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Die OnKgerOseets AusgadLN.

Erklärungen deS Reichsfinanzministers Dietrich.

Auf einer Tagung des Gesamtvorstandes der Teut­schen Staatspartei, die in Berlin stattfand, bezeichnete der Peichsfinanzminister Dietrich bei Erörterung der poli­tischen Lage als den Anfang und das Ende der deutschen Politik, den

Millionen Arbeitslosen wieder Arbeit zu geben unb die 3,3 Milliarden nach Möglichkeit nutzbringend zu verwenden, die ivir jetzt jährlich für die Arbeitslosen­unterstützung zahlen müßten. Es dürfe aber kein Arbeits- programm geschaffen werden, das der heute noch arbeiten­den Industrie die Beschäftigungsmöglichkeiten verringere; außerdem dürften wir in Zukunft nicht mehr bauen, was wir nicht brauchten. In finanzieller Hinsicht habe sich ins­besondere bei den indirekten Steuern ein Notstand er­geben. Auf wirtschaftspolitische Fragen eingehend, er­klärte der Minister, heute habe das Bauerntum schwerer zu kämpfen als der Großgrundbesitz. Der Minister kam zum Schluß auf die Innenpolitik zu sprechen. Hier werde es sich zeigen müssen, dâß das zersplitterte Bürgertum sich behaupten könne. Am 13. März werde auf lange Zeit hinaus über das Schicksal Deutschlands entschieden wer­den. Der Gesamtvorstand nahm eine Entschließung an, nach der es die Deutsche Staatspartei begrüßt, daß Reichspräsident von Hindenburg die Volkskandidatur für die neue Wahl angenommen habe.

Letzte Nachrichten.

Blätterstimmen

zur Bcrnkenreform und zur Reichspräsidentenfrage.

Berlin, 23. Febr. Die Morgenblätter beschäftigen sich heute gleichzeitig mit den beiden wichtigsten Themen des Tages, der Neuorganisation der Banken und der Entschei­dung der Harzburger Front zur Rechspräsidentenfrage. Welche Bedeutung die Blätter der Bankenreform beimessen, geht schon daraus hervor, daß die meisten von ihnen nicht nur im Handelsteil, sondern auch im Leitartikel dazu Stel­lung nehmen.

Tie „V o s s i s ch e Z e i t u n g", die von „repariertem Vertrauen" spricht, ist der Auffassung, daß es verfehlt wäre, von einer „Sozialisierung" des Bankwesens zu sprechen. Die öffentliche Hand habe die Beteiligung an den Banken nur getan, um Schlimmeres zu verhüten. — Das „Berliner Tageblatt" ist der Ansicht, daß eine Vertagung des Problems größere Nachteile gebracht hätte, als eine Lösung mit mehr oder weniger großen Fehlerquellen.

Der „Vorwärts" begrüßt es, daß die öffentliche Hand nicht nur zum Gläubiger, sondern zum Kapitalträger der Vankenwirtschaft geworden ist.

Die „B ö r s e n z e i t u n g" sieht die Ziele bei der Lö­sung der Bankenfrage darin, die Banken so stark zu machen, daß sie ihren großen volkswirtschaftlichen Aufgaben in vollem Umfange nachkommen können, und fordert, daß her staatliche Einfluß bei den Banken sobald als möglich wie­der ausgeschaltet werde.

Der „T a g“ spricht von dem Cannae der deutschen Bankenpolitik. Versagt habe nicht das System der Banken als solche, versagt habe das System der Regierung.

Der „L o k a I a n z e i g e r" ist ebenfalls der Ansicht, daß die Verluste der Banken das Ergebnis einer verkehr­ten Politik seien.

