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Weitere Pressestimmen.

DasDarmstädter TagbI oTt schreibt: Die Wahl hat keine Ueberraschung gebracht. Das Einzige, was nur schwer im voraus mit einiger Sicherheit zu berechnen war, war das Abschneiden derNationalen Einheitsliste". Sie hat mit ihren rund 25 000 Stimmen recht schlecht abge- schnitlen. Wir hatten schon vor dem Zustandekommen die­ser Einheitsliste darauf hingewiesen, daß eine Einigung der bisherigen bürgerlichen Parteien noch nicht die Eini­gung des Bürgertums bedeute. Die Nationale Einheits­liste', wie sie schließlich zustandekam, hat die Skepsis weiter bürgerlicher Kreise nicht zu überwinden vermocht, und das ist zum großen Teil den Nationalsozialisten zugutegekom­men. während andere Zehntausende ganz offenbar zuhause geblieben sind. Die Nationalsozialisten haben ihre Stim­men abermals um ein Beträchtliches zu erhöhen vermocht. Der Zuwachs kommt besonders aus den ländlichen Bezir­ken, wo die Bauernschaft nahezu hundertprozentig ihre Stimmen der nationalsozialistischen Bewegung gegeben hat, während z. B. in der Stadt Darmstadt die National­sozialisten sogar einige hundert Stimmen verloren haben. Schließlich ist unzweifelhaft auch eine Anzahl Kommuni­sten zur Nationalsozialistnischen Partei hinübergewechselt, ein Borgang, der bereits beim 2. Wahlgang ^der Reichs- präsiLentenwahl deutlich zu beobachten war. Im übrigen ist der Einbruch in diemarxistische Front" auch diesmal nicht erfolgt. Und das Ergebnis? Es bleibt letzten Endes alles, wie es war. Was wird geschehen? Die Initiative liegt selbstverständlich bei den Nationalsoziali- sten als der weitaus stärksten Partei. Im Interesse einer wirklichen Klärung der Dinge wäre es nur zu wünschen, daß man diesmal anders vorgeht als vor einem halben Jahr. Auch im nationalsozialistischen Lager wird man sich sagen müssen, daß die Wähler von der neugewühlten, aber­mals verstärkten Landtagsfraktion nunmehr Taten erwar­ten. An die Stelle der Wahlpropaganda muß jetzt die sach­liche Arbeit treten, und auf diese sachliche Arbeit wartet nunmehr die hessische Bevölkerung.

Hessischer Volksfreund" (SPD.) Darmstadt: Der Weg des proletarischen Abwehrkampfes gegen den Faschismus ist durch den Wahlausgang in Hessen klar vor­gezeichnet. Es ist der Weg der außerparlamentarischen Ak­tivierung der proletarischen Massen zum Kampf gegen den Faschismus mit den Methoden der Aufrüttelung der Mas­sen, der Sammlung aller proletarischen Kräfte in der Eiser­nen Front, der Lähmung der Aktionskraft des Gegners durch die stärkere Gegenaktion des proletarischen Freiheits- kampfes. Nicht in der Gestaltung der parlamentarischen Situation, die auch durch diesen Wahlausgang keine wesent­liche Verschiebung, wenn auch eine weitere Erschwerung verantwortungsbewußter und erfolgsicherer Regierungs­arbeit für die Bevölkerung in Hessen erfahren dürfte, liegt die Entscheidung über die Zukunft des deutschen Volkes und der deutschen Arbeiterklasse, sondern in der Kampfkraft und Kampfentschlossenheit der proletarischen Freiheitsaktion, der bei dieser Wahl in Hessen ein verheißungsvoller Sieg erstritten wurde.

