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Ar. 142 Montag, 20 Juni 1932

Die lange Bank.

Bis vor wenigen Tagen waren, durch die immer wiederholten Erfahrungen vergangener Jahre ohne wei- wres berechtigt, die Erwartungen für die Repara­tiv n s k o n f e r e n z in Lausanne gleich Null. Im Augenblick der Eröffnung der Konferenz scheint die Lage plötzlich etwas ermutigender auszusehen, aber kann jemand glauben, daß die Betonung nicht mit Recht doch auf dem Wörtchen „scheint" liegt? Der Konferenzbeginn hat eilten Entschluß zutage gefördert, der vorsieht, daß Deutsch- Md zunächst ein weiteres Moratorium der Doung- Plan-Zahlungen für die Dauer der Konferenz erhält, und daß in der Zwischenzeit die endgültige Liquidierung der Reparationen und Schulden vorbereitet werden soll.

Diese Bestimmungen kommen einem merkwürdig be­kannt vor, und bei näherem Zusehen stellt sich denn auch heraus, daß bereits vor Wochen von dem Bestehen eines solchen englisch-französischen Planes geredet wurde. Da­mals wurde allerdings fleißig dementiert, als es in der ausländischen Presse hieß, man sei entschlossen, die Kon­ferenz von Lausanne ohne Ergebnis zu vertagen und die Beratung des Reparationsproblems auf die lange Bank zn schieben. Ein auch nur oberflächlicher Vergleich zwischen dem, was damals behauptet wurde, und dem jetzt vorgebrachten Plan zeigt mit aller Deutlichkeit, daß cs sich durchaus um dasselbe handelt, mag man es vor Wochen auch unfreundlicher, dafür aber sachlich zutreffen­der ausgedrückt haben. So wird denn auch die Konfe­renz von Lausanne ein müßiges und nutzloses diploma­tisches Spiel bleiben. Wozu eine Konferenz, die nur be­schließt, daß man einen Weg aus der verworrenen Lage suchen müsse? Wozu diese Konferenz, zu der außerordent­lich wichtige Hanptbetciligte wie Österreich, Ungarn und Bulgarien nicht einmal eingeladen sind? Hat man Bedenken, die Vertreter dieser Länder könnten allzu erschreckende Worte über das Schicksal ihrer Staaten, die bereits einen Schritt weiter aus der Leidens­bahn sind als das übrige Europa, aussprechen? Es ist müßig, auf alle diese Fragen eine Ant- wort zu erwarten. Die Geschehnisse selbst geben sie. Man braucht sich nur einmal kurz zusammenfassend zu vergegenwärtigen, welche für Deutschland unannehm­baren Forderungen Frankreich durch den Mund Herriots gestellt hat. Der „Pazifist" Herriot hat sich in seiner Rede schlimmer als Tardieu gezeigt. Er hielt eine echte Poincarö-Rede! Frankreich ist zwar auch nach dieser Erklärung zur „E n d l ö s u n g" bereit, es stellt dafür aber folgende Bedingungen:

Eine politische Erklärung der in Lausanne versammelten Mächte, die der „S i ch e r h e i t" dienen, also eine Bestätigung von Versailles sein soll, und eine Abschlußzahlung Deutschlands an Frankreich, ent­weder durch Sicherung einer Hypothek auf die Reichsbahn in Höhe von sechs Milliarden oder, falls Deutschland das «uä sachttehen- Gèicsen-sâim ü eänkr-Sicheriing in. ande­rer Form.

Diese französischen Forderungen kann und wird die deutsche Delegation nicht a n n e h m e n!

