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den Allendorf und Coden (Kreis Schlüchtern), die für ver- dältnismätzig geringe Tagesvergüiung Kinder aufnehmen, ärztlich und gesundheitlich betreuen und frisch und munter nach den Ferien ins Elternhaus zurücksenden. Aber auch für noch nicht schulpflichtige Kinder besteht die Möglichkeit der Unterbringung in den Heimen des Bezirksverbandes und zwar in dein schön gelegenen Kindererholungsheim Berghaus Schocketal bei Ihringshausen und in der Kinder- beilânstalt Rheinhardshausen bei Bad Wildungen. Diese Heime nehmen Kinder von 2 bis zu 14 Jahren auf. Die Kinder werden ständig ärztlich überwacht, von geprüften Kindergärtnerinnen tagsüber betreut und beschäftigt; sie haben Spiel und Ruhe je nach dem Gesundheitszustand des Kindes und beide Heime bieten volle Gewähr, daß die Kinder braun gebrannt und gesund wieder in das elterliche Heim zurückkommen.

Beide Heime nehmen auch Kinder privater Eltern auf. Grade in diesem Jahre, wo jede Familie mit jedem Pfennig rechnet, und weite Ferienreisen kaum unternommen werden können, bieten die im Bezirk gelegenen, von Wald umge­benen u. mit allen modernen Einrichtungen ausgesteuerten Heime eine günstige Gelegenheit zur Unterbringung der Kinder während der Schulferienzeit. Auskunft über die Unrerbringungsbedingungen erteilt jedes Jugendamt, aber auch die Leiterinnen der beiden Heime und die Abteilung Gesundheitsfürsorge beim Herrn Landeshauptmann.

In früheren Jahren waren diese Heime vollauf belegt durch hilfsbedürftige Kinder. Noch im verflossenen Jahre sind durch die Entsendestellen des Landesfürsorgeverbandes über 1200 Kinder aus unserem Bezirk in Col- und See­bäder sowie Erholungsheimen untergebracht worden. In diesem Jahre ist angesichts der Beschränkung der Mittel der öffentlichen Körperschaften die Entsendung von Kin­dern in solche Heime auf ein Drittel des Borjahres zurllck- gegangen, so daß nur noch Selbstzahlerkinder Aufnahme in all den oben genannten Anstalten Aufnahme finden können. Für wohlhabende Menschen bietet sich hier auch eine Möglichkeit, einem gesundheitlich gefährdeten Kinde minderbemittelter Eltern zu helfen, indem sie die Kurkosten für ein solches Kind ganz oder teilweise übernehmen. Da sich der Gesundheitszustand der Kinder der minderbemit­telten Bevölkerung, aber auch des sogenannten Mittelstan­des offensichtlich verschlechtert, müßte grade der Gesund­heitsfürsorge verstärkte Aufmerksamkeit geschenkt werden und müßten alle Kreise darin wetteifern, das wertvollste Gut unseres Volkes, die Heranwachsende Jugend gesund und frisch zu erhalten!

nerste Form dieser strebenden jungen Generation vermit­telt, sondern es sind die Menschen selbst, die Jungen und Mädel, die in ihrem Arbeitsdienstjahr, das sie bei der Schar ableisten, absolut und bewußt über die gleichmäßigen Trott des Alltags gestellt werden und damit fähig sind, die Dinge, die sich um sie herum ereignen, von einer hohen Warte aus zu sehen. Sie stehen mittendrin in den Ereig­nissen des Tages und doch letzten Endes über ihnen. Ihre letzte Auslandsreise nach Dänemark und Schweden (dem Spielabend in Kopenhagen wohnte auch die dänische Königin bei) hat zweifellos dem dort besonders in Nordschleswig um sein Leben ringendes Deutschtum mehr geholfen als Entschließungen und lange Statistiken. Der Vorverkauf findet in der Reinhardtschen Buchhand­lung statt.

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Voranzeige.