Gießener Anzeiger": Die Wähler haben nicht mit Unrecht in der Nationalen Einheitsliste lediglich eine Addition alter Parteien gesehen, die ihrem selbständigen Auftreten keine Zugkraft mehr zutrauten. Auch daß die Liste keine neuen Namen brachte, mag ihr zum Nachteil ausgeschlagen sein, so undankbar dieser Gesichtspunkt auch gegenüber denen erscheinen mag, die sich in langen Jahren um das politische Leben in Hessen verdient gemacht haben. Im ganzen wird man den Versuch, durch eine gemeinsame Liste den bürgerlichen Parteien neue Triebkraft zuzufüh­ren, als völlig mißlungen betrachten müssen. Und es muß heute schon nach den in Hessen wenn auch in kleinem Rah­men gemachten Erfahrungen eindringlich gewarnt werden, sich von ähnlichen Experimenten für die Reichstagswahlen Besseres zu versprechen. Alle voreiligen Versuche in dieser Richtung ohne den aus dem Volke gewachsenen ideellen Unterbau und ohne bedeutende Persönlichkeiten als Führer zu neuen Ufern müßten scheitern. Die Zeit muß reif sein für den Gedanken einer bürgerlichen Sammlung, für eine große Partei, die die bürgerlichen Tugenden wieder als ein politisches Glaubensbekenntnis herauszustellen wagt. Daß wir indessen an diesem Punkt noch lange nicht sind, dürste das Schicksal derNationalen Einheitsliste" in Hessen zur Evidenz bewiesen haben.

Letzte Nachrichten.

Funkberichte desAnzeiger s".

Solange Europa rüstet . . .

Washington. Hoover erklärte in einem Telefongespräch mit Gibson in Genf, daß Europa auf keine Sympathie hoffen könne, solange es gewaltige Summen für Kriegs­rüstungen ausgebe.

Hitler beim Neichsinnenminister.

Berlin, 21. Juni. Wie wir erfahren, hat Hitler gestern dem Reichsinnenminister einen Besuch abgestattet. Die Deutsche Zeitung behauptet, daß Hitler besonders die Vor­gänge in München und Köln zur Sprache gebracht und Borstellungen erhoben habe über die Nichtdurchführung der politischen Notverordnung in den einzelnen Ländern.

Die polnischen Herausforderungen.

Danzig. Der südliche Teil der blauen Zone auf der Westerplatte ist gestern nachmittag von den die Muni­tionsverladung auf den DampferCieszyn" überwachen­den polnischen Soldaten geräumt worden.

Wieder ein Nationalsozialist getötet.

Köln, 21. Juni. Bei Zusammenstößen zwischen Natio­nalsozialisten und Kommunisten einerseits sowie Polizei und Kommunisten andererseits wurden hier, in Düsseldorf, Remscheid und Gelsenkirchen ein Nationalsozialist g e - tötet und zwei Nationalsozialisten, ein Kommunist, eine Zivilperson und ein Polizeibeamler schwer verletzt.

Amtswalter-Tagung der NSDAP, in Weimar.

Weimar, 21. Juni. An einer von etwa 2000 Teilneh­mern besuchten Amtswalter-Tagung der NSDAP, nahmen auch Dr. Goebbels und Hauptmann Göhring teil. Hitler führte in einer kurzen Ansprache u. a. aus, er erwarte nicht, daß die kommenden Reichstagswahlen der letzte Kampf sein würden. Er werde in eine Koalition hineingehen unter der Voraussetzung, daß sie nicht die Politik des über­wundenen Deutschland, sondern die des kommenden Deutschland betreiben werde.

Sühne für die Mörfeldener Kommunisten-Krawalle.

Darmstadt, 21. Juni. Wegen des Aufruhrs in Mör­felden wurden vom B^irks-Schöffengericht der Rädels- sührer,^der kommunistische Abgeordnete Hammann, zu einem Jahr drei Monaten und ein Mitangeklagter aus Mörfelden zu zehn Monaten Gefängnis verurteilt. Die übrigen neun Angeklagten, darunter die Frau des Bürgermeisters, erhielten je sechs Monate Gefängnis.

Lausanner Krisenluft

DerLadenhüter".

