Oie veriagie Abrüstung.
Deutschland vor grundsätzlichen Entscheidungen.
^ic Arbeiten der Abrüstungskonferenz Md endqülüg bis zum 11. April eingestellt worden. Dre meisten Abordnungen sind bereits abgereift. £te Krn- ferenz wird am 11. April ihre Arbeiten m vollem Umfange aufnehmen. In der Hauptaussprache werden I ' gleich der Artikel 1 des Abkommensentwurfes und damit zusammenhängenden Fragen der vollständigen Abrüstung und der Gleichberechtigung aller Mächte behandelt werden. Die deutsche Regierung wird danach vom 11. April an vor Entscheidungen von grundsätzlicher Tragweite gestellt sein, die für die weitere ..ilt-- arbeit Deutschlands an der Abrüstungskonferenz entscheidend sein können.
Für Arbeitsbeschaffung
und freie Vereinbarung.
Anter dem Vorsitz Dr. Krupp von Bohlen und Hal- Sachs beschäftigte sich das Präsidium des Rcichsverbandcs der Deutschen Industrie mit den wirtschaftspolitischen Er- sordcrniffen, die sich aus der gegenwärtigen Lage ergeben.
Tas Präsidium stellte sich auf den Boden der Vorschläge des Beirates. Es müsse von der Regierung gefordert werden, daß sie alles daran setze, die Hemmungen zu beseitigen, die einer freien Entwicklung der Privatinitiative im Wege stehen, und daß sie damit endlich die notwendige Rechtssicherheit und das Vertrauen auf die Zukunft wiederherstelle. Im Rahmen der zielbewußten Wiederherstellung freier Entwicklungsmöglichkeiten müsse vor allem auch auf dem Gebiet der Arbeitsbedingungen ein Zustand geschaffen werden, der
freie Vereinbarung über Arbeitslohn und Arbeitszeit ermögliche. Dieser Weg sei letzten Endes für die Arbeiterschaft wertvoller, weil damit mehr Arbeitskräfte wieder Beschäftigung finden könnten. Auf dem Gebiet der Finanzpolitik sei die U m s ch u l d u n g der Gemeinden sowie eine durchgreifende Reform der Arbeitslosenversicherung und der Arbeitslosensürsorge mit dem Ziel einer Vereinheitlichung und Ausgabenersparnis dringend notwendig.
Das Präsidium beschäftigte sich ferner mit der Devisenpolitik, der Handelspolitik und der Frage des Arbeitsbeschaffungsprogramms. Einstimmig wurde die Meinung vertreten, daß alle Möglichkeiten ausgeschöpft werden müßten, die organisch zu einer Vermoderung der Arbeitslosigkeit führen könnten. Es seien aber alle künstlichen mit Milliardensummen rechnenden Arbeitsbeschaffungsprogramme und damit zusammenhängenden Finanzierungs- Vorschläge abzulehnen.
Fingierte Gklarek-Nechnungen.
Lbermagistratsrai Brandes alS Zeuge.
Im Sklarek-Prozeß wurde O b e r m a g t st r a 1 è r a 1 Brandes der im September 1929 die Fälschungen der Sklareks ausdeckle, «Iß Zeuge vernommen. Der Zeuge er- klärre, die Schuldenlast von sechs Millionen Mark der Bezirks- ämiei an die Stadtbank fet_ ihm sehr hoch vorgekommen. Bei der außerordentlichen Revision sei er
erschüttert gewesen über die Höhe der Sfiaret=Rret>ite
und habe dem Stadtbankdirektor Lchmidt gegenüber schwere Bedenken geäußert. Eine Unverschämtheit sei es gewesen, daß ihm die Swdibânkdirektorcn den die SNareks belastenden Revisionsbericht vorenthalten hätten. Beim Bezirksamt Spandau habe er dann festgestellt, daß die von der Stadtbank den Sklareks bevorschußten Rechnungen fingiert gewesen seien Er habe sofort die Sklarek-Akten bei der Stadt- bank beschlagnahmen lassen und dem Stadtbankdirek- tot Schmidt gesagt, es sei alles gefälscht; als Falscher kämen nur die Sklareks in Frage. Dem S t a d t b a n k - birettor Lehmann habe er erklärt, daß die Stadtbank
mindestens um 850 000 Mark betrogen worden
sei, und daß er retten wolle, was zu retten sei Ter Vor- sitzende versuchte festzustellen, wann diese Äußerung gefallen sei weil an dem betresfenden Tage mittags auf Anweisung des Stadtbankdireklorè Schmidt noch 340 000 Mark an die Sklareks ausaezahlt worden sind. Brandes erklärte, daß er bereits am Vormittag die Stadtbankdirektoren von den Be- trüaereien der Sklareks unterrichtet habe. Es wäre schon zu dieser Zeit notwendig gewesen, ihre Konten zu sperren. Die Stadtbanldirektoren hätten aber noch! nachdem die Sklareks bereits verhaftet waren, auf dem Standpunkt gestanden, daß die Gebrüder Sklarek als hie großen Kunden der Stadtbank, die dieser einen jährlichen Gewinn von 800 000 Mark ein» brächten, königliche Kaufleute feien und „wie rohe Eier" behandelt werden müßten.