Die Aufstellung Düsterbergs und Hitlers als Kandi­daten der Harzburger Front wird von der „E e r m a n i a" als Anzeichen dafür gewertet, daß diese Bewegung nur solange eine Einheit sei, als es gelte, Opposition zu machen, daß sie aber restlos illusorisch werde, sobald es gelte, auch nur den ersten Ansatz einer praktischen Aufbauarbeit zu leisten. — Der „Vorwärts" bezeichnet die Kandidatur Düsterbergs als die schwächlichste Zählkandidatur, die es überhaupt gebe. Die Kandidatur Hitlers zeige, daß der Nationalsozialismus alles auf die Karte der Reichspräsi­dentenwahl setze. — Der „L o k a l a n z e i g e r" und der „Tag", die zu dieser Frage noch keine Kommentare brin­gen, berichten, daß Deutschnationale und Stahlhelm in den Beratungen an der Einheitskandidatur festgehalten hät­ten. — Die „Deutsche Allgemeine Zeitung" schreibt, bei aller Sympathie für den nationalen Schwung verhehle sie die stärksten Bedenken gegen Hitlers Kandi­datur nicht. Sein Sieg, an den wir nicht glauben, ebenso seine Niederlage, die uns wahrscheinlich scheint, bedeutet schwere Belastungen für die Nation.

Duesterberg kandidiert!

Ein gemeinsamer Aufruf der Deutschnationalen und des Stahlhelms.

Berlin, 23. Febr. (Eigene Funkmeldung.)

Die Deutschnationale Volkspartei und der Stahlhelm veröffentlichen gemeinsam einen Aufruf zur Reichspräsi­dentenwahl, in dem es u. a. heißt: Ein neuer Entschei­dungskampf um die deutsche Zukunft hat begonnen. Es geht in ihm um die Aufrechterhaltung deutscher Arbeit und Wirtschaft, um Tributfreiheit und Wehrhoheit, um die Befreiung Preußens von marxistischer Herrschaft und um die Beseitigung eines Notverordnungszwanges. Der Kampf dem System und dem Geiste des 9. Novembers.

Getreu den in Harzburg gegebenen Parolen haben sich die Deutschnationale Volkspartei und der Stahlhelm zu engster Kampfbereitschaft für die Reichspräsidentenwahl und die ihr folgenden Entscheidungen in einem schwarz- weiß-roten Kampfblock zusammengeschlossen.

Als Kandidaten für den ersten Wahlgang der Reichspräsidentenwahl haben sie den t a h l h e l m f ü h r e r D u e st e r b e r g a u f g e st e l l t. Mit ihm tritt ein Führer der vaterländischen Wehrbe­wegung in die Schranken, dessen unermüdliche von sozialem Frontgeist getragene Arbeit stets dem Ziel der politischen und wirtschaftlichen Freiheit Deutschlands gewidmet war.

Schwere

Kämpfe an der japanisch-chinesischen Schlachtfront.

Schanghai, 23. Febr. Ueber Tschapei, wo ausgedehnte „ runde wüten, liegen dichte Rauchwolken. Um 9.30 Uhr ornnttags überflogen japanische Flugzeuge den Flugplatz vungiao, 16 km westlich der internationalen Niederlassung, n® warfen Bomben ab. Sämtliche chinesische Flugzeug- Muppen gerieten in Brand, und alle in ihnen unterge- ^"usten Flugzeuge wurden vernichtet.

(fr.^ halbamlicher japanischer Bericht besagt, daß die r u während der Nacht nördlich von Kiangwan eine «.^^wrende Bewegung ausführten, worauf sich schwere , -UP e entwickelten. Die Japaner geben zu, daß sie hier- ,.,1...‘;l,. swte und 60 Verwundete verloren haben und sich auruckziehen.

Die Stellung der christl. Gewerkschaften zu politischen Tagesfragen.

Reichstagsabgeordneter P. Tremmel sprach in Fulda.

Gelegentlich der Jahreshauptversammlung der Verwal­tungsstelle Fulda des Zentralverbandes christl. Fabrik- und Transportarbeiter am vergangenen Sonntag hielt der Zentralvorsitzende des Verbandes, Reichstagsabg. P. Tremmel- Berlin, einen Vortrag, mit welchem er die Gesamtwirtschaftslage sehr treffend kennzeichnete. Mit über­zeugenden Ausführungen weckte der Redner auch berech­tigte Hoffnungen auf bessere Tage für die Arbeiterschaft und für das gesamte deutsche Volk, wenn der Glaube an die eigene Kraft nicht verloren gehe.

Heute sind es nicht nur die deutschen Arbeiter, so führte der Redner aus, die durch die Weltwirtschaftskrise sich in größter Not befinden. Die Schrumpfung der Kaufkraft weiter Schichten des Volkes zieht immer mehr Bevölke­rungskreise an den Rand des Ruins. Wenn auch viele nicht gern von den vergangenen Fehlern hören wollen, so ist es doch notwendig, diese im Rahmen der Eesamtbe- trachtung anzuführen, ^amit nicht immer wieder aufs Neue versucht wird, die politischen Leidenschaften zu falschen Frontstellungen zu benutzen.