Längst hat Frankreich erkannt, daß wirtschaftlich die Reparationen für sein Land ein s ch l c ch tes Geschäft sind. Letzten Endes wäre cs froh, sie loszuwerden, denn Zahlungen von Land zu Land können, das hat sich schon längst herausgestellt, an der Schlußrechnung nur, durch Waren erfolgen, und diese Importe aus Deutschland kann Frankreich nicht nur nicht brauchen, sondern sic drücken mit ihrer Konkurrenz auf seinen Binnenmarkt, der sich immer mehr dem Zustand der Krifenmarkte der übrigen europäischen Staaten angleicht. Frankreich macht Ks aber mit seiner Reparationsforderung wie der kleine Krämer, der seinen L a d e n h ü t e r, den er gern los­werden möchte, nicht alsL a d e n h ü t e r" ausgezeichnet ins Schaufenster stellt, sondern sie als besonders wertvoll bezeichnet, um für sie noch einen möglichst hohen Preis herauszuschlagen, während er am liebsten um jeden Preis mit ihnen räumen möchte, weil sie ihm Platz fortnehmen, den er für neue gute Ware dringend benötigt. So stellt Frankreich auch einen eventuellen Reparationsverzicht als aroßes Opfer seinerseits hin, um für ihn noch gewisse Vorteile auszuhandeln. Auf wirtschaftlichem Gebiet scheinen solche französischen Erwartungen sich ein­mal zu richten auf die Zahlung einer gewissen End- s u m nt e, durch Verpfändung der Reichsbahn und Aus­gabe von Reichsbahnbonds. Abgesehen von dem Wider­stand, den ein solcher Plan bei Deutschland finden müßte, scheint er doch der Schwierigkeiten bei der Festsetzung einer in Rcichsbahnbonds zahlbaren deutschen Endsumme sowie der Zinsen- und Amortisationsregelung auch von französischer Seite als so groß erkannt zu sein, daß man dieses Projekt schon wieder hat fallen lassen. Ein weite­rer Plan, der für die deutsche Volkswirtschaft genau so verhängnisvoll werden könnte wie die Reichsbahnver- Pfändung, besteht in den Andeutungen, die jetzt als Ver­suchsballon in der französischen Presse steigen, daß Frankreich eventuell bereit wäre, eine Anleihe an die Deutsche Reichsbank gegen gewisse politische Sicherheiten zu gewähren. Man erwartet französischcr- scits, daß Deutschland angesichts solcherVorteile" nicht nur jede Form eines von den Mächten in Lausanne ab- gefaßten p o l i t i s ch e n W a f f e n st i l l st a n d e s unter­zeichnen, sondern auch jede Behinderung für die Entwick­lung des internationalen Handels beseitigen würde. Ferner müsse Deutschland in diesem Falle seine Einwände gegen die von Frankreich vorgeschlagene Donaukon­föderation fallen lassen. Zu deutlich erkennt man hier die Absicht, und man wird verstimmt. Wieder holt Frankreich seine bekanntengoldenen Kugeln" hervor, um damit unseren wirtschaftlichen Grenzschutz, die einzige Rettung, die uns zum Aufbau einer nationalen Wirtschaft übrigbleibt, zusammenzuschießen, um dann seine goldenen Fesseln um unseren Hals zu werfen und uns abzuwürgen. Von Ausländsanleihen haben wir nun gerade, wie man so schön su faacn vkleat. -bic Nake voll"! Die

Aus Hessen-Nassau und Nachbargebieten

Merkblatt für den 23. Juni.

1767: Der Staatsmann Wilhelm v. Humboldt in Pots­dam geb. 1861: Admiral Spee in Kopenhagen geb. 1928: Der Derlagsbuchhandler Hermann Stilke in Berlin gestorben.

Das sind die Edelsten auf Erden, Die nie durch Schaden klüger werden. P a u l H e y s e.

Wetterbericht.

Ueber den größten Teil Europas hat sich eine sehr gleichförmige und flache Luftdruckverteilung eingestellt. Dementsprechend kam es zur Ausbildung einer großen An­zahl Teiltiefs, die auch in Deutschland strichweise zum Auf­treten von teilweise recht ergiebigen Regenfällen geführt haben. Da die gleichförmige Druckverteilung bestehen bleibt und auch besonders über den Kontinent größere Temperaturunterschiede auftreten werden, bleibt die un­beständige Witternung erhalten. Vorhersage bis Diens­tag abend: Zeitweilig ausheiternd, doch überwiegend be­wölkt und strichweise auch Regenfülle, teilweise gewittriger Natur, bei schwachen Winden tagsüber ziemlich schwül. Witterungsaussichten für Mittwoch: Bei Winden wechseln­der Richtung meist bewölkt und Auftreten gewittriger Nie­derschläge, ziemlich warm und schwül.

* Fulda, den 21. Juni 1932.

Unter den Linden.

Es ist die Zeit der starken, der berauschenden Düfte. Rosen blühen und Akazien und Jasmin, und auch die Linden stehen in Blüte. Viele behaupten, sie hätten in diesem Jahre noch keine Lindegerochen", aber es gibt mehr als einen glaubwürdigen Zeugen, der dafür ein­steht, daß die Lindenblüte tatsächlich da ist. Und das ist etwas, das uns immer besondere Freude macht, denn die blühende Linde gehört von jeher zu unseren Lieblingen in der Natur: wie wir den ersten blühenden Flieder aus­drücklich verzeichnen, so verkünden wir auch das Erblühen der Linde als etwas Außerordentliches.