Wie die Entwicklung weitergeht, zeichnet sich schon ganz klar ab. Einige europäische Staaten haben ihre Aus- landszahlungeu, oder richtiger gesagt, die Umwandlung dieser Zahlungen in die Währung des Gläubigers, ein­gestellt. Nicht aus Mutwillen, sondern aus ganz selbst­verständlicher technischer Unmöglichkeit. Die meisten anderen Staaten, darunter Deutschland, schränken die Umwandlungsmöglichkeit durch Zwangs­bewirtschaftung der Devisen weitgehend ein, naturgemäß aus den gleichen Gründen. Die wenigen übrigbleibenden Staaten drohen, obwohl es für sie im Augenblick noch keine Lebensfrage ist, mit Vergeltungsmaßnahmen. Uns selbst gegenüber betätigen sich in dieser Richtung augenblicklich Holland, Belgien und Italien. Sie tun damit ebensowenig etwas Vcrdammcnswertes wie Deutschland mit feiner selbstverständlichen Weigerung, ihre Wünsche zu erfüllen, man kann ihnen im Gegenteil nur bestätigen, daß sie für ihre eigenen Interessen frühzeitig und geschickt zu sorgen wissen. Aber wohin das alles führt, wenn cs nicht in allernächster Zeit zu ganz grund­legenden Eingriffen kommt, ist völlig klar: die Abschließung der Länder voneinander muß praktisch den internationalen Güteraustausch völlig lahmlegen, die Länder kommen, ob sie wollen oder nicht, zur A u t a r - k i e, d. h. es kann in jeden, einzelnen Lande nur noch das verzehrt oder verbraucht werden, was in diesem Lande selbst erzeugt wird. Daß eine solche plötzliche Um­stellung im ganzen nicht ohne schwere Erschütterung ab- gehen kann, ist klar, mag man die allmähliche Er­reichung der wirtschaftlichen Autarkie für ein Land auch erstrebenswert halten.

Die Grundfätze solcher Überlegungen sind wahrhaftig U'.cht neu, der Gang der Ereignisse bestätigt sie tagtäglich, iver also kann sich eigentlich erklären, w o rauf n o ch g e - w a rtet w i r d? Sollte Frankreich ernsthaft glauben, die Ernte w einfahren zu sönnen, wie es sich das vorgeftellt

nhcint trotz allem so, und unter diesen Umständen ist nicht abzusehen, wie das Ganze einmal ohne Gewalt- samkcUcn enden soll.

Abschluß des Memewersahreus im 6w.

Vor dem Ständigen Internationalen Gerichtshof im 3 wurde das offentüche Verfahren im Memelstreit be- e de, Der litauische Vertreter SidzikauSkas ließ sich noch e.nmal eingehend über die nach Ansicht der litauischen Regierung bei der Auslegung des Mcmclstaims zu bcfol- llenden Methoden aus und wiederholte mit der bekannten Begründung die litauische Behauptung, Präsiden, Böttcher habe entlassen werden müssen.

v Nachdem der Vorsitzende noch mitgeteilt hatte, daß her Spruch des Gerichts Mitte nächster Woche besamte Gegeben würde, wurde die Verhandlung geschlossen.

Beckers aus Litauen nach Deutschland entflohen.

Der Reichsdeutsche B c ck c r s, der bekanntlich von den ^uauern unter dem Verdacht der Spionage verhaftet mar 0 dann freigclasseu wurde, sich aber bis zur Entscheid mg über den Prozeß im litauischen Staatsgebiet auf- « tat mußte, befand sich in dem Ostsee b â d R i d d e ii, , „ °« der reichsdeutschen Grenze zur Kur und stand dort uab/ Polizeiaufsicht. Es ist Beckers gelungen, über die ko n ^chsdeutsche Grenze zu entfliehen. Er ist in P i i h ■ v e n (Kurischc Nehrung) unbeschadet eingetroffen.

Eefechtspause in Lausanne.

Pessimismus in Lausanne.

Infolge der französischen Haltung.

An den sitzungsfreien Tagen bis zur nächsten Voll­sitzung der Konferenz am Dienstag finden in L a u s a n n e zahlreiche private Fühlungnahmen zwischen den Abord­nungen statt.

Zwischen der deutschen und der italienischen Auffassung besteht weitgehende Übereinstimmung dahin, das; aussichtsreiche Verhandlungen mit der amerika­nischen Regierung über die endgültige Regelung der gesamten interalliierten Schuldensragc nur dann möglich sein werden, wenn die europäischen Mächte unverzüglich alle politischen Schulden völlig st r e i ch e n, da ohne diese Voraussetzung Amerika zweifellos von seinen europäischen Schuldnern entsprechend. der Zah­lungsfähigkeit der einzelnen Länder eine Weiterzahlung der politischen Kriegsschuldenzahlungen fordern wird.