Die aus falschen Voraussetzungen durchgeführten Ra­tionalisierungen, wodurch ungeheure Summen an fremdem Kapital festgelegt sind, werden unsere gesamte Wirtschaft noch lange Jahre belasten. Aber auch durch die Tatsache, daß das deutsche Volk in der Vergangenheit sich nicht zu jeder Zeit darüber klar war, daß wir als Unterlegene des Weltkrieges uns manche Beschränkungen hätten auferlegen müssen, hat auf allen Gebieten zu einer Ausgabenwirtschaft geführt, die mit unserer Lage nicht in Einklang zu bringen war.

Ueber unsere Armut kann man sich ein Bild machen, wenn man berücksichtigt, daß auch dann, wenn wir die 2 Milliarden Tributlasten nicht mehr zahlen, aus dem Ertrag der deutschen Wirtschaft ca. 10 Milliarden Mk. nötig sind, um alle unproduktiven Belastungen zuerfüllen. Dabei wirkt noch erschwerend, daß heute trotz des verringerten Gesamt­umsatzes die Zahl der vom Handel lebenden Personen um über 50 % größer ist als vor dem Kriege.

Aus Hessen-Nassau und Nachbargebieten

Merkblatt für den 24. Februar.

1786: Der Altertumsforscher Wilhelm Grimm in Hanau geboren.

Nicht mit zu hasse», mit zu lieben bin ich da.

Sophokles.

Wetterbericht.

Durch das Zurückweichen des englischen Hochdruckgebiets nach Südwesten gelangt maritime Luft auf kürzerem Wege als bisher nach Deutschland, so daß auch bei uns unter Temperaturanstieg Niederschläge (anfänglich Schnee, dann Regen) eingetreten sind. Der Zustrom milderer Luftmas­sen wird bei uns zunächst noch anhalten. — Vorhersage bis Dienstag abend: Wolkig bis bedeckt, zeitweise Nieder­schlag (vorwiegend Regen), bei westlichen bis nordwestlichen Winden Temperaturen weiter ansteigend. — Witterungs­aussichten für Mittwoch: Bei westlichen Winden ziemlich mild, sehr unbeständig, weiter Niederschläge.

* Fulda, den 23. Februar 1932.

Die Heimat Christi.

Vortrag über das heilige Land.

Eine Reise nach dem hl. Land haben sich wohl schon viele Christen gewünscht, um an Ort und Stelle die Stätten kennenzulernen, die mit dem Namen Jesu und dem Chri­stentum eng verknüpft sind. Es sind aber nur wenige, denen eine solche Reise in ihrem Leben möglich wird, wäh­rend die Sehnsucht der vielen, vielen andern immer unge­stillt bleibt. Kein Wunder, daß sich so viele Zuhörer aus der evangelischen Gemeinde Fulda am Sonntag abend im Gemeindehaus eingefunden hatten, um aus dem Munde eines Erfahrenen und Berufenen einen Reisebericht über eine Fahrt durch das hl. Land entgegcnzunehmen. Herr Kirchenrat Dr. theol. Eisenberg aus Kassel war dem Ruf aus der evangelischen Gemeinde Fulda gern gefolgt, um über seine Reiseerinnerungen aus dem hl. Land zu be­richten. Nach dem gemeinsam gesungenen Liede „Jerusa­lem, du hoch gebaute Stadt" richtete Herr Kreispfarrer Weber an den Redner und an die vielen Besucher des Abends herzliche Begrüßungsworte und wies darauf hin, daß gerade in der Passionszeit unsere Gedanken im Lande Jesu Christi weilen. Wir freuen uns, so führte der Red­ner aus, daß Herr Kirchenrat Dr. Eisenberg zu uns gekom­men ist, um unsere Herzen in Liebe zum hl. Land warm zu machen. Sodann ergriff der Hauptredner das Wort zu seinem Vortrage. Kirchenrat Dr. Eisenberg betonte zu­nächst, daß für die Christen der Name „Jerusalem" ein Be­griff der Ewigkeit geworden ist, der sich mit dem geogra­phischen Jerusalem unlösbar verknüpft. Der Redner sprach sodann kurz von seinen persönlichen Beziehungen zum hl. Land, die durch seine dort weilenden Kinder (seine Tochter fand im hl. Land ihr frühes Grab) angeknüpft wurden und gab der Hoffnung Ausdruck, daß es ihm gelingen möge, seinen Zuhörern die Bibel noch lieber und wertvoller zu machen. An Hand einer großen Anzahl prächtiger selbstauf- genommener Lichtbilder führte uns dann der Redner von 'Nazareth aus durch die landschaftlich wundervolle und fruchtbare Umgebung des Sees Genezareth. Bei dieser Wan­derung kamen Namen wie Nain, Kana, Kapernaum usw. in Erinnerung, und die zahlreichen Bilder taten ihr übri­ges, den Zuhörern viele Bibelstellen zu einem lebendigen Ereignis werden zu lassen. Mit großem Interesse wurden die Bilder von den Trümmern Kapernaums aufgenom­men, das zur Zeit Jesu ein für damalige Begriffe gewal­tiges Stadtgebilde war. Jesus erkannte die Schäden, die das Stabt leben an der Seele der Menschen anrichtete, und darum übersiedelte er nach Kapernaum, um den Menschen in ihrer seelischen Not zu helfen und sie zu retten. Im weiteren Teil seines Vortrages führte uns der Redner an Hand seiner Bilder in die Umgebung Jerusalems und an das Tote Meer. Der Garten Gethsemane, der Colberg und

