wird hier versinnbildlicht: nach Offnen der Bserschleusen durch die Belgier versteinerte die Front. Aber mehr als dieses Sinnbild muß Langemarck

Wie jene durch ihren Opfertod die Umfaflungsversuchc der Feinde zunichte machten, nm Deutschland 31t schirmen, so sollen auch wir, wenn wir an Langemarck denken, geloben:

Deutschland mutz leben, und wenn wir sterben müssen!"