Die Aussichten der von der englischen Regierung ge­wünschten Londoner W e l t w i rt s ch a f l s k o n f e - renz werden gegenwärtig wenig günstig beurteilt, da man bestrebt ist, möglichst noch auf der Lausanner Kon­ferenz die gesamten Wirtschafts - und handels­politischen Fragen in Angriss zu nehmen. Nach Auffassung der deutschen Negierung muß das Ziel dieser Verhandlungen sein: 1. Internationale Maßnahmen, um die Währungen der einzelnen Länder wieder in ein stabiles Verhältnis zum Golde zu bringen; 2. Anpassung der Verzinsung und Abtragung der privaten Schulden im Auslande an den veränderten Goldwert und Warenpreis; 3. Aufhebung der Beschränkungen im Te- visenverkehr; 4. Beseitigung der Hemmnisse für den Güteraustausch.

Jedoch stehen diese Fragen vorläufig noch stark im Hintergründe, da in den Hauptfragen der Konferenz, der T r i b u t - u n d A b r ü st u n g s f r a g e, bisher noch auf keiner Seite ein ernster Versuch für eine Endlösung ge­macht worden ist. Die Aussichten der Lausanner Konferenz werden in Laufanne recht p c s s i m i st i s ch beurteilt, da die französische Regierung einer Streichung der^Tri- bute ohne neue deutsche Gegenleistungen in Form von Abschlutzzahlungen und neuen Sicherheitsgaranticn nicht zustimmen will. Man rechnet daher mit einer län­geren Dauer der Konferenzarbeiten über den 1. Juli hinaus.

Frankreich hofft sich durchzulshen.

Im französischen Ministerrat berichteten .H e r r i o t und Paul-Boncour über den Stand der internationalen Verhandlungen in Gens und Lausanne. Der Ministerrat billigte einstimmig die Haltung der französischen Abordnung. Der Innenminister erklärte Pressevertretern, daß die französische Regierung der Zukunft mit großen, Vertrauen entgegensehe, da man in Lausanne den Eindruck eines guten Einvernehmens und einer Entspannung gewonnen habe.

Von Papen vor der internationalen Presse.

Reichskanzler von Papen hat vor Vertretern der internationalen Presse eine Erklärung abgegeben, in der er u. a. die Erklärung Macdonalds in seiner Eröffnungs­rede unterstrich, daß alle Mächte der feste Wille beseele, auf dieser Konferenz

zu einem Erfolg zu gelangen.

Die deutsche Regierung teile die Auffassung Macdonalds, daß die Reparationssragc nur eine Teilfrage der Weltkrise darstelle, und daß heute nremano mehr allein das Elend und die Rot der Gegenwart überwinden könne. Es sei heute nicht mehr möglich, die Völker noch länger durch ewige Verhandlungsbeschlüsse und schleppende Verhandlungen hinzuhalten.

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Hoover-Moratorium hatte nicht die gewünschte Wirkung.

Im Jahresbericht des Federalreserveamts wird n. a. zum Ausdruck gebracht, daß das H o o v c r - M o r a t o - r i u m nicht die gewünschte Wirkung hatte, die europäische Finanzkrise abzuwenden.

Sechs Zahre Kerker für Maiuschka.

Urteil im Eisenbahnattentäter-Prozeß.

Tie ärztlichen Sachverständigen erklärten in ihren Gutachten übereinstimmend, daß Matuschka ein vollkom­men gesunder Simulant sei; bei den angeblichen Geistes- erscheinungen handele es sich nicht um Halluzinationen. Der Staatsanwalt führte in seinem Plädoyer aus, die Triebfeder bet den Taten Matuschkas seien großes mate­rielles Interesse und unleugbare Sensationsgier gewesen.

Der Verteidiger Dr. Grauaug führte aus, daß man Matuschkas Tat nur mit Geisteskrankheit erklären könne. Der Gerichtshof zog sich darauf zur Urteilsverkündung zurück.

U t 4a$ fUr3Cr Bcrâ"t! verkündete der Gerichtshof das

Matuschka c r h â l t s e ch s Jahre ferneren

Kerker, verschärft durch einen Fasttag und hartes Lager an jedem 31. Dezember und 30. Januar. Nach abgcbüßtcr Strafe wird er des Landes verwiesen.