Allen Gefühlspolitikern, die nicht einsehen wollen, daß durch internationale politische und wirtschaftliche Verständi­gung die erforderlichen Voraussetzungen für den unbedingt notwendigen Außenhandel geschaffen werden müssen, muß in Erinnerung gebracht werden, daß bereits in der Vor­kriegszeit 25 % des deutschen Volkes vom Export lebten.

Wenn unsere früheren Feinde jetzt allmählich einsehen, daß eine Kursänderung in ihrem eignen Interesse not­wendig ist, so ist diese Wandlung auf die zielklare Politik des Reichskanzlers Brüning zurückzuführen. Die harten Opfer, die durch die Notverordnungen den breiten Schichten aufgebürdet worden sind, müssen im Rahmen dieser ver­folgten Politik verstanden werden. Es muß aber auch an­erkannt werden, daß der Reichskanzler Und auch Arbeits­minister Stegerwald mit ganzer Kraft gegen eine vielfach herbeigewünschte Inflation mit Erfolg angekämpft haben und auch trotz aller Bemühungen maßgeblicher Interessen­gruppen die sozialpolitischen und arbeitsrechtlichen Grund­lagen bis jetzt gegen alle Widerstände gesichert haben.

Die Arbeiterschaft hat sicher keine Ursache, mit allen Regierungsmaßnahmen sich einverstanden zu erklären, denn die Arbeiterschaft kann die Lastenverteilung unmöglich als eine gerechte ansehen. Sie wird deshalb auch unermüdlich fordern müssen, daß offensichtliche Ungerechtigkeiten besei­tigt werden.

Das christlich deutsche Volk hat nicht zu wählen zwischen rein kapitalistischer oder bolschewistischer Wirtschaftsform. Es will eine Wirtschaft, die sich begründet auf christliche Sittenrechte. Der Mensch muß zum Mittelpunkt allen wirt­schaftlichen Handelns werden. Alle Produktion muß Dienst am Volke sein. Die christlichen Gewerkschaften haben seit Bestehen, trotz aller Angriffe von vielen Seiten, sich nie­mals irre machen lassen. Sie wollen mit die Verantwortung in allen Lebenslagen des Deutschen Volkes tragen. Kein Radikalismus von rechts oder links wird an dem klaren Kurs der christlichen Gewerkschaften etwas ändern. Nur dann, wenn die christliche Arbeiterschaft trotz Not und Ent­behrungen sich nicht von dem rechten Weg abbringen läßt, wird sie in der Lage sein, das Schlimmste zu verhüten.

In der Aussprache kam die völlige Uebereinstim­mung zwischen Führer und Mitgliedern zum Ausdruck.