Die Linde ist beinahe mit größerem Rechte als die Eiche derdeutsche Baum". In alten Zeiten schon spielte sie in deutschen Gauen und Anen eine bedeutsame Rolle, in Sage und Geschichte, im Liede und in der Volkskunde. Auf dem Anger unter der Linde hielten die weisen Ältesten" der Siedlungen Rat unb Gericht, unter der Linde und um die Linde herum tanzte und sang und spielte die Jugend. Und auf den Friedhöfen lagen die Gräber im Schatten breitästiger Linden. Vor beit Gast­häusern am Wege standen und stehen alte Lindenbäume, und nicht nur in Godesberg am Rheine gibt es eine Lindenwirtin, wenn es auch nicht überall eine junge ist. Tie Linde im Wirtshausschild das war etwas Alltäg­liches. Und wer wüßte nichts von dem Lindenblatte, das die Hauptschuld trug an dem tragischen Tode des Nibe- lungenhelden Sigufrid oder Siegfried, weil cs sich un­bemerkt an eine Stelle seines Körpers gesetzt hatte, als er sich durch das Trachenblut unverwundbar machen wollte, lind weil diese Uörperffelle infolgedessen mit dem Drachen­blute nicht in Berührung kam, so daß sie verwundbar blieb! Unb Wer dächte Nicht, wenn von der Linde die Rede ist, an Wilhelm Müllers Lied vom Lindenbaum Am Brunnen vor dem Tore", an jenes Lied, das Franz Schubert so wunderbar ergreifend vertont hat! An all das und an noch viel mehr erinnert uns die deutsche Linde, und in Berlin haben sie sogar eine große Pracht-

Donaukonsöderation ist für Deutschland über­dies auch außerdem untragbar und würde für den ganzen mitteleuropäischen Wirtschaftsraum keine Rettung, sondern im Gegenteil einen beschleunigten Zusammenbruch be­deuten. Genau so unannehmbar ist für Deutschland das andere von Frankreich angebotene Kompensationsobjekt derpolitischen Sicherheit". Diese Forderung bedeutet eine Zusammeukoppelung der Reparationsfrage mit der A b r ü st n u g s f r a g e und eine Vernebelung oder Verschiebung des deutschen Anspruchs auf Gleich- berechtigung auf dem Gebiet der Rüstungen, die jetzt endlich in Genf durchgesetzt werden muß.

Die Forderungen, mit denen Deutschland nach Lau­sanne und Genf gekommen ist, sind klar und eindeutig mehrfach von der Reichsregierung festgelegt worden: Reparationsstreichung und Gleichberech­tigung. Sie sind keine Handelsobjekte, um die sich schachern läßt, sondern die unerschütterlichen Ginludlagen nationaler Selbstbehauptung, auf dcâ die Reichsregierung beharren muß und wird. ~

Erliste Schwierigkeiten in Lausanne.

Verschiebung der V o l l k o n f e r e n z.

Die Sitzung der sechs einladenden Mächte in O u ch y dauerte kaum zehn Minuten. An der Besprechung nahmen bic Chefs der sechs einladenden Mächte teil. Über die Sitzung wurde ein kurzer amtlicher Bericht aus- gegeben, in dem mitgeteilt wird, daß der Präsident der Reparationskonferenz Macdonald seine Kollegen über die jetzt begonnenen Besprechungen unterrichtet hat. Diese Be­sprechungen mürben jetzt zwischen den einzelnen Abord­nungen fortgesetzt werden. Um diesen Besprechungen die Möglichkeit der Entwicklung zu geben, sei beschlossen worden, die auf Dienstag vormittag einbcrufenc Voll­sitzung der Rcparationskoiifcrenz aus unbestimmte Zeit zu verschieben.

Neue französische Vorschläge?

Ein umfangreicher französischer Plan.