Wenn die Last der Gegenwart niederdrückt und ängstigt, ist.es dem Menschen gut, sich zu erinnern, wie oft schon das Schicksal dem deutschen Volke unsagbar Schweres aufge- bürdet hat, und wie doch immer wieder ein zäher Lebens­wille und der Glaube an die Zukunft Selbstvertrauen er­weckten und das Ungemach überwinden halfen, Unser neuer Roman

Herbert B. Fredersdorf

Standarten im Nebel"

verhilft den Lesern zu einer solchen Erinnerung, oenn er schildert die schicksalsschweren Tage, die in die Neujahrs­nacht von 1813 gipfelten, in jene weltgeschichtliche Konven­tion von Tauroggen, die zur Geburtsstunde der preußi­schen Befreiungskriege wurde.

Vor dem gewaltigen historischen Geschehen jener Zeit spielt sich das ergreifende Schicksal zweier junger Men­schen ab, die, von der Welle des Freiheitsdranges erfaßt in abenteuerliche Konflikte gestürzt werden. Der Geist dieses Romans aber ist der General Borck, der den schweren Kampf zwischen dem Gehorsam seinem König gegenüber und seiner eigenen besseren Ueberzeugung führt und sieg­reich beendet.' Als Motto kann man über die Erzählung schreiben: ein Volk geht nicht unter, solange es sich selbst nicht aufgibt!

Einstweilen eingestellte Zwaugsocrsteigcrungsoerfahren.

Die auf Mittwoch angesetzte Zwangsversteigerung des auf die Namen der Geschwister Therese und Käthe Hahn in Fulda eingetragenen Wohnhauses Moltkestraße 16 sowie die Zwangsversteigerung des dem Weißbinder Blasius Far- nung und besten Ehefrau in Künzell gehörenden Wohn­hauses nebst Hausgarten und einer Wiese in der Gemar­kung Künzell fanden nicht statt, da die Verfahren von den betreibenden Gläubigern vorläufig eingestellt wurden.

Die Ekkchard-Tpicle kommen nach Fulda.

Die bekannten Ekkehard-Spiele kommen auch nach Fulda und veranstalten am Sonntag im Bürgervereinssaal einen Volkskunst abend. Die eigenartige Kampfwaffe, die der ehemalige Freikorpsführer sich mit dieser Schar ge­schaffen hat, verdient weiteste Aufmerksamkeit. Es ist ja nicht nur die Volkskunst, also der Spielabend, der die in­

Fuldaer Vichmarkt.

Auf dem heute in Fulda abgehaltenen Viehmarkt waren 471 Stück Vieh aufgetrieben. Es kostete das Stück Bullen 180240 Mark, Ochsen 250300 Mark, Fahrstiere 200 250 Mark, Jungstiere 100150 Mark, frischmelkende Kühe 240320 Mark, hochtrüchtige Rinder 200250 Mark, Jungrinder 120160 Mark, ältere trächtige Kühe 140 180 Mark, Kälber das Pfund Lebendgewicht 2830 Pf. Der Handel war schleppend, es verblieb Ueberstand. Der nächste Viehmarkt findet am 14. Juli statt.

sammlung in Großentaft, wo Parteigenosse Etzel v gesprochen hatte, wurde auf der Straße Eiterfeld eck ein Stein in den mit vier Personen besetzten Perm,-"' wagen des Domänenpächters Salzmann (Fürstens . schleudert und durch Glassplitter der SA.-Mann Hockâ am Auge verletzt. Schon vor einiger Zeit wurde am Wagen ein neuer Autoreifen zerschnitten. Ollt

Bad Ems, 22. Juni. (M u t i g e L c b e n s r e t t er i n« Ein vierjähriger Junge fiel hier beim Spielen in Lahnschleusengraben. Der Vater sprang ihm sofort da er aber selbst des Schwimmens nur wenig kundig konnte er das Kind nicht ans Land bringen und kam noch in bedenkliche Gefahr des Ertrinkens. Eine hier m Besuch weilende junge Dame sprang kurz entschlossen Wasser und rettete das Kind, während sich der Vater selM aus dem nassen Element befreien konnte.