Jerusalem selbst standen im Mittelpunkt dieses Teils des Vortrages. Zum Schlüsse seiner Ausführungen zeigte der Redner noch enige Bilder aus dem Syrischen Waisenhaus. Sein Wunsch, allen Zuhörern die Bibel lebendig zu machen, dürfte durch die klaren, allen verständlichen Ausführungen und mit Hilfe der guten Bilder vdll erreicht worden sein. Der gemeinsame Gesang des Liedes „Die Sach' ist dein, Herr Jesu Christ" beendete den Abend. der bei allen An­wesenden einen tiefen Eindruck hinterließ.

Landestheater des Vühuenvolksbundes.

„G e sp en ster" von Henrik Ibsen. Der Auffüh­rung dieses packenden Familiendramas durch die Landes­theater des Bühnenvolksbundes darf man mit Interesse entgegensehen. Das Stück führt in das Haus des verstor­benen Kammerherrn Alving, der als Ideal eines Muster­menschen im Gedächtnis seines Sohnes Oswald fortlebt. Oswald ist krank aus der Fremde ins Vaterhaus zurückge­kommen, und hier enthüllt sich das wahre Bilk^des Vaters, eines Wüstlings, dessen Sünden an dem-Sohne heimgesucht werden. Tas Werk ist bis zur letzten Szene voll unheimlich echter Spannung, von vollendeter dramatischer Formung und wird in der Aufführung durch die Landestheater den tiefen Eindruck nicht verfehlen, den es bei der ersten Auf­führung hinterließ. Die Aufführung findet am 25. Februar im Stadtsaale statt.

Von der hiesigen Ortspolizeibehörde

wird uns geschrieben: Im Hinblick auf das ministerielle Verbot aller Versammlungen und Umzüge unter freiem Himmel sind Zweifel darüber aufge- ireten, was unter „hergebrachten Leichenpara­den der privilegierten Kriegervereine" zu verstehen ist. Auf Grund einer Anfrage des Preußischen Landeskriegerverbandes hat der Preußische Minister des Innern nunmehr entschieden, daß auch der Rückmarsch des Vereiys mit Musik zu den hergebrachten Formen der Leichenparade der privilegierten Kriegervereine gehört. Ob auch der Abmarsch vom Vereinslokal zum Trauerhaus zur hergebrachten Leichenparade gehört und damit vom Verbot der Anordnung vom 31. 10. 31 ausgenommen ist. entscheidet sich nach der hergebrachten Uebung. Wo ein solcher An­marsch bisher üblich war und dadurch zum Bestandteil der hergebrachten Leichenparade geworden ist, gilt auch für ihn die Ausnahme vom Verbot gemäß Abs. 2 der Verordnung vom 31. 10. 1931. Die vom Verbot nicht betrof­fenen Vera nstaltungen der hergebrachten Leichenparaden gelten jedoch stets nur für den Verein, dem der Verstorbene als Mit­glied angehört hat.

Konkurs Firma A. Ludovici in Fulda.

In dem Konkursverfahren der Firma A. Ludovici. In­haberin Anny Krause geb. Ludovici, in Fulda fand im Amtsgericht Fulda der Schlußtermin statt. Zunächst wurde von zwei nachträglich angemeldeten Forderungen eine an­erkannt und eine bestritten. Einwendungen gegen das Schlußverzeichnis erfolgten nicht. Die bevorrechtigten For­derungen in Höhe von 87,87 Mark werden voll ausbezahlt. Auf die nichtbevorrechtigten Forderungen von 4343,50 Mk. kommen 200 Mark zur Ausschüttung, was einer Quote von 4,37 Prozent entspricht. Nach Ausschüttung der Masse wird das Verfahren aufgehoben.

- Lauterbach, 22. Febr. (L a u t e r b a ch e r Pferde­versicherungsverein.) Die Generalversammlung am vergangenen Samstag in Lauterbach war zahlreich beiumr. Herr Direktor Euler begrüßte die Anwesenden und bieg insbesondere die als Gäste anwesenden Vertreter der Kreis- veterinäramtes Lauterbach. Herrn Vetermarrat Dr. Cost, sowie die Vertreter des Landwirtschaftsamtes Lauterbach, Herrn Direktor Schönheit und Herr Landwirtschaftsassessor Dr Lorentz nebst den Landwirtschaftsfchülern, sowie Herrn