Eine 3%ftünbige Unterredung zwischen Herriot und Macdonald in Lausanne, an der der englische und der französische Finanzminister teilnahmcn, hat in Konferenzkreisen Aufsehen erregt. Nach französischer Mit­teilung soll Herriot einen u m f a n g r e i ch e n P l a n vor- gelegt haben, der die Zustimmung der französischen Re- gierung gefunden hat und der die gesamten politischen und wirtschaftlichen' Fragen behandelt. Die Unterredung zwischen Herriot und Macdonald wird allgemein als Ausgangspunkt für entscheidende Reparations- und Abrüstungsbesprechimgen angesehen. Der englische Mini­sterpräsident wird den Reichskanzler sofort über feint Unterredung mit Herriot unterrichten.

straße, auf der sich schon mehr als einmal ein bedeutsames Stück Weltgeschichte abgespielt hat, nach ihr benannt.

Dicht neben der Poesie der Linde steht aber dieLiudcn- prosa, und diese Prosa heißt Lindenblütentee.

Tiliae" heißt dieser Tee in der Sprache der Apotheker, und seine irdische Bestimmung ist dasSchweißtrciben". Es gibt bestimmt Dinge, die besser schmecken, aber gering­schätzen sollte man diesen Tee trotzdem nicht, schon darum nicht, weil er von der Linde kommt. Die Linde ist, neben­bei bemerkt, ein Baum, der uralt werden kann, tausend Jahre und darüber. Meist kommt sie bei uns nur einzeln oder in kleineren Gruppen vor, während ganze Linden- Wälder selten sind. Auf die große Verbreitung der Linde lassen nicht nur zahlreiche Ortsnamen schließen, sondern auch Familiennamen, einfache schlechthin Linde und zusammengesetzte, etwa Lindemann oder so. Und dann wäre noch zu sagen, daß das Holz der Linde zu den ver­schiedensten Schnitzarbeiten zu verwenden ist und der Bast ihrer Rinde zu allerlei Flechtwerken. Mehr kann man voll einem Baume nicht verlangen. Aber wenn auch nur die köstliche Blüte da wäre, so wäre das schon mehr als, genug, um uns die Linde lieben zu lehreu! j

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Gedenket der Tiere auch bei der Hitze des Sommers'.

Bei der heißen Jahreszeit sei wiederum bet armen, wehrlosen X i e r e erinnert, sie mit dem nötigen W a.f ser, so gut es nur geht, zu versor­gen und wo es möglich ist, vorderHitze zu schützen. Arbeiten, welche in den frühen Morgenstunden gemacht werden können, soll man n i ch t a u f d i e h e i 8 e n Stunden verlegen.

Ich erinnere mich noch der Jugendjahre, wo wir in der heißen Jahreszeit früh morgens zwischen 1 u n o Uhr aufbrachen, um in weiter Entfernung Holz zu holen, damit wir, bis d i e H i tz e unb das U n g e zi es e h e r e i n b r a ch e n , wieder mit dem Fuhrwerk zu vauü waren. Gerade diese heißen Stunden soll man ihnen Rasten geben, denn nach getaner Arbeit i si g u ruhen!

B e i g u t e in W i l l en könnten die T i e r e v i el g c - s ch ü tz t und geschont werden, welche I $ arbeiten unb den Menschen ihre gutc D i e n st e e r w e i s e n.

A u ch s i e d u r st e n ebenso m i e mir und wer i« dazu vom Ungeziefer geplagt. Besonders wehrlosen Pferde, denen der Schweif ihre e11a i Waffe gegen das Ungeziefer und oft so verstümmelt ,- Gegen diese Verstümmelung von Pferden gehört gelaufen, daß endlich diese Eingriffe g c g e n o Natur durch den rücksichtslosen Menschen lc werden. ,

Auch der Pferde - und Viehtra n sporte m bad)t; wodieAer m.st enmehrereT a g ein ^ & bahnwagen schmachten ohnè 3utte ]t W a ff e r, damit sie auch den notig e n a u e und mit dem nötigen Wasser versorgt

Ebenso der Hunde, unserer treuesten Beg ci c ^ gedacht, besonders der K e t t e n h u n Mssser nicht in die Sonnenhitze stellen, sie stets mit p f 1 ~ r c, s versorgen und ihnen auch t ä g l i ch d i e n c hei t schenken. . n unb des

Die wehrlosen Tiere sind eb-mo Lebum» ^schen. Schutzes bedürftig und sind ost bantbarer ^ j^er

Gemeinsam müssen wir die Tierschutz-.,'ersprießliches schweren Aufgabe unterstützen, nur bau I H. E, zu erhoffen. i