Wertheim, 22. Juni. (D r a m a in der Tierwelt! In der Nähe der Betrüger Mainfähre stieß ein Raubvogel auf einen Star, bekam ihn aber allem Anschein nach nur mangelhaft zu fassen. Der Star schrie und suchte sich Qll, den Fängen loszureißen. Da ging der Räuber auf den Fluß nieder und drückte seinen Gefangenen unter Wasser um ihn zu ersäufen. Durch Steinwürfe zuschauender Orts­einwohner beunruhigt, floh der Vogel vom nahen Ufer des Flusses, sich nur wenig über den Wasserspiegel erhebend und seine Beute durch das Wasser schleifend. In der Mitte tauchte er sie erneut kräftig unter Wasser und man sah wie der Star verzweifelt um sein Leben rang. Mehrere Steinwürfe, die den Raubvogel der Beschreibung scheint es sich um einen Sperber gehandelt zu haben - selbst bedrohten, zwangen ihn schließlich doch, sich zu erhebe» In einiger Höhe ließ er den Geschundenen fahren. Da da Star zu fliegen nicht mehr fähig war, fiel er ins Wasser und ertrank nach erfolglosem Kampf mit der unbarm­herzigen Flut.

Frankfurt a. M., 22. Juni. (D i e Arbeitsmarkt­lage im Bezirk des La n desarbeitsamts Hessen.) Die Aufnahmefähigkeit des Arbeitsmarktes hat merklich nachgelassen. Während in der vorigen Be­richtszeit die Zahl der Arbeitsuchenden um 3039 zurückgc- gangen ist, ist in der Berichtszeit vom 1. bis 15. Juni nur ein Abgang von 715 zu verzeichnen, so daß jetzt 322 864 (269 480 männliche und 55 384 weibliche) bei den Arbeits­ämtern gemeldet sind. In 6 von 18 Arbeitsamtsbezirken ist die Arbeitsuchendenziffer bereits wieder gestiegen (um 1640). Auch in den meisten Berufsgruppen ist schon wie­der eine leichte Zunahme zu beobachten. Die Zahl der Unterstützten in der Arbeitslosenversicherung ist um 4940 auf 48 002 zurückgeangen, die der Krisenunterstützten um 1135 auf 85 609 gestiegen.

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Hünfeld. (Schwei netnarkt vom 21. 6.) Aufge­trieben waren 215 Ferkel. Bezahlt wurde für das Stück je nach bem Alter 10,16 und 22 RM. Bei gedrücktem Han­del verblieb ein größerer Ueberstand. Der nächste Schweine­markt findet am 5. Juli 1932 statt.

Eiterfeld, 22. Juni. (S tein wur f a u f ein Auto.) Auf der Rückfahrt von einer nationalsozialistischen Ver­

Neue Bücher und Zeitschriften.

Neue steuerliche Buchführungsvorschriften ab 1. April 1932. Bisher kamen für die Buchführungspflicht nur größere Unter­nehmer und Unternehmen in Frage. Ab 1. April 1932 ist der Kreis der VuchfUhrungs- und Aufzeichnuugspflihtigea erheblich erweitert, insbesondere unterliegen jetzt zahlreiche Äkiiif# leute, deren Betrieb nicht über den Umfang eines Kleinge­werbes hinausgeht sowie Handwerker der BuchfllhrunzspM Es ist deshalb für jeden Gewerbetreibenden unbedingt nütz sich über die neuen Vorschriften zu unterrichten. Das Merk­blatt über die ab 1. April 1932 gültigen steuerlichen BuMl.- rungsvorschriften wird kostenlos und portofrei durch die Pest zugesandt vom Verlag für Reichssteuertabellen m.b.H, Berlin NW. 87, Elberfelder 'Straße 30.

Verantwortlich für die Schriftleitung: Christian Seipel

Gestorben:

Katharina Wehner, Petersberg, 82 Jahre alt.

Beerdigung: Samstag vorm. 8.30 Uhr in Petersberg.

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