Außerdem hat er die Prozeßkosten zu ersetzen und Schadensersatz in Höhe von 4199 Schilling 72 Groschen an die Österreichische Bundesbahn zn leisten. Die Unter­suchungshaft wird vom 7. Oktober 1931 an eingerechnet.

Die Urteilsbegründung.

Zur Begründung erklärt der Vorsitzende u. a.: Ma- tuschka habe seine Handlungen zweifellos vorsätzlich verübt. Er selbst habe zugegeben, daß cs ihm auf zwei bis drei Tote nicht angekommen sei. Das Ungeheuerliche seiner Tat verleite zur Annahme einer Unzurechnungs­fähigkeit, doch widerspreche dem das klare und eindeutige Gutachten der Sachverständigen. Das Motiv seiner Taten fei zweifellos ein materielles. Er habe durch seine Au- fchlägc die Eisenbahnen veranlassen wollen, seine Erfin­dung zur Verhütung von Eisenbahnunfällen zu kaufen.

Die Verteidigung meldete Nichtigkeitsbeschwerde au und verzichtete auf Berufung.

Kurze politische Nachrichten.

In der Nähe deS Ortes Heist bei üdersen wurde in einem abseits vom Verkehr liegenden Gewässer ein großes W a f f c u l a g e r entdeck t. Es wurden 65 Gewehre, Modell 98, sowie 1600 Schutz Munition der ausgefischt. Die Waffen waren sämtlich eingefettet: sie sind noch völlig gebrauchsfertig. Man vermutet, daß sie dort von linksradikalen Personen versenkt worden sind.

Reichskanzler von Papen spricht aus Lausanne.

Reichskanzler von Papen hielt von Lausanne aus eine Rundfunkrede, die über alle deutschen Sender verbreitet wurde. Er führte u. a. aus:

Meine deutschen Landsleute! In dieser für Mit­teilungen der Reichsregierung vorbehaltenen Rundfunk­stunde sage ich Ihnen heute eigentlich nur den Gruß des Reichskanzlers und deutschen Telegationsführers in Lausanne, den Gruß an die deutsche Heimat. Sie alle werden es verstehen, daß ich aus dieser Konferenz, deren Ergebnis ein Stück deutschen Schicksals einschlietzen wird, jetzt noch nicht besondere Einzelheiten mitteilen möchte. Die Zeit für eine Erläuterung dessen, was hier in Lausanne vorgehl, wird noch kommen.

Lassen Sie mich aber hier von Lausanne aus an­knüpfen an das von mir gebildete und geleitete neue Reichskabinett. Ich habe es hier für meine Pflicht ge­halten, in persönlichen Besprechungen mit den Minister­präsidenten Frankreichs und Englands und mit dem italienischen Außenminister sowie in der Vollsitzung der Lausanner Konferenz nicht nur ein ganz klares und plastisches Bild der Lage Deutschlands zu zeigen, sondern auch die Entstehung' des neuen Reichskabinetts zu er­klären und die Grundgedanken verständlich zu machen, die mich zur Übernahme meines schwierigen Amtes bewogen haben. Gerade hier in Lausanne muß ich das deshalb ganz deutlich sagen, weil die maßgebendsten Männer des Auslandes sowohl die Lage unseres Volkes wie auch die Absichten der neuen Regierung kennen und verstehen müssen, wenn diese Konferenz erfolgreich werden soll. Gemäß meiner Programmerklärung will das neue Reichs­kabinett alle aufbauwilligcn Kräfte unseres Volkes sammeln.

Unmöglich wäre es in dieser Zeit Deutschland zu führen und dabei Bewegungen gegenüber fremd zu bleiben, die instinktmäßig und willensmäßig den Lebens­willen Deutschlands verkörpern. Wir wissen, daß Deutsch­land nicht für sich allein, auch bei höchster Anspannung des nationalen Selbstbehauptungswillens die heutigen Schwierigkeiten überwinden kann. Wir wissen, daß die Welt um so eher bereit sein wird, Deutschlands Not zu verstehen, als die Welt erkennt, wie sehr die deutsche Not die brennendste Wunde des gesamten Weltkörpers ist. Deutschland und die Welt brauchen gleichermaßen den ent­scheidenden Umschwung in der unheilvollen Nachkriegs­epoche, den herbeizuführcn die Aufgabe dieser Konfe­renz ist.