Im weiteren Verlauf der Sitzung wurden der Revisor Krahl, Bürgermeister Franz und der Ober» magistratsrat Clementz vernommen Am Montag soll die Vernehmung Brolats vor sich gehen. Am Donnerstag wird die Wahrsagerin Seidler als Zeugin vernommen werden.
Jakob stogglreuter
Roman aus den bayerischen Bergen von Hans Ernst
Urheberschutz: Herold-Verlag, Homburg (Saar)
5 (Nachdruck verboten).
Er atmete tief auf, als er fertig war, der Schweiß stand ihm auf der Stirne, mit zitternden Fingern schrieb er die Adresse auf den Umschlag,und steckte den Brief in seine Brieftasche. Dann löschte er die Lampe aus und wankte mit müden schweren Schritten aus der Stube.
Draußen aber hatte unterdessen der Sturm nachgelassen und ein verklärendes Licht breitete der Mond über die schneebedeckten Hügel und Berge. Ein majestätisches Schweigen lag über den Felskolossen und wie Silber leuchtete der frischgefallene Schnee vom Mondlicht beglänzt von den Höhen herab.
Lange vertiefte sich Jackl in das heilige Schweigen von sei- nem Kammerfenster aus.
Wie an allen Gliedern zerschlagen siel er dann schließlich auf das Bett. Ter schlanke, baumstarke Mann stöhnte, schluchzte und weinte bittere Tränen um Vroni, die er doch so sehr geliebt...
Erst gegen Morgen verfiel er in einen tiefen Schlaf.
Und so hatte Jakob Voggtreuter schweren Herzens einer Liebe entsagt, die er schon seit früher Kinderzeit im Herzen trug.
2. Kapitel.
Ter Winter war längst vorüber und der Frühling über die Bergkuppen hereinaèzogen. Das ganze Alpenland' schien trunken von Sonne und Licht. Im weiten Umkreis die grünlich schimmernden Almen und Weiden und über ihnen die Wälder und Felsen, auf deren Spitzen noch teilweise der Schnee lag, übergossen vom Duft des Maienmorgens. Eine o lauernarrte Rie'enwoge neben der andern; und je weiter sich die Höhen hinausichwängen in die Ferne, desto blauer wurden sie, und schufen den Eindruck, als wären sie mit dem Himmel verwachsen.
Banditen mit Artillerie.
Die Ausstandsbewegung in der Mandschurei.
Mehrere taufenb chinesische Banditen erstürmten die Stadt Petuna, die etwa 16ü Kilometer südwestlich von Chardin liegt. Die Banditen sind im Besitz von Artillerie und M a s ch i n e n g e w e h r e n. Sie haben sich in den Straßen der Stadt Schützengraben auv- gehoben. Auch M u k d e n selbst ist von Banditen bedroht, die bereits eine Reihe von Ortschaften in der Rahe der Stadt besetzt haben. Sic haben dort die Flaggen der mandschurischen Republik heruntergerissen und die Beamten abgesetzt oder gcfangengcsetzt. In verschiedenen Städten ist eine Reihe von Richtern und anderen Beamten zurückgetreten mit der Begründung, daß sie nicht unter der neuen Regierung zu dienen wünschten.
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Wahrscheinlich handelt es sich bei diesen Banden um schlecht ausgerüstete und undisziplinierte chinesische Gruppe n. Die Japaner haben aber ein Interesse daran, diese als „Banditen" hinzustellen, denn dann bedeutet ein Vorgehen gegen sie vor dem Forum des Völkerbundes keinen Krieg, sondern eine Sicherungs- und Säuberungsaktion, in die der Völkerbund bekanntlich nach seiner Meinung kein Einmischungsrecht hat.
Luftschutzübung bei der Reichswehr.