Längst schon haben hervorragende Sachverständige des Auslandes festgestellt, daß die Gläubigerländer unter der jetzigen Vertrauenskrise und der allgemeinen Un­sicherheit ebenso leiden wie die Schuldnerländer. Wenn ich als Leiter der deutschen Reichsregierung hier in Lau­sanne Verständnis für die deutsche Not fordere, so tue ich dies als der vor das Ausland gestellte Vertreter des ganzen deutschen Volkes. Soll die notwendige Einsicht in die Lage unseres Volkes sich durchsetzen, dann muß der Vertreter Deutschlands in Lausanne den geschlossenen Willen der Heimat hinter sich haben, muß das Ausland erkennen, daß die jetzige Regierung mit Fug und Recht die Vertretung dieses geschlossenen deutschen Willens für sich in Anspruch nimmt. Wir rufen der Heimat zu, daß nur ein geschlossener und einheitlicher nationaler Wille helfen kann. Der geschlossene Wille, dem widerspricht es nicht, wenn innenpolitische Meinungsverschiedenheiten be­stehen. Sie dürfen nur nicht das wesentliche unserer deut­schen Gemeinschaft verdunkeln. Weiß sie doch, daß es heute um Entscheidungen geht, die nichts Geringeres bedeuten als die Zukunft unserer Kultur, Rasse und Nation, als die Zukunft der abendländischen Welt. In der Gemeinsam­keit dessen, was uns heute nottut, grüße ich Sie alle in der Heimat von Herzen.

Bei der Besprechung der grundsätzlich bereits von der Türkische n Nationalversammlung bewilligten Aussperrung der Ausländer aus fast a l l e n B e rufe n wurde auf Antrag eines Abgeordne- ten die Frist, innerhalb der die Ausländer ihre bisherige Tätigkeit abzubauen haben, statt auf ein halbes aus ein volles Jahr festgesetzt

Tie polnische Regierung bat beschlossen, die pol - u 11 ch e^ Eisenbahndirektion aus Danzig nach ~ b o r u zu verlegen. Die Vorarbeiten sind bereits ausgenommen worden. Es handelt sich um die Übersied­lung des Beanltenstabes von fast 600 Personen.

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Ter amerikanische Senat hat die Vorlage, die eine sofortige Auszahlung der Kriegsr c n t e it Vorsicht, a b g e l e h n t. Tic Ablehnung, die eine Aus­schüttung von 2 '4 Milliarden Dollar an die Veteranen bc- deutet hätte, erfolgte mit 62 gegen 18 Stimmen. Vor dem Kongreßgebäude warteten etwa io 000 Veteranen, die das Ergebnis mit Hohnrufen begrüßten. Es ist fraglich, ob die Veteranen ihre Drohung wahrmachen und 'b i s zum Jahre 19 15, in dem zwei Bonsscheine fällig werden, m Washington bleiben.

Krieg zwischen Tibet und China?

Blutige Kämpfe in der Provinz Sintschan.

, Amtlich wird von der chinesischen Regierung in N a n - k tu g mitgeteilt, daß tibetanische Truppen ganz plötzlich die chinesische Grenze überschritten und die chinesi­schen Truppen in der Provinz Sintschan angegriffen haben. Es ist zu blutigen Kämpfen gekommen, wobei die Chinesen Verluste erlitten haben ' und zurückweichen mußten.

Der Dalai Lama soll die Mobilisierung der tibetani­schen Truppen angeorduct haben.

Ans Moskau wird hierzu gemeldet, daß tibetanische T ruppen den östlichen Teil der chinesischen Provinz Sim­schan besetzt haben. Zwischen Tibet und England soll ein Gehcimabkom m e n abgeschlossen morben sein, wo­nach England 40 Geschütze, 2000 Maschinengewebre und zwei Millionen Schuß Munition liefert. Dafür sollen die britischen R e ein e i n T ibet in wirtschaftlicher Be­ziehung weiter verstärkt werden.