Da der Versailler Vertrag Deutschland die Möglichkeit und die Mittel genommen hat, sich gegen einen feindlichen Lust- angriff durch Militärflugzeuge wirksam zu schützen, muß die Reichswehr sich auf möglichst gute Abwehr von der Erde beschränken. Unser Bild von einer Lustschutzübung der Reichswehr zeigt einen fliegenden Scheinwerf e r st a n d an der Bahnstrecke Swinemünde—Berlin.
Gemeindevorsteher für 10 pf. monatlich.
Ein eigenartiger Streit.
Ein eigenartiger Streit hat sich in der mecklenburgischen Gemeinde Tessin bei Ventschow herausgebildet. Bei der Notlage der Gemeinde erbot sich der Gemeindevorsteher, der Besitzer des Gutes, sein Amt ehrenamtlich zu verwalten. Da aber die Bestimmungen des mecklenburg-schwerinschen Amtes eine ehrenamtliche Tätigkeit des Gemeindevorstehers nicht zulassen, beschloß man in der Gemeindevertretersitzung, dem Gemeindevorsteher eine Vergütung von monatlich zehn Reichspfennigen zukommen zu lassen. Dieser Beschluß hat nun den erneuten Protest des Amtes hervor- gerufen. Somit werden sich die Gemeindevertreter von Tessin noch einmal mit dieser Frage besagen müssen. Wie berichtet wird, wollen sie es auf einen Kampf mit dem mecklenburg-schwerinschen Ami ankommen lassen und beharren auf ihrem Standpunkt, daß die Vergütung von monatlich zehn Reichspfennigen als Entschädigung für den Gemeindevorsteher genüge, um so mehr, als dieser bereit ist, sein Amt für den geringen. Betrag zu verwalten.
Eine große Einbrecherbands verhastet.
30 bis 40 Einbrüche aufgeklärt.
InLübeck haben Kriminalpolizei und Gendarmerie einer großen Einbrecherbande, die seit etwa einem halben Jahre das Landgebtei heimsuchte, das Handwerk gelegt. Bisher konnten 30 bis 40 Einbrüche, bei denen den Tätern zum Teil erhebliche Geldbeträge und Waren in die Hände fielen, aufgeklärt und 20 Einbrecher festgenommen werden. Zweimal wurde in das Amtsgericht in Ahrensbök eingebrochen; beim zweiten Einbruch wurde ein Bargeld- betrag von 1300 Mark erbeutet. Insgesamt sind den Dieben Waren und Bargeld im Werte von 10 000 Mark in die Hände gefallen. Die Bande war Tag und Nacht mit Motorrädern und Fahrrädern sowie mit Automobilen und Lastwagen auf Diebesfahrten unterwegs. Man rechnet mit weiteren Festnahmen.
Die Sonne war gerade hinter den Zinnen hervorgestiegen und sandte ihre ersten Strahlen auf den Voggtreuterhof hernieder, der wie in Gold gebadet auf einer sanftgerundeten Höhe stand. Unter dem weitvorspringenden Hausdach stand Jackl in Hemdärmeln und starrte sinnend hinaus in den herrlichen, jungen Maientag, der von Gottes Herrlichkeit und Güte zeugte.
Man hatte eine herrliche Aussicht da oben. Im Hintergrund die aufsteigenden Felswände, und wenn man ein paar Schritte vom Haus wegging, konnte man durch eine Waldlichtung halbversunken zwischen dem sprossenden Grün das Dorf heraufschimmern sehen. Halbverstohlen lugten die rotbraunen Dächer hervor und von den Kronen der blühenden Kirschbäu- . me stieg ein süßlicher Duft zu den Höhen empor. Vom nahen Walde klang lockender Wachtelschlag, gemischt mit den Jubeltönen der Lerchen, die sich trillernd zum azurblauen Himmel emporschwangen. Im Garten sehnten sich unzählige blaßgrüne Blüten, in die kurze Sommersreude ihres Daseins hineinzuwachsen.
Das Ganze bot eben einen Anblick so zauberhaft, so märchenschön, wie ihn nur das Hochland im Frühling zu bieten vermag.
Die Hände tief in die Taschen der kurzen Lederhose vergraben, stand Jackl noch immer auf seinem Platz und sog in tiefen Zügen den erquickenden Duft des jungen Lenzmorgens ein.
Keine dreißig Schritt vom Haus entfernt, stand eine halbwüchsige Tann'enböschung, die sich in einem breiten Streifen zum Dorf hinabzog.
Ab und zu schielte Jackl dort hinüber, anscheinend ganz gleichgültig, aber wer ihn genauer beobachtet hätte, der hätte merken können, daß er nicht nur wegen der frischen, gesunden Morgenluft heraußen stand, sondern auch eine bestimmte Unruhe ihn befallen habe.
„Sarn, der bleibt aber heut' lang aus" murmelte er. „Soll's am End' gar schief gangen sein?"
Aber kaum hatte er den Satz vollendet, da tönte es vom nahen Walde her dreimal: „Kuckuck, Kuckuck, Kuckuck."
Nur der Eingeweihte konnte den nachgeahmten Ruf von dem natürlichen unterscheiden.
Der Ätna wieder in starker Tätigkeit
Der Hauptkrater des Ätna ist ivieber einmal in Rah,, Tätigkeit. Der Rand eines der Auswurfkegel hat sich um drei Meter gesenkt. Der Leiter des Ätna-Observatoriums ist der Ansicht, daß es sich mir nm eine Wiederholung der Tätigkeit des Ätnas vom letzten Herbst handelt. Er hofft, daß der Vulkan sich darauf beschränken wird, die glühende Lava bis zum Hals emporzudrückc« und dann wieder abzuklinaen.
Vermischte Nachrichten
Rückflug des „Do X" nach Deutschland.
Kiel. Wie verlautet, wird das Riesenflugboot „Do X" an. läßlich der im Juni stattfindeudcn Kieler Woche auf der Kieler 1 Föhrde ankern. Der Führer des Flugbootes, Flugkapitân Christansen, wird sich demnächst nach den Vereinigten Staaten begeben, um von dort „Do X“ im Fluge über den Nordatlanii! nach Deutschland zurückzubringen. Von Kiel aus wird bei Flugboot voraussichtlich auch Kopenhagen einen Besuch ab. statten.
Klage gegen den Dampfer „Harburg".
Hainburg. Nach Blättermeldungen hat der Kapitän be) amerikanischen Schleppdampfers „Franklin" gegen den Hapag. dampfer „Harburg" eine Klage über 50 000 Dollar eingereicht. „Franklin" war der „Harburg", die mit Ruderschaden vor der amerikanischen Küste trieb, zu Hilse geeilt, hatte aber nieten eigenen Steuerschadens die Hilfsaktion unterbrechen müssen. Als der Schleppdampfer seinen Schaden behoben hatte, war dir „Harburg" bereits von dem Schlepper „Willet" in Tau geiioin« men worden. Die Klage stützt sich aus die Tatsache, daß bet Kapitän der „Harburg" vorher bekanntgegeben haben soll, daß der Schlepper, der die „Harburg" zuerst erreiche, sie auch ein» bringen solle.
Großfeuer in der Dapolin-Niederlage.
Stettin. In den Mittagsstunden entstand aus den großen Grundstücksanlagcn der Deutsch-Amerikanischen Petrolcum- gesellschast ein Grotzfeuer, zu dessen Niederkämpfung die gesamte Stettiner Feuerwehr alarmiert wurde. Beim Änrücken der Wehren stand ein Olteillager der großen Tankanlage, die u. a. auch Groß-Berlin mit Öl, Petroleum usw. lausend versorgt, in hellen Flammen. Das Feuer ist vermutlich bei Ausführung von Schweißarbeilen ausgebrochen. Die Belegschaft ist zusammen mit der Feuerwehr beschäftigt, Petroleum- und Elfässer aus der Nähe des Brandherdes zu entfernen. Erst abends konnte das Großfeuer gelöscht werden. Insgesamt 1000 Fässer Schmieröl fielen den Flammen zum Opfer. Große Dienste leistete der Feuerwehr ein Feuerlöschboot, mit beiseit Hilfe allein 20 Schlauchleitungen gelegt werden konnten.
Die acht Bergarbeiter im Kohinoorschachl verloren.
Brüx. Die Rettungsarbeiten im Kohinoorschachl werden zwar noch immer fortgesetzt, aber jede Hossnung, die acht eingeschlossenen Bergleute noch am Leben zu findest, ist ausgegeben. Es war unmöglich, durch den Luftschacht in Da» Innere des brennenden Bergwerkes einzudringen, weil die Hitze zu groß war. Die Teilnahme und Trauer der ganzen Bevölkerung in der Umgebung ist groß.
Aufgeklärte Mordtat.
Prag. Der Familienmord in der Prager Karlsgasse ist nunmehr vollständig aufgeklärt. Unter der Last der Beweise hat der Mörder. Vetrovsly feine Tat eingestaudcu und ausführlich geschildert. Er habe sich zwar manchmal mit dem Gastwirt Hruby gestritten, aber er glaube nicht, daß er ihn deswegen ermorden wollte. Etwas Unbekanntes wollte ihn dazu zwingen, aber er habe sich immer wieder dagegen gewehrt bis zur entscheidenden Nacht. Veirovsk» gestand weiter, wie er das Beil nahm — den Gastwirt und seine Frau erschlug und dann mit einem Küchenmesser die Großmutter tötete und das Kind verwundere. Nach der Tat sei ihm der Gedanke gekommen, sich selbst zu stechen und Damit die Schuld aus den großen Unbekannten abzuschieben. Vetrovsky blieb auch nach dem Geständnis ganz rubia.
Anschlag aus den Ministerpräsidenten von Neusüdwales aus- gedeckt.
London. In Sydney wurde ein Anschlag auf den Ministerpräsidenten von Neusüdwales, Lang, durch ein Telegramm des Generalagenten für Neusüdwales in London aufacdeckt. Wu in dem Telegramm mitgeteili wird, fand eine Sondersitzung im Englischen Unterhaus statt, in der berichtet wurde, daß Mitglieder der australischen kommunistenseindlichen Bewegung „Neue Garde", die unter der Führung des Obersten Campbell steht, bei der Eröffnung der Sydneyer Hafenbrücke bett Ministerpräsidenten überfallen und ins Wasser werfen wollten. Es wurden alle Vorsichtsmaßnahmen ergriften.
Zugwache überfällt die Reisenden.
Peking. Bei Tientsin überfielen die Wachmannschafb'" eines in voller Fahrt befindlichen Expretzzuges die Reisenden und plündertendenganzenZug vollkommen aus. Die Soldaten, die den Zug gegen Raubüberfülle schützen sollten, hatten kurz nach der Abfahrt aus Tientsin ihren Offizier erschossen. Aus Reisende, die sich widersetzten, schossen die Soldaten. Ein Reisender wurde getötet und zwei schwer ve^ wundet. Nach der Plünderung ließen die Soldaten den Zug halten und flüchteten.
Jackl antwortete mit dem gleichen Laut, huschte wie ein Schatten an der Hauswand entlang und hastete dem de zu.
Im schwarzen Schatten der jungen Tannen stand eine 3 ; beugte Mannsgestalt und schaute mit gefurchten Zügen aul den' Kommenden.
„Hat's klappt?" redete Jackl den Dastehenden leise an.
„Ha! Klappt", lachte der andere hart auf. „Schinf ’" ganga!"
„Was? Schiaf? So red doch Buchberger, hat man tannt?" s
„Ja freili, dös is ja die verdammte G'schicht", knirschte ■ „i bin nauf heut Nacht, noch bevor der Mond rauskemm ' und hab' mir gar nix denkt dabei, weil der JU^r u . noch in der Wirtsstub'n drin war, wia i fort bin. Aus et wia i den Bock schon im Rucksack verstaut g'habt hab, U hinter mir und reißt mir den falschen Bart vom WO •
„Und was hat er denn g'sagt?" frug Jackl hastig. , Wieder lachte der andere schrill auf. „Was wird er ,01 ^ hab'n, vor die Wahl hat er mi g'stellt, der Hund^ Er - Vroni zum Weib — oder i wander ins Zuchthaus. •
„Der Sckust!" zischte Jackl. „©elbftberft^ auf den unsaubern Handl net ei. Du bezahlst dwgaug ■ 's Geld bring i dir heut abends noch und die Gschul diesmal erledigt. Der saubere Jäger soll sich ein ' „^ wo der Pfeffer wächst. Die Vroni soll für unsere E ) büßen brauchst:, na, die Vroui net — t will 3 neu
„Die Vroni hat ihr Jawort schon geben'" ( „^ „Wa - a - as?" Mit weitgeöffnatem Mund starke auf Buchberger, als könnte er das Gehörte l .ihr — denn dös so leicht g'jallu?" stotterte er oan • ^.
Der Aeltere zuckte mit den Achseln und zögerte er endlich hervorstieß: . . ^n 's
„Leicht ist ihr's net anlomma, aber sie ’V, ^r geA Zuchthaus ersparen und was hilst's ihr auch, >rw aU§ .cO allwcit nachtrauert, du heiratst ja doch koa bm
Hein Häusl", schloß der Alte tit^r . ■ n.